DE19612583C3 - Bügelschelle für medienführende Rohrleitungen - Google Patents
Bügelschelle für medienführende RohrleitungenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Bügelschelle zur Aufhängung von medienfüh
renden Rohrleitungen bestehend aus einem durch wenigstens ein zur
Rohrleitungsachse senkrecht stehendes Plattenteil gebildeten Joch, we
nigstens einer im Bereich der Längsmitte des Plattenteils mit diesem ver
bundenen Aufhängelasche und einem durch einen Profilstab gebildeten
Bügel zur unmittelbaren Auflage der Rohrleitung, dessen Enden jeweils im
Bereich der Enden des Plattenteiles an letzterem befestigt sind.
Bügelschellen dieser Art sind durch die europäische Patentanmeldung 0 342 400
bekannt. Dabei sind die einander zugeordneten Enden zweier das
Joch bildenden Plattenteile durch Querlaschen miteinander verbunden.
Diese Querlaschen weisen Bohrungen auf, durch die die Enden des aus
Rundstahl gebildeten Bügels gesteckt und mittels aufgeschraubter Muttern
fixiert sind.
Wenn auch diese bekannte Bauform einer Bügelschelle die Aufgabe löst,
deren Teile leicht miteinander zu verbinden, indem die Teile mittels
zapfenartiger und hintergreifender Teile miteinander verriegelt sind, so er
gibt sich doch noch die Notwendigkeit von Zusatzteilen in Form der Quer
laschen sowie von im Kraftschluß liegender Schraubverbindungen zur Be
festigung des Bügels. Da außerdem der Bügel aus Rundstahl besteht, hat
er mit der von ihm umfangenen Rohrleitung nur Linienberührung, was zu
hohen Belastungen im Bereich der Berührungslinie führt. Um dem zu be
gegnen, wird im bekannten Falle vorgeschlagen, in den Bügel aus Rund
stahl noch ein Blech einzulegen, wodurch jedoch ein weiteres Zusatzteil
vorhanden ist.
Durch die Preisliste "Elektroinstallationsmaterial" der Firma Niedax GmbH
& Co. KG, Linz, 1992, Deckblatt und Seiten 1, 4, 29 und 30 sowie das Pro
spektblatt "Bügel- und Bündelschellen" der Firma Kabelschlepp GmbH,
Siegen, 1987 sind für die Verlegung elektrischer Kabel oder diese enthal
tende Kabelkanäle Bügelschellen bekannt, bei denen der aus Bandmaterial
bestehende Bügel mit einer durch an den Seiten des Bandmaterials ange
brachten Ausnehmungen gebildeten endständigen, hammerkopfartigen Er
weiterung mittels einer Kippbewegung in eine im wesentlichen U-förmige
Tragschiene einhängbar ist, wo dann die hammerkopfartige Erweiterung
auf an den freien Enden der Schenkel des U-Profils befindlichen, aufein
ander zu gerichteten Abbiegungen sitzt. Eine solche Bauform ist zur Auf
hängung von ein erhebliches Gewicht aufweisenden Rohrleitungen nicht
geeignet, da sich durch Bewegungen der Rohrleitung sowie deren Gewicht
bedingt die hammerkopfartige Erweiterung mit der gleichen Kippbewegung
wieder von der Tragschiene lösen kann, mit der sie vorher montiert wurde.
Auch besteht die Gefahr, daß sich die Schenkel des Profils der Tragschie
ne unter großer Gewichtsbelastung aufspreizen und dadurch die hammer
kopfartige Erweiterung freikommt.
Die vorgenannten Unterlagen enthalten als weitere Bauform eine Schelle
mit einem bandförmigen Bügel, der mit aus seinem Material durch Aus
stanzen gebildeten, endständigen, einseitigen Haken auf die Oberkante ei
nes senkrechten Schenkels eines L-förmigen Tragprofils aufhängbar ist.
Auch diese Bauform eignet sich nicht zum Tragen schwerer Lasten, da an
den Bügelenden an den Haken ein C-förmiger Querschnitt gebildet ist, der
sich unter hoher Belastung aufbiegen kann, wobei außerdem der den Bü
gel tragende vertikale Schenkel des L-Profils verschwenken kann, da er
über den horizontalen Schenkel dieses Profils befestigt ist.
Beiden vorgenannten Bauformen ist gemeinsam, daß das Kabel bzw. das
Kabelrohr nicht unmittelbar auf dem Bandmaterial des Bügels aufliegt son
dern auf einem schalenförmigen Bauteil, das am Ende einer in einem Ge
winde des Bügels verstellbaren Spannschraube sitzt. Damit sind die be
kannten Bauformen im Hinblick auf die Aufhängung schwerer Rohrleitungen
nicht tragfähig genug und bezüglich der Dauerhaftigkeit der Aufhän
gefunktion unsicher.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Bügelschelle der genannten Art dahin
gehend weiterzuentwickeln, daß sie die sichere Aufhängung, insbesondere
auch von ein großes Gewicht aufweisenden Rohrleitungen bei örtlich geringer
Flächenpressung und direkter, verschraubungsfreier Verbindung zwischen
Bügel und Plattenteilen des Jochs erlaubt, insgesamt also mit weniger
Teilen auskommt und einen einfacheren Aufbau sowie damit verbunden ge
ringeren Montageaufwand aufweist.
Diese Aufgabe ist ausgehend von einer Bügelschelle der eingangs ge
nannten Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Profilstab des Bü
gels durch ein sich mit seinem größeren Querschnitt quer zur Längsrich
tung des Plattenteiles erstreckendes Band gebildet ist, und daß jedes
Bandende entweder beidseitig eine Aussparung oder wenigstens eine
Durchbrechung aufweist, mittels derer es auf die Enden des Plattenteiles
aufgehängt und dort sowohl in Längsrichtung des Plattenteiles als auch
quer dazu gegen Lösen gesichert ist. Dabei wird vorausgesetzt, daß das
Band eine dieses Aufhängen bei vom Band umfaßter Rohrleitung gestat
tende Länge aufweist.
Diese erfindungsgemäßen Maßnahmen haben die Wirkung, daß nunmehr
die ggf. auch ein großes Gewicht aufweisende Rohrleitung flächig entlang
eines Teilumfanges gehalten ist, so daß hohe lokale Flächenpressungen
nicht mehr auftreten können. Außerdem ist der Bügel unmittelbar durch ein
Band gebildet, muß sich also zur Herabsetzung der Flächenpressung nicht
mehr aus zwei Teilen zusammensetzen. Auf der anderen Seite ist durch
die Wahl eines Bügels aus Bandmaterial die Möglichkeit geschaffen, des
sen Enden unmittelbar auf die Enden des Plattenteiles zu hängen, so daß
Querlaschen der bekannten Art sowie insbesondere im Kraftfluß liegende
Verschraubungen der Bügelenden entfallen können. Insgesamt ist damit
die Bügelschelle in ihren Gebrauchseigenschaften verbessert und hinsicht
lich Aufbau und Montageaufwand vereinfacht.
Was die Aufhängung der Bandenden an einem oder an zwei Plattenteilen
betrifft, so können Aussparungen in Form von über ihren Umfang ge
schlossen Durchbrechungen Verwendung finden, also an den Bandenden
quasi geschlossene Ösen gebildet sein, die sich über die Enden des des
oder der Plattenteile hängen lassen. Besteht jedoch das Joch aus zwei
gleichen, fluchtend parallel zueinander mit Abstand angeordneten Platten
teilen, so kann neben der Verwendung nebeneinanderliegender Durchbre
chungen auch vorgesehen sein, daß durch die beidseitig der Bandenden
vorgesehenen Aussparungen an den Bandenden je eine hammerkopfartige
Erweiterung gebildet ist und daß diese auf der der Rohrleitung abgewand
ten Seite der Plattenteile auf deren Enden aufsitzen.
Damit die Bandenden von dem oder den Plattenteilen nicht abrutschen
können, können die Enden jedes Plattenteiles auf der der Rohrleitung ab
gewandten Seite Aussparungen aufweisen, in die die Bandenden einge
hängt sind. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, daß die Enden jedes
Plattenteiles auf der der Rohrleitung abgewandten Seite sich von der
Rohrleitung fort erstreckende Nasen aufweisen, und daß die Bandenden
hinter diese Nasen eingehängt sind.
Was die Aufhängelasche betrifft, so kann diese insbesondere bei Ausbil
dung des Jochs aus nur einem Plattenteil mit diesem einstückig verbunden
sein. Besteht das Joch aus zwei Plattenteilen, so kann die Aufhängelasche
quer zum Joch im Bereich der Längsmitte der Plattenteile mit diesen in
formschlüssigem Eingriff sein, wozu die Aufhängelasche durch beidseitige
Verbreiterungen im Bereich ihres einen Endes in Eingriff mit entsprechen
den Durchbrüchen der Plattenteile sein kann.
Die soweit bisher beschriebene Bügelschelle kann mit wenigen, einfach zu
montierenden Teile ihre Tragfunktion erfüllen, ohne daß im Kraftfluß
Schraubverbindungen vorhanden sein müssen. Sie ist im einfachsten Falle
auch in sich stabil und bedarf keiner zusätzlichen Mittel nämlich dann,
wenn das Joch durch ein Plattenteil gebildet ist, auf dessen Enden z. B.
mit Durchbrechungen versehene Bandenden unter Verhinderung eines Ab
rutschens aufgehängt sind. Gleiches gilt für ein aus zwei Plattenteilen zu
sammengesetztes Joch dann, wenn die Bandenden entsprechend z. B. mit
zwei nebeneinanderliegenden Durchbrechungen für das Ende der Platten
teile versehen sind. Hier hat jedoch, um die Montage zu ermöglichen, die
Rohrleitung noch Spiel gegenüber dem Joch, das nur hingenommen wer
den kann, wenn von der Rohrleitung nicht anlagen- oder betriebsbedingt
Bewegungen zu erwarten sind. Hierzu und auch zum Zusammenhalt der
Teile bei anderen Konstruktionsformen der Bügelschelle ist in Weiterbil
dung des Erfindungsgegenstandes vorgesehen, daß die die Bügelschelle
bildenden Teile bzw. die aus dieser und der Rohrleitung gebildete Einheit
gegenseitige Verriegelungsmittel aufweisen.
Um zunächst bei der Ausbildung der Bügelschelle an sich zu bleiben, kann
dabei vorgesehen werden, daß bei einem aus zwei Plattenteilen gebildeten
Joch die Verriegelungsmittel durch endständige Nasen der hammerkopfar
tigen Erweiterung und/oder der Verbeiterung der Aufhängefasche gebildet
sind, die die Plattenteile auf ihrer Außenseite hintergreifen. Bei dieser
Jochausbildung kann alternativ oder auch zusätzlich vorgesehen werden,
daß die Verriegelungsmittel durch die Plattenteile gegen die Aufhängela
sche und die Enden des Bügels drückende Spannmittel gebildet sind, die
beispielsweise in beide Plattenteile durchdringenden Spannschrauben be
stehen können. Solche Spannschrauben liegen nicht im Kraftfluß, bedürfen
also keiner besonderen Dimensionierung.
Geht es nun um das Spiel zwischen Rohrleitung und Bügelschelle, so kann
vorgesehen werden, daß die Verriegelungsmittel durch ein jochseitig in
Anlage an der Rohrleitung befindliches, der Außenkontur der Rohrleitung
entsprechendes Zylindersegment gebildet sind, und daß das Zylinderseg
ment in Radialrichtung zur Rohrleitung einstellbar am Plattenteil bzw. der
Aufhängelasche befestigt ist. Dazu kann das Zylindersegment auf der der
Rohrleitung abgewandten Seite wenigstens eine zum Plattenteil bzw. der
Aufhängelasche parallele Lasche aufweisen, die verstellbar mit dem Plat
tenteil bzw. der Aufhängelasche verbunden ist. Diese Verbindung kann
durch wenigstens eine die Lasche und das Plattenteil bzw. die Aufhängela
sche über je eine Bohrung durchdringende Schraube gebildet sein, wobei
wenigstens eine der Bohrungen als sich im wesentlichen radial zur Rohr
leitung erstreckendes Langloch ausgebildet ist. Bei dieser Konstruktion
läßt sich also das bei der Montage bereits mit eingesetzte Zylindersegment
nach der Festlegung der Bandenden gegen die Rohrleitung in Anlage brin
gen und dann befestigen, so daß die Rohrleitung gegenüber der Bügel
schelle praktisch spielfrei gehalten ist.
Eine andere in diese Richtung gehende Möglichkeit bestehe darin, daß die
Verriegelungsmittel durch ein Paar gleicher, gegenläufig auf die Rohrlei
tung aufgesetzter Klemmbügel gebildet sind, daß sich die Klemmbügel mit
ihren voneinander fortgerichteten Enden gegen das Joch abstützen, und
daß die anderen Klemmbügelenden mit Abstand voneinander angeordnet
und sich im wesentlichen radial zur Rohrleitung erstreckend ausgebildet
sowie durch Spannmittel gegeneinander bewegbar und feststellbar sind.
Hier werden also auf die Rohrleitung zwei Klemmbügel aufgesetzt, deren
gegenseitige Verspannung für eine Beseitigung des Spiels zwischen
Rohrleitung und Bügelschelle sorgt.
Eine wiederum andere in diese Richtung gehende Möglichkeit kann in ein
facher Weise dadurch gebildet sein, daß die Verriegelungsmittel durch we
nigstens einen einstellbaren sich zumindest mittelbar am Joch einerseits
und der Rohrleitung andererseits abstützenden Keil gebildet sind, welche
Maßnahme sich entsprechend bei jeder im Rahmen der Erfindung liegen
den Bauform der Bügelschelle verwirklichen läßt.
Ist im Speziellen das Joch aus zwei Plattenteilen gebildet und die Aufhän
gelasche quer zu diesen zwischen den Plattenteilen angeordnet, so kann
eine Keilfläche des zwischen den Plattenteilen diesen gegenüber jeweils
mit Abstand angeordneten Keiles mit einer keilförmig ausgebildeten Kante
des der Rohrleitung zugewandten Endes der Aufhängelasche zusammen
wirken, wobei der Keil durch sich an einem Plattenteil des Jochs abstüt
zende Schraubmittel einstellbar und feststellbar sein kann.
Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der
nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsformen, die
auf der Zeichnung dargestellt sind. In der Zeichnung
zeigen:
Fig. 1 die zu einer Rohrleitung parallele Vorderan
sicht einer Bügelschelle;
Fig. 2 die Seitenansicht der Bügelschelle gemäß Fig.
1, teilweise geschnitten;
Fig. 3 und 4 eine Aufhängelasche in zwei zueinander
senkrechten Ansichten;
Fig. 5 und 6 ein Zylindersegment zur Abstützung der
Rohrleitung in zwei zueinander senkrechten An
sichten;
Fig. 7 die Einzeldarstellung eines jochbildenden
Plattenteiles;
Fig. 8 und 9 einen bandförmigen Bügel in zwei zuein
ander senkrechten Ansichten;
Fig. 10 und 11 eine Abwandlung der Aufhängelasche
gemäß Fig. 3 und 4 in zwei zueinander
senkrechten Ansichten;
Fig. 12 und 13 eine Abwandlung des Bügels gemäß
Fig. 8 und 9 in zwei zueinander senkrechten
Ansichten;
Fig. 14 die weitere Ausbildung einer Bügelschelle in
Vorderansicht;
Fig. 15 die Bügelschelle gemäß Fig. 14 in Seitenan
sicht, teilweise geschnitten;
Fig. 16 das Joch bildende Plattenteil der Bügelschelle
gemäß Fig. 14 und 15;
Fig. 17 und 18 das Zylindersegment der Bügelschelle
gemäß Fig. 14 und 15 in Vorderansicht und
Seitenansicht;
Fig. 19 und 20 den bandförmigen Bügel aus Fig. 14 und
15 in zwei zueinander senkrechten Ansichten;
Fig. 21 eine weitere Ausbildung einer Bügelschelle in
Vorderansicht;
Fig. 22 die Bügelschelle gemäß Fig. 21 in Seitenan
sicht;
Fig. 23 die Einzeldarstellung des jochbildenden Plat
tenteiles der Bügelschelle gemäß Fig. 21 und
22;
Fig. 24 bis 26 einen Klemmbügel aus Fig. 21 und 22
in Vorderansicht, Seitenansicht und perspekti
vischer Darstellung;
Fig. 27 eine weiter abgewandelte Ausbildung einer
Bügelschelle in Vorderansicht und
Fig. 28 die Bügelschelle gemäß Fig. 27 in Seitenan
sicht, teilweise geschnitten.
Die Fig. 1 und 2 zeigen in Verbindung mit den Ein
zelteilzeichnungen gemäß Fig. 3 bis 9 eine Schelle
zur Aufhängung einer horizontal verlaufenden Rohrlei
tung 1, die von einem bandförmigen Bügel 2 umfangen
ist. Oberhalb des Rohres befindet sich ein durch Plat
ten eile 3 gebildetes Joch, dessen Unterseite durch
eine Ausnehmung 4 an die Außenkontur des Rohres 1 ange
paßt ist.
Zwischen den mit Abstand parallel zueinander angeordne
ten Plattenteilen 3 ist quer zu deren Längserstreckung
eine plattenförmige Aufhängelasche 5 angeordnet, die in
Durchbrüche 6 der Plattenteile 3 mit endständigen,
beidseitigen Verbreiterungen 7 eingreift. Die Aufhänge
lasche 5 bildet am oberen Ende mittels einer Bohrung 8
ein Auge, über das die dargestellte Bügelschelle an
einer Raumdecke oder sonstigen Tragkonstruktion be
festigbar ist.
An den Enden haben die Plattenteile 3 an ihrer der
Rohrleitung 1 abgewandten Oberkante Ausnehmungen 9.
Andererseits weisen die Enden des Bügels 2 beidseitig
Aussparungen 10 auf, durch die eine hammerkopfartige,
endständige Erweiterung 11 gebildet ist. Da die Größe
der Aussparungen 10 in Längsrichtung des den Bügel 2
bildenden Bandmaterials der Höhe der Plattenteile 3 in
deren Endbereich entspricht, können die hammerkopfarti
gen Erweiterungen 11 von oben in die Ausnehmungen 9
eingehängt werden. Es versteht sich von selbst, daß der
Abstand zwischen den beiden aus Fig. 9 ersichtlichen
Aussparungen 10 des Bügels 2 der aus Fig. 4 ersichtli
chen Breite der Aufhängelasche 5 entspricht.
Um die so zusammengesetzte Bügelschelle bezüglich ihrer
Einzelteile beieinander zu halten, sind Verriegelungs
schrauben 12 mit Muttern 13 vorgesehen, die quer zu den
Plattenteilen 3 in von diesen gebildeten Bohrungen 14
sitzen. Durch die Spannschrauben 12 mit Muttern 13
werden die Plattenteile 3 gegen die Seitenkarten der
Aufhängelasche 5 und der Aussparungen 10 gedrückt.
Normalerweise könnte es genügen, wenn die Rohrleitung 1
den dargestellten montagebedingten Abstand gegenüber
den Ausnehmungen 4 der Plattenteile 3 behält. Um diesen
jedoch auszuschalten, ist auf die Rohrleitung 1 ein
seiner Außenkontur angepaßtes Zylindersegment 15 ge
setzt. Damit dieses Zylindersegment 15 sich bezüglich
der dargestellten Position nicht verlagern kann, ist es
auf der leitungsabgewandten Seite mit zwei zur Aufhän
gelasche 5 parallelen Laschen 16 versehen, die die Auf
hängelasche 5 zwischen sich aufnehmen bzw. diese umfan
gen. Die gegenseitige Arretierung kann über eine
Schraube 17 mit Mutter 18 mittels beiderseitiger Boh
rungen 19, 20 erfolgen, wobei die Bohrung 20 zur gegen
über der Rohrleitung 1 radialen Einstellbarkeit des
Zylindersegmentes als Langloch ausgebildet ist. Die
Verwendung des Zylindersegmentes 15 hat außerdem die
Wirkung, daß dadurch ein eventueller Wärmeübergang von
der Rohrleitung 1 auf die Platteneile 3 herabgesetzt
ist.
Zusätzlich zu den Spannschrauben 12, 13 oder auch an
stelle dieser kann die Verriegelung der die Bügel
schelle bildenden Teile auch dadurch erfolgen, daß, wie
aus den Fig. 10 bis 13 ersichtlich, die hammerkopf
artige Erweiterung 11 mit endständigen Nasen 21 und die
Verbreiterungen 7 der Aufhängelasche 5 mit enständigen
Nasen 22 versehen sind, die die Plattenteile 3 auf
deren Außenseite hintergreifen und so den Teileverbund
zusammenhalten.
Die einzelnen Teile der beschriebenen Bügelschelle und
auch deren noch zu beschreibende Bauformen bestehen in
der Regel aus Stahl. Für einzelne oder auch alle Teile
können jedoch je nach den Umständen des Einzelfalles
auch andere geeignete Materialien in Frage kommen.
Bei der Ausführungsform gemäß den Fig. 14 bis 20 ist
das Joch der Bügelschelle durch ein einziges Platten
teil 23 gebildet, mit dem die Aufhängelasche 24 ein
stückig verbunden ist. Das Plattenteil 23 hat an seinen
Enden auf der der Rohrleitung 1 abgewandten Seite
wiederum Ausnehmungen 25, in die die Enden des Bandes
26 mittels dort gebildeter Durchbrechungen 55 einge
hängt sind.
Der Abstand zwischen Rohrleitung 1 und Plattenteil 23
ist auch hier wieder durch ein Zylindersegment 27 mit
auf der rohrabgewandten Seite angeordneten Laschen 28
überbrückt, die das Plattenteil 23 zwischen sich auf
nehmen. Die Befestigung der Laschen 28 am Plattenteil
23 geschieht über Schrauben 29, die die Laschen 28
sowie das Plattenteil 23 durchdringen, wobei die ent
sprechendne Bohrungen 30 des Plattenteiles 23 als sich
im wesentlichen radial zur Rohrleitung 1 erstreckende
Langlöcher ausgebildet sind so, daß das Zylindersegment
27 fest auf die Rohrleitung 1 gesetzt und dann mit dem
Plattenteil 23 verschraubt werden kann.
Die Art der Verbindung zwischen Band 26 und Plattenteil
23 der anhand der Fig. 14 bis 20 beschriebenen Art
läßt sich natürlich gleicherweise auch bei der Bauform
gemäß den Fig. 1 bis 13 anwenden, indem ein entspre
chend breites Band für die Enden der Plattenteile 3 mit
je zwei nebeneinanderliegenden Durchbrechungen ausge
bildet wird und somit auch die Plattenteile 3 im ge
wünschten Abstand zueinander miteinander verbinden und
zusammenhalten kann, ohne daß dann noch die Schrauben
14 unbedingt erforderlich wären.
Die Bauform gemäß den Fig. 21 bis 26 ist ähnlich der
anhand der Fig. 14 bis 20 beschriebenen. Hier ist
ebenfalls nur ein Plattenteil 31 vorgesehen, das ein
stückig mit einer Aufhängelasche 32 verbunden ist. Auf
die Enden des Plattenteiles 31 sind die Enden eines
Bandes 33 mit dort gebildeten Durchbrechungen 34 aufge
hängt, wobei im vorliegenden Falle das Abrutschen durch
nach oben gerichtete Nasen 35 der Enden des Plattentei
les 31 verhindert ist.
Der Ausgleich der für die Montage erforderlichen
Distanz zwischen Rohrleitung 1 und Plattenteil 31 ge
schieht nunmehr durch ein Paar von Klemmbügeln 36, die
im einzelnen in verschiedenen Ansichten in den Fig.
24 bis 26 dargestellt sind. Mit ihren voneinander fort
gerichteten Enden sind die Klemmbügel 36 von unten
gegen das Plattenteil 31 abgestützt, das sie mit einer
Ausnehmung 37 umfangen. Die einander zugewandten Enden
der Klemmbügel 36 haben im wesentlichen radial zur
Rohrleitung 1 gerichtete Stege 38, die in einer Ausneh
mung 39 des Plattenteiles 31 sitzen und mittels Spann
schrauben 40 gegeneinander gedrückt werden können.
Dabei spannen die Klemmbügel 36 über ihren an der Rohr
leitung 1 anliegenden Rücken 41 die Rohrleitung 1 ge
genüber dem Plattenteil 31 spielfrei fest.
Die Bauform nach den Fig. 27 und 28 schließlich be
dient sich wieder zweier gleicher, fluchtend nebenein
ander angeordneter Plattenteile 42 mit endständigen
Ausnehmungen 43, in denen nach Art der Bauform der
Fig. 1 bis 13 die Enden eines Bandes 44 mit ihren
hammerkopfartigen Erweiterungen 45 eingesetzt sind. Wie
ebenfalls früher beschrieben, ist die Aufhängelasche 46
quer zu den Plattenteilen 42 etwa im Bereich deren
Längsmitte zwischen diese eingesetzt und durchgreift
die Plattenteile 42 mit Erweiterungen 47, 48, die die
Plattenteile 42 mit endständigen Nasen 49, 50 hinter
greifen.
Im vorliegenden Falle geschieht der Ausgleich des mon
tagebedingten Spiels zwischen Rohrleitung 1 und Plat
tenteilen 42 durch einen Keil 51, der einerseits auf
der Rohrleitung 1 sitzt und sich andererseits mit einer
Keilfläche 52 gegen eine entsprechend keilförmig ausge
bildete Kante 53 der Aufhängelasche 46 abstützt. Die
Keilfläche 52 wird mit Hilfe einer Schraube 54 an der
keilförmigen Kante 53 entlang geschoben, wobei sich die
Schraube 54 am Plattenteil 42 abstützt. Damit der Keil
51 zwischen den Plattenteilen 42 die notwendige Bewe
gung ausführen kann, ist er so bemessen, daß er gegen
über den Plattenteilen 42 einen Abstand aufweist.
Claims (18)
1. Bügelschelle zur Aufhängung von medienführenden Rohrleitungen be
stehend aus einem durch wenigstens ein zur Rohrleitungsachse senkrecht
stehendes Plattenteil gebildeten Joch, wenigstens einer im Bereich der
Längsmitte des Plattenteiles mit diesem verbundenen Aufhängelasche und
einem durch einen Profilstab gebildeten Bügel zur unmittelbaren Auflage
der Rohrleitung, dessen Enden jeweils im Bereich der Enden des Platten
teils an letzterem befestigt sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Profilstab des Bügels durch ein sich mit seinem größeren Quer
schnitt quer zur Längsrichtung des Plattenteiles (3, 23, 31, 42) erstrecken
des Band (2, 26, 33,, 44) gebildet ist, und daß jedes Bandende entweder
beidseitig eine Aussparung (10) oder wenigstens eine Durchbrechung (34,
55) aufweist, mittels derer es auf die Enden des Plattenteiles (3, 23, 31,
42) aufgehängt und dort sowohl in Längsrichtung des Plattenteiles (3, 23,
31, 42) als auch quer dazu gegen Lösen gesichert ist.
2. Bügelschelle nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Joch aus zwei gleichen, fluchtend parallel zueinander mit Abstand
angeordneten Plattenteilen (3, 42) besteht, daß durch die beidseitig der
Bandenden vorgesehenen Aussparungen (10) an den Bandenden je eine
hammerkopfartige Erweiterung (11, 45) gebildet ist und daß diese auf der
der Rohrleitung (1) abgewandten Seite der Plattenteile (3, 42) auf deren
Enden aufsitzt.
3. Bügelschelle nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Enden jedes Plattenteiles (3, 23, 42) auf der der Rohrleitung (1)
abgewandten Seite Aussparungen (9, 25, 43) aufweisen und daß die Ban
denden in diese Aussparungen (9, 25, 43) eingehängt sind.
4. Bügelschelle nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Enden jedes Plattenteiles (31) auf der der Rohrleitung (1) abge
wandten Seite sich von der Rohrleitung fort erstreckende Nasen (35) auf
weisen, und daß die Bandenden hinter diese Nasen (35) eingehängt sind.
5. Bügelschelle nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Aufhängelasdche (24, 32) mit dem Plattenteil (23, 31) einstückig
verbunden ist.
6. Bügelschelle nach einem der Ansprüche 2 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Aufhängelasche (5, 46) quer zum Joch im Bereich der Längsmitte
der Plattenteile (3, 42) mit diesen in formschlüssigem Eingriff ist.
7. Bügelschelle nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Aufhängelasche (5, 46) durch beidseitige Verbreiterungen (7, 47,
48) im Bereich ihres einen Endes in Eingriff mit entsprechenden Durchbrü
chen (6) der Plattenteile (3, 42) ist.
8. Bügelschelle nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die die Bügelschelle bildenden Teile bzw. die aus dieser und der
Rohrleitung (1) gebildete Einheit gegenseitige Verriegelungsmittel aufwei
sen.
9. Bügelschelle nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei einem aus zwei Plattenteilen (3, 42) gebildeten Joch die Verriege
lungsmittel durch endständige Nasen (21, 22, 49, 50) der hammerkopfarti
gen Erweiterungen (11, 45) und/oder der Verbreiterungen (7, 47, 48) der
Aufhängelasche (5, 46) gebildet sind, die die Plattenteile (3, 42) auf ihrer
Außenseite hintergreifen.
10. Bügelschelle nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei einem aus zwei Plattenteilen (3) gebildeten Joch die Verriege
lungsmittel durch die Plattenteile (3) gegen die Aufhängelasche (5) und die
Enden des Bügels (2) drückende Spannmittel (12) gebildet sind.
11. Bügelschelle nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Spannmittel beide Plattenteile (3) durchdringende Spannschrauben
(12) sind.
12. Bügelschelle nach einem der Ansprüche 8 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verriegelungsmittel durch ein jochseitig in Anlage an der Rohrlei
tung (1) befindliches, der Außenkontur der Rohrleitung (1) entsprechendes
Zylindersegment (15, 27) in Radialrichtung zur Rohrleitung (1) einstellbar
am Plattenteil bzw. der Aufhängelasche (5, 24) befestigt ist.
13. Bügelschelle nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Zylindersegment (15, 27) auf der der Rohrleitung (1) abgewandten
Seite wenigstens eine zum Plattenteil bzw. der Aufhängelasche (5, 24) pa
rallele Lasche (16, 28) aufweist, und daß die Lasche (16, 28) verstellbar
mit dem Plattenteil bzw. Aufhängelasche (5, 24) verbunden ist.
14. Bügelschelle nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verbindung durch wenigstens eine die Lasche (16, 28) und das
Plattenteil bzw. die Aufhängetasche (5, 24) über eine Bohrung (19, 20, 30)
durchdringende Schraube (17, 29) gebildet ist, und daß wenigstens eine
der Bohrungen (20, 30) als sich im wesentlichen radial zur Rohrleitung (1)
erstreckendes Langloch ausgebildet ist.
15. Bügelschelle nach einem der Ansprüche 8 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verriegelungsmittel durch ein Paar gleicher, gegenläufig auf die
Rohrleitung (1) aufgesetzter Klemmbügel (36) gebildet sind, daß sich die
Klemmbügel (36) mit ihren voneinander fort gerichteten Enden gegen das
Joch (42) abstützen, und daß die anderen Klemmbügelenden (38) mit Ab
stand voneinander angeordnet und sich im wesentlichen radial zur Rohr
leitung erstreckend ausgebildet sowie durch Spannmittel (40) gegeneinan
der bewegbar und feststellbar sind.
16. Bügelschelle nach einem er Ansprüche 8 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verriegelungsmittel durch wenigstens einen einstellbaren, sich
zumindest mittelbar am Joch (42) einerseits und der Rohrleitung (1) ande
rerseits abstützenden Keil (51) gebildet sind.
17. Bügelschelle nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei einem aus zwei Plattenteilen (42) gebildeten Joch und quer zu die
sen zwischen den Plattenteilen (42) angeordneter Aufhängelasche (46) ei
ne Keilfläche (52) des zwischen den Plattenteilen (42) diesen gegenüber
jeweils mit Abstand angeordneten Keiles (51) mit einer keilförmig ausge
bildeten Kante (53) des der Rohrleitung (1) zugewandten Endes der Auf
hängelasche (46) zusammenwirkt.
18. Bügelschelle nach Anspruch 16 oder 17,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Keil (51) durch sich an einem Plattenteil (42) des Joches abstüt
zende Schraubmittel (54) einstellbar und feststellbar ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19612583A DE19612583C3 (de) | 1995-04-07 | 1996-03-29 | Bügelschelle für medienführende Rohrleitungen |
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19513072 | 1995-04-07 | ||
| DE19612583A DE19612583C3 (de) | 1995-04-07 | 1996-03-29 | Bügelschelle für medienführende Rohrleitungen |
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|---|---|
| DE19612583A1 DE19612583A1 (de) | 1996-10-10 |
| DE19612583C2 DE19612583C2 (de) | 1997-07-10 |
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|---|---|---|---|
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Families Citing this family (2)
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Citations (1)
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|---|---|---|---|---|
| EP0342400A1 (de) * | 1988-05-19 | 1989-11-23 | Lisega Gmbh | Rohrschelle als Bügelschelle |
-
1996
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Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0342400A1 (de) * | 1988-05-19 | 1989-11-23 | Lisega Gmbh | Rohrschelle als Bügelschelle |
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