DE19613390A1 - Walzenpresse - Google Patents
WalzenpresseInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Walzenpresse einer Maschine wie
insbesondere einer Papiermaschine, mit einer eine Material
bahn wie insbesondere eine Karton- oder Papierbahn von einem
Sieb oder dergleichen übernehmenden Saugpreßwalze mit zuge
ordnetem, um die Saugpreßwalze geführtem Preßfilz sowie mit
einer mit der Saugpreßwalze einen Preßspalt bildenden, die
Materialbahn von der Saugpreßwalze übernehmenden Abgabepreß
walze zur Abgabe der Materialbahn an einen sich anschließen
den Teil der Maschine.
Eine solche Walzenpresse dient insbesondere der Entwässerung
der betreffenden Materialbahn. Hierbei ist die jeweils er
zielte Entwässerungsleistung unter anderem zwar von der An
zahl der Preßspalte abhängig. Einer Erhöhung der Preßspaltan
zahl sind in der Regel jedoch Grenzen gesetzt. So wurde zwar
bereits vorgeschlagen, dem aus der Saugpreßwalze und der Ab
gabepreßwalze gebildeten Walzenpaar wenigstens ein weiteres
getrenntes Walzenpaar zur Bildung eines jeweiligen zusätzli
chen Walzenspaltes nachzuschalten. Der sich damit ergebende
Raumbedarf ist jedoch beträchtlich. Problematisch sind fer
ner die sich zwischen den jeweiligen Walzenpaaren ergebenden
offenen Züge.
Ziel der Erfindung ist es, eine Walzenpresse der eingangs ge
nannten Art zu schaffen, die bei minimalem Platzbedarf eine
höhere Pressenleistung, d. h. eine höhere Entwässerungslei
stung sicherstellt.
Die Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß so
wohl der Saugpreßwalze als auch der Abgabepreßwalze jeweils
wenigstens eine zusätzliche Preßwalze zugeordnet ist, um mit
der Saugpreßwalze bzw. der Abgabepreßwalze jeweils wenig
stens einen zusätzlichen Preßspalt zu bilden, wobei über
jede zusätzliche Preßwalze wiederum ein Preßfilz geführt
ist, und daß wenigstens einer der zusätzlichen Preßspalte
ein in Laufrichtung der Materialbahn verlängerter Preßspalt
ist.
Aufgrund dieser Ausbildung ergibt sich eine äußerst kompakte
Walzenpresse hoher Preßleistung. Im einfachsten Fall ergibt
dich eine drei Preßspalte aufweisende Walzenanordnung aus le
diglich vier Walzen mit einer beidseitigen Entwässerung im
Bereich des ersten Preßspaltes zwischen der Saugpreßwalze
und der zugeordneten zusätzlichen Preßwalze, einer zumindest
einseitigen Entwässerung im Bereich des Preßspaltes zwischen
der Saugpreßwalze und der Abgabepreßwalze sowie einer zumin
dest einseitigen Entwässerung im Bereich des dritten Preß
spaltes zwischen der Abgabepreßwalze und der dieser zugeord
neten zusätzlichen Preßwalze. Zudem ergibt sich ausgehend
von der siebseitigen Übernahmestelle bis zur Abgabestelle
eine geschlossene Bahnführung mit Vorentwässerung der
Karton- oder Papierbahn. Aufgrund der auf ein Minimum
herabgesetzten Rückbefeuchtung läßt sich ein maximaler
Trockengehalt erzielen. Aufgrund fehlender offener Züge zwi
schen den Walzenanordnungen ist auch jegliche Papierdehnung
ausgeschlossen. Es treten keinerlei Verluste an Naßfestig
keit auf. Der erste offene Zug ergibt sich erst im Anschluß
an die Pressenanordnung bei maximaler Naßfestigkeit. Ein ent
scheidender Vorteil der Erfindung ist insbesondere darin zu
sehen, daß aufgrund des wenigstens einen verlängerten zusätz
lichen Preßspaltes trotz der äußerst kompakten Walzenanord
nung eine deutlich höhere Preßleistung bzw. Entwässerungslei
stung erzielt wird.
Von besonderem Vorteil ist hierbei, wenn zumindest der zu
sätzliche Preßspalt zwischen der Abgabepreßwalze und der
zugeordneten zusätzlichen Preßwalze ein verlängerter
Preßspalt ist.
Bei einer in der Praxis bevorzugten Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Walzenpresse liegt die Saugpreßwalze über
den zugeordneten Preßfilz zur unmittelbaren Übernahme der
Materialbahn am Sieb an. Dadurch wird bei einfachstem Aufbau
die Übernahme der Materialbahn wesentlich vereinfacht.
Vorteilhafterweise ist zumindest eine der zusätzlichen Preß
walzen eine Durchbiegungsausgleichswalze mit einem umlaufen
den Walzenmantel, einem den Walzenmantel durchsetzenden Joch
und wenigstens einem hydrostatischen und/oder hydrodynami
schen Stützelement, durch das der Walzenmantel am Joch abge
stützt ist.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform sind die Saugpreßwal
ze, die Abgabepreßwalze und die zusätzlichen Preßwalzen der
art angeordnet und/oder gelagert, daß die Kräfte der Preß
spalte gegenseitig kurzgeschlossen sind und nicht vom Maschi
nenfundament und/oder einer eventuell vorgesehenen Außenstuh
lung aufgenommen werden.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsvariante der Erfindung
vorgesehen, daß der Abgabepreßwalze wenigstens eine als
Durchbiegungsausgleichswalze ausgebildete zusätzliche Preß
walze mit einem flexiblen Walzenmantel, einem den flexiblen
Walzenmantel durchsetzenden Joch und wenigstens einem nicht
konvexen hydrostatischen und/oder hydrodynamischen Stützele
ment zugeordnet ist, um mit der Abgabepreßwalze einen in
Laufrichtung der Materialbahn verlängerten Preßspalt zu bil
den.
Aufgrund des sich zwischen der Abgabepreßwalze und der zuge
ordneten zusätzlichen Preßwalze ergebenden verlängerten Preß
spaltes wird unter Aufrechterhaltung einer kompakten, aus
einer geringen Anzahl von Walzen bestehenden Walzenanordnung
ein Optimum an Entwässerungsleistung erzielt.
Vorzugsweise ist auch der Saugpreßwalze wenigstens eine als
Durchbiegungsausgleichswalze ausgebildete zusätzliche Preß
walze mit einem flexiblem Walzenmantel, einem den flexiblen
Walzenmantel durchsetzenden Joch und wenigstens einem nicht
konvexen hydrostatischen und/oder hydrodynamischen Stützele
ment zugeordnet, um mit der Saugpreßwalze einen in Laufrich
tung der Materialbahn verlängerten Preßspalt zu bilden, wo
durch eine weitere Optimierung der Entwässerungsleistung er
zielt wird.
Auch die Abgabepreßwalze kann vorteilhafterweise eine Durch
biegungsausgleichswalze mit einem umlaufenden Walzenmantel,
einem den Walzenmantel durchsetzenden Joch und wenigstens
einem hydrostatischen und/oder hydrodynamischen Stützelement
sein, durch das der Walzenmantel am Joch abgestützt ist.
Vorzugsweise besitzt eine solche als Durchbiegungsausgleichs
walze ausgebildete Abgabepreßwalze einen starren Walzenman
tel. Grundsätzlich kann jedoch auch diese Walze mit einem
flexiblen Mantel versehen sein.
Der Walzenmantel einer als Durchbiegungsausgleichswalze aus
gebildeten Abgabepreßwalze kann zumindest während des Be
triebs an seinen Enden radial fixiert sein. Damit sind Ra
dialbewegungen während des Betriebs zumindest im wesentli
chen ausgeschlossen. Somit kann auch unter Preßbelastung
eine jeweilige Position beibehalten werden.
Insbesondere in dem Fall, daß der Abgabepreßwalze wenigstens
eine als Durchbiegungsausgleichswalze ausgebildete zusätzli
che Preßwalze zugeordnet ist und auch die Abgabepreßwalze
eine Durchbiegungsausgleichswalze ist, können die hydrau
lisch betätigten hydrostatischen und/oder hydrodynamischen
Stützelemente der zusätzlichen Preßwalze und der Abgabepreß
walze vorteilhafterweise hydraulisch miteinander gekoppelt
sein, was beispielsweise im Zusammenhang mit einer Positions
regelung von Vorteil ist.
Zur Erzielung möglichst definierter Verhältnisse ist die Ab
gabepreßwalze vorzugsweise ohne die Möglichkeit einer radia
len Auslenkung in definierter Position fest an einem Ständer
angebracht, der wiederum fest auf dem Maschinenfundament mon
tiert ist.
Die Abgabepreßwalze kann als Durchbiegungsausgleichswalze
mit einem flexiblen Walzenmantel, einem den flexiblen Walzen
mantel durchsetzenden Joch und wenigstens einem nicht konve
xen hydrostatischen und/oder hydrodynamischen Stützelement
ausgebildet sein, um mit der zugeordneten zusätzlichen Preß
walze und/oder Saugwalze einen in Laufrichtung der Mate
rialbahn verlängerten Preßspalt zu bilden.
Ist zudem die der Abgabepreßwalze zugeordnete zusätzliche
Preßwalze eine Durchbiegungsausgleichswalze mit einem flexi
blen Walzenmantel, so können vorteilhafterweise die Stützele
mente der Abgabepreßwalze und der zugeordneten zusätzlichen
Preßwalze auf ihrer dem betreffenden Walzenmantel zugewand
ten Seite zumindest im wesentlichen eben ausgebildet sein,
um einen zumindest im wesentlichen ebenen Preßspalt zu bil
den.
In bestimmten Fällen kann es zweckmäßig sein, wenigstens
eine der Walzen als Durchbiegungsausgleichswalze mit radial
verschiebbarem Walzenmantel auszubilden. In diesem Fall ist
der betreffende Walzenmantel vorzugsweise starr.
Grundsätzlich ist es jedoch auch hier möglich, einen
flexiblen Walzenmantel zu verwenden.
Wiederum zur Erzielung möglichst definierter Verhältnisse
ist zweckmäßigerweise zumindest der zwischen der Abgabepreß
walze und der zugeordneten zusätzlichen Preßwalze gebildete
Preßspalt während des Betriebs durch eine entsprechende Posi
tionsregelung fest auf einer bestimmten Position gehalten.
Die Saugpreßwalze kann eine Hohlwalze mit um einen Kern um
laufendem, innenseitig abgestütztem Walzenmantel sein.
In diesem Fall ist die Saugwalze vorzugsweise mit einem äuße
ren Saugkasten versehen, durch den ein im Walzeninneren gele
gener Bereich abgesaugt wird.
In den Unteransprüchen sind weitere vorteilhafte Ausführungs
varianten der erfindungsgemäßen Walzenpresse angegeben.
Der Erfindung wird im folgenden anhand von Ausführungsbei
spielen unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert;
in dieser zeigen:
Fig. 1 eine vereinfachte schematische Teildarstel
lung einer Ausführungsform einer Walzenpres
se,
Fig. 2 eine vereinfachte schematische Darstellung
einer weiteren Ausführungsform der Walzen
presse,
Fig. 3 eine Teildarstellung der in Fig. 2 gezeig
ten Walzenpresse mit angedeuteten Kraftfluß
verläufen in den Spaltbereichen,
Fig. 4 die in Fig. 2 gezeigte Walzenpresse in
einer Phase, in der der Preßfilz für die
Saugpreßwalze ausgewechselt wird,
Fig. 5 die in Fig. 2 gezeigte Walzenpresse in
einer Phase, in der der Preßfilz für die der
Abgabepreßwalze zugeordnete zusätzliche Preß
walze ausgewechselt wird,
Fig. 6 die in Fig. 2 gezeigte Walzenpresse in
einer Phase, in der der Preßfilz für die der
Saugpreßwalze zugeordnete zusätzliche Preß
walze ausgewechselt wird.
In Fig. 1 ist in vereinfachter schematischer Darstellung
eine Walzenpresse einer Maschine wie insbesondere einer Pa
piermaschine dargestellt. Diese Walzenpresse umfaßt eine
eine Materialbahn wie insbesondere eine Karton- oder Papier
bahn A von einem Sieb 1 übernehmende Saugpreßwalze 4 mit zu
geordnetem, um die Saugpreßwalze 4 geführtem Preßfilz 6 so
wie eine mit der Saugpreßwalze 4 einen Preßspalt B bildende,
die Karton- oder Papierbahn A von der Saugpreßwalze 4 über
nehmende Abgabepreßwalze 7 zur Abgabe der Karton- oder Pa
pierbahn A einen sich anschließenden Maschinenteil.
Wie beispielsweise anhand von Fig. 1 deutlich zu erkennen
ist, liegt die Saugpreßwalze 4 über den zugeordneten Preß
filz 6 am Sieb 1 so an, daß sie die Materialbahn A unmittel
bar übernimmt.
Sowohl der Saugpreßwalze 4 als auch der Abgabepreßwalze 7
ist jeweils eine zusätzliche Preßwalze 14 bzw. 24 zugeord
net, um mit der Saugpreßwalze 4 bzw. der Abgabepreßwalze 7
jeweils einen zusätzlichen Preßspalt R, S zu bilden. Hierbei
ist über jede zusätzliche Preßwalze 14, 24 wiederum ein Preß
filz 15, 25 geführt.
Dieses in Fig. 1 dargestellte Ende einer Siebpartie der Pa
piermaschine umfaßt ferner Siebwalzen 2, 3, um die das Sieb
1 geführt ist. Hierbei liegt die Saugpreßwalze 4 über den zu
geordneten Preßfilz 6 in dem zwischen den beiden Siebwalzen
2, 3 geführten Bereich am Sieb 1 an.
Die auf dem Sieb 1 gebildete Karton- oder Papierbahn A wird
durch den Preßfilz 6 und die Saugpreßwalze 4 vom Sieb 1
abgehoben und dann hintereinander durch die drei Preßspalte
R, B und S geführt. Dabei erfolgt im ersten Preßspalt R
zwischen der Saugpreßwalze 4 und der zugeordneten
zusätzlichen Preßwalze 14 eine zweiseitige Entwässerung
aufgrund der Preßwirkung der Saugpreßwalze 4 bzw. des der
zusätzlichen Preßwalze 14 zugeordneten Preßfilzes 15.
Dagegen erfolgt im zwischen der Saugpreßwalze 4 und der
Abgabepreßwalze 7 gebildeten Preßspalt B lediglich eine
einseitige Entwässerung aufgrund der Saugwirkung der
Saugpreßwalze 4. Im zwischen der Abgabepreßwalze 7 und der
dieser zugeordneten zusätzlichen Preßwalze 24 gebildeten
Preßspalt S tritt ebenfalls wieder eine einseitige
Entwässerung auf, was durch den der zusätzlichen Preßwalze
24 zugeordneten Preßfilz 25 erreicht wird.
Beim in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Saug
preßwalze 4 als Hohlwalze mit einem starren Walzenmantel 30
ausgebildet, der auf seiner Innenseite abgestützt sein kann
und sich um einen Kern 32 dreht.
Hierbei ist die Saugpreßwalze 4 mit einem äußeren Saugkasten
34 versehen, durch den ein im Walzeninneren gelegener Be
reich 36 abgesaugt wird.
Beim in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel sind beide
zusätzlichen Preßspalte R und S in Laufrichtung der Material
bahn A verlängert. Dasselbe gilt im vorliegenden Fall auch
für den Preßspalt B zwischen der Saugpreßwalze 4 und der Ab
gabepreßwalze 7.
Hierzu sind sowohl die beiden zusätzlichen Preßwalzen 14, 24
als auch die Abgabepreßwalze 7 jeweils als Durchbiegungsaus
gleichswalze mit einem umlaufenden Walzenmantel 17, 26, 38,
einem den Walzenmantel durchsetzenden Joch 16 und wenigstens
einem hydrostatischen und/oder hydrodynamischen Stützelement
18, 27, 40 ausgebildet, durch das der betreffende Walzenman
tel 17, 26, 38 im jeweiligen Spaltbereich am Joch 16 abge
stützt ist. Der Walzenmantel 38 der Abgabepreßwalze 7 ist
somit nicht nur im Bereich des Preßspaltes S, sondern über
das wenigstens eine hydrostatische und/oder hydrodynamische
Stützelement 40 auch im Bereich des mit der Saugpreßwalze 4
gebildeten Preßspaltes B abgestützt.
Der Walzenmantel 26 der als Durchbiegungsausgleichswalze aus
gebildeten, der Abgabepreßwalze 7 zugeordneten zusätzlichen
Preßwalze 24 ist flexibel. Das in Fig. 1 zu erkennende, die
ser zusätzlichen Preßwalze 24 zugeordnete hydrostatische
und/oder hydrodynamische Stützelement 27 ist auf seiner dem
Walzenmantel 26 zugeordneten Seite nicht konvex, im vor
liegenden Fall eben ausgebildet. Dasselbe gilt auch für das
der gegenüberliegenden Abgabepreßwalze 7 zugeordnete hydro
statische und/oder hydrodynamische Stützelement 27, das den
im vorliegenden Fall ebenfalls flexiblen Walzenmantel 38 der
Abgabepreßwalze 7 abstützt. Damit ergibt sich ein in
Laufrichtung der Karton- oder Papierbahn A verlängerter ebe
ner Preßspalt S.
Dagegen ist das auf der gegenüberliegenden Seite des Jochs
16 der Abgabepreßwalze 7 angeordnete Stützelement 40 mit
einer konkaven Anpreßfläche versehen, durch die der flexible
Walzenmantel 38 gegen den starren Walzenmantel 30 der Saug
preßwalze 4 gepreßt wird. Auch hier wird jedoch ein in Lauf
richtung der Karton- oder Papierbahn A verlängerter Preß
spalt B gebildet.
Auch die der Saugpreßwalze 4 zugeordnete zusätzliche Preßwal
ze 14 ist wiederum als Durchbiegungsausgleichswalze mit fle
xiblem Walzenmantel 17, einem den flexiblen Walzenmantel 17
durchsetzenden Joch 16 und wenigstens einem nicht konvexen
hydrostatischen und/oder hydrodynamischen Stützelement 18
ausgebildet. Im vorliegenden Fall besitzt dieses Stützele
ment 18 eine konkave Anpreßfläche. Diese erstreckt sich über
einen größeren Teil des Umfangs der Saugpreßwalze 4 als die
konkave Anpreßfläche des Stützelements 40. Zwischen der Saug
preßwalze 4 und der dieser zugeordneten zusätzlichen Preßwal
ze 4 wird somit ein in Laufrichtung der Karton- oder Papier
bahn A verlängerter Preßspalt R gebildet.
Insbesondere die der Abgabepreßwalze 7 zugeordnete
zusätzliche Preßwalze 24 kann auch mit einem Walzenmantel
versehen sein, der Ausnehmungen zur Aufnahme von Preßwasser
besitzt. Diese Ausnehmungen können beispielsweise in Form
von Umfangsrillen und/oder Sackbohrungen vorgesehen sein.
Die Joche 16 der Durchbiegungsausgleichswalzen sind zumin
dest während des Betriebs feststehend. Zudem kann insbesonde
re die Abgabepreßwalze 7 mit einem Walzenmantel versehen
sein, der zumindest während des Betriebs an seinen Enden ra
dial fixiert ist.
Gemäß Fig. 1 liegen die Saugpreßwalze 4, die Abgabepreßwal
ze 7 sowie die dieser zugeordnete zusätzliche Preßwalze 24
auf einer Geraden, die mit der Vertikalen einen Winkel ein
schließt, der im vorliegenden Fall beispielsweise etwa 45°
beträgt. Die der Saugpreßwalze 4 zugeordnete zusätzliche An
preßwalze 14 ist rechts unterhalb der Saugpreßwalze 4 ange
ordnet. Die durch die Achsen dieser beiden Walzen verlaufen
de Gerade bildet mit der durch die Saugpreßwalze 4, die Ab
gabepreßwalze 7 und die dieser zugeordnete zusätzliche Preß
walze 24 verlaufenden Geraden einen rechten Winkel.
Bei der in Fig. 2 gezeigten Ausführungsform ist die der Ab
gabepreßwalze 7 zugeordnete zusätzliche Preßwalze 24 direkt
oberhalb der Abgabepreßwalze 7 angeordnet, so daß die sich
durch die Achsen dieser beiden Walzen erstreckende Gerade in
Vertikalrichtung verläuft. Im übrigen besitzt die in Fig. 2
gezeigte Walzenpresse im wesentlichen den gleichen Aufbau
wie die in Fig. 1 dargestellte Presse. Einander entsprechen
den Teilen wurden gleiche Bezugszeichen zugeordnet.
Aus der Fig. 2 ergibt sich zudem die jeweilige Lagerung der
Walzen.
So ist die Abgabepreßwalze 7 ohne die Möglichkeit einer ra
dialen Auslenkung in definierter Position fest an einem Stän
der 42 angebracht, der wiederum fest auf dem Maschinenfunda
ment 44 montiert ist.
Der Mantel der Abgabepreßwalze 7 kann zumindest während des
Betriebs an seinen Enden zumindest im wesentlichen radial fi
xiert sein, so daß er auch unter Preßbelastung eine im we
sentlichen unveränderte Position beibehält.
Durch eine Positionsregelung kann sichergestellt sein, daß
der Preßspalt S in einer vorgegebenen Position verbleibt. In
dieser Position wird er somit unabhängig von der jeweiligen
Preßkraft und der jeweiligen Maschinengeschwindigkeit gehal
ten. Hierzu kann wenigstens ein Positionssensor und eine
Preßkraftregelung für wenigstens eines der betreffenden
Stützelemente vorgesehen sein.
Wie sich insbesondere aus den Fig. 2 und 3 ergibt, sind
die die drei Preßspalte bildenden Walzen 4, 7, 14 und 24
während des Betriebs kräftemäßig so gegeneinander ab
gestützt und/oder miteinander verbunden, daß praktisch keine
Preßkräfte von anderen Stuhlungselementen aufgenommen werden
müssen. Diese sind nur von den zugeordneten, die Walzenzap
fen oder die Walzenjoche tragenden Lagerteilen aufzunehmen.
In Fig. 3 sind die sich im Bereich der drei Preßstellen
ergebenden entsprechenden Kraftflußverläufe durch fette
Linien angedeutet. Demnach ergeben sich über die jeweiligen
Preßspalte in sich geschlossene Kraftlinien, was dazu führt,
daß die in der Regel relativ hohen Preßkräfte nur von den
zugeordneten, die Walzenzapfen oder die Joche tragenden La
gerteilen aufgenommen werden müssen. Die anderen Stuhlungs
elemente brauchen daher nicht für diese hohen Preßkräfte aus
gelegt sein.
Die zwischen diesen Lagerteilen vorgesehenen Verbindungsele
mente können für einen Walzen- oder Bespannungswechsel ge
löst werden.
In Fig. 4 ist die Walzenpresse der Fig. 2 in einer Phase
dargestellt, in der der Preßfilz 6 für die Saugpreßwalze 4
ausgewechselt wird. Nach einem Lösen der Verbindungselemente
zur Abgabepreßwalze 7 und zur zusätzlichen Preßwalze 14 wird
der Preßfilz 6 von einem Cantileverträger 46 auf der Führer-
oder Bedienerseite frei getragen. Dieser ist auf der Trieb
seite abgestützt. Zuvor wurden die in Fig. 2 gezeigten
Zwischenstücke 48 abgenommen, wozu zunächst die darüber lie
gende Lageranordnung mittels eines Krans angehoben wurde.
Der zuvor über eine Umlenkrolle 50 (vgl. Fig. 2) gespannte
Preßfilz 6 ist gemäß Fig. 4 teilweise auf eine Walze 52 auf
gewickelt.
Fig. 5 zeigt die Walzenpresse der Fig. 2 in einer Phase,
in der der Preßfilz 25 für die der Abgabepreßwalze 7 zugeord
nete zusätzliche Preßwalze 24 ausgewechselt wird, nachdem
zuvor wiederum die entsprechenden Zwischenstücke 48 (vgl.
Fig. 2) entfernt wurden.
Zum Auswechseln dieses Preßfilzes 25 werden zunächst die Ver
bindungselemente der zusätzlichen Preßwalze 24 zur Abgabe
preßwalze 7 sowie zur Stuhlung auf der Führerseite gelöst.
Danach wird die zusätzliche Preßwalze 24 durch eine an deren
Joch befestigbare Abstützvorrichtung angehoben, um die der
Filz zuvor drapiert wurde.
Der zuvor über eine Umlenkrolle 54 (vgl. Fig. 2) gespannte
Preßfilz 25 ist gemäß Fig. 5 teilweise auf eine Walze 56
aufgewickelt.
Die Rahmenstuhlung ist ausschließlich zum Tragen der Filz
laufeinrichtungen und zur Aufnahme der Eigengewichte der
Preßeinrichtungen vorgesehen. Sie dient somit nicht zur Auf
nahme von auf die Karton- oder Papierbahn ausgeübten Preß
kräften.
Die Rahmenstuhlung kann in die stromaufwärts angeordnete For
mer- und Siebpartie integriert sein und für einen Siebwech
sel entsprechende, auf der Führerseite vorgesehene Unterbre
chungseinrichtungen besitzen. Hierbei wird die Rahmenstuh
lung von dem Cantileverträger der Saugpreßwalze 4 auf der
Führerseite getragen.
Die gesamte Preßanordnung weist keinerlei Stuhlungsteile vor
der Papiermaschine auf dem Maschinenboden auf, d. h. daß vor
dem führerseitigen Maschinenbalken, auf dem die
Rahmenständer und der Ständer der Abgabepreßwalze abgestützt
sind, frei von solchen Stuhlungsteilen ist.
Gemäß Fig. 6 wird für einen Wechsel des um die zusätzliche
Preßwalze 14 geführten Preßfilzes 15 die zusätzliche Preßwal
ze 14 nach einem Lösen der führerseitigen Verbindungselemen
te zur Saugpreßwalze 4 auf der Führerseite durch eine am
Joch der Preßwalze 14 befestigbare Abstützvorrichtung abge
senkt, um die der neue Filz zuvor drapiert wurde. Bei der
Abstützvorrichtung kann es sich beispielsweise um ein Auf
steckrohr handeln.
Für einen jeweiligen Walzenwechsel kann die Walzenpresse
eine Kranschiene aufweisen, die quer zur Papiermaschine ver
läuft und zumindest die folgenden Funktionen erfüllen soll:
Diese Kranschiene 58 soll zunächst als Ausfahrhilfe zum Tra
gen des triebseitigen Endes der Saugwalze 4 dienen. Ferner
findet sie Verwendung als Einfahrhilfe zum Tragen des
triebseitigen Endes der Filzeinfahrvorrichtung für den der
Saugpreßwalze 4 zugeordneten Preßfilz 6. Schließlich kann
sie auch als Einfahrhilfe zum Tragen des triebseitigen Endes
der Filzeinfahrvorrichtung für den Preßfilz 25 dienen, der
um die der Abgabepreßwalze 7 zugeordnete zusätzliche Preßwal
ze 24 geführt ist.
Die erfindungsgemäße Walzenpresse besitzt unter anderem die
folgenden Vorteile:
Es ergibt sich eine geschlossene Bahnführung von der siebsei
tigen Aufnahmestelle bis zum Ende der Presse. Insgesamt ist
eine geringe Rückbefeuchtung gewährleistet, was ein Höchst
maß an Trockengehalt mit sich bringt. Nachdem zwischen Pres
se vorhandene offene Züge fehlen, tritt keinerlei Papierdeh
nung und auch kein Verlust an Naßfestigkeit auf. Der erste
offene Zug liegt nach der Presse bei maximaler Naßfestig
keit. Nachdem nur eine Überführstelle nach der Pressenpartie
vorliegt, ist ein Höchstmaß an Naßfestigkeit gewährleistet.
Es läßt sich auch bei einer Produktionsbreitenvariation
stets eine konstante Papierbreite durch alle Preßspalte oder
Nips gewährleisten. Ein variabler Randstreifen läuft an der
Zentralwalze ab. Wesentlich ist auch, daß Filze und Walzen
stets mit gleicher Papierbreite gefahren werden können. Der
angestrebte hohe Trockengehalt läßt sich insbesondere auch
mit nur einer Schuhpresse erzielen, was eine geringere An
zahl von Walzen mit sich bringt.
Zudem ergibt sich eine äußerst kompakte Bauweise, was außer
der Raumersparnis insbesondere auch für problemlose Umbauten
wesentlich ist.
Für alle Nips ergibt sich ein direkter Kraftfluß. Eine Por
talstuhlung entfällt. Auf der Führerseite sind keine außen
liegenden Ständer vorgesehen. Vor der Maschine wird mehr
Freiraum geschaffen. Eine Deckenbelastung liegt nicht vor.
Ferner ist für eine gute Zugänglichkeit durch die Brücken
stuhlung gesorgt. Ein jeweiliger Filz- und Walzenwechsel ist
problemlos möglich. Darüber hinaus ist auch für eine bessere
Zugänglichkeit für Einstell-, Wartungs- und Reinigungsarbei
ten gesorgt.
Bei fehlendem Querträger über der Presse ergibt sich eine
optimale Nipanordnung als 4-Walzen-NipconFlex-Combipresse.
Mit einer feststehenden angetriebenen Zentralwalze
(Nipco-P-Walze) ergibt sich eine ortsfeste Bahnlaufgeometrie
nach der Presse, nachdem diese Walze auf einem Ständer mon
tiert ist. Zudem ist eine ortsstabile Schaber-Anbindung mög
lich. Die Anordnung ist auch unempfindlich gegenüber An
triebsschwingungen.
Darüber hinaus ergibt sich eine hohe Betriebssicherheit für
eine jeweilige Schuhpresse in einer solchen Einbauposition.
Durch die geschlossene Bahnabnahme wird die Batzengefahr auf
ein Minimum reduziert. Ein manuelles Aufführen (mittels Glas
rohr) entfällt ebenso wie die beiden Nips zur Vorkalibrie
rung vor der Schuhpresse. Bei invertierter Schuhanordnung
ergibt sich eine optimale Preßmantelschmierung.
Trotz kompakter Bauweise ist ein relativ einfacher Walzen
wechsel möglich. Die Preßwalzen sind bei geringem Zeitauf
wand unabhängig voneinander auswechselbar. Es können für
alle Preßwalzen Ausfahrvorrichtungen vorgesehen sein. Es er
gibt sich ein nur kurzzeitiger Kraneinsatz. Grundsätzlich
ist jedoch auch ein Walzenwechsel ohne Kran beispielsweise
über Schienen vor der Maschine möglich.
Der der Saugpreßwalze zugeordnete Preßfilz kann voll cantile
vert sein. Der Filz kann problemlos über eine Filzwechselein
fahrvorrichtung ausgewechselt werden.
Der Oberfilz ist mittels einer Preßmantelwechselvorrichtung
porterbar. Es kann wiederum eine Filzwechseleinfahrvorrich
tung vorgesehen sein.
Der Unterfilz ist porterbar (Aufsteckrohr auf Nipco-Joch)
Es können innenliegende ausfahrbare Filzleitwalzen vorgese
hen sein.
Zudem wird eine verbesserte Zugänglichkeit für Scanpro-Mes
sungen erreicht.
Schließlich ergibt sich insgesamt ein kostengünstiges Pres
senkonzept. Nachdem keine getrennte NipcoFlex-Presse vorgese
hen ist, sind nur wenige Reservewalzen erforderlich. Auf
grund des kleinen Raumbedarfs ergibt sich auch ein geringer
Baukostenanteil.
Bezugszeichenliste
1 Sieb
2 Siebwalze
3 Siebwalze
4 Saugpreßwalze
6 Preßfilz
7 Abgabepreßwalze
14 zusätzliche Preßwalze
15 Preßfilz
16 Joch
17 Walzenmantel
18 Stützelement
24 zusätzliche Preßwalze
25 Preßfilz
26 Walzenmantel
27 Stützelement
30 Walzenmantel
32 Kern
34 Saugkasten
36 Bereich
38 Walzenmantel
40 Stützelement
42 Ständer
44 Maschinenfundament
46 Cantileverträger
48 Zwischenstücke
50 Umlenkrolle
52 Walze
54 Umlenkrolle
56 Walze
A Papierbahn
B Preßspalt
R zusätzlicher Preßspalt
S zusätzlicher Preßspalt
2 Siebwalze
3 Siebwalze
4 Saugpreßwalze
6 Preßfilz
7 Abgabepreßwalze
14 zusätzliche Preßwalze
15 Preßfilz
16 Joch
17 Walzenmantel
18 Stützelement
24 zusätzliche Preßwalze
25 Preßfilz
26 Walzenmantel
27 Stützelement
30 Walzenmantel
32 Kern
34 Saugkasten
36 Bereich
38 Walzenmantel
40 Stützelement
42 Ständer
44 Maschinenfundament
46 Cantileverträger
48 Zwischenstücke
50 Umlenkrolle
52 Walze
54 Umlenkrolle
56 Walze
A Papierbahn
B Preßspalt
R zusätzlicher Preßspalt
S zusätzlicher Preßspalt
Claims (25)
1. Walzenpresse einer Maschine wie insbesondere einer Pa
piermaschine, mit einer eine Materialbahn (A) wie insbe
sondere einer Karton- oder Papierbahn von einem Sieb (1)
oder dergleichen übernehmenden Saugpreßwalze (4) mit zu
geordnetem, um die Saugpreßwalze (4) geführtem Preßfilz
(6) sowie mit einer mit der Saugpreßwalze (4) einen
Preßspalt (B) bildenden, die Materialbahn (A) von der
Saugpreßwalze (4) übernehmenden Abgabepreßwalze (7) zur
Abgabe der Materialbahn (A) an einen sich anschließenden
Teil der Maschine,
dadurch gekennzeichnet,
daß sowohl der Saugpreßwalze (4) als auch der Abgabepreß
walze (7) jeweils wenigstens eine zusätzliche Preßwalze
(14, 24) zugeordnet ist, um mit der Saugpreßwalze (4)
bzw. der Abgabepreßwalze (7) jeweils wenigstens einen zu
sätzlichen Preßspalt (R, S) zu bilden, wobei über jede
zusätzliche Preßwalze (14, 24) wiederum ein Preßfilz
(15, 25) geführt ist, und daß vorzugsweise wenigstens
einer der zusätzlichen Preßspalte (R, S) ein in Laufrich
tung der Materialbahn (A) verlängerter Preßspalt ist.
2. Walzenpresse nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß zumindest der zusätzliche Preßspalt (S) zwischen der
Abgabepreßwalze (7) und der zugeordneten zusätzlichen
Preßwalze (24) ein verlängerter Preßspalt ist.
3. Walzenpresse nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Saugpreßwalze (4) über den zugeordneten Preßfilz
(6) am Sieb (1) anliegt und die Materialbahn (A) unmit
telbar übernimmt.
4. Walzenpresse nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Saugpreßwalze (4), die Abgabepreßwalze (7) und
die zusätzlichen Preßwalzen (14, 24) derart angeordnet
und/oder gelagert sind, daß die Kräfte der Preßspalte
(R, B, S) gegenseitig kurzgeschlossen sind und nicht vom
Maschinenfundament und/oder einer eventuell vorgesehenen
Außenstuhlung aufgenommen werden.
5. Walzenpresse nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß zumindest eine der zusätzlichen Preßwalzen (14, 24)
eine Durchbiegungsausgleichswalze mit einem umlaufenden
Walzenmantel (17, 26), einem den Walzenmantel (17, 26)
durchsetzenden Joch (16) und wenigstens einem hydrostati
schen und/oder hydrodynamischen Stützelement (18, 27)
ist, durch das der Walzenmantel (17, 26) am Joch (16) ab
gestützt ist.
6. Walzenpresse nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Abgabepreßwalze (7) wenigstens eine als Durchbie
gungsausgleichswalze ausgebildete zusätzliche Preßwalze
(24) mit einem flexiblen Walzenmantel (26), einem den
flexiblen Walzenmantel (26) durchsetzenden Joch (16) und
wenigstens einem nicht konvexen hydrostatischen und/oder
hydrodynamischen Stützelement (27) zugeordnet ist, um
mit der Abgabepreßwalze (7) einen in Laufrichtung der Ma
terialbahn (A) verlängerten Preßspalt (S) zu bilden.
7. Walzenpresse nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Saugpreßwalze (4) wenigstens eine als Durchbie
gungsausgleichswalze ausgebildete zusätzliche Preßwalze
(14) mit einem flexiblen Walzenmantel (17), einem den
flexiblen Walzenmantel (17) durchsetzenden Joch (16) und
wenigstens einem nicht konvexen hydrostatischen und/oder
hydrodynamischen Stützelement (18) zugeordnet ist, um
mit der Saugpreßwalze (4) einen in Laufrichtung der Mate
rialbahn (A) verlängerten Preßspalt (R) zu bilden.
8. Walzenpresse nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Abgabepreßwalze (7) wenigstens eine als Durchbie
gungsausgleichswalze ausgebildete zusätzliche Preßwalze
(24) mit einem starren Walzenmantel (26) zugeordnet ist.
9. Walzenpresse nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Saugpreßwalze (4) wenigstens eine als Durchbie
gungsausgleichswalze ausgebildete zusätzliche Preßwalze
(14) mit einem starren Walzenmantel (17) zugeordnet ist.
10. Walzenpresse nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Walzenmantel wenigstens einer Durchbiegungsaus
gleichswalze mit Ausnehmungen zur Aufnahme von Preßwas
ser im betreffenden Preßspalt versehen ist.
11. Walzenpresse nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Abgabepreßwalze (7) eine Durchbiegungsausgleichs
walze mit einem umlaufenden Walzenmantel (38), einem den
Walzenmantel durchsetzenden Joch (16) und wenigstens
einem hydrostatischen und/oder hydrodynamischen Stützele
ment (27, 40) ist, durch das der Walzenmantel (38) am
Joch (16) abgestützt ist.
12. Walzenpresse nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß die als Durchbiegungsausgleichswalze ausgebildete Ab
gabepreßwalze (7) einen starren Walzenmantel (38) be
sitzt.
13. Walzenpresse nach Anspruch 11 oder 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Walzenmantel (38) der als
Durchbiegungsausgleichswalze ausgebildeten Abgabepreßwal
ze (7) zumindest während des Betriebs an seinen Enden ra
dial fixiert ist.
14. Walzenpresse nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Abgabepreßwalze (7) wenigstens eine als Durchbie
gungsausgleichswalze ausgebildete zusätzliche Preßwalze
(24) zugeordnet ist, daß die Abgabepreßwalze (7) eine
Durchbiegungsausgleichswalze ist und daß die hydraulisch
betätigten hydrostatischen und/oder hydrodynamischen
Stützelemente (27) der zusätzlichen Preßwalze (24) und
der Abgabepreßwalze (7) hydraulisch miteinander gekop
pelt sind.
15. Walzenpresse nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Abgabepreßwalze (7) vorzugsweise drehbar an
einem Ständer (42) angebracht ist, an dem er ohne die
Möglichkeit einer radialen Auslenkung in definierter Po
sition festlegbar ist, wobei der Ständer (42) wiederum
fest auf dem Maschinenfundament montiert ist.
16. Walzenpresse nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Abgabepreßwalze (7) eine Durchbiegungsausgleichs
walze mit einem flexiblen Walzenmantel (38), einem den
flexiblen Walzenmantel (38) durchsetzenden Joch (16) und
wenigstens einem nicht konvexen hydrostatischen und/oder
hydrodynamischen Stützelement (27, 40) ist, um mit der
zugeordneten zusätzlichen Preßwalze (24) und/oder der
Saugpreßwalze (4) einen in Laufrichtung der Materialbahn
(A) verlängerten Preßspalt (R) zu bilden.
17. Walzenpresse nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet,
daß die der Abgabepreßwalze (7) zugeordnete zusätzliche
Preßwalze (24) eine Durchbiegungsausgleichswalze mit
einem flexiblen Walzenmantel (26) ist und daß die Stütz
elemente (27) der Abgabepreßwalze (7) und der zugeordne
ten zusätzlichen Preßwalze (24) auf ihrer dem betreffen
den Walzenmantel (26) zugewandten Seite zumindest im we
sentlichen eben ausgebildet sind, um einen zumindest im
wesentlichen ebenen Preßspalt (S) zu bilden.
18. Walzenpresse nach einem der vorhergehen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß wenigstens eine der Walzen als Durchbiegungsaus
gleichswalze mit radial verschiebbarem Walzenmantel aus
gebildet ist.
19. Walzenpresse nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß zumindest der zwischen der Abgabepreßwalze (7) und
der zugeordneten zusätzlichen Preßwalze (24) gebildete
Preßspalt (S) während des Betriebs durch eine entspre
chende Positionsregelung fest auf einer bestimmten räumli
chen Position gehalten ist.
20. Walzenpresse nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Saugpreßwalze (4) eine Hohlwalze mit einem um
einen Kern (32) umlaufenden, innenseitig abgestützten
Walzenmantel (30) ist.
21. Walzenpresse nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Saugpreßwalze (4) mit einem äußeren Saugkasten
(34) versehen ist, durch den ein im Walzeninneren gelege
ner Bereich (36) abgesaugt wird.
22. Walzenpresse nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß zum Auswechseln wenigstens eines der Preßfilze (6,
15, 25) eine jeweilige Filzwechseleinfahrvorrichtung
vorgesehen ist.
23. Walzenpresse nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß zum Auswechseln des Preßfilzes (6) für die Saugpreß
walze (4) ein Cantileverträger (46) vorgesehen ist, von
dem der Preßfilz (6) frei getragen wird.
24. Walzenpresse nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß zum Auswechseln des Preßfilzes (25) für die der Abga
bepreßwalze (7) zugeordnete zusätzliche Preßwalze (24)
diese zusätzliche Preßwalze (24) durch eine an deren
Joch (16) befestigbare Abstützvorrichtung anhebbar ist,
um die der Preßfilz (25) zuvor drapierbar ist.
25. Walzenpresse nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß zum Auswechseln des Preßfilzes (15) für die der
Saugpreßwalze (4) zugeordnete zusätzliche Preßwalze (14)
diese zusätzliche Preßwalze (14) durch eine an deren
Joch (6) angreifende Abstützvorrichtung wie insbesondere
ein Aufsteckrohr oder dergleichen absenkbar ist, um das
der Preßfilz (15) zuvor drapierbar ist.
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29613944U DE29613944U1 (de) | 1996-04-03 | 1996-04-03 | Walzenpresse |
| DE19613390A DE19613390A1 (de) | 1996-04-03 | 1996-04-03 | Walzenpresse |
| AT97103279T ATE200324T1 (de) | 1996-04-03 | 1997-02-26 | Walzenpresse |
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