DE19613795A1 - Verfahren zum Verbinden von Werkstücken und gemäß dem Verfahren hergestellte Bauteile - Google Patents
Verfahren zum Verbinden von Werkstücken und gemäß dem Verfahren hergestellte BauteileInfo
- Publication number
- DE19613795A1 DE19613795A1 DE1996113795 DE19613795A DE19613795A1 DE 19613795 A1 DE19613795 A1 DE 19613795A1 DE 1996113795 DE1996113795 DE 1996113795 DE 19613795 A DE19613795 A DE 19613795A DE 19613795 A1 DE19613795 A1 DE 19613795A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- workpiece
- opening
- area
- workpieces
- base plate
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Withdrawn
Links
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 36
- 238000005304 joining Methods 0.000 title description 11
- 239000002184 metal Substances 0.000 claims abstract description 32
- 238000005452 bending Methods 0.000 claims description 5
- 229910001335 Galvanized steel Inorganic materials 0.000 claims description 3
- 239000008397 galvanized steel Substances 0.000 claims description 3
- 238000007493 shaping process Methods 0.000 claims description 3
- 239000000853 adhesive Substances 0.000 claims description 2
- 230000001070 adhesive effect Effects 0.000 claims description 2
- 210000002105 tongue Anatomy 0.000 abstract 1
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 5
- 229910000831 Steel Inorganic materials 0.000 description 3
- 238000005516 engineering process Methods 0.000 description 3
- 239000010959 steel Substances 0.000 description 3
- 238000005260 corrosion Methods 0.000 description 2
- 230000007797 corrosion Effects 0.000 description 2
- 239000000463 material Substances 0.000 description 2
- 238000004080 punching Methods 0.000 description 2
- 239000000126 substance Substances 0.000 description 2
- 150000001875 compounds Chemical class 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 239000000945 filler Substances 0.000 description 1
- 210000001061 forehead Anatomy 0.000 description 1
- 238000005246 galvanizing Methods 0.000 description 1
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 description 1
- 239000007769 metal material Substances 0.000 description 1
- 230000036316 preload Effects 0.000 description 1
- 238000002360 preparation method Methods 0.000 description 1
- 230000000717 retained effect Effects 0.000 description 1
- 239000010865 sewage Substances 0.000 description 1
- 239000007858 starting material Substances 0.000 description 1
- 238000009423 ventilation Methods 0.000 description 1
- 238000003466 welding Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16B—DEVICES FOR FASTENING OR SECURING CONSTRUCTIONAL ELEMENTS OR MACHINE PARTS TOGETHER, e.g. NAILS, BOLTS, CIRCLIPS, CLAMPS, CLIPS OR WEDGES; JOINTS OR JOINTING
- F16B17/00—Connecting constructional elements or machine parts by a part of or on one member entering a hole in the other and involving plastic deformation
- F16B17/008—Connecting constructional elements or machine parts by a part of or on one member entering a hole in the other and involving plastic deformation of sheets or plates mutually
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21D—WORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21D39/00—Application of procedures in order to connect objects or parts, e.g. coating with sheet metal otherwise than by plating; Tube expanders
- B21D39/03—Application of procedures in order to connect objects or parts, e.g. coating with sheet metal otherwise than by plating; Tube expanders of sheet metal otherwise than by folding
- B21D39/038—Perpendicular plate connections
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Connection Of Plates (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Verbinden von Werkstücken, insbesondere
Blechteilen, gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1. Die Erfindung betrifft auch
Bauteile, die gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren verbundene Blechteile
umfassen.
Zum Verbinden von Werkstücken sind im Stand der Technik eine Reihe von Verfahren
bekannt. Diese unterschiedlichen Verfahren werden unter dem Begriff Fügen
zusammengefaßt. Unter Fügen versteht man das Zusammenbringen von zwei oder
mehr Werkstücken geometrisch bestimmter fester Form oder das Zusammenbringen von
derartigen Werkstücken mit formlosem Stoff. Dabei wird jeweils der Zusammenhalt örtlich
geschaffen und im Ganzen vermehrt. Demnach werden auch das Zusammenlegen und
das Füllen zum Fügen gezählt. Auch das Fügen verschiedener Stellen eines und
desselben Körpers, z. B. eines Ringes, gehört dazu.
In der Haustechnik kommen vielfach Blechschienen zum Einsatz, die beispielsweise zur
Befestigung von Kabelpritschen, von Pumpen, Verteilern, Behältern etc. dienen. Auch für
die Befestigung von Lüftungskanälen an der Wand oder für die Befestigung von Rohren
für Heizung, Abwasser, Hydraulik, Druckluft etc. und für eine Reihe weiterer
Anwendungen kommen Blechschienen zum Einsatz, die für diese Zwecke als Konsolen
ausgebildet sind. Dazu ist an der Stirnseite der Blechschiene eine Grundplatte befestigt,
welche mit Bohrungen versehen ist. Mit Hilfe der Grundplatte kann die Schiene stirnseitig
am Untergrund befestigt werden. Die Grundplatte wird in der Regel mit der Stirnseite der
Blechschiene verschweißt. Bei dieser Verbindungstechnik handelt es sich um eine
Stoffvereinigung, bei der die gefügten Blechteile durch Verbindung der Stoffe, bisweilen
unter Zuhilfenahme von Zusatzwerkstoffen, zusammengehalten werden. Um die
Schweißverbindung herstellen zu können, müssen die Blechteile blank vorliegen. Nach
erfolgter Verschweißung werden die beispielsweise zu einer Konsole gefügten
Blechteile oftmals verzinkt, um den erforderlichen Korrosionsschutz zu gewährleisten.
Aus Gründen des Korrosionsschutzes und aus Kostengründen werden Werkstücke,
insbesondere Blechschienen, oftmals aus rostfreiem Blech oder aus bereits
vorverzinktem Stahlblech gefertigt, insbesondere gerollt. Die vorverzinkten Blechteile,
beispielsweise Blechschienen, haben den Nachteil daß sie keine Schweißverbindung
mehr erlauben. In diesem Fall kommen für die Verbindung beispielsweise der
Grundplatte mit der Stirnseite der Blechschiene, umformtechnische Fügeverfahren zum
Einsatz. Ein gebräuchliches umformtechnisches Fügeverfahren stellt das Verlappen
durch Biegen oder Verdrehen dar. Dazu wird das Stirnende der Blechschiene, welches
mit der Grundplatte umformtechnisch verbunden werden soll, vorbereitet. In einem
gesonderten Arbeitsschritt werden Laschen oder ähnliche Fortsätze ausgestanzt, die
sodann durch in der Grundplatte vorbereitete Öffnungen durchgesteckt und umgebogen
bzw. verdreht werden. Bei Blechteilen mit komplizierterer Geometrie, beispielsweise bei
Blechschienen, ist der Ausstanzschritt relativ kompliziert und aufwendig. Zudem stellt er
einen zusätzlichen Fertigungsschritt dar, der den gesamten Herstellungsprozeß,
beispielsweise einer Konsole, verlängert und verteuert.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein umformtechnisches Verfahren zum
Verbinden von Blechwerkstücken zu schaffen, das den geschilderten Nachteilen der
Verfahren des Stands der Technik abhilft. Das Verfahren soll auch für kompliziertere
Geometrien der zu fügenden Blechteile, beispielsweise einer profilierten Blechschiene
und einer Grundplatte, geeignet sein. Eine zusätzliche Bearbeitung der Blechteile soll
vermieden werden. Das Verfahren soll einfach in der Durchführung sein und
insbesondere die kostengünstige Herstellung von eine Grundplatte und eine
Blechschiene aus vorverzinkten Stahlblechen umfassenden Konsolen erlauben. Dabei
soll die erstellte Verbindung der beiden Blechteile eine ausreichende Festigkeit
aufweisen, die mit den konventionellen umformtechnischen Fügeverfahren vergleichbar
ist.
Die Lösung dieser Aufgaben besteht in einer Verfahrensführung gemäß dem
kennzeichnenden Abschnitt des Patentanspruchs 1. Insbesondere wird durch die
Erfindung ein Verfahren zum Verbinden von Werkstücken, insbesondere von Blechteilen
geschaffen, bei dem wenigstens zwei Werkstücke zusammengefügt werden und durch
Umformen zu einem Formschluß miteinander gebracht werden. Dazu wird zunächst das
freie Stirnende des einen Werkstücks derart behandelt, daß es frei von Laschen,
Vorsprüngen oder dergleichen vorliegt. Das derart behandelte freie Stirnende des einen
Werkstücks wird in Berührung mit einer Flachseite des zweiten Werkstücks gebracht,
welches im Berührungsbereich mit wenigstens einem aus der Ebene der Flachseite
hervortretenden, hochgestellten Bereich versehen ist, der mit wenigstens einer Öffnung
ausgestattet ist und das freie Stirnende des ersten Werkstücks derart überdeckt, daß
dieses durch die Öffnung hindurch mit einem Werkzeug gefaßt werden kann. Durch
mechanisches Umformen des freien Stirnendes des ersten Werkstücks wird schließlich
ein Formschluß mit dem zweiten Werkstück hergestellt. Durch das beschriebene
Verfahren können insbesondere auch eine Grundplatte und eine C-Profilschiene
umfassende konsolenartige Bauteile hergestellt werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren besitzt den Vorteil, daß ein Werkstück,
beispielsweise eine Profilschiene, mit einem zweiten, plattenförmigen Werkstück
verbunden werden kann, ohne zuvor Laschen, Vorsprünge oder dergleichen am
Stirnende der Schiene erstellen zu müssen. Der Vorteil, daß auch bereits vorverzinktes
Blechmaterial umformtechnisch miteinander verbunden werden kann, bleibt erhalten.
Komplizierte Vorbereitungsschritte, wie beispielsweise das Ausstanzen von Laschen
etc., können entfallen. Das erste Werkstück muß nur im Verbindungsbereich eine glatte
Stirnfläche aufweisen, welche beispielsweise im Fall einer Profilschiene sehr einfach
durch Absägen erzielt werden kann. Das mit wenigstens einem hochgestellten Bereich
versehene zweite Werkstück kann sehr einfach in Serie vorbereitet werden, oder auch
unmittelbar vor dem Verbindungsschritt mit dem ersten Werkstück im selben Arbeitsgang
vorbereitet werden. Die Öffnung kann vor, während oder unmittelbar anschließend an
die Herstellung der hochgestellten Bereiche vorgesehen werden. Eine weitere spezielle
Behandlung der zu verbindenden Werkstücke ist nicht erforderlich. Auf eine
Nachbehandlung, beispielsweise eine Verzinkung der miteinander verbundenen
Werkstücke, kann verzichtet werden, wenn als Ausgangsmaterial beispielsweise bereits
vorverzinktes Blech eingesetzt wird. Das erfindungsgemäße Verfahren zum Verbinden
von Werkstücken ist kostengünstig und universell einsetzbar. Das Verfahren ist einfach
durchzuführen und liefert Bauteile, deren formschlüssig miteinander verbundene
Werkstücke im Verbindungsbereich eine den konventionellen umformtechnischen
Fügeverfahren vergleichbare Festigkeit aufweisen.
In einer ersten Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens ist der hochgestellte
Bereich als aus der Ebene der Flachseite des ersten Werkstücks hervortretende
Überhöhung ausgebildet, wobei das zweite Werkstück wenigstens partiell durch die
Öffnung im hochgestellten Bereich geführt wird. Die Öffnung kann derart gestaltet sein,
daß das erste Werkstück bei der Durchführung seines Stirnendes geführt ist. Dabei ist
die Höhe der Überhöhung größer als die doppelte Wandstärke des zweiten Werkstücks.
Auf diese Weise ist der durch die Öffnung geführte Abschnitt des ersten Werkstücks
ausreichend lang, um ihn mittels eines Werkzeugs zu greifen und/oder durch Umformen
formschlüssig mit dem zweiten Werkstück zu verbinden.
Besonders einfach kann der hochgestellte Bereich im zweiten Werkstück hergestellt
werden, wenn dessen Randbereich wenigstens teilweise, vorzugsweise etwa
rechtwinklig, umgebogen wird. Auf diese Weise ist der gegenüber der ursprünglichen
Ebene der Flachseite des zweiten Werkstücks hochgestellte Bereich als partielle
Randüberhöhung ausgebildet. Die Öffnung wird derart angebracht, daß sie sich über
einen Teilbereich der Randüberhöhung und über den in der ursprünglichen Ebene des
zweiten Werkstücks verbleibenden Abschnitt erstreckt.
Die Öffnung wird derart angeordnet, daß der sich in die Randüberhöhung erstreckende
Teilbereich der Öffnung eine lichte Höhe über der ursprünglichen Ebene der Flachseite
des zweiten Werkstücks aufweist, die wenigstens der einfachen Wandstärke des zweiten
Werkstücks entspricht. Derjenige Teilbereich der Öffnung, der sich in den in der
ursprünglichen Ebene des zweiten Werkstücks verbleibenden Abschnitt erstreckt weist
eine lichte Weite auf, die größer ist als die Wandstärke des ersten Werkstücks. Auf
diese Weise ist gewährleistet, daß das freie Stirnende des ersten Werkstücks durch die
Öffnung mit einem Werkzeug gefaßt werden kann bzw. daß ein Nietstempel oder eine
ähnliche Einrichtung am Stirnende angreifen kann.
Die mechanische Umformung der partiell durch bzw. in die Öffnung ragenden freien
Stirnenden des ersten Werkstücks erfolgt mit Vorteil durch Taumelnieten, Umlegen oder
Verdrehen. Diese Umformverfahren sind aus dem Stand der Technik geläufig, erprobt
und einfach und kostengünstig durchzuführen.
Um die im Verbindungsbereich erzielbaren Haltewerte der durch Umformung
formschlüssig miteinander verbundenen Werkstücke noch weiter zu erhöhen, können die
miteinander in Verbindung gebrachten Bereiche des ersten und des zweiten Werkstücks
zusätzlich mit Hilfe eines Klebemittels miteinander verklebt werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren eignet sich insbesondere auch zur Herstellung von
konsolenartigen Bauteilen, bei denen als erstes Werkstück eine Profilschiene,
insbesondere eine Schiene mit C-förmigem Querschnitt, und als zweites Werkstück eine
mit Lochungen versehene Grundplatte verwendet wird, welche vorzugsweise aus
rostfreien oder vorverzinkten Stahlblechen bestehen. Bei dem auf diese Weise
hergestellten konsolenartigen Bauteil sind wenigstens zwei Verbindungsbereiche durch
Formschluß vorgesehen, die einander an den längsseitigen Stirnenden der
Profilschiene gegenüberliegen. Dadurch kommt es zu einer leichten Vorspannung über
die lichte Weite der mit der Grundplatte formschlüssig verbundenen Profilschiene, was
die Haltewerte der umformtechnisch hergestellten, formschlüssigen
Verbindungsbereiche unterstützt.
Im folgenden wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die schematischen Zeichnungen
näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 zwei miteinander zu verbindende Werkstücke in perspektivischer Darstellung;
Fig. 2 eine Schnittdarstellung der Werkstücke aus Fig. 1, wobei diese gemäß dem
erfindungsgemäßen Verfahren miteinander verbunden sind;
Fig. 3 zwei weitere miteinander zu verbindende Werkstücke in perspektivischer
Darstellung;
Fig. 4 eine Schnittdarstellung der Werkstücke aus Fig. 3 im miteinander verbundenen
Zustand; und
Fig. 5 eine perspektivische Darstellung eines konsolenartigen Bauteils umfassend eine
C-Profilschiene und eine gelochte Grundplatte vor dem umformtechnischen
Verbinden.
Fig. 1 zeigt ein erstes Werkstück 1 und ein zweites Werkstück 2, die formschlüssig
miteinander verbunden werden sollen. Die beiden Werkstücke 1, 2 bestehen
beispielsweise aus einem vorverzinkten Stahlblech. Das zweite Werkstück 2 weist einen
gegenüber der Ebene seiner dem Betrachter zugewandten Flachseite 3 hochgestellten
Randbereich 4 auf. Dazu ist der Rand des plattenförmigen zweiten Werkstücks 2 etwa
rechtwinklig umgebogen. Eine Öffnung 5 ist im Biegebereich angeordnet und verläuft
teilweise im hochgestellten Randbereich 4 und teilweise in dem an den Randbereich 4
anschließenden, in der ursprünglichen Ebene verbleibenden Abschnitt 6 des zweiten
Werkstücks 2. Die lichte Höhe h des sich in den hochgestellten Randbereich 4
erstreckenden Teilbereichs der Öffnung 5 entspricht wenigstens der Dicke d des
plattenförmigen zweiten Werkstücks. Die lichte Weite w des Teilbereichs der Öffnung 5,
der sich im an den hochgestellten Randbereich 4 anschließenden Abschnitt 6 des
zweiten Werkstücks 2 erstreckt, ist größer als die Dicke t des ersten Werkstücks 1.
Zum Verbinden der beiden Werkstücke wird das gerade verlaufende freie Stirnende 7
des ersten Werkstücks 1 an die Flachseite 3 des zweiten Werkstücks 2 angelegt. Dabei
wird darauf geachtet, daß die Seitenwand 8 des ersten Werkstücks wenigstens im
Bereich der Öffnung 5 in Anlage zum hochgestellten Randbereich 4 kommt. Fig. 2 zeigt
die beiden zusammengefügten Werkstücke 1, 2 im formschlüssig miteinander
verbundenen Zustand. Das freie Stirnende 7 des ersten Werkstücks 1 ragt wenigstens
partiell in den Bereich der Öffnung 5. Der in den Bereich der Öffnung ragende Abschnitt
9 des ersten Werkstücks 1 wird mit einem Werkzeug (nicht dargestellt) gefaßt und
beispielsweise, wie dargestellt, umgelegt. Dadurch wird zwischen dem ersten und dem
zweiten Werkstück 1 bzw. 2 ein Formschluß erzeugt. Anstatt den in die Öffnung 5
ragenden Abschnitt 9 umzulegen, kann der Formschluß auch durch Verdrehen oder
Taumelnieten des Abschnitts 9 erzeugt werden.
Fig. 3 zeigt zwei weitere Werkstücke, die miteinander verbunden werden sollen. Das
erste Werkstück 1 entspricht dabei dem in den Fig. 1 und 2 dargestellten Werkstück 1.
Das zweite Werkstück 10 besitzt eine aus der Ebene seiner Flachseite 11 hervortretende
Überhöhung 12 mit beispielsweise etwa rechteckigem oder quadratischem Grundriß.
Die Höhe e der Überhöhung 12 über der Ebene der Flachseite 11 ist größer als das
Doppelte der Wandstärke s des zweiten Werkstücks 10. In der Überhöhung 12 ist eine
schlitzförmige Öffnung 13 vorgesehen, die, wie beispielsweise dargestellt, der Kontur
des freien Stirnendes 7 des ersten Werkstücks 1 entsprechend verläuft. Die lichte Weite
der schlitzförmigen Öffnung 13 ist gerade so groß, daß ein partielles Durchtreten des
freien Stirnendes 7 des ersten Werkstücks 1 durch die Öffnung 13 ermöglicht ist. Die an
den Verlauf des freien Stirnendes 7 des ersten Werkstücks 1 angepaßte Kontur der
schlitzförmigen Öffnung bewirkt, daß das erste Werkstück 1 beim Zusammenfügen mit
dem zweiten Werkstück 10 eine gewisse Positionierung erhält.
Fig. 4 zeigt die beiden Werkstücke 1 und 10 in zusammengefügtem Zustand. Das freie
Stirnende 7 des ersten Werkstücks 1 ist partiell durch die schlitzförmige Öffnung 13 in
der gegenüber der Flachseite 11 des zweiten Werkstücks 10 vortretenden Überhöhung
12 geführt. Der durch die schlitzförmige Öffnung ragende Abschnitt 9 des freien
Stirnendes 7 des ersten Werkstücks 1 kann sodann mit Hilfe eines Werkzeugs gefaßt
werden und, beispielsweise durch Taumelnieten oder Umlegen oder Verdrehen,
umgeformt werden. Die beispielsweise Form des mechanisch umgeformten Abschnitts 9
ist in Fig. 4 strichliert angedeutet.
Fig. 5 zeigt ein konsolenartiges Bauteil 15, welches eine Profilschiene 16 mit C-förmigem
Querschnitt und eine mit Lochungen 18 versehene Grundplatte 17 umfaßt. Die
Grundplatte 17 und die Profilschiene 16 werden gemäß dem erfindungsgemäßen
Verfahren miteinander verbunden. Dabei zeigt Fig. 5 die beiden Werkstücke 16, 17 im
aneinandergefügten Zustand, wobei die umformtechnische Verbindung noch nicht erfolgt
ist. Deutlich erkennbar sind die Öffnungen 19 an der Biegestelle der hochgestellten
Randbereiche 20. Die gerade abgeschnittene Profilschiene 16 liegt mit ihrem freien
Stirnende an der dem Betrachter abgewandten Flachseite 23 der Grundplatte 17 an.
Dabei ist die Profilschiene 16 derart ausgerichtet, daß ihre Längsseiten 21 parallel zu
den einander gegenüberliegenden hochgestellten Randbereichen 20 der Grundplatte 17
verlaufen. Die in den Bereich der Öffnungen 19 ragenden Abschnitte 22 des freien
Stirnendes der Profilschiene 16 können mit einem Werkzeug gefaßt werden und durch
mechanische Umformung zu einem Formschluß mit der Grundplatte 17 gebracht
werden. Indem die Öffnungen 19 in den hochgestellten Randbereichen 20 einander
gegenüberliegen, wird durch das mechanische Umformen der in die Öffnungen
ragenden Abschnitte 22 das freie Stirnende der Profilschiene 16 einer geringen
Vorspannung unterworfen, welche den Zusammenhalt der miteinander verbundenen
Profilschiene 16 und der Grundplatte 17 unterstützt. Dabei stützt sich die Profilschiene
16 an der Grundplatte 17 ab. Für eine weitere Verbesserung der Haltewerte im
Verbindungsbereich können die einander berührenden Bereiche der Profilschiene 16
und der Grundplatte 17 zusätzlich noch miteinander verklebt werden. Auch ist es
denkbar, die Profilschiene 16 und die Grundplatte 17 zusätzlich an ihren einander
berührenden Bereichen miteinander weichzuverlöten.
Durch das erfindungsgemäße Verfahren wird ein einfaches und kostengünstiges
Fügeverfahren für Werkstücke, insbesondere aus Blechteilen, geschaffen. Das
Verfahren eignet sich insbesondere auch für die Verbindung von bereits rostfreien oder
vorverzinkten Stahlblechteilen. Auf die Erstellung von Laschen oder dergleichen
Durchsteckbereiche kann verzichtet werden. Die Vorteile eines umformtechnischen
Fügeverfahrens bleiben dabei erhalten.
Claims (9)
1. Verfahren zum Verbinden von Werkstücken, insbesondere von Blechteilen, bei
dem wenigstens zwei Werkstücke (1, 2; 1, 10) zusammengefügt werden und
durch Umformen zu einem Formschluß miteinander gebracht werden, dadurch
gekennzeichnet, daß das freie Stirnende (7) des einen Werkstücks derart
behandelt wird, daß es frei von Laschen, Vorsprüngen oder dergleichen vorliegt,
daß das derart behandelte freie Stirnende (7) des einen Werkstücks in
Berührung mit einer Flachseite (3; 11) des zweiten Werkstücks (2; 10) gebracht
wird, welches im Berührungsbereich mit wenigstens einem aus der Ebene der
Flachseite (3; 11) hervortretenden hochgestellten Bereich (4; 12) versehen ist,
der mit wenigstens einer Öffnung (5; 13) ausgestattet ist und das freie Stirnende
(7) des ersten Werkstücks (1) derart überdeckt, daß dieses durch die Öffnung (5;
13) hindurch mit einem Werkzeug gefaßt werden kann, und daß durch
mechanisches Umformen des freien Stirnendes (7) des ersten Werkstücks (1) ein
Formschluß mit dem zweiten Werkstück (2; 10) hergestellt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der hochgestellte
Bereich als aus der Ebene der Flachseite (11) des zweiten Werkstücks (10)
hervortretende Überhöhung (12) ausgebildet ist, wobei das zweite Werkstück (10)
wenigstens partiell durch die Öffnung (13) im hochgestellten Bereich (12) geführt
wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Höhe der (e)
Überhöhung (12) größer ist als die doppelte Wandstärke (s) des zweiten
Werkstücks (10).
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der hochgestellte
Bereich durch eine wenigstens partielle Randüberhöhung (4) gebildet wird,
welche vorzugsweise durch etwa rechtwinkliges Umbiegen des Randbereichs des
zweiten Werkstücks (2) hergestellt wird, und daß die Öffnung (5) derart im
Biegebereich angebracht wird, daß sie sich über einen Teil der Randüberhöhung
(4) und über den daran anschließenden und in der ursprünglichen Ebene des
zweiten Werkstücks (2) verbleibenden Abschnitt (6) erstreckt.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnung derart
angeordnet wird, daß der sich in die Randüberhöhung (4) erstreckende
Teilbereich der Öffnung (5) eine lichte Höhe (h) über der ursprünglichen Ebene
der Flachseite (3) des zweiten Werkstücks (2) aufweist, die wenigstens der
einfachen Wandstärke (d) des zweiten Werkstücks (2) entspricht, und daß der
Teilbereich der Öffnung (5), der sich in den in der ursprünglichen Ebene des
zweiten Werkstücks (2) verbleibenden Abschnitt (6) erstreckt, eine lichte Weite
(w) aufweist, die größer ist als die Wandstärke (t) des ersten Werkstücks (1),
welches durch die Öffnung (5) mit einem Werkzeug gefaßt werden soll.
6. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, daß die mechanische
Umformung der partiell durch bzw. in die Öffnung (5; 13) ragenden freien
Stirnenden (7) des ersten Werkstücks (1) durch Taumelnieten, Umlegen oder
Verdrehen erfolgt.
7. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die miteinander in Verbindung gebrachten Bereiche des ersten und des
zweiten Werkstücks (1, 2; 1, 10) zusätzlich mit Hilfe eines Klebemittels
miteinander verklebt werden.
8. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß als erstes Werkstück eine Profilschiene (16), insbesondere eine Schiene mit
C-förmigem Querschnitt, und als zweites Werkstück eine mit Lochungen (18)
versehene Grundplatte (17) verwendet wird, welche vorzugsweise aus einem
rostfreien oder vorverzinkten Stahlblech bestehen.
9. Bauteil umfaßend eine Profilschiene (16) von vorzugsweise C-förmigem
Querschnitt und eine mit Lochungen (18) versehene Grundplatte (17), die zu
einer Konsole miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß die
Profilschiene (16) und die Grundplatte (17) gemäß einem der vorangehenden
Patentansprüche formschlüssig miteinander verbunden sind, wobei wenigstens
zwei Verbindungsbereiche (17, 19, 22) durch Formschluß vorgesehen sind, die
einander an den längsseitigen Stirnenden der Profilschiene (16)
gegenüberliegen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996113795 DE19613795A1 (de) | 1996-04-04 | 1996-04-04 | Verfahren zum Verbinden von Werkstücken und gemäß dem Verfahren hergestellte Bauteile |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996113795 DE19613795A1 (de) | 1996-04-04 | 1996-04-04 | Verfahren zum Verbinden von Werkstücken und gemäß dem Verfahren hergestellte Bauteile |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19613795A1 true DE19613795A1 (de) | 1997-10-09 |
Family
ID=7790652
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1996113795 Withdrawn DE19613795A1 (de) | 1996-04-04 | 1996-04-04 | Verfahren zum Verbinden von Werkstücken und gemäß dem Verfahren hergestellte Bauteile |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19613795A1 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2004003317A1 (de) * | 2002-06-26 | 2004-01-08 | Peri Gmbh | Stütze für den baubereich |
| EP2619379A4 (de) * | 2010-09-24 | 2014-03-26 | 2Elms Pte Ltd | Lastverlagerungsverbinder für eine stützgliedanordnung |
| EP3048027A1 (de) * | 2015-01-22 | 2016-07-27 | Wanzl Metallwarenfabrik GmbH | Rollgestell |
| WO2021254921A2 (en) | 2020-06-18 | 2021-12-23 | J. Van Walraven Holding B.V. | Wall mounting bracket for a mounting rail and method of manufacture thereof |
-
1996
- 1996-04-04 DE DE1996113795 patent/DE19613795A1/de not_active Withdrawn
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2004003317A1 (de) * | 2002-06-26 | 2004-01-08 | Peri Gmbh | Stütze für den baubereich |
| EP2619379A4 (de) * | 2010-09-24 | 2014-03-26 | 2Elms Pte Ltd | Lastverlagerungsverbinder für eine stützgliedanordnung |
| EP3048027A1 (de) * | 2015-01-22 | 2016-07-27 | Wanzl Metallwarenfabrik GmbH | Rollgestell |
| WO2021254921A2 (en) | 2020-06-18 | 2021-12-23 | J. Van Walraven Holding B.V. | Wall mounting bracket for a mounting rail and method of manufacture thereof |
| NL2025855B1 (en) | 2020-06-18 | 2022-02-17 | Walraven Holding Bv J Van | Wall mounting bracket for a mounting rail and method of manufacture thereof |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE4400185B4 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung einer zwei Flansche und einen Steg aufweisenden Schiene für Hängedecken | |
| EP0155619B1 (de) | Durchsetzfügeverfahren | |
| WO1986005855A1 (fr) | Raccord a brides pour tronçons de conduits d'air en tole a section transversale rectangulaire | |
| DE69733661T2 (de) | Verbinden von metallischen bauteilen | |
| DE2942802A1 (de) | Klammer zur befestigung flacher bauteile und verfahren hierfuer | |
| EP0918940B1 (de) | Verbindung zwischen zwei bauteilen | |
| EP2827043B1 (de) | Verfahren zur Herstellung einer Doppelschiene sowie Doppelschiene | |
| DE3347503C2 (de) | Selbstsichernder Sperrbolzen | |
| DE19613795A1 (de) | Verfahren zum Verbinden von Werkstücken und gemäß dem Verfahren hergestellte Bauteile | |
| DD290030A5 (de) | Wand- und/oder deckenelement | |
| DE10227495B4 (de) | Verfahren zum Verbinden zweier Bauteile | |
| EP0143150B1 (de) | Flanschverbindung | |
| DE102018127251B3 (de) | Verbindungsprofil und verfahren zum dauerhaften fügen zweier platten sowie system mit einem verbindungsprofil | |
| DE102007041221B3 (de) | Verfahren zum Herstellen einer Klemmleiste | |
| DE10211257B4 (de) | Verfahren zum mechanischen Verbinden von zwei Elementen aus Metall, bei welchem die beiden Elemente aus Metall zwischen einem einzigen Satz von zwei Walzen hindurchgeführt werden | |
| DE3924037C1 (de) | ||
| DE3701895C1 (en) | Apparatus for joining elements resting flat upon one another, for example metal sheets, by the joggling method | |
| EP0298070A2 (de) | Befestigung für eine Wand-bzw. Deckenverkleidung | |
| DE102013003662B4 (de) | Verfahren zum Herstellen einer Falzverbindung, sowie hiermit hergestellter Bauteilverbund | |
| DE4410692B4 (de) | Für ein Kraftfahrzeug bestimmtes Karosserieteil | |
| DE10310093A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Verbindungen zwischen mindestens zwei sich überlappenden Werkstücken | |
| DE4224473A1 (de) | Schalung fuer den betonbau sowie vorrichtung zum herstellen der schalung | |
| DE112023004952T5 (de) | Klemmvorrichtung und Herstellungsverfahren einer Klemmvorrichtung | |
| DE102016123798A1 (de) | Verbindungsvorrichtung für zwei windschief oder einen Winkel bildende miteinander zu verbindende Bauteile sowie Verfahren zur Herstellung einer solchen Verbindungsvorrichtung | |
| DE102023118230A1 (de) | Treppenstufe, Treppenanordnung und Verfahren zu deren Herstellung |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8141 | Disposal/no request for examination |