DE19618869C2 - Verfahren zur Dichtheitsprüfung eines Einspritzsystems einer Brennkraftmaschine und Vorrichtung zur Durchführung eines Verfahrens zur Dichtheitsprüfung - Google Patents
Verfahren zur Dichtheitsprüfung eines Einspritzsystems einer Brennkraftmaschine und Vorrichtung zur Durchführung eines Verfahrens zur DichtheitsprüfungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Dichtheitsprüfung
eines Einspritzsystems einer Brennkraftmaschine nach dem
Oberbegriff des Anspruches 1 und eine Vorrichtung zur
Durchführung eines Verfahrens zur Dichtheitsprüfung.
Aus der DE 31 28 072 A1 ist ein Prüfstand bekannt, der zum
Prüfen einer Einspritzdüse verwendet wird. Die Einspritz
düse wird in den Leitungskreislauf des Prüfstandes einge
bunden und vom Prüfmedium mit Druck beaufschlagt. Es werden
die Dichtigkeit und das dynamische Verhalten der Einspritz
düse geprüft. Der Druckverlauf im Leitungssystem wird auf
gezeichnet und anhand vorgegebener Kriterien bewertet.
Die Einspritzdüsen werden vor ihrem Einbau in die Brenn
kraftmaschine in dem Prüfstand getestet. Es besteht die Ge
fahr, daß das Verhalten der Einspritzdüsen sich nach dem
Einbau in die Brennkraftmaschine durch den Einfluß von
Störfaktoren nachteilig ändert. Beispielsweise kann die
Einspritzdüse während des Einbaus in die Brennkraftmaschine
beschädigt werden, wodurch Betriebsstörungen bis zur Be
triebsunfähigkeit der Brennkraftmaschine entstehen können.
In der DE 41 30 846 A1 ist ein Verfahren zum Prüfen von
Komponenten für Verbrennungsmotoren, insbesondere Einzel
komponenten einer Einspritzanlage von Verbrennungsmotoren,
beschrieben. Bei diesem Verfahren wird mindestens der Ver
brennungsmotor schleppend angetrieben, das heißt, es han
delt sich um einen sogenannten Kalttest. Bei dem bekannten
Verfahren wird die Einspritzvorrichtung mit Druckluft be
aufschlagt. Hierzu ist ein besonderer Druckluftanschluß an
einem Verteilrohr notwendig, damit eine Speisung aus der
Druckluftversorgungseinrichtung möglich ist. Während des
Kalttests werden bestimmte Meßwerte, die bei der Prüfung
nur des Verbrennungsmotors aufgenommen worden sind, mit
korrespondierenden Meßwerten, die bei einem Prüfbetrieb des
Verbrennungsmotors mit mindestens einer zu prüfenden
Komponente ermittelt worden sind, verglichen. Es handelt
sich somit um ein Prüfverfahren, bei dem Meßwerte aus
unterschiedlichen Stufen von Prüfvorgängen miteinander
verglichen werden.
In dem US-Patent 4,788,858 ist ein Verfahren zur Bestimmung
der Durchflußmenge eines Einspritzventils beschrieben. Da
bei wird eine Meßkammer aus einem Flüssigkeitsreservoir ge
speist und dann die im Öffnungszustand des Einspritzventils
abgeflossene Flüssigkeitsmenge bestimmt.
In dem US-Patent 5,006,994 ist ein Verfahren und eine Ein
richtung zur Bestimmung des spezifischen Kraftstoffver
brauchs einer Brennkraftmaschine beschrieben. Dabei wird
die Differenz des Gewichtes eines Kraftstoffbehälters, die
sich aus der Änderung des Kraftstoffinhalts während des
Prüfzyklus ergibt, festgestellt. Dieses Verfahren wird bei
konstanter Geschwindigkeit und konstantem Drehmoment der
Brennkraftmaschine durchgeführt.
Die DE 37 25 052 A1 beschreibt ein Verfahren und eine Vor
richtung zur Ermittlung der Leckluftmenge von Einspritzven
tilen. Dabei wird zur Prüfung der Leckluftmenge die während
eines Zeitintervalls durch ein geschlossenes Einspritzven
til passierende Druckluftmenge in ein fluidgefülltes Meß
glas geleitet und verdrängt damit eine Fluidteilmenge. Die
Größe dieser Fluidteilmenge ist somit der Indikator für die
Leckrate des Einspritzventils.
Die DE/WO 31 52 923 A1 beschreibt ein Verfahren und eine
Vorrichtung zum Testen einer Brennstoffeinspritzvorrich
tung, wobei eine Pumpe die Einspritzvorrichtung mit Brenn
stoff versorgt und dabei die Brennstoffströmung gemessen
wird. Durch geeignete Entlüftungsmittel sowohl vor der Ein
spritzvorrichtung als auch stromab von dieser wird der im
Brennstoff enthaltene Luftanteil vollständig entfernt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein mit geringem
Aufwand durchzuführendes Prüfverfahren für komplette Ein
spritzsysteme und eine Vorrichtung zur Durchführung des
Verfahrens anzugeben, mit dem bzw. mit der bei verbesserten
Meßergebnissen die Gefahr von Fehlfunktionen reduziert
wird.
Diese Aufgabe wird hinsichtlich des Verfahrens mit den
Merkmalen des Anspruches 1 und hinsichtlich der Vorrichtung
mit den Merkmalen des Anspruches 23 gelöst.
Die Brennkraftmaschine wird mit dem bereits montierten Ein
spritzsystem in den Leitungskreislauf des Prüfstandes ein
gebunden und auf Dichtheit des Einspritzsystems untersucht.
Die Untersuchungen werden bei fertig montierter Brennkraft
maschine durchgeführt, so daß keine die Dichtheit oder das
dynamische Verhalten des Einspritzsystems beeinträchtigende
Änderung zu befürchten ist. Da der Motor ohne Befeuerung im
Kalttest gefahren wird, werden keine Vibrationen erzeugt,
wodurch die Qualität der Meßergebnisse verbessert wird.
Außerdem wird die Arbeitssicherheit für das Prüfpersonal
verbessert, weil der Motor sich nicht erhitzt und das Prüf
personal nicht Gefahr läuft, sich an heißen Motorteilen zu
verletzen. Die betreffenden Personen sind dadurch auch
nicht in ihrem Bewegungsbereich eingeschränkt und können
ohne zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen die notwendigen Mon
tagearbeiten und Verfahrensschritte durchführen. Optische
Tests auf Dichtheit können mit geringerem Aufwand und
größerer Präzision durchgeführt werden.
Der zum Testen erforderliche Hochdruck in der Hochdruck-Sammel
schiene des Einspritzsystems wird durch einen exter
nen Antrieb der Kurbelwelle gewährleistet, wobei die umlau
fende Kurbelwelle eine Hochdruckpumpe betätigt, die die
Sammelschiene des Einspritzsystems mit Hochdruck beauf
schlagt.
Zur Vorbereitung des Prüfvorganges wird zweckmäßig zunächst
die das Prüfmittel aus der Brennkraftmaschine abführende
Rücklaufleitung des Prüfstandes evakuiert, um durch die
Saugwirkung die Brennkraftmaschine schneller mit Prüfmittel
befüllen zu können. Zum Befüllen der Brennkraftmaschine
wird eine Vorförderpumpe des Prüfstands betätigt, über die
das Prüfmittel mit einem einstellbaren Vordruck beauf
schlagt wird; vorzugsweise wird der Vordruck zyklisch auf
Erreichen eines vorgegebenen Mindestdruck-Grenzwertes über
prüft, wobei der Prüfvorgang abgebrochen wird, wenn der
Grenzwert nicht in einer vorgegebenen Zeitspanne erreicht
wird. In diesem Fall liegt ein grober Fehler beispielsweise
in den jeweiligen Anschlüssen oder eine große Leckage vor.
Vorteilhafterweise wird der hohe Prüfdruck im Einspritz
system in Abhängigkeit der Kurbelwellendrehzahl erzeugt,
wobei dessen Maximalwert vorgebbar ist. Hierfür wird der
Kurbelwellenantrieb eingeschaltet, wobei abhängig vom
Prüfungsmodus die Kurbelwelle zeitweilig oder auch über den
gesamten Prüfungszeitraum vom externen Kurbelwellenantrieb
des Prüfungsstandes angetrieben werden kann. Nach Erreichen
des vorgegebenen Prüfdruckes kann gegebenenfalls der
Kurbelwellenantrieb abgeschaltet werden.
Die Dichtigkeit des Einspritzsystems wird vorzugsweise
durch Vergleich der in die Brennkraftmaschine zufließenden
und abfließenden Prüfmittelmenge bestimmt. Sobald die Dif
ferenz aus zufließendem und abfließendem Prüfmittel einen
vorgegebenen Grenzwert überschreitet, wird ein Signal er
zeugt und der Prüfvorgang abgebrochen.
Alternativ oder zusätzlich wird der zeitliche Druckverlauf
im Einspritzsystem aufgezeichnet; die Druckanstiegsge
schwindigkeit im Einspritzsystem muß bei der Einstellung
des Prüfdruckes über einer vorgegebenen Mindestrate liegen,
anderenfalls wird der Prüfvorgang abgebrochen.
Um Volumenschwankungen der Prüfmittelmenge im Einspritz
system berücksichtigen zu können, welche auf die Kompressi
bilität und wärmebedingte Volumenänderung des Prüfmittels
zurückzuführen sind, wird bei stillstehender Kurbelwelle
und Hochdruckpumpe der Zufluß des Prüfmittels in die Brenn
kraftmaschine unterbrochen und die Sammelschiene bis zum
Erreichen von Atmosphärendruck entleert. Die abfließende
Prüfmittelmenge wird gemessen, wobei die Differenz zur ent
sprechenden Prüfmittelmenge unter Atmosphärenbedingungen
einen Maßstab zur Beurteilung des Einflusses der Kompressi
bilität und Wärme liefert.
Eine weitere Druck- und Mengenmessung kann bei stillstehen
der Kurbelwelle und Hochdruckpumpe erfolgen, indem eine
oder mehrere Einspritzdüsen des Einspritzsystems kurzzeitig
geöffnet werden und der Druckverlauf und der Durchfluß ge
messen werden, um das dynamische Verhalten jeder einzelnen
Einspritzdüse beurteilen zu können. Zweckmäßig fällt die
Öffnungsphase der Einspritzdüsen in den Ausschubtakt der
Brennkraftmaschine, um eine Selbstzündung sicher aus
schließen zu können.
Eine Selbstzündung kann auch dadurch verhindert werden, daß
der Brennkraftmaschine anstelle von Verbrennungsluft ein
Inertgas zugeführt wird, beispielsweise Stickstoff. Außer
dem kann ein schwer entzündliches Prüföl als Prüfmittel
verwendet werden. Durch diese Maßnahmen können zusätzlich
zu Otto-Brennkraftmaschinen auch Diesel-Brennkraftmaschinen
ohne die Gefahr der Selbstzündung getestet werden. Dem
Prüföl können auch fluoreszierende Zusätze beigemischt
sein, um die optische Kontrolle auf austretendes Prüföl zu
erleichtern.
Der Prüfstand ist mit einer eigenen Antriebsvorrichtung für
den externen Antrieb der Kurbelwelle ausgestattet, um die
Brennkraftmaschine auf die erforderliche Drehzahl zu be
schleunigen. Der Prüfstand weist außerdem je eine Zulauf
leitung und eine Rücklaufleitung für die Zufuhr und die Ab
leitung von Prüfmittel zu bzw. aus der Brennkraftmaschine
auf. In diesen, aus Zu- und Rücklaufleitung gebildeten Lei
tungskreislauf ist vorteilhaft ein Behälter für das Prüf
mittel und eine Bilanzierungsvorrichtung eingebunden, die
jeweils über Ventile abgesperrt werden können. Weiterhin
ist eine Vorförderpumpe zum Befüllen der Brennkraftmaschine
mit Prüfmittel sowie eine Vakuumpumpe zur abschließenden
Evakuierung des Prüfmittels vorgesehen.
Weitere Vorteile und zweckmäßige Weiterbildungen sind den
weiteren Ansprüchen, der nachfolgenden Beschreibung sowie
der Zeichnung zu entnehmen, in der ein Prüfstand mit ange
schlossener Brennkraftmaschine dargestellt ist.
Der Prüfstand 1 umfaßt einen Leitungskreislauf 9, 23 für
den Transport von Prüfmittel, bestehend aus einer Zulauf
leitung 9 und einer Rücklaufleitung 23. In den Leitungs
kreislauf 9, 23 ist die Brennkraftmaschine 2, vorzugsweise
eine Diesel-Brennkraftmaschine, eingebunden. Die Brenn
kraftmaschine 2 wird im Kalttest betrieben, d. h., daß keine
Befeuerung stattfindet. Hierdurch werden Vibrationen und
eine Erwärmung von Motorteilen vermieden, wodurch zum einen
die Qualität der Meßergebnisse verbessert wird und außerdem
die Gefahr vermieden ist, daß das Prüfpersonal sich Ver
brennungen zuzieht. Das Prüfpersonal kann deshalb leichter
und besser optische Kontrollen durchführen sowie in kür
zeren Zeiträumen die erforderlichen Montagearbeiten durch
führen.
Um trotz unbefeuerter Brennkraftmaschine 2 die Kurbelwelle
4 mit vorgegebener Drehzahl antreiben zu können, ist eine
externe, zum Prüfstand 1 gehörende Antriebsvorrichtung 8
vorgesehen, über die die Kurbelwelle 4 der Brennkraft
maschine 2 mit einstellbarer Drehzahl bzw. mit einstell
barem Drehzahlverlauf angetrieben werden kann. Die Kurbel
welle 4 betätigt zweckmäßig eine Hochdruckpumpe 5 der
Brennkraftmaschine 2, die das Einspritzsystem 3 der Brenn
kraftmaschine 2 mit Hochdruck beaufschlagt. Das Einspritz
system 3 besteht aus einer Hochdruck-Sammelschiene 7
(common rail) und mehreren Einspritzdüsen 6. Die im Betrieb
der Brennkraftmaschine mit Kraftstoff bzw. während des
Prüfvorganges mit Prüfmittel befüllte Hochdruck-Sammel
schiene 7 steht unter permanentem Hochdruck von bis zu 1350
bar und versorgt die kennfeldgesteuerten Einspritzdüsen 6
mit Kraftstoff bzw. Prüfmittel. Im Ausführungsbeispiel sind
vier Einspritzdüsen 6 vorgesehen, die je einem Zylinder
einer Vierzylinder-Brennkraftmaschine zugeordnet sind. An
der Hochdruck-Sammelschiene 7 ist ein Drucksensor 27 ange
ordnet, der den jeweils in der Sammelschiene 7 herrschenden
Druck erfaßt und ein entsprechendes Signal an eine zentrale
Steuereinrichtung gibt.
Die Hochdruckpumpe 5 wird während des Betriebs der befeuer
ten Brennkraftmaschine und üblicherweise auch während des
externen Antriebs der unbefeuerten Brennkraftmaschine wäh
rend des Prüfvorganges von der umlaufenden Kurbelwelle 4
betrieben. Es kann darüberhinaus aber auch zweckmäßig sein,
zu Prüfzwecken die Kurbelwelle 4 und die Hochdruckpumpe 5
wirkungsmäßig zu entkoppeln und die Hochdruckpumpe 5 unab
hängig von der Kurbelwelle von einer zum Prüfstand gehören
den Antriebseinheit anzusteuern und anzutreiben, so daß un
abhängig von der Kurbelwellen-Drehzahl der gewünschte Druck
in der Hochdruck-Sammelschiene 7 eingestellt werden kann.
In den Leitungskreislauf 9, 23 des Prüfstandes 1 ist ein
Behälter 10 für Prüfmittel eingebunden, wobei der Zu- und
Rücklauf zum Behälter 10 zweckmäßig über ein Ventil 22 ab
sperrbar ist. Das Prüfmittel wird über die Leitungsab
schnitte 9a der Zulaufleitung 9 dem Behälter 10 entnommen
und der Brennkraftmaschine 2 zugeführt. Über die Leitungs
abschnitte 23a der Rücklaufleitung 23 fließt das Prüfmittel
aus der Brennkraftmaschine zurück in den Prüfmittelbehälter
10.
Weiterhin ist eine Bilanzierungsvorrichtung 12 vorgesehen,
die über Leitungsabschnitte 23c der Rücklaufleitung 23 und
9b der Zulaufleitung 9 an den Leitungskreislauf angeschlos
sen ist. Über ein Ventil 13 kann der Zulauf zur Bilan
zierungsvorrichtung 12 gesteuert werden. Zweckmäßig ist die
Bilanzierungsvorrichtung 12 als Waage ausgebildet, mit der
das zu- bzw. abfließende Prüfmittel durch Wägung gemessen
werden kann. Über die Ventile 22 und 13 des Behälters 10
bzw. der Bilanzierungsvorrichtung 12 kann der Prüfmittel-Kreis
lauf von einem Durchlaufen des Behälters 10 auf ein
Durchlaufen der Bilanzierungsvorrichtung 12 umgeschaltet
werden.
Im Leitungsabschnitt 9a der Zulaufleitung 9 ist weiterhin
ein Wärmetauscher 14 vorgesehen, mit dem das Prüfmittel auf
eine vorgegebene Temperatur erwärmt wird. Vorzugsweise
parallel zum ersten Wärmetauscher 14 ist im Leitungsab
schnitt 23a der Rücklaufleitung 23 ein zweiter Wärme
tauscher 15 vorgesehen, der das aus der Brennkraftmaschine
2 abgeleitete Prüfmittel kühlt. Die bei der Kühlung freige
setzte Wärme kann vorteilhaft im parallelgeschalteten
ersten Wärmetauscher 14 zur Erwärmung des Prüfmittels ver
wendet werden.
In Strömungsrichtung dem ersten Wärmetauscher 14 nachfol
gend ist in der Zulaufleitung 9 eine Vorförderpumpe 11 an
geordnet, die zum Befüllen des Leitungssystems und der
Brennkraftmaschine mit Prüfmittel nach dem Einbau der
Brennkraftmaschine in den Prüfstand 1 und dem Anschluß des
Einspritzsystems 3 dient. Der zur Befüllung notwendige Vor
druck kann hierbei über einen Druckregler 25 vorgegeben
werden.
In der Zulaufleitung 9 ist unmittelbar vor der Brennkraft
maschine 2 ein Einlaßventil 16 angeordnet, über das der Zu
fluß des Prüfmittels zur Brennkraftmaschine gesteuert wer
den kann. Über das Einlaßventil 16 wird außerdem über eine
Drossel 17 bedarfsweise Luft zugeführt, die in den Ansaug
kanal der Brennkraftmaschine geleitet wird. Hierbei kann es
zweckmäßig sein, anstelle von Luft ein Inertgas, insbeson
dere Stickstoff, einzuleiten, um die Gefahr von Selbstzün
dung zu reduzieren, die insbesondere bei Diesel-Brennkraft
maschinen gegeben ist.
Unmittelbar hinter der Brennkraftmaschine 2 ist ein Auslaß
ventil 18 im Leitungsabschnitt 23a der Rücklaufleitung 23
angeordnet, mit dem der Abfluß des Prüfmittels aus der
Brennkraftmaschine reguliert, insbesondere vollständig ge
stoppt werden kann.
Parallel zur Rücklaufleitung 23 ist eine Nebenleitung 26
geführt, die vom Auslaßventil 18 abzweigt und in den Prüf
mittelbehälter 10 mündet. Über das Auslaßventil 18 kann der
Prüfmittelfluß von der Rücklaufleitung 23 auf die Neben
leitung 26 umgeschaltet werden. Die Nebenleitung 26 enthält
eine Vakuumpumpe 20, über die die Brennkraftmaschine von
dem Prüfmittel evakuiert werden kann. Der Vakuumpumpe 20
ist ein Flüssigkeitsabscheider 19 vorgeschaltet, um das Ge
misch aus Prüfmittel und Luft bzw. Inertgas zu separieren.
Das im Flüssigkeitsabscheider 19 abgetrennte Prüfmittel
wird in den Behälter 10 weitergeleitet. Unmittelbar vor dem
Behälter 10 ist ein Absperrventil 21 in der Nebenleitung 26
angeordnet.
Über einen Leitungsabschnitt 23b, der die Zulaufleitung 9
und die Rücklaufleitung 23 verbindet und in Strömungsrich
tung aus dem Druckregler 25 abzweigt und hinter dem Auslaß
ventil 18 in die Rücklaufleitung 23a mündet, wird der Lei
tungskreislauf bei Überschreiten eines vorgegebenen Druck
niveaus unter Umgehung der Brennkraftmaschine 2 kurzge
schlossen.
Die Dichtheitsprüfung des Einspritzsystems der Brennkraft
maschine wird folgendermaßen durchgeführt:
Zunächst wird nach dem Einbau der Brennkraftmaschine in den Prüfstand 1 und dem Anschluß des Einspritzsystems 3 an die Zulaufleitung das Einspritzsystem 3 evakuiert, indem das Auslaßventil 18 so geschaltet wird, daß die Vakuumpumpe 20 über die Nebenleitung 26 und das Auslaßventil 18 mit dem Einspritzsystem 3 verbunden ist. Durch das im Einspritz system erzeugte Vakuum wird die Befüllung mit Prüfmittel erleichtert. Außerdem kann eine, in der Zeichnung nicht dargestellte Verbindungsleitung zwischen der Nebenleitung 26 und der Rücklaufleitung 23a vorgesehen sein, die mittels eines Ventils verschließbar ist. Auf diese Weise wird mit tels der Vakuumpumpe 20 noch vorhandenes Prüfmittel aus der Rücklaufleitung 23 entfernt und über den Flüssigkeitsab scheider 19 in den Behälter 10 gefördert. Die Evakuierung der Rücklaufleitung 23 beseitigt Restmengen in der Rück laufleitung, die zu einer Verfälschung des Meß- bzw. Prüf ergebnisses führen können.
Zunächst wird nach dem Einbau der Brennkraftmaschine in den Prüfstand 1 und dem Anschluß des Einspritzsystems 3 an die Zulaufleitung das Einspritzsystem 3 evakuiert, indem das Auslaßventil 18 so geschaltet wird, daß die Vakuumpumpe 20 über die Nebenleitung 26 und das Auslaßventil 18 mit dem Einspritzsystem 3 verbunden ist. Durch das im Einspritz system erzeugte Vakuum wird die Befüllung mit Prüfmittel erleichtert. Außerdem kann eine, in der Zeichnung nicht dargestellte Verbindungsleitung zwischen der Nebenleitung 26 und der Rücklaufleitung 23a vorgesehen sein, die mittels eines Ventils verschließbar ist. Auf diese Weise wird mit tels der Vakuumpumpe 20 noch vorhandenes Prüfmittel aus der Rücklaufleitung 23 entfernt und über den Flüssigkeitsab scheider 19 in den Behälter 10 gefördert. Die Evakuierung der Rücklaufleitung 23 beseitigt Restmengen in der Rück laufleitung, die zu einer Verfälschung des Meß- bzw. Prüf ergebnisses führen können.
Anschließend wird die Vorförderpumpe 11 betätigt, wobei aus
dem Behälter 10 Prüfmittel angesaugt und durch den Lei
tungskreislauf in die Brennkraftmaschine gepumpt wird. Der
zur Befüllung erforderliche Vordruck wird im Druckregler 25
eingestellt. Zur Sicherheitsüberwachung wird zyklisch der
tatsächliche Vordruck gemessen und mit dem vorgegebenen
Mindestdruck-Grenzwert verglichen. Wird der Mindestdruck-Grenz
wert nicht in einer vorgegebenen Zeitspanne erreicht,
so wird der Prüfvorgang abgebrochen. In diesem Fall liegt
ein grober Fehler bzw. eine große Leckage vor, die
beispielsweise durch fehlerhaftes Anschließen der Leitungen
entstehen kann.
Nach Erreichen des Prüfmittel-Vordrucks wird die aus der
Brennkraftmaschine 2 abfließende Prüfmittelmenge durch die
Bilanzierungsvorrichtung 12 geleitet und die pro Zeitein
heit durchfließende Menge gemessen. Weicht die abfließende
Prüfmittelmenge von einem vorgegebenen Grenzwert ab, wird
der Prüfvorgang abgebrochen, da dies ebenfalls ein Hinweis
auf eine große Leckage ist. Die Vorförderpumpe 11 bleibt
dabei eingeschaltet.
Während der Einstellung oder nach Erreichen des Vordruckes
können die elektrischen Komponenten und Sensoren des Prüf
standes auf Funktionsfähigkeit geprüft werden. Insbesondere
findet diese Funktionsprüfung statt, bevor das Einspritz
system mit Hochdruck beaufschlagt wird und die Druck- und
Durchflußmessungen im Einspritzsystem vorgenommen werden.
Sämtliche Komponenten des Prüfstandes werden von einer
Prüfstandssteuerung zentral gesteuert und betrieben, wobei
je nach durchzuführender Messung verschiedenartige Prüfpro
gramme durchgeführt werden können.
Nach dem Erreichen des Vordrucks wird der Hochdruck von bis
zu 1350 bar im Einspritzsystem 3 der Brennkraftmaschine als
Prüfdruck vorgegeben. Bei einer wirkungsmäßigen Kopplung
von Kurbelwelle 4 und Hochdruck-Pumpe 5 der Brennkraftma
schine ist zweckmäßig der Prüfdruck im Einspritzsystem 3
über die Kurbelwellen-Drehzahl einzustellen, wobei insbe
sondere der Prüfdruck proportional zur Drehzahl ansteigen
kann.
Zur Durchführung des Kalttests (Brennkraftmaschine nicht
befeuert) wird die Antriebsvorrichtung 8 des Prüfstandes
zum Antrieb der Kurbelwelle eingeschaltet. Der Prüfvorgang
wird abgebrochen, wenn der vorgegebene Prüfdruck in einer
bestimmten Zeitspanne nicht erreicht wird. Als weiteres
Kriterium kann auch die Druckanstiegsgeschwindigkeit im
Einspritzsystem 3 herangezogen werden, wobei der Prüfvor
gang ebenfalls abgebrochen wird, wenn die Druckanstiegsge
schwindigkeit im Einspritzsystem unterhalb einer vorgege
benen Mindestrate liegt.
Nach Erreichen des vorgegebenen Prüfdruckes können ver
schiedene Prüfprogramme durchlaufen werden. Je nach Prü
fungsmodus wird die Kurbelwelle 4 von der Antriebsvorrich
tung 8 permanent über den gesamten Meßzeitraum angetrieben,
um einen konstanten Druck im Einspritzsystem 3 aufrechtzu
erhalten. Alternativ hierzu ist es auch möglich, die Kur
belwelle nur bis zum Erreichen des Prüfdruckes anzutreiben
und anschließend bei stillstehender Kurbelwelle und Hoch
druckpumpe während des Meßzeitraumes die erforderlichen
Messungen durchzuführen, wobei die Ventile 16 und 18 so ge
schaltet sind, daß das Einspritzsystem geschlossen ist.
Bei kontinuierlich angetriebener Kurbelwelle 4 und in Be
trieb gesetzter Hochdruckpumpe 5 wird während eines vorge
gebenen Meßzeitraumes die Kurbelwellen-Drehzahl der Brenn
kraftmaschine 2 etwa konstant gehalten und die im Meßzeit
raum in die Brennkraftmaschine 2 zufließende und ab
fließende Prüfmittel-Menge in der Bilanzierungsvorrichtung
12 gemessen. Die Differenz aus zufließendem und abfließen
dem Prüfmittel darf einen vorgegebenen Grenzwert nicht
überschreiten; bei Überschreitung wird ein Signal erzeugt,
durch das der Prüfmechaniker auf eine Leckage hingewiesen
wird. Alternativ oder zusätzlich kann der Prüfvorgang auch
automatisch abgebrochen werden.
Weiterhin wird im Meßzeitraum der Druckverlauf in der Hoch
druck-Sammelschiene 7 mittels des vom Drucksensor 27 gelie
ferten Signals aufgezeichnet. Der Druck in der Hochdruck-Sammel
schiene 7 darf innerhalb des Meßzeitraumes nicht
unter einen vorgegebenen Grenzwert fallen, anderenfalls
liegt ein Leck im Einspritzsystem vor. Bei einem unzulässig
hohen Druckabfall kann wiederum ein Signal erzeugt werden
und gegebenenfalls der Prüfvorgang automatisch abgebrochen
werden.
Während des Meßzeitraumes müssen bei angetriebener Kurbel
welle 4 das Einlaßventil 16 und das Auslaßventil 18 jeweils
in Öffnungsstellung geschaltet sein, um ein Umlaufen des
Prüfmittels im Leitungskreislauf zu ermöglichen.
Gemäß eines anderen Prüfverfahrens ist vorgesehen, daß nach
dem Erreichen des vorgegebenen Prüfdruckes in der Hoch
druck-Sammelschiene 7 der Antrieb der Kurbelwelle 4 und der
Hochdruck-Pumpe 5 gestoppt werden. Auch die Vorförderpumpe
11 wird gestoppt. Nach dem Aussetzen der Hochdruck-Pumpe 5
wird der Zufluß des Prüfmittels in die Brennkraftmaschine
durch Sperren des Einlaßventiles 16 unterbrochen und wäh
rend des Meßzeitraumes der Druckverlauf im Einspritzsystem
gemessen. Hieran können sich verschiedene Meßverfahren an
schließen:
- - Ein an die Hochdruck-Sammelschiene 7 angeschlossenes Si cherheitsventil 24 der Brennkraftmaschine, welches im regulären Betrieb sicherstellt, daß der zulässige Höchstdruck in der Sammelschiene nicht überschritten wird, wird geöffnet, woraufhin das Prüfmittel aus der Sammelschiene 7 vollständig über das Auslaßventil 18 in den Leitungskreislauf des Prüfstandes entleert wird. Der Abfluß aus der Sammelschiene 7 erfolgt bis zum Erreichen von Atmosphärendruck. Das abgeleitete Prüfmittel wird in die Rücklaufleitung 23 eingeleitet und der Bilan zierungsvorrichtung 12 zugeführt, um die abgeleitete Menge des Prüfmittels zu messen . .
- - Gemäß einem weiteren Prüfverfahren ist vorgesehen, daß jeweils eine Einspritzdüse 6 des Einspritzsystems 3 kurzzeitig über einen definierten Zeitraum geöffnet wird. Zweckmäßig werden alle Einspritzdüsen 6 nacheinan der einzeln geöffnet, wobei der Druckabfall in der Sam melschiene 7 innerhalb eines bestimmten Druckabfall-Be reiches liegen muß; anderenfalls liegt eine Fehlfunktion vor. Das Sicherheitsventil 24 ist hierbei geschlossen. Die Öffnungsphase der Einspritzdüsen fällt zweckmäßig in den Ausschubtakt der Kolben der Brennkraftmaschine, um eine Selbstzündung sicher zu verhindern. In einem an deren Prüfverfahren wird die Öffnungsphase der Ein spritzdüsen so kurz gehalten, daß im wesentlichen kein Kraftstoff durch die Einspritzdüse geleitet wird (Phantomeinspritzung). Die Öffnungsphase beträgt hierbei etwa 50 µs.
- - Zur Durchführung eines weiteren Meßverfahrens wird auch der Abfluß des Prüfmittels aus der Brennkraftmaschine 2 gestoppt, indem das Auslaßventil 18 gesperrt wird. Der Druck in der Hochdruck-Sammelschiene 7 muß nunmehr etwa konstant bleiben bzw. der Druckabfall darf über den Meß zeitraum gesehen einen gegebenen Grenzwert nicht über schreiten; anderenfalls wird ein Signal erzeugt und der Prüfvorgang abgebrochen.
Um zufällige Schwankungen durch Vibrationen und Tempera
tureinflüsse auszugleichen, werden zweckmäßig während des
gesamten Meßzeitraumes die zu messenden Parameter in äqui
distanten Zeitschritten abgefragt und die Meßkurve mit
Hilfe einer Regressionsrechnung geglättet. Der Einfluß sta
tistischer Meßfehler wird hierdurch stark reduziert.
Die Hochdruck-Pumpe 5 ist mit einem Sicherheitsventil ver
sehen, das ebenfalls einer Funktionsprüfung unterzogen wer
den kann. Hierfür wird die Vorförderpumpe 11 ausgeschaltet,
das Sicherheitsventil 24 der Hochdruck-Sammelschiene 7 kurz
geöffnet und wieder verschlossen, wodurch der Hochdruck in
der Sammelschiene schlagartig abgebaut wird. Nach dem Wie
derverschließen des Sicherheitsventils der Hochdruck-Sam
melschiene 7 darf trotz der Betätigung der Hochdruck-Pumpe
5 der Druck in der Sammelschiene nicht erneut aufgebaut
werden.
Mögliche Leckverluste können auch über die resultierende
Förderleistung bestimmt werden. Hierfür wird die Differenz
zwischen der Förderleistung der Vorförderpumpe 11 und der
Summe der Leckverluste gemessen, indem das Sicherheitsven
til 24 einem Anregungssprung unterzogen wird. Bei dem Anre
gungssprung wird das Sicherheitsventil teilweise geöffnet
und sofort wieder geschlossen. Dabei werden im Einspritz
system die Druckabnahmerate und die Druckanstiegsrate ge
messen und bewertet. Die Messungen können bei verschiedenen
Drücken vorgenommen werden. Die Prüfmittel-Temperatur wird
in der Rücklaufleitung gemessen und bei der Bewertung be
rücksichtigt.
Als Prüfmittel kann anstelle von Kraftstoff ein schwer ent
flammbares Prüföl eingesetzt werden, dem vorzugsweise Zu
sätze, insbesondere fluoreszierende Zusätze beigemischt
werden. Mit Hilfe einer Lichtquelle, die mit einer die
fluoreszierenden Zusätze anregenden Frequenz strahlt, kann
eine optische Kontrolle auf eventuell austretendes Prüföl
durchgeführt werden.
Nach Beendigung der Messungen wird ein Signal erzeugt und
der eventuell noch laufende Kurbelwellenantrieb gestoppt.
Zum Entleeren der Brennkraftmaschine wird an die Rücklauf
leitung 23 und/oder dem Rücklaufanschluß des Einspritz
systems 3 ein Vakuum angelegt und das Prüfmittel abgesaugt.
Über die Drossel 17 wird bei entsprechender Stellung des
Einlaßventils 16 Luft oder Inertgas dem Einspritzsystem 3
zugeführt. Dieser Vorgang wird nach einer vorgegebenen Zeit
beendet, woraufhin das Einlaßventil 16 und das Auslaßventil
18 verschlossen werden und die Brennkraftmaschine
abgerüstet werden kann.
Claims (34)
1. Verfahren zur Dichtheitsprüfung eines Einspritzsystems
einer Brennkraftmaschine, wobei in einem Prüfstand (1)
der Durchfluß und/oder der Druck im Einspritzsystem (3)
gemessen werden,
gekennzeichnet durch die folgenden Verfahrensschritte:
- - Einbau der Brennkraftmaschine (2) in den Prüfstand (1);
- - Anschließen des Einspritzsystems (3) an eine Zulauf leitung (9) und eine Rücklaufleitung (23) eines Leitungskreislaufs des Prüfstandes (1);
- - Befüllen des Einspritzsystems (3) mit einem flüssigen Prüfmittel;
- - externer, zumindest zeitweiliger Antrieb der Kurbelwelle (4) der unbefeuerten Brennkraftmaschine (2);
- - Betätigung einer Hochdruckpumpe (5) der Brennkraftmaschine (2) während des Antriebs der Kurbelwelle (4);
- - Beaufschlagen des mehrere Einspritzdüsen (6) und eine Hochdruck-Sammelschiene (7) umfassende Ein spritzsystems (3) mit Prüfdruck;
- - Durchführen der Druck- und Durchflußmessungen im Einspritzsystem (3);
- - Bilanzierung der zufließenden und abfließenden Prüf mittelmenge;
- - Beendigung der Druckversorgung und Druckabbau im Einspritzsystem (3);
- - Entleerung des Einspritzsystems (3) und
- - Trennung des Einspritzsystems (3) vom Leitungs kreislauf (9, 23) und Ausbau der Brennkraftmaschine (2) aus dem Prüfstand (1).
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß zum Befüllen des Einspritz
systems (3) eine das Prüfmittel aus der Brennkraft
maschine (2) abführende Rücklaufleitung (23) des Prüf
standes (1) evakuiert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Durchführen der
Messungen mindestens ein Teil der elektrischen Kompo
nenten und Sensoren des Prüfstandes (1) auf Funktions
fähigkeit geprüft werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß der von einer Vorförder
pumpe (11) des Prüfstandes (1) erzeugte Prüfmittel-Vor
druck zyklisch auf Erreichen eines vorgegebenen Min
destdruck-Grenzwerts überprüft wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß der Prüfvorgang abgebrochen
wird, wenn der Mindestdruck-Grenzwert nicht in einer
vorgegebenen Zeitspanne erreicht wird.
6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Erreichen des
Prüfmittel-Vordrucks die aus der Brennkraftmaschine (2)
abfließende Prüfmittelmenge gemessen wird, wobei der
Prüfvorgang abgebrochen wird, wenn die abfließende
Prüfmittelmenge einen Grenzwert überschreitet.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß der im Einspritzsystem (3)
zu erreichende Prüfdruck vorgebbar ist.
8. Verfahren nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß der Prüfdruck im Einspritz
system (3) in Abhängigkeit der Kurbelwellendrehzahl
einstellbar ist.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet, daß der Prüfvorgang abgebrochen
wird, wenn der Prüfdruck in einer vorgegebenen Zeit
spanne nicht erreicht wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß der Prüfvorgang abgebrochen
wird, wenn die Druckanstiegsgeschwindigkeit im Ein
spritzsystem (3) eine vorgegebene Mindestrate unter
schreitet.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß während eines vorgegebenen
Meßzeitraumes die Brennkraftmaschine (2) mit konstanter
Kurbelwellendrehzahl betrieben wird und die in die
Brennkraftmaschine (2) zufließende und abfließende
Prüfmittelmenge und/oder der Druck in Abhängigkeit der
Zeit im Einspritzsystem (3) gemessen werden und ein
Signal erzeugt wird, sobald die Differenz aus zu
fließendem und abfließendem Prüfmittel einen vorge
gebenen Grenzwert überschreitet.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß während des Meßzeitraumes
die Kurbelwelle (4) und die Hochdruckpumpe (5) gestoppt
und Anschlüsse zwischen Leitungskreislauf (9, 23) und
Einspritzsystem (3) blockiert werden, so daß das Ein
spritzsystem geschlossen ist, wobei der Druckverlauf in
Abhängigkeit der Zeit im Einspritzsystem (3) gemessen
wird und bei Überschreiten eines vorgegebenen Druckab
fall-Grenzwertes im Einspritzsystem (3) ein Signal er
zeugt wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, daß die Hochdruck-Sammelschiene
(7) bis zum Erreichen von Atmosphärendruck entleert
wird und die abfließende Prüfmittelmenge gemessen wird.
14. Verfahren nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, daß zumindest eine Einspritz
düse (6) des Einspritzsystems (3) kurzzeitig über einen
definierten Zeitraum geöffnet wird, vorzugsweise jedoch
nacheinander alle Einspritzdüsen (6) des Einspritz
systems (3) einzeln geöffnet werden.
15. Verfahren nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnungsphase der Ein
spritzdüsen (6) in den Ausschubtakt der Kolben der
Brennkraftmaschine (2) fällt.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 14 oder 15,
dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnungsphase so kurz
ist, daß eine Einspritzung verhindert wird, wobei die
Öffnungsphase insbesondere etwa 50 µs beträgt.
17. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 16,
dadurch gekennzeichnet, daß die in einer Zulaufleitung
(9) und in einer Rücklaufleitung (23) fließenden Prüf
mittelmengen durch Wägung bestimmt werden.
18. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 17,
dadurch gekennzeichnet, daß der Brennkraftmaschine (2)
anstelle Verbrennungsluft Inertgas, insbesondere Stick
stoff, zugeführt wird.
19. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 18,
dadurch gekennzeichnet, daß als Prüfmittel ein Prüföl
verwendet wird, dem vorzugsweise Zusätze, insbesondere
fluoreszierende Zusätze, beigemischt sind.
20. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 19,
dadurch gekennzeichnet, daß nach Beendigung der Mes
sungen ein Signal zum Abschalten des Kurbelwellen-An
triebs erzeugt wird.
21. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß zum Entleeren des Ein
spritzsystems (3) der Brennkraftmaschine (2) die Rück
laufleitung (23) des Prüfstands (1) mit Unterdruck be
aufschlagt wird.
22. Verfahren nach Anspruch 21,
dadurch gekennzeichnet, daß die Brennkraftmaschine (2)
über ein Ventil (16) in der Zulaufleitung (9) belüftet
wird.
23. Vorrichtung zur Dichtheitsprüfung eines Einspritz
systems einer Brennkraftmaschine mit einem Prüfstand
zur Aufnahme der Brennkraftmaschine und Mitteln zur
Versorgung des Einspritzsystems mit einem Prüfmittel
sowie Durchfluß- und/oder Druckmeßvorrichtungen,
dadurch gekennzeichnet, daß der Prüfstand (1) einen
Leitungskreislauf (9, 23) mit einer Zulaufleitung (9)
für die Zufuhr des Prüfmittels zum Einspritzsystem (3)
der Brennkraftmaschine (2) und einer Rücklaufleitung
(23) für das Ableiten des Prüfmittels aufweist mit
einer Bilanziervorrichtung für die zufließende und
abfließende Prüfmittelmenge eines flüssigen Prüfmittels
und daß im Prüfstand (1) eine Antriebsvorrichtung (8)
für den externen Antrieb der Kurbelwelle (4) der
unbefeuerten Brennkraftmaschine (2) vorgesehen ist.
24. Vorrichtung nach Anspruch 23,
dadurch gekennzeichnet, daß ein Prüfmittel-Behälter
(10) im Leitungskreislauf (9, 23) vorgesehen ist, der
vorzugsweise über ein Ventil (22) absperrbar ist.
25. Vorrichtung nach Anspruch 23 oder 24,
dadurch gekennzeichnet, daß die Bilanzierungsvorrich
tung (12) über ein Ventil (13) absperrbar ist.
26. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 23 bis 25,
dadurch gekennzeichnet, daß ein in der Zulaufleitung
(9) unmittelbar vor der Brennkraftmaschine (2) angeord
netes Einlaßventil (16) als 3/3 Wegeventil ausgebildet
ist.
27. Vorrichtung nach Anspruch 26,
dadurch gekennzeichnet, daß eine über das Einlaßventil
(16) mit dem Einspritzsystem verbindbare Drossel (17)
zur Zufuhr von Luft bzw. Inertgas vorgesehen ist.
28. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 23 bis 27,
dadurch gekennzeichnet, daß in der Zulaufleitung (9)
eine Vorförderpumpe (11) und ein Druckregler (25) ange
ordnet sind.
29. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 23 bis 28,
dadurch gekennzeichnet, daß ein in der Rücklaufleitung
(23) unmittelbar hinter der Brennkraftmaschine (2) an
geordnetes Auslaßventil (18) als 3/2 Wegeventil ausge
bildet ist.
30. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 23 bis 29,
dadurch gekennzeichnet, daß in der Zulaufleitung (9)
ein Wärmetauscher (14) zur Erwärmung des Prüfmittels
vorgesehen ist und/oder in der Rücklaufleitung (23) ein
Wärmetauscher (15) zur Kühlung des rücklaufenden Prüf
mittels vorgesehen ist.
31. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 29 oder 30,
dadurch gekennzeichnet, daß parallel zur Rücklauf
leitung (23) eine Nebenleitung (26) mit einer Vakuum
pumpe (20) geführt ist, wobei die Nebenleitung (26) an
das Auslaßventil (18) angeschlössen ist und in einen
Prüfmittelbehälter (10) mündet.
32. Vorrichtung nach Anspruch 31,
dadurch gekennzeichnet, daß der Rücklauf des Prüfmit
tels über das Auslaßventil (18) von der Rücklaufleitung
(23) auf die Nebenleitung (26) umschaltbar ist.
33. Vorrichtung nach Anspruch 31 oder 32,
dadurch gekennzeichnet, daß in der Nebenleitung (26)
vor einer Vakuumpumpe (20) ein Flüssigkeitsabscheider
(19) vorgesehen ist.
34. Vorrichtung nach Anspruch 33,
dadurch gekennzeichnet, daß in der Nebenleitung (26)
zwischen dem Flüssigkeitsabscheider (19) und dem Prüf
mittelbehälter (10) ein Absperrventil (21) angeordnet
ist.
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