DE19614029A1 - Wärmetauschergehäuse für Heizluftführungen, insbesondere in Kraftfahrzeugen, und Verfahren zum Einbau einer Dichtvorrichtung in diesem Gehäuse - Google Patents
Wärmetauschergehäuse für Heizluftführungen, insbesondere in Kraftfahrzeugen, und Verfahren zum Einbau einer Dichtvorrichtung in diesem GehäuseInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Wärmetauschergehäuse
für Heizluftführungen, insbesondere in Kraftfahrzeugen,
sowie ein Verfahren zum Einbau einer Dichtvorrichtung
in diesem Gehäuse.
Wärmetauschergehäuse für Heizluftführungen, insbesondere
zur Beheizung des Innenraums von Kraftfahrzeugen, die
eine zwischen dem Außenlufteinlaß und dem Lufteinlaß in
den Fahrzeuginnenraum angeordnete Dichtvorrichtung aufweisen,
sind vorbekannt.
Diese Dichtvorrichtungen werden einstückig mit dem
Wärmetauschergehäuse ausgeführt, wodurch sich bei sehr
großen Wärmetauschern - und damit auch entsprechend
großen Dichtvorrichtungen - die Entnahme dieser Vorrichtungen
aus der Form sehr kompliziert und teuer gestaltet
und eine umfassende Kontrolle der Konstruktion und Formtrennung
erforderlich wird.
Aufgrund der sehr großen Abmessungen, die diese Dichtvorrichtungen
aufweisen, läßt sich eine einwandfreie Abdichtung
des Wärmetauschers überdies nicht gewährleisten,
da sich die Vorrichtung verbiegen und bestimmte
Formen annehmen kann, die sie zur Erfüllung des beabsichtigten
Herstellungszwecks ungeeignet machen.
Es gibt andere Wärmetauschergehäuse, bei denen die
Dichtvorrichtung weitaus geringere Abmessungen aufweisen,
um den Luftdurchsatz zu erhöhen. In diesen Fällen
muß das betreffende Teil in einem von der Form für das
Wärmetauschergehäuse separaten Werkzeug hergestellt werden.
Hieraus ergibt sich, daß die Dichtvorrichtung nach der
Entnahme aus ihrer Form im Inneren des Wärmetauschergehäuses
befestigt werden muß, bevor dieses geschlossen
wird, um Bewegungen des Wärmetauschers zu vermeiden und
dessen Dichtheit zu gewährleisten, indem sie verhindert,
daß die zu erwärmende Außenluft seitlich an dem Wärmetauscher
vorbeiströmt.
Die Aufgabe der erfindungsgemäßen Vorrichtung besteht
darin, die genannten Nachteile zu überwinden und darüber
hinaus bestimmte weitere Vorteile zu erzielen, auf die
nachfolgend eingegangen werden soll.
Das Wärmetauschergehäuse für Heizluftführungen, insbesondere
in Kraftfahrzeugen, ist dadurch gekennzeichnet,
daß es sich bei der Dichtvorrichtung um ein von dem
Gehäuse unabhängiges Bauteil handelt, das an einer der
Seitenflächen des Wärmetauschers angeordnet wird.
Durch diese separate Ausführung der Dichtvorrichtung von
dem Wärmetauschergehäuse wird die Montage des Wärmetauschers
in dem Gehäuse erleichtert. Zugleich wird es auf
diese Weise möglich, die Dichtvorrichtuung als Preß- bzw.
Spritzformteil auszuführen und einwandfrei aus ihrer
Form zu trennen, was bei einstückiger Ausführung mit dem
übrigen Gehäuse praktisch unmöglich wäre.
Überdies erlaubt dieses Merkmal die Herstellung einer
Dichtvorrichtung mit speziell verringerten Abmessungen,
vor allem hinsichtlich ihrer Dicke, so daß sich der
Querschnitt des Luftdurchgangs erhöhen läßt. Insbesondere
wird auf diese Weise die Ausstattung der Dichtvorrichtung
mit Luftleitelementen erleichtert.
Die Wärmetauscher-Dichtvorrichtung weist dabei auf ihrer
an dem Wärmetauscher anliegenden Seite vorzugsweise
mindestens eine Längsrippe auf, die zu einem hermetisch
dichten Abschluß mit der Längsfläche des Heizungswärmetauschers
beiträgt.
Diese Rippen, deren Berührungsfläche mit der Außenseite
des Wärmetauschers relativ gering ist, verhindern durch
diese Gewährleistung eines dichten Abschlusses zwischen
dem Wärmetauscher und der Dichtvorrichtung, daß Luft
zwischen diesen beiden Teilen hindurchströmen kann.
Vorteilhafterweise weist die Dichtvorrichtung dabei auch
Befestigungsmittel zur Montage an dem genannten Gehäuse
auf.
Diese Befestigungsmittel zur Montage der Dichtvorrichtung
an dem Gehäuse können von beliebiger Art, jedoch
insbesondere als spezielle Steck- oder Rastvorrichtung
ausgeführt sein.
Durch diese Befestigungsmittel wird eine optimale Fügeverbindung
zwischen der Dichtvorrichtung und dem Gehäuse
geschaffen, die etwaige Bewegungen der Dichtvorrichtung
oder des Wärmetauschers - und damit einen möglichen
Dichtigkeitsverlust zwischen diesen Komponenten - verhindert.
Die Dichtvorrichtung ist vorzugsweise an derjenigen
ihrer Seitenflächen, die im montierten Zustand nicht an
dem Wärmetauscher anliegt, mit mehreren Luftleitelementen
ausgestattet.
Diese Luftleitelemente sind so geformt, daß sie der Luft
vor dem Eintritt in den Innenraum des Fahrzeugs eine geeignete
Strömungsrichtung verleihen und damit eine Optimierung
des thermischen Wirkungsgrades des Wärmetauschers
ermöglichen.
Zudem dienen diese Luftleitelemente zu dem Zweck, die
Dichtvorrichtung an dem Wärmetauschergehäuse abzustützen
und damit einen dichten Abschluß zwischen diesen beiden
Komponenten dadurch herzustellen, daß sie etwaigen Verformungen
der Vorrichtung entgegenwirken.
Das Verfahren zum Einbau einer Dichtvorrichtung in einem
Gehäuse ist dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtvorrichtung
zunächst an einer Seitenfläche des Wärmetauschers
montiert und die aus Wärmetauscher und Dichtvorrichtung
bestehende Baugruppe sodann in das Gehäuse
eingebaut wird.
Durch dieses Verfahren wird eine schnelle und einfache
Montage erreicht und damit die Fertigungszeit verkürzt.
Zur Verdeutlichung der vorstehenden Ausführungen ist in
den beiliegenden Abbildungen schematisch und rein
beispielhaft - ohne jede Einschränkung des Schutzbereichs
- ein praktisches Ausführungsbeispiel der Erfindung
wiedergegeben, wobei
Abb. 1 eine perspektivische Ansicht der Dichtvorrichtung
während des Vorgangs ihrer Montage an dem
Heizungswärmetauscher darstellt;
Abb. 2 eine perspektivische Ansicht der Dichtvorrichtung
in ihrem am Wärmetauscher angebauten Zustand darstellt;
Abb. 3 des Wärmetauschergehäuses mit der darin eingebauten
Baugruppe aus Dichtvorrichtung und Wärmetauscher
in der Draufsicht zeigt;
Abb. 4 die in Abb. 3 dargestellten Komponenten in der
Vorderansicht sowie eine Detaildarstellung der Befestigungsmittel
zeigt.
Wie aus den Abbildungen erkennbar ist, ist das Wärmetauschergehäuse
1 mit einer von ihm unabhängig ausgeführten
Wärmetauscher-Dichtvorrichtung 2 ausgestattet,
die zwischen dem Außenlufteinlaß 3 des Fahrzeugs und dem
Lufteinlaß 4 in den Fahrzeuginnenraum angeordnet ist.
Entsprechend ihrem konstruktiven Zweck soll diese Dichtvorrichtung
2 dafür sorgen, daß die gesamte von außerhalb
des Fahrzeugs zugeführte Luft durch die Lamellen 5
des Wärmetauschers 6 strömt, die zwischen den beiden
Seiten maximaler Nutzfläche dieses Wärmetauschers 6
angeordnet sind, um auf diese Weise den Fahrzeuginnenraum
möglichst schnell zu beheizen (Abb. 3).
Hierzu weist die Dichtvorrichtung 2 auf ihrer an dem
Wärmetauscher 6 anliegenden Seite zwei Längsrippen 7
(Abb. 1) auf, die zu einem hermetischen Abschluß
zwischen der Vorrichtung 2 und der Seitenfläche 8 des
Wärmetauschers beitragen. Diese Rippen 7 wirken als
Sperre, die einen Luftstrom zwischen Vorrichtung 2 und
Wärmetauscher 6 verhindert und damit die von außerhalb
des Fahrzeugs herangeführte Luft zwingen, den Wärmetauscher
6 von seiner Seite maximaler Nutzfläche zu
durchströmen.
Zudem wird durch die Dichtvorrichtung 2 verhindert, daß
Luft, die in den Wärmetauscher 6 an seiner Seite
maximaler Nutzfläche eingetreten ist, über dessen
Seitenfläche 8 abströmen kann, denn diese Luft hätte
nicht den gesamten Wärmetauscher 6 durchströmt und sich
daher nicht ausreichend erwärmt, so daß der Wirkungsgrad
des Wärmetauschers 6 verringert würde.
Die Dichtvorrichtung 2 weist ferner Befestigungsmittel 9
zur Montage an dem Wärmetauschergehäuse 1 auf, die im
Detail in Abb. 4 dargestellt sind.
Überdies ist das Wärmetauschergehäuse 1 mit einer Klappe
4a ausgestattet, die verschiedene Stellungen einnehmen
und damit im Inneren des Wärmetauschergehäuses verschiedene
Luftströmungswege herstellen kann.
In einer ersten Stellung (dargestellt durch die gestrichelte
Linie) sperrt diese Klappe 4a den Lufteinlaß
zu dem Wärmetauscher 6, so daß die in das Wärmetauschergehäuse
1 eintretende Luft direkt (ebenfalls durch eine
gestrichelte Linie gekennzeichnet) zu dem Lufteinlaß 4
in das Fahrzeuginnere strömt, ohne daß eine Erwärmung
der Luft erfolgt.
In einer zweiten Stellung sperrt die Klappe 4a den
direkten Luftstrom vom Außenlufteinlaß 3 zum Lufteinlaß
4 in das Fahrzeuginnere ab, so daß die Luft durch den
Wärmetauscher 6 strömen muß und sich dabei erwärmt, wodurch
der Fahrzeuginnenraum beheizt wird.
Wie aus den Abbildungen ebenfalls zu entnehmen ist,
trägt die Dichtvorrichtung 2 an ihrer nicht an dem
Wärmetauscher 6 anliegenden Seite mehrerer Luftleitelemente
10, die die Luft am Auslaß aus dem Wärmetauschergehäuse
1 in eine gewünschte Richtung lenken und
zudem der Abstützung der Vorrichtung in dem Wärmetauschergehäuse
dienen, so daß einer etwaigen Durchbiegung
der Vorrichtung entgegengewirkt und damit der dichte Abschluß
zwischen beiden Komponenten gewährleistet bleibt.
Die Gefahr einer solchen Durchbiegung besteht aufgrund
der Tatsache, daß die Dichtvorrichtung stark verringerte
Abmessungen aufweist, damit für den Luftdurchtritt ein
vergrößerter Querschnitt verfügbar wird.
Bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel wird die Luft
beim Auftreffen auf die Luftleitelemente 10 in Richtung
auf die Lufteinlaßöffnung 4 zum Fahrzeuginnenraum gelenkt,
wodurch die Bildung von Verwirbelungen und die
damit verbundene Minderung des thermischen Wirkungsgrads
vermieden wird.
Das Verfahren zur Montage der erfindungsgemäßen Vorrichtung
2 gestaltet sich wie folgt:
Zunächst wird die Dichtvorrichtung 2 an der Seitenfläche
8 des Wärmetauschers 6 befestigt, wie in den Abb. 1 und
2 dargestellt. Anschließend wird die aus Wärmetauscher 6
und Vorrichtung 2 bestehende Baugruppe in das Gehäuse 1
eingebaut, wie aus den Abb. 3 und 4 ersichtlich.
Im vorstehenden Text wurde auf konkrete Ausführungsformen
der Erfindung Bezug genommen. Für den Fachmann
ist jedoch unschwer erkennbar, daß sich die beschriebene
Dichtvorrichtung auf zahlreiche Arten abwandeln bzw.
verändern läßt und sämtliche erwähnten Einzelheiten
durch andere, technisch gleichwertige Lösungen austauschbar
sind, ohne den in den beiliegenden Ansprüchen
definierten Schutzumfang zu verlassen.
Offensichtlich ist ferner, daß die Montage der Dichtvorrichtung
2 in dem Wärmetauschergehäuse 1 auch auf die
vorbekannte Weise erfolgen kann, d. h. indem diese Vorrichtung
2 zunächst in das Gehäuse 1 eingebaut und erst
dann der Wärmetauscher in die aus Gehäuse 1 und Vorrichtung
2 bestehende Aufnahmebaugruppe eingesetzt wird.
Weiterhin ist offensichtlich, daß sich die Luftleitelemente
- entsprechend der jeweiligen Anordnung aus
Dichtvorrichtung und Gehäuse - in zahlreichen Formen
ausführen lassen.
Claims (5)
1. Wärmetauschergehäuse (1) für Heizluftführungen, insbesondere
in Kraftfahrzeugen, das mit einer zwischen dem
Außenlufteinlaß (3) und dem Lufteinlaß (4) in den
Fahrzeuginnenraum angeordneten Vorrichtung (2) zur
Abdichtung des Wärmetauschers (6) ausgestattet ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Dichtvorrichtung (2) als von dem Gehäuse (1) unabhängiges
Bauteil ausgeführt ist, das an einer der
Seitenflächen (8) des Wärmetauschers angeordnet wird.
2. Wärmetauschergehäuse (1) gemäß Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die
Dichtvorrichtung (2) des Wärmetauschers (6) auf ihrer
an dem Wärmetauscher (6) anliegenden Seite mindestens
eine Längsrippe (7) aufweist, die zu einem hermetisch
dichten Abschluß mit der Seitenfläche (8) des
Heizungswärmetauschers (6) beiträgt.
3. Wärmetauschergehäuse gemäß einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Dichtvorrichtung (2) des Wärmetauschers (6)
Befestigungsmittel (9) zur Montage an dem Gehäuse (1)
aufweist.
4. Wärmetauschergehäuse gemäß einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Dichtvorrichtung (2) an derjenigen ihrer
Seitenflächen, die nach der Montage nicht an dem
Wärmetauscher anliegt, mit Luftleitelementen (10)
ausgestattet ist.
5. Verfahren zur Montage einer Dichtvorrichtung (2) in
einem Gehäuse (1) gemäß einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß zunächst die Dichtvorrichtung (2) an einer
Seitenfläche (8) des Wärmetauschers (6) montiert und anschließend
die aus Wärmetauscher (6) und Dichtvorrichtung
(2) bestehende Baugruppe in das Gehäuse (1) eingebaut
wird.
Applications Claiming Priority (1)
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| ES09500693A ES2120326B1 (es) | 1995-04-07 | 1995-04-07 | Caja de radiador para conductor de calefaccion, en especial en vehiculos automoviles, y procedimiento para el montaje de un dispositivo de estanqueidad en dicha caja. |
Publications (1)
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| DE19614029A1 true DE19614029A1 (de) | 1996-10-10 |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19614029A Pending DE19614029A1 (de) | 1995-04-07 | 1996-04-09 | Wärmetauschergehäuse für Heizluftführungen, insbesondere in Kraftfahrzeugen, und Verfahren zum Einbau einer Dichtvorrichtung in diesem Gehäuse |
Country Status (2)
| Country | Link |
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| ES2120326A1 (es) | 1998-10-16 |
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