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DE19613618A1 - Verfahren und Vorrichtung zur Einbeziehung einer gegenüber einer Anzeigeeinrichtung veränderbarer Relativlage eines Bezugspunktes in die Visualisierung von auf der Anzeigeeinrichtung wiedergegebenen Darstellungen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Einbeziehung einer gegenüber einer Anzeigeeinrichtung veränderbarer Relativlage eines Bezugspunktes in die Visualisierung von auf der Anzeigeeinrichtung wiedergegebenen Darstellungen

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DE19613618A1
DE19613618A1 DE19613618A DE19613618A DE19613618A1 DE 19613618 A1 DE19613618 A1 DE 19613618A1 DE 19613618 A DE19613618 A DE 19613618A DE 19613618 A DE19613618 A DE 19613618A DE 19613618 A1 DE19613618 A1 DE 19613618A1
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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und Vorrichtung zur Einbeziehung einer gegenüber einer Anzeigeeinrichtung veränderbaren Relativlage eines Bezugspunktes in die Vi­ sualisierung von auf der Anzeigeeinrichtung wiedergegebe­ nen Darstellungen, wie insbesondere eines Cursors, eines Stereobildes etc., nach dem Oberbegriff des Anspruches 1 bzw. 6.
Bei den üblichen Verfahren zur stereographischen Darstel­ lung von Videobildern wird der räumliche Eindruck dadurch erzeugt, daß dem linken und dem rechten Auge des Betrach­ ters unterschiedliche Teilbilder gezeigt werden, die sich dadurch unterscheiden, daß zwischen den in den beiden Teilbildern sichtbaren Objekten eine tiefenabhängige Dis­ parität besteht. Die Visualisierung des aus den beiden Teilbilden bestehenden Stereobildes kann mit Hilfe unter­ schiedlicher Darstellungssysteme erfolgen.
Bei einem bekannten Verfahren wird hierzu ein Monitor verwendet, auf dem beispielsweise ein Infrarot-Sender angeordnet ist, der eine vom Betrachter getragene soge­ nannte Shutter-Brille steuert. Dabei wird synchron mit dem Wechsel der vom Monitor dargestellten Teilbilder jeweils das linke und rechte Brillenglas durchsichtig bzw. un­ durchsichtig geschaltet.
In ähnlichen Ausführungsformen kommen auch Polarisa­ tions-Shutter zur Anwendung, in denen die Beobachter sogenannte Polarisationsbrillen tragen müssen. Bei diesem Verfahren werden üblicherweise Polarisationsfilter vor dem Monitor aufgestellt (vergleichbar einer LC-Shutter-Brille), die eine unterschiedliche Polarisation des für das linke und des für das rechte Auge bestimmten Teilbildes erzeugen. Für die Beobachtung ist lediglich die Verwendung einer passiven, mit entsprechend unterschiedlich polarisierten Gläsern ausgestatteten Brille erforderlich.
Schließlich ist es auch bekannt, unterschiedliche auto­ stereoskopische Verfahren einzusetzen, bei denen eine Kanaltrennung zur Wahrnehmung der für das linke wie für das rechte Auge bestimmten Bilder mit geometrischen Mit­ teln erfolgt, z. B. mittels Mikrolinsen.
Allen vorstehend erläuterten und bekannten Verfahren ist gemeinsam, daß die Bilderzeugung und Bilddarstellung un­ abhängig von der aktuellen Position des Betrachters rela­ tiv zur Anzeigeeinrichtung (Monitor, Projektionswand etc.) erfolgt. Mit anderen Worten kann die Bewegungsparallaxe eines Betrachters vor der Anzeigeeinrichtung ohne zusätz­ liche Hilfsmittel nicht mit einbezogen werden. Es wird in der Regel nämlich unabhängig von der Position des Betrach­ ters immer dieselbe Kombination aus linkem und rechtem Teilbild dargestellt. Ein Betrachter wird also eine in frontaler Ansicht verdeckte Seite eines Objektes auch dann nicht sehen können, wenn er sich seitlich vor dem Dar­ stellungssystem nach links oder nach rechts bewegt (anders als beispielsweise bei sogenannten Hologramm-Bildern).
Auch wird das Objekt immer in derselben Größe dargestellt, unabhängig davon, ob sich der Beobachter näher an das Darstellungssystem heranbegibt oder sich von diesem ent­ fernt. Ein in erster Linie von der Tiefendisparität getra­ genes Stereobild wird viel mehr einfach der Bewegung des Betrachters folgen, wodurch ein unrealistischer und stö­ render Eindruck entsteht.
Zur Überwindung dieses Problems ist bereits eine Lösung bekannt geworden, bei welcher für ein Stereobild nicht nur zwei Ansichten, sondern mehrere Ansichten zur Verfügung gestellt werden, die unterschiedlichen Beobachterpositio­ nen entsprechen, und die in Abhängigkeit von der Beobach­ terposition gezeigt werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob diese Ansichten vorab aufgenommen und gespeichert wur­ den, oder ob sie beispielsweise mittels eines Mikroprozes­ sors errechnet werden.
Zur Einbeziehung der sich ändernden Relativlage eines Beobachters (eines Bezugspunktes) gegenüber einer Anzei­ geeinrichtung (Monitor, Projektionswand etc.) und damit für die Einbeziehung der Bewegungsparallaxe ist es al­ lerdings Voraussetzung, daß das Darstellungssystem die Position des Beobachters kennt.
Die bisher bekannt gewordenen Verfahren verwenden dazu bildanalytische Methoden, bei denen über ein Kamerasystem mit Hilfe eines Rechners die Beobachterposition erfaßt wird. Derartige Verfahren sind naturgemäß aufwendig, feh­ leranfällig und wegen des erheblichen apparativen Aufwan­ des teuer.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es von daher ein verbessertes Verfahren sowie eine zugehörige Vorrichtung zur Einbeziehung einer gegenüber einer Anzeigeeinrichtung veränderbaren Relativlage eines Bezugspunktes (Beobachter­ position) in die Visualisierung von mittels einer Anzeige­ einrichtung wiedergebbaren Darstellungen, wie insbesondere eines Cursors, eines Stereobildes und dergleichen.
Die Aufgabe wird bezüglich des Verfahrens entsprechend den im Anspruch 1 und bezüglich der Vorrichtung entsprechend den im Anspruch 6 angegebenen Merkmalen gelöst. Vorteil­ hafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unter­ ansprüchen angegeben.
Die vorliegende Erfindung schlägt ein höchst einfaches und damit kostengünstiges Verfahren sowie eine entsprechende einfache und kostengünstige Vorrichtung zur Lösung der Aufgabe vor, die problemlos einsetzbar sind, und wodurch dem Beobachter - insbesondere, wenn er ohnehin eine Brille tragen muß - abhängig von seiner unterschiedlichen Rela­ tivlage zur Anzeige- oder Bildebene unterschiedliche Bild­ darstellungen (bezüglich Blickwinkel und Größe) gezeigt werden können.
Das erfindungsgemäße Verfahren sowie die erfindungsgemäße Vorrichtung eignen sich dabei insbesondere zur Einbezie­ hung der Bewegungsparallaxe in die Visualisierung von Ste­ reobildern. Dabei genügt es in einer vereinfachten Aus­ führungsform der Erfindung, daß, unabhängig von dem Abso­ lutabstand zwischen dem Bezugspunkt bzw. der Beobachterpo­ sition zur Anzeigeeinrichtung/Bilddarstellungsebene, le­ diglich die zur Anzeigenflächen unterschiedliche winkel­ mäßige Lage des Bezugspunktes bzw. der Bezugsperson erfaßt wird. Alternativ und ergänzend kann vorgesehen sein, daß der Absolutabstand zwischen dem Bezugspunkt bzw. der Be­ obachterposition zur Anzeigenfläche erfaßt wird, um in Abhängigkeit des unterschiedlichen Abstandes zur Anzeige­ einrichtung ein beispielsweise größer oder kleiner dimen­ sioniertes Videobild zu erzeugen.
Das erfindungsgemäße Verfahren und die erfindungsgemäße Vorrichtung sind somit im allgemeinen Sinne auch als zu­ mindest zweidimensionales, vorzugsweise dreidimensionales Eingabegerät nutzbar, etwa zur Steuerung eines eingeblen­ deten 3D-Cursors, zur Manipulation von 3D-Darstellungen (ggf. auch ohne zusätzlichen Stereo-Effekt wie beispiels­ weise für eine CAD-Anwendung) oder aber auch als Kommunikationsgerät für behinderte Personen.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Zeichnungen näher erläutert. Dabei zeigen im einzelnen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung zur Erläute­ rung eines Ausführungsbeispieles der Er­ findung unter Verwendung einer sogenannten Shutter-Brille sowie eines positionsemp­ findlichen Detektors;
Fig. 2 eine schematische Darstellung zur Erläute­ rung einer ersten Ausführungsform eines positionsempfindlichen Detektors;
Fig. 3 eine zu Fig. 2 abweichende Darstellung für eine weitere Ausführungsform eines positionsempfindlichen Detektors;
Fig. 4 ein weiteres Ausführungsbeispiel für einen positionsempfindlichen Detektor; und
Fig. 5 eine schematische Darstellung nicht nur zur Erfassung einer seitlichen Positions­ veränderung eines Beobachters gegenüber einer Anzeigeeinrichtung, sondern auch zur Ermittlung des Absolut-Abstandes des Be­ obachters zum Darstellungssystem.
In Fig. 1 ist der grundsätzliche Aufbau der erfindungs­ gemäßen Vorrichtung ersichtlich.
Gemäß dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 ist eine An­ zeigeeinrichtung 1 vorgesehen, auf der beispielsweise ein aus zwei Teilbildern bestehendes Stereobild 3 darstellbar ist. Im gezeigten Ausführungsbeispiel besteht die Anzei­ geeinrichtung 1 aus einem Monitor. Ebenso ist als Anzeige­ einrichtung aber auch ein Projektor verwendbar, mittels dessen ein Bild auf einer Projektionsfläche darstellbar ist.
Ein Beobachter, der gegenüber der Anzeigeeinrichtung 1 bzw. der Bilddarstellungsebene 5 in unterschiedlicher Relativlage positioniert sein kann, trägt in dem Ausfüh­ rungsbeispiel nach Fig. 1 eine Brille 7, hier eine so­ genannte Shutter-Brille 7, die synchron mit dem Bildwech­ sel jeweils das linke oder das rechte Glas durchsichtig schaltet, und zwar in Abhängigkeit von dem jeweils für das linke bzw. für das rechte Auge in der Anzeigeeinrichtung 1 dargestellten Teilbilds. Zur entsprechenden Ansteuerung dieser Shutter-Brille 7 ist an geeigneter Position im Raum, beispielsweise auf der Anzeigeeinrichtung 1 ein Sender 8, im gezeigten Ausführungsbeispiel beispielsweise ein IR-Sender (Infrarot-Sender) angeordnet.
Alternativ dazu kann auch ein Groß-Shutter direkt vor dem Monitor angebracht werden, der synchron mit dem Bildwech­ sel nur horizontal bzw. vertikal (oder auch linkszirkular bzw. rechtszirkular) polarisiertes Licht durchläßt. Durch dieses Verfahren werden die beiden Teilbilder unterschied­ lich polarisiert; die Kanaltrennung erfolgt dann über eine inaktive Polarisations-Brille.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist ferner auf der Brille 7 ein Lichtemitter 9 angebracht.
An oder auf dem Darstellungssystem, d. h. der Anzeigeein­ richtung 1, wird ein positionsempfindlicher Detektor 11, im gezeigten Ausführungsbeispiel ein positionsempfindli­ cher Fotodetektor angeordnet, der die Position des durch den Beobachter definierten Bezugspunktes 13 mißt.
Wird ohnehin ein Infrarot-Emitter 9 verwendet, so kann der positionsempfindliche Detektor 11 auch in diesem inte­ griert sein.
Zur Erfassung der unterschiedlichen Relativlage des Be­ obachters zur Anzeigefläche, d. h. zur Bilddarstellungs­ ebene 5 der Anzeigeeinrichtung 1, können nunmehr unter­ schiedliche, anhand der Fig. 2 bis 6 erläuterte posi­ tionsempfindliche Detektoren mit unterschiedlichen Zusatz­ einrichtungen, insbesondere zur Unterdrückung von Störun­ gen, verwendet werden.
Bei den Ausführungsbeispielen nach Fig. 2 bis 4 wird senderseitig, also bevorzugt an der Shutter-Brille 7 an­ gebracht, ein Sender 9 verwendet, der in den gezeigten Ausführungsbeispielen aus Infrarot-LED′s besteht.
Empfängerseitig werden für die positionsempfindlichen Detektoren 11 im einfachsten Fall lichtempfindliche Senso­ ren 17, beispielsweise in Form von Fotodioden oder Intensitäts-Frequenz-Wandlern, eingesetzt.
Um Störlicht zu absorbieren, sind auf der dem Bezugspunkt (d. h. dem Beobachter 13) zugewandt liegenden Seite vor den Sensoren 17 einer oder mehrere und nur für die gewählte Frequenz durchlässige Filter 19 angeordnet.
Als weitere Maßnahme zur Reduktion von Störeinflüssen ist es möglich, die vom Sender 15 ausgestrahlte Lichtemission durch Verwendung eines fremd-synchronisierbaren Taktgebers 21 mit einem Synchronisationseingang SYNC periodisch zu gestalten, wobei sich anbietet, die für die Synchronisa­ tion der Shutter-Brille 7 ohnehin erforderlichen Bildwech­ selimpulse zu verwenden. Durch Messung der Intensitäten während eines jeden Taktimpulses und unmittelbar danach kann neben der Intensität des Signals auch die Intensität eines eventuell durch Fremdlicht erzeugten Störsignals ermittelt werden. Der Einfluß von Fremdlicht läßt sich auf diese Weise eliminieren. Als SYNC-Eingang kann in bequemer Weise, bei Verwendung einer Shutter-Brille 7, der Steuer­ eingang dieser Brille oder auch ein separater Oszillator verwendet werden. Durch diese Maßnahme wird also im glei­ chen Synchronisationstakt jeweils wechselweise eines der beiden Gläser der Shutter-Brille 7 durchsieht und das andere undurchsichtig geschaltet, wobei im gleichen Takt vom Lichtemitter 9 die Lichtemission ausgeht.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 werden zur Reali­ sierung des fotoempfindlichen Detektors 11 zwei in Drauf­ sicht auf die Anzeigeeinrichtung 1 bevorzugt relativ zur Bilddarstellungsebene 5 seitlich versetzt liegende licht­ empfindliche Sensoren 17 verwendet, die im gezeigten Aus­ führungsbeispiel nach Fig. 2 am Ende von vorzugsweise zylindrisch gestalteten Hülsen 23 angeordnet sind. Je nach in Draufsicht außermittiger Anordnung des Bezugspunktes 13, also in der Draufsicht gemäß Fig. 2 mit zunehmender Abweichung von der senkrecht zur Zeichenebene und senk­ recht zur Bilddarstellungsebene 5 stehenden Mittelsymme­ trieebene 25, wird das vom Lichtemitter 9 ausgehende in den Sensoren 17 einfallende Licht in Abhängigkeit vom Einstrahlungswinkel α verschieden stark durch die Hülsen­ wände abgeschattet. Die Sensoren 17 messen den Grad der Abschattung. Mittels einer nachfolgenden Komparatorschal­ tung läßt sich dadurch ein dem Einfallswinkel α analoges Signal gewinnen, das in üblicher Weise - vergleichbar einem Zeigegerät, beispielsweise einer sogenannten Maus bei einem Computer - weiter verarbeitet werden kann.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 sind die beiden erwähnten Sensoren 17 vorzugsweise hinter einem grauen Absorber 26 angeordnet. Dadurch wird eine winkelabhängige Weglängendifferenz des einfallenden Lichtes und damit eine dazu analoge Intensitätsdifferenz in den beiden Sensoren 17 meßbar. Auch hieraus läßt sich ein zu dem Einfalls­ winkel α analoges Signal zur Weiterverarbeitung gewinnen.
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 4 trifft das von dem Bezugspunkt 13, d. h. dem Sender 9 ausgehende emittier­ te Lichtsignal zunächst auf eine Linse 27 und wird durch diese in einen ebenfalls wieder vorzugsweise grauen Absor­ ber 26, fokussiert. Die Lage des Fokussierungspunktes 28 ist wiederum vom Winkel des einfallenden Lichts bestimmt, wodurch wieder eine Weglängendifferenz und damit eine Intensitätsdifferenz am Ort der seitlich angebrachten Sensoren 17 entsteht. Auch hierdurch läßt sich wieder ein dem Einfallswinkel entsprechendes, beispielsweise analoges Signal zur Weiterverarbeitung der Bilddarstellung gewin­ nen.
Dabei sind bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 4 die verwendeten beiden Sensoren 17 spiegelsymmetrisch zur Mittelsymmetrieebene 25 angeordnet, wobei zwischen ihnen der erwähnte graue Absorber 26 angeordnet ist.
Mit den Bauformen gemäß den Ausführungsbeispielen 2 bis 4 ist eine in Draufsicht von der Mittelsymmetrieebene 25 abweichende seitliche Positionsveränderung des Beobachters erfaßbar. Mit anderen Worten ist also eine unterschiedli­ che Einfallswinkel-Lage erfaßbar. Soll alternativ oder bevorzugt zusätzlich auch der Abstand des Beobachters vom Darstellungssystem, d. h. von der Anzeige- oder Projektions­ fläche 5, gemessen werden, so muß mindestens ein weiterer Sensor nach der in den Fig. 2 bis 4 erläuterten Bauart vorgesehen sein. Mittels einer derartigen Kombination aus Lichtemitter und mindestens 3 Sensoren 17 können aus den drei in den Sensoren gemessenen Lichtintensitäten des vom Lichtemitter 9 ausgehenden Lichtes dann die Raumkoordina­ ten X, Y, Z des Lichtemitters 9 ermittelt werden und damit auch die Position des Bezugspunktes, d. h. des Beobachters 13. Dies ist schematisch in Fig. 5 dargestellt.
Das erläuterte Verfahren bzw. die erläuterte Vorrichtung arbeitet genauso, wenn der Lichtemitter 9 nicht tatsäch­ lich auf der Brille 7 des Benutzers angebracht ist, son­ dern auch dann, wenn der Benutzer überhaupt keine Brille trägt (beispielsweise bei Verwendung eines autostereosko­ pischen Displays). Der Lichtemitter 9 könnte in diesem Falle beispielsweise auch als Fingerring, als Stirnband, als Zeigestab oder dergleichen ausgebildet sein.
Anstelle eines Lichtemitters in Kombination mit Licht­ sensoren können auch andere physikalische Träger, z. B. Ultraschall-Emitter und -Sensoren verwendet werden. Der Vorteil, den Licht bietet, liegt vor allem in der hohen Meßgenauigkeit und der größeren Störsicherheit.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann ganz allgemein auch als zumindest zweidimensionales, vorzugsweise dreidimen­ sionales Eingabegerät genutzt werden, insbesondere zur Steuerung eines eingeblendeten 3D-Cursors, zur Manipula­ tion von 3D-Darstellung ohne oder mit Stereo-Effekten (beispielsweise in CAD-Anwendungen) oder als Kommunikatio­ nsgerät für behinderte Personen.
Schließlich könnte das erfindungsgemäße Gerät ebenso bei­ spielsweise im Rahmen der Sonographie verwendet werden, um darüber gewonnene Bilder in Abhängigkeit der Lage des Beobachters räumlich unterschiedlich darzustellen.

Claims (19)

1. Verfahren zur Einbeziehung einer gegenüber einer An­ zeigeeinrichtung veränderbaren Relativlage eines Bezugs­ punktes bzw. einer Beobachterposition (13) in die Visuali­ sierung von auf der Anzeigeeinrichtung (1) bzw. einer Bilddarstellungsebene (5) wiedergegebenen Darstellungen, wobei der Bezugspunkt bzw. die Beobachterposition (13) erfaßt werden und in Abhängigkeit von diesen erfaßten Positionsdaten eine veränderte Bilddarstellung auf der Anzeigeeinrichtung (1) oder der Bilddarstellungsebene (5) realisiert wird, dadurch gekennzeichnet, daß mittels eines positionsempfindlichen Detektors (11) die von einem Be­ zugspunkt bzw. einer Beobachterposition (13) ausgestrahl­ ten Sendesignale aufgefangen und in Abhängigkeit vom Ab­ stand und/oder von den unterschiedlichen Einfallswinkeln (α) bezogen auf die Bilddarstellungsebene (5) auf der Anzeigeeinrichtung (1) bzw. einer Projektionsebene (5) eine veränderte Bilddarstellung wiedergegeben wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Positions-Sender zur Erfassung des Bezugspunktes (13) bzw. der Beobachterposition (13) ein Lichtemitter (9), vorzugsweise ein Infrarot-Lichtemitter (9) verwendet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Positions-Sender zur Erfassung des Bezugspunktes (13) bzw. der Beobachterposition (13) ein Ultraschall-Emitter verwendet wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Sendesignale im Positions-Sender getaktet ausgestrahlt werden, und zwar vorzugsweise im Takt der Synchronisation eines Bild-Shutters bzw. einer Shutter-Brille (7).
5. Verfahren insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine winkelabhängige und/oder absolute abstandsabhängige Positionserfassung durchgeführt wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung eines Lichtemitters (9) das Licht getaktet ausgestrahlt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils bei Aussendung des Lichtes vom Lichtemitter (9) über die lichtempfindlichen Sensoren (17) die Lichtinten­ sität und in den lichtimitierenden Pausen die Stör­ licht-Intensität zur Reduzierung oder Eleminierung des Einflus­ ses des Fremdlichtes gemessen wird.
8. Vorrichtung zur Einbeziehung einer gegenüber einer Anzeigeeinrichtung veränderbaren Relativlage eines Bezugs­ punktes bzw. einer Beobachterposition (13) in die Visuali­ sierung von auf der Anzeigeeinrichtung (1) bzw. einer Bilddarstellungsebene (5) wiedergegebenen Darstellungen, bei welcher die Relativlage des Bezugspunktes bzw. der Beobachterposition (13) erfaßbar und infolge der erfaßten Daten eine veränderte Bilddarstellung auf der Anzeigeein­ richtung (1) bzw. der Bilddarstellungsebene (5) wiedergeb­ bar ist, dadurch gekennzeichnet, daß ein Sender (9) vor­ gesehen ist, der im Bezugspunkt bzw. an der Beobachterpo­ sition (13) angeordnet ist, daß ein positionsempfindlicher Detektor (11) in einer vorgegebenen räumlichen Zuordnung zur Anzeigeeinrichtung (1) bzw. einer Bilddarstellungs­ ebene (5) vorgesehen und angeordnet ist, und daß eine Auswerte- und Steuerungseinheit vorgesehen ist, in welcher in Abhängigkeit des unterschiedlichen Einfallswinkels (α) bzw. dessen in einer Horizontalebene liegenden Horizontal­ komponente bezogen auf die Bilddarstellungsebene (5) in der Anzeigeeinrichtung (1) bzw. auf der Bilddarstellungs­ ebene (5) eine veränderte Bilddarstellung wiedergebbar ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Positions-Sender aus einem Lichtemitter (9), vor­ zugsweise einem Infrarot-Lichtemitter (9) besteht.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekenn­ zeichnet, daß der Positions-Sender am Bezugspunkt bzw. der Beobachterposition (13) mittels eines synchronisierbaren Taktgebers (21) angesteuert ist, dessen Synchronisations­ takt vorzugsweise der Taktsynchronisation eines Shutters, insbesondere einer Shutter-Brille (7), entspricht.
11. Vorrichtung insbesondere nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Detektoreinrich­ tung einen Detektor zur absoluten Abstandserfassung zwi­ schen dem Bezugspunkt bzw. der Beobachterposition (13) und der Anzeigeeinrichtung (1) bzw. einer Bilddarstellungs­ ebene (5) umfaßt.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der positionsempfindliche Detektor (11) zumindest zwei Sensoren (17) umfaßt, die quer und vorzugsweise symmetrisch zu einer vertikalen Mittelsymme­ trieebene (25), die senkrecht zu einer Bilddarstellungs­ ebene (5) verläuft, versetzt angeordnet sind.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die zumindest beiden Sensoren (17) am Ende einer eine Abschirmwirkung erzeugenden Hülse (23) angeordnet sind.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß in Empfangsrichtung vor den Sensoren (17) zumindest ein grauer Absorber (26) angeordnet ist, wodurch eine winkelabhängige Weglängendifferenz des ein­ fallenden Signals/Lichtes und damit eine analoge Intensi­ tätsdifferenz in den beiden Sensoren (17) meßbar ist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß ein vorzugsweise quer zur Mittelsymmetrieebene (25) ausgerichteter grauer Absorber (26) vorgesehen ist, in dem gegenüberliegend zur Lichteinfallsrichtung zumindest zwei quer zur Mittelsymmetrieebene (25) versetzt angeordnete Sensoren (17) ohne Sensorbereiche vorgesehen sind.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßseite der Sensoren (17) quer zur Mittelsymme­ trieebene (25) ausgerichtet sind.
17. Vorrichtung nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die zumindest beiden Sensoren (17) mit ihrer Meßseite zumindest annähernd parallel zur Mittelsymmetrie­ ebene (25) ausgerichtet und versetzt dazu angeordnet sind.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß vor den Sensoren (17) und vorzugsweise vor dem grauen Absorber (26) ein nur für die gewählte Frequenz des Sendesignals durchlässiges Filter (19) an­ geordnet ist.
19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß eine Sender-Signal-Intensitäts-Aus­ wertung vorgesehen ist, bei welcher bei getakteten Sende­ signalen die Intensität des Sendesignals und in der Sende­ signal-Pause die Lichtintensität von Störlicht-Einflüssen bestimmbar ist.
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