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DE1962057A1 - 2-Mercapto-pyrido[2,3-d]pyrimidin-4(3H)-on-Derivate und Verfahren zur Herstellung derselben - Google Patents

2-Mercapto-pyrido[2,3-d]pyrimidin-4(3H)-on-Derivate und Verfahren zur Herstellung derselben

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DE1962057A1
DE1962057A1 DE19691962057 DE1962057A DE1962057A1 DE 1962057 A1 DE1962057 A1 DE 1962057A1 DE 19691962057 DE19691962057 DE 19691962057 DE 1962057 A DE1962057 A DE 1962057A DE 1962057 A1 DE1962057 A1 DE 1962057A1
Authority
DE
Germany
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pyrido
pyrimidin
general formula
water
compounds
Prior art date
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Pending
Application number
DE19691962057
Other languages
English (en)
Inventor
Klaus Dr Med Hardebeck
Wiedemann Fritz Dr Phil
Egon Dr Med Roesch
Kurt Dr-Ing Stach
Max Dr Rer Nat Thiel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Roche Diagnostics GmbH
Original Assignee
Boehringer Mannheim GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Boehringer Mannheim GmbH filed Critical Boehringer Mannheim GmbH
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Priority to DK624070AA priority patent/DK123826B/da
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Priority to CH1813770A priority patent/CH555843A/de
Priority to GB58467/70A priority patent/GB1272060A/en
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Priority to SE16649/70A priority patent/SE362649B/xx
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Priority to ES386301A priority patent/ES386301A1/es
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Priority to AT1111870A priority patent/AT302308B/de
Priority to ZA708370A priority patent/ZA708370B/xx
Priority to AT1053471A priority patent/AT302337B/de
Priority to NL7018030A priority patent/NL7018030A/xx
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Priority to FR7044660A priority patent/FR2081342B1/fr
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Pending legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D471/00Heterocyclic compounds containing nitrogen atoms as the only ring hetero atoms in the condensed system, at least one ring being a six-membered ring with one nitrogen atom, not provided for by groups C07D451/00 - C07D463/00
    • C07D471/02Heterocyclic compounds containing nitrogen atoms as the only ring hetero atoms in the condensed system, at least one ring being a six-membered ring with one nitrogen atom, not provided for by groups C07D451/00 - C07D463/00 in which the condensed system contains two hetero rings
    • C07D471/04Ortho-condensed systems

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Nitrogen Condensed Heterocyclic Rings (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description

  • 2-Mercapto-pyrido[2,3-d]pyrimidin-4(3E)-on-Derivate und Verfahren zur Herstellung derselben.
  • Die Erfindung betrifft S-substituierte 2-Mercapto-pyrido[2,3-d]-pyrimidin-4(3E)-one der allgemeinen Formel I worin R einen niederen Alkyl-, niederen Alkenyl-, Aralkyl-oder Arylrest bedeutet, welcher gegebenenfalls durch eine Hydroxyl-, Carboxyl-, Carbalkoxyl- oder Aminocarbonylgruppe substituiert ist, ihre Salze mit physiologisch verträglichen Säuren oder Basen, Verfahren zu ihrer Herstellung und die Verwendung zur Herstellung von Arzneimitteln.
  • Es wurde gefunden, daß sich diese neuen Verbindungen durch eine gute diuretische und netriuretische Wirkung auszeichnen.
  • Die erfindungsgemäßen Verfahren zur Herstellung der Verbindungen I sind dadurch gekennzeichnet, daß man in an sich bekannter Weise entweder a) Verbindungen der allgemeinen Formel II mit Verbindungen der Formel III R - Y (III), in der R die obengenannte Bedeutung hat und jeweils einer der Reste X und Y eine Mercaptogruppe darstellt, wobei der andere Rest eine reaktive Estergruppe bedeutet, umsetzt oder b) bis-S-substituierte 2,4-Dimercapto-pyrido[2,3-d]pyrimidine der allgemeinen Formel IV worin R die oben angegebene Bedeutung hat, partiell hydrolysiert und gegebenenfalls anschließend eine funktionelle Gruppe in dem Rest R, in an sich bekannter Weise, in eine Hydroxyl-, Carboxyl-, Carbalkoxyl- oder Aminocarbonylgruppe umwandelt und die Verbindungen gewünschtenfalls in ihre physiologisch verträglichen Salze überführt.
  • Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird eine Mercaptoverbindung der Formel II oder III in wässriger oder alkoholischer Lö-Lösung durch Zusatz einer starken Base, vorzugsweise von Natriunhydroxyd oder Natriumalkoholat, in das entsprechende Mercaptid überführt und mit der entsprechenden Verbindung III bzw. II, in welcher Y bzw. X dann eine reaktive Estergruppe bedeutet, versetzt.
  • Als reaktionsfähige Ester kommen vorzugsweise die Halogenide, aber auch Schwefelsäure- und Sulfonsäureester, wie z.B. die Tosylat und Brosylate, infrage.
  • Die Reaktion läuft normalerweise bereits bei Raumtemperatur mit befriedigender Reaktionsgeschwindigkeit ab. Zur Beschleunigung kann jedoch auch bei höheren Temperaturen gearbeitet werden. Falls niedrigsiedende Lösungsmittel oder leicht flüchtige Mercaptane verwendet werden, empfiehlt sich die Verwendung einer Druckapparatur, um die Temperatur genügend steigern zu können.
  • Die partielle Hydrolyse der bis-S-substituierten 2,4-Dimercapto-pyrido-[2,3-d]pyrimidine IV erfolgt durch Kochen mit starken Basen, vorzugsweise Natronlauge, in wässriger oder wässrig/alkoholischer Lösung.
  • Falls die Substituenten R hydrophob sind, ist es vorteilhaft, Lösungsvermittler zuzusetzen Hierbei wird bevorzugt die Mercaptogruppe in 4-Stellung hydrolysiert.
  • Das als Ausgangsverbindung der allgemeinen Formel II verwendete Derivat, in welohem X eine Mercaptogruppe darstellt, erhält man beispielsweise durch Umsetzung von Thioharnstoff mit 2-Amino-nicotinsäure in der Schmelze. Die Verbindungen IV erhält man entweder durch Unsetzung von 2,4-Dichloro-pyrido[2,3-d]pyrimidin mit einem Überschuß von Mercaptanen der Formel III oder durch Umsetzung von 2-Amino-nicotinsäurenitril in Gegenwart einer starken Base mit Schwefelkohlenstoff. Dag so erhaltene 2,4-Dimercapto-pyrido[2,3-d]pyrimidin wird mit 2 Mol einer Verbindung (III), in welcher Y eine reaktive Estergruppe darstellt, umgesetzt. Die Verfahrensbedingungen entsprechen denen der Verfahrensvariante a).
  • Für den Fall, daß der Rest R noch eine funktionelle Gruppe, wie eine Carboxygruppe, eine Carbalkoxylgruppe oder eine Aminocarbonylgruppe enthält, denn können diese, in an sich bekannter Weise, 'durch'lerestern, ;.idieren oder iiydrolysieren nachträglich inerander überführt werden.
  • Zur Überführung in die Salze werden die Verbindungen der Formel I z. B.
  • in wässriger Lösung mit der berechneten Menge der physiologisch verträglichen Säure oder Base versetzt und im Vakuum zur Trockene eingeengt.
  • Für die Verwendung der erfindungsgemäßen Substanzen als Arzneimittel mit diuretischer und natriuretischer Wirkung sind grundsätzlich alle üblichen enteralen und parenteralen Applikationsformen geeignet. Der Wirkstoff wird dazu mit festen oder flüssigen Trägerstoffen vermischt und in eine geeignete Form gebracht.
  • Beispiele für feste Trägerstoffe sind Milchzucker, Mannit, Stärke, Talkum, Methylcellulose, Gelatine etc., denen man gewünschtenfalls Farbstoffe und/oder Geschmacksstoffe zusetzt. Wegen der geringen Löslichkeit der erfindungsgemäßen Substanzen kommen für injizierbare Lösungen nur wenige Lösungsmittel, wie z.B. Dimethylsulfoxyd, infrage. Höhere Konzentrationen werden deshalb bevorzugt als Suspension verabfolgt. In der Humanmedizin haben sich bei der enteralen Applikation Wirkstoffgaben zwischen 10 und 500 mg pro Tag in 1 bis 4 Einzeldosen bewährt; bei intravenöser Applikation liegt die günstigste Wirkstoffmenge zwischen 5 und 100 mg pro Tag.
  • Die erfindungsgemäßen Substanzen, die sich durch eine gute und überraschend lang anhaltende (6-24 Stunden) diuretische Wirkung auszeichnen, bewirken im Organismus eine verstärkte Ausscheidung von Natriumionen, ohne dabei die Kaliumionenausscheidung zu beeinflusen. Die erfindungsgemä en Substanzen unterscheiden sich dadurch von den bisher bekannten Diuretika, die entweder eine vorstärkte Natrium- und Kaliumionenausscheidung oder eine Natriumionenausscheidung bei gleichzeitiger Xaliumionenretention bewirken.
  • Dem Arzt wird damit ein neues Mittel an die Hand gegeben, um Patienten mit gestörtem Natrium- aber normalem Kaliumhaushalt zu behandeln.
  • In den folgenden Beispielen sind die erfindun--sge ä en Verfahren näher erläutert.
  • Beispiel 1 2-Methylmercapto-pyrido[2,3-d]pyrimidin-4(3H)-on Variante A: In eine aus 15,7 g Natrium und 157 ml Äthanol bereitete Natriumäthylatlösung leitet man Methylmercaptan bei Raumtemperatur bis zur Sättigung ein. Man vereinigt die erhaltene Natriummercaptidlösung mit der Lösung von 56,6 g 2-Chlor-pyrido[2,3-d]pyrimidin-4-(3H)-on in 566 ml Äthanol und erhitzt im Autoklaven 7 Stunden auf' 1300. Das Reaktionsgemisch wird im Vakuum zur Trockene eingeengt, der Rückstand in Wasser aufgenommen, die Lösung mit Aktivkohle behandelt und das Filtrat mit 2n Salzsäure bis pH 5 versetzt, Man saugt ab, wäscht mit Wasser nach und erhält 49,6 g (82,7 % d.Th.) 2-Methylmercapto-pyrido[2,3-d]pyrimidin-4(3H)-on in farblosen Kristallen yom Fp. 237-241°; Hydrochlorid: Fp.>300°; Sulfat (kristallwasserhaltig) Fp. 253-255°; Natriumsalz (kristallwasserhaltig) Fp.>300°.
  • Variante Die Lösung von 6,6 g Natriumhydroxyd in 150 ml Wasser wird bei Haumtemperatur mit itethylmercaptan gesättigt und mit 13,5 g 2-Chlorpyrido[2,3-d]pyrimidin-4(3H)-on versetzt. Man läßt die erhaltene klare Lösung 48 Stunden bei Raumtemperatur stehen, stellt nit 2n-Salzsäure auf pH 4 ein, saugt ab, wäscht mit Wasser nach und erhält 13,7 g (95,5 5 d.Th.) 2-Methylmercapto-pyrido[2,3-d]pyrimidin-4(3H)-on (Fp. 238-240°).
  • Variante Man löst 1,8 g 2-Mercapto-pyrido[2,3-d]pyrimidin-4(3H)-on in 35 ml 2n ITatronlaug-e, gibt 1,1 ml Methyljodid dazu und rührt das Gemisch 3,5 Stunden bei Raumtemperatur. Nach Behandeln mit wenig Aktivkohle werden durch Ansäuern mit 6n Salzsäure bis pH 5 1,2 g (62 % d.Th.) 2-Methylmercapto-pyrido[2,3-d]pyrimidin-4(3H)-on (Fp. 238-2400) erhalten.
  • Variante D: 0,22 g fein gepulvertes 2,4-Bis-methylmercapto-pyrido[2,3-d]pyrimidin werden in 10 ml ln Natronlauge 50 Minuten am Rückfluß erhitzt. Nach Erkalten wird mit 6n Salzsäure pH 4 eingestellt. Man saugt ab, wäscht mit Wasser nach und erhält 0,15 g (79 % d.Th.) 2-Methylmercapto-pyrido[2,3-d]pyrimidin-4(3H)-on (Fp. 239-240°).
  • Das verwendete Ausgangsmaterial 2,4-Bis-methylmercapto-pyrido[2,3-d]-pyrimidin wird wie folgt erhalten: Zur Lösung von 1,76 g Natriumhydroxyd in 25 ml Wasser und 25 ml Methanol gibt man bei 3 0C 2,40 g Methylmercaptan und tragt nach 10 Min. 4,0 g feingepulvertes 2,4-Dichlor-pyrido[2,3-d]pyrimidin unter Rühren ein. In verschlossenem Gefäß läßt clan 4 Tage bei Rauztemperatur rühren, saugt ab und wäscht mit einem Methanol-Wasser-Gemisch nach. Man erhält so 4,1 g (92 % d.Th.) 2,4-Bis-methylvaercapto.pyrido[2,3.d]pyrimidin in hellgelben Kristallen (Fp.l50-1510).
  • Beispiel 2 2-Äthylmercapto-pyrido[2,3-d]pyrimidin-4(3H)-on 6,2 g Äthylmercaptan werden zur Lösung von 3,3 b Natriumhydroxyd in 50 ml Wasser gegeben In die erhaltene Mercaptidlösung trägt man 6,0 g 2-Chlor-pyridino[2,3-d]pyrimidin-4(3H)-on unter Rühren ein und läßt das Gemisch 60 Stunden bei Raumtemperatur stehen. Man säue-rt mit 2n Salzsäure bis pH 5 an, saugt ab und kristallisiert das auagefallene 2-ÄthyLtnercapto-pyrido [2,3-d]pyrimidin-4( 3H)-on aus Wasser unter Verwendung von Aktivkohle um.
  • Ausbeute: 3,92 g (57,3 a/o d.Th.) farblose Kristalle, Fp. 159-161°.
  • Beispiel 3 2-n-PropylmercaPto-pyrido r 2, -dgpyrimidin-4(3H)-on In die aus 2,53 g Natrium und 100 ml Äthanol bereitete Natriumäthylatlösung werden 11,4 g n-Propylmercaptan und danach 9,0 g 2-Chlorpyrido[2,3]pyrimidin-4(3H)-on eingetragen, worauf man im Autoklaven 7 Stunden auf 1300 erhitzt.
  • Man engt das Reaktionsgemisch im Vakuum zur Trockene ein, nimmt den Rückstand in Wasser auf, behandelt mit Aktivkohle, stellt im Filtrat mit 2n Salzsäure auf pH 5 und saugt ab.
  • Ausbeute: 6,2 g (62,4 % d.Th.) noch leicht gefärbtes 2-n-Propylmercapto-pyrido[2,3-d]pyrimidin-4(3H)-on vom Fp. 183-184°. Durch Umkristallisieren aus Äthanol unter Verwendung von Aktivkohle erhält man farblose Kristalle, welche bei 187-1880 schmelzen.
  • Beispiel 4 2-Isopropylmercapto-pyrido-[2,3-d]pyrimidin-4(3H)-on Unter Stickstoffatmosphäre werden in die Lösung von 2,3 g Natriumhydroxyd in 45 ml Wasser 5,0 g Isopropylmercaptan und nach 45 ,iinuten 4,7 g 2-Chlor-pyrido[2,3-d]pyrimidin-4(3H)-on eingetragen.
  • Man erhitzt das Reaktionsgemisch 22,5 Stunden auf 500, säuert nach Erkalten mit 2n Salzsäure bis pH 5 an, saugt ab, wäscht mit Wasser nach und kristallisiert das gelbe Rohprodukt (4,5 g, Fp.115-1250) aus Äther unter Verwendung von Aktivkohle um.
  • Ausbeute: 2,0 g (35 0 d.Th.) farbloses 2-Isopropylmercapto-pyrido[2,3d] pyrimidin-4(3H)-on (Fp. 147-149°) Beispiel 5 2-Allylmercapto-pyrido[2,3-d]pyrimidin-4(3H)-on Man trägt unter Stickstoffatmosphäre in die Lösung von 4,2 g Nätriumhydroxyd in 100 ml Wasser 10 ml Allylmercaptan und nach 30 Minuten 9,05 g 2-Chlor-pyrido[2,3-d]pyrimidin-4(3H)-on unter Rühren ein. Das Reaktionsgemisch läßt man 4 Tage bei Raumtemperatur stehen.
  • Nach Zugabe von 2n Salzsäure bis pH 5 wird abgesaugt, mit Wasser nachgewaschen und der Rückstand aus Äther unter Verwendung von Aktivkohle umkristallisiert (es verbleibt ein unlöslicher Anteil).
  • Man erhält so 3,5 g (32 b d.Th.) 2-hllylmercapto-pyrido[2,3-d]-pyrimidin-4(3H)-on in farblosen Kristallen, Fp. 169-171° Beispiel 6 2-(2-Hydroxyäthylnercapto)-pyrido[2,3-d lpXrrimidin-4(3H)-on Unter Stickstoffatmosphäre werden in die Lösung von 1,0 g Natriumhydroxyd in 20 ml Wasser 2,1 nil 2-Mercaptoäthanol und nach 15 Minuten unter Rühren 1,81 g 2-Chlor-pyrido[2,3-d]pyrimidin-4(3H)-on einer tragen. Man läßt 21 Stunden bei Raumtemperatur stehen, neubralisiert init 2n Salzsäure bis pH 5, saugt ab, wäscht mit Wasser nach und kristallisiert 2-(2-Hydroxyäthylmercapto)-pyrido[2,3-d]pyrimidin-4-(3H)-on aus Äthanol unter Verwendung von Aktivkohle um.
  • Ausbeute 0,95 g (42,6 % d.Th.) farblose Kristalle, Fp. 3550 (Z.).
  • Beispiel 7 S-Pyrido[2,3-d]pyrimidin-4(3H)-on-2-yl-mercaptoessigsäure-methyl ester Die Lösung von 4,0 g Natriumhydroxyd in 100 ml Wasser wird unter Stickstoff mit 12,7 g Mercaptoessigsäuremethylester und nach 30 Minuten unter Rühren mit 7,24 g 2-Chlor-pyrido[2,3-d]pyrimidin-4(3H)-on versetzt. Man läßt 63 Stunden bei Raumtemperatur stehen, saugt ab und wäscht mit Wasser nach. Durch Umkristallisieren des Rohprodukts aus Methanol unter Verwendung von Aktivkohle erhält man 2,7 g (27 % d.Th.
  • S-Pyrido[2,3-d]pyrimidin-4(3H)-on-2-yl-mercaptoessigsäure-methyl ester in farblosen Kristallen vom Fp. 211-212° (Z.).
  • B e i s p i e l 8 S-Pyrido[2,3-d]pyrimidin-4(3H)-on-2-yl-mercaptoessigsäure-äthyleste Zur Lösung von 10 g Natriumhydroxyd in 200 ml Wasser gibt man unter Stickstoff 36 g Mercaptoessigsäureäthylester und nach 15 Minuten 18,1 g 2-Chlor-pyrido[2,3]pyrimidin-4(3H)-on unter Rühren zu.
  • Nach 24 Stunden wird durch Zugabe von 2n Salzsäure pII 5 eingestellt.
  • Man saugt ab, wäscht mit Wasser nach und kristallisiert den S-Pyrido-[2,3]pyrimidin-4(3H)-on-2-yl-mercaptoessigsäure-äthylester (11,6 g, Fp. 173-176°) aus Benzol unter Verwendung von Aktivkohle um.
  • Ausbeute; 8.0 g (30 C/3 d.Th.) farblose Kristalle, Fp. 181-182°.
  • B eis pi ei 9 S-Pyrido[2,3-d]pyrimidin-4(3H)-on-2-yl-mercaptoessigsäureamid 4,0 g S-Pyrido[2,3-d]pyrimidin-4(3H)-on-2-yl-mercaptoessigsäureäthylester werden mit 60 ml konz. Ammoniak 24 Stunden bei Raumtemperatur stehen gelassen, worauf man im Vakuum zur Trockene einengt und den Rückstand aus Äthanol unter Verwendung von Aktivkohle umkristallisiert.
  • Ausbeute: 1,7 g (48 % d.Dh.) s-Pyrido[2,3-d]pyrimidin-4(3H)-on-2-ylmercaptoessigsäureamid (farblose Kristalle, ab 2250 Zersetzung).
  • Die gleiche Verbindung wird erhalten, wenn man analog Beispiel 8 2-Chlor-pyrido[2,3]pyrimidin-4(3H)-on mit Mercaptoessigsäureamid in verdünnter Natronlauge umsetzt.
  • B e i s p i e l 10 S-Pyrido[2,3]pyrimidin-4(3H)-on-2-yl-mercaptoessigsäure Unter Stickstoffatmosphäre werden in eine Lösung von 2,0 b Natriunihydroxyd in 25 ml Wasser 2,3 g Mercaptoessgsäure und nach 15 Mi nuten 1,82 g 2-Chlor-pyrido[2,3]pyrimidin-4(3H)-on unter ühren eingetragen. Nach 4-Stunden ist klare Lösung eingetreten. Man lät 24 Stunden bei Raumtemperatur stehen, säuert mit 2n Salzsäure bis pH 3 an, saugt ab und kristallisiert die S-Pyrido[2,3]pyrimidin-4-(3H)-on-2-yl-mercaptoessigsäure aus Wasser unter Verwendung von Aktivkohle um.
  • Ausbeute: 0,7 g (29,5 % d.Th.) farblose Kristalle, Fp. ca. 2500 (z.) Die gleiche Verbindung kann auch durch Hydrolyse der gemäß Beispiel 7 8 und 9 erhaltenen Verbindungen erhalten werden.
  • B e i s p i e l 11 2-Benzylmercapto-pyrido[2,3]pyrimidin-4(3H)-on Unter Stickstoff wird zur Lösung von 0,84 g Natriumhydroxyd in 50 ml Wasser eine Lösung von 2,7 g Benzylmercaptan in 25 ml Isethanol und nach 20 Minuten 3,63 g 2-Chlor-pyrido[2,3-d]pyrimidin-4-(3H)-on zugegeben. Nach 24 Stunden Rühren bei Raumtemperatur ist klare Lösung eingetreten. Später erfolgt Abscheidung eines Öls, das bald fest wird. Nach insgesamt 68 Stunden saugt man ab, wäscht mit Wasser nach und kristallisiert das rohe 2-Benzylmercapto-pyrido-[2,3-d]pyrimidin-4(3H)-on (3,5 g, 61 % d.Th.) aus Benzol unter Zusatz von Aktivkohle um.
  • Ausbeute: 1,8 g (33 % d.Th.) farblose Kristalle, Fp. 194-195°.
  • B e i s p i e l 12 2-Phenylmercapto-pyrido[2,3]pyrimidin-4(3H)-on Die Lösung von 2,2 ml Thiophenol in 25 ml Methanol wird mit der Lösung von 0,B4 g Natriumhydroxyd in 50 ml Wasser vereinigt, worauf man nach 20 Minuten 3,63 g 2-Chlor-pyrido[2,3-d]pyrimidin~4-(3H)-on unter Rühren und Inertgasatmosphäre zugibt.
  • Man läßt weiter rühren (72 Stunden), saugt ab, wäscht mit Wasser nach und kristallisiert das 2-Phenylmercapto-pyrido[2,3-d]pyrimidin-4(3H)-on aus Äthanol unter Zusatz von Aktivkohle um.
  • Ausbeute: 3,5 g (6S,5 % d. Th.) farblose Kristalle, Fp. 226-22P?.

Claims (3)

Patentansprüche
1. S-substituerte 2-Mercapto-pyrido[2,3-d]pyrimidin-4(3H)-one der allgemeinen Formel I worin R einenniederenAlkyl-, niederenAlkenyl-+ Aralkyl-oder Arylrest bedeutet, welcher gegebenenfalls durch eine Hydroxyl-, Carboxyl-, Carbalkoxyl- oder Aminocarbonylgruppe substituiert ist und ihre Salze mit physiologisch verträglichen Säuren oder Basen.
2. Verfahren zur Herstellung von Verbindungen der allgemeinen Formel I, dadurch gekennzeichnet, daß man entweder a) Verbindungen der allgemeinen Formel II mit Verbindungen der Formel III R - Y (III) in der R die obengenannte Bedeutung hat und jeweils einer der Reste X und Y eine Mercapto6ruppe darstellt, wobei der andere Reißt eine reaktive Estergruppe bedeutet, umsetzt oder b) Bis-S-substituierte 2,4-Dimercapto-pyrido[2,3-d]pyrimidine der allgemeinen Formel IV worin R die angegebene Bedeutung hat, partiell hydrolysiert und gegebenenfalls anschließend eine funktionelle Gruppe in dem Rest R, in an sich bekannter Weise, in eine Hydroxyl-, Carboxyl-, Carbalkoxy-oder Aminocarbonylgruppe umwandelt und die Verbinlungen gewunsohtenfalle in ihre physiologisch verträglichen Salze überführt.
3. Verwendung von Substanzen der allgemeinen Formel I zur Herstellung von Arzneimitteln mit diuretischer und natriuretischer Wirkung.
DE19691962057 1969-12-11 1969-12-11 2-Mercapto-pyrido[2,3-d]pyrimidin-4(3H)-on-Derivate und Verfahren zur Herstellung derselben Pending DE1962057A1 (de)

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