DE19617104C2 - Fahrwerk, insbesondere für Kettenzüge und/oder Schleppkabel - Google Patents
Fahrwerk, insbesondere für Kettenzüge und/oder SchleppkabelInfo
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- B66C11/04—Underhung trolleys
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Description
Die Erfindung betrifft ein Fahrwerk, insbesondere für Kettenzüge, Lastaufnahmemittel
und/oder Schleppkabel gemäß Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Ein gattungsgemäßes Fahrwerk geht aus der DE 36 27 358 A1 hervor.
Aus der DE 41 09 971 A1 ist ein ähnliches Laufwerk mit Laufrädern auf beiden Seiten
einer I-förmigen Fahrschiene bekannt, an der vordere und hintere seitliche, auf
senkrechten Achsen gelagerte Führungsrollen einseitig anliegen.
Diese bekannten Fahrwerke laufen auch bei pendelnder Last stabil auf der
Trägerschiene. Trotzdem kann die Fahrstabilität begrenzt sein, denn in kritischen Situationen
können diese Fahrwerke etwas zu Nickbewegungen und seitlichem Pendeln neigen.
Die DE-PS 2 47 498 offenbart eine Aufhängevorrichtung für die Laufrollen von
Hängebahnen mit doppelseitig er Laufbahn. Zum glatten und stoßfesten Befahren von
Kurven sind dort versetzte Laufräder vorgesehen.
In dem DE-GM 19 27 583 sind paarweise am Laufschienensteg kraftschlüssig
angreifende Rollen oder Räder beschrieben, wobei zur Kraftbeaufschlagung eine
Feder vorgesehen ist, die lastunabhängig für den erforderlichen Anpreßdruck von
Antriebs- und Gegenrad sorgt. Während also die Laufräder bei diesem Fahrwerk frei
auf den Flanschen der Schiene laufen, wird das Antriebsmoment auf ein am Steg
anliegendes Antriebsrad übertragen, das während der Fahrt am Steg der Schiene
anliegen muß. Somit offenbart das DE-GM 19 27 583 die Lehre, die Schiene
bezüglich ihrer Form so auszubilden, daß die Laufräder durch die Schiene geführt
werden und zur Sicherstellung eines wirksamen Antriebs die Antriebsräder an deren
Laufflächen anzudrücken sind, wobei zur Erzeugung der Gegenkraft auf einer
gegenüberliegenden Lauffläche eine Gegenrolle anzuordnen ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Fahrwerk der gattungsgemäßen Art zu
schaffen, das auch bei pendelner Last stabil auf der Schiene läuft und nicht zu
Nickbewegungen und seitlichem Pendeln neigt.
Diese Aufgabe wird mit den im Patentanspruch 1 angegebenen Merkmalen gelöst.
Durch die Merkmale der Unteransprüche 2 bis 5 ist das Fahrwerk in vorteilhafter
Weise weiter ausgestaltet.
Die Erfindung sieht vor, daß das oder die Laufräder auf der einen Seite der Schiene
gegenüber dem oder den Laufrädern auf der anderen Seite der Schiene in
Fahrtrichtung zueinander versetzt angeordnet sind und daß die Führungsrollenpaare
am Steg kraftbeaufschlagt anliegen.
Das Fahrwerk ermöglicht insbesondere bei pendelnder Last einen stabilen Lauf auf
der Fahrschiene; Nickbewegungen und seitliches Pendeln des Fahrwerks werden
durch den Versatz der Laufräder wirkungsvoll unterdrückt.
Ein kompaktes und robustes Laufwerk mit einfachem Antriebsanbau ergibt sich, wenn
bei zwei Laufrädern ein Laufrad unmittelbar motorisch angetrieben ist. Der Antrieb
kann auf diese Weise weitestgehend wartungsfrei ausgeführt werden.
Stabilitätsverbessernd wirkt es sich ferner aus, wenn die Führungsräder in am Steg
des Fahrschienenquerschnitts angeordneten Führungsnuten geführt sind.
Die Laufstabilität des Fahrwerks läßt sich dadurch weiter verbessern, indem jeweils
auf- oder zuschwenkbare Radträgerarme um eine sich in Richtung der Fahrschiene
erstreckende und unter dem Fahrschienenquerschnitt verlaufende Achse schwenkbar
gelagert sind, wobei auf Höhe oder unterhalb des gebildeten Gelenks der jeweils
miteinander verbundenen Radträgerarme die Last an zumindest einem der
Radträgerarme angreift und die Radträgerarme durch ein von der Last herrührendes
Schließmoment von den am Steg beidseitig anliegenden Führungsrollen begrenzt am
Fahrschienenquerschnitt eingeschwenkt gehalten sind.
Außerdem ermöglicht es diese Maßnahme, das Fahrwerk im vormontierten Zustand
mit wenigen Handgriffen an einer Fahrschiene mit korrespondierendem
Fahrschienenquerschnitt aufzuhängen. Durch die sich selbsttätig spielfrei
einstellenden Führungsrollen, die beidseitig am Steg anliegen, ist ein gleichmäßiger
Parallellauf der Laufrollen sichergestellt, wodurch wiederum der Rollwiderstand und
damit der Verschleiß der Laufrollen gering sind; auch die Führungsrollen unterliegen
dabei einem sehr geringen Verschleiß. Das durch die Last eingeschwenkt gehaltene
Fahrwerk erweist sich insbesondere bei Kurven als sehr vorteilhaft, da hierdurch bei
Kurvenfahrten der Parallellauf der Laufrollen verbessert wird. Dabei sorgen die
ständig anliegenden Führungsrollen auch bei pendelnder Last für eine stabile
Führung des Fahrwerks. Durchmesseränderungen der Laufräder und der
Führungsrollen aufgrund von unvermeidlichem Abrieb werden innerhalb eines großen
Toleranzbereiches dadurch ausgeglichen, daß sich das Fahrwerk selbsttätig an die
Fahrschiene anpaßt.
Mit der Lösung wird ferner vorgeschlagen, das Verhältnis aus dem vertikalen Abstand
M der Achsen der Laufräder und dem horizontalen Abstand L der Laufräder von der
Schwenkachse größer als 3 und kleiner als 10 ist.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird
nachfolgend näher beschrieben. Es zeigen
Fig. 1 eine Vorderansicht eines Fahrwerks und
Fig. 2 eine Draufsicht auf das Fahrwerk gemäß Fig. 1.
In Fig. 1 ist in Vorderansicht ein Fahrwerk dargestellt, das eine Fahrschiene 1 umfaßt,
die aus Flanschteilen 2 und einem Steg 3 besteht. Das Fahrwerk selbst weist zwei
Radträgerarme 4a, 4b auf, die als Rahmen 5a, 5b ausgebildet sind. Die Rahmen 5a,
5b sind um eine sich in Richtung der Fahrschiene 1 erstreckende und unter dem
Fahrschienenquerschnitt verlaufende Achse 6 gegenläufig schwenkbar gelagert, was
ein Auf- oder Zuschwenken der Rahmen 5a, 5b ermöglicht. Selbstverständlich ist das
nur eine vorteilhafte Ausführungsform; die Radträgerarme 4a, 4b können auch starr
miteinander verbunden und auf einen festen Abstand eingestellt sein. Darüberhinaus
ist auch eine Kombination dieser beiden Varianten denkbar, die darin besteht, daß die
schwenkbaren Radträgerarme 4a, 4b nach dem Einschwenken an der Fahrschiene 1
so fixiert werden, daß eine starre Verbindung zwischen den Radträgerarmen 4a, 4b
hergestellt ist.
Fig. 1 läßt erkennen, daß im oberen Bereich der Rahmen 5a, 5b ein Paar sich
gegenüberliegender Laufräder 7 angeordnet sind, deren Drehachsen horizontal
verlaufen und in den Rahmen 5a, 5b abgestützt sind. Von den beiden Laufrädern 7
wird ein Laufrad unmittelbar durch einen Motor 7a angetrieben. Die Laufräder 7 rollen
auf den unteren Flanschteillaufflächen 8 ab. Die Rahmen 5a, 5b nehmen neben den
im Rahmen 5a, 5b jeweils mittig angeordneten Laufrädern 7 vor und hinter den
Laufrädern 7 angeordnete Horizontalführungsrollenpaare 9 auf, die aus einzelnen
Führungsrollen 9 bestehen, welche vertikal drehgelagert in dem Rahmen 5a, 5b
abgestützt sind. Während die Laufräder 7 sich auf den unteren Flanschteilen 2
abstützen, liegen die Führungsrollen 9 paarweise am Steg 3 der Fahrschiene 1 an.
Aus der Fig. 1 geht hervor, daß die Rahmen 5a, 5b so weit über den jeweiligen
Flanschteil 2 des Fahrschienenquerschnitts der Fahrschiene 1 eingeschwenkt sind,
daß die Laufräder 7 sich unmittelbar in Stegnähe des Stegs 3 bewegen. Auf Höhe
des gebildeten Gelenks 10 der beiden miteinander verbundenen Rahmen 5a, 5b
greift die Last an der Achse 6 an; das unterhalb der Fahrschiene 1 gebildete Gelenk
ist also zugleich Aufhängemitte für die aufzuhängende Last.
Die Last erzeugt in den Rahmen 5a, 5b ein Schließmoment, das ein Zuschwenken
der Rahmen 5a, 5b bewirkt, durch das die Führungsrollen 9 am Steg 3 des
Fahrschienenquerschnitts eingeschwenkt gehalten werden. Die Winkelstellung
zwischen den Rahmen 5a, 5b wird in Fig. 1 durch die am Steg 3 beidseitig
anliegenden Führungsrollen 9 begrenzt; die Anlage der Führungsrollen 9 erfolgt
kraftbeaufschlagt durch die Last selbst.
Das Verhältnis aus dem vertikalen Abstand M der Achsen der Laufräder 7 und dem
horizontalen Abstand L der Laufräder 7 von der Achse 6 (Schwenkachse) ist größer
als 3 und kleiner als 10.
Alternativ zu der dargestellten Fahrschiene 1 ist es auch möglich, am Steg 3 sich in
Längsrichtung der Schiene 1 erstreckende Führungsnuten vorzusehen, in denen die
Führungsrollen 9 geführt sind. Durch die zusätzlich angeordneten Führungsnuten wird
bei pendelnder Last eine noch stabilere Führung des Fahrwerks sichergestellt.
In Fig. 2 ist eine Draufsicht auf das Fahrwerk mit Fahrschiene gemäß Fig. 1
dargestellt. Das Laufrad 7 des einen Rahmens 5a oder 5b ist gegenüber dem Laufrad
7 des anderen Rahmens 5b bzw. 5a in Fahrtrichtung versetzt angeordnet, wie Fig. 2
deutlich zu entnehmen ist.
1
Fahrschiene
2
Flanschteil
3
Steg
4
a,
4
b Radträgerarm
5
a,
5
b Rahmen
6
Achse
7
Laufrad
7
a Motor
8
Flanschteillauffläche
9
Führungsrolle
10
Gelenk
Claims (5)
1. Fahrwerk, insbesondere für Kettenzüge und/oder Schleppkabel, das sich an einem aus
Flansch- und Stegteilen bestehenden Fahrschienenquerschnitt abstützt, mit auf
gegenüberliegenden Seiten des Steges (3) paarweise einander zugeordneten, sich auf den
Flanschteilen (2) abstützenden Laufrädern (7) und mit beidseitig der Schiene vor und hinter
jedem Laufrad (7) paarweise angeordneten, sich an Flächen parallel zum Steg (3) am
Fahrschienenquerschnitt abstützenden Führungsrollen (9)und
das Radträger aufweist, in denen die Laufräder (7) und Führungsrollen (9) drehbar gelagert
sind und die unterhalb des Fahrschienenquerschnitts miteinander verbunden sind und von
denen zumindest einer eine Lasthängeeinrichtung aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
daß das oder die Laufräder (7) auf der einen Seite der Schiene (1) gegenüber dem oder den
Laufrädern (7) auf der anderen Seite der Schiene (1) in Fahrtrichtung zueinander versetzt
angeordnet sind und daß die Führungsrollenpaare (9) am Steg (3) kraftbeaufschlagt anliegen.
2. Fahrwerk nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß von den Laufrädern (7) auf einer Seite der Schiene ein Laufrad (7)
motorisch angetrieben ist.
3. Fahrwerk nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Führungsrollen (9) in am Steg (3) des Fahrschienenquerschnitts
angeordneten Führungsnuten geführt sind.
4. Fahrwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß paarweise auf- oder zuschwenkbare Radträgerarme (4a, 4b) um eine sich
in Richtung der Fahrschiene (1) erstreckende und unter dem
Fahrschienenquerschnitt verlaufende Achse (6) schwenkbar gelagert sind,
wobei auf der Höhe oder unterhalb des gebildeten Gelenks (10) der jeweils
miteinander verbundenen Radträgerarme (4a, 4b) die Last an zumindest einem
der Radträgerarme (4a oder 4b) angreift und die Radträgerarme (4a, 4b)
durch ein von der Last herrührendes Schließmoment von den am Steg (3)
beidseitig anliegenden Führungsrollen (9) begrenzt am
Fahrschienenquerschnitt eingeschwenkt gehalten sind.
5. Fahrwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Verhältnis aus dem vertikalen Abstand M der Achsen der Laufräder
(7) und dem horizontalen Abstand L der Laufräder (7) von der Schwenkachse
(6) größer als 5 und kleiner als 10 ist.
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Owner name: DEMAG CRANES & COMPONENTS GMBH, 58300 WETTER, DE |
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