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DE19616388A1 - Pulssequenz zur Selektion mehrerer Schichten in einem Kernspintomographiegerät - Google Patents

Pulssequenz zur Selektion mehrerer Schichten in einem Kernspintomographiegerät

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DE19616388A1
DE19616388A1 DE1996116388 DE19616388A DE19616388A1 DE 19616388 A1 DE19616388 A1 DE 19616388A1 DE 1996116388 DE1996116388 DE 1996116388 DE 19616388 A DE19616388 A DE 19616388A DE 19616388 A1 DE19616388 A1 DE 19616388A1
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Germany
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pulse
gradient
magnetic resonance
pulse sequence
frequency
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DE1996116388
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English (en)
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Ralf Dipl Phys Loeffler
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Siemens Corp
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Siemens AG
Siemens Corp
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    • G01R33/48NMR imaging systems
    • G01R33/483NMR imaging systems with selection of signals or spectra from particular regions of the volume, e.g. in vivo spectroscopy
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Description

Um die Datenakquisition in der Kernspintomographie zu be­ schleunigen, wendet man häufig die mehr oder weniger gleich­ zeitige Anregung mehrerer Schichten an. Bei der weit verbrei­ teten Mehrschichtanregung mit zeitlichem Versatz nutzt man die Tatsache aus, daß bei Pulssequenzen, die nicht im Steady- State-Zustand arbeiten, also z. B. herkömmlichen Spin-Echo- Sequenzen, die Repetitionszeit TR der Pulssequenz länger als die longitudinale Relaxationszeit des betrachteten Gewebes sein muß. Damit wird die Repetitionszeit viel länger als der eigentliche Datenakquisitionsprozeß. In der verbleibenden Zeit zwischen zwei Akquisitionen kann man eine oder mehrere weitere Schichten anregen. Die aus den einzelnen Schichten erhaltenen Signale sind wegen der unterschiedlichen Anrege­ zeitpunkte zeitlich separiert und lassen sich daher ohne wei­ teres getrennt auswerten. Die Anzahl der auf diese Weise ma­ ximal in einer Repetition anregbaren Schichten ist durch die Repetitionszeit TR limitiert. Zum Beispiel können bei einer Echozeit von 20 msec und einer Repetitionszeit von 500 msec ungefähr 10 Schichten in einer Repetition aufgenommen werden.
Diese Art der auch als "interleaved" bezeichneten Schichtan­ regung kommt jedoch für schnelle Pulssequenzen, insbesondere Gradientenechomethoden, wie sie unter dem Begriff "FLASH" und "FISP" bekannt sind, ohne weiteres nicht in Betracht. Bei diesen Pulssequenzen wartet man nicht die longitudinalen Re­ laxationszeiten des betrachteten Gewebes ab, bevor man den nächsten Hochfrequenzpuls einstrahlt, sondern arbeitet mit einem sich aufgrund kürzerer Repetitionszeiten ergebenden Steady-State-Zustand. Kurze Datenakquisitionszeiten werden hier durch schnelle Sequenzrepetition erreicht. Damit ver­ bleibt jedoch kein Spielraum, innerhalb einer Repetitionszeit noch weitere Schichten anzuregen, so daß der mit den kurzen Repetitionszeiten TR gewonnene Zeitvorteil teilweise wieder verlorengeht.
Es wurden daher verschiedene Lösungen vorgeschlagen, mehrere Schichten gleichzeitig, also nicht zeitversetzt, anzuregen. Damit ist die Anzahl der angeregten Schichten nicht mehr durch die Repetitionszeit TR der Pulssequenz beschränkt.
Beispiele für solche simultanen Anregungen mehrerer Schichten sind in Magnetic Resonance in Medicine 15, S. 497-500 (1990), und in der deutschen Offenlegungsschrift 42 16 969 angegeben. In der erstgenannten Literaturstelle werden mehrfrequente Hochfrequenzpulse eingestrahlt und die aus mehreren Schichten herrührenden, simultan auftretenden Kernresonanzsignale durch eine Hadamard-Codierung aufgespalten. Bei der aus der deut­ schen Offenlegungsschrift DE 42 16 969 bekannten Sequenz, die auch mit dem Akronym SESAM bezeichnet wird, erfolgt die Auf­ lösung der einzelnen Schichten durch ein zusätzliches Magnet­ feld, das mehrere, räumlich voneinander getrennte Magnetfeld­ abschnitte unterschiedlicher Feldstärke aufweist.
Diesen bekannten Verfahren ist gemeinsam, daß zur Anregung nicht die herkömmlichen sinc-Pulse verwendet werden können, sondern auf frequenzmodulierte Hochfrequenzpulse zurückge­ griffen werden muß, um das erforderliche Anregespektrum zu erzeugen. Frequenzmodulierte Hochfrequenzpulse weisen jedoch eine höhere Hochfrequenzleistung auf, mit der das Untersu­ chungsobjekt belastet wird. Die maximal zulässige Hochfre­ quenzbelastung, genauer gesagt die Specific Absorbtion Rate (SAR), wird daher wesentlich eher erreicht als mit herkömm­ lichen Anregepulsen, so daß z. B. die Repetitionsrate be­ schränkt ist.
Die obengenannte SESAM-Technik sowie einige weitere Mul­ tischicht-Techniken sind auch in der Dissertation P. M. Jakob, "Neue Methoden der schnellen Bildgebung in der Kernspintomographie", Universität Würzburg 1993 erläutert.
In dem Artikel D. I. Hoult, "Rotating Frame Zeugmatography", Journal of Magnetic Resonance 33, S. 183-197 (1979), ist der Zusammenhang zwischen Labor- und rotierendem Koordinatensy­ stem dargestellt.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Fig. 1 bis 13 näher erläutert. Dabei zeigen:
Fig. 1 die Anregung mit einem herkömmlichen linearen Gradienten,
Fig. 2 die Anregung mit einem quadratischen Gradienten,
Fig. 3 und 4 Anordnungen zur Realisierung eines quadratischen Gradienten,
Fig. 5 Isokonturlinien eines quadratischen Feldprofils,
Fig. 6 bis 12 ein Beispiel für eine Pulssequenz zur Realisierung der Erfindung,
Fig. 13 den Verlauf eines zusätzlichen Gradienten zur Trennung der Frequenzinformationen aus zwei angeregten Schichten.
Anhand von Fig. 1 wird zunächst das Grundprinzip der schicht­ selektiven Anregung dargestellt. Bekanntlich beruht die schichtselektive Anregung darauf, daß Kernspins nur dann an­ geregt werden, wenn die Anregung mit der Larmor-Frequenz ωr der jeweiligen Kernart erfolgt. Dabei ist die Larmor-Frequenz ωr gegeben durch:
ωr = γ * B (1)
Dabei ist γ das gyromagnetische Verhältnis für die jeweilige Kernart und B das Magnetfeld.
Eine Schichtselektion wird nun dadurch realisiert, daß man in einer bestimmten Richtung, z. B. in der z-Richtung einen Ma­ gnetfeldgradienten einschaltet. Damit erhält man als Reso­ nanzbedingung:
ω = γ * Bz = γ (B₀ + B(z)) (2)
wobei gilt
B(z) = z * G
B₀ ist das Grundfeld in z-Richtung und G der lineare Magnet­ feldgradient in z-Richtung. Wenn ein unter Wirkung dieses Schichtselektionsgradienten eingestrahlter Hochfrequenzpuls die Bandbreite Δω aufweist, so werden damit alle Spins ange­ regt, für die gilt:
ωres = ω ± Δω/2 (3)
d. h. alle Spins, für deren Ortskoordinate gilt:
z = ± Δω/(2 * γG) (4)
Die damit selektierte Schicht, die senkrecht zur z-Richtung liegt, ist in Fig. 1 dargestellt.
Gemäß der Erfindung wird nun ein Schichtselektionsgradient verwendet, der keinen linearen Verlauf aufweist, sondern bei dem die Resonanzbedingung in mindestens zwei räumlich beab­ standeten Regionen erfüllt ist. Fig. 2 stellt dies für den Fall dar, daß der Schichtselektionsgradient statt einer li­ nearen eine quadratische räumliche Abhängigkeit hat. Damit gilt:
ω = γ (B₀ + z² * Q) (5)
Die Gleichung 5 für die Anregung hat für < B₀ damit zwei Lösungen:
Die angeregte Schichtdicke hängt von der Bandbreite des ein­ gestrahlten Hochfrequenzpulses und von der Steilheit der qua­ dratischen Funktion im Bereich der Schicht ab. Durch Fre­ quenzverschiebung des Hochfrequenzpulses kann man beide Schichtpositionen bei gleichbleibendem Abstand in z-Richtung verschieben. Indem man zusätzlich zum quadratischen Term des Schichtselektionsgradienten einen linearen Term aufschaltet, bekommt man weitere Variationsmöglichkeiten zur Schichtposi­ tion und Schichtdicke.
Anstelle einer einfachen quadratischen Abhängigkeit des Schichtselektionsgradienten von der Ortsposition sind natür­ lich auch andere Funktionen anwendbar, bei denen die obenge­ nannte Resonanzbedingung in mehr als zwei oder mehr als zwei räumlich beabstandeten Bereichen erfüllt ist. Die bisherigen Darstellungen bezogen sich auf eine Schichtselektion in z-Richtung, sie ist natürlich auch in allen anderen Raumrich­ tungen möglich.
Zur Erzeugung eines nichtlinearen Schichtselektionsgradienten können vielfach Magnetfeldspulen verwendet werden, die in der Anlage ohnehin zur Verbesserung der Homogenität des Grundma­ gnetfeldes vorhanden sind, also die sogenannten Shim-Spulen. Solche Shim-Spulen erzeugen in der Regel unter anderem qua­ dratische Feldterme, die an sich für die Kompensation quadra­ tischer Feldstörungen gedacht sind. Die Auslegung von Shim- Spulen ist beispielsweise in Concepts in Magnetic Resonance, 1990, 2, S. 139-149, beschrieben.
Voraussetzung für die Anwendung von Shim-Spulen im Rahmen der hier beschriebenen Schichtselektion ist lediglich, daß die Ströme durch die Shim-Spulen während der Pulssequenz steuer­ bar sind.
Shim-Spulen, die für den hier angesprochenen Anwendungsfall geeignet sind, sind zusammen mit den ebenfalls erforderlichen Gradientenspulen für die linearen Magnetfeldgradienten in den Fig. 3 und 4 dargestellt. Dabei ist jeweils Koordinaten­ kreuz x, y, z eingezeichnet, das die Richtung der jeweiligen Gradienten in drei senkrecht aufeinanderstehenden Richtungen darstellen soll. Fig. 3 zeigt schematisch eine herkömmliche Anordnung von Gradientenspulen für die Erzeugung eines Ma­ gnetfeldgradienten Gy in y-Richtung. Die Gradientenspulen 2 sind als Sattelspulen ausgeführt, die auf einem Tragrohr 1 befestigt sind. Durch die Leiterabschnitte 2a wird innerhalb eines kugelförmigen Untersuchungsvolumens 11 ein weitgehend konstanter Magnetfeldgradient Gy in y-Richtung erzeugt. Die Rückleiter erzeugen aufgrund ihrer größeren Entfernung vom Untersuchungsvolumen 11 dort lediglich vernachlässigbare Kom­ ponenten. Die Gradientenspulen für den x-Magnetfeldgradienten sind identisch zu den Gradientenspulen 2 für den y-Magnet­ feldgradienten aufgebaut und lediglich auf dem Tragrohr um 90° in azimutaler Richtung verdreht. Der Übersichtlichkeit wegen sind sie daher in Fig. 3 nicht dargestellt.
In Fig. 3 sind ferner Shim-Spulen 4 bis 6 schematisch darge­ stellt, die ebenfalls als Sattelspulen ausgeführt sind. Jeder Shim-Spule 4 bis 6 ist jeweils eine Stromversorgung SH1 bis SH3 zugeordnet, die die jeweiligen Shim-Spulen 4 bis 6 mit Strömen I1 bis I3 versorgt. Die Ströme I1 bis I3 sind über eine Recheneinheit C steuerbar.
Die Gradientenspulen 3 für den Magnetfeldgradienten in z-Richtung sind in Fig. 4 schematisch dargestellt. Die Spulen sind ringförmig ausgeführt und symmetrisch zum Mittelpunkt des Untersuchungsvolumens 11 angeordnet. Da die beiden Ein­ zelspulen 3a und 3b in der in Fig. 4 dargestellten Weise in entgegengesetzter Richtung stromdurchflossen sind, verursa­ chen sie einen Magnetfeldgradienten in z-Richtung. Ferner sind in Fig. 4 - wiederum nur schematisch - weitere, in die­ sem Fall ringförmige, Shim-Spulen 7 bis 9 dargestellt, die ebenfalls über Stromversorgungen SH4 bis SH6 mit Strömen I4 bis I6 beaufschlagt werden. Die Ströme I4 bis I6 sind wieder durch die Recheneinheit C steuerbar.
In den Fig. 3 und 4 ist ferner schematisch die Stromver­ sorgung V für die Gradientenspulen 2, 3 dargestellt. Der Strom I durch die jeweilige Gradientenspule 2, 3 wird durch einen eine Meßsequenz vorgebenden Pulsgenerator P und einen Geber O für einen Strom bestimmt, wobei die Ausgangssignale des Puls­ generators P und des Gebers O addiert werden.
Magnetfelder lassen sich aufgrund von sphärischen harmoni­ schen Funktionen darstellen. Für die hier ausschließlich in­ teressierende axiale Komponente Bz des Magnetfeldes gilt:
Dabei sind R, Θ und ϕ die sphärischen Komponenten des Vek-tors R ist der Radius des abzubildenden Volumens, P(n, m) sind die entsprechenden Legendre-Polynome vom Grad n und von der Ordnung m und A (n, m) und B (n, m) sind die Koeffizien­ ten der sphärischen harmonischen Funktionen. Der Koeffizient A (0,0) charakterisiert das homogene Grundfeld, alle anderen Koeffizienten beschreiben Homogenitätsabweichungen. Die Shim- Spulen kann man derart gestalten, daß sie im wesentlichen ei­ ne dieser Komponenten beeinflussen, also z. B. einen quadra­ tischen Feldterm erzeugen.
Die zeitabhängige Ansteuerung der Shim-Spulen erfolgt ent­ sprechend den Voraussetzungen einer gewählten Pulssequenz durch die in den Fig. 3 und 4 dargestellte Recheneinheit. Die dabei erforderlichen Schaltzeiten müssen nicht die glei­ chen kurzen Werte erreichen wie bei schnellen Gradientenecho­ sequenzen, sie sollten jedoch mindestens in der Größenordnung von Millisekunden liegen.
Ein gewisses Problem besteht darin, daß die angeregten Schichten nicht planar sind, wenn das zugeschaltete nichtli­ neare Magnetfeld Ortsabhängigkeiten nicht nur in der ge­ wünschten Richtung (also z. B. z), sondern auch in anderen Raumrichtungen aufweist. In Fig. 5 ist als Beispiel die Iso­ konturlinie einer Funktion 2z² - √ dargestellt, die einem Schichtprofil entspricht. Man kann jedoch Magnetfeld­ spulen auch so ausführen, daß sie z. B. lediglich eine qua­ dratische Abhängigkeit längs einer beliebigen Raumrichtung aufweisen, wobei jedoch das erzeugte Magnetfeld unabhängig von den anderen Raumrichtungen ist.
Die dargestellte Schichtselektion läßt sich im Prinzip zur Sättigung oder zur Anregung selektierter Schichten anwenden. Sättigungsschichten werden z. B. angewandt, um Fettschichten in der Nähe des Untersuchungsbereiches zu sättigen, um Arte­ fakte durch die unterschiedlichen Spektralkomponenten der fettgebundenen Protonen zu vermeiden. In diesem Fall werden z. B. gemäß den Fig. 6 und 7 mehrere Hochfrequenzpulse RF1, RF2 unter einem Schichtselektionsgradienten GS einge­ strahlt. Der Schichtselektionsgradient GS weist eine Nichtli­ nearität der oben dargestellten Art auf, so daß zwei räumlich beabstandete Schichten gesättigt werden. Anschließend wird unter einem konventionellen (linearen) Schichtselektionsgra­ dienten GS′ ein Anrege-Hochfrequenzpuls RF3 eingestrahlt, so daß eine Schicht, die außerhalb der vorher gesättigten Schichten liegt, angeregt wird. Anschließend wird in herkömm­ licher Weise der Schichtselektionsgradient GS′ invertiert und ein Phasencodiergradient GP gemäß Fig. 9 eingeschaltet. Der in Fig. 10 dargestellte STEP-Gradient, dessen Funktion nach­ folgend noch näher erläutert wird, ist in diesem Fall der Sättigung nicht erforderlich. Gemäß Fig. 11 wird ein Ausle­ segradient GR eingeschaltet, unter dem das Kernresonanzsignal S ausgelesen wird.
Wenn man den nichtlinearen Schichtselektionsgradienten nicht zur Sättigung, sondern zur Anregung verwendet, entfällt die Sättigungsperiode SP nach den Fig. 6 bis 12. In diesem Fall ist der Schichtselektionsgradient GS′ in der dargestell­ ten Weise nichtlinear. Die Phasencodierung erfolgt mit dem Phasencodiergradienten GP nach Fig. 9 wie beim Sättigungsver­ fahren. Es besteht jedoch jetzt das Problem, in der Auslese­ phase die aus mehreren Schichten simultan auftretenden Si­ gnale in Frequenzrichtung zu trennen.
Die Zuordnung der gewonnenen Kernresonanzsignale zu den Schichten kann z. B. mit einer Hadamard-Codierung erfolgen ähnlich zu der in den bereits eingangs genannten Literatur­ stelle Magnetic Resonance in Medicine 15, Seiten 497-500 (1990), beschriebenen Verfahren. Dazu muß die Pulssequenz nach den Fig. 6 bis 12 zweimal durchgeführt werden, wobei bei einer Sequenz auf den Schichtselektionsgradienten GS′ ein in Fig. 8 gestrichelt dargestellter Gradient GSP in der Schichtselektionsrichtung folgt. Dieser Gradient GSP bewirkt eine Art Phasencodierung in Schichtselektionsrichtung und weist eine derartige Amplituden-Zeitfläche auf, daß sich zwi­ schen den beiden selektierten Schichten eine Phasenverschie­ bung um 180° ergibt. Damit ergeben sich folgende Phasenver­ hältnisse:
Bei der Messung ohne den Gradienten GSP setzt sich das Signal S aus den Signalen S1 und S2 aus der Schicht 1 bzw. der Schicht 2 jeweils ohne Phasenverschiebung ϕ zusammen:
S = S1 (ϕ=0) + S2 (ϕ=0)
Bei der Messung mit dem Gradienten GSP setzt sich das Signal wiederum aus den beiden Signalen S1 und S2 zusammen, wobei jedoch das erste Signal die Phase ϕ, das zweite Singal die Phase ϕ + 180° aufweist. Wenn man nun bei diesem zweiten Sum­ mensignal die Phase um jeweils -ϕ dreht, so erhält man fol­ gendes Summensignal
S′ = S1 (ϕ=0) + S2 (ϕ=180°)
Wenn man nun die beiden Summensignale S und S′ addiert, so fällt aufgrund der Gegenphasigkeit der Signalanteil aus der zweiten Schicht weg, d. h. man erhält nur noch das Signal aus der ersten Schicht. Wenn man dagegen die beiden Summensignale S und S′ subtrahiert, so fällt der Signalanteil aus der er­ sten Schicht weg und man erhält nur noch den Signalanteil aus der zweiten Schicht. Damit gelingt es also, die beiden selek­ tierten Schichten getrennt darzustellen. Dieses Prinzip läßt sich äquivalent auch auf vier oder mehr Schichten anwenden.
Eine weitere Möglichkeit besteht in der Anwendung eines so­ genannten STEP-Feldes oder auch "SESAM"-Feldes, wie es auch in der eingangs genannten deutschen Offenlegungsschrift 42 16 969 beschrieben ist. Diese Alternative ist in Fig. 10 dar­ gestellt. Das STEP-Feld GST verschiebt in der Auslesephase die Larmor-Frequenz für beide Schichten um den Betrag ΔB STEP gegeneinander, der die vollständige Trennung der Fre­ quenzinformationen während der Auslesephase erlaubt, wenn folgende Bedingung erfüllt ist:
ΔBSTEP GR * FOVR
Dabei ist GR der Gradient in Ausleserichtung, FOVR die Größe des Betrachtungsfeldes in Ausleserichtung. Unter dieser Vor­ aussetzung sind die Frequenzinformationen der beiden angereg­ ten Schichten im Frequenzraum und somit nach Fourier-Trans­ formation auch im Ortsraum getrennt. Diese Bedingung ent­ spricht der einfachen Tatsache, daß die höchste Frequenz der einen Schicht nicht mit der niedrigsten Frequenz der anderen Schicht zusammenfallen darf, um eine Bildüberlappung zu ver­ meiden. Gemäß Fig. 10 wird das STEP-Feld durch einen Gra­ dienten GST erzeugt, der - wie der Auslesegradient GR - einen vorausgehenden negativen Teilpuls aufweist, damit zum Ausle­ sezeitpunkt die Kernspins in allen Richtungen rephasiert sind. Das mit dem STEP-Gradienten GST erzeugte STEP-Feld BSTEP ist in Fig. 13 schematisch dargestellt. In der Schichtselek­ tionsrichtung z ist in den beiden angeregten Schichten SCH1 und SCH2 ein Magnetfeld vorhanden, das sich während der Aus­ lesephase um den Betrag ΔBz unterscheidet. Dies bewirkt, daß das ausgelesene Signal S zwei Frequenzbänder aufweist, wovon das niedrigere Frequenzband der ersten Schicht SCH1 und das höhere Frequenzband der Schicht SCH2 zuzuordnen ist. Damit kann der Signalursprung eindeutig der jeweiligen Schicht zu­ geordnet werden. Durch den Auslesegradienten GR senkrecht zur Richtung des STEP-Gradienten GST erfolgt innerhalb der ein­ zelnen Frequenzbänder eine Ortsauflösung in Ausleserichtung.
Mit dem oben angegebenen Verfahren können Volumina selektiert werden, die nicht einfach zusammenhängen. Damit können ohne großen Rechenaufwand auch bei Sequenzen mit extrem kurzen Re­ petitionszeiten mehrere Schichtanregungen erzeugt werden. Das Verfahren kann ohne größere Modifikationen auf herkömmlichen Anlagen angewandt werden, da in vielen Fällen die Shim-Spulen zur Erzeugung des nichtlinearen Schichtselektionsgradienten verwendet werden können. Es ist lediglich erforderlich, daß der Strom durch diese Shim-Spulen während der Pulssequenz ausreichend schnell steuerbar ist. Gegenüber Verfahren, bei denen zur Selektion mehrerer Schichten Hochfrequenzpulse mit entsprechenden Frequenzspektren angewandt werden, liegt ein Vorteil darin, daß hier die Hochfrequenzpulse kürzer sein können, da ein ganz normaler sinc-Puls zur Schichtselektion verwendet werden kann. Es können aber auch andere, von der sinc-Form abweichende, Hochfrequenzpulse angewendet werden.

Claims (9)

1. Pulssequenz für ein Kernspintomographiegerät, da­ durch gekennzeichnet, daß minde­ stens ein Hochfrequenzpuls (RF) unter der Wirkung eines Schichtselektionsgradienten (GS) eingestrahlt wird, der eine derartige nichtlineare Ortsabhängigkeit in einer er­ sten Richtung (z) aufweist, daß der Hochfrequenzpuls (RF) in mindestens zwei räumlich beabstandeten Bereichen (SCH1, SCH2) der Resonanzbedingung für Kernresonanz der betrachte­ ten Kerne entspricht.
2. Pulssequenz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schichtselekti­ onsgradient (GS) eine quadratische Ortsabhängigkeit aufweist.
3. Pulssequenz nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Hochfrequenzpuls (RF) ein Sättigungspuls ist und daß mindestens ein weiterer Hochfrequenzpuls (RF) als Anrege-Hochfrequenzpuls einge­ strahlt wird.
4. Pulssequenz nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Hochfrequenzpuls (RF) ein Anrege-Hochfrequenzpuls ist und daß entstehende Kernresonanzsignale (S) mit einer Codierung versehen werden, die die Zuordnung des Signalumsprungs zum jeweili­ gen Bereich (SCH1, SCH2) erlaubt.
5. Pulssequenz nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kernresonanzsi­ gnale (S) unter einem derartigen Gradienten (GST) in der ersten Richtung (z) ausgelesen werden, daß die Kernreso­ nanzsignale (S) aus den unterschiedlichen Bereichen (SCH1, SCH2) getrennte Frequenzbänder aufweisen.
6. Pulssequenz nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Gradient (GST) in der ersten Richtung eine Treppenfunktion aufweist.
7. Pulssequenz nach einem der Ansprüche 1 bis 6, da­ durch gekennzeichnet, daß vor dem Auslesen des Kernresonanzsignals (S) ein Phasencodiergra­ dient (GP) in mindestens einer zweiten, zur ersten Richtung senkrechten Richtung geschaltet wird.
8. Kernspintomographiegerät zur Ausführung einer Pulsse­ quenz nach einem der Ansprüche 1 bis 6, ge­ kennzeichnet durch
  • - ein erstes Gradientenspulensystem (2, 3), das Gradienten in drei senkrecht aufeinander stehenden Richtungen erzeugt,
  • - ein zweites Gradientenspulensystem (4 bis 9), das in mindestens einer Richtung einen Gradienten mit nichtlinearer Ortsabhängigkeit erzeugt,
  • - eine Steuereinheit (C), die während der Anregung der Kernspins das zweite Gradientenspulensystem (4 bis 9) ansteuert.
9. Kernspintomographiegerät nach Anspruch 6, da­ durch gekennzeichnet, daß als zweites Gradientenspulensystem (4 bis 9) ein Shim- Spulensystem verwendet wird.
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