DE19617027A1 - Isolatorauftrag unter Verwendung eines fokussierten Ionenstrahls - Google Patents
Isolatorauftrag unter Verwendung eines fokussierten IonenstrahlsInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren für
das Aufbringen von Isolatormaterial unter Verwendung eines fokussierten
Ionenstrahls, insbesondere eines fokussierten Ionenstrahls aus einer
Flüssigmetall-Ionenquelle.
Systeme für die Behandlung von integrierten Schaltkreisen und
dergleichen mit einem fokussierten Ionenstrahl (FIB) sind bekannt. FIB-Systeme
mit einer Nadel und einer Gasquelle für das Injizieren von Gas
auf einem Oberflächenbereich eines integrierten Schaltkreises (IC), auf
den der FIB gerichtet ist, sind ebenfalls bekannt. Siehe beispielsweise
US Patent Nr. 5.140.164, auf dessen Inhalt zur näheren Information ver
wiesen wird. Ein kommerziell erhältliches FIB-System, wie die "IDS P2X
FIB-Station" von Schlumberger Technologies, Inc., San Jose, Kalifornien,
besitzt einen Gassammelraum mit einer Mehrzahl von steuerbaren Einlaß
ventilen und einer positionierbaren Auslaßnadel für das selektive Inji
zieren von Gasen aus beliebigen einer Mehrzahl von Gasquellen in Rich
tung eines Oberflächenbereichs eines integrierten Schaltkreises, der mit
dem FIB zu behandeln ist.
Verschiedene Techniken sind entwickelt worden, um solche Sy
steme anzuwenden bei der Reparatur und Diagnose von integrierten Halb
leiterschaltkreisen auf dem Niveau von Komponenten. Beispielsweise kann
der FIB verwendet werden, um Material abzutragen. Die Rate und Steuer
barkeit des Abtrags können verbessert werden durch Injizieren von Gasen,
welche bestimmte Materialien vorzugsweise abtragen, wie Dielektrikum
oder Metall. Solche Techniken können verwendet werden, um selektiv IC-Struktur
für die Sondierung oder Überprüfung freizulegen, um Löcher
durch Stromversorgungs- und Masseebenen zu schneiden und um selektiv
Leiter zu durchtrennen. Es sind auch Techniken bekannt für das Injizie
ren eines Gases bei Gegenwart des FIB an der IC-Oberfläche, um selektiv
leitendes Material aufzutragen. Diese Techniken können verwendet werden,
um Leiter aufzubauen oder zu rekonstruieren und um Kissen aufzubringen,
die für mechanisches oder Elektronenstrahl-Sondieren verwendet werden.
Eine wichtige Beschränkung der gegenwärtigen FIB-Techniken be
steht darin, daß der Metallauftrag manchmal elektrischen Kontakt her
stellen kann, wo dies nicht erwünscht ist. Das Ergebnis kann ein unbe
absichtigter elektrischer Kontakt zwischen dem aufgetragenen Metall und
exponierten Leitern sein, welche den Bereich des Metallauftrags umgeben.
Der Metallauftrag kann oft zeitaufwendig sein, etwa dann, wenn das Vor
handensein von exponierten Leitern diktiert, daß Metall längs einer ver
schlungenen Bahn aufzubringen ist, um unerwünschte elektrische Verbin
dungen zu vermeiden. In vielen Fällen ist es unmöglich, mit Sicherheit
den Metallauftrag überhaupt auszuführen, und der gesamte Reparaturar
beitsgang muß neu konzipiert werden.
Es ist vorgeschlagen worden, Filme als einen Isolator für die
IC-Reparatur niederzuschlagen: Siehe H. Komano et al. in Silicon Oxide
Film Formation by Focused Ion Beam (FIB)-Assisted Deposition, Japanese
Journal of Applied Physics, Band 28, Nr. 11, November 1989, Seiten 2372
bis 2375. Ein Film aus SiO₂ wurde gebildet durch 60 keV Si2+ FIB-unter
stützten Niederschlag. Ein Gemisch von Tetramethoxysilan (SI(OCH₃)₄) und
Sauerstoffgasen wurden auf eine Probenoberfläche durch eine Düse mit 0,2
mm innerem Durchmesser geblasen. Der Strahldurchmesser und der Strom
betrugen 0,2 µm bzw. 0,1 nA. Der niedergeschlagene Film mit 0,1 µm Dicke
und 0,7 µm Breite soll hauptsächlich aus Silicium und Sauerstoff be
stehen. Der berichtete spezifische Widerstand des niedergeschlagenen
Filmes betrug 2,5 MΩ-cm bei 5 Volt. Der Bericht hält korrekterweise
fest, daß der spezifische Widerstand nicht hoch genug ist für die Ver
wendung als ein Isolator in realen Komponenten.
Auch wird angenommen, daß ein Siliciumstrahlgerät inhärent
komplizierter ist als ein System mit einer Flüssigmetall-Ionenquelle
(wie einer Gallium-Ionenquelle), und einen Strahl besitzt, der weniger
fein fokussiert ist als Gallium-Ionenstrahl-Systeme. Es ist unklar, ob
eine Silicium-Strahlvorrichtung geeignet wäre für das Abtragen und die
Metallniederschlag-Arbeitsgänge, wie für die IC-Reparatur erforderlich.
Verbesserte Techniken für den FIB-unterstützten Isolatorauf
trag sind wünschenswert, insbesondere Techniken, die in Gallium-Ionen-Strahlsystemen
implementierbar sind, wie sie gegenwärtig für das Abtra
gen und den Metallauftrag bei der Reparatur integrierter Schaltkreise
Anwendung finden. Es wird angenommen, daß der Stand der Technik keine
Anwendung von Gallium-Ionen-Strahlauftrag von isolierendem Material
nachweist, vielleicht deshalb, weil die Gallium-Ionen leitend sind.
Das Prinzip der vorliegenden Erfindung ist in Patentanspruch 1
definiert. Die von ihm abhängenden Ansprüche definieren bevorzugte
Ausgestaltungen des Verfahrens.
Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung bieten Verfahren
für das Auftragen von Isolatormaterial auf einem vordefinierten Flächen
bereich eines integrierten Schaltkreises. Moleküle einer Verbindung,
welche Siliciumatome und Sauerstoffatome enthält, werden gemischt mit
einem reaktiven Gas und injiziert an der Oberfläche des zu behandelnden
integrierten Schaltkreises, während ein FIB auf den Bereich gerichtet
wird. Das resultierende Material, das selektiv an lokal begrenzten Be
reichen der IC-Oberfläche niedergeschlagen wird, hat einen hohen spezi
fischen Widerstand.
Der Isolatorauftrag gemäß der Erfindung ist brauchbar bei der
Reparatur eines integrierten Halbleiterschaltkreises mit einem Strahl
geladener Partikel, wie eines FIB, was es demgemäß ermöglicht, bestimmte
Arten der Reparatur vorzunehmen und die Reparaturzeit zu minimieren.
Beispielsweise wird ein FIB-System gemäß der Erfindung betrieben, um
eine Schicht aus Isolatormaterial auf der Oberseite irgend einer expo
nierten Metalleitung niederzuschlagen, um die Metalleitung dagegen zu
schützen, daß sie einen Kurzschluß mit anderen metallischen Leitungen
bildet, und um irgend welche weiteren FIB-Reparaturarbeitsgänge zu
ermöglichen.
Diese und andere Merkmale der Erfindung ergeben sich für Fach
leute aus der nachfolgenden Beschreibung unter Bezugnahme auf die beige
fügten Zeichnungen.
Fig. 1A-1D zeigen eine Sequenz von Querschnitten eines Ab
schnitts eines IC bei verschiedenen Stufen eines Arbeitsganges gemäß der
Erfindung;
Fig. 2A-2D zeigen eine Sequenz von Draufsichten eines Aus
schnitts aus einem IC entsprechend jeweils den Fig. 1A-1D;
Fig. 3 ist ein vergrößerter Querschnitt, entnommen einer
FIB-Abbildung eines IC, modifiziert gemäß der Erfindung, etwa längs der
Schnittlinie III-III der Fig. 2D;
Fig. 4 ist eine vergrößerte Querschnittansicht aus einer
FIB-Abbildung eines IC, modifiziert gemäß der Erfindung, etwa ent
sprechend der Linie I.D.-I.D. der Fig. 2D;
Fig. 5A-5D zeigen eine Serie von Draufsichten eines Aus
schnitts aus einem IC bei verschiedenen Schritten eines Arbeitsganges
gemäß der Erfindung;
Fig. 6 zeigt Wellenformen an ausgewählten Leitern des IC aus
Fig. 5A-5D vor und nach Modifikation des IC gemäß der Erfindung;
Fig. 7 ist eine Querschnittansicht aus einer FIB-Abbildung
eines IC, modifiziert gemäß der Erfindung und etwa in Richtung der
Schnittlinie VII-VII der Fig. 5D;
Fig. 8 ist eine Schnittansicht zur Darstellung eines isolie
renden Kissens, aufgebracht auf einer Teststruktur der Art, wie in den
Beispielen 2.1-2.8 verwendet;
Fig. 9 zeigt das Verhältnis zwischen dem spezifischen Wider
stand und der angelegten Vorspannung für zwei Isolatormuster, aufge
bracht gemäß der Erfindung;
Fig. 10 zeigt den Widerstand von zwei identischen Mustern
aufgebrachten und isolierenden Materials vor und nach dem Ausbacken
gemäß der Erfindung; und
Fig. 11 zeigt den gemessenen Widerstand zwischen dem Signal
leiter und der Stromversorgungsebene nach Aufbringen von isolierendem
Material und leitendem Material, um einen Signalleiter durch eine Strom
versorgungsebene gemäß der Erfindung zu bringen.
Das Aufbringen von Isolatormaterial gemäß der Erfindung wird
illustriert durch Beispiele seiner Anwendung bei der Modifikation eines
IC. Arbeitsgänge, die schwierig oder unmöglich zu erreichen sind ohne
Aufbringen von Isolator, werden gemäß der Erfindung ermöglicht. Ein Bei
spiel eines solchen Arbeitsganges tritt auf, wenn ein Sondenkissen auf
zubringen ist in elektrischem Kontakt mit einem Leiter, der unterhalb
einer Stromversorgungsebene vergraben ist, während das Sondenkissen
elektrisch von der Stromversorgungsebene isoliert zu halten ist.
Ein anderes Beispiel eines solchen Arbeitsganges tritt auf,
wenn zwei Leiter auf unterem Niveau unter einer metallischen Stromver
sorgungsebene liegend elektrisch zu verbinden sind, ohne elektrischen
Kontakt mit der Stromversorgungsebene herzustellen. Eine Möglichkeit,
dies zu tun, ist zunächst das Abtragen eines großen Fensters durch die
Stromversorgungsebene und durch zwischenliegendes Dielektrikummaterial
unterhalb der Stromversorgungsebene, um die Leiter freizulegen. Eine
metallische Leitung, die als ein "Springer" wirkt und die beiden Leiter
verbindet, kann dann auf dem zwischenliegenden Dielektrikum aufgebracht
werden. Die Prozedur wäre zeitaufwendig, weil erhebliches Material abge
tragen werden muß, um ein breites Fenster zu schaffen. Wenn die expo
nierten Flanken der Stromversorgungsebene an dem Fensterumfang zu nahe
an der Aufbringfläche sind, kann elektrisches Lecken von dem aufge
brachten Metall zu der Stromversorgungsebene resultieren.
Die Geschwindigkeit und Verläßlichkeit der Prozedur kann gemäß
der Erfindung verbessert werden durch selektives Aufbringen von Isola
tormaterial vor dem Aufbringen von Metall. Zwei kleine Löcher können
durch die Stromversorgungsebene abgetragen werden, um Zugang zu den bei
den Leitern zu schaffen. Die exponierten Flanken der Stromversorgungs
ebene an den Umfängen der Löcher können mit Isolator abgedeckt werden,
was die elektrische Isolation selbst dann sicherstellt, wenn Metall in
einem kleineren Fenster aufgebracht wird.
Das Aufbringen von Isolatormaterial gemäß der Erfindung kann
auch beispielsweise verwendet werden, um unerwünschten elektrischen Kon
takt mit leitenden Strukturen zu vermeiden, wenn eine metallische Sig
nalleitung erneut angeschlossen wird, nachdem ein Abschnitt der Metalleitung
entfernt worden ist.
Ein FIB-System, geeignet für das Ausführen der Verfahren gemäß
der vorliegenden Erfindung, ist die IDS-P2X-FIB-Station, erhältlich im
Handel von Schlumberger Technologies, Inc. in San Jose, Kalifornien.
Der Isolatorauftrag gemäß bevorzugten Ausführungsformen der
Erfindung wird unter Bezugnahme auf Anwendungsbeispiele beschrieben, die
durch die Fähigkeit ermöglicht werden, isolierendes Material aufzu
bringen, und unter Bezugnahme auf Beispiele, die einen Bereich von
FIB-unterstützten Isolatoraufbringparametern demonstrieren.
In den Beispielen wurden Kammerdrücke überwacht unter Verwen
dung des Penning-Meßsystems des P2X-FIB-Station-Systems. Zwei Gase wur
den verwendet. Das Gasverhältnis wurde etabliert, indem zunächst Para
meter (Temperatur des Halters für eine Probe des Vormaterials) bestimmt
wurden, erforderlich zum Erhalten eines gegebenen Kammerdrucks jedes Ga
ses einzeln für die gegebene Öffnung, wodurch ein Satz von Eichdaten er
zeugt wurde. Parameter, ausgewählt aus den Eichdaten, werden verwendet
zum Erzeugen des gewünschten Gasverhältnisses, wenn die Gasmischung in
jiziert wird. Die Partialdrücke der einzelnen Gase repräsentieren nicht
ihr exaktes molekulares Verhältnis, dienen jedoch als eine genaue Refe
renzskala des Gasgemischs. Da der Gasfluß und der Druck an der Ober
fläche des Prüflings nicht gemessen wurden, wurden die Eichdaten und
Kammerdrücke als indirekter Indikator verwandt.
Der Auftrag wird ausgeführt durch Abtasten des FIB über einen
spezifizierten "Kasten" (beispielsweise einen Bereich von 5 µm × 5 µm
oder 5 µm × 10 µm oder andere spezifizierte Abmessung), während Gas an
der Oberfläche des Bereichs durch eine Nadel injiziert wird. Unabhängig
von den Kastenabmessungen werden 500 horizontale Abtastlinien verwendet
zum überdecken des Bereichs, und ein voller Übergang des Kastens erfolgt
in 30 Millisekunden (ms).
Die Schnittansichten der Fig. 1A-1D und Draufsichten der Fig.
2A-2D zeigen es. In einer CMOS-Probekomponente mit zwei Metallschichten
liegt ein Leiter 100, umgeben von aufgewachsenem Siliciumdioxid (SiO₂),
isoliert von Isolation 105 unter einer Stromversorgungsebene 110, die
ihrerseits abgedeckt ist von einer Schicht 115 aus aufgewachsenem SiO₂
und einer Passivierungsschicht 118 aus aufgewachsenem Siliciumnitrit
(Si₃N₄). Ein Loch 120 von 4 µm × 4 µm wurde durch die Stromversorgungs
ebene eingebracht, um die Isolation 105 freizulegen, wie in Fig. 1A und
2A gezeigt. Gemäß Fig. 1B und 2B wurde ein 10 µm × 10 µm × 1 µm Kissen
125 aus Isolatormaterial aufgebracht durch Richten eines fokussierten
Gallium-Ionen-Strahls (Ga) von 250 pA Strahlstrom bei 15 keV Strahl
energie während 30 Minuten auf einen lokal begrenzten Bereich der Kompo
nentenoberfläche, während ein Vorläufergas von CBr₄ und DBTS, gemischt
im Verhältnis 1 : 1, eingebracht wurde mittels eines 10 cm langen Gasin
jektors mit einem Innendurchmesser von 0,8 mm. Die Spitze des Injektors
wurde bei einer Distanz von 0,5 mm von der Komponentenoberfläche gehal
ten. Der Kammerdruck änderte sich von 1e-6 Torr vor dem Aufbringen auf
3e-5 Torr während des Aufbringens.
Das injizierte Gasgemisch bestand aus (1) einem SiOx-Vorläu
fergas, C₁₂H₂₄O₆Si, Di-t-butoxydiacetoxysilan (DBTS), käuflich erhält
lich von United Chemical Technologies, Inc., Bristol, Pennsylvania, und
(2) einem Gallium-bindenden Gas, CBr₄, Carbon-Tetrabromid, käuflich
erhältlich von Aldrich Chemical, Milwaukee, Wisconsin.
Nach Aufbringen von Kissen 125 wurde ein Loch 130 von 2 µm × 2
µm durch das aufgebrachte Isolatormaterial und das aufgewachsene SiO₂
gegraben, um den Leiter 100 freizulegen, wie in Fig. 1C und 2C gezeigt.
Metall wurde dann zur Füllung des Loches 130 aufgebracht und zum Bilden
einer Brücke 135 in elektrischem Kontakt mit Leiter 100, wie in Fig. 1D
und 2D gezeigt, wobei sich das Metall über einen Abschnitt des Isolator
kissens 125 und auf das aufgewachsene Si₃N₄ erstreckt.
Fig. 3 ist eine Wiedergabe einer Spannungskontrastabbildung
eines Schnittes durch das aufgebrachte Isolatormaterial (jedoch nicht
durch das aufgebrachte leitende Material), d. h. längs Linie III-III der
Fig. 2D. Das aufgebrachte Isolatormaterial 125 wird durch die dicke
Linie 140 in Fig. 3 umrissen. Das aufgebrachte leitende Material ist im
Schnitt bei 145 erkennbar.
Fig. 4 ist eine Wiedergabe einer Spannungskontrastabbildung
eines Schnittes durch das aufgebrachte isolierende und das leitende Ma
terial, d. h. längs Linie ID-ID der Fig. 2D. Das aufgebrachte isolierende
Material 125 ist von den dicken Linien 150 und 155 umschlossen. Das auf
gebrachte leitende Material ist im Schnitt bei 160 sichtbar.
Das Beispiel demonstriert die Fähigkeit, einen Kontakt durch
eine Stromversorgungsebene oder Masseebene zu etablieren unter einer An
wendung einer Kombination aus Abtrag, Aufbringen von Isolatormaterial
gemäß der Erfindung und Aufbringen von leitendem Material. Solche Kon
taktstrukturen können verwendet werden für weitere Springerbildung, je
nach Bedarf. Das aufgebrachte Isolatormaterial bietet gute Isolation und
gute elektrische Werte, verifiziert durch volle 5 Volt-E-Strahlwellen
formen. Irgend welches merkbares Lecken von dem unteren Leiter zu der
Stromversorgungs- oder Masseebene würde zu Amplituden der gewonnenen
E-Strahlwellenformen von wesentlich weniger als 5 Volt führen.
Ein anderer Abschnitt der CMOS-Komponente mit zwei Metallni
veaus wurde verwendet zum Demonstrieren der Fähigkeit, einen Leiter des
oberen Niveaus (M2-Schicht) aufzuschneiden zum Freilegen eines Leiters
des unteren Niveaus (M1-Schicht), und die Leiter der oberen Schicht wie
der anzuschließen, während eine Isolatoraufbringung gemäß der Erfindung
angewandt wird zum Vermeiden unerwünschter elektrischer Verbindung zwi
schen Leitern. Fig. 5A zeigt schematisch die Anordnung von Leitern in
dem modifizierten Bereich. Zur Vereinfachung der Darstellung sind die
überlagerten SiO₂- und Si₃N₄-Schichten (beispielsweise Schichten 115 und
118 der Fig. 1A) nicht gezeigt. Bei 500 ist der M2-Leiter gezeigt, der
zu durchtrennen ist, um den M1-Leiter 505 freizulegen. Während die Kom
ponente in Betrieb ist, führt der M2-Leiter 510 das Signal "A", der M2-Leiter
500, der zu durchtrennen ist, führt das Signal "B", der M2-Leiter
515 führt Signal "C" und M1-Leiter 505 und M2-Leiter 520 führen Signal
"D". Die Leiter 505 und 520 sind über eine Durchkontaktierung verbunden,
die bei 525 angedeutet ist.
Zunächst wurde die Passivierung mittels FIB-Abtrag aus einem 4
µm × 2 µm Bereich des Leiters 500 entfernt, umrissen durch die gestri
chelten Linien bei 530 in Fig. 5A. Der Abtrag erfolgte mit einer Strahl
energie von 30 keV und Strom von 100 pA, wobei die Abtragrate verbessert
wurde durch lokale Injektion von dielektrikumbevorzugendem XeF2-Gas
während des Abtrags.
Ein Segment des Leiters 500 innerhalb der endpassivierten
Region wurde dann mittels FIB-Abtrag entfernt. Der Abtrag wurde ausge
führt mit einer Strahlenergie von 30 keV und einem Strom von 100 pA, wo
bei die Abtragrate verbessert wurde durch lokale Injektion von metallbe
vorzugendem C14-Gas während des Abtrags. Fig. 5B zeigt die freigelegten
Schnittenden des durchtrennten Leiters 500 bei 535 und 540. Der Abtrag
wurde fortgesetzt unter Injektion von dielektrikumbevorzugendem XeF2-Gas
zum Freilegen des M1-Leiters 505 in dem bei 545 umrissenen Bereich.
Ein 10 µm × 10 µm Flecken 550 aus Isolatormaterial wurde dann
aufgebracht zum Abdecken der freigelegten Abschnitte der Leiter 500 und
505, wie in Fig. 5C gezeigt. Das Isolatormaterial wurde gebildet durch
Freisetzen einer 1 : 1 Mischung von DBTS und CBr₄-Gas bei 3e-5 Torr Druck
auf einem lokal begrenzten Bereich der Komponentenoberfläche durch einen
10 cm langen Gasinjektor mit einem Innendurchmesser von 0,8 mm. Die
Spitze des Injektors wurde in einem Abstand von 0,5 mm von der Komponen
tenoberfläche gehalten. Andere Parameter des Isolatorauftrags waren wie
oben im Beispiel 1.1 beschrieben. Ein fokussierter Strahl von Gallium-Ionen
bei einer Energie von 15 keV und mit einem Strahlstrom von 250 pA
wurde über den abzudeckenden Bereich tasten gelassen, wenn das Gas
injiziert wurde.
Nach Aufbringen des Isolatormaterials wurde der Abtrag wieder
aufgenommen zum Erzeugen eines Loches 555 von 2 µm × 2 µm und eines
Loches 560 von 2 µm × 2 µm durch die Passivierung zum Freilegen des Lei
ters 500 nahe jedem seiner durchtrennten Enden. Der Abtrag erfolgte mit
einer Strahlenergie von 30 keV und mit einem Strahlstrom von 20 pA unter
lokal begrenzter Injektion von Gas, das den Abtrag von Dielektrikum be
günstigt. Eine Spannungskontrast-FIB-Abbildung der Komponente, gewonnen
nach dem Herstellen der Löcher 555 und 560, zeigte den Abschnitt des
Leiters 500 sichtbar durch Loch 560 wesentlich dunkler als den Abschnitt
des Leiters 500, sichtbar durch Loch 555; dies indiziert, daß der Ab
schnitt des Leiters 500, der durch das Loch 560 sichtbar war, elektrisch
"schwamm", und daß eine gute elektrische Isolierung zwischen den Ab
trennenden des Leiters 500 beibehalten wurde, sogar noch nach dem Auf
bringen des Isolatorfleckens 550. Die elektrische Isolation zwischen den
Abtrennenden des Leiters 500 wurde bestätigt durch überwachen des
Sekundär-Elektronen-Detektorsignals während des Abtrags. Eine Aufzeich
nung des Signals zeigte eine starke Amplitudenzunahme, wenn der Leiter
500 in Loch 555 exponiert wurde, und eine deutlich kleinere Amplituden
zunahme, wenn Leiter 500 im Loch 560 exponiert wurde. Die Differenz
zwischen den beiden Amplitudenzunahmen betrug etwa eine Größenordnung.
Leitendes Material wurde dann aufgebracht zum Füllen der
Löcher 555 und 560 und Bilden einer Brücke 565, die sich über den Iso
latorflecken 550 in elektrischem Kontakt mit dem Leiter 500 an jeder
Seite des durchtrennten Abschnitts erstreckt, wie in Fig. 5D gezeigt.
Nach Aufbringen der Metallbrücke wurde der Abtrag wieder auf
genommen zum Erzeugen eines Sondenloches 570 von 2 µm × 2 µm durch die
Passivierung zum Freilegen von Leiter 510, eines Sondenloches 575 von 2
µm × 2 µm durch die Passivierung zum Freilegen von Leiter 515 und eines
Sondenloches 580 von 2 µm × 2 µm durch die Passivierung zum Freilegen
von Leiter 520. Die Sondenlöcher wurden dann verwendet zum Verifizieren
elektrischer Eigenschaften des aufgebrachten Isolatormaterials.
Fig. 6 zeigt eine Serie von Signalen, gewonnen von der Probe
komponente vor und nach den oben beschriebenen Arbeitsgängen. Ein Satz
von Referenzsignalen wurde von der Probekomponente in ihrem Originalzu
stand gewonnen: Linie 600 ist das Referenzsignal "A" auf Leiter 510,
Linie 610 ist das Referenzsignal "B" auf Leiter 500, Linie 620 ist das
Referenzsignal "C" auf Leitung 515 und Linie 630 ist das Referenzsignal
"D" auf Leitung 520. Ein ähnlicher Satz von Signalen wurde von der Pro
bekomponente nach dem Durchtrennen und Wiederverbinden des Leiters 500
gewonnen: Linie 605 ist Signal "A", gewonnen am Sondenloch 570, Linie
615 ist Signal "B", gewonnen an der Brücke 565, Linie 625 ist Signal
"C", gewonnen am Sondenloch 575, und Linie 635 ist Signal "D", gewonnen
am Sondenloch 580. Die Vorher/Nachher-Signale stimmen in günstiger Weise
überein, was anzeigt, daß der aufgebrachte Isolatorflecken 550 gute
elektrische Isolation zwischen den Leitern 500 und 505 schafft, ohne
Einfluß auf die benachbarten Leiter.
Die Probekomponente wurde durch die Länge der Brücke 565
durchtrennt, wie durch Linie VII-VII in Fig. 5D angedeutet. Eine FIB-Ab
bildung der durchtrennten Komponente wurde gewonnen, von der die Linien
zeichnung in Fig. 7 wiedergegeben ist. Die Abbildung ist eine gekippte
perspektivische Ansicht. Die Abschnitte, die im Schnitt wiedergegeben
sind, umfassen den Leiter 505, den durchtrennten Leiter 500, isolierende
Bereiche 700 aus aufgewachsenem SiO₂, abgedeckt mit aufgebrachtem Isola
tormaterial, einen Bereich von aufgebrachtem Isolatormaterial 710 über
dem Leiter 505, und aufgebrachte Metallbrücke 565 bei 720. Die dicke Li
nie 730 unterteilt den Schnittabschnitt der FIB-Abbildung von dem oberen
Abschnitt der Abbildung, welche die obere Oberfläche der Komponente
zeigt. Sichtbar im oberen Abschnitt der Abbildung sind die obere Ober
fläche der Brücke 565 bei 740, die Kontur der Durchkontaktierung 525 und
das Sondenloch 580 mit einem freigelegten Abschnitt des Leiters 520. Der
Widerstand des aufgebrachten Isolatormaterials wurde abgeschätzt aus der
relativen Helligkeit der Leiter 505 und 500/520 in der FIB-Abbildung,
worin der Leiter 505 an Masse gelegt war und die Leiter 500/520 elek
trisch "schwammen". Die Abbildung wurde gewonnen mit einer FIB-Energie
von 30 keV und einem Strom von 5 pA. Zwar ist dies kein präziser In
dikator, doch wurde der Spannungskontrast zwischen den Leitern 505 und
500 konservativ auf 1 Volt abgeschätzt. Bei einem Strahlstrom von 5 pA
wurde der Widerstand des aufgebrachten Isolatormaterials abgeschätzt auf
1 Volt/5 pA = 200 Mω. Selbst ein so kleiner Spannungskontrast, wie
0,1 Volt, würde einen Widerstandswert von 0,1 Volt/5 pA = 20 MΩ er
geben. Der tatsächliche Widerstand wird als höher als 200 MΩ angenom
men und vielleicht bis zu 1 GΩ. Gleichgültig, welcher Widerstand tat
sächlich vorliegt, zeigen die Signale der Fig. 6 praktisch keine Signal
dämpfung unter Bedingungen, die man typischerweise bei der IC-Diagnose
antreffen würde.
Das Vorläufergasgemisch, verwendet für den FIB-unterstützten
Isolatorauftrag, kann ein Gemisch aus Ammoniumcarbonat (NH₃)₂CO₃) und
DBTS gemäß der Erfindung sein, anstatt das Vorläufergasgemisch von CBR₄
und DBTS, verwendet in den Beispielen 1.1 und 1.2. Zur Illustration die
nen die Beispiele 2.1-2.8. Material, aufgetragen unter Anwendung typi
scher Parameter (wie in Beispiel 2.1) wurde einer Auger-Spektroskopie
analyse unterworfen, welche zeigte, daß das aufgebrachte Material voll
ständig aus Silicium, Gallium und Sauerstoffatomen bestand. Gemäß Fig. 8
wird in jedem der Beispiele 2.1-2.8 ein Kissen 800 aus isolierendem
Material spezifizierter Abmessungen auf eine Teststruktur aufgebracht
mit Aluminium-Leitern 805 und 810 auf einer aufgewachsenen SiO₂-Schicht
815 und mit einem 1 µm Spalt 820 zwischen den Leitern 805 und 810. Die
Leiter 805 und 810 sind etwa 1 µm dick. Die Dicke 825 des aufgebrachten
Isolatormaterials oberhalb der Leiter ändert sich von Beispiel zu Bei
spiel. Der Widerstand zwischen den Leitern 805 und 810 wurde vor dem
Aufbringen des Kissens 800 und unter verschiedenen Spannungen nach Auf
bringen des Kissens 800 gemessen. In einigen Beispielen wurde die Test
struktur aufgeschnitten zum Messen der Querschnittsfläche des Kissens
800, und der spezifische Widerstand des aufgebrachten isolierenden
Materials wurde berechnet.
Ein Kissen 800 aus Isoliermaterial mit Abmessungen 6 µm × 6 µm
wurde bis zu einer Dicke von etwa 1,75 µm aufgebracht durch Richten ei
nes fokussierten Gallium-Ionen-Strahls von 250 pA Strahlstrom und 30 keV
Strahlenergie während 20 Minuten auf einen lokal begrenzten Bereich der
Komponentenoberfläche unter Zufuhr eines Vorläufergases von Ammonium
carbonat und DBTS im Mischungsverhältnis von 1 : 1 mittels eines 10 cm
langen Gasinjektors mit einem Innendurchmesser von 0,8 mm. Der Partial
druck jedes der Ammoniumcarbonat- und DBTS-Gase wurde auf 3e-5 Torr
Kammerdruck eingestellt (d. h. der Halter für jede Gasquelle wurde bei
einer Temperatur gehalten, welche 3e-5 Torr Kammerdruck erzeugen würde,
wenn das Gas von allein injiziert würde). Die Spitze des Injektors wurde
in einem Abstand von 0,5 mm von der Komponentenoberfläche gehalten. Die
Auftragrate des isolierenden Materials betrug etwa 3 µm³ pro Minute.
Für das aufgebrachte isolierende Material wurde ein spezi
fischer Widerstand über dem 1 µm Spalt von etwa 200 MΩ-cm berechnet.
Das aufgebrachte Kissen hatte beinahe vertikale Wandungen, geringes
überspritzen und gleichförmigen homogenen Auftrag.
Die Auftragparameter für dieses Beispiel waren dieselben wie
für Beispiel 2.1 mit der Ausnahme, daß der DBTS-Partialdruck auf 3e-5
Torr und der Ammoniumcarbonat-Partialdruck auf 2e-5 Torr eingestellt
wurden, was zu einem 3 : 2 Kammerdruck-Partialdruck-Verhältnis zwischen
den beiden Komponenten des Gasgemisches führt (mehr DBTS als Ammonium
carbonat).
Die Aufbringrate schien etwas größer zu sein als für Beispiel
2.1. Das aufgebrachte Material erschien in einer FIB-Abbildung von hel
lerem Kontrast als für Beispiel 2.1, was einen niedrigeren spezifischen
Widerstand nahelegt, als das in Beispiel 2.1 aufgebrachte Material. Für
das aufgebrachte isolierende Material wurde ein spezifischer Widerstand
über dem 1 µm Spalt von etwa 800 KΩ-cm berechnet.
Die Auftragparameter für dieses Beispiel waren dieselben wie
für Beispiel 2.1 mit der Ausnahme, daß der DBTS-Partialdruck auf 2e-5
Torr und der Ammoniumcarbonat-Partialdruck auf 3e-5 Torr eingestellt
wurden, was zu einem 2 : 3 Kammerdruck-Partialdruck-Verhältnis zwischen
den beiden Komponenten des Gasgemisches führt (weniger DBTS als Ammoni
umcarbonat).
Die Auftragrate schien viel niedriger zu sein als für Beispiel
2.1. Das aufgebrachte Material erschien in einer FIB-Abbildung von dunk
lerem Kontrast als für Beispiel 2.1, was einen höheren spezifischen Wi
derstand als das in Beispiel 2.1 aufgebrachte Material nahelegt. Für das
aufgebrachte isolierende Material wurde ein spezifischer Widerstand über
dem 1 µm Spalt von nicht weniger als 200 MΩ-cm berechnet. (Wider
standsmessungen ändern sich mit der angelegten Vorspannung. Mit einer
angelegten Vorspannung von 1 bis 10 Volt war der Leckstrom in der
Größenordnung von Zehnteln von pA. Es wird angenommen, daß ein Teil die
ses Leckstromes auf Lecken durch andere Pfade zurückzuführen ist als
durch den aufgebrachten Isolator, so daß angenommen wird, daß der tat
sächliche spezifische Widerstand des aufgebrachten Isolators größer ist
als der berechnete Wert. Der Eigenwiderstand zwischen den Leitern 805
und 810 der in Fig. 8 gezeigten Teststruktur ist typischerweise 400 GΩ
bis 500 GΩ vor dem Aufbringen und ohne Reinigung der Oberfläche von
möglichen Kontaminierungen durch FIB-Ätzen.)
Die Auftragparameter für dieses Beispiel waren dieselben wie
für Beispiel 2.1 mit der Ausnahme, daß der Abtastkasten 4 µm × 4 µm be
trug und die Auftragzeit 10 Minuten. Das Abtasten mit 250 pA Strahlstrom
über dem 4 µm × 4 µm Bereich ergab eine mittlere Strahlstromdichte von
15,6 pA/µm². (Jede 500-Zeilen-Abtastung des Bereichs wird in 30 ms aus
geführt, unabhängig von der spezifizierten Größe des Bereichs. Die
mittlere Strahlstromdichte wird definiert als das Verhältnis des augen
blicklichen Strahlstromes zu der Abtastfläche.).
Abgesehen von einem kleinen Materialrand, der rings um die
Peripherie des Bereichs abgelagert wurde, ätzte der FIB grundsätzlich
die Oberfläche der Teststruktur ohne Auftrag von isolierendem Material.
Die Auftragparamter für dieses Beispiel waren dieselben wie
für Beispiel 2.1 mit der Ausnahme, daß der Abtastkasten 10 µm × 10 µm
betrug und die Auftragzeit 10 Minuten. Das Abtasten mit 250 pA Strahl
strom über dem 10 µm × 10 µm Bereich ergibt eine mittlere Strahlstrom
dichte von 2,5 pA/µm². (Jeder 500-Zeilen-Abtastvorgang des Bereichs wird
in 30 ms ausgeführt, unabhängig von der spezifizierten Größe des
Bereichs.).
Die Dicke des 10 µm × 10 µm Kissens, das aufgebracht wurde,
wurde mit etwa 1/4 µm bis 1/3 µm geschätzt. Die Auftragrate des iso
lierenden Materials betrug etwa 2,5 µm³ pro Minute.
Ein Kissen 800 aus Isolatormaterial von 5 µm × 5 µm wurde bis
zu einer Dicke von etwa 2 µm aufgebracht durch Richten eines fokussier
ten Gallium-Ionen-Strahls von 250 pA Strahlstrom bei 30 keV Strahlener
gie während 10 Minuten auf einen lokal begrenzten Bereich, während ein
Vorläufergas von DBTS allein über einen 10 cm langen Gasinjektor zuge
führt wurde, der einen Innendurchmesser von 0,8 mm hat. Der Partialdruck
des DBTS-Gases wurde auf 2e-5 Torr Kammerdruck eingestellt. Die Spitze
des Injektors wurde in einem Abstand von 0,5 mm von der Komponentenober
fläche gehalten. Die Auftragrate des isolierenden Materials betrug etwa
5 µm³ pro Minute.
Das aufgebrachte Kissen wurde als schneller wachsend als in
Beispielen 2.1-2.5 beobachtet (d. h. schneller als mit einem Gemisch
von DBTS und Ammonium-Carbonat-Gas). Das aufgebrachte Material erschien
in einer FIB-Abbildung von hellerem Kontrast als für die Beispiele 2.1 -
2.5, was einen niedrigeren spezifischen Widerstand nahelegt als bei dem
Material, das in den Beispielen 2.1-2.5 aufgebracht wurde. Für das
aufgebrachte isolierende Material wurde ein spezifischer Widerstand über
dem 1 µm Spalt von etwa 100 KΩ-cm bis 200 KΩ-cm berechnet.
Experimente unter Verwendung eines Gemisches von DBTS und
Ammoniumcarbonat, wobei jedes Gas des Gemisches auf einen Partialdruck
von 1,5e-5 Torr gesetzt wurde (anstatt auf 3e-5 Torr, wie im Beispiel
2.1), legen nahe, daß sich nur die wirksame Aufbringrate verändert, wo
mit der maximale Strahlstrom begrenzt wird, der für einen gegebenen Iso
latorauftragarbeitsgang verwendet werden konnte.
Versuche unter Verwendung eines Gemisches von DTBS und Ammoni
umcarbonat wurden ausgeführt, um ein Sondenkissen zu schaffen für das
Durchführen eines Signalleiters durch eine Stromversorgungsebene, wie in
Fig. 1A-1D und 2A-2D dargestellt. In einem solchen Versuch wurde das
isolierende Material 125 aufgebracht unter Anwendung eines Gallium-Ionen-FIB
und eines 1 : 1 Verhältnisses von DTBS zum Ammoniumcarbonat,
eine Öffnung 130 wurde eingebracht und ein leitendes Material 135 wurde
aufgebracht, welches Metall und Kohlenstoff enthielt. Ein Defekt in dem
aufgebrachten leitenden Material 135 führte dazu, daß es heftig explo
dierte, wenn Spannung angelegt wurde, unter Hinterlassung des isolieren
den Materials 125 an Ort und Stelle. Nachfolgende Untersuchung ergab
keine Beschädigung an dem aufgebrachten isolierenden Material, was ver
muten läßt, daß das aufgebrachte isolierende Material recht hart ist und
physischen Belastungen standhalten kann. Auch andere Anscheinsbeweise
liegen vor.
Versuche wurden auch ausgeführt, bei denen ein Gemisch von
DBTS und Ammoniumcarbonat mit einem Ga-Ionen-FIB verwendet wurde zum
Aufbringen von isolierendem Material über leitendem Material, das vorher
aufgebracht wurde unter Verwendung eines Ga-Ionen-FIB. Solches leitendes
Material enthält typischerweise Metall und Kohlenstoff mit einem Metall
gehalt von weniger als 50% und reagiert auf einen angelegten FIB als
wäre es weich und amorph und durch Demonstrieren von erhöhtem elektri
schen Widerstand. Zum Minimieren der Beschädigung solches leitenden Ma
terials während des Aufbringens von isolierendem Material ist es zweck
mäßig, zuerst über dem leitenden Material eine dünne Schicht von isolie
rendem Material bei niedriger mittlerer Strahlstromdichte aufzubringen
(beispielsweise wie in Beispiel 2.5), bevor isolierendes Material mit
einer höheren mittleren Strahlstromdichte aufgebracht wird (beispiels
weise wie in Beispiel 2.1).
Parameter, die den Isolatorauftragprozeß mit einem Gemisch von
DBTS und Ammoniumcarbonat beeinflussen, werden wie folgt zusammengefaßt:
Mittlere Strahlstromdichte. Der Materialauftrag erscheint opti miert zu sein in Ausdrücken der Isolationsqualität und der Auftragrate bei einer mittleren Strahlstromdichte zwischen 3 pA/µm² und 5 pA/µm² mit einem akzeptablen Bereich zwischen 1 pA/µm² und 15 pA/µm². Beim über schreiten von 15 pA/µm² ergibt sich kein Nettoauftrag, sondern statt dessen ein Ätzen durch den FIB. Unter 1 pA/µm² ist der Auftragprozeß prohi bitiv langsam und führt auch zu mehr implantierten Gallium-Ionen pro µm³, womit der wirksame Widerstand des aufgebrachten Materials herab gesetzt wird.
Mittlere Strahlstromdichte. Der Materialauftrag erscheint opti miert zu sein in Ausdrücken der Isolationsqualität und der Auftragrate bei einer mittleren Strahlstromdichte zwischen 3 pA/µm² und 5 pA/µm² mit einem akzeptablen Bereich zwischen 1 pA/µm² und 15 pA/µm². Beim über schreiten von 15 pA/µm² ergibt sich kein Nettoauftrag, sondern statt dessen ein Ätzen durch den FIB. Unter 1 pA/µm² ist der Auftragprozeß prohi bitiv langsam und führt auch zu mehr implantierten Gallium-Ionen pro µm³, womit der wirksame Widerstand des aufgebrachten Materials herab gesetzt wird.
Absolute und relative Gasdrücke. Der Materialauftrag erscheint
optimiert zu sein mit dem Partialdruck jedes Gases DBTS und Ammonium
carbonat, eingestellt auf 3e-5 Torr, vorausgesetzt, ein 1 : 1 Partial
druck-Verhältnis von DBTS zu Ammoniumcarbonat.
Der Auftrag unter Verwendung eines DBTS/Ammoniumcarbonat-Par
tialdruck-Verhältnisses von 3 : 2 erzeugte ein Muster mit Qualitäten, die
sich jenen einer Probe näherten, aufgebracht mit DBTS allein, d. h. im
relativen Kontrast in einem FIB-Abbild heller erscheinend und mit
schlechteren Isolationscharakteristiken. Der Auftrag unter Verwendung
eines DBTS/Ammoniumcarbonat-Partialdruck-Verhältnisses von 2 : 3 erzeugte
eine Probe mit einem niedrigen relativen Kontrast in einer FIB-Abbildung
und mit guter Isolationsqualität, doch war die Gesamtauftragrate propor
tional langsamer als mit einem 1 : 1 Partialdruck-Verhältnis. Ein 1 : 1-Par
tialdruck-Verhältnis bietet eine optimale Auftragrate mit einem Isolator
guter Qualität.
Messungen des spezifischen Widerstandes. Fig. 9 zeigt das
Verhältnis zwischen dem spezifischen Widerstand (MΩ-cm) und angelegter
Vorspannung (Volt/µm) für zwei Isolatorproben von 6 µm × 6 µm, aufge
bracht wie in Beispiel 2.1 über einem 1 Micron (µm) Spalt zwischen zwei
Aluminiumspuren bis zu einer Dicke von etwa 1,5 µm. Für jede Probe wurde
ein erster Satz von Messungen vorgenommen (Kurve 900 für die erste
Probe, Kurve 910 für die zweite Probe), und die Vorspannung wurde bei 20
Volt während 2 Minuten gehalten, und dann wurde ein zweiter Satz von
Messungen vorgenommen (Kurve 905 für die erste Probe, Kurve 915 für die
zweite Probe). Die Werte des spezifischen Widerstandes von 200 MΩ-cm
sind typisch. Werte, erhalten mit diesen und anderen Proben, reichen von
etwa 100 MΩ-cm bis etwa 300 MΩ-cm. Der Absolutwert des Widerstandes,
gemessen für die Geometrie der aufgebrachten Proben, betrug etwa 200
GigOhm (GΩ). Da der Test-IC einen Eigenwiderstand von etwa 400 GΩ
bis 500 GΩ zwischen den Leitern vor dem Aufbringen des isolierenden
Materials aufweist, wird angenommen, daß die berechneten Werte des spe
zifischen Widerstandes niedriger sind als der tatsächliche spezifische
Widerstand des aufgebrachten isolierenden Materials. Es scheint, daß für
spezifische Anwendungen die Qualität des aufgebrachten Isolators aufge
wogen werden kann gegen die Auftragrate durch Einstellen des Verhält
nisses von DBTS zu Ammoniumcarbonat und/oder des Strahlstroms. Das Er
hitzen des aufgebrachten isolierenden Materials für eine Zeitperiode
(siehe unten) verbessert erheblich seine Isolationsfähigkeiten und führt
zu einem anderen Verfahren zum Verbessern der Qualität des Isolators,
während eine maximale Auftragrate beibehalten wird.
Maximales Durchschlagfeld. Dutzende von Proben, aufgebracht
über einem 1 µm Spalt, wurden getestet mit bis zu 40 Volt Potential
darüber angelegt, ohne irgend einen Probendurchbruch. Zwei Proben wurden
bis zum Durchbruch getestet, von denen eine ausgebacken wurde (siehe
unten) und die andere nicht. Beide Proben waren stabil bis zu einer an
gelegten Spannung von 90 Volt, und der Durchbruch beider Proben erfolgt
zwischen 90 Volt und 100 Volt. Dies entspricht einem Durchbruchsfeld
von 90 Millionen Volt pro Meter.
Effektive volumetrische Aufbringraten. Eine mittlere Strahl
stromdichte von 1 pA/µm² bis 10 pA/µm² und ein 1 : 1 Gasdruckverhältnis
mit einem Systemdruck von 3e-5 Torr führt zu einer Aufbringrate von etwa
2 µm³/Minute bis zu mehr als 15 µm³/Minute. Dies wurde über Probengrößen
von 6 µm × 6 µm bei einem Strahlstrom von 250 pA bis 70 µm × 70 µm bei
einem Strahlstrom von 6.000 pA verifiziert. Proben ließ man aufwachsen
mit Dicken von 0,5 µm bis 4 µm ohne eine Indikation, daß nicht auch
dickere Proben in längerer Zeit aufwachsen könnten. Ein typischer Auf
trag für elektrische Analyse kann die Anwendung eines 260 pA Strahl
stromes sein während 20 Minuten über einer 6 µm × 24 µm Probengröße, was
zu einer aufgebrachten Materialdicke von etwa 1,7 µm führt.
Wirkung des Ausbackens einer aufgebrachten Isolatorprobe.
Nachdem eine Probe aufgebracht worden ist und ihr charakteristischer
Widerstand gemessen wurde, wurden die Wirkungen des Ausbackens der Probe
in einem atmosphärischen Ofen untersucht. Es ist wiederholt demonstriert
worden, daß das Aufheizen der Probe auf eine Temperatur oberhalb 100°C
zu einer Zunahme des spezifischen Widerstandes der Proben um das 2- bis
5-fache gegenüber dem Zustand vor dem Ausbacken führt. Fig. 10 zeigt den
Widerstand von zwei identischen 6 µm × 12 µm Proben in GΩ über Volt/µm,
gemessen vor und nach dem Ausbacken bei 150°C während 5 Stunden. Kurven
1000 und 1005 zeigen die gemessenen Widerstände der ersten bzw. zweiten
Probe vor dem Ausbacken. Die Kurven 1010 bzw. 1015 zeigen die gemessenen
Widerstände der ersten bzw. zweiten Probe nach dem Ausbacken. Der Wider
stand verbesserte sich geringfügig mehr, wenn die Ausbacktemperatur auf
150°C angehoben wird gegenüber einer etwas niedrigeren Temperatur ober
halb 100°C. Das Ausbacken über mehr als 5 Stunden scheint keine weitere
Verbesserung des Widerstandes mit sich zu bringen. Es wird angenommen,
daß im wesentlichen dieselben Resultate mit weniger als 5 Stunden Aus
backzeit erreicht werden können. Von dem Ausbacken wird erwartet, daß es
die Herstellung einer dauerhafteren Probe begünstigt, die besser weitere
Bearbeitung in der konventionellen Halbleiterindustrie beim Testen und
in den Herstellungsanlagen widersteht.
Beweis des Konzepts der Isolatorqualität. Als ein funktioneller
Test des Isolatormaterials wurde der Isolatorprozeß in Verbindung mit
anderen FIB-Prozessen des Aufbringens von metallenthaltenden leitendem
Material und halogenbegünstigtem Ätzen verwendet, um Zugang zu einer
Metallspur zu gewinnen, die unter einer Stromversorgungsebene liegt, wie
in Fig. 1A-1D und 2A-2D illustriert. Der gemessene Widerstand zwischen
dem Signalleiter und der Stromversorgungsebene wurde mit 80 GΩ bei 1
Volt angelegtem Potential bis 1 GΩ bei angelegtem 12 Volt Potential
bestimmt, wie in Fig. 11 gezeigt. Die Probe brach nicht bei 12 Volt zu
sammen. Es war erforderlich, einen Schutz gegen Streustrompfade über der
Oberfläche der Komponente vorzusehen, um genau den Widerstand des aufge
brachten Isolatormaterials zu messen. Zu diesem Zweck war es zweckmäßig,
irgend welche freigelegten Bereiche nahe diesem Betriebsbereich zu
"überkappen" (lokales Repassivieren mit Isolatormaterial), welches der
Abfuhr von angelegter Meßspannung hätte dienen können.
Tabelle 1 ist eine Zusammenfassung der brauchbaren Bereiche
und optimalen/typischen Werte für FIB-unterstützten Auftrag von isolie
rendem Material unter Verwendung eines injizierten Vorläufergasgemischs
von DBTS und Ammoniumcarbonat.
Die oben beschriebene Isolatoraufbringtechnik kann auf zahl
reiche Arten modifiziert werden. Die unten beschriebenen Modifikationen
schließen einander nicht gegenseitig aus.
Die Komponenten in einem sauerstoffreichen Gas (beispiels
weise in Luft) ausgebacken werden, um den spezifischen Widerstand des
aufgebrachten Isolatormaterials zu verbessern. Der verbesserte spezi
fische Widerstand wird auf das Einfangen freier Gallium-Ionen in dem
aufgebrachten Material zurückgeführt mit Sauerstoffatomen und/oder
Halogenatomen. Das Ausbacken erfolgt bei einer Temperatur oberhalb der
Raumtemperatur, beispielsweise oberhalb 25°C.
Das Verhältnis der Gase in der injizierten Mischung kann geän
dert werden. Beispielsweise hat sich das Verhältnis von CBR₄ zu DBTS von
zwischen etwa 1 : 1 und etwa 1 : 2 als gut brauchbar erwiesen, und ein Be
reich von 1 : 10 bis 10 : 1 wird als noch brauchbar angesehen.
Die Gase brauchen nicht in einem Plenum gemischt und als
Mischung injiziert zu werden aus einer einzigen Nadel, wie in den vor
beschriebenen Beispielen, sondern können unabhängig injiziert werden
durch getrennte Nadeln, die so gerichtet sind, daß sich ein Gasgemisch
auf oder nahe der Oberfläche in dem lokal begrenzten Bereich ergibt,
über welchem der FIB abtastet.
Die mittlere Strahlstromdichte kann geändert werden. Ein Vor
teil der Verwendung niedrigerer mittlerer Strahlstromdichte für das Auf
bringen von Isolatormaterial besteht darin, daß das Verhältnis der Menge
an Gas zur Anzahl der einlaufenden Gallium-Ionen höher ist. Es wird an
genommen, daß weniger Gallium-Ionen pro Gasvolumen zu einer niedrigeren
Anzahl von Gallium-Ionen in dem aufgebrachten Material führt, welche
nicht gebunden (elektrisch neutralisiert) durch das reaktive Gas sind
und deshalb ein aufgebrachtes Isolatormaterial erzeugen, das einen
höheren spezifischen Widerstand besitzt. Der einzige anscheinende Nach
teil der Verwendung niedrigerer mittlerer Strahlströme ist, daß die Auf
tragrate niedriger ist als für mittlere höhere Strahlstromdichte. Mitt
lere Strahlstromdichten im Bereich von etwa 1 pA/µm² bis etwa 100 pA/µm²
werden als im Rahmen der vorliegenden Erfindung liegend angesehen.
Die Strahlenergie kann abgewandelt werden. Es ist demonstriert
worden, daß hohe Strahlenergie zu niedrigem spezifischen Widerstand des
aufgetragenen Materials führt. Strahlenergien im Bereich von 5 keV bis
40 keV werden als im Rahmen der vorliegenden Erfindung liegend ange
sehen.
Es scheint aus der Untersuchung von FIB-Querschnittsabbil
dungen, daß das Aufbringen eines Isolatormaterials unter Verwendung
eines Gemisches von DBTS-Gas und CBR₄-Gas mit einem Gallium-Ionen-Strahl
wirksamer sein kann, wenn der Auftrag über einem Bereich von aufge
wachsenem SiO₂ begonnen wird anstatt über einem Bereich von augewachse
nem Si₃N₄. Es wird angenommen, daß dies deshalb so ist, weil das aufge
wachsene SiO₂ als ein Keim für weiteren SiOx-Auftrag dient. Der Auftrag
prozeß kann demgemäß verbessert werden durch Abtrag der aufgewachsenen
Si₃N₄-Passivierungsschicht zum Freilegen des aufgewachsenen SiO₂ in ei
nem Bereich, auf welchem Isolatormaterial aufzutragen ist, bevor mit dem
Auftrag des Isolators begonnen wird. Die Isolationsqualität des Materi
als, aufgebracht unter Verwendung von Ammoniumcarbonat und DBTS, scheint
nicht von dem Substrat abhängig zu sein.
Claims (14)
1. Ein Verfahren zum Aufbringen von Material auf einen inte
grierten Schaltkreis, umfassend:
- a. Plazieren eines integrierten Schaltkreises in einer Vakuum kammer,
- b. Einwirkenlassen auf einen lokal begrenzten Oberflächenbereich des integrierten Schaltkreises, wo Isolatormaterial aufzubringen ist, eines ersten Gases, enthaltend Moleküle einer dissoziierbaren Verbindung, umfassend Atome von Silicium und Sauerstoff, und eines zweiten Gases, enthaltend Moleküle einer Verbindung, die mit Metallionen reagiert,
- c. Erzeugen eines fokussierten Ionenstrahles mit Metallionen hin reichender Energie, um die Moleküle des ersten Gases zu dissozi ieren, und
- d. Richten des fokussierten Ionenstrahls auf den lokal begrenzten Oberflächenbereich zur Dissoziierung von Molekülen des ersten Gases und dadurch Niederschlag auf zumindest einem Teil des lokal be grenzten Oberflächenbereichs eines Materials, das Atome von Silicium und Sauerstoff enthält.
2. Das Verfahren nach Anspruch 1, bei dem die dissoziierbare
Verbindung ferner Atome von Kohlenstoff und Wasserstoff umfaßt.
3. Das Verfahren nach Anspruch 1, bei dem die dissoziierbare
Verbindung Di-t-butoxydiacetoxysilan (DBTS) umfaßt.
4. Das Verfahren nach Anspruch 3, bei dem die dissoziierbare Ver
bindung eines von Tetrabrom-Kohlenstoffen (CBr₄) oder Ammoniumcarbonat
(NH₃)₂CO₃) umfaßt.
5. Das Verfahren nach Anspruch 3, bei dem die dissoziierbare Ver
bindung Ammoniumcarbonat (NH₃)₂CO₃) umfaßt, und bei dem der fokussierte
Ionenstrahl über den lokal begrenzten Oberflächenbereich mit einer
mittleren Strahlstromdichte von etwa 1 pA/µm² bis etwa 15 pA/µm² tastet.
6. Das Verfahren nach Anspruch 5, bei dem der Gesamtgasdruck in
der Vakuumkammer des ersten Gases und des zweiten Gases zwischen etwa
1,5 × 10-5 Torr und etwa 3,5 × 10-5 Torr liegt.
7. Das Verfahren nach Anspruch 6, bei dem das Gaspartialdruckver
hältnis des ersten Gases zu dem zweiten Gas zwischen etwa 2 : 3 und etwa
3 : 2 liegt.
8. Das Verfahren nach Anspruch 6, bei dem das Gaspartialdruckver
hältnis des ersten Gases zu dem zweiten Gas 1 : 1 ist.
9. Das Verfahren nach Anspruch 1, bei dem die reaktive Verbindung
ein Halid umfaßt.
10. Das Verfahren nach Anspruch 9, bei dem das Halid Tetrabrom-Kohlenstoff
umfaßt (CBr₄).
11. Das Verfahren nach Anspruch 1, bei dem die dissoziierbare
Verbindung Di-t-butoxydiacetoxysilan (DBTS) umfaßt, bei dem ein Halid
Tetrabrom-Kohlenstoff (CBr₄) umfaßt, bei dem das Gaspartialdruckverhält
nis von Tetrabrom-Kohlenstoff zu Di-t-butoxydiacetoxysilan zwischen etwa
1 : 1 und etwa 1 : 2 liegt, und bei dem die Energie der Metallionen zwischen
5 keV und etwa 40 keV liegt.
12. Das Verfahren nach Anspruch 1, ferner umfassend den Schritt
des Ausbackens des integrierten Schaltkreises bei einer Temperatur
oberhalb 25°C.
13. Das Verfahren nach Anspruch 1, bei dem die Metallionen eine
Energie im Bereich von 5 keV bis 40 keV haben.
14. Das Verfahren nach Anspruch 1, beim dem der fokussierte Ionen
strahl aus einer Flüssigmetallionenquelle von Gallium-Ionen erzeugt
wird.
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