-
2-Mercapto-pyrido[2,3-d]pyrimidin-4(3E)-on-Derivate und Verfahren
zur Herstellung derselben.
-
Die Erfindung betrifft S-substituierte 2-Mercapto-pyrido[2,3-d]-pyrimidin-4(3E)-one
der allgemeinen Formel I
worin R einen niederen Alkyl-, niederen Alkenyl-, Aralkyl-oder Arylrest bedeutet,
welcher gegebenenfalls durch eine Hydroxyl-, Carboxyl-, Carbalkoxyl- oder Aminocarbonylgruppe
substituiert ist, ihre Salze mit physiologisch verträglichen Säuren oder Basen,
Verfahren zu ihrer Herstellung und die Verwendung zur Herstellung von Arzneimitteln.
-
Es wurde gefunden, daß sich diese neuen Verbindungen durch eine gute
diuretische und netriuretische Wirkung auszeichnen.
-
Die erfindungsgemäßen Verfahren zur Herstellung der Verbindungen I
sind dadurch gekennzeichnet, daß man in an sich bekannter Weise entweder a) Verbindungen
der allgemeinen Formel II
mit Verbindungen der Formel III R - Y (III), in der R die obengenannte
Bedeutung hat und jeweils einer der Reste X und Y eine Mercaptogruppe darstellt,
wobei der andere Rest eine reaktive Estergruppe bedeutet, umsetzt oder b) bis-S-substituierte
2,4-Dimercapto-pyrido[2,3-d]pyrimidine der allgemeinen Formel IV
worin R die oben angegebene Bedeutung hat, partiell hydrolysiert und gegebenenfalls
anschließend eine funktionelle Gruppe in dem Rest R, in an sich bekannter Weise,
in eine Hydroxyl-, Carboxyl-, Carbalkoxyl- oder Aminocarbonylgruppe umwandelt und
die Verbindungen gewünschtenfalls in ihre physiologisch verträglichen Salze überführt.
-
Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird eine Mercaptoverbindung
der Formel II oder III in wässriger oder alkoholischer Lö-Lösung durch Zusatz einer
starken Base, vorzugsweise von Natriunhydroxyd oder Natriumalkoholat, in das entsprechende
Mercaptid überführt und mit der entsprechenden Verbindung III bzw. II, in welcher
Y bzw. X dann eine reaktive Estergruppe bedeutet, versetzt.
-
Als reaktionsfähige Ester kommen vorzugsweise die Halogenide, aber
auch Schwefelsäure- und Sulfonsäureester, wie z.B. die Tosylat und Brosylate, infrage.
-
Die Reaktion läuft normalerweise bereits bei Raumtemperatur mit befriedigender
Reaktionsgeschwindigkeit ab. Zur Beschleunigung kann jedoch auch bei höheren Temperaturen
gearbeitet werden. Falls niedrigsiedende Lösungsmittel oder leicht flüchtige Mercaptane
verwendet werden, empfiehlt sich die Verwendung einer Druckapparatur, um die Temperatur
genügend steigern zu können.
-
Die partielle Hydrolyse der bis-S-substituierten 2,4-Dimercapto-pyrido-[2,3-d]pyrimidine
IV erfolgt durch Kochen mit starken Basen, vorzugsweise Natronlauge, in wässriger
oder wässrig/alkoholischer Lösung.
-
Falls die Substituenten R hydrophob sind, ist es vorteilhaft, Lösungsvermittler
zuzusetzen Hierbei wird bevorzugt die Mercaptogruppe in 4-Stellung hydrolysiert.
-
Das als Ausgangsverbindung der allgemeinen Formel II verwendete Derivat,
in welohem X eine Mercaptogruppe darstellt, erhält man beispielsweise durch Umsetzung
von Thioharnstoff mit 2-Amino-nicotinsäure in der Schmelze. Die Verbindungen IV
erhält man entweder durch Unsetzung von 2,4-Dichloro-pyrido[2,3-d]pyrimidin mit
einem Überschuß von Mercaptanen der Formel III oder durch Umsetzung von 2-Amino-nicotinsäurenitril
in Gegenwart einer starken Base mit Schwefelkohlenstoff. Dag so erhaltene 2,4-Dimercapto-pyrido[2,3-d]pyrimidin
wird mit 2 Mol einer Verbindung (III), in welcher Y eine reaktive Estergruppe darstellt,
umgesetzt. Die Verfahrensbedingungen entsprechen denen der Verfahrensvariante a).
-
Für den Fall, daß der Rest R noch eine funktionelle Gruppe, wie eine
Carboxygruppe, eine Carbalkoxylgruppe oder eine Aminocarbonylgruppe enthält, denn
können diese, in an sich bekannter Weise, 'durch'lerestern, ;.idieren oder iiydrolysieren
nachträglich inerander überführt werden.
-
Zur Überführung in die Salze werden die Verbindungen der Formel I
z. B.
-
in wässriger Lösung mit der berechneten Menge der physiologisch verträglichen
Säure oder Base versetzt und im Vakuum zur Trockene eingeengt.
-
Für die Verwendung der erfindungsgemäßen Substanzen als Arzneimittel
mit diuretischer und natriuretischer Wirkung sind grundsätzlich alle üblichen enteralen
und parenteralen Applikationsformen geeignet. Der Wirkstoff wird dazu mit festen
oder flüssigen Trägerstoffen vermischt und in eine geeignete Form gebracht.
-
Beispiele für feste Trägerstoffe sind Milchzucker, Mannit, Stärke,
Talkum, Methylcellulose, Gelatine etc., denen man gewünschtenfalls Farbstoffe und/oder
Geschmacksstoffe zusetzt. Wegen der geringen Löslichkeit der erfindungsgemäßen Substanzen
kommen für injizierbare Lösungen nur wenige Lösungsmittel, wie z.B. Dimethylsulfoxyd,
infrage. Höhere Konzentrationen werden deshalb bevorzugt als Suspension verabfolgt.
In der Humanmedizin haben sich bei der enteralen Applikation Wirkstoffgaben zwischen
10 und 500 mg pro Tag in 1 bis 4 Einzeldosen bewährt; bei intravenöser Applikation
liegt die günstigste Wirkstoffmenge zwischen 5 und 100 mg pro Tag.
-
Die erfindungsgemäßen Substanzen, die sich durch eine gute und überraschend
lang anhaltende (6-24 Stunden) diuretische Wirkung auszeichnen, bewirken im Organismus
eine verstärkte Ausscheidung von Natriumionen, ohne dabei die Kaliumionenausscheidung
zu beeinflusen. Die erfindungsgemä en Substanzen unterscheiden sich dadurch von
den bisher bekannten Diuretika, die entweder eine vorstärkte Natrium- und Kaliumionenausscheidung
oder eine Natriumionenausscheidung bei gleichzeitiger Xaliumionenretention bewirken.
-
Dem Arzt wird damit ein neues Mittel an die Hand gegeben, um Patienten
mit gestörtem Natrium- aber normalem Kaliumhaushalt zu behandeln.
-
In den folgenden Beispielen sind die erfindun--sge ä en Verfahren
näher erläutert.
-
Beispiel 1 2-Methylmercapto-pyrido[2,3-d]pyrimidin-4(3H)-on Variante
A: In eine aus 15,7 g Natrium und 157 ml Äthanol bereitete Natriumäthylatlösung
leitet man Methylmercaptan bei Raumtemperatur bis zur Sättigung ein. Man vereinigt
die erhaltene Natriummercaptidlösung mit der Lösung von 56,6 g 2-Chlor-pyrido[2,3-d]pyrimidin-4-(3H)-on
in 566 ml Äthanol und erhitzt im Autoklaven 7 Stunden auf' 1300. Das Reaktionsgemisch
wird im Vakuum zur Trockene eingeengt, der Rückstand in Wasser aufgenommen, die
Lösung mit Aktivkohle behandelt und das Filtrat mit 2n Salzsäure bis pH 5 versetzt,
Man saugt ab, wäscht mit Wasser nach und erhält 49,6 g (82,7 % d.Th.) 2-Methylmercapto-pyrido[2,3-d]pyrimidin-4(3H)-on
in farblosen Kristallen yom Fp. 237-241°; Hydrochlorid: Fp.>300°; Sulfat (kristallwasserhaltig)
Fp. 253-255°; Natriumsalz (kristallwasserhaltig) Fp.>300°.
-
Variante Die Lösung von 6,6 g Natriumhydroxyd in 150 ml Wasser wird
bei Haumtemperatur mit itethylmercaptan gesättigt und mit 13,5 g 2-Chlorpyrido[2,3-d]pyrimidin-4(3H)-on
versetzt. Man läßt die erhaltene klare Lösung 48 Stunden bei Raumtemperatur stehen,
stellt nit 2n-Salzsäure auf pH 4 ein, saugt ab, wäscht mit Wasser nach und erhält
13,7 g (95,5 5 d.Th.) 2-Methylmercapto-pyrido[2,3-d]pyrimidin-4(3H)-on (Fp. 238-240°).
-
Variante Man löst 1,8 g 2-Mercapto-pyrido[2,3-d]pyrimidin-4(3H)-on
in 35 ml 2n ITatronlaug-e, gibt 1,1 ml Methyljodid dazu und rührt
das
Gemisch 3,5 Stunden bei Raumtemperatur. Nach Behandeln mit wenig Aktivkohle werden
durch Ansäuern mit 6n Salzsäure bis pH 5 1,2 g (62 % d.Th.) 2-Methylmercapto-pyrido[2,3-d]pyrimidin-4(3H)-on
(Fp. 238-2400) erhalten.
-
Variante D: 0,22 g fein gepulvertes 2,4-Bis-methylmercapto-pyrido[2,3-d]pyrimidin
werden in 10 ml ln Natronlauge 50 Minuten am Rückfluß erhitzt. Nach Erkalten wird
mit 6n Salzsäure pH 4 eingestellt. Man saugt ab, wäscht mit Wasser nach und erhält
0,15 g (79 % d.Th.) 2-Methylmercapto-pyrido[2,3-d]pyrimidin-4(3H)-on (Fp. 239-240°).
-
Das verwendete Ausgangsmaterial 2,4-Bis-methylmercapto-pyrido[2,3-d]-pyrimidin
wird wie folgt erhalten: Zur Lösung von 1,76 g Natriumhydroxyd in 25 ml Wasser und
25 ml Methanol gibt man bei 3 0C 2,40 g Methylmercaptan und tragt nach 10 Min. 4,0
g feingepulvertes 2,4-Dichlor-pyrido[2,3-d]pyrimidin unter Rühren ein. In verschlossenem
Gefäß läßt clan 4 Tage bei Rauztemperatur rühren, saugt ab und wäscht mit einem
Methanol-Wasser-Gemisch nach. Man erhält so 4,1 g (92 % d.Th.) 2,4-Bis-methylvaercapto.pyrido[2,3.d]pyrimidin
in hellgelben Kristallen (Fp.l50-1510).
-
Beispiel 2 2-Äthylmercapto-pyrido[2,3-d]pyrimidin-4(3H)-on 6,2 g
Äthylmercaptan werden zur Lösung von 3,3 b Natriumhydroxyd in 50 ml Wasser gegeben
In die erhaltene Mercaptidlösung trägt man 6,0 g 2-Chlor-pyridino[2,3-d]pyrimidin-4(3H)-on
unter Rühren ein und
läßt das Gemisch 60 Stunden bei Raumtemperatur
stehen. Man säue-rt mit 2n Salzsäure bis pH 5 an, saugt ab und kristallisiert das
auagefallene 2-ÄthyLtnercapto-pyrido [2,3-d]pyrimidin-4( 3H)-on aus Wasser unter
Verwendung von Aktivkohle um.
-
Ausbeute: 3,92 g (57,3 a/o d.Th.) farblose Kristalle, Fp. 159-161°.
-
Beispiel 3 2-n-PropylmercaPto-pyrido r 2, -dgpyrimidin-4(3H)-on In
die aus 2,53 g Natrium und 100 ml Äthanol bereitete Natriumäthylatlösung werden
11,4 g n-Propylmercaptan und danach 9,0 g 2-Chlorpyrido[2,3]pyrimidin-4(3H)-on eingetragen,
worauf man im Autoklaven 7 Stunden auf 1300 erhitzt.
-
Man engt das Reaktionsgemisch im Vakuum zur Trockene ein, nimmt den
Rückstand in Wasser auf, behandelt mit Aktivkohle, stellt im Filtrat mit 2n Salzsäure
auf pH 5 und saugt ab.
-
Ausbeute: 6,2 g (62,4 % d.Th.) noch leicht gefärbtes 2-n-Propylmercapto-pyrido[2,3-d]pyrimidin-4(3H)-on
vom Fp. 183-184°. Durch Umkristallisieren aus Äthanol unter Verwendung von Aktivkohle
erhält man farblose Kristalle, welche bei 187-1880 schmelzen.
-
Beispiel 4 2-Isopropylmercapto-pyrido-[2,3-d]pyrimidin-4(3H)-on Unter
Stickstoffatmosphäre werden in die Lösung von 2,3 g Natriumhydroxyd in 45 ml Wasser
5,0 g Isopropylmercaptan und nach 45 ,iinuten 4,7 g 2-Chlor-pyrido[2,3-d]pyrimidin-4(3H)-on
eingetragen.
-
Man erhitzt das Reaktionsgemisch 22,5 Stunden auf 500, säuert
nach
Erkalten mit 2n Salzsäure bis pH 5 an, saugt ab, wäscht mit Wasser nach und kristallisiert
das gelbe Rohprodukt (4,5 g, Fp.115-1250) aus Äther unter Verwendung von Aktivkohle
um.
-
Ausbeute: 2,0 g (35 0 d.Th.) farbloses 2-Isopropylmercapto-pyrido[2,3d]
pyrimidin-4(3H)-on (Fp. 147-149°) Beispiel 5 2-Allylmercapto-pyrido[2,3-d]pyrimidin-4(3H)-on
Man trägt unter Stickstoffatmosphäre in die Lösung von 4,2 g Nätriumhydroxyd in
100 ml Wasser 10 ml Allylmercaptan und nach 30 Minuten 9,05 g 2-Chlor-pyrido[2,3-d]pyrimidin-4(3H)-on
unter Rühren ein. Das Reaktionsgemisch läßt man 4 Tage bei Raumtemperatur stehen.
-
Nach Zugabe von 2n Salzsäure bis pH 5 wird abgesaugt, mit Wasser nachgewaschen
und der Rückstand aus Äther unter Verwendung von Aktivkohle umkristallisiert (es
verbleibt ein unlöslicher Anteil).
-
Man erhält so 3,5 g (32 b d.Th.) 2-hllylmercapto-pyrido[2,3-d]-pyrimidin-4(3H)-on
in farblosen Kristallen, Fp. 169-171° Beispiel 6 2-(2-Hydroxyäthylnercapto)-pyrido[2,3-d
lpXrrimidin-4(3H)-on Unter Stickstoffatmosphäre werden in die Lösung von 1,0 g Natriumhydroxyd
in 20 ml Wasser 2,1 nil 2-Mercaptoäthanol und nach 15 Minuten unter Rühren 1,81
g 2-Chlor-pyrido[2,3-d]pyrimidin-4(3H)-on einer tragen. Man läßt 21 Stunden bei
Raumtemperatur stehen, neubralisiert
init 2n Salzsäure bis pH 5,
saugt ab, wäscht mit Wasser nach und kristallisiert 2-(2-Hydroxyäthylmercapto)-pyrido[2,3-d]pyrimidin-4-(3H)-on
aus Äthanol unter Verwendung von Aktivkohle um.
-
Ausbeute 0,95 g (42,6 % d.Th.) farblose Kristalle, Fp. 3550 (Z.).
-
Beispiel 7 S-Pyrido[2,3-d]pyrimidin-4(3H)-on-2-yl-mercaptoessigsäure-methyl
ester Die Lösung von 4,0 g Natriumhydroxyd in 100 ml Wasser wird unter Stickstoff
mit 12,7 g Mercaptoessigsäuremethylester und nach 30 Minuten unter Rühren mit 7,24
g 2-Chlor-pyrido[2,3-d]pyrimidin-4(3H)-on versetzt. Man läßt 63 Stunden bei Raumtemperatur
stehen, saugt ab und wäscht mit Wasser nach. Durch Umkristallisieren des Rohprodukts
aus Methanol unter Verwendung von Aktivkohle erhält man 2,7 g (27 % d.Th.
-
S-Pyrido[2,3-d]pyrimidin-4(3H)-on-2-yl-mercaptoessigsäure-methyl ester
in farblosen Kristallen vom Fp. 211-212° (Z.).
-
B e i s p i e l 8 S-Pyrido[2,3-d]pyrimidin-4(3H)-on-2-yl-mercaptoessigsäure-äthyleste
Zur Lösung von 10 g Natriumhydroxyd in 200 ml Wasser gibt man unter Stickstoff 36
g Mercaptoessigsäureäthylester und nach 15 Minuten 18,1 g 2-Chlor-pyrido[2,3]pyrimidin-4(3H)-on
unter Rühren zu.
-
Nach 24 Stunden wird durch Zugabe von 2n Salzsäure pII 5 eingestellt.
-
Man saugt ab, wäscht mit Wasser nach und kristallisiert den S-Pyrido-[2,3]pyrimidin-4(3H)-on-2-yl-mercaptoessigsäure-äthylester
(11,6 g, Fp. 173-176°) aus Benzol unter Verwendung von Aktivkohle um.
-
Ausbeute; 8.0 g (30 C/3 d.Th.) farblose Kristalle, Fp. 181-182°.
-
B eis pi ei 9 S-Pyrido[2,3-d]pyrimidin-4(3H)-on-2-yl-mercaptoessigsäureamid
4,0 g S-Pyrido[2,3-d]pyrimidin-4(3H)-on-2-yl-mercaptoessigsäureäthylester werden
mit 60 ml konz. Ammoniak 24 Stunden bei Raumtemperatur stehen gelassen, worauf man
im Vakuum zur Trockene einengt und den Rückstand aus Äthanol unter Verwendung von
Aktivkohle umkristallisiert.
-
Ausbeute: 1,7 g (48 % d.Dh.) s-Pyrido[2,3-d]pyrimidin-4(3H)-on-2-ylmercaptoessigsäureamid
(farblose Kristalle, ab 2250 Zersetzung).
-
Die gleiche Verbindung wird erhalten, wenn man analog Beispiel 8 2-Chlor-pyrido[2,3]pyrimidin-4(3H)-on
mit Mercaptoessigsäureamid in verdünnter Natronlauge umsetzt.
-
B e i s p i e l 10 S-Pyrido[2,3]pyrimidin-4(3H)-on-2-yl-mercaptoessigsäure
Unter Stickstoffatmosphäre werden in eine Lösung von 2,0 b Natriunihydroxyd in 25
ml Wasser 2,3 g Mercaptoessgsäure und nach 15 Mi nuten 1,82 g 2-Chlor-pyrido[2,3]pyrimidin-4(3H)-on
unter ühren eingetragen. Nach 4-Stunden ist klare Lösung eingetreten. Man lät 24
Stunden bei Raumtemperatur stehen, säuert mit 2n Salzsäure bis pH 3 an, saugt ab
und kristallisiert die S-Pyrido[2,3]pyrimidin-4-(3H)-on-2-yl-mercaptoessigsäure
aus Wasser unter Verwendung von Aktivkohle um.
-
Ausbeute: 0,7 g (29,5 % d.Th.) farblose Kristalle, Fp. ca. 2500 (z.)
Die gleiche Verbindung kann auch durch Hydrolyse der gemäß Beispiel 7 8 und 9 erhaltenen
Verbindungen erhalten werden.
-
B e i s p i e l 11 2-Benzylmercapto-pyrido[2,3]pyrimidin-4(3H)-on
Unter Stickstoff wird zur Lösung von 0,84 g Natriumhydroxyd in 50 ml Wasser eine
Lösung von 2,7 g Benzylmercaptan in 25 ml Isethanol und nach 20 Minuten 3,63 g 2-Chlor-pyrido[2,3-d]pyrimidin-4-(3H)-on
zugegeben. Nach 24 Stunden Rühren bei Raumtemperatur ist klare Lösung eingetreten.
Später erfolgt Abscheidung eines Öls, das bald fest wird. Nach insgesamt 68 Stunden
saugt man ab, wäscht mit Wasser nach und kristallisiert das rohe 2-Benzylmercapto-pyrido-[2,3-d]pyrimidin-4(3H)-on
(3,5 g, 61 % d.Th.) aus Benzol unter Zusatz von Aktivkohle um.
-
Ausbeute: 1,8 g (33 % d.Th.) farblose Kristalle, Fp. 194-195°.
-
B e i s p i e l 12 2-Phenylmercapto-pyrido[2,3]pyrimidin-4(3H)-on
Die Lösung von 2,2 ml Thiophenol in 25 ml Methanol wird mit der Lösung von 0,B4
g Natriumhydroxyd in 50 ml Wasser vereinigt, worauf man nach 20 Minuten 3,63 g 2-Chlor-pyrido[2,3-d]pyrimidin~4-(3H)-on
unter Rühren und Inertgasatmosphäre zugibt.
-
Man läßt weiter rühren (72 Stunden), saugt ab, wäscht mit Wasser nach
und kristallisiert das 2-Phenylmercapto-pyrido[2,3-d]pyrimidin-4(3H)-on aus Äthanol
unter Zusatz von Aktivkohle um.
-
Ausbeute: 3,5 g (6S,5 % d. Th.) farblose Kristalle, Fp. 226-22P?.