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DE19619134C2 - Walzblock zum Walzen von Draht, Stäben, Rohren oder flachem metallischem Walzgut - Google Patents

Walzblock zum Walzen von Draht, Stäben, Rohren oder flachem metallischem Walzgut

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DE19619134C2
DE19619134C2 DE19619134A DE19619134A DE19619134C2 DE 19619134 C2 DE19619134 C2 DE 19619134C2 DE 19619134 A DE19619134 A DE 19619134A DE 19619134 A DE19619134 A DE 19619134A DE 19619134 C2 DE19619134 C2 DE 19619134C2
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Description

Die Erfindung betrifft einen Walzblock zum Walzen von Draht, Stäben, Rohren oder flachem metallischem Walzgut mit einer Anzahl auswechselbarer, in einer Walzlinie dicht hintereinander angeordneter, jeweils mehrere Walzen besitzender Walzgerüste, die von mehreren, dicht hintereinander stehenden C-förmigen Rahmen gehalten sind, in denen drehmomentübertragende Bauteile zum Antrieb jeder Walze angeordnet sind.
Bei einem bekannten Walzblock dieser Art (DE 23 36 417 A1) sind jeweils zwei Walzgerüste von einem C-förmigen Rahmen gehalten. Die Verteiler- und Umlenkgetriebe als drehmomentübertragende Bauteile für die beiden Walzgerüste eines jeden C-förmigen Rahmens sind zu einer Einheit zusammengefaßt. Damit ist es bei der bekannten Bauart nicht möglich, einen Walzblock mit einer beliebigen Anzahl von Walzgerüsten herzustellen, sondern nur einen mit einer geraden Anzahl derselben. Ergibt sich bei der Auslegung des Walzblocks aufgrund des vorgesehenen Walzprogramms und der zu walzenden Werkstoffe eine ungerade maximale Anzahl von Walzgerüsten, dann muß bei dieser Bauart ein zusätzliches, eigentlich überflüssiges Walzgerüst vorgesehen werden. Das verursacht einen erheblichen Mehraufwand und deutlich höhere Kosten, zumal nicht nur das zusätzliche Walzgerüst, sondern auch ein zusätzlicher Antriebsteil vorzusehen ist. Bei dieser Bauart ist man an eine bestimmte, einmal festgelegte Ausbildung gebunden. Es ist beispielsweise nur mit unwirtschaftlich hohem Aufwand nachträglich möglich, die maximale Anzahl der Walzgerüste zu vergrößern. Üblicherweise werden die die Verteilergetriebe der C-förmigen Rahmen antreibenden Vorschaltgetriebe in spezieller Weise für diesen Walzblock ausgebildet und zusammen mit ihren Antriebsmotoren auch in spezieller Weise angeordnet. Solche Spezialgetriebe sind als Einzelanfertigungen meist teuer, was auch für deren Ersatzteile gilt. Bei einem Defekt fällt der Walzblock und oft die gesamte Anlage längere Zeit aus, bis die speziellen Ersatzteile beschafft und die Reparatur abgeschlossen ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Walzblock der eingangs genannten Bauart zu schaffen, dem die vorstehend behandelten Nachteile nicht anhaften, sondern der nach dem Baukastenprinzip weitgehend aus auswechselbaren Einzelmodulen aufgebaut ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Walzblock eine seiner maximalen Walzgerüstzahl entsprechende Anzahl von C-förmigen Rahmen besitzt, auf deren Antriebsseite sich mit Abstand von ihnen ein gemeinsames Ständergehäuse befindet, auf dessen den C-förmigen Rahmen zugekehrten Vorderseite Vorschaltgetriebe und auf dessen den C-förmigen Rahmen abgekehrten Rückseite mit den Vorschaltgetrieben gekuppelte Antriebsmotoren jeweils gesondert auswechselbar befestigt sind, wobei der Abstand zwischen Ständergehäuse und den C-förmigen Rahmen von miteinander gekuppelten Wellen der Vorschaltgetriebe und der C-förmigen Rahmen überbrückt ist.
Bei der erfindungsgemäßen Ausbildung des Walzblockes besitzt jedes Walzgerüst einen eigenen C-förmigen Rahmen, so daß der Walzblock mit jeder beliebigen Anzahl von Walzgerüsten ausgerüstet und so dem jeweiligen Bedarf genau angepaßt werden kann. Unwirtschaftlicher Mehraufwand wird vermieden. Jeder C- förmige Rahmen ist weitgehend unabhängig von den benachbarten C-förmigen Rahmen und daher sind in besonderen Fällen ein oder mehrere solcher C-förmiger Rahmen und mit ihnen deren Walzgerüste aus dem Walzblock herausnehmbar oder sie sind hinzufügbar. So ist der Walzblock auch später noch an einen geänderten Bedarf beispielsweise an eine andere Anzahl von Walzgerüsten anpaßbar. Werden auf einzelnen Gerüstplätzen später andere Walzgerüste z. B. solche mit einem anderen Walzendurchmesser gewünscht, läßt sich dies durch Auswechseln der Walzgerüste und der C-förmigen Rahmen verwirklichen. Da die Vorschaltgetriebe auf der Vorderseite des Ständergehäuses angeordnet sind und nicht in diesem, lassen sie sich mit wenig Aufwand auch nachträglich versetzen und so einem eventuellen anderen C-förmigen Rahmen anpassen. Sinngemäß dasselbe gilt auch für die Antriebsmotoren auf der Rückseite des Ständergehäuses. Bei der erfindungsgemäßen Ausbildung ist es besonders empfehlenswert, als Vorschaltgetriebe sogenannte Normgetriebe oder aus Katalogen bestellbare Getriebe zu verwenden, die in aller Regel deutlich preisgünstiger als Spezialgetriebe sind. Besonders beim Einzelantrieb eines jeden C-förmigen Rahmens bzw. Walzgerüstes lassen sich die vorerwähnten Vorteile nutzen.
Bei einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung sind die C-förmigen Rahmen mit Ausnahme ihrer drehmomentübertragenden Bauteile um eine horizontal durch die Walzgutlängsmittelachse sich erstreckende Symmetrieachse symmetrisch ausgebildet. Folglich braucht man in aller Regel nur eine Sorte von C- förmigen Rahmen herzustellen und setzt diese nur in abwechselnder Reihenfolge mit oben oder unten angeordneten, mit den Vorschaltgetrieben gekuppelten Wellen in den Walzblock ein, um der notwendigen versetzten Anordnung der Walzen gerecht zu werden.
Zweckmäßigerweise stehen die C-förmigen Rahmen auf einem gemeinsamen Grundrahmen und unter einem gemeinsamen Deckelrahmen. Über diese letztgenannten Rahmen werden alle C- förmigen Rahmen des Walzblocks miteinander zu einer Einheit verbunden, vorzugsweise jedoch lösbar.
Sinnvoll ist es, wenn die C-förmigen Rahmen des Walzblocks untereinander gleich ausgebildet sind. Dies vereinfacht die Herstellung. Andererseits ist es jedoch auch möglich, daß einige der C-förmigen Rahmen des Walzblocks auch eine andere Ausbildung besitzen, insbesondere um Walzgerüste mit anderen Abmessungen als die übrigen aufnehmen zu können.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung stehen die Walzgerüste innerhalb der C-förmigen Rahmen auf einer gemeinsamen unteren und unter einer gemeinsamen oberen durchgehenden Gerüstaufnahme, welche im Bereich der Stirnseiten des Walzblocks ein- und auslaufseitig über Traversen miteinander zu einem Innenrahmen verbunden sind. Dieser Innenrahmen hält die Walzgerüste in ihrer vorgesehenen Position und entlastet die C-förmigen Rahmen vor allem von den Längskräften. Dabei ist es empfehlenswert, wenn die Walzgerüste mittels Spannzylinder innerhalb des Innenrahmens in Walzgutlängsrichtung fest miteinander verspannbar sind.
In manchen Fällen ist es vorteilhaft, wenn der betriebsbereite Walzblock mit Walzgerüsten mit verschiedenen Walzendurchmessern und/oder unterschiedlicher Walzenzahl bestückt ist. Maßgebend dafür, welche Zusammenstellung gewählt wird, sind Form und Abmessungen des einlaufenden Materials und des auslaufenden Walzgutes. Mit dem erfindungsgemäßen Walzblock sind jedenfalls wegen seiner modularen Bauweise die Anforderungen seitens der Kalibrierung erfüllbar. Deshalb ist es auch zweckmäßig, jedem der C-förmigen Rahmen ein gesondertes Vorschaltgetriebe nebst Antriebsmotor zuzuordnen. Eine Anpassung der Drehzahlen ist dann kein Problem mehr. Demgegenüber kann es auch sinnvoll sein, wenn mehreren der C- förmigen Rahmen nach Art eines Gruppenantriebes ein gemeinsames Vorschaltgetriebe nebst Antriebsmotor zugeordnet ist.
In den Zeichnungen ist die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispieles veranschaulicht. Es zeigen:
Fig. 1 einen erfindungsgemäßen Walzblock in schematischer Darstellung in der Draufsicht, teilweise im Schnitt;
Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II der Fig. 1;
Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie III-III der Fig. 1;
Fig. 4 den erfindungsgemäßen Walzblock in der Vorderansicht.
In Fig. 1 ist ein Walzblock 1 mit insgesamt fünf Walzgerüsten 2 dargestellt. Die Anzahl der Walzgerüste 2 kann jedoch beliebig groß sein. Jedes der Walzgerüste 2 besitzt bei diesem Beispiel drei sternförmig angeordnete Walzen, die in Fig. 1 nicht sichtbar, sondern nur durch die Symbole 3 angedeutet sind, aus denen die versetzte Anordnung zu erkennen ist. Jedes Walzgerüst 2 befindet sich in einem eigenen scheibenartigen, C-förmigen Rahmen 4, der in Fig. 1 nur schematisch als Kasten dargestellt ist. Angetrieben werden die Walzgerüste 2 bzw. deren Walzen über antreibende Wellen 5, die mittels Kupplungen 6 mit abtreibenden Wellen 7 von Vorschaltgetrieben 8 gekuppelt sind. Die Vorschaltgetriebe 8 befinden sich außen an einem im Horizontalschnitt dargestellten, mit Abstand von den C- förmigen Rahmen 4 angeordneten Ständergehäuse 9, in dem nur Kupplungen 10 angeordnet sind, welche die Vorschaltgetriebe 8 mit Antriebsmotoren 11 kuppeln. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist für jedes Walzgerüst 2 ein eigener Antriebsmotor 11 vorgesehen. Zwei der Antriebsmotoren 11 befinden sich oberhalb der in Fig. 2 eingezeichneten Schnittebene und sind somit in Fig. 1 nicht erkennbar. Ein Pfeil X zeigt die Walzrichtung an und eine strichpunktierte Linie die Walzgutlängsmittelachse 12.
Die Fig. 2 läßt die C-förmige Ausbildung der Rahmen 4 erkennen, in denen die Walzgerüste 2 mit ihren Walzen 13 angeordnet sind. Strichpunktierte Linien, deuten die Achsen der drehmomentübertragenden Wellen 14, 15, 16 und 17 zum Antrieb der Walzen 13 an, welche das Drehmoment von einem Verteilergetriebe 18 aus auf die Walzen 13 übertragen. Das Verteilergetriebe 18 besitzt drei Wellen 19, 20 und 21, die übereinander angeordnet sind. Die unterste Welle 19 des Verteilergetriebes 18 und damit des C-förmigen Rahmens 4 bildet in ihrer Verlängerung die antreibende Welle 5 (Fig. 1) und ist über die Kupplung 6 mit der abtreibenden Welle 7 des Vorschaltgetriebes 8 gekuppelt, das beispielsweise auch eine Schaltgetriebestufe 22 besitzen kann. Der in Fig. 2 oben angeordnete Antriebsmotor 11 gehört zu dem hinter der Schnittebene von Fig. 2 liegenden benachbarten C-fömigen Rahmen 4, der umgekehrt angeordnet ist, so daß sich dessen Welle 19 oben befindet. Folglich sind auch das zugehörende Vorschaltgetriebe 8 und dessen Antriebsmotor 11 oben angeordnet.
Die Fig. 3 läßt die vorerwähnte abwechselnde Anordnung der Vorschaltgetriebe 8 erkennen und wie sie auf der Vorderseite des Ständergehäuses 9 angeordnet sind.
In Fig. 4 ist vor allem zu sehen, daß die Walzgerüste 2 auf einer ihnen gemeinsamen, durchgehenden unteren Gerüstaufnahme 23 stehen und unter einer eben solchen oberen Gerüstaufnahme 24. Im Bereich der Stirnseiten des Walzblocks 1 sind die beiden Gerüstaufnahmen 23 und 24 über jeweils eine Traverse 25 und 26 miteinander zu einem geschlossenen Innenrahmen verbunden. Spannzylinder 27 verspannen während des Betriebes die Walzgerüste 2 in axialer Richtung zu einem festen Block. Auch die scheibenartigen, C-förmigen Rahmen 4 sind miteinander verbunden, und zwar dadurch, daß sie auf einem ihnen gemeinsamen Grundrahmen 28 und unter einem gemeinsamen Deckelrahmen 29 stehen, mit denen sie lösbar verschraubt sind.

Claims (9)

1. Walzblock zum Walzen von Draht, Stäben, Rohren oder flachem metallischem Walzgut mit einer Anzahl auswechselbarer, in einer Walzlinie dicht hintereinander angeordneter, jeweils mehrere Walzen besitzender Walzgerüste, die von mehreren, dicht hintereinander stehenden C-förmigen Rahmen gehalten sind, in denen drehmomentübertragende Bauteile zum Antrieb jeder Walze angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Walzblock (1) eine seiner maximalen Walzgerüstzahl entsprechende Anzahl von C-förmigen Rahmen (4) besitzt, auf deren Antriebsseite sich mit Abstand von ihnen ein gemeinsames Ständergehäuse (9) befindet, auf dessen den C-förmigen Rahmen (4) zugekehrten Vorderseite Vorschaltgetriebe (8) und auf dessen den C-förmigen Rahmen (4) abgekehrten Rückseite mit den Vorschaltgetrieben (8) gekuppelte Antriebsmotoren (11) jeweils gesondert auswechselbar befestigt sind, wobei der Abstand zwischen Ständergehäuse (9) und den C-förmigen Rahmen (4) von miteinander gekuppelten Wellen (5, 7) der Vorschaltgetriebe (8) und der C-förmigen Rahmen (4) überbrückt ist.
2. Walzblock nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die C-förmigen Rahmen (4) mit Ausnahme ihrer drehmomentübertragenden Bauteile (Wellen 14 bis 17 und 19 bis 21 sowie Verteilergetriebe 18) um eine horizontal durch die Walzgutlängsmittelachse (12) sich erstreckende Symmetrieachse symmetrisch ausgebildet sind.
3. Walzblock nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die C-förmigen Rahmen (4) auf einem gemeinsamen Grundrahmen (28) und unter einem gemeinsamen Deckelrahmen (29) stehen.
4. Walzblock nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die C-förmigen Rahmen (4) des Walzblocks (1) untereinander gleich ausgebildet sind.
5. Walzblock nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Walzgerüste (2) innerhalb der C-förmigen Rahmen (4) auf einer gemeinsamen unteren und unter einer gemeinsamen oberen durchgehenden Gerüstaufnahme (23, 24) stehen, welche im Bereich der Stirnseiten des Walzblocks (1) ein- und auslaufseitig über Traversen (25, 26) miteinander zu einem Innenrahmen verbunden sind.
6. Walzblock nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Walzgerüste (2) mittels Spannzylinder (27) innerhalb des Innenrahmens in Walzgutlängsrichtung (X) fest miteinander verspannbar sind.
7. Walzblock nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß der betriebsbereite Walzblock (1) mit Walzgerüsten (2) mit verschiedenen Walzendurchmessern und/oder unterschiedlicher Walzenzahl bestückt ist.
8. Walzblock nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß jedem der C-förmigen Rahmen (4) ein gesondertes Vorschaltgetriebe (8) nebst Antriebsmotor (11) zugeordnet ist.
9. Walzblock nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß mehreren der C-förmigen Rahmen (4) nach Art eines Gruppenantriebes ein gemeinsames Vorschaltgetriebe (8) nebst Antriebsmotor (11) zugeordnet ist.
DE19619134A 1996-05-11 1996-05-11 Walzblock zum Walzen von Draht, Stäben, Rohren oder flachem metallischem Walzgut Expired - Fee Related DE19619134C2 (de)

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