DE1961785B2 - Wasserunlösliche Disazodispersionsfarbstoffe und ihre Verwendung zum Färben von synthetischen Textilmaterialien - Google Patents
Wasserunlösliche Disazodispersionsfarbstoffe und ihre Verwendung zum Färben von synthetischen TextilmaterialienInfo
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Description
wobei der Benzolring B durch Niederalkyl, Niederalkoxy, Cyano, Chlor oder Brom substituiert sein
kann,
E einen Rest der Formel
2(1
HO
oder einen Rest einer Kupplungskomponente der Phenol-, Naphthol-, Acylacetarylamid- oder 5-Pyrazolonreihe
darstellt, die in der Beschreibung exakt bezeichnet sind,
Z Wasserstoff oder Niederalkyl, Hydroxyäthyl, Cyclohexyl, Benzyl, Phenyl, p-Methoxyphenyl oder
y-Methoxypropyl darstellt,
T1 Wasserstoff oder Hydroxyl, Niederalkyl, Cyano, Phenyl, Carbomethoxy, Carboäthoxy, Aminocarbonyl,
N,N-Di-(äthyl)-aminocarbonyl, N-Phenylaminocarbony 1 oder Piperidin-1 -carbonyl darstellt und
T2 Wasserstoff oder Niederalkyl, Cyano, Phenyl, p-Chlorphenyl, Äthoxycarbonyl, Aminocarbonyl,
N,N-Di-(äthyl)-aminocarbonyl, N-Phenylaminocarbonyl,
Piperidin-1 -carbonyl oder Acetyl darstellt.
2. Verwendung der Farbstoffe nach Anspruch 1 4r>
zum Färben von synthetischen Textilstoffen.
Die Erfindung betrifft die in dem vorstehenden Anspruch 1 definierten Disazofarbstoffe und das im
vorstehenden Anspruch 2 definierte Färbeverfahren.
Ähnliche Farbstoffe rind aus der GB-PS 10 95 829 bekannt. Die erfindungsgemäßen Farbstoffe zeichnen
sich gegenüber diesen Farbstoffen durch eine wesentlich höhere Sublimationsechtheit aus, wenn sie auf
Textilien aus aromatischen Polyestern aufgebracht werden. ω
Die erfindungsgemäßen Disazofarbstoffe können in mehreren tautomeren Formen existieren. Der Einfachheit
halber ist die Formel für nur eine dieser tautomeren Formen angegeben; jedoch betrifft die Erfindung die
Farbstoffe in jeder der möglichen tautomeren Formen. <,-,
Die beiden Azogruppen sind an den Benzolring B vorzugsweise in meta- oder para-Stellung zueinander
angebunden.
Im Sinne der Erfindung beziehen sich die Begrifft Niederalkyl und Niederaücoxy auf Alkyl- bzw. Alkoxy
radikale mit jeweils 1 bis 4 C-Atomen. Bestimmte Beispiele dafür sind Methyl, Äthyl, n-Propyl und n-Buty
sowie Methoxy, Äthoxy, n-Propoxy und n-Butoxy.
Das Färben mit den erfindungsgemäßen Farbstoffer läßt sich zweckmäßig dadurch verwirklichen, daß dei
synthetische Textilstoff in ein Färbebad eingetauch wird, das aus einer wäßrigen Dispersion eine!
Disazofarbstoffs der o. a. Art besteht, wobei dis Dispersion gegebenenfalls durch Dispersionsmittel, ζ. Β
nichtionische, kationische oder anionische Dispersionsmittel oder eine Mischung aus zwei oder mehr vor
solchen Dispersionsmitteln, stabilisiert wird.
Das Färben wird dann bei der für den betreffender Textilstoff üblichen Temperatur durchgeführt. So wire
der Färbevorgang im Falle von sekundären Celluloseacetat-Textilstoffen vorzugsweise bei einer zwischen 6C
und 85°C liegenden Temperatur durchgeführt; bei
Cellulosetriacetat- oder Polyamid-Textilstoffen wird das Färben vorzugsweise bei einer zwischen 95 und
100° C liegenden Temperatur durchgeführt, während bei aromatischen Polyester-Textilstoffen das Färben entweder
bei einer zwischen 90 und 100°C liegenden Temperatur vorzugsweise in Gegenwart von einem
Träger, z. B. Diphenyl oder o-Hydroxydiphenyl, durchgeführt oder bei einer über 100° C, vorzugsweise
zwischen 120 und 140°C liegenden Temperatur unter Atmosphärenüberdruck bewirkt werden kann.
Es ist aber auch möglich, eine wäßrige Dispersion des Disazofarbstoffs auf den Textilstoff synthetischer Art
nach einem Klotzverfahren aufzubringen, wobei der Farbstoff dadurch auf dem Textilstoff fixiert wird, daß
der gefärbte Textilstoff kurzzeitig mit Dampf bei 100 bis 160°C behandelt oder auf 160 bis 220°C erhitzt wird.
Gewünschtenfalls kann die Klotzflüssigkeit die üblichen Zusatzstoffe, z. B. Dispersionsmittel, Verdickungsmittel,
wanderungshemmende Mittel, Harnstoff oder organische Flüssigkeiten, wie Benzylalkohol, enthalten.
Man kann auch so verfahren, daß eine verdickte Druckpaste mit einer Dispersion des Disazofarbstoffs
auf die Oberfläche der synthetischen Textilstoffe in an sich bekannter Weise, z. B. nach einem Modeldruck-,
Siebdruck- oder Walzendruckverfahren, aufgebracht wird. Der bedruckte Textilstoff wird dann gegebenenfalls
nach dem Trocknen mehrmals kurzzeitig mit Dampf bei 100 bis 160°C behandelt, oder aber er wird
auf 160 bis 22O0C erhitzt. Als Verdickungsmittel können
in der Druckpaste z. B. Tragant, Gummi-arabicum, Alginate oder öl-in-Wasser- oder Wasser-in-Öl-Emulsionen
vorhanden sein.
Gewünschtenfalls können die Disazofarbstoffe in Mischung miteinander oder mit anderen dispersen
Farbstoffen verwendet werden.
Am Schluß des Färbevorgangs wird der gefärbte Textilstoff vorzugsweise mit Wasser gespült und/oder
mit einer wäßrigen Lösung einer Seife oder eines synthetischen Detergens behandelt, bevor er getrocknet
wird. Bei Textilstoffen aus aromatischen Polyestern wird der gefärbte Textilstoff vorzugsweise einer
Behandlung mit einer alkalischen wäßrigen Natriumhydrosulfitlösung unterworfen, bevor er mit Seifenwasser
behandelt wird, um lose angebundenen Farbstoff von der Oberfläche des Textilstoffs zu entfernen.
Als Beispiele für die synthetischen Textilstoffe, die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren gefärbt werden
können, kann man Celluloseacetat- und Cellulosetriacetat-Textilstoffe, Polyamid-Textilstoffe, z. B. Textil-
stoffe aus Polyhexamethylenadipamid, und vorzugsweise
Textilstoffe aus aromatischen Polyestern, z. B. Textilstoffe aus Polyethylenterephthalat, erwähnen.
Solche Textilstoffe können die Form von Fäden, Garnen, Geweben oder Gewirken haben. Gewünschtenfalls
können die synthetischen Textilstoffe mit andersartigen Textilstoffen vermengt sein, so daß
Mischungen aus z. B. Polyester und Baumwolle oder aus Polyester und Wolle entstehen, wobei die Färbe-, Klotzoder
Druckflüssigkeit in der Regel einen oder mehrere geeignete Farbstoffe zum Färben des in der Mischung
eventuell vorhandenen nichtsynthetischen Textilstoffs
enthält.
Gemäß der Erfindung können synthetische Textilstoffe in den verschiedensten Farbtönen gefärbt werden, die
eine hervorragende Beständigkeit bei den Echtheitsprüfungen aufweisen, die üblicherweise für den betreffenden
Textilstoff gel'en. So sind z. B. äußerst lichtecht und beständig gegen Naßbehandlung und auch — im Falle
von synthetischen Textilstoffen, wie aromatischen Polyester- oder Cellulosetriacetat-Textilstoffen — gegen
Trockenwärmebehandlungen. Die beschriebenen Disazofarbstoffe haben auch ein hervorragendes Aufbauvermögen
bei synthetischen Textilstoffen, so daß tiefe Farbtönungen leicht erzielt werden können.
Die erfindungsgemäßen Disazofarbstoffe können dadurch hergestellt werden, daß ein Nitroamin der
Formel (I)
NH,
(I)
NO,
diazotiert und die so erhaltene Diazoverbindung mit J>
einer Kupplungskomponente gekuppelt wird, die in einer der möglichen tautomeren Formen die Formel (I I)
(H)
4")
hat, worauf die Nitrogruppe zu einer Arninogruppe durch Behandlung mit einer wässerigen Natriumsulfidlösung
reduziert und die entstehende Aminazoverbindung diazotiert wird, wonach die erhaltene Diazoverbindung
mit derselben oder einer anderen Kupplungskomponente der Formel (II) oder mit einer Kupplungskomponente
der Phenol-, Naphthol-, Acylacetarylamid- oder 5-Pyrazolonreihe gekuppelt wird.
Als bestimmte Beispiele für die Nitroamine der Formel (I) kann man m- oder p-Nitranilin, 4- oder
5-Nitro-2-toIuidin, 4- oder 5-Nitro-2-anisidin, 4- oder 5-Nitro-2-chloranilin, 4- oder 5-Nitro-2-bromaniIin und
4- oder 5-Nitro-2-phenetidin erwähnen.
Die Kupplungskomponenten der Formel (II) können selbst nach verschiedenen Verfahren — wie sie
beispielsweise im Buch »Heterocyclic Compounds — Pyridine and its derivatives — Part 3«, herausgegeben
von Kingsberg 1962 (Verlag: Interscience Publishers), beschrieben sind — hergestellt werden. Als
Beispiele für typische Verfahren kann man folgende erwähnen:
r>o
1) Kondensation einer Verbindung der Formel
T'COCH2COOAIk
mit einer Verbindung der Formel
T2 ■ CH2COOAIk
mit einer Verbindung der Formel
T2 ■ CH2COOAIk
in Gegenwart von einem Überschuß des Amins der Formel ZNH2, und
2) Cyclisierung eines Λ,/ί-disubstituierten Glutaconamids
der Formel
T2
Alk · OOCCH, C:C-CONHZ
T1
T1
das selbst durch Kondensation einer Verbindung der Formel
T' · COCH2COOAIk
mit einer Verbindung der Formel
T2 ■ CH3CONHZ
mit einer Verbindung der Formel
T2 ■ CH3CONHZ
in Gegenwart von einem basischen Katalysator erzeugt wird, oder
3) Cyclisierung eines «,ß-disubstiluierten Glutaconamids
der Formel
T2
ZNH · COCH, C:C ■ COO ■ Alk
" I
T1
das selbst durch Kondensation einer Verbindung der Formel
T' · COCH2CONHZ
mit einer Verbindung der Formel
mit einer Verbindung der Formel
T2 ■ CH2COOAIk
erzeugt wird.
erzeugt wird.
Als bestimmte Beispiele für die Kupplungskomponenten der Formel (II) kann man folgende erwähnen:
2,6- Dihydroxypyridin,
2,6-Dihydroxy-3-cyano-4-methylpyridin,
t-Methyl- oder l-Athyl^-cyano^-methyl-e-hydroxypyrid-2-on,
l-(/?-Hydroxyäthyl- oder y-Methoxypropyl)-3-cyano-4-(methyl-,
-phenyl- oder -äthyl)-6-hydroxypyrid-2-on,
1-(Phenyl-, p-Tolyl- oder p-Anisyl)-3-cyano-4-(methyl-
oder -phenyl)-6-hydroxypyrid-2-on,
l-Phenyl-3-(carbonamido- oder -carboäthoxy)-4-(methyl- oder -phenyl)-6-hydroxypyrid-2-on,
2,6-Dihydroxy-3-(carbonamido-, -carboäthoxyoder-carbodiäthy!amido)-4-methylpyridin,
2,6-Dihydroxy-3-(carbonamido- oder -carboäthoxy)-pyridin,
2,6-Dihydroxy-3-carbonamido-4-phenylpyridin,
2,6-Dihydroxy-3-cyano-4-carbonamidopyridin,
2,6-Dihydroxy-3-cyano-4-(carbomethoxy- oder -carboäthoxy)-pyridin,
Äthyl-2,6-dihydroxy-3-cyanopyrid-4-ylacetat,
2,6-Dihydroxy-3-cyanopyrid-4-ylacetamid,
2,6-Dihydroxy-3,4-di(carboäthoxy)pyridin, 2,6-Dihydroxy-3-carbonamido-4-carboäthoxypyridin,
Zo-Dihydroxy^-methylpyridin,
Äthyl^.ö-dihydroxy-isonicotinat,
2,6-Dihydroxy-isonicotinamid,
2,6-Dihydroxy-isonicotinsäure-diäthylamid,
2,6-Dihydroxy-4-cyanopyridin,
2,6-dihydroxy-4-phenyIpyridin,
2,6-Dihydroxy-4-(p-hydroxyphenyl)pyridin,
2,6-Dihydroxy-4-(p-methoxyphenyl)pyridin, 2,4,6-Trihydroxypyridin und
2,6-Dihydroxy-3-cyano-4-äthoxycarbonylmethylpyridin.
Als andere Kupplungskomponenten kommen folgende in Frage:
Phenol selbst und o-, m- oder p-Kresol,
o-Methoxy phenyl, m-Acetylaminophenol,
o-Chlorphenol, o-Bromphenoi, Resorcin und
2- oder4-Hydroxydiphenyl;
1 - oder 2-Naphthol,4-Methoxy-l-naphthol,
6-Brom-2-naphthol, 2-Naphthol-6-sulfonamid, 2-Acetylamino-7-naphthol,
1 -Acetylamino-Z-naphthol,
2-Naphthol-3-carbonamid,
2-Naphthol-3-carboanilid und
2-Naphthol-3-carbonsäure-o-anisidid; Acetacetanilid,
Acetacet-o-, -m- oder -p-toluidid, Acetacet-o-, -m- oder -p-anisidid,
Acetacet-o-, -m- oder -p-chloranilid, Acetacet-o-, -m- oder -p-bromanilid,
Benzoylacetanilid, Acetacet-m-xylidid und Acetacet-2,5-dimethoxy-4-chloranilid;
und l^-Dimethyl-S-pyrazolon,
insbesondere jedoch 1 -Phenyl-3-(methyl-, -carbonamido- oder -carboäthoxy)-5-pyrazolon,
1 -(2'-, 3'- oder 4'-(Chlor-, -Nitro-, -Brom-, -Methyl-, -Methoxy- oder -Sulfonamido)-phenyl)-3-(methyl-,
-carbonamido- oder -carbomethoxy)-5-pyrazolon,
1 -(2',5'- oder 3',4'-(Dichlor)phenyl)-3-methyl-5-pyrazolon und
l-Phenyl-S-N-phenylcarbamoyl-S-pyrazolon.
Eine bevorzugte Klasse der erfinJungsgemäßen Disazofarbsioffe umfaßt diejenigen, die in einer der
möglichen tautomeren Formen die Formel:
tautomeren Formen die Formel:
T1
I V-N : N
N: Ν —
HO
aufweisen, wobei T1, T2 und Z die o. a. Bedeutungen
'.aben, der Benzolring 1 gegebenenfalls durch Niederalkyl,
Niederalkoxy, Chlor oder Hydroxy substituiert ist und der Benzolring Il gegebenenfalls durch Niederalkyl,
Niederalkoxy oder Chlor substituiert ist.
Eine zweite bevorzugte Klasse der erfindungsgemäßen Disazofarbstoffe umfaßt diejenigen, die in einer der
HO
/,V
N:N-
-N: N
HO
haben, wobei die Benzolringe I und II in der o. a. Weise
substituiert sein können, T Niederalkyl, vorzugsweise Methyl, darstellt und Z Äthyl, /J-Hydroxyaryl oder
y-Methoxypropyl darstellt.
is Eine dritte bevorzugte Klasse-der erfindungsgemäßen
Disazofarbstoffe umfaßt diejenigen, die in einer der möglichen tautomeren Formen die Formel:
V-N : N-Vl I V-N : N
aufweisen, wobei T1 und Z die o. a. Bedeutungen haben und der Benzolring II in der o. a. Weise substituiert sein
kann.
jo Die Erfindung wird nachstehend anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert, wobei die Teile
und Prozente auf das Gewicht bezogen sind.
i) 2 Teile l-(/J-HydiOxyäthyl-3-cyano-4-methyl-5-(2'-
methyl-4'-(3"-methyI-4"-hydroxyphenylazo)-5'-methoxyphenyiazo)-6-hydroxypyrid-2-on
(dessen Herstellung weiter unten beschrieben wird) werden in 36 Teilen Wasser mit 0,2 Teilen des Dinatriumsalzes von
Bis-(2-sulfonaphth-l-yl)methaii dispergiert, indem das
Gemisch in einer Mühle mit Kieselsteinen 48 Stunden bei einer Drehzahl von 120 U/min gerührt wird, worauf
die wässerige Dispersion von den Kieselsteinen getrennt wird.
100 Teile eines Gewebes aus Polyäthylenterephthalat werden in ein Färbebad aus 20 Teilen der obigen
Farbstoffdispersion, 1 Teil des Natriumsalzes eines sulfatierten Cetyl/Oleylalkoholgemisches und 1 Teil des
Dinatriumsalzes von Bis-(2-sulfonaphth-l-yl)methan in
r)0 2500 Teilen Wasser getaucht, und es wird 1 Stunde bei
1400C unter Atmosphärenüberdruck gefärbt. Das gefärbte Gewebe wird dann aus dem Färbebad
herausgenommen, mit Wasser gespült, einer lOminütigen Behandlung in einer wässerigen Lösung mit 0,2%
Natriumhydroxyd und 0,1% Natriumhydrosulfit bei 50°C unterworfen, wieder mit Wasser gespült und
schließlich getrocknet.
Dabei erhält das Gewebe aus Polyäthylenterephthalat einen violetten Farbton mit hervorragenden
Echtheitseigenschaften.
Das in diesem Beispiel verwendete 1-(|3-Hydroxyäthyl)-3-cyano-4-methyl-5-(2'-methyl-4'-(3"-methyl-4"-hydroxyphenylazo)-5'-methoxypheny!azo)-6-hydroxypyrid-2-on
wurde wie folgt hergestellt:
12 Teile einer wässerigen I2%igen Natriumnitritlösung
und 50 Teile zerdrücktes Eis wurden allmählich einer Lösung von 5,4 Teilen 2-Methoxy-4-amino-5,3'-dimethyl-4'-hydroxyazobenzol
in einem Gemisch aus 30
Teilen Essigsäure und 5 Teilen konzentrierter wässeriger Salzsäurelösung zugegeben, worauf das Gemisch 10
Minuten nachgerütirt wurde. Das Gemisch wurde gefiltert, und das Filtrat wurde innerhalb 15 Minuten zu
einer Lösung von 3,88 Teilen 1-(^-Hydroxyäthyl)-3-cyano-4-methyl-6-hydroxypyrid-2-on,
10 Teilen Natriumacetat und 0,8 Teilen Natriumhydroxyd in 200 Teilen Wasser bei 15°C zugegeben. Das Gemisch wurde 15
Minuten gerührt, und der gefällte Farbstoff wurde dann abgefiltert, mit Wasser gewaschen und getrocknet.
Bei Wiederholungen von Beispiel 1 werden anstatt 2 Teile des in Beispiel 1 angewandten Farbstoffs jeweils 2
Teile des Farbstoffs verwendet, der dadurch hergestellt wurde, daß jeweils die Aminoazoverbindung gemäß der
■5 2. Spalte der Tabelle diazotiert und die so erhaltene Diazoverbindung mit der Kupplungskomponente gemäß
der 3. Spalte der Tabelle nach dem Verfahren gemäß dem letzten Absatz des Beispiels 1 gekuppelt
wurde. Der 4. Spalte der Tabelle ist der jeweilige
K) Farbton des gefärbten Gewebes zu entnehmen.
| Bei | Aminoazoverbindung | Kupplungskomponente | Farbton |
| spiel | |||
| 2 | 4-Amino-4'-hydroxyazobenzol | 3-Cyano-4-methy!-2,6-dihydroxypyridin | Orange |
| 3 | dto. | l-Äthyl^-cyano^-methyl-o-hydroxy- | dto. |
| pyrid-2-on | |||
| 4 | 4-Amino-3'-methyl-4'-hydroxyazobenzol | dto. | Rotorange |
| 5 | 4-Amino-2'-methyl-4'-hydroxyazobenzol | dto. | dto. |
| 6 | 4-Amino-2'-hydroxy-5'-methylazobenzol | dto. | dto. |
| 7 | 3-Chlor-4-amino-3'-methyl-4'- | dto. | Orange |
| hydroxyazobenzol | |||
| 8 | 2-Methyl-4-amino-3'-methyl-4'- | dto. | Rotorange |
| hydroxyazobenzol | |||
| 9 | 2-Methoxy-4-amino-3'-methyW- | dto. | Rubinrot |
| hydroxyazobenzol | |||
| 10 | 2-Methyl-4-amino-5-methoxy-4'- | dto. | Rot |
| hydroxyazobenzol | |||
| 11 | 4-Amino-2'.4'-dihydroxyazobenzol | dto. | dto. |
| 12 | 4-(2'-Chlor-4'-aminopheny lazo)-l-naphthol | dto. | dto. |
| 13 | 4-(4'-Aminophenylazo)-l-naphthol | dto. | dto. |
| 14 | l-(4'-Aminophenylazo)-2-naphthoI | dto. | dto. |
| 15 | l-Phenyl-3-methyl-4-(4'-aminophenylazo)- | dto. | Orange |
| 5-pyrazolon | |||
| 16 | l-Phenyl-3-methyM-(2'-methoxy- | dto. | dto. |
| 4'-aminophenylazo)-5-pyrazolon | |||
| 17 | l-Phenyl-3-carboäthoxy-4-(4'-amino- | l-Äthyl-3-cyano-:t-methyl-6-hydroxy- | dto. |
| phenylazo)-5-pyrazolon | pyrid-2-on | ||
| 18 | l-Phenyl-3-carbonamido^-(4'-amino- | dto. | dto. |
| phenylazo)-5-pyrazolon | |||
| 19 | l-(p-Nitrophenyl)-3-carboäthoxy- | dto. | dto. |
| 4-(4'-aminophenylazo)-5-pyrazolon | |||
| 20 | }'-(2-Methoxy-4-aminophenylazo)- | dto. | dto. |
| acetacetanilid | |||
| 21 | y-(4-Aminophenylazo)acet-p-anisidid | dlo. | dto. |
| 22 | >i-(4'-Aminophenylazo)acetacet-m- | dto. | dto. |
| 4-xylidid | |||
| 23 | 4-Amino-4'-hydroxyazobenzol | l-OHydroxyäthyl)-3-cyano-4-methyI- | dto. |
| 6-hydroxypyrid-2-on | |||
| 24 | dto. | l-(y-Methoxypropyl)-3-cyano-4-methyl- | dto. |
| 6-hydroypyrid-2-on | |||
| 25 | dto. | l-PhenylO-cyano^-methyl-o-hydroxy- | dto. |
| pyrid-2-on | |||
| 26 | dto. | l-BcnzyiO-cyano^-methyl-o-hydroxy- | dto. |
| pyrid-2-on | |||
| 27 | dto. | l-CyclohexykVcyano^-mcthyl-ft- | dto. |
| hydroxypyrid-2-on | |||
| 2K | dto. | 3-Cyano-4-phenyl-2,6-dihydroxypyridin | dto. |
| dto | l-ÄthvlO-carbonamidcM-hvdroxvnvrid- | dto. |
Fortsetzung
Bei- Aminoazoverbindung spiel
Kupplungskomponente
Farbton
| 30 | 4-Amino-4'-hydroxyazobenzol |
| 31 | dto. |
| 32 | dto. |
| 33 | dto. |
| 34 | dto. |
| 35 | dto. |
| 36 | dto. |
| 37 | dto. |
| 38 | dto. |
| 39 | dto. |
| 40 | dto. |
| 41 | dto. |
| 42 | dto. |
| 43 | dto. |
| 44 | dto. |
| 45 | dto. |
46 dto.
47 4-Amino-3'-methyl-4'-hydroxyazobenzoI
| 48 | dto. |
| 49 | dto. |
| 50 | dto. |
| 51 | dto. |
| 52 | dto. |
| 53 | 2-Methyl-4-amino-5-methoxy-4'- |
| hydroxyazobenzol | |
| 54 | dto. |
| 55 | dto. |
56 l-(4'-Aminophenylazo)-2-naphthol
57 dto.
58 1 -Phenyl-3-methyl-4-(4'-ami nophenyl)-5-pyrazolon
59 dto.
60 dto.
3-Cyano-4-carboäthoxy-2,6-dihydroxy- Orange
pyridin
3-Cyano-4-carbonamido-2,6-dihydroxy- dto.
pyridin
3-Cyano-4-carbo-N,N-diäthylamido- dto.
2,6-dihydroxypyridiri
S-Cyano^-carbo-N-phenylamido- dto.
2,6-dihydroxypyridin
3-Cyano-4-(piperidin-r-yl-carbonamido)- dto.
2,6-dihydroxypyridin
3,4-Dicyano-2,6-dihydroxypyridin dto.
l-ÄthyW-carboäthoxy^-methyl-o- dto.
hydroxypyrid-2-on
1 -Äthyl-S-carbo-N.N-diäthylamido^- dto.
methyl-6-hydroxypyrid-2-on
1 -ÄthyW-carbo-N-phenylamido^-methyl- dto.
6-hydroxypyrid-2-on
l-Äthyl-S-ipiperidin-l'-yl-carbonamido)- dto.
4-methyl-6-hydroxypyrid-2-on
l-Äthyl-S-acetyM-methyl-o-hydroxy- dto.
pyrid-2-on
l-Äthyl-6-hydroxypyrid-2-on dto.
1 -ÄthylO-phenyM-methyl-o-hydroxy- dto.
pyrid-2-on
1 -ÄthyW-Cp-chlorphenylM-methyl-o- dto.
hydroxypyrid-2-on
l-ÄthyI-3,4-dimethyl-6-hydroxypyrid-2-on dto.
l-()j-Methoxypropyl)-3,4-dimethyl-6- dto.
hydroxypyrid-2-on
l-Äthyl-3,4-diphenyl-6-hydroxypyrid-2-on dto.
l-GÖ-Hydroxyäthyl)-3-cyano-4-methyl-6- dto.
hydroxypyrid-2-on
l-(j^Methoxypropyl)-3-cyano^i-methyl- dto.
6-hydroxypyrid-2-on
l-Phenyl-S-cyano^-methyl-o-hydroxy- dto.
pyrid-2-on
Hp-MethoxyphenyOO-cyano^-methyl- Rotorange
6-hydroxypyrid-2-on
S-Cyano^phenyl^o-dihydroxypyridin dto.
l-ÄthyI-6-hydroxypyrid-2-on dto.
H^MethoxypropyOO-cyano^-methyl- Blaurot
6-hydroxypyridin
1 -Äthyl^-dimethyl-o-hydroxypyrid^-on dto.
1 -ÄthylO-cyano^-carboäthoxy-o- dto.
hydroxypyrid-2-on
l-GÖ-HydroxyäthyOO-cyano^-methyl-o- Rot
hydroxypyrid-2-on
l-PhenylO-cyano^methyl-o-hydroxy- dto.
pyrid-2-on
l-(>e-Hydroxyäthyl)-3-cyano-4-methyl-6- Orange
hydroxypyrid-2-on
l-Phenyl-S-cyano^-methyl-o-hydroxy- dto.
pyrid-2-on
S-Cyano^methyl^.o-dihydroxypyridin dto.
12
| hortsetzung | Aminoazoverbindung | Kupplungskomponente | Farbion |
| Bei | |||
| spiel | l-Phenyl-3-methyl-4-(4'-aminophenylazo)- | l-ÄthyW^-dimethyl-o-hydroxypyrid^-on | Orange |
| 61 | 5-pyrazolon | ||
| l-Phenyl-3-carboäthoxy-4-(4'- | 3-Cyano-4-methyl-2,6-dihydroxypyridin | dto. | |
| 62 | aminophenylazo)-5-pyrazoIon | ||
| dto. | l-(y-MethoxypropyI)-3,4-dimethyl-6- | dto. | |
| 63 | hydroxypyridin | ||
| a-(4-Aminophenylazo)acetacetanilid | l-(y-MethoxypropyI-3-cyano-4-methyl- | dto. | |
| 64 | 6-hydroxypyrid-2-on | ||
| öf-(4-Aminophenylazo)acet-p-anisidid | dto. | dto. | |
| 65 | dto. | l-Äthyl^-acetyM-methyl-o-hydroxy- | dto. |
| 66 | pyrid-2-on | ||
Bei weiteren Wiederholungen von Beispiel 1 werden 20 erhaltene Tetrazoverbindung mit 2 Molekularanteilen
anstatt 2 Teile des in Beispiel 1 angewandten Farbstoffs jeweils 2 Teile des Farbstoffs verwendet, der dadurch
hergestellt wurde, daß jeweils die Diaminverbindung gemäß der 2. Spalte der Tabelle tetrazotiert und die so
der Kupplungskomponente gemäß der 3. Spalte der Tabelle gekuppelt wurde. Der 4. Spalte der Tabelle ist
der jeweilige Farbton des gefärbten Gewebes zu entnehmen.
Bei- Diamin
spiel
spiel
Kupplungskomponente
Farbton
67 p-Phenylendiamin
68 2-Chlor-p-phenyldiamin
69 2-Methyl-5-methoxy-pphenylendiamin
70 2-Methyl-n-phenylendiamin
71 2-Methoxy-p-phenylendiamin
72 p-Phenylendiamin
73 2-Chlor-p-phenylendiamin
74 2-Methoxy-p-phenylendiamin
75 p-Phenylendiamin
76 dto.
77 dto.
78 dto.
79 dto.
80 dto.
81 dto.
82 dto.
83 2-Chlor-p-phenylendiamin
84 dto.
3-Cyano-4-methyl-2,6-dihydroxypyridin Rubinrot
dto. Rot
dto. Violett
dto. Rubinrot
dto. dto.
l-Äthyl^-cyano^-methyl-o-hydroxypyrid^-on dto.
dto. dto.
dto. dto. l-(v-Methoxypropyl)-3-cyano-4-methyl-6-hydroxypyrid-2-on dto.
l-PhcnyW-cyano^methyl-o-hydroxypyrid^-on dto.
l-Benzyl^-cyano^-methyl-o-hydroxypyrid^-on dto.
3-Cyano-3-phenyl-2,6-dihydroxypyridin dto.
1 -Äthyl^-carbonamido^-methyl-o-hydroxypyrid^-on dto.
l-Äthyl-3,4-dimethyl-6-hydroxypyrid-2-on dto.
l-Äthyl-S-phenyl^-methyl-o-hydroxypyrid^-on dto.
l-Äthyl^^-diphenyl-o-hydroxypyrid^-on dto.
dto. Rot
S-Cyano^piperidin-l'-yl-carbonamidoi^.o-dihydroxy- dto.
pyridin
Es werden 100 Teile eines gewebten aromatischen Polyester-Textilstoffs in ein Färbebad aus einer
Dispersion von 1 Teil des Farbstoffs gemäß Beispiel 4 und einer Dispersion von 6 Teilen o-Phenylphenol in
3000 Teilen Wasser mit 3 Teilen des Dinatriumsalzes einer Dinaphthylmethandisulfosäure eingebracht, worauf
das Färben 9 Minuten bei 1000C durchgeführt wird. Der gefärbte Textilstoff wird dann vom Färbebad
entfernt und wie bei Beispiel 1 michbehandelt.
Dabei erhält der Textilstoff aus aromatischem Polyester einen rotorangenen Farbton hervorragender
Echtheit.
| Beispiel 86 | Teile |
| Eine Druckpaste aus | 10 |
| 200 | |
| dem Farbstoff gemäß Beispiel 4 | 790 |
| Tragant | |
| Wasser | |
1000
wird auf einen gewebten Textilstoff aus Cellulosetriace-(i5
tat durch Siebdruck aufgebracht. Der bedruckte Stoff wird bei 60°C getrocknet und dann 30 Minuten mit
Sattdampf unter Atmosphärendruck behandelt. Der bedruckte Textilstoff wird dann 5 Minuten mit einer
0,2%igen wässerigen Lösung von einem synthetischen Detergens bei 5O0C behandelt, mit Wasser gespült und
anschließend getrocknet.
Dabei erhält man einen leuchtend rotorangenen Druckstoff mit hervorragender Echtheit gegen Licht
und Naßbehandlungen.
Auch kann ein Gewebe aus sekundärem Celluloseacetat mit dieser Druclijjaste in der beschriebenen Weise
bedruckt werden.
Ein Gewebe aus einem aromatischen Polyester kann auch mit dieser Druckpaste bedruckt werden, wobei das
Gewebe nach dem Trocknen 30 Minuten mit Sattdampf bei 12O0C behandelt wird. Dabei erhält man einen
rotorangenen Druckstoff mit hervorragenden Echlheitseigenschaften.
Es werden 100 Teile sekundäres Celluloseacetat in Form eines Garns in ein Färbebad aus einer Dispersion
von 1 Teil des Farbstoffs gemäß Beispiel 24 in 3000 Teilen Wasser mit 3 Teilen eines Kondensats aus 22 Mol
Äthylenoxyd und 1 Mol Cetylalkohol eingebracht, worauf das Färben 1 Stunde bei 85° C durchgeführt wird.
Das gefärbte Garn wird dann aus dem Färbebad herausgenommen, mit kaltem Wasser gespült und
getrocknet.
Dabei erhält das Garn einen orangenen Farbton mit hervorragender Echtheit gegen Licht und Waschen.
Ein Gewebe aus einem aromatischen Polyester wird mit einer Flüssigkeit aus 20 Teilen des Farbstoffs gemäß
Beispiel 76 in Dispersion in 1000 Teilen Wasser mit 2 Teilen eines Kondensats aus 9 Mol Äthylenoxid und 1
Mol Nonylphenol nach dem Klotzverfahren behandelt, worauf die Flüssigkeit durch Quetschwalzen so
ausgepreßt wird, daß das Gewebe nur sein Eigengewicht an Flüssigkeit behält. Dann wird das Gewebe bei
600C getrocknet und anschließend 1 Minute auf 200°C erhitzt. Das Gewebe wird dann mit Wasser durchgespült,
10 Minuten mit einer 0,2%igen wässerigen Detergenslösung bei 70°C behandelt, noch einmal mit
Wasser durchgespült und schließlich getrocknet.
Dabei erhält das Gewebe eine leuchtend rubinrote Farbtönung mit hervorragender Echtheit.
Es werden 100 Teile eines Garns aus Cellulosetriacetat
in ein Färbebad aus einer Dispersion von 1 Teil des Farbstoffs gemäß Beispiel 30 in 3000 Teilen Wasser mit
6 Teilen Diäthylphthalat und 3 Teilen des Natriumsalzes einer sulfatierten Mischung aus Cetyl- und Oleylalkohol
eingebracht, worauf das Färben 90 Minuten bei 1000C durchgeführt wird. Das Garn wird dann aus dem
Färbebad herausgenommen, mit Wasser gespült, 30 Minuten mit einer 0,2%igen wässerigen Detertenslösung
bei 600C behandelt, noch einmal mit Wasser gespült und schließlich getrocknet. Dabei erhält das
Garn eine leuchtend ornngene Farbtönung mit hervorragender Licht- und Waschechtheit.
Ein Garn aus Polyhexamethylenadipamid wird in der beschriebenen Weise gefäbt, mit der Abweichung, daß
das Diäthylphthalat vom Färbebad weggelassen und das Färben nicht bei 1000C, sondern bei 95°C durchgeführt
wird. Dabei erhält das Garn eine leuchtend orangene Farbtönung hervorragender Echtheit.
Anstelle der Farbstoffe, die in den Beispielen 85 bis 89 verwendet wurden, kann jeder der anderen Farbstoffe
gemäß Beispielen 1 bis 84 verwendet werden, wobei ähnliche Ergebnisse erzielt werden.
Die in den obigen Beispielen verwendeten 1-(Äthyl-, ^-Hydroxyäthyl-, y-Methoxypropyl-, Benzyl- oder Cyclohexyl)-3-cyano-4-methyl-6-hydroxypyrid-2-one
wurden durch Kondensation von Äthylacetacelat und Äthylcyanoacetat mit Äthylamin, j3-Hydroxyäthylamin,
y-Methoxypropylamin, Benzylamin bzw. Cyclohexylamin
erzeugt.
Das !-(Phenyl- oder p-Methoxyphenyl)-3-cyano-4-methyl-6-hydroxypyrid-2-on
wurde durch Kondensation von Acetacetanilid bzw. Acetacet-p-anisidid mit Äthylcyanoacetat in Gegenwart von Natriumäthoxyd
hergestellt.
Das l-Äthyl-S-carboxy^-methyl-e-hydroxypyrid-2-on
wurde durch Kondensation von Acetacetäthylamid mit Diäthylmalonat in Gegenwart von Natriumäthoxyd
erzeugt. Wurde diese Verbindung mit Ammoniak, Diethylamin, Anilin oder Piperidin behandelt, so
ergaben sich die entsprechenden Amide.
D, l-Äthyl-3-acetyl-4-methyl-6-hydroxypyrid-2-on wurde durch Umsetzung von l-Äthyl^-methyl-ö-hydroxypyrid-2-on
mit Acetylchlorid in Gegenwart von Aluminiumchlorid erzeugt.
Das l-Äthyl-6-hydroxypyrid-2-on wurde durch Umsetzung
von Äthylglutaconat mit Äthylamin erzeugt.
Das 1-Äthyl- oder 1-(y-Methoxypropyl)-3,4-dimethyl-6-hydroxypyrid-2-on
wurde durch Umsetzung von Äthyl-a.jS-dimethylglutaconat mit Äthylamin bzw.
y-Methoxypropylamin erzeugt.
Das l-Äthyl-3-(phenyl- oder -p-chlorphenyl)-4-methyl-6-hydroxypyrid-2-on
wurde durch Umsetzung von ÄthyI-«-(phenyl- oder p-chlorphcnyl)-/?-methylglutaconat
mit Äthylamin erzeugt.
Das l-Äthyl-3,4-diphenyl-6-hydroxyDyrid-2-on wurde durch Umsetzung von Äthyl-«,/?-diphenylglutaconal mit
Äthylamin erzeugt.
Das l-Äthyl-S-cyano^-carboäthoxy-e-hydroxypyrid-2-on
wurde durch Kondensation des Di-äthylestcrs von Oxalessigsäure mit Cyanoacetäthylamid in Gegenwart
von Natriumäthoxyd erzeugt.
Die Kondensation von Äthylaceta"etat, Äthylcyanoacetat
und Ammoniak ergab S-Cyar.o^-carboäthoxy-2,6-dihydroxypyridin,
das bei nachträglicher Behandlung mit Ammoniak, Diethylamin, Anilin und Piperidin
die entsprechenden Amide ergab.
Die Entwässerung von 3-Cyano-carbonamido-2,6-dihydroxypyridin mit P2O5 ergab 3,4-Dicyano-2,6-dihydroxypyridin.
Man erhielt 3-Cyano-4-phenyl-2,6-dihydroxypyridin, indem man Äthylbenzoylacetat und Äthylcynnoacclat
mit einem Überschuß an konzentriertem wässerigem Ammoniak kondensierte.
Claims (1)
1. Wasserunlösliche Disazodisperaonsfarbstoffe, die keine Carbonsäure- oder Sulfonsäuregruppen
enthalten und in einer der möglichen tautomeren Formen die Formel haben:
E-N =
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