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DE19619612A1 - Seiherschneckenpresse - Google Patents

Seiherschneckenpresse

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DE19619612A1
DE19619612A1 DE1996119612 DE19619612A DE19619612A1 DE 19619612 A1 DE19619612 A1 DE 19619612A1 DE 1996119612 DE1996119612 DE 1996119612 DE 19619612 A DE19619612 A DE 19619612A DE 19619612 A1 DE19619612 A1 DE 19619612A1
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  • Mechanical Engineering (AREA)
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Description

Die Erfindung betrifft eine Seiherschneckenpresse, wie sie insbesondere zum kontinuierlichen Pressen von Ölsaaten, wie bspw. Raps, Verwendung findet.
Beim Pressen von Ölsaaten oder anderweitigen ölhal­ tigen, meist pflanzlichen Produkten werden die flüssigen öligen oder ölig-wäßrigen Bestandteile von festen Be­ standteilen getrennt, die dann einen Preßkuchen bilden. Dieser als Nebenprodukt anfallende Preßkuchen wird in der Regel einer weiteren Verwertung zugeführt und bspw. als Viehfutter genutzt. Um dabei seinen Wert zu behalten, müssen beim Behandeln und Lagern des Preßkuchens bestimm­ te Parameter relativ genau eingehalten werden, damit dieser seinen Wert als Futter nicht verliert. Ist der Preßkuchen zu feucht oder zu warm, kann er verderben.
Bekannte Seiherschneckenpressen geben den Preßkuchen in Fladenform ab. Sie weisen einen Seiherkorb auf, der aus einer Vielzahl radial zusammengehaltener, längsver­ laufender Stäbe gebildet ist. Die Stäbe definieren einen zylindrischen Innenraum, aus dem zwischen den Stäben verbleibende, spaltförmige Durchgänge nach außen führen. In dem Innenraum ist eine Förderschnecke angeordnet, die drehbar und axial unverschiebbar gelagert ist. Die För­ derschnecke weist einen abschnittsweise konischen, sich in Förderrichtung im Durchmesser vergrößernden Grundkör­ per auf, der an seiner Außenseite eine schraubenförmig gewundene Wendel aufweist. Die Förderschnecke ist in einer solchen Drehrichtung angetrieben, daß die betref­ fende Ölsaat in Richtung auf das Ende der Förderschnecke zu gefördert wird, das den größten Durchmesser aufweist. Als Ausgang definiert die Förderschnecke mit einem an dem Seiherkorb gehaltenen Ring hier einen Ringspalt, aus dem der relativ trockene Preßkuchen austritt. Im Abstand zu dem ringspaltförmigen Schlitz ist ein umlaufendes Messer angeordnet, das den durch den schlitzförmigen Ausgang austretenden Preßkuchen zerkleinern soll.
Der Preßkuchen wird auf diese Weise in unregelmäßige Fladen geformt, deren Transport und Lagerfähigkeit be­ schränkt ist. Der Preßkuchen ist insbesondere nach dem Austritt aus der Seiherschneckenpresse relativ warm und formbar, wodurch die Gefahr besteht, daß die Fladen beim Weitertransport zusammenbacken. Dies stört nicht nur den Transport sondern auch die Abkühlung und Abtrocknung der Fladen.
Davon ausgehend ist es Aufgabe der Erfindung, eine Seiherschneckenpresse zu schaffen, die einen Preßkuchen abgibt, der besser gekühlt und getrocknet werden kann.
Diese Aufgabe wird mit einer Seiherschneckenpresse gelöst, die die Merkmale des Patentanspruches 1 aufweist.
Die Seiherschneckenpresse enthält eine Seiherpres­ seneinrichtung zur Trennung fester und flüssiger Bestand­ teile des Preßgutes, die kontinuierlich arbeitet und Preßgut in Richtung auf einen spaltförmigen Pressenaus­ gang fördert, wenn die Förderschnecke gleichmäßig drehend angetrieben ist. Die an dem Pressenausgang angeordnete Pelletiereinrichtung überführt den sich hinter dem Pres­ senausgang sammelnden Preßkuchen in Pelletform. Dazu weist die Pelletiereinrichtung einen Formkörper mit Durchgangsbohrungen auf, die dem Pressenausgang gegen­ überliegend angeordnet sind und von diesem weg führen. Der aus dem Pressenausgang austretende Kuchen steht durch den nachdrückenden, von der Förderschnecke geförderten Preßkuchen unter einem solchen Druck, daß er durch die Bohrungen des Formkörpers gepreßt wird. Dabei wird er bei jeder Bohrung zu einem fest gepreßten, runden Strang geformt, der von einer die Bohrungen periodisch überque­ renden Abstreifeinrichtung periodisch abgetrennt wird. Die so entstehenden Abschnitte strangförmig gepreßten Preßkuchens bilden Pellets, die im Anschluß an die Pelle­ tiereinrichtung auf einem Haufen liegend relativ gut durchlüftet werden können, womit sie rasch abkühlen und sich dabei verfestigen. Dies, obwohl die Strangstücke oder Pellets im Vergleich zu herkömmlicherweise in Fla­ denform abgegebenen Preßkuchenstücken eine geringer Oberfläche haben.
Der Preßkuchen in Strang- oder Pelletform kann besser gefördert werden als unregelmäßig geformte, sich verhakende und zusammenbackende Fladen. Trotz besserer Durchlüftbarkeit ergibt sich jedoch eine bessere Lager­ dichte, wobei Schimmelbildung (Aflatoxin), Pilzbefall oder Fäulnis aufgrund der verringerten Oberfläche und der verbesserten Durchlüftung und somit auch schnelleren Trocknung signifikant vermindert ist.
Die erfindungsgemäße Seiherschneckenpresse kann in zwei Grundbauformen ausgeführt werden. Bei der ersten läuft der Formkörper mit der Förderschnecke synchron um, wobei der Abstreifkörper der Trenneinrichtung relativ zu diesem ortsfest gelagert ist. Die Bedeutung dieser Aus­ führungsform liegt in der hier auftretenden Relativbewe­ gung zwischen dem Preßkuchen und dem vorbeidrehenden Formkörper, was eine besonders kompakte Füllung seiner Durchgangsbohrung und somit feste Pellets ergibt.
Eine abgewandelte Ausführungsform weist einen ruhen­ den Formkörper auf, wobei die Trenneinrichtung wenigstens einen umlaufenden Abstreifkörper aufweist, der die aus den Durchgangsbohrungen austretenden Stränge periodisch abschneidet oder trennt. Die Trenneinrichtung kann sowohl bei einer entsprechenden koaxialen Durchführung des Formkörpers direkt mit der Förderschnecke verbunden und von dieser angetrieben als auch separat angetrieben sein.
Die zur Ausbildung von Preßkuchensträngen in dem Formkörper vorgesehenen Durchgangsbohrungen haben ihren kleinsten Durchmesser vorzugsweise unmittelbar an dem Pressenausgang. Sie erweitern sich von diesem weg, wo­ durch der größte Druck am Bohrungseintritt auftritt. Dies mindert die Verstopfungsneigung.
Eine an dem Formkörper der Pelletiereinrichtung an seiner Beaufschlagungsseite vorgesehene Ringnut oder ringförmige Hohlkehle dient der Aufnahme des aus dem Pressenausgang austretenden Preßkuchens und der Führung des Preßkuchens in die Durchgangsbohrungen des Formkör­ pers. Eine entsprechende Verrundung oder Flankenneigung der Hohlkehle gibt dem Preßkuchen eine Richtung auf die Durchgangsbohrungen hin. Dies erleichtert insbesondere die Abdichtung des Formkörpers gegen ruhende Pressen­ teile. Bspw. kann an dem Pressenausgang der Seiherpres­ seneinrichtung ein Leitkörper angeordnet sein, der die Hohlkehle von außen her über den gesamten Umfang und in Radialrichtung teilweise überdeckt. Durch die vorgegebene Förderrichtung des Pressenkuchens mit seiner breiigen Konsistenz wird der zwischen dem Leitkörper und dem Formkörper ausgebildete Spalt druckentlastet, was der Abdichtung dient.
Ein bedarfsweise an dem Pressenausgang angeordneter Leitfinger verhindert eine stärkere Drehung des Pressen­ kuchens und unterstützt somit die Ausbildung einer Rela­ tivbewegung zwischen Pressenkuchen und Formkörper.
Weitere vorteilhafte Merkmale sind Gegenstand der Unteransprüche.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 eine von ihrer Beaufschlagungsseite her ange­ triebene Seiherschneckenpresse mit einer Pelle­ tiereinrichtung, die einen umlaufenden Formkör­ per aufweist, in schematisierter Längsschnitt­ darstellung,
Fig. 2 die Pelletiereinrichtung der Seiherschnecken­ presse nach Fig. 1, in einer ausschnittsweisen schematisierten Längsschnittdarstellung, in einem anderen Maßstab,
Fig. 3 die Seiherschneckenpresse nach Fig. 1, in einer vereinfachten Querschnittsdarstellung, und
Fig. 4 eine alternative Ausführungsform einer von der Abgabeseite her angetriebenen Seiherschnecken­ presse mit einer Pelletiereinrichtung, die einen drehend angetriebenen Formkörper auf­ weist, in schematisierter Längsschnittdarstel­ lung.
Beschreibung
Die in Fig. 1 dargestellte Seiherschneckenpresse 1 weist eine Seiherpresseneinrichtung 2 und eine Pelletier­ einrichtung 3 auf, zu der eine Strangformeinrichtung 4 und eine Trenneinrichtung 5 gehören.
Die Seiherpresseneinrichtung 2 weist einen Seiher­ korb 7 auf, der insbesondere auch aus Fig. 3 ersichtlich ist. Wie dargestellt, gehören zu dem Seiherkorb 7 eine Vielzahl sich in Längsrichtung erstreckender Seiherstäbe 8, die in Längsrichtung angeordnet sind und mit ihren radial innen angeordneten Schmalseiten 9 einen im wesent­ lichen zylindrischen Innenraum 11 definieren. Die Seiher­ stäbe 8 sind im Abstand zueinander angeordnet, so daß zwischen ihnen jeweils spalt- oder schlitzartige, längs­ verlaufende Durchgänge 12 definiert sind, die aus dem Innenraum 11 heraus nach außen führen. Die Seiherstäbe 8 sind mit entsprechenden Trapezeinsätzen 14 in Umfangs­ richtung gespannt und von außen her durch ein Gestell oder einen Rahmen 15 zusammengehalten. Dieser ist längs­ verlaufend zweigeteilt, wobei die so gebildeten Halb­ schalen 15a, 15b mit entsprechenden Bolzen 16 zusammen­ gehalten sind. Den Trapezeinsätzen 14 benachbart, sind Leitfinger 17 angeordnet, die radial nach innen in den Innenraum 11 ragen. Die Leitfinger 17 sind wie die Trape­ zeinsätze 14 bei 18 mittels Bolzen an den betreffenden Halbschalen 15a, 15b des Gestelles 15 verankert.
In dem Innenraum 11 ist eine Schnecke 21 zum Fördern und Pressen des betreffenden Preßgutes koaxial zu dem Seiherkorb 7 angeordnet. Die Schnecke 21 weist einen den Seiherkorb 7 längs durchgreifenden Grundkörper 22 auf, der abschnittsweise zylindrisch und konisch ausgebildet ist und seinen Durchmesser in Fig. 1 von links nach rechts vergrößert, so daß der verbleibende Ringquer­ schnitt zwischen dem Grundkörper 22 und dem Seiherkorb 7 in Durchlauf- oder Transportrichtung, d. h. in Fig. 1 von links nach rechts, von einem großen auf ein kleines Maß verringert wird.
Die Schnecke 21 weist eine schraubenförmige, sich nahezu bis zum Innenumfang des Innenraumes 11 erstrecken­ de Wendel 23 auf, die jeweils bei den Leitfingern 17 unterbrochen ist. Diese gehen nahezu bis zu dem Grundkör­ per 22 und schließen mit diesem einen engen Spalt ein.
Die Schnecke 21 ist, wie bei 24 schematisch angedeu­ tet, drehbar und axial unverschiebbar gelagert. Zum Antrieb dient ein nicht weiter dargestellter Getriebemo­ tor.
An seinem stirnseitigen Ende, bei dem der Seiherkorb 7 mit dem Grundkörper 22 der Schnecke 21 den geringsten Querschnitt begrenzt, definiert ein konusförmiger Ab­ schlußkörper 26 des Grundkörpers 22 mit dem Seiherkorb 7 einen engen, ringspaltförmigen Ausgang 27, der von einem Leitfinger 28 unterbrochen ist, wie insbesondere auch aus der Einzelheiten zeigenden Fig. 2 hervorgeht. Im Anschluß an den Abschlußkörper 26 sitzt an der Schnecke 21 ein außerhalb des Seiherkorbes 7 angeordneter Formkörper 31, der zu der Pelletiereinrichtung 3 gehört. Der Formkörper 31 ist einstückig ausgebildet und drehfest mit der Schnecke 21 verbunden. Ausgehend von einem etwa scheiben­ förmigen Körper, weist er bei seinem Außenumfang eine umlaufende, randoffene Ringnut 32 auf, die in Axialrich­ tung durch eine ringförmige Hohlkehle 33 begrenzt ist. Von der Hohlkehle 33 zweigen axial verlaufende Durch­ gangsbohrungen 34 ab, die sich in Richtung von der Hohl­ kehle 33 weg erweitern. Die Durchgangsbohrungen 34 sind auf einem zu der Förderschnecke 21 koaxialen Kreis an­ geordnet, axial orientiert und voneinander äquidistant beabstandet. Die Durchgangsbohrungen 34 münden in einer stirnseitigen Planfläche 35. Der Formkörper 31 ist radial nach außen durch eine konische Außenumfangsfläche 36 begrenzt, die mit einer zylindrischen Bohrung 37 eines zu der Pelletiereinrichtung 3 gehörigen Stators 38 einen ringförmigen, sich in Axialrichtung erweiternden Spalt 39 definiert.
In dem Stator 38 ist ein Leitring 41 untergebracht, der mit einer zylindrischen Innenfläche 42 die Ringnut 32 des Formkörpers 31 nach außen begrenzt und somit einen Aufnahmeraum definiert. Der Leitring 41 überdeckt die Ringnut 32 mit einem Vorsprung 43 nach innen, wodurch von der Ringnut 32 zu dem Spalt 39 eine Dichtung nach Art eine Labyrinthdichtung ausgebildet ist.
Wie aus den Fig. 1 und 2 ersichtlich, ist an dem Stator 38 ein Abstreiffinger 44 gehalten, der mit einem sich von außen radial nach innen über die Planfläche 35 des Formkörpers 31 weg erstreckenden Abschnitt die Durch­ gangsbohrung 34 übergreift.
Die insoweit beschriebene Seiherschneckenpresse 1 arbeitet wie folgt:
Im Betrieb läuft die Schnecke 21 kraftgetrieben in der durch den Pfeil 45 bezeichneten Richtung um. In den Presseneingang, der in Fig. 1 symbolisch durch einen Pfeil 46 markiert ist, wird die zu pressende Ölsaat gegeben, die von der Schnecke 21 in den Innenraum 11 des Seiherkorbes 7 gefördert wird.
Durch die Steigung der Wendel 23 wird das betreffen­ de Preßgut in Fig. 1 nach rechts gefördert, wobei es zunehmend unter Druck kommt und die flüssigen Bestand­ teile den Innenraum 11 durch die Durchgänge 12 verlassen. An dem Ausgang 27 kommt ein relativ trockener Kuchen an, der sich mit der Schnecke 21 jedoch langsamer als diese dreht. Der Leitfinger 28 stoppt die Drehung im Bereich des Ausganges 27, so daß der Preßkuchen ohne größere Drehung axial in die Ringnut 32 des Formkörpers 31 geför­ dert wird. Der Preßkuchen steht hier unter erheblichem Druck und wird dadurch in die Durchgangsbohrungen 34 des mit der Schnecke 21 umlaufenden Formkörpers 31 gepreßt, der eine Relativbewegung zu dem Preßkuchen ausführt. Stirnseitig tritt aus jeder Bohrung 34 in Strangform gepreßter Preßkuchen aus, der jedesmal, wenn die betref­ fende Durchgangsbohrung 34 an dem Abstreiffinger 44 vorbeiläuft, abgetrennt wird. Es entstehen auf diese Weise Pellets im Durchmesser von bis zu einem Zentimeter und einer Länge von allenfalls mehreren Zentimetern, die sich auf einer entsprechenden Transporteinrichtung sam­ meln und von dieser abtransportiert werden.
Eine abgewandelte Ausführungsform der Seiherschnec­ kenpresse ist in Fig. 4 dargestellt. Soweit diese Seiher­ schneckenpresse mit der vorstehend beschriebenen Seiher­ schneckenpresse in Bau und/oder Funktion übereinstimmt, sind gleiche Bezugszeichen verwendet und es wird auf die vorstehende Beschreibung verwiesen.
Die Unterschiede liegen im wesentlichen darin, daß die Seiherschneckenpresse 1 nach Fig. 4 in Richtung auf ihre Antriebsseite zu fördert, während die Seiherschnec­ kenpresse 1 nach Fig. 1 von dieser weg fördert. Der Formkörper 31 der Pelletiereinrichtung sitzt form- und kraftschlüssig gegen eine Ringschulter einer durchge­ henden Antriebswelle 47 gepreßt, drehfest auf der An­ triebswelle 47 gehalten. Diese ist beidenends durch Wälzlager 48, 49 drehbar und axial unverschiebbar in der Seiherschneckenpresse 1 gehalten. Alternativ kann der Formkörper 31 längs zweigeteilt ausgebildet und auf der Welle geklemmt sein.
Zusätzlich zu den beschriebenen Teilen weist die Seiherschneckenpresse 1 nach Fig. 4 einen im wesentlichen geschlossenen Auffangbehälter 51 auf, in dessen Innenraum die Pelletiereinrichtung 3 angeordnet ist. Der Auffangbe­ hälter 51 weist einen luftdurchlässigen Boden 52 auf, der wenigstens zwei, vorzugsweise mehrere, gegeneinander verschiebbare Bodenplatten 53, 54 aufweist. Die Boden­ platten sind mit einer nicht weiter dargestellten An­ triebseinrichtung verbunden, die die Bodenplatten 53, 54 so positionieren kann, daß diese einen geschlossenen Boden bilden. In Betrieb kann die Antriebseinrichtung die Bodenplatten 53, 54 so bewegen, daß diese aneinander vorbei hin und her bewegt werden.
Der Auffangbehälter 51 kann mit einer Lüftungsein­ richtung versehen sein, die Luft aus seinem Innenraum abzieht und, wie durch den strichpunktierten Pfeil 56 angedeutet, der Seiherpresseneinrichtung 2 gemeinsam mit frischem Preßgut zuführt. Dadurch wird Luft durch die in lockerer Schüttung 57 auf dem Boden 52 liegenden Pellets gesaugt, die von der Pelletiereinrichtung 3 abgegeben worden sind. Dadurch kühlen und trocknen die Pellets unter Erwärmung der Luft. Die erreichte Vorwärmung des Preßgutes kann insbesondere bei niedrigen Außentemperatu­ ren den Preßvorgang erleichtern.
Eine Seiherschneckenpresse 1 weist eine Seiherpres­ seneinrichtung 2 und eine Pelletiereinrichtung 3 auf, so daß der entstehende Preßkuchen in Pelletform abgegeben wird. Dies verbessert seine Transporteigenschaften und seine Lagerbarkeit, was eine Nutzung bspw. als Viehfutter erleichtert.

Claims (11)

1. Seiherschneckenpresse (1), insbesondere zum Pressen von Ölsaaten oder anderem Preßgut, die
eine Seiherpresseneinrichtung (2) zur Trennung fester und flüssiger Bestandteile des Preßgutes,
mit einem Seiherkorb (7), der einen im wesentlichen zylindrischen, koaxial zu einer Längs­ mittelachse angeordneten Innenraum (11) aufweist und dessen Wandung nach außen führende Durchgänge (12) aufweist,
mit einer koaxial in dem Innenraum (11) des Seiherkorbes (7) angeordneten drehend anzutreibenden Förderschnecke (21), die mit dem Seiherkorb (7) einen Preßraum definiert, dessen Querschnitt sich in Förderrichtung der Förderschnecke (21) verringert, und die das Preßgut in Richtung auf einen spaltför­ migen Pressenausgang (27) zu fördert, und
mit Lagermitteln (24) zum drehbaren und axial unverschiebbaren Lagerung der Förderschnecke (21) in dem Seiherkorb (7),
und eine Pelletiereinrichtung (3) zur Pelletierung der festen, von den flüssigen Bestandteilen des Preßgutes getrennten Bestandteile aufweist, die einen Preßkuchen bilden,
mit einem Formkörper (31), der an dem Pressen­ ausgang (27) angeordnet ist und eine Gruppe Durch­ gangsbohrungen (34) aufweist, die von dem Pressen­ ausgang (27) weg führen,
mit einer Trenneinrichtung (5), die wenigstens einen zu dem Formkörper (31) benachbart angeordneten Abstreifkörper (44) aufweist, der einen die Bohrun­ gen des Formkörpers (31) überstreichenden Abschnitt aufweist, wobei die Anordnung derart getroffen ist, daß im Betrieb der Seiherschneckenpresse (1) eine Relativ-Drehbewegung zwischen dem Formkörper (31) und der Trenneinrichtung (5) vorhanden ist.
2. Seiherschneckenpresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß der Abstreifkörper (44) der Trenn­ einrichtung (5) als Abstreiffinger (44) ausgebildet ist, der radial zu dem Formkörper (31) angeordnet ist.
3. Seiherschneckenpresse nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet daß der Abstreiffinger (44) mit dem orts­ fest angeordneten Seiherkorb (7) verbunden ist und daß dem Formkörper (31) drehfest mit der Förderschnecke (21) verbunden ist.
4. Seiherschneckenpresse nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet daß der Formkörper (31) ortsfest gelagert und der Abstreiffinger (44) drehfest mit der Förder­ schnecke (21) verbunden ist.
5. Seiherschneckenpresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß die den Formkörper (31) durchsetzenden Durchgangsbohrungen (34) einen sich von dem Pressenaus­ gang (27) weg wenigstens abschnittsweise vergrößernden Durchmesser aufweisen.
6. Seiherschneckenpresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß der Formkörper (31) der Pelletier­ einrichtung (3) an seiner dem Pressenausgang (27) benach­ barten Beaufschlagungsseite mit einer ringförmigen Hohl­ kehle (32) versehen ist, von der die Durchgangsbohrungen (34) weg führen.
7. Seiherschneckenpresse nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet daß an dem Pressenausgang (27) der Seiher­ presseneinrichtung (2) ein Leitkörper (41) angeordnet ist, der einen radial nach innen ragenden Vorsprung (43) aufweist, der die Hohlkehle (33) teilweise überdeckt.
8. Seiherschneckenpresse nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet daß der Leitkörper (41) ein Leitring ist.
9. Seiherschneckenpresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß wenigstens an dem Pressenausgang (27) wenigstens ein Führungsmittel (28) angeordnet ist, das eine Relativbewegung zwischen dem Preßkuchen und den Bohrungen (34) des Formkörpers (31) sicherstellt.
10. Seiherschneckenpresse nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet daß das Führungsmittel (28) wenigstens ein den ringspaltförmigen Pressenausgang (27) radial durch­ greifender Leitfinger ist.
11. Seiherschneckenpresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Pelletiereinrichtung (3) von der Förderschnecke (21) angetrieben ist.
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