DE19616617A1 - Zündbrenner mit Masseelektrode - Google Patents
Zündbrenner mit MasseelektrodeInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Zündbrenner mit Injektor, Ionisationselektrode und
Masseelektrode.
Beispiele für Zündbrenner finden u. a. Anwendung in gasbetriebenen Heizungsanlagen, wie
Gasheizkesseln oder Durchflußerhitzern. Hierbei wird der in der Heizungsanlage verwendete
Brennstoff über eine am Zündbrenner permanent brennende Zündflamme entzündet. Die
Zündflamme des Zündbrenners wird dabei über einen Injektor, der mit einem Gasreservoir
verbunden ist, aufrecht erhalten. Die Entzündung der Zündflamme am Zündbrenner erfolgt
durch Entladung einer Überspannung zwischen einer am Zündbrenner angeordneten
Zündelektrode und einer Masseelektrode. Erlischt die Zündflamme, was z. B. durch einen
Luftstoß, einen Druckstoß oder eine zeitweilige Unterbrechung der Gasversorgung geschehen
kann, so muß diese nach der vorgenannten Art und Weise neu gezündet werden. Unterbleibt
diese Neuzündung, so muß die Gaszufuhr gestoppt werden. Andernfalls könnte unverbranntes
Gas aus dem Injektor ungehindert ausströmen, sich in größeren Mengen ansammeln und u. U.
nach einer Zündung zur Explosion führen, was eine erhebliche Gefahr für in der Umgebung
befindliche Menschen und Anlagen bedeuten könnte. Aus diesem Grund wird das Brennen der
Zündflamme in derartigen Zündbrennern permanent überwacht. Dies kann, wie es auch beim
Zündbrenner der vorliegenden Erfindung der Fall ist, über eine Ionisationselektrode erfolgen,
in der durch Flammenionisation durch die Zündflamme ein geringer aber meßbarer Stromfluß
induziert wird. Solche über die Ionisationselektrode von Zündbrennern nach dem Stand der
Technik gemessenen Ionisationsströme liegen in einer Größenordnung von etwa 1,5
Mikroampere, wobei die Schaltschwelle bei etwa 0,8 Mikroampere liegt. Die Messung derart
geringer Stromstärken bzw. Stromstärkenunterschiede kann in solchen Anlagen durch das
Auftreten von Kriechströmen mit Fehlern behaftet sein und zu Fehlfunktionen, z. B. Erlöschen
der Zündflamme wegen unnötiger Unterbrechung der Gaszufuhr oder den obengenannten
Gefahren durch unkontrollierten Gasaustritt, führen. Ein weiteres Problem, das bei Zünd
brennern nach dem Stand der Technik auftreten kann, ist, daß die Zündflamme durch einen
Druckstoß beim Zünden des Brenners ausgeblasen wird.
Gegenüber dem Stand der Technik liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde,
einen Zündbrenner mit Injektor, Ionisationselektrode und Masseelektrode zu schaffen, bei dem
die Zündflamme stabilisiert ist und bei dem die über die Ionisationselektrode gemessenen
Ionisationsströme höher sind als bei herkömmlichen Zündbrennern, um höchstmögliche
Funktionssicherheit, Meß- und Schaltgenauigkeit, trotz eventuell auftretender Kriechströme
zu gewährleisten.
Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß ein Abschnitt der Masseelektrode des Zündbrenners der
vorliegenden Erfindung durch den von der Zündflamme überstrichenen Bereich zwischen
Injektor und Ionisationselektrode verläuft.
Es hat sich herausgestellt, daß Form und Anordnung der Masseelektrode des Zündbrenners
einen Einfluß auf den in der Ionisationselektrode induzierten Stromfluß und die Stabilität der
Zündflamme haben. Die Masseelektrode des Zündbrenners der vorliegenden Erfindung ist so
geformt und angeordnet, daß die Zündflamme geteilt wird und zu der darüber angeordneten
Ionisationselektrode geleitet wird. Dies bewirkt offenbar eine Stabilisierung der Zündflamme
und vermindert die Gefahr, daß die Zündflamme durch den Druckstoß beim Zünden oder durch
einen Luftstoß ausgeblasen wird. Ein weiterer und besonders wichtiger Vorteil der vorliegenden
Erfindung ist, daß die Anordnung der gemäß der Erfindung geformten Masseelektrode bewirkt,
daß durch die Zündflamme in der Ionisationselektrode Ströme von etwa 3 bis 4 Mikroampere
induziert werden, was der zwei- bis dreifachen Stromstärke bekannter Vorrichtungen
entspricht. Diese gegenüber bekannten Anordnungen vergleichsweise hohen Ionisationsströme
bedeuten eine erhebliche Zunahme der Funktionssicherheit des Zündbrenners, da Kriech
ströme, z. B. verursacht durch korrosionsbedingte Undichtigkeit der Isolation der Ionisations
elektrode, das in der Meßeinheit erzeugte Signal nicht mehr so leicht verfälschen können wie
bisher.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Masseelektrode des Zündbrenners
ein wahlweise gebogener Stab. Bevorzugt ist die Masseelektrode U-förmig gebogen, wobei der
U-Bogen vorzugsweise gekrümmt verläuft und besonders bevorzugt einen konstanten
Biegeradius aufweist. Der Querschnitt der Masseelektrode des Zündbrenners weist bevorzugt
einen zylindrischen Querschnitt, wahlweise aber auch einen elypsoiden oder polygonalen
Querschnitt auf. Offenbar bewirkt diese Form der Masseelektrode sowohl eine Stabilisierung
der Zündflamme als auch eine Erhöhung der in der Ionisationselektrode induzierten
Ionisationsströme.
Vorzugsweise weist der Zündbrenner eine Zündelektrode auf und ist mit einem Halteblech
verbunden, über das die einzelnen Komponenten des Zündbrenners befestigt und positioniert
sind.
Eine weitere bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung weist eine bezüglich der
Längsachse des Injektors symmetrische Masseelektrode auf. Die Symmetrie der Masseelek
trode verhindert, daß sich diese bei einseitiger Erwärmung verformt, wodurch eine
weitgehende Konstanz der Ionisationsströme erzielt wird.
Eine besonders bevorzugte Ausführungsform der Erfindung weist eine Masseelektrode des
Zündbrenners aus einer Aluminium-Chrom-Legierung, vorzugsweise aus der Aluminium-Chrom-
Legierung 1.4765, auf. Die thermische Stabilität dieses Materials gewährleistet höchste
Temperaturbeständigkeit und lange Lebensdauer der Masseelektrode.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das eine Ende der
Ionisationselektrode des Zündbrenners in der Verlängerung der Längsachse des Injektors über
dem Massebügel so angeordnet, daß die Zündflamme auf dieses Ende der Ionisationselektrode
gelenkt wird, was sich offensichtlich vorteilhaft auf die Höhe des induzierten Ionisationsstroms
auswirkt.
Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung werden
deutlich anhand der folgenden Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform und der
dazugehörigen Figuren. Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht eines Zündbrenners, und
Fig. 2 eine schematische Draufsicht auf dieselbe Zündbrenneranordnung von oben.
Fig. 1 zeigt eine schematische Seitenansicht eines Zündbrenners mit Injektor 1, Ionisations
elektrode 2, Masseelektrode 3, Zündelektrode 4 und Halteblech 5.
Man erkennt in Fig. 1, daß der Gasauslaß des Injektors 1, der Scheitelpunkt der U-förmig
gebogenen Masseelektrode 3 und das freie Ende der L-förmig gebogenen Ionisationselektrode
2 entlang der Längsachse des Injektors 1 angeordnet sind. Der Injektor 1 besteht hierin aus
einem im wesentlichen zylindrischen Rohr mit abgerundeter Oberseite, an dem seitliche Bleche
angeordnet sind, die sich von einer Basis 7 des im wesentlichen zylindrischen Rohres über die
Oberseite des Injektors bis hin zur gegenüberliegenden Seite auf Höhe der Basis 7 erstrecken.
Diese Bleche dienen zum einen dazu, das aus dem Injektorauslaß ausströmende Gas
umzulenken und der Zündflamme dadurch eine spezielle Form zu verleihen und andererseits
zur Ableitung der durch die Zündflamme am Injektor entstehenden Wärme. Weiterhin erkennt
man, daß die Masseelektrode 3 im wesentlichen U-förmig gebogen ist, wobei der U-Bogen
gekrümmt mit konstantem Biegeradius verläuft, der Querschnitt im wesentlichen kreisförmig
ist und der Abstand der beiden Schenkel vom Scheitelpunkt der Masseelektrode bis hin zur
Höhe der Basis 7 des Injektors konstant ist und sich anschließend in Richtung des Halteblechs
vergrößert. Die Enden der Masseelektrode 3 sind hierin am Halteblech 5 befestigt. Die
Ionisationselektrode 2 und die Zündelektrode 4 sind jeweils von Isolationsummantelungen,
entsprechend 2′ und 4′, umhüllt, die durch Bohrungen im Halteblech 5 hindurchgeführt sind
und die Ionisationselektrode 2 und die Zündelektrode 4 isolieren und vor Kriechströmen
abschirmen sollen. Die Befestigung der Ionisationselektrode 2 und der Zündeleketrode 4 mit
den entsprechenden Isolationsummantelungen 2′ und 4′ am Halteblech 5 erfolgt über
vorzugsweise aus Kunststoff oder einem anderen isolierenden Material bestehende
Befestigungsplatten 8 bzw. 8′, die mit den Isolationsummantelungen 2′ bzw. 4′ verbunden
und über die Vorrichtungen 6 bzw. 6′ mit dem Halteblech 5 vernietet oder verschraubt sind.
Fig. 2 zeigt eine schematische Draufsicht auf die in Fig. 1 dargestellte Zündbrenneranord
nung von oben mit Injektor 1, Masseelektrode 3 und Halteblech 5, wobei die Stellen, an denen
in Fig. 1 die Ionisationselektrode 2 und die Zündelektrode 4 angeordnet sind, in dieser
Zeichnung nur durch die Kreise 2′ und 4′ angedeutet sind. In Fig. 2 wird deutlich, daß die
Masseelektrode 3 in Umfangsrichtung zu den aufgesetzten Blechen des Injektors 1 um einen
Winkel von etwa 45° versetzt angeordnet ist.
Claims (13)
1. Zündbrenner mit Injektor (1), Ionisationselektrode (2) und Masseelektrode (3), dadurch
gekennzeichnet, daß ein Abschnitt der Masseelektrode durch den von der Zündflamme
überstrichenen Bereich zwischen Injektor und Ionisationselektrode verläuft.
2. Zündbrenner nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zündbrenner eine
Zündelektrode (4) aufweist.
3. Zündbrenner nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der
Zündbrenner mit einem Halteblech (5) verbunden ist.
4. Zündbrenner nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Masseelektrode (3) einen wahlweise gebogenen Stab aufweist.
5. Zündbrenner nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Masseelektrode (3) im wesentlichen U-förmig gebogen ist.
6. Zündbrenner nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der U-Bogen der Masseelek
trode (3) im wesentlichen gekrümmt verläuft.
7. Zündbrenner nach einem der Ansprüche 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß der U-
Bogen der Masseelektrode (3) einen konstanten Biegeradius, vorzugsweise mit einem
halben Injektordurchmesser, aufweist.
8. Zündbrenner nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die
Masseelektrode (3) des Zündbrenners einen im wesentlichen zylindrischen, wahlweise
elypsoiden oder polygonalen Querschnitt aufweist.
9. Zündbrenner nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die
Masseelektrode (3) des Zündbrenners zumindest in Abschnitten aus einer Aluminium-
Chrom-Legierung, vorzugsweise aus der Aluminium-Chrom-Legierung 1.4765, besteht.
10. Zündbrenner nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die
Masseelektrode (3) des Zündbrenners bezüglich der Längsachse des Injektors (1)
symmetrisch ist.
11. Zündbrenner nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der
Scheitelpunkt der Masseelektrode (3) des Zündbrenners in der Verlängerung der
Längsachse des Injektors (1) angeordnet ist.
12. Zündbrenner nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß Bereiche
der Masseelektrode (3) des Zündbrenners am Injektor (1) anliegen oder damit verbunden
sind.
13. Zündbrenner nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß das freie
Ende der Ionisationselektrode (2) des Zündbrenners in der Verlängerung der Längsachse
des Injektors (1) über der Masseelektrode angeordnet ist.
Priority Applications (3)
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|---|---|---|---|
| DE1996116617 DE19616617A1 (de) | 1996-04-25 | 1996-04-25 | Zündbrenner mit Masseelektrode |
| DE29608070U DE29608070U1 (de) | 1996-04-25 | 1996-04-25 | Zündbrenner mit Masseelektrode |
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Applications Claiming Priority (1)
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| DE (1) | DE19616617A1 (de) |
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1996
- 1996-04-25 DE DE1996116617 patent/DE19616617A1/de not_active Ceased
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