DE19616580A1 - Mit kräftefreier Einsteuerung arbeitender Verbinder mit Schleifwirkung - Google Patents
Mit kräftefreier Einsteuerung arbeitender Verbinder mit SchleifwirkungInfo
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- Coupling Device And Connection With Printed Circuit (AREA)
Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen elek
trischen Verbinder gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
1 und betrifft einen Verbinder mit einem Mechanismus
zum Reduzieren der Kontaktverbindungskräfte sowie zum
Schaffen einer Schleifwirkung der miteinander in Ver
bindung tretenden Kontaktflächen, insbesondere zur
Verwendung mit Kontakten, die nicht mit einem nicht
oxidierenden Material plattiert sind.
Verbinder mit kräftefreier Einsteuerung besitzen typi
scherweise einen Mechanismus zum Vorspannen federnd
nachgiebiger Kontakte eines Verbinders in Richtung von
ihrer endgültigen Verbindungsposition weg, so daß kom
plementäre Verbinder gekoppelt werden können, ohne daß
miteinander in Verbindung tretende Anschlüsse Rei
bungskräfte oder einander blockierende Kräfte aufein
ander ausüben. Sobald die Verbinder gekoppelt sind,
wird die Einrichtung zum Vorspannen der Anschlüsse
voneinander weg freigegeben, und die zu verbindenden
Anschlüsse werden in elektrische Verbindung miteinan
der gebracht. Solche Verbinder werden häufig dort vor
gesehen, wo eine große Anzahl von Anschlüssen und so
mit eine potentiell hohe Verbindungskraft vorhanden
sind oder wo es wünschenswert ist, den Kopplungsvor
gang zu erleichtern.
Das Problem vieler herkömmlicher Systeme besteht da
rin, daß bei Kontaktierung von Anschlüssen miteinander
keine Schleifwirkung zwischen den Kontakten bzw. An
schlüssen auftritt. Aus diesem Grund besitzen solche
Verbinder mit Gold plattierte Kontakte, um die Bildung
von Oxidationsschichten auf den Kontaktflächen zu ver
hindern. Im Fall einer mit Zinn plattierten Kon
taktfläche zum Beispiel wäre es erforderlich, eine
Schleifwirkung zu haben, um die Oxidationsschicht an
der Kontaktfläche wegzureiben. Oxidationsschichten
besitzen typischerweise einen hohen elektrischen
Widerstand und verschlechtern somit die Qualität des
elektrischen Kontakts.
Ein Ziel der vorliegenden Erfindung besteht daher in
der Schaffung eines Verbinders mit kräftefreier Ein
steuerung, der Anschlüsse mit Kontaktflächen aufweist,
die einer Oxidation ausgesetzt werden können, wobei
der Verbinder dennoch eine sichere Kontaktherstellung
ermöglicht.
Ein weiteres Ziel der Erfindung besteht in der
Schaffung eines Verbinders mit kräftefreier Einsteue
rung, der einen Mechanismus zum Vorspannen von Kontak
ten voneinander weg sowie zum anschließenden Verbrin
gen derselben in elektrische Verbindung mit damit zu
verbindenden Kontakten aufweist, wobei dieser Mecha
nismus außerdem eine Schleifwirkung zwischen den mit
einander in Verbindung tretenden Kontaktflächen
erzeugt.
Zusätzlich dazu besteht ein Ziel der vorliegenden Er
findung in der Schaffung eines kostengünstigen, abge
dichteten Verbinders mit kräftefreier Einsteuerung zur
Verwendung bei rauhen Umgebungsbedingungen, wie zum
Beispiel bei Anwendungen in Kraftfahrzeugen.
Erreicht werden solche Ziele erfindungsgemäß durch
Schaffung eines Verbinders mit einem Gehäuse und einer
Vielzahl elektrischer Anschlüsse mit Kontaktflächen,
die in federnd nachgiebiger Weise von ihrem endgülti
gen Verbindungszustand weg vorspannbar sind, um ein
Reiben gegen Kontaktflächen eines komplementären Ver
binders während des Kopplungsvorgangs zu verhindern,
wobei die Vorspanneinrichtung eine Steuerfläche auf
weist, an der ein Verbindungsende des komplementären
Verbinders in einer ersten, vollständig eingeführten
Position angreift, wobei die Steuerfläche in eine
vollständige Kopplungsposition bewegbar ist, in der
die federnd nachgiebigen Kontakte für eine elektrische
Verbindung mit dem komplementären Verbinder freigege
ben werden und wobei außerdem durch dieses Angreifen
die miteinander verbundenen Verbinder relativ zuein
ander verschoben werden, so daß zwischen den mitein
ander in Verbindung stehenden Kontaktflächen ein
Schleifvorgang stattfindet.
Bei einem vorteilhaften, bevorzugten Ausführungsbei
spiel ist das Steuerflächenelement drehbar beweglich,
und die Betätigung desselben kann mittels eines dreh
baren Hebels erfolgen, der über eine Außenfläche des
Verbindergehäuses hinausragt. Ein solcher Hebel be
sitzt vorzugsweise Flügelbereiche, die in einen
Schlitz einer Außenwand des komplementären Verbinders
eingreifen, wenn sich der Hebel in dem Zustand für
eine kräftefreie Einsteuerung befindet, wobei die Flü
gelbereiche in der Verbindungsposition an Schultern in
der Wandung des komplementären Verbinders angreifen,
um die miteinander gekoppelten Verbinder miteinander
zu verriegeln. Bei einer länglichen Verbinder
ausführungsform mit zwei Reihen von Kontakten zur Ver
bindung mit beiden Seiten einer gedruckten Schaltungs
platte des komplementären Verbinders läßt sich die
Steuerflächeneinrichtung in vorteilhafter Weise zwi
schen den Kontaktreihen positionieren. Zum Abdichten
des Verbinders ist die drehbare Steuerflächenein
richtung vorzugsweise in Halterungen positioniert, die
mit O-Ring-Dichtungen versehen ist.
Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich
aus den Unteransprüchen.
Die Erfindung und Weiterbildungen der Erfindung werden
im folgenden anhand der zeichnerischen Darstellungen
eines bevorzugten Ausführungsbeispiels noch näher er
läutert. In den Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 eine Ansicht eines Anschlußaufnahmeendes
eines Verbinders gemäß der vorliegenden
Erfindung;
Fig. 2 eine Querschnittsansicht entlang der Linie
2-2 der Fig. 1, wobei der Verbinder mit
Anschlüssen bestückt ist und mit einem kom
plementären Verbinder gekoppelt ist;
Fig. 3 eine Querschnittsansicht entlang der Linie
3-3 der Fig. 1, wobei der Verbinder eben
falls mit Anschlüssen bestückt ist und mit
einem komplementären Verbinder gekoppelt
ist, wobei sich jedoch ein Steuerflächen
element in einer Plattenaufnahmeposition
befindet;
Fig. 4 eine Querschnittsansicht entlang der Linie
4-4 der Fig. 1;
Fig. 5 eine Querschnittsansicht entlang der Linie
5-5 der Fig. 2;
Fig. 6 eine fragmentarische Ansicht gesehen in
Richtung des Pfeils 6 der Fig. 5; und
Fig. 7 und 8 Ansichten eines Anschlusses des Verbin
ders der Fig. 1 bis 6.
Wie unter Bezugnahme auf die Fig. 1 bis 3 zu sehen
ist, besitzt ein Verbinder 2 mit kräftefreier Ein
steuerung ein isolierendes Gehäuse 4 sowie eine Viel
zahl von Anschlüssen 6, 7, die in Hohlräumen 8, 9 an
gebracht sind, welche sich von einem Anschlußauf
nahmeende 10 zu einem Steckverbindungsende 12 durch
das Gehäuse hindurcherstrecken. Der Verbinder 2 ist
mit einem komplementären Verbinder 14 verbindbar, der
ein Gehäuse 16 und eine gedruckte Schaltungsplatte 18
aufweist, die sich axial durch eine vordere Wand 20
des Gehäuses 16 hindurcherstreckt. Die vordere Wand 20
bildet eine Verbindungsseite 22, die bei miteinander
gekoppelten Verbindern nahe der Steckverbindungsseite
12 angeordnet ist. Elektrische Anschlüsse der gedruck
ten Schaltungsplatte 18 umfassen leitfähige Schal
tungsbahnen, die auf beiden Seiten 24, 26 der gedruck
ten Schaltungsplatte angeordnet sind. Das komplemen
täre Verbindergehäuse 16 besitzt ferner eine Abdeckung
28, die sich über die Verbindungsseite 22 hinaus er
streckt und eine Innenfläche 30 aufweist, bei der es
sich um eine Dichtungsfläche handelt, die zum Zu
sammenwirken mit einem peripheren elastomeren Dich
tungselement 32 ausgelegt ist, das um das Gehäuse 4
des Verbinders 2 herum angebracht ist.
Wie unter Bezugnahme auf die Fig. 1 bis 3 und 7 bis 8
zu sehen ist, sind die elektrischen Anschlüsse 6 durch
Stanzen und Formen aus Metallblechmaterial gebildet,
wobei sie einen Verbindungsabschnitt 34 zur Verbindung
mit einem Leitungsdraht sowie einen Kontaktabschnitt
36 zum Kontaktieren der Anschlüsse des komplementären
Verbinders 14 aufweisen. Der Kontaktabschnitt 36 be
sitzt einen im wesentlichen planaren Basisstreifen 38,
der sich von dem Verbindungsabschnitt 34 zu einem
Steckverbindungsende 40 erstreckt, wo der Streifen
dann in umgekehrter Richtung in Form einer U-Biegung
umgebogen ist, um einen federnd nachgiebigen Kontakt
arm 42 zu bilden, der sich zu einem freien Ende 44 in
der Nähe des Verbindungsabschnitts 34 erstreckt. Der
federnd nachgiebige Kontaktarm 42 besitzt eine nach
außen vorstehende Kontaktfläche 46 sowie eine Steu
erfläche 48 zwischen der Kontaktfläche und dem freien
Ende 44 zum Angreifen an einem Steuerflächenelement,
um den Arm 42 nach innen in Richtung auf den Basis
streifen 38 vorzuspannen. An dem freien Ende 44 ist
eine nach innen gebogene Zunge 50 zum Anstoßen an dem
Basisstreifen 38 vorhanden, um dadurch die nach innen
gehende Vorspannung des Kontaktarms 42 zu begrenzen,
so daß eine Überbeanspruchung desselben verhindert
ist.
Wie in Fig. 3 gezeigt ist, sind die Reihen der An
schlüsse 6 in einer Spiegelbildanordnung angebracht,
um an beiden Seiten der gedruckten Schaltungsplatte 18
vorhandene Anschlüsse zu kontaktieren. Jeder der An
schlüsse 6 besitzt ein ringförmiges elastomeres Dich
tungselement 52, das an dessen Verbindungsende an die
sem montiert ist, um eine Dichtung zwischen dem leit
fähigen Draht und den Anschlußaufnahmehohlräumen 8 zu
schaffen.
Der Anschluß 7 besitzt eine geringfügig andere Konfi
guration als der Anschluß 6, indem er zwei Kontaktab
schnitte 36 in spiegelbildlicher Anordnung zum Kontak
tieren jeder Seite der gedruckten Schaltungsplatte 18
aufweist, wobei diese in integraler Weise mit einem
einzigen Verbindungsabschnitt 34 verbunden sind, wie
dies in Fig. 2 gezeigt ist. Der Anschluß 7 schafft
somit die doppelte elektrische Verbindung mit der ge
druckten Schaltungsplatte und kann aus diesem Grund
für höhere Stromanforderungen als denen des An
schlusses 6 verwendet werden.
Wie unter Bezugnahme auf die Fig. 1 bis 6 zu sehen
ist, besitzt der Verbinder 2 ferner einen Steu
erflächenmechanismus 60, der zentral zwischen den bei
den Reihen der Kontaktabschnitte 36 in der Nähe der
Anschlußsteuerfläche 48 positioniert ist. Der Steu
erflächenmechanismus 60 beinhaltet einen Steuer
flächenabschnitt 62, der an jedem Ende 64, 66 in Hohl
räumen 68 bzw. 70 schwenkbar gehaltert ist, die sich
durch einander gegenüberliegende, in Längsrichtung
verlaufende Enden 72 bzw. 74 des Gehäuses 4 hindurch
erstrecken. Um den Hohlraum 70 herum ausgebildete Nu
ten 76 tragen Elastomere O-Ring-Dichtungen 78, die
eine Dichtung zwischen dem Gehäuse 4 und dem Steu
erflächenmechanismus 60 herstellen. Von einer der Hal
terungen 64 erstreckt sich ein Hebel 80 weg, um den
Steuerflächenmechanismus 60 von Hand zu verschwenken.
Wie unter Bezugnahme auf Fig. 6 zu sehen ist, er
strecken sich Flügelelemente 82 in entgegengesetzten
Richtungen von beiden Seiten des Halterungsbereichs 64
weg, wobei die Flügelelemente außerhalb des Gehäuses 4
positioniert sind und sich über den Durchmesser des
Halterungshohlraums 68 hinaus erstrecken. Die Ab
deckung 28 des komplementären Verbindergehäuses 26
besitzt einen Ausschnitt 84, durch den hindurch der
Steuerflächenmechanismus-Halterungsbereich 64 und die
Flügelelemente 82 aufgenommen werden. Der Ausschnitt
84 erstreckt sich zu einem Mündungsbereich 86 an einem
Ende 87 der Abdeckung 28. Der Mündungsbereich 86 be
sitzt eine Breite, die geringer ist als die sich zwi
schen gegenüberliegenden Enden 85 der Flügelelemente
88 erstreckende Breite, so daß in der vollständig ver
riegelten Position, wie sie in Fig. 6 gezeigt ist, die
Verbinder aufgrund der Anlage der Flügelelemente 82 an
dem Abdeckungs-Verbindungsende 87 nicht gekoppelt wer
den können.
Im verbundenen Zustand, wie er in Fig. 6 gezeigt ist,
ist der Hebelhandgriff 80 in bezug auf Fig. 6 in der
vertikalen Position durch einen federnd nachgiebigen
Verriegelungsvorsprung 89 festgehalten, der in inte
graler Weise an den komplementären Verbinder 14 ange
formt ist. Feine Verdrehung des Steuerflächen
mechanismus 60 im Gegenuhrzeigersinn ist durch das
Anliegen der Flügelelemente 82 an Schultern 88, 90 des
Ausschnitts 84 verhindert. Eine Bewegung im Uhrzeiger
sinn wird durch den Verriegelungsvorsprung 89 verhin
dert bzw. gehemmt.
Im Vorverbindungszustand wird der Hebelhandgriff 80 um
90° im Uhrzeigersinn verschwenkt, wie dies durch die
unterbrochene Linie 80′ in Fig. 6 gezeigt ist. Die
Flügelelemente 82′ befinden sich in einer vertikalen
Position und können somit durch die Mündung 86 des
Ausschnitts 84 hindurchtreten, so daß die Verbinder 2,
14 miteinander gekoppelt werden können.
Unter Bezugnahme auf Fig. 2 ist der Steuerflächenab
schnitt 62 im Verbindungszustand dargestellt. Der
Steuerflächenabschnitt 62 besitzt eine längliche Ge
stalt, die bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel im
wesentlichen ellipsenförmig ist, so daß sich im Ver
bindungszustand die lange Achse in axialer Richtung
bzw. Verbinder-Kopplungsrichtung erstreckt, so daß die
federnd nachgiebigen Kontaktarme 42 der Anschlüsse
frei gegen die gedruckte Schaltungsplatte 18 vorge
spannt sind. Der Steuerflächenabschnitt besitzt eine
zurückgesetzte Steuerfläche 96 nahe einer Schwenkachse
A des Steuerflächenmechanismus 60 sowie eine in Längs
richtung gelegene Steuerfläche 92, die von der
Schwenkachse A abgelegen ist. In der Vorverbindungs
position, wie sie in Fig. 3 gezeigt ist, ist der
Steuerflächenabschnitt 62 um 90° verdreht, so daß die
in Längsrichtung gelegenen bzw. an den Längsenden an
geordneten Steuerflächen 92 an den Steuerflächen 48
der federnd nachgiebigen Arme 48 anliegen, um die Kon
taktflächen 46 von den Oberflächen 24, 26 der gedruck
ten Schaltungsplatte weg vorzuspannen. Im Vorverbin
dungszustand läßt sich der Verbinder 2 somit mit dem
Verbinder 14 ohne Reibungskontakt zwischen der Kon
taktfläche 46 der Anschlüsse und den Oberflächen 24,
26 der gedruckten Schaltungsplatte koppeln. Der Kopp
lungsvorgang wird so lange durchgeführt, bis ein
Steckverbindungsende 94 der gedruckten Schaltungs
platte 18 nahe der zurückgesetzten bzw. an der Schmal
seite gelegenen Steuerfläche 96 positioniert ist. In
dieser Position liegen die Steckverbindungsseiten 12,
22 der Verbinder 2 bzw. 14 im wesentlichen aneinander
an.
Der Hebelhandgriff 80 kann dann um 90° aus der Posi
tion 80′ in die Position 80 verschwenkt werden, wie
dies in Fig. 6 dargestellt ist, wobei sich der Steu
erflächenbereich von der Position 62′ in die Position
62 dreht, wie dies in Fig. 2 gezeigt ist. Die an den
Längsenden vorgesehenen Steuerflächen 92′ lösen sich
somit von den Anschlußsteuerflächen 48, wodurch sie
den Kontaktflächen 46 ein Angreifen an der gedruckten
Schaltungsplatte ermöglichen. Die an dem einen Längs
ende gelegene Steuerfläche 92 greift dann an dem Ende
94 der gedruckten Schaltungsplatte an, wodurch die
Verbinder 2 und 14 in Richtung voneinander weg ge
drückt werden. Diese Relativbewegung zwischen den Ver
bindern verursacht eine Schleifwirkung der Kon
taktflächen 46 an den Leiterbahnen der gedruckten
Schaltungsplatte. Oxidationsschichten auf den Kon
taktflächen werden dadurch aufgebrochen und weggerie
ben, so daß ein guter elektrischer Kontakt sicherge
stellt ist. Letzteres ermöglicht somit ein Plattieren
der Kontakte mit oxidierenden Materialien, wie z. B.
mit Zinn anstatt von Gold, um dadurch eine kostengün
stigere Ausbildung zu schaffen.
Das schwenkbare Steuerflächenelement 60 sowie die
Steuerfläche 62 ermöglichen die Übertragung hoher
Steuerflächenkräfte für den Schleifvorgang, wobei an
dem Hebel 80 relativ wenig Kraft erforderlich ist.
Außerdem führt die Rotation des Hebels auch zu einer
sicheren Verriegelung der Verbinder 2, 14 aneinander.
Das schwenkbare Steuerflächenelement ist mittels der
O-Ring-Dichtungen auch relativ leicht abzudichten, und
seine Position in dem Verbinder 2 ermöglicht eine
wirksame Dichtung zwischen den Verbindern 2 und 14
mittels des ringförmigen Dichtungselements 32. Die
einfache Ausbildung der Anschlüsse macht diese sowohl
kostengünstig als auch zuverlässig. Für höhere Ströme
kann ein einstückiger, durch Stanzen und Formen gebil
deter Anschluß vorgesehen werden, der an beiden Seiten
der gedruckten Schaltungsplatte angreift.
Vorteilhafterweise ist somit ein kostengünstiger Ver
binder mit kräftefreier Einsteuerung zur Verwendung
mit nicht mit Gold plattierten Anschlüssen geschaffen
worden, wobei dies durch die Schleifwirkung ermöglicht
wird, die durch den mit kräftefreier Einsteuerung ar
beitenden Steuerflächenmechanismus bewerkstelligt
wird. Die Konfiguration des Steuerflächenmechanismus
ermöglicht eine wirksame Abdichtung des Verbinders.
Die einfache Ausbildung der Anschlüsse macht diese
sowohl kostengünstig als auch zuverlässig.
Claims (9)
1. Elektrischer Verbinder mit einem isolierenden
Gehäuse (4) und einer Vielzahl darin angebrachter An
schlüsse (6, 7), wobei der Verbinder eine Einrichtung
(60) zum Vorspannen von Kontaktflächen (46) der An
schlüsse in Richtung von ihrer Verbindungsposition weg
in eine Vorverbindungsposition aufweist, um eine mit
kräftefreier Einsteuerung erfolgende Kopplung mit
einem komplementären Verbinder (14) zu ermöglichen,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Einrichtung (60) zum Vorspannen der Kon
taktflächen einen Steuerflächenabschnitt (62) auf
weist, der an dem Gehäuse (4) drehbar angebracht ist,
wobei der Steuerflächenabschnitt (62) eine zurückge
setzte Steuerfläche (96) nahe einer Schwenkachse (A)
des Steuerflächenabschnitts sowie eine in dessen
Längsrichtung angeordnete Steuerfläche (92) entfernt
von der Schwenkachse (A) aufweist, wobei der Verbinder
einen Zugang für ein Ende (94) des komplementären Ver
binders (14) zur Anlage des Endes (94) an dem Steu
erflächenabschnitt (62) schafft, wobei der Steu
erflächenabschnitt von einer Vorverbindungsposition in
eine Verbindungsposition verdrehbar ist, so daß die
Anschlüsse mit dem komplementären Verbinder in Kontakt
treten und die in Längsrichtung angeordnete Steu
erfläche anschließend an dem Ende (94) des komplemen
tären Verbinders anliegt, so daß die Verbinder (2, 14)
eine Vorspannung in Richtung voneinander weg erhalten.
2. Verbinder nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß es sich bei dem Steuerflächenabschnitt (62) um ein
einziges integrales Teil handelt, bei dem die Steu
erflächen (92, 96) direkt auf das Ende (94) des kom
plementären Verbinders (14) sowie auf die Anschlüsse
(6, 7) wirken.
3. Verbinder nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Steuerflächenabschnitt (62) zwischen zwei Rei
den einander gegenüberliegender Anschlußkontaktab
schnitte (36) positioniert ist.
4. Verbinder nach einem der vorausgehenden An
sprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Steuerflächenabschnitt (62) ein im wesentli
chen ovales Profil aufweist.
5. Verbinder nach einem der vorausgehenden An
sprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Steuerflächenabschnitt (62) an beiden Enden
(64, 66) in Hohlräumen (68, 70) drehbar gehaltert ist,
die an gegenüberliegenden Längsenden (72 bzw. 74) des
Gehäuses (4) vorgesehen sind.
6. Verbinder nach einem der vorausgehenden An
sprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das eine Ende (64) des Steuerflächenabschnitts
(62) diesen an dem Gehäuse (4) drehbar haltert, wobei
das Ende (64) Flügelelemente (82) aufweist, die außer
halb des Gehäuses (4) positioniert sind und mit einem
Ausschnitt (84) einer Abdeckung (28) des komplemen
tären Verbinders (14) in Eingriff bringbar sind, wobei
sich die Flügelelemente (82) von dem Halterungsende
(64) radial nach außen erstrecken und derart angeord
net sind, daß sie sich im Vorverbindungszustand durch
einen Mündungsbereich (86) des Ausschnitts (84) eines
Steckverbindungsendes der Abdeckung (28) des komple
mentären Verbinders einführen lassen, sich jedoch bei
Rotation in den Verbindungszustand über die Breite des
Mündungsbereichs (86) hinauserstrecken, um die Ver
binder miteinander zu verriegeln.
7. Verbinder nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein O-Ring-Dichtungselement zwischen dem Ende (64)
des Steuerflächenabschnitts (62) und dem Gehäuse (4)
positioniert ist und dazwischen eine Dichtung schafft.
8. Verbinder nach einem der vorausgehenden An
sprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Anschlüsse (6, 7) einen Kontaktabschnitt (36)
umfassen, der einen Basisstreifen (38), der sich von
einem Verbindungsabschnitt zur Verbindung mit einem
Leiter zu einem Steckverbindungsende (40) in der Nähe
einer Steckverbindungsseite (12) des Verbinders er
streckt, sowie einen federnd nachgiebigen Kontaktarm
(42) aufweist, der von diesem in umgekehrter Richtung
umgebogen ist und sich zu einem freien Ende (44) in
der Nähe des Verbindungsabschnitts erstreckt, wobei
eine Kontaktfläche (46) von dem Kontaktarm (42) weg
ragt und zum Kontaktieren von Anschlüssen des komple
mentären Verbinders ausgelegt ist, wobei der Kontakt
arm (42) zwischen dem freien Ende (44) und der Kon
taktfläche (46) zur Vorspannung gegen den Steu
erflächenabschnitt (62) angeordnet ist.
9. Verbinder nach einem der vorausgehenden An
sprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß wenigstens einer der Anschlüsse (7) ein Paar von
einander beabstandeter, spiegelbildlich angeordneter
Kontaktabschnitte in integraler Ausbildung mit dem
Verbindungsabschnitt für Anwendungen bei höheren Strö
men aufweist.
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