DE19617010C1 - Drehgelenk für einen Armfensterheber eines Kraftfahrzeugs - Google Patents
Drehgelenk für einen Armfensterheber eines KraftfahrzeugsInfo
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-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E05—LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
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Description
Die Erfindung betrifft ein Drehgelenk für einen Armfensterheber eines Kraftfahrzeugs gemäß
dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Ein gattungsgemäßes Drehgelenk für einen Kreuzarmfensterheber ist aus DE 36 06 902 C2
bekannt. Es ist im wesentlichen gebildet aus einer Lageröffnung des einen Arms des
Kreuzarmfensterhebers und einer darin eingegreifenden kreisrunden, topfartigen
Durchstellung des zweiten Arms. Dieser zweite Arm besteht aus zwei Armteilen, die über die
Durchstellung drehfest miteinander in Verbindung stehen, wobei die Durchstellungshöhe des
ersten Arms wenigstens die Höhe des zweiten Arms aufweisen soll, in dem die Lageröffnung
angeordnet ist. Die Verbindung der Durchstellung mit dem flach aufliegenden zweiten
Armteil kann beispielsweise durch Schweißen hergestellt werden.
Darüber hinaus sind an wenigstens einer der beiden Seiten des ringförmigen Lagerbereichs
des ersten Hebelarms Fettaschen vorgesehen die vor dem Zusammenbau des
Hebelkreuzes mit Fett gefüllt werden und eine hinreichend lang andauernde Schmierwirkung
gewährleisten sollen. Im allgemeinen sind solche Fettaschen in Form von Waffelprägungen
ausgebildet.
Es hat sich jedoch gezeigt, daß das Schmiermittel relativ schnell von den hochbelastenden
radialen Lagerflächen heraus gedrückt wird, die dann trocken laufen. Dadurch erhöht sich
der Verschleiß beträchtlich, was zu einer herabgesetzten Lebensdauer des Fensterhebers
sowie zu Funktionsstörungen führen kann.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, ein Drehgelenk für einen
Armfensterheber zu entwickeln, das gegenüber dem bekannten Stand der Technik
wesentlich verbesserte Dauerschmiereigenschaften aufweist, jedoch keinen höheren
Herstellungs- oder Materialaufwand erfordert.
Diese Aufgabe wird bei dem gattungsgemäßen Gelenk mit
den Merkmalen des Kennzeichens des Patentanspruchs 1 gelöst.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch eine Kombination von zueinander beweglichen
und dabei zeitweise sich teilweise überdeckenden Schmiermittelreservoiren gelöst. Während
die einen Reservoire im Bereich der radial belasteten Lagerflächen angeordnet sind,
befinden sich die anderen Reservoire im Bereich der axial belasteten Lagerflächen. So wird
sichergestellt, daß Schmiermittel, welches während des Betriebs von den hochbelasteten
radialen Lagerflächen in den Bereich der axialen Lagerflächen verdrängt wird, sich in den
Reservoiren des axialen Lagerbereichs sammeln kann, um beim Überstreichen der
Reservoire wieder teilweise in die Reservoire des radialen Lagerbereichs zurückgeführt zu
werden. Beim Rücktransport des Schmiermittels spielen die quer zur Umfangsrichtung
verlaufenden Flanken der Fettaschen eine entscheidende Rolle. Das zurückgeführte
Schmiermittel wird während des Betriebs des Armfensterhebers wieder auf den radial
belastenden Lagerflächen verteilt.
Dauertests haben überraschenderweise gezeigt, daß sich bei Anwendung der Erfindung die
Standzeit des Drehgelenks etwa verdreifachen läßt.
Die Schmiermittelreservoire des radialen Lagerbereichs werden in der Kontur
der Lageröffnung des Antriebshebels in Form von Nuten ausgebildet, die höchstens 20%
der Lagerfläche einnehmen sollten. Die Schmiermittelreservoire des axialen Lagerbereichs
sind in Form länglicher Taschen in einem Teil oder in beiden Teilen des
Führungshebels geprägt wobei die der Drehachse zugewandten Enden der länglichen
Taschen bis in den Radius der Nuten hineinreichen.
Natürlich können die Nuten auch in der radialen Lagerfläche der Topfprägung des
zweitteiligen Führungshebels und die länglichen Taschen in der axialen Lagerfläche des
Antriebshebels eingearbeitet sein.
Die für die erfindungsgemäße Wirkung der Erfindung notwendige Überlappung der Fettnuten
und Fettaschen wird am besten dadurch sichergestellt, daß ihre Anzahl mindestens dem
Verhältnis von 360°/α entspricht, wobei α der Winkel ist, den die Hebel beim Durchfahren
eines vollständigen Scheibenhubes zueinander ausführen. Gleichzeitig sollten die Nuten und
Taschen gleichmäßig am Umfang verteilt sein.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels sowie der dargestellten
Figuren näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 Schematische perspektivische Darstellung der an der Bildung des Drehgelenks
beteiligten Hebel;
Fig. 2 Schnittdarstellung des Drehgelenk;
Fig. 3 Beispiel für einen Armfensterheber mit erfindungsgemäß gestaltetem Drehgelenk.
Das in den Fig. 1 und 2 dargestellte Ausführungsbeispiel zeigt nur eine von mehreren
möglichen konstruktiven Varianten, worauf voranstehend bereits hingewiesen wurde. So
können beispielsweise Form, Lage und Anzahl der Schmiermittelreservoire stark variieren,
wie auch die Verwendung von nur einer Topfprägung, die die Lageröffnung vollkommen
durchragt, möglich ist.
Gemäß dem vorliegenden Beispiel wird das Drehgelenk im wesentlichen gebildet von der
Lageröffnung 20 des Antriebshebels 2 und den beiderseits darin eingreifenden
Topfprägungen 30 der beiden Teile 3a, 3b des Führungshebels 3. Über die Schweißpunkte
34 sind die Teile 3a, 3b drehfest miteinander verbunden.
In der radialen Lagerfläche 200 der Lageröffnung 20 sind drei um 120° versetzte Nuten 21
angeordnet, die zur Aufnahme von Schmiermittel dienen. Daran schließt sich die axiale
Lagerfläche 22 an, deren Oberflächenstruktur als Waffelprägung 220 ausgebildet ist, um
Raum zum Lagern von Schmiermittel zu schaffen.
In den an die Topfprägungen 30 der beiden Armteile 3a, 3b sich anschließende axiale
Lagerfläche 32 sind jeweils zwei um 180° versetzte Fettaschen 31 eingearbeitet, die, wenn
die beiden Teile 3a, 3b miteinander verbunden sind, zur benachbarten Fettasche 31 jeweils
einen Winkelabstand von 90° einnehmen. Die Fettaschen 31 sind während des
Prägevorganges der Teile 3a, 3b erzeugt worden und besitzen eine längliche Form mit
radialer Erstreckung. Ihre der Drehachse 10 zugewandten Enden reichen bis in den
Radienbereich hinein, in dem die Fettnuten 21 des Antriebshebels 2 liegen, so daß es bei
einer Schwenkbewegung der Hebel 2, 3 zu einer teilweisen Überdeckung der
Schmiermittelreservoire 21, 31 kommen kann. Fett, daß in die Fettaschen 31 von den
angrenzenden axialen Lagerflächen 22 aufgenommen worden ist, wird bei einer
Schwenkbewegung von den seitlichen, quer zur Umfangsrichtung verlaufenden Flanken der
Fettaschen 31 in Richtung der Fettnuten 21 geführt und dort eingetragen. Dadurch kann die
infolge der hohen radialen Lagerkräfte auftretende Schmiermittelverdrängung wieder
ausgeglichen werden.
Fig. 3 zeigt lediglich der Vollständigkeitshalber einen Armfensterheber mit einem
erfindungsgemäßen Drehgelenk 1, dessen Führungshebel 3 an seinen Enden
Befestigungsstellen 33 aufweisen. Der Antriebshebel 2 ist fest mit einem Zahnsegment 4
verbunden, das mit einem (nicht dargestellten) Ritzel einer aus Getriebe 6 und Motor 7
bestehenden Antriebseinheit kämmt. Das Hebersystem wird von einer Grundplatte 5
getragen.
Bezugszeichenliste
1 Drehgelenk
10 Drehachse
2 Antriebshebel
20 Öffnung
21 Nuten zur Fettaufnahme
22 axialgerichtete Lagerfläche
23 Lageröffnung
200 radiale Lagerfläche
220 Waffelprägung
3 Führungshebel
3a Teil des Führungshebels
3b Teil des Führungshebels
30 Topfprägung
31 Taschen zur Fettaufnahme
32 axialgerichtete Lagerflächen
33 Befestigungsstelle
34 Schweißpunkt
300 radiale Lagerfläche
4 Zahnsegment
5 Grundplatte
6 Getriebe
7 Motor
10 Drehachse
2 Antriebshebel
20 Öffnung
21 Nuten zur Fettaufnahme
22 axialgerichtete Lagerfläche
23 Lageröffnung
200 radiale Lagerfläche
220 Waffelprägung
3 Führungshebel
3a Teil des Führungshebels
3b Teil des Führungshebels
30 Topfprägung
31 Taschen zur Fettaufnahme
32 axialgerichtete Lagerflächen
33 Befestigungsstelle
34 Schweißpunkt
300 radiale Lagerfläche
4 Zahnsegment
5 Grundplatte
6 Getriebe
7 Motor
Claims (3)
1. Drehgelenk für einen Armfensterheber eines Kraftfahrzeugs, das gebildet ist von einer
Lageröffnung in einem Antriebshebel und von wenigstens einer Topfprägung in einem
zweiteiligen Führungshebel, die in die genannte Lageröffnung eingreift, wobei die beiden
Teile des Führungshebels über die Topfprägung miteinander drehfest verbunden sind,
sowie unter Verwendung von Schmiermittelreservoiren, die an die Reibflächen des
Drehgelenks angrenzen,
dadurch gekennzeichnet, daß in einer Kontur im Bereich der
Lageröffnung des Antriebshebels und/oder der Topfprägung Nuten und in wenigstens einer der axial gerichteten
Lagerflächen des Führungshebels länglich ausgebildete Taschen zur Aufnahme des
Schmiermittels vorgesehen sind, wobei sich die Taschen weitestgehend radial über die
axial gerichtete Lagerfläche erstrecken und mit ihren der Drehachse zugewandten
Endbereichen die Nuten des Antriebshebels bei einer Schwenkbewegung der Hebel
zueinander überstreichen.
2. Drehgelenk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzahl der Nuten und
Taschen mindestens dem Verhältnis von 360°/α entspricht, wobei α dem
Schwenkwinkel der Hebel entspricht, den diese beim Durchfahren eines vollständigen
Scheibenhubs ausführen, und daß die Nuten und Taschen gleichmäßig um die
Drehachse angeordnet sind.
3. Drehgelenk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die axial gerichteten
Lagerflächen des Antriebshebels eine zur Aufnahme des Schmiermittels geeignete
Oberflächenstruktur besitzen, insbesondere eine Waffelprägung.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996117010 DE19617010C1 (de) | 1996-04-27 | 1996-04-27 | Drehgelenk für einen Armfensterheber eines Kraftfahrzeugs |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996117010 DE19617010C1 (de) | 1996-04-27 | 1996-04-27 | Drehgelenk für einen Armfensterheber eines Kraftfahrzeugs |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19617010C1 true DE19617010C1 (de) | 1997-06-19 |
Family
ID=7792720
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1996117010 Expired - Fee Related DE19617010C1 (de) | 1996-04-27 | 1996-04-27 | Drehgelenk für einen Armfensterheber eines Kraftfahrzeugs |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19617010C1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1331344A3 (de) * | 2002-01-28 | 2006-12-20 | Fuji Jukogyo Kabushiki Kaisha | Fensterheber |
| CN105133990A (zh) * | 2015-09-07 | 2015-12-09 | 芜湖莫森泰克汽车科技有限公司 | 一种改进型汽车叉臂式电动玻璃升降器的平衡臂 |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3609902C2 (de) * | 1986-03-24 | 1988-12-22 | Ulrich Prof. 4000 Duesseldorf De Reif |
-
1996
- 1996-04-27 DE DE1996117010 patent/DE19617010C1/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3609902C2 (de) * | 1986-03-24 | 1988-12-22 | Ulrich Prof. 4000 Duesseldorf De Reif |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1331344A3 (de) * | 2002-01-28 | 2006-12-20 | Fuji Jukogyo Kabushiki Kaisha | Fensterheber |
| CN105133990A (zh) * | 2015-09-07 | 2015-12-09 | 芜湖莫森泰克汽车科技有限公司 | 一种改进型汽车叉臂式电动玻璃升降器的平衡臂 |
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|---|---|---|---|
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