DE19613707C2 - Vorrichtung zur Lastaufnahme oder Lastabgabe - Google Patents
Vorrichtung zur Lastaufnahme oder LastabgabeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Lastaufnahme oder Lastabgabe von
Ladeeinheiten, insbesondere für Regallager mit Regalbediengeräten, mit einer zum Erfassen
einer Ladeeinheit vorgesehenen Greifvorrichtung, deren Greifer beidseitig neben der
Ladeeinheit in Transportrichtung einfahrbar oder ausfahrbar und zum Greifen gegenläufig
zueinander gegen die Seitenflächen schwenkbar und mit Greifelementen versehen sind.
Beispielsweise aus der EP 0 029 073 B1 ist eine Vorrichtung zum Aus- oder Einfahren von
Stückgut bekannt zur Lastaufnahme oder Lastabgabe in einem Warenhochlager mit einem
in einem Lagergang verfahrbaren Regalbediengerät. Diese weist eine Ladeplattform auf, auf
der eine in Richtung der Ein- bzw. Auslagerung verfahrbare Fördereinrichtung angeordnet
ist, die Teleskopgabeln aufweist, welche unter das Stückgut schiebbar sind, so daß das
Stückgut nach dem Anheben aus dem Regal herausgezogen oder hineingeschoben werden
kann. Dies erfordert schwere und teuere Ladeplattformen und Lastaufnahmemittel. Für das
Unterfahren des Stückguts muß zusätzlich zur maximalen Stückguthöhe innerhalb des
Regals ein bestimmter Höhenbereich entsprechend der Stärke der Teleskopgabeln
vorhanden sein, was bei mehreren übereinander angeordneten Regalreihen dazu führt, daß
auf eine vorgegebene Regalgesamthöhe weniger Regalreihen untergebracht werden
können, der Stauraum des Regals entsprechend geringer ist. Außerdem sind weit aus- oder
einfahrbare Teleskopgabeln erforderlich, da das Stückgut zur Lastaufnahme oder
Lastabgabe in dem Warenhochlager über seine gesamte Länge verfahren werden muß.
Darüberhinaus ist die Positionierung des Stückguts wegen des hierbei unvermeidlich
auftretenden Schlupfs teilweise relativ ungenau.
Des weiteren ist aus der DE 32 47 158 A1 ein Regalbediengerät zur Aus- oder Einlagerung
von Behältern mit einer Greifvorrichtung bekannt, die mit mehreren mit Elektromagneten
versehenen Greifköpfen ausgerüstet ist. Zum Erfassen der Behälter mittels der
Elektromagnete ist an der Stirnseite der Behälter eine magnetisierbare Platte angeordnet, so
daß sich die Elektromagnete bei Einschalten eines Stromes bedingt durch die magnetischen
Anziehungskräfte an die Stirnseite der Behälter selbsttätig anlegen können. Die magnetische
Verbindung zwischen Behälter und Greifköpfen ermöglicht es, die Behälter zur Aus- oder
Einlagerung in ein Regal durch Ziehen oder Schieben zu bewegen. Nachteilig ist dabei, daß
die Behälter vor der Aus- oder Einlagerung speziell präpariert werden müssen; sie müssen
beispielsweise vorher mit einem magnetisierbaren Element versehen werden. Ferner sind
zur Erzeugung entsprechender magnetischer Kräfte relativ schwere Elektromagnete
erforderlich. Insbesondere ist die Verwendung von Magneten prinzipiell ungeeignet, wenn in
den Behältern gegenüber magnetischen Feldern empfindliche Gegenstände enthalten sind.
Ein in der Schrift DE 94 21 376 U1 beschriebenes Regalbediengerät weist zwei innerhalb
eines Rahmens aufgrund einer Zwangsführung in dieselbe Richtung bewegbare Elemente
20, 18 auf, wobei das innere Element 18 in dem äußeren Element 20 derart geführt ist, daß
das innere Element 18 den doppelten Hub ausführt. Um die Ladeeinheit vollständig auf den
Hubtisch 10 zu ziehen, muß die Länge des Rahmens 36 in Transportrichtung der
Ladeeinheit ein Übermaß aufweisen, denn das Element 18 muß aus Stabilitätserforder
nissen eine Mindestlänge haben. Deshalb ragt das Element 18 auch nur ein kleines Stück
über die äußeren Abmessungen des Rahmens 36 hinaus.
Andererseits darf es aber auch eine größte Länge nicht überschreiten, da es im Element 20
mit einem Hub verschiebbar sein muß, welcher mindestens der Länge der Ladeeinheit
entspricht.
Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung zur Lastaufnahme oder Lastabgabe von
Ladeeinheiten anzugeben, insbesondere zum Ein- und Auslagern von Behältern und
Kartons aus Flachbodenregalen, bei der eine einfahrbare oder ausfahrbare Greifvorrichtung
zum Erfassen der Ladeeinheit vorgesehen ist, die kein Präparieren der Ladeeinheiten vor
der Aus- oder Einlagerung erfordert und es ermöglicht, die Ladeeinheit über die gesamte
Tiefe des Regallagers zu verfahren. Weiter sollte der zur Verfügung stehende Stauraum des
Regals maximal ausnutzbar sein, d. h. kein "Höhenverlust" in den Regalreihen auftreten.
Außerdem sollte die Vorrichtung einschließlich der Greifvorrichtung kostengünstig und in
Leichtbauweise herstellbar sein.
Die Lösung dieser Aufgabe ist erfindungsgemäß gekennzeichnet durch die im
Patentanspruch 1 angegebenen Merkmale. Durch die kennzeichnenden Merkmale der
Unteransprüche 2 bis 20 ist diese Vorrichtung in vorteilhafter Weise weiter ausgestaltbar.
Die gestellte Aufgabe wird bei einer Ladeeinheit, bei der beidseitig neben der
Ladeeinheit in Transportrichtung einfahrbare oder ausfahrbare und zum Greifen gegenläufig
zueinander in eine Klemmstellung gegen die Seitenflächen schwenkbare Greifer angeordnet
sind, erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß jeder Greifer schwertförmig ausgebildet und in
Längsführungen geführt ist, daß für die Lastaufnahme oder Lastabgabe der Ladeeinheit an
dem Greifer ein auf seinem Umfang endlos umlaufendes, angetriebenes und an seinen
Enden über Umlenkmittel geführtes und mit Greifelementen versehenes Zugmittel
angeordnet ist und daß für den Greifvorgang die Greifer um ihre Längsrichtung schwenkbar
und die Greifelemente an die Ladeeinheit klemmend anlegbar sind.
Hierdurch wird erreicht, daß Ladeeinheiten unterschiedlicher Tiefe sicher erfaßt werden,
ohne daß die Greifer über die gesamte Regaltiefe einfahrbar oder ausfahrbar sein müssen.
Eine Präparation der Ladeeinheiten ist vor dem Einfahren oder Ausfahren der Ladeeinheiten
nicht erforderlich. Die Ladeeinheiten werden beim Einfahren oder Ausfahren nicht
angehoben, so daß die Greifvorrichtung hinsichtlich der Belastung nur für die beim
Verschieben der Ladeeinheiten auftretenden Reibungskräfte ausgelegt sein muß.
Die schwertförmige Ausbildung der Greifer ermöglicht es, insbesondere wenn zwischen den
einzelnen Ladeeinheiten nur enge Spalten vorhanden sind, die schwenkbaren Greifer
problemlos neben der Ladeeinheit einzufahren oder auszufahren. Derartig ausgebildete
Greifer haben außerdem den Vorteil, daß das Fassungsvermögen der Regallager optimal
ausgenutzt werden kann.
Zweckmäßigerweise ist die Ladeeinheit durch Formschluß und/oder Kraftschluß von den
Greifern klemmbar; die Kombination von Formschluß und Kraftschluß ermöglicht
insbesondere ein schonendes Erfassen der Ladeeinheiten.
Insbesondere beim formschlüssigen Greifen der Ladeeinheit sollte die Oberfläche der
Ladeeinheiten im Erfassungsbereich mit zu der Form der Greifelemente korrespondierenden
Konturen versehen sein, um die Ladeeinheiten sicher erfassen zu können.
Ein gleichmäßiges Erfassen der Ladeeinheiten mittels der Greifvorrichtung wird dadurch
ermöglicht, daß zum kraftschlüssigen Greifen der Ladeeinheit die Schwerter synchron gegen
die Seitenflächen der zu ergreifenden Ladeeinheit schwenkbar sind.
Der Schonung der Ladeeinheiten dient es, wenn die
Schwerter nur mit einer vorgebbaren maximalen Kraft
gegen die Seitenflächen schwenkbar sind, wodurch eine
Beschädigung der Seitenwände der Ladeeinheit vermie
den wird.
Ein synchrones Schwenken der Schwerter wird da
durch erzielt, daß die Schwerter jeweils über eine ange
lenkte Zugstange schwenkbar sind, wobei die den
Schwertern abgewandten Enden der Zugstangen an
verschiedenen Hebelenden eines Doppelhebels drehbar
gelagert sind.
Zweckmäßigerweise ist der Doppelhebel fest mit ei
ner Welle verbunden, die durch einen Motor um ihre
Längsachse drehbar ist.
Ein die Seitenflächen der Ladeeinheiten schonendes
Anschwenken der Schwerter wird dadurch ermöglicht,
daß die Welle zweistückig ausgebildet ist und die beiden
Stücke über ein Torsionselement miteinander verbun
den sind.
Zur Begrenzung der auf die Seitenflächen der Lade
einheit einwirkenden Kräfte beim Schwenken der
Schwerter ist eine optische Einrichtung vorgesehen,
welche die Verdrehung des Torsionselements erfaßt
und bei Erreichen eines vorgegebenen Wertes den Motor
abschaltet.
Insbesondere bei engen Spalten zwischen den Lade
einheiten ist es von Vorteil, wenn die Schwerter parallel
zu den zu ergreifenden Seitenflächen der Ladeeinheiten
geführt sind.
Das Ausfahren oder Einfahren der Schwerter erfolgt
vorteilhafterweise so, daß jedes Schwert senkrecht zur
Schwertebene mit einer in seiner Längsrichtung und an
der der Ladeeinheit abgewandten Fläche angeordneten
Zahnstange versehen ist, in die ein endlos um laufender
Schwertzahnriemen eingreift, der wiederum von einem
Zahnrad antreibbar ist, was eine stabile Kraftübertra
gung ermöglicht.
Ein Verkanten der Ladeeinheiten beim Einfahren
oder Ausfahren wird dadurch vermieden, daß die beiden
Schwertzahnriemen synchron zueinander angetrieben
sind.
Vorteilhafterweise wird der synchrone Antrieb da
durch verwirklicht, daß die jeweils die Schwertzahnrie
men antreibenden Zahnräder über einen gemeinsam
endlos umlaufenden Antriebszahnriemen antreibbar
sind.
Mit Vorteil wird vorgeschlagen, daß zwischen den die
Schwertzahnriemen antreibenden Zahnrädern und dem
Antriebszahnriemen zur Übertragung der Bewegung
des Antriebsriemens in eine Bewegung des Zahnrads
jeweils ein Getriebe angeordnet ist, das ein Getriebean
triebsrad umfaßt, dessen Drehachse mit der Schwenk
achse des zugehörigen Schwerts zusammenfällt und
über das der Antriebszahnriemen geführt ist, was die
Verwendung eines kontinuierlich umlaufenden Förder
mittels konstanter Länge für beide Schwerter ermög
licht.
Insbesondere bei schwenkbaren Schwertern ist es
vorteilhaft, wenn das Getriebe mit dem Getriebean
triebsrad, das den Schwertzahnriemen antreibende
Zahnrad sowie der Schwertzahnriemen selbst und das
Schwert jeweils eine um eine gemeinsame Schwenkach
se schwenkbare Einheit bilden.
Ein wirksames Umsetzen der Ziehkräfte oder Schie
bekräfte auf die Ladeeinheit wird dadurch erzielt, daß
das Schwert zur Aufnahme der Zugkräfte ein endlos
umlaufendes Zugmittel umfaßt, das an den Schwerten
den über Umlenkmittel geführt ist.
Insbesondere ist es vorteilhaft, wenn das Zugmittel
als Kette und das Umlenkmittel als im Schwertkörper
frei drehbar gelagerter Zahnkranz ausgebildet ist.
Ein wirksames Erfassen der Ladeeinheit wird erzielt,
wenn die Kette mit Greifelementen versehen ist.
Ladeeinheiten mit großer Tiefe lassen sich mit
Schwertern einfahren oder ausfahren, die nur über die
halbe Tiefe des Regals einfahrbar oder ausfahrbar zu
sein brauchen, wenn die Ketten jeweils an zumindest
einer Stelle des oberen Kettenstrangs vor dem Einfah
ren oder Ausfahren des Schwertes feststellbar sind, so
daß sich die unteren Kettenstränge der Ketten bei ein
fahrendem oder ausfahrendem Schwert mit doppelter
Geschwindigkeit wie das Schwert selbst bewegen.
Um zu erreichen, daß die Vorderkanten der im Regal
lager abgelegten Ladeeinheiten bündig zur Regallager
vorderkante sind, wird mit der Erfindung vorgeschla
gen, daß eine optische Lichtschranke zur Erfassung der
vorderen und hinteren Kante der Ladeeinheit vorgese
hen ist, die vom Zeitpunkt des Passierens der in Bewe
gungsrichtung hinteren Kante die Fahrbewegung der
Schwerter nach Durchfahren einer weiteren vorgege
benen Wegstrecke abschaltet.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der
Zeichnung dargestellt und wird nachfolgenden näher
beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 eine Draufsicht auf ein Regalbediengerät mit
ausgefahrenen Schwertern,
Fig. 2 das Regalbediengerät gemäß Fig. 1 mit einge
fahrenen Schwertern,
Fig. 3 eine Vorderansicht des Regalbediengeräts im
Querschnitt.
Fig. 3a einen Querschnitt des Regalbediengeräts nach
Fig. 3 entlang der Schnittlinie A-A,
Fig. 4 die linke Seite der Vorderansicht gemäß Fig. 3,
Fig. 5 eine Draufsicht auf die Schwenkeinrichtung der
Schwerter,
Fig. 6 einen Querschnitt durch das Torsionselement
des Schwenkantriebs der Schwerter,
Fig. 7 eine Vorderansicht eines Schwerts,
Fig. 8 eine Vorderansicht eines Schwerts mit einer am
Schwert umlaufenden Kette und
Fig. 9 einen Querschnitt durch ein Schwert gemäß
Fig. 8.
In Fig. 1 ist eine Draufsicht auf ein Regalbediengerät
2 innerhalb eines Regallagers wiedergegeben. Das Re
galbediengerät 2 befindet sich innerhalb eines Ganges
in einem Regallager. In dem Regallager sind einzelne
Ladeeinheiten 1, beispielsweise Kartons, so abgelegt,
daß zwischen den Seitenflächen der Ladeeinheiten 1
jeweils ein Spalt 3 vorhanden ist, der nur eine geringe
Mindestbreite aufweisen muß. In den Spalt 3 ist beidsei
tig neben der Ladeeinheit 1 ein Greifer (4a) in Form
eines Schwerts 4 ausgefahren, wobei die Ausfahrlänge
der Schwerter 4 kleiner als die Tiefe der Ladeeinheit 1
ist. Die Schwerter 4 sind über Führungsschienen 5 in den
ortsfesten Führungsrollen 6 parallel zu den zu ergreifen
den Seitenflächen der Ladeeinheit 1 geführt.
Fig. 2 zeigt eine Draufsicht auf das Regalbediengerät
2 gemäß Fig. 1 mit eingefahrenen Schwertern.
Das Ausfahren oder Einfahren der Schwerter 4 er
folgt, wie Fig. 3 erkennen läßt, über senkrecht zur
Schwertebene mit einer in seiner Längsrichtung und an
der der Ladeeinheit abgewandten Fläche am Schwert 4
angeordneten Zahnstange 7, in die ein endlos um laufen
der Schwertzahnriemen 8 eingreift, der wiederum von
einem Zahnrad 9 angetrieben ist. Um die Schwerter
synchron anzutreiben, werden die Zahnräder 9 über ei
nen gemeinsamen endlos umlaufenden Antriebszahn
riemen 10 angetrieben; als Antrieb dient ein Motor 11.
Fig. 4 zeigt die linke Seite von Fig. 3 in vergrößertem
Maßstab. Wie Fig. 4 deutlich erkennen läßt, ist jeweils
zwischen den die Schwertzahnriemen 8 antreibenden
Zahnrädern 9 und dem Antriebszahnriemen 10 zur
Übertragung der Bewegung des Antriebszahnriemens
10 in eine Bewegung des Zahnrads 9 ein Getriebe 12
zwischengeschaltet, das ein Getriebeantriebsrad 13 um
faßt. Über das Getriebeantriebsrad 13 ist der Antriebs
zahnriemen 10 geführt: gleichzeitig ist die Drehachse
des Getriebeantriebsrades 13 die Schwenkachse, um die
das zugehörige Schwert 4 schwenkbar ist. Dabei bildet
das Getriebe 12 mit dem Getriebeantriebsrad 13, das
den Schwertzahnriemen 8 antreibende Zahnrad 9 sowie
der Schwertzahnriemen 8 selbst und das Schwert 4 je
weils eine um die gemeinsame Schwenkachse schwenk
bare Einheit. Zum synchronen Schwenken der Einheiten
und damit zum synchronen Schwenken der Schwerter 4
gegen die Seitenflächen 14 der zu ergreifenden Ladeein
heit 1 ist an den Schwertern 4 jeweils eine Zugstange 15
drehbeweglich angelenkt, wobei die den Schwertern 4
abgewandten Enden 15a, 15b der Zugstangen 15 an ver
schiedenen Hebelenden eines Doppelhebels 16 drehbar
gelagert sind. Die Elemente Zugstange 15, Doppelhebel
16 und deren Anordnung sind in Fig. 5 deutlicher zu
erkennen. Einen Querschnitt des Regalbediengeräts 2
nach Fig. 3 entlang der Schnittlinie A-A zeigt Fig. 3a.
Fig. 6 zeigt einen Querschnitt durch das Torsionsele
ment des Schwenkantriebs der Schwerter gemäß der
Schnittlinie B-B in Fig. 5. Dabei ist in der Fig. 6 zu er
kennen, daß der Doppelhebel 16 fest mit einer Welle 17
verbunden ist, die mittels eines Motors 18 über ein
Schneckengetriebe 19 um ihre Längsachse verdreht
werden kann. Es handelt sich um eine zweistückig aus
gebildet Welle 17, deren beiden Stücke über ein Tor
sionselement 20 miteinander verbunden sind. Das Tor
sionselement 20 ermöglicht es, die Schwerter 4 mit einer
vorgebbaren maximalen Kraft gegen die Seitenflächen
14 der Ladeeinheit 1 zu schwenken. Hierzu ist zusätzlich
eine optische Einrichtung (nicht dargestellt) vorgesehen,
welche die Verdrehung des Torsionselements 20 erfaßt
und bei Erreichen eines vorgegebenen Maximalwertes
den Motor 18 abschaltet.
Fig. 7 zeigt eine Vorderansicht der in Führungsschie
nen 5 geführten Schwerter einschließlich einer zur Auf
nahme der Zugkräfte auf dem Umfang des Schwerts
endlos umlaufenden Kette 21 mit einem oberen und
unteren Kettenstrang, die über frei drehbar gelagerte
Zahnkränze 22 umgelenkt wird. In Fig. 8 sind die Kette
21 und die Zahnkränze 22 entsprechend Fig. 7 detaillier
ter wiedergegeben. Dabei ist aus Fig. 8 ersichtlich, daß
die Kettenglieder der Kette 21 (unteres Kettenstrang)
jeweils mit speziell ausgebildeten Greifelementen 23
versehen sind, die als Mitnehmer dienen und aufgrund
ihrer Oberfläche oder Form ein sicheres Erfassen der
Ladeeinheiten ermöglichen.
Die umlaufende Kette 21 ist jeweils an einer von zwei
beabstandeten Stellen des oberen Kettenstrangs vor
dem Einfahren oder Ausfahren des Schwerts 4 mittels
Fixierungen 24 feststellbar, z. B. durch dafür vorgesehe
ne feste oder veränderbare Anschläge, so daß sich der
untere Kettenstrang nach Feststellung des oberen Ket
tenstrangs mit doppelter Geschwindigkeit wie das ein
fahrende oder ausfahrende Schwert 4 bewegt. In Fig. 8
sind die Fixierungen 24 formgleich mit den Greifele
menten 23 des unteren Kettenstrangs dargestellt. Auf
diese Art und Weise ist es möglich, die Schwerter 4 nur
um die halbe Regaltiefe auszufahren und trotzdem die
erfaßte Ladeeinheit 1 vollständig auf die Ladeplattform
des Regalbediengerätes zu ziehen oder analog dazu die
Ladeeinheit ins Regal zu ziehen, und zwar auch dann,
wenn die Tiefe der Ladeeinheiten gleich der Tiefe des
Regals ist. In Fig. 9 ist ein vergrößerter Querschnitt des
Schwerts 4 mit Kette 21 gemäß Fig. 8 wiedergegeben.
Die in eine Klemmstellung schwenkbaren Schwerter
4 erfassen die Ladeeinheit 1 im wesentlichen kraft
schlüssig. Selbstverständlich ist es auch möglich, daß die
Ladeeinheit 1 durch Formschluß von den Schwertern 4
klemmbar ist; auch eine Kombination aus Formschluß
und Kraftschluß ist denkbar. Zweckmäßigerweise wird
dazu die Oberfläche der Ladeeinheit 1 im Erfassungsbe
reich der Schwerter 4 mit zu der Form der Greifelemen
te 23 korrespondierenden Konturen oder Ausnehmun
gen versehen, die ein formschlüssiges Greifen der Lade
einheit 1 in der Klemmstellung der Schwerter 4 ermög
licht.
Um zu erreichen, daß die Vorderkanten der im Regal
lager abgelegten Ladeeinheiten 1 bündig zur Regallag
ervorderkante sind, ist eine optische Lichtschranke zur
Erfassung der vorderen und hinteren Kante der Lade
einheit vorgesehen, die vom Zeitpunkt des Passierens
der in Bewegungsrichtung hinteren Kante die Fahrbe
wegung der Schwerter nach Durchfahren einer weite
ren vorgegebenen Wegstrecke abschaltet. Die vorgege
bene Wegstrecke wird dabei in etwa dem Abstand Re
gallager-Regalbediengerät gewählt.
Die Funktionsweise des Regalbediengerätes ist wie
folgt:
Das Regalbediengerät wird vor dem Regal verfahren
und vor der aufzunehmenden Ladeeinheit 1 positioniert.
Dann wird der Motor 11 eingeschaltet und über das
Getriebe 12, das Getriebeantriebsrad 13 und den An
triebszahnriemen 10 werden die Riemenscheiben 9 und
deren Zahnriemen 8, die in die zugehörigen Zahnstan
gen 7 der Schwerter 4 eingreifen, angetrieben, so daß
die Schwerter 4 seitlich links und rechts in den Spalt 3
neben der Ladeeinheit 1 hineingefahren werden. Die
Einfahrtiefe der Schwerter 4 ist von der Vorderkante
des Regals aus gemessen gleich der halben Regaltiefe.
Dann werden die Schwerter 4 durch Einschalten des
Motors 18 synchron geschwenkt, wobei bei Erreichen
einer vorgegebenen maximalen Anschwenkkraft, die
über die Verdrehung des Torsionselements 20 optisch
erfaßt wird, der Motor 18 abgeschaltet wird. Anschlie
ßend wird die Kette 21 in ihrem Oberstrang an den
Fixpunkten 24 relativ zu den Führungsrollen 6 fixiert
und danach werden die Schwerter 4 mit der geklemm
ten Last wieder zurückgefahren, wobei die Last auf dem
Boden rutschend mitgezogen wird. Die Fixierung des
Oberstrangs der Kette 21 führt dazu, daß sich der Ket
tenunterstrang mit seinen Greifelementen 23 und der
geklemmten Last mit doppelter Geschwindigkeit be
wegt d. h. die Last wird gegenüber dem Rückfahrweg
der Schwerter 4 um den doppelten Weg in Richtung
Ladeplattform des Regalbediengerätes verschoben. Am
Ende wird die Last durch Schwenken der Schwerter 4
wieder freigegeben. Bei der Abgabe der Last durch das
Regalbediengerät erfolgen die Schritte in umgekehrter
Reihenfolge.
1
Ladeeinheit
2
Regalbediengerät
3
Spalt
4
a Greifer
4
Schwerter
5
Führungsschienen
6
Führungsrollen
7
Zahnstange
8
Schwertzahnriemen
9
Riemenscheibe
10
Antriebszahnriemen
11
Motor
12
Getriebe
13
Getriebeantriebsrad
14
Seitenfläche
15
Zugstange
15
a,
15
b Zugstangenende
16
Doppelhebel
17
Welle
18
Motor
19
Schneckengetriebe
20
Torsionselement
21
Kette
22
Zahnkranz
23
Greifelement
24
Fixierung
Claims (20)
1. Vorrichtung zur Lastaufnahme oder Lastabgabe von Ladeeinheiten, insbesondere für
Regallager mit Regalbediengeräten, mit einer zum Erfassen einer Ladeeinheit
vorgesehenen Greifvorrichtung, deren Greifer beidseitig neben der Ladeeinheit in
Transportrichtung einfahrbar oder ausfahrbar und zum Greifen gegenläufig
zueinander gegen die Seitenflächen schwenkbar und mit Greifelementen versehen
sind
dadurch gekennzeichnet,
daß jeder Greifer (4a) schwertförmig ausgebildet und in Längsführungen geführt ist,
daß für die Lastaufnahme oder Lastabgabe der Ladeeinheit an dem Greifer (4a) ein auf seinem Umfang endlos umlaufendes, angetriebenes und an seinen Enden über Umlenkmittel geführtes und mit Greifelementen (23) versehenes Zugmittel angeordnet ist und
daß für den Greifvorgang die Greifer (4a) um ihre Längsrichtung schwenkbar und die Greifelemente (23) an die Ladeeinheit klemmend anlegbar sind.
daß jeder Greifer (4a) schwertförmig ausgebildet und in Längsführungen geführt ist,
daß für die Lastaufnahme oder Lastabgabe der Ladeeinheit an dem Greifer (4a) ein auf seinem Umfang endlos umlaufendes, angetriebenes und an seinen Enden über Umlenkmittel geführtes und mit Greifelementen (23) versehenes Zugmittel angeordnet ist und
daß für den Greifvorgang die Greifer (4a) um ihre Längsrichtung schwenkbar und die Greifelemente (23) an die Ladeeinheit klemmend anlegbar sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ladeeinheit durch Formschluß und/oder Kraftschluß von den Greifern (4a)
klemmbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruche 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß zum formschlüssigen Greifen der Ladeeinheit (1) die Oberfläche der
Ladeeinheiten (1) im Erfassungsbereich mit zu der Form der Greifelemente (23)
korrespondierenden Konturen versehen ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß zum kraftschlüssigen Greifen der Ladeeinheit (1) die Schwerter (4) synchron
gegen die Seitenflächen (14) der zu ergreifenden Ladeeinheit (1) schwenkbar sind.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schwerter (4) mit einer vorgebbaren maximalen Kraft gegen die
Seitenflächen (14) schwenkbar sind.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schwerter (4) jeweils über eine angelenkte Zugstange (15) schwenkbar sind,
wobei die den Schwertern (4) abgewandten Enden (15a, 15b) der Zugstangen (15)
an verschiedenen Hebelenden eines Doppelhebels (16) drehbar gelagert sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Doppelhebel (16) fest mit einer Welle (17) verbunden ist, die durch einen
Motor (18) um ihre Längsachse drehbar ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Welle (17) zweistückig ausgebildet ist und deren beiden Stücke über ein
Torsionselement (20) miteinander verbunden sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine optische Einrichtung vorgesehen ist, welche die Verdrehung des
Torsionselements (20) erfaßt und bei Erreichen eines vorgegebenen Wertes den
Motor (18) abschaltet.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schwerter (4) parallel zu den zu ergreifenden Seitenflächen (14) der
Ladeeinheit (1) geführt sind.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß jedes Schwert (4) zum Einfahren oder Ausfahren senkrecht zur Schwertebene
mit einer in seiner Längsrichtung und an der der Ladeeinheit (1) abgewandten Fläche
angeordneten Zahnstange (7) versehen ist, in die ein endlos umlaufender
Schwertzahnriemen (8) eingreift, der wiederum von einem Zahnrad (9) antreibbar ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Schwertzahnriemen (8) synchron zueinander angetrieben sind.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 oder 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß die jeweils die Schwertzahnriemen (8) antreibenden Zahnräder (9) über einen
gemeinsamen endlos umlaufenden Antriebszahnriemen (10) antreibbar sind.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen den die Schwertzahnriemen (8) antreibenden Zahnrädern (9) und dem
Antriebszahnriemen (10) zur Übertragung der Bewegung des Antriebszahnriemens
(10) in eine Bewegung des Zahnrads (9) jeweils ein Getriebe (12) angeordnet ist, das
ein Getriebeantriebsrad (13) umfaßt, dessen Drehachse mit der Schwenkachse des
zugehörigen Schwerts (4) zusammenfällt und über das der Antriebszahnriemen (10)
geführt ist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Getriebe (12) mit dem Getriebeantriebsrad (13), das den Schwertzahnriemen
(8) antreibende Zahnrad (9) sowie der Schwertzahnriemen (8) selbst und das
Schwert (4) jeweils eine um eine gemeinsame Schwenkachse schwenkbare Einheit
bilden.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Schwert zur Aufnahme der Zugkräfte ein endlos umlaufendes Zugmittel
umfaßt, das an den Schwertenden über Umlenkmittel geführt ist.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Zugmittel als Kette (21) und das Umlenkmittel als im Schwert frei drehbar
gelagerter Zahnkranz (22) ausgebildet ist.
18. Vorrichtung nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kette (21) mit Greifelementen (23) versehen ist.
19. Vorrichtung nach Anspruch 17 oder 18,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ketten (21) jeweils an zumindest einer Stelle des oberen Kettenstrangs vor
dem Einfahren oder Ausfahren des Schwertes (4) feststellbar sind, so daß sich die
unteren Kettenstränge der Ketten (21) bei einfahrendem oder ausfahrendem Schwert
(4) mit doppelter Geschwindigkeit wie das Schwert (4) bewegen.
20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 19,
dadurch gekennzeichnet,
daß zum bündigen Ablegen der Ladeeinheiten (1) eine optische Lichtschranke zur
Erfassung der vorderen und hinteren Kante der Ladeeinheit (1) vorgesehen ist, die
vom Zeitpunkt des Passierens der in Bewegungsrichtung hinteren Kante die
Fahrbewegung der Schwerter(4) nach Durchfahren einer weiteren vorgegebenen
Wegstrecke abschaltet.
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
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| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: SIEMENS AG, 80333 MUENCHEN, DE |
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| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |