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DE19616229A1 - Verfahren zum Steuern des Materialzuflusses einer Arbeitsstätte - Google Patents

Verfahren zum Steuern des Materialzuflusses einer Arbeitsstätte

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Publication number
DE19616229A1
DE19616229A1 DE19616229A DE19616229A DE19616229A1 DE 19616229 A1 DE19616229 A1 DE 19616229A1 DE 19616229 A DE19616229 A DE 19616229A DE 19616229 A DE19616229 A DE 19616229A DE 19616229 A1 DE19616229 A1 DE 19616229A1
Authority
DE
Germany
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tolerance limit
component
warehouse
production
actual
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19616229A
Other languages
English (en)
Inventor
Franz Fischer
Manfred Schulz
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DE19616229A priority Critical patent/DE19616229A1/de
Publication of DE19616229A1 publication Critical patent/DE19616229A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23QDETAILS, COMPONENTS, OR ACCESSORIES FOR MACHINE TOOLS, e.g. ARRANGEMENTS FOR COPYING OR CONTROLLING; MACHINE TOOLS IN GENERAL CHARACTERISED BY THE CONSTRUCTION OF PARTICULAR DETAILS OR COMPONENTS; COMBINATIONS OR ASSOCIATIONS OF METAL-WORKING MACHINES, NOT DIRECTED TO A PARTICULAR RESULT
    • B23Q41/00Combinations or associations of metal-working machines not directed to a particular result according to classes B21, B23, or B24
    • B23Q41/02Features relating to transfer of work between machines
    • GPHYSICS
    • G05CONTROLLING; REGULATING
    • G05BCONTROL OR REGULATING SYSTEMS IN GENERAL; FUNCTIONAL ELEMENTS OF SUCH SYSTEMS; MONITORING OR TESTING ARRANGEMENTS FOR SUCH SYSTEMS OR ELEMENTS
    • G05B19/00Programme-control systems
    • G05B19/02Programme-control systems electric
    • G05B19/418Total factory control, i.e. centrally controlling a plurality of machines, e.g. direct or distributed numerical control [DNC], flexible manufacturing systems [FMS], integrated manufacturing systems [IMS] or computer integrated manufacturing [CIM]
    • G05B19/41865Total factory control, i.e. centrally controlling a plurality of machines, e.g. direct or distributed numerical control [DNC], flexible manufacturing systems [FMS], integrated manufacturing systems [IMS] or computer integrated manufacturing [CIM] characterised by job scheduling, process planning, material flow
    • GPHYSICS
    • G05CONTROLLING; REGULATING
    • G05BCONTROL OR REGULATING SYSTEMS IN GENERAL; FUNCTIONAL ELEMENTS OF SUCH SYSTEMS; MONITORING OR TESTING ARRANGEMENTS FOR SUCH SYSTEMS OR ELEMENTS
    • G05B2219/00Program-control systems
    • G05B2219/30Nc systems
    • G05B2219/31From computer integrated manufacturing till monitoring
    • G05B2219/31387If resources, material, pieces under tolerance level, renew them until upper level
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02PCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES IN THE PRODUCTION OR PROCESSING OF GOODS
    • Y02P90/00Enabling technologies with a potential contribution to greenhouse gas [GHG] emissions mitigation
    • Y02P90/02Total factory control, e.g. smart factories, flexible manufacturing systems [FMS] or integrated manufacturing systems [IMS]

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Description

Bislang war es üblich, Fertigungsstätten, wie Bearbeitungs- und Werkzeugmaschinen oder Montageplätze einer Arbeitsvorbereitung zuzuordnen. Diese Arbeitsvorbereitung wurde als Steuerungsstelle vorgegeben:
Der Termin, zu dem die angeforderten Teile, Halbfertigteile oder Endprodukte fertig zu sein haben, in welcher Stückzahl sie vorhanden sein mußten und die Arbeitsforderung entwic­ kelte Forderungen an nachgeordnete Stellen, welches Material in welcher Güte zu welchem Zeitraum eingekauft werden mußte, welches Halbzeug an der Arbeitsstätte oder am Montageplatz zur Verfügung stehen mußte oder welche Halbfabrikate oder Baugruppen oder Halbfertigteile wo zu welchem Zeitpunkt angeliefert werden mußten.
Hieraus entwickelte die Arbeitsvorbereitung weiterhin Losgrößen, das heißt, welche Teil­ mengen impulsweise gefertigt wurden, wobei man sich in der Arbeitsvorbereitung meistens nach den Kenntnissen aus der Vergangenheit richtete, also die gesamte Planung empirisch entwickelte und als Forderung vorgab.
Hierbei gab es eine Vielzahl von Störgrößen, die auf diese starre Planung einwirkten. So war es zum Beispiel möglich, daß das Rohmaterial eine Bestellfrist beim Lieferanten vor­ aussetzte, was der Planungszeitraum für den Disponenten betrug. Weiterhin bestand eine interne Einflußmöglichkeit durch mehr oder weniger abrupten Wechsel der angeforderten Mengen im Planungszeitraum, und es war weiterhin möglich, daß durch ungeplante Zufälle das Personal nicht im Planungszeitraum verfügbar war, um an den vorhandenen Montageplätzen oder Arbeitsmaschinen die Teile zu fertigen, oder es konnten Störungen dadurch auftreten, daß eine oder mehrere der Arbeitsmaschinen nicht verfügbar waren oder daß sich zum Beispiel die Qualitätsanforderungen an die zu fertigenden Bauteile än­ derten, so daß auf den früher geplanten Maschinen diese Bauteile nun nicht mehr zu ferti­ gen waren. Als zusätzliche Störgrößen wirkten sich dann noch Sonderaufträge aus, die eine an und für sich für ein bestimmtes Bauteil eingeplante Arbeitsmaschine für ein anderes Bauteil benötigten, so daß diese im Planungszeitraum für die eigentlich geplante Fertigung gar nicht mehr zur Verfügung standen.
Weiterhin ergaben sich Unsicherheiten im Materialbestand und in der Materialplanung da­ durch, daß die Ist-Bestände an Material nicht erfaßt wurden. Solche Bestände können sich aus Summen an den einzelnen Lagerorten ergeben beziehungsweise auch aus ungewoll­ ten Lagern, beispielsweise aus Material, das sich irgendwo am Transport von einer Ferti­ gungsstätte zu einer anderen Fertigungsstätte befand.
Diese Einflußgrößen und nicht erfaßbaren Ist-Bestände führten zu einem recht starren Ma­ terialplanungssystem, das den wirklichen Anforderungen nicht mehr gerecht wurde.
Der vorliegenden Erfindung liegt mithin die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Steuern des Materialzuflusses zu einer Arbeitsstätte, wie einem Montageplatz oder einer Bearbei­ tungsmaschine oder einem Lager anzugeben, das den Materialzufluß lediglich aufgrund der Abweichungen des Ist-Bestandes zu zwei Soll-Toleranzgrenzen selbsttätig steuert.
Die Lösung der Aufgabe besteht bei einem Verfahren der Eingangs näher bezeichneten Art erfindungsgemäß in den Merkmalen der unabhängigen Patentansprüche.
Hieraus resultiert der Vorteil, daß durch ausschließlichen Vergleich von lst-Mengen mit Soll- Mengen sofort erkannt werden kann, wann eine Fertigung oder eine Montage an einem bestimmten Platz einerseits oder eine Nachbestellung von Material zur Auffüllung eines Lagers andererseits unabdingbar notwendig ist. Dieses Verfahren hat sich zum weiteren weitgehend frei von der Einflußnahme äußerer Störgrößen erwiesen und hat zum weiteren den Vorteil, daß zur Steuerung des Materialflusses nicht mehr externe Stellen, wie ein Dis­ ponent oder eine Arbeitsvorbereitung notwendig ist, sondern, daß diejenigen Personen selbst, die an dem Arbeitsplatz oder an der Montagestelle arbeiten oder das Lager überwa­ chen, sofort das Aufnehmen des Materialzuflusses zu einem der genannten Orte selbsttätig in Angriff nehmen können.
Weitere Ausgestaltungen und besonders vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung gehen aus den abhängigen Patentansprüchen und der nachfolgenden Beschreibung zweier Aus­ führungsbeispiele der Erfindung anhand der Fig. 1 bis 3 der Zeichnung näher hervor.
Es zeigt:
Fig. 1 ein Ablaufdiagramm eines Materialflusses,
Fig. 2 ein Balkendiagramm,
Fig. 3 ein weiteres Balkendiagramm.
In den einzelnen Fig. bedeuten gleiche Bezugszeichen jeweils die gleichen Einzelheiten.
Zum besseren Verständnis sei vorausgesetzt, daß unter Materialzufluß jedwedes Material verstanden werden soll. So kann es sich hierbei um ½-Zoll als Rundmaterial, um Halbfertig­ teile, als bereits einen gewissen Bearbeitungsgrad aufweisende Teile oder als nahezu fer­ tige Teile handeln, die jeweils zu Teilfertigteilen, Halbfertigteilen oder Endteilen verarbeitet werden oder aus Teilegruppen zu Endbaugruppen zusammengefügt werden oder als Teil­ fertigteile oder Rohteile einem gewissen Arbeitsgang unterworfen werden. Weiterhin ist darunter zu verstehen, daß Teile der vorgenannten Art einem Lager zugeführt werden, hier eine Zeitlang lagern und anschließend von dem Lager zu anderer Bearbeitung oder Fer­ tigstellung abgezogen werden. Um welche Teile es sich hierbei handelt, ist völlig gleichgül­ tig. Es können spanlos oder spanabhebend geformte Teile oder zu formende Teile oder auch Zukaufteile sein, die auf einem Lager liegen, um anschließend in den Weiterverkauf zu gehen.
Anhand der Fig. 1 wird der Materialdurchsatz durch eine Arbeitsstätte erläutert.
Eine Arbeitsstätte 1 ist entweder als Bearbeitungsmaschine oder Montageplatz ausgebildet. Im Falle einer Bearbeitungsmaschine kann es sich um eine spanlose oder spanende Werk­ zeugmaschine, um eine Formmaschine, wie beispielsweise eine Druckgußmaschine, oder einen Montageplatz handeln, an dem aus mehr oder weniger zahlreichen Teilen als Rohma­ terial ein Fertigteil gefertigt wird, wobei der Begriff des Rohmaterials und der des Fertigteils anhand der vorstehenden Definitionen weiter zu fassen ist. Das Rohmaterial 2 wird im Rahmen des Materialzuflusses 3 der Arbeitsstätte zugeführt und fließt von dieser über den Abfuhrweg 4 als Fertigteil 5 ab.
Im Rahmen der Fig. 4 ist ein solcher Materialfluß zu einem Lager 6 dargestellt.
Hierbei gelangt von einem Einkäufer bestelltes Rohmaterial 7 eines auswärtigen Lieferan­ ten über einen Materialzufluß 3 an das Lager 6, das es im Zuge des Abrufes auf dem Ab­ flußweg 4 als Zuliefermaterial 8 verläßt. Sowohl bei Betrachtung einer Arbeitsstätte, wie auch bei Betrachtung eines Lagers treten die gleichen Probleme auf, nämlich, daß auf kei­ nen Fall der Vorrat an Rohmaterial auf dem Zuflußweg 3 zur Arbeitsstätte 1 beziehungs­ weise dem Lager 6 so derart stocken darf, daß eine Fertigung oder Zwischenlagerung nicht möglich ist, so daß ein Abfluß auf dem Abflußweg 4 an die nachgeordnete, die Fertigteile oder das Zuliefermaterial bearbeitende Stelle vorgesehen ist, denn dies würde in einer der nachfolgenden Stellen einen Fertigungs- oder Lieferstillstand bewirken.
Andererseits belastet es die Gewinn- und Verlustrechnung des ver- oder bearbeiteten Un­ ternehmens beträchtlich, wenn der Zufluß auf dem Zuflußweg 3 zu hoch wird, daß also der Roh- oder Fertigteilbestand im Lager oder an der Arbeitsstätte zu groß wird. Folgen bei komplizierten Endprodukten, zum Beispiel Kesseln oder Umlaufwasserheizer, eine Vielzahl von Arbeitsstätten in Serie hintereinander oder auch in mehreren Parallelzweigen seiner­ seits hintereinander, so wird schnell deutlich, daß ein Überschuß an zuzulieferndem Mate­ rial vor jeder Arbeitsstätte oder vor jedem Lager oder Zwischenlager ein ungewolltes Binden von zu verzinsendem Kapital nach sich zieht, das die Gewinn- und Verlustrechnung des Unternehmens erheblich zum Negativen beeinflußt.
Es geht jetzt im folgenden darum, das Verfahren zum Steuern des Materialflusses unmittel­ bar in den Griff zu bekommen.
An jeder Arbeitsstätte 1 oder jedem Lager 6, wobei es sich bei dem Lager um ein Anfangs­ lager oder auch ein Endlager oder Zwischenlager handeln kann, ist ein Schaubild 9 gemäß Fig. 2 zugeordnet, mit dem es möglich ist, den Bestand beim abfließenden Material 8 oder abfließenden Fertigteilen 5 mit bestimmten Soll-Grenzen, die im nachfolgenden noch erläu­ tert werden, zu vergleichen, und je nach Abgleichung des Sollwertes von bisher werden Maßnahmen eingeleitet, oder es werden eingeleitete Maßnahmen unterbunden.
So wird der Ist-Wert 10 am vorhandenen Rohmaterial an einer Vergleichsstelle 11 mit ei­ nem Soll-Wert 12 verglichen, der eine erste Toleranzgrenze 13, eine zweite Toleranzgrenze 14 und eine dritte Toleranzgrenze 15 aufweist. Der Nullbestand im Soll-Wert ist mit der Grenze 16 gekennzeichnet. Während also beim Erreichen der Grenze 16 ein Nullbestand an Bauteilen gekennzeichnet ist, kennzeichnet die erste Toleranzgrenze 13 einen solchen Minimumbestand, bei dessen Unterschreiten eine Fertigung von Fertigteilen 5 an der Arbeitsstätte 1 notwendig wird. Dieser Fall ist im Rahmen der Fig. 1 dargestellt, bei dem nämlich die Vergleichsstelle 11 zwischen Ist-Wert 10 und erster Toleranzgrenze 13 unter­ halb dieser Toleranzgrenze, also zwischen ihr und der Nullgrenze 16, liegt. Die zweite Tole­ ranzgrenze 14 kennzeichnet einen größeren Ist-Wertbestand als der, der der Toleranz­ grenze 13 entspricht. Liegt der Ist-Wert 10 zwischen den beiden Toleranzgrenzen 13 und 14, bedeutet dies, daß eine Fertigung an der Arbeitsstätte 1 freigegeben ist, aber, daß eine Fertigung von Teilen an dieser Arbeitsstätte nicht unbedingt erfolgen muß, aber erfolgen kann, wenn dies aus irgendwelchen Gegebenheiten zweckmäßig ist. Diese können sich zum Beispiel aus Gegebenheiten einer Bauteilefamilie ergeben, was später noch behandelt wird, oder aufgrund erkennbarer Personal- oder Maschinenengpässen bei der Fertigung anderer Teile, so daß es hier zweckmäßig ist, an der Arbeitsstätte 1 aus irgendwelchen Gründen Vorrat zu fertigen. Liegt der Ist-Wert an Bauteilen 5 oberhalb der zweiten Toleranzgrenze, aber unterhalb der dritten Toleranzgrenze 15, so ist eine Fertigung von Fertigteilen 5 an dieser Arbeitsstätte 1 zu unterbinden, weil nämlich bereits genug fertige Bauteile vorliegen. Ein Überschreiten der dritten Toleranzgrenze 15 ist auf jeden Fall zu vermeiden, weil hier nur unnötige Kapitalbindungskosten für das verarbeitende Unterneh­ men die Folge sind.
Wird nach Unterschreiten der ersten Toleranzgrenze 13 die Fertigung eingeleitet, so müs­ sen so viele Fertigteile 5 gefertigt werden, daß mit Sicherheit die erste Toleranzgrenze 13 mit der dann vorhandenen Ist-Stückzahl erreicht wird. Es können allerdings so viele Bau­ teile gefertigt werden, daß die zweite Toleranzgrenze 14 erreicht oder überschritten wird; die dritte Toleranzgrenze 15 sollte aus den eben geschilderten Gründen aber nicht erreicht werden. Wie groß die gefertigte Losgröße gewählt wird, hängt von den übrigen Gegeben­ heiten ab, insbesondere von dem Ist-Zustand anderer Bauteile an anderen Arbeitsstätten 1.
Wurden im Rahmen der Fig. 1 eine oder mehrere Arbeitsstätten betrachtet und die Auswir­ kungen der Erfindung hieran herausgestellt, so wird im Rahmen der Fig. 4 die Auswirkung der Erfindung anhand eines Lagers betrachtet. Dieses Lager weist einen Ist-Zustand 10 auf, der im Vergleichspunkt 11 mit dem Soll-Wert 12 verglichen wird. Hierbei sind dem Soll- Wert die erste Toleranzgrenze 13, die zweite Toleranzgrenze 14 und die dritte Toleranz­ grenze 15 zugeordnet. Dem Lagerbestand Null ist die Grenze 16 zugeordnet.
Liegt der Ist-Wert 10 im eingezeichneten Bereich der Fig. 4, so liegt der Ist-Wert zwischen der ersten Toleranzgrenze 13 und der zweiten Toleranzgrenze 14, das bedeutet nach den eben für die Arbeitsstätte geschilderten Prämissen, daß das Lager durch Zufuhr von Roh­ material 7 auf dem Zuflußweg 3 aufgefüllt werden kann, aber nicht aufgefüllt werden muß. Ob es aufgefüllt wird, hängt zum Beispiel von der Preissituation des anzufordernden Roh­ materials ab oder auch von der Größe des Materialabflusses auf dem Abflußweg 4. Nimmt der Ist-Wert des Lagerbestandes weiter ab und wird die erste Toleranzgrenze 13 erreicht, muß das Lager aufgefüllt werden. Um welchen Betrag das Lager aufgefüllt wird, hängt nunmehr davon ab, inwieweit dieses zweckmäßig ist. Befindet sich der Einkaufspreis für das Rohmaterial 7 auf einem Minimum, so wird man den Lagerbestand bis zum Erreichen der dritten Toleranzgrenze 15 auffüllen. Ist das anzufordernde Rohmaterial zur Zeit relativ teuer, so wird man es wahrscheinlich nur bis zum Erreichen der ersten Toleranzgrenze 13 auffüllen. Ein Auffüllen des Lagers über die dritte Toleranzgrenze 15 ist wiederum un­ zweckmäßig, weil für das lagernde Unternehmen dann ein zu hoher Kapitalanteil zinsun­ günstig gebunden wird. Die Verhältnisse können dann anders aussehen, wenn man be­ rechtigterweise auf steigende Preise des Rohmaterials spekulieren kann, so daß dennoch eine Lagervergrößerung des Ist-Bestandes sinnvoll ist, wenn man das Lager zu höheren Preisen später wieder entleeren kann. Die Ausführungsmöglichkeit des Vergleichs des Ist- Bestandes 10 mit dem Soll-Wert 12 ist auf verschiedene Art und Weise möglich, so ist es einerseits möglich, daß derjenige, der das Lager 6 beziehungsweise den Arbeitsplatz 1 beaufsichtigt, das entsprechende Auffüllen an Rohmaterial oder Rohteilen durch mündli­ chen oder schriftlichen Befehl bewirkt; es ist auch möglich, den Ist-Wert und den Soll-Wert mitsamt den drei Toleranzgrenzen 13-15 in eine Datenverarbeitungsanlage einzuspeisen, die dann automatisch den Soll-Ist-Vergleich durchführt und den Materialzufluß durch ent­ sprechende Stellbefehle bewirkt. Der Materialzufluß seinerseits kann genau wie der Mate­ rialabfluß automatisiert werden, beispielsweise können Bauteile durch ein Zuführband an den Ort des Lagers 6 oder an den Arbeitsplatz 1 transportiert werden oder auch die Fertig­ teile sowohl von dem Lager wie auch der Arbeitsstätte wegtransportiert werden. Wesentlich für die Erfindung ist ausschließlich der verfahrensmäßige Ablauf und sind nicht die Mittel, durch die dieser verfahrensmäßige Ablauf bewirkt wird. Da heute bekanntermaßen Mikroprozessoren und Datenverarbeitungsanlagen zur Steuerung von Fertigung und Lager eingesetzt werden, ist deren Einsatz für die Abwicklung der Steuer- und Stellbefehle ohne weiteres möglich, die Umsetzung in solche ist den in Frage kommenden Fachleuten auch einleuchtend.
Im Rahmen der Fig. 2 ist nun das Schaubild 9, das nun als Schautafel in Form eines Stän­ ders einer anzuklebenden oder anzuheftenden Karte oder als Bildschirmdisplay einer Da­ tenverarbeitungsanlage vorliegen kann, im einzelnen näher erläutert, ausgehend von der Nullinie gemäß dem Nullbestand an Bauteilen oder Material 16, sind drei Balken 17,18 und 19 dargestellt, die den Ist-Bestand und Soll-Bestand an drei verschiedenen Bauteilen be­ deuten, die insgesamt zu einer Bauteilfamilie 20 gehören. Der Begriff der Bauteilfamilie wird für das Folgende derart definiert, daß dies Teile sind, die einander so ähnlich sind, daß sie an einer Arbeitsmaschine ausschließlich durch Teilumrüstung gefertigt werden können. Unterschiedliche Bauteile werden auf einer Arbeitsmaschine durch Totalumrüstung ge­ fertigt. So muß, wenn die Fertigung von einem Druckgußteil auf ein anderes Druckgußteil übergeht, das Druckgußwerkzeug vollständig entfernt und ein neues auf die Maschine aufgespannt werden. Wird zum Beispiel ein Drehteil gefertigt, so müssen sämtliche Dreh- und Fräswerkzeuge auf der Drehmaschine gewechselt werden, bevor ein neues Bauteil gefertigt wird. Bei einer Bauteilfamilie ist es aber nun so, daß einige der verwendeten Werkzeuge identisch bei beiden oder mehreren Bauteilen vorhanden sind.
So mag zum Beispiel als Bauteilfamilie das Bauteil der Gasdüse für einen Kessel dienen. Diese Bauteile haben alle eine gleiche Außenkonfigation, also gleichen Außendurchmes­ ser, gleichen Außenkegelwinkel, gleiches Außengewinde zum Einschrauben in ein Gasver­ teilrohr, aber jeweils unterschiedliche Kanaldurchmesser, durch die das Gas aus der Düse ausgeblasen wird. Man kann daher die einzelnen Gasdüsen als Bauteilfamilie betrachten, weil nämlich die Gasteile sich nur durch Auswechseln des Bohrers für den Innendurch­ messer der Gasdüse fertigen lassen. Alle anderen Werkzeuge können in der Werkzeugma­ schine vorhanden bleiben. Für andere Bauteile lassen sich andere Bauteilfamilien analog definieren. Sämtliche Bauteile 17, 18 und 19 einer Bauteilfamilie 20 unterscheiden sich aber im Materialdurchsatz. Innerhalb einer Planungsperiode, beispielsweise einem Monat, werden unterschiedliche Materialdurchsätze der einzelnen Bauteile einer Bauteilfamilie benötigt, obgleich die Balken 17 und 18 gleich hoch sind, ist ihnen jedoch ein anderer Maßstab zugeordnet. So sei angenommen, daß dem Bauteil 17 ein Gesamtmaterialdurch­ satz innerhalb einer Planungsperiode von einem Monat von 100.000 Stück zugrunde liegt, dem Bauteil 18 jedoch für die gleiche Planungsperiode nur ein halb so großer Durchsatz und dem Bauteil 19 in der gleichen Planungsperiode ein Durchsatz von 10% gegenüber dem Bauteil 17 zu Grunde liegt, das bedeutet also, daß von dem Bauteil 17 innerhalb der zu betrachtenden Planungsperiode doppelt so viele Teile gefertigt werden müssen wie von dem Bauteil 18 und daß andererseits das Bauteil 19 nur 20% des wahrscheinlichen Ge­ samtdurchsatzes des Bauteils 18 beträgt. Demgemäß unterscheiden sich die Bauteile alle in ihrem Gesamtdurchsatz pro Planungsperiode, wobei die Größe der Planungsperiode unternehmenstypisch variabel ist. Es unterscheiden sich aber auch die Materialdurchsätze in Teilperioden, weil nämlich die Teilperioden durch äußerst variable Materialdurchsätze ge­ kennzeichnet werden können. So wäre es zum Beispiel beim Bauteil 17 möglich, daß in den ersten beiden Wochen eines Monats als Planungsperiode alle Bauteile A dieser Pla­ nungsperiode abfließen, während im zweiten Teil der Planungsperiode, also in den zwei letzten Wochen des Monats gar keine Bauteile abfließen; somit ist im folgenden auf den Gesamtdurchsatz als auch auf die Durchsatzverteilung innerhalb gewisser Zeiträume bei den zu treffenden Entscheidungen des Materialzuflusses Rücksicht zu nehmen.
Die in der Fig. 2 abgehandelten Verhältnisse beziehen sich sowohl auf eine Arbeitsstätte 1 gemäß Fig. 1 wie auch auf ein Lager 6 gemäß Fig. 4. Befindet sich, wie im linken Balken 17 der Fig. 2 angenommen, der Ist-Zustand C zwischen der ersten Toleranzgrenze 13 und der Nullinie 16, so muß, je nachdem auf welche Art der Materialzuflußsteuerung sich die Fig. 2 bezieht, entweder das Lager 6 durch Rohmaterial 7 aufgefüllt werden oder die Arbeitsstätte 1 auf dem Zuflußweg 3 mit Rohmaterial 2 beliefert werden, damit dort gefertigt werden kann. Beim mittleren Bauteil, gemäß dem Balken 18 kann gefertigt oder das Lager aufgefüllt werden, je nachdem, ob das aus irgendwelchen anderen Gesetzmäßigkeiten zweckmäßig ist, während beim Bauteil 19 gemäß rechten Balken der Fig. 2 keine Fertigung oder keine Lagerauffüllung notwendig ist.
Zur besseren Sinnfälligkeit können die Bereiche zwischen erster Toleranzgrenze 13 und Nullinie 16 sowie erster und zweiter Toleranzgrenze 13 und 14 und zweiter Toleranzgrenze sowie dritter Toleranzgrenze 15 farbig markiert werden, wie dies anhand der Schraffur des Balkendiagramms nach Fig. 2 sinnfällig gezeichnet ist. So wird insbesondere 21 rot ge­ kennzeichnet, weil gefertigt oder aufgefüllt werden muß, der Bereich 22 gelb gekennzeich­ net, weil eine Fertigung oder Auffüllung freigestellt ist, während der Bereich 23 grün ge­ kennzeichnet wird, weil hier ein zuviel an Lager- oder Fertigungsbestand sinnfällig darge­ stellt wird.
Da die Fig. 2 die Zusammenhänge innerhalb einer Bauteilfamilie 20 kennzeichnet, sei noch auf folgendes hingewiesen: Unter der Annahme, daß alle drei Ist-Zustände 10 an Bauteilen 17, 18 und 19 unterhalb der ersten Toleranzgrenze 13 liegen, ist zu entscheiden, welches Bauteil von den drei eigentlich notwendigerweise zu fertigenden Bauteilen wirklich als er­ stes zu fertigen sein wird. Hierbei kommt es in erster Linie auf den niedrigsten Absolutbe­ stand an, je tiefer also beim Soll-Ist-Vergleich der Ist-Wert 10 liegt, um so eher ist dieses Bauteil als erstes zu fertigen beziehungsweise das Lager als erstes mit diesem Bauteil aufzufüllen. Es kann aber weiterhin notwendig sein, nicht auf die Absolutgröße des Ist-Be­ standes das Hauptaugenmerk zu richten, sondern vielmehr auf den Abflußdurchsatz; ist zum Beispiel der Abflußdurchsatz von den drei auszuwählenden Teilen 17-19 beim Bauteil 17 am größten, so muß dieses Bauteil vor den beiden anderen für den Fertigungs- oder Lagerauffüllungsbeginn vorgezogen werden.
Abgesehen von diesen Überlegungen, ist weiterhin im Auge zu behalten, daß unter der Annahme gemäß dem Balkendiagramm gemäß Fig. 2 zunächst eine Fertigung des Bauteils 17 ausgelöst wird, es sinnvoll ist, vor dem Wechseln auf ein anderes Bauteil, zunächst den Soll-Ist-Vergleich bei den Bauteilen 18 und 19 vorzunehmen. Nähert sich der Ist-Wert des Bauteils 18 der ersten Toleranzgrenze 13, wird es zweckmäßig sein, nur eine Teilumrü­ stung an der Arbeitsstätte vorzunehmen und das Bauteil 18 als nächstes zu fertigen, da ja seine Freigabe gemäß dem Soll-lst-Vergleich bereits freigegeben ist. Ist hier eine ausrei­ chende Losgröße gefertigt worden, so wird man sich die übrigen Bauteile der gleichen Bauteilefamilie 20 ansehen, und wenn ein Soll-lst-Wertvergleich beim Bauteil 15 das dar­ gestellte Ergebnis 11 bringt, wird man die Arbeitsstätte auf die Fertigung eines anderen Bauteils umrüsten, da nunmehr ein Kostenvorteil bei einer Teilumrüstung innerhalb einer Bauteilfamilie nicht mehr gegeben ist.
Eine solche Umrüstung zeigt die Fig. 3, die drei Bauteilefamilien 20, 24 und 25 zeigt. Diese unterschiedlichen Bauteilefamilien bedingen ein völliges Umrüsten einer Arbeitsstätte im Gegensatz zu einem Teilumrüsten, wenn nur auf Bauteile 17, 18 oder 19 einer einheitlichen Bauteilefamilie 20, 24 oder 25 umgerüstet werden muß.
Wesentlich für die Erfindung ist noch, daß es zum Beispiel möglich ist, an der Arbeitsstätte 1 und am Lager 6 Tafeln gemäß Fig. 2 aufzustellen. Die einzelnen Felder 21, 22 und 23 können durch die bereits geschilderten Farbgebungen sinnfällig gemacht werden. Die vor­ handenen Bauteile am Ort der Fertigungsstelle oder am Ort des Lagers werden dann zum Beispiel in Kästen gelagert, die einfach vor dem Farbbalken 17,18 oder 19 aufgestellt werden. Sind genügend Bauteile beziehungsweise Kästen vorhanden, kann zunächst die untere Toleranzgrenze 13 durch die Höhe des Kastenstapels unsichtbar gemacht werden, der jeweils oberste Kasten des Stapels signalisiert dann den Ist-Zustand 10 durch Weg­ nahme einzelner Kästen, also durch Abfluß von Zuliefermaterial 8, oder von Fertigteilen 5 auf dem Abflußweg 4 wird dann der Ist-Zustand impulsweise beziehungsweise stufenweise verringert, und eine Fertigung unter Neuauffüllung des Lagers wird dann veranlaßt, wenn die untere Toleranzgrenze 13 nach Wegnahme eines oder mehrerer Kästen wieder sichtbar wird. Bei einer Fertigung an der Arbeitsstätte 1 oder an einer Auffüllung des Lagers 6 wer­ den die Kästen vor den jeweiligen Farbbalken gestellt, und wenn die zweite Toleranzgrenze 14 durch den oberen Rand des oberen Rand des obersten Kastens verdeckt wird, also der Kastenrand des obersten Kastens in den Bereich 23 ragt, wird eine weitere Fertigung oder Auffüllung des Lagers in aller Regel unterbunden.
Die Anwendung der Erfindung zum Steuern des Materialzuflusses zu einer Arbeitsstätte beziehungsweise einem Lager führt dazu, daß der Lagerabfluß beziehungsweise die Ferti­ gung und der Materialzufluß dort visualisiert wird, wo er direkt in eine kurzfristige Maschi­ nenbelegung oder Lagerauffüllung umgesetzt werden kann, nämlich an der Maschine oder durch den Maschinenführer oder am Lagerort durch den Lagerverwalter. Eine Fernabfrage durch Datenverarbeitung durch eine zentrale Materialdisposition ist auch möglich. Durch eine ständige Transparenz der Lager- oder Fertigungsstellenabflüsse ist es ausgeschlos­ sen, daß es zur Teileversorgungsschwierigkeiten kommt, unter der Voraussetzung, daß die Bestandsführung ordnungsgemäß durchgeführt wird. Die Umlaufmengen an Lagermaterial beziehungsweise Teil- oder Fertigteilwaren können durch eine visuelle Parameteranpas­ sung definiert und kontrolliert sowie damit minimiert werden, weil bei einer Fehlentwicklung des Ist-Bestandes, bezogen auf den Soll-Bestand, sofort durch Fertigungsaufnahme bezie­ hungsweise Lagerauffüllung gegengesteuert werden kann. Infolge der Eigensteuerung ist es möglich, für die aktuell zu fertigenden beziehungsweise einzulagernden Teile weitge­ hend sogenannte Bauteilfamilien zu bilden, die eine Rüstzeitreduzierung mit sich bringen, weil es vom Übergang von einem Bauteil zu einem anderen innerhalb einer Bauteilfamilie möglich ist, die Arbeitsstätte nur teilweise und nicht vollständig umrüsten zu müssen.
Die Darstellung der nach dem Stand der Technik auftragsbezogenen nach prognostizierten Bedarfsterminen ausgerichtete Rohmaterialdisposition beziehungsweise Zuflußteiledispo­ sition und Beschaffung kann jetzt auf eine tatsächliche Verbrauchsorientierung umgestellt werden. Es werden nämlich durch die Erfindung die tatsächlich abgeflossenen Teile und nicht irgendwelche Soll-Werte der Materialdisposition zugrunde gelegt. Die mit der Erfin­ dung verbundene ständige Materialverfügbarkeit ermöglicht höchste Flexibilität im bezug auf die Anforderung der Kunden, die die Fertigung oder den Lagerabruf anfordern. Weiter­ hin sind aufgrund der Darstellungsweise des Soll-Ist-Vergleiches der Steuerungselemente Tendenzen der Bestandshöhen zu erkennen, die weitere Maßnahmen bezüglich der Perso­ nalsteuerung des Maschineneinsatzes ermöglichen. Damit ist es möglich, daß das Ferti­ gungsmaterial an den Arbeits- und Montageplätzen auf betriebliche Gegebenheiten selb­ ständig reagieren kann. Laufen nämlich alle Ist-Werte des zufließenden Materials in den oberhalb des Bereichs der zweiten Toleranzgrenze, also in den Bereich zwischen zweiter und dritter Toleranzgrenze, ist es möglich, Maschinen für eine anderweitige Fertigung, zum Beispiel Fremdeinsätze, aus der laufenden Fertigung herauszuziehen beziehungsweise beim Personal großzügig Urlaub zu gewähren. Andererseits kann beim permanenten Ab­ sinken mehrerer Bauteile in dem Bereich nahe der ersten Toleranzgrenze eine generelle Aufstockung der Fertigung durch Bereitstellung neuer Maschinen, neuen Personals oder neuen Fertigungsraums notwendig werden. Dies ist eine ideale Voraussetzung, für die fle­ xible Arbeitszeit des arbeitenden Personals, was zu einem Wettbewerb für das produzie­ rende oder verkaufende Unternehmen führt, ohne daß aufwendige Auswertungen oder Aufbereitungsaufwand notwendig sind.

Claims (7)

1. Verfahren zum Steuern des Materialzuflusses (3) zu einer Ar­ beitsstätte (1), wie einem Montageplatz oder Werkzeugmaschine, dem oder der Material oder Rohmaterial (2) impulsweise zuge­ führt und Fertigteile (5) ebenso impulsweise abgeführt werden, bei dem der Ist-Zustand (10) des Materialbestandes mit zwei Soll- Toleranzgrenzen (13, 14) verglichen wird, von denen die erste (13) eine kritische Mindestmenge an Fertigteilen (5) definiert, die eine Fertigung einer Losgröße auslöst, und die zweite (14) eine Fertigung einer Losgröße freigibt und der Materialzufluß (3) in Gang gesetzt wird, bis eine Fertigteilmenge erreicht ist, die zwi­ schen der ersten Toleranzgrenze (13) und einer dritten Toleranz­ grenze (15) liegt, die aufgrund wirtschaftlicher Ablaufgestaltung festgelegt ist.
2. Verfahren zum Steuern des Materialzuflusses (3) zu einem Mate­ riallager (6), dem Rohmaterial (7) durch eine Beschaffungstätig­ keit zugeführt und durch Auslagerung an ein weiteres Lager (6) oder einen Arbeitsplatz (1) abgeführt wird, bei dem der Ist-Zu­ stand (10) des Materialbestandes mit zwei Soll-Toleranzgrenzen (13, 14) verglichen wird, von denen die erste (13) eine kritische Mindestmenge an Fertigteilen/Material definiert, die eine Auffül­ lung des Lagers (6) auslöst, die zweite eine Auffüllung des Lagers freigibt und bei dem der Materialzufluß (3) in Gang gesetzt wird, bis eine Materialmenge erreicht ist, die zwischen der ersten Tole­ ranzgrenze (13) und einer dritten Toleranzgrenze (15) liegt, die aufgrund wirtschaftlicher Ablaufgestaltung festgelegt ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, bei dem nach Unterschreiten der ersten Toleranzgrenze (13) dasjenige Bauteil/Lagerteil zuerst gefertigt/geliefert wird, dessen Ist-Zahl (10) das Minimum erreicht hat.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, bei dem bei Unterschreiten der ersten Toleranzgrenze (13) dasjenige Bauteil/Lagerteil zuerst gefertigt wird, dessen Abflußdurchsatz (Teile pro Zeiteinheit) ein Maximum ist.
5. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, bei dem bei Unterschreiten der ersten Toleranzgrenze (13) dasjenige Bauteil/Lagerteil zuerst gefertigt/geliefert wird, dessen Gesamtdurchsatz ein Maximum darstellt.
6. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, bei dem Bauteile (17, 18, 19) einer Bauteilefamilie (20, 24, 25) dann gefertigt werden, wenn alle anderen Bauteile in ihrem Ist-Zustand (10) oberhalb der ersten Toleranzgrenze (13) liegen.
7. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem eine Losgröße eines Ferti­ gungszuflusses derart bestimmt wird, daß der Ist-Bestand (10) in der vorhandene Bauteile zuzüglich der Anzahl der Bauteile in der gerade zu fertigenden Losgröße gerade die dritte Toleranzgrenze (15) erreicht, wenn nicht ein Absinken eines anderen Bauteiles unter die erste Toleranzgrenze (13) während der Fertigung der Losgröße erfolgt.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP1332832A4 (de) * 2000-09-12 2007-09-19 Honda Motor Co Ltd Montagevorrichtung für gestapelten ring
CN103365271A (zh) * 2013-06-28 2013-10-23 浙江大学 一种基于石化企业生产装置的物料输送控制方法
BE1026485B1 (de) * 2018-07-31 2020-07-17 Zahoransky Ag Verfahren zur Herstellung von Bürsten, Verwendung einer Bürstenherstellungsmaschine, Bürstenherstellungsmaschine und Bürstenproduktionsnetzwerk

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