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DE19612544B4 - Einrichtung zum Ausrichten von Bogen - Google Patents

Einrichtung zum Ausrichten von Bogen Download PDF

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DE19612544B4
DE19612544B4 DE1996112544 DE19612544A DE19612544B4 DE 19612544 B4 DE19612544 B4 DE 19612544B4 DE 1996112544 DE1996112544 DE 1996112544 DE 19612544 A DE19612544 A DE 19612544A DE 19612544 B4 DE19612544 B4 DE 19612544B4
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Volkmar Dipl.-Ing. Schumann
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Koenig and Bauer AG
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Koenig and Bauer AG
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    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65HHANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
    • B65H9/00Registering, e.g. orientating, articles; Devices therefor
    • B65H9/10Pusher and like movable registers; Pusher or gripper devices which move articles into registered position
    • B65H9/103Pusher and like movable registers; Pusher or gripper devices which move articles into registered position acting by friction or suction on the article for pushing or pulling it into registered position, e.g. against a stop
    • B65H9/106Pusher and like movable registers; Pusher or gripper devices which move articles into registered position acting by friction or suction on the article for pushing or pulling it into registered position, e.g. against a stop using rotary driven elements as part acting on the article
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
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Abstract

Einrichtung zum Ausrichten von einem auf einem Anlegtisch geförderten Bogen an mindestens einem in und/oder quer zur Bogenförderrichtung angeordneten Anschlag, dadurch gekennzeichnet, daß eine intermittierende Impulse auf den auszurichtenden Bogen (2) aufbringende, aus einem über eine Antriebsrolle (8) und eine Umlenkrolle (9) geführten Zahnriemen (10), dessen Zähne (11) dem Bogen (2) zugewandt sind, bestehende Impulseinrichtung dem auszurichtenden Bogen (2) im Ausrichtbereich zugeordnet ist.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Ausrichten von einem auf einem Anlegtisch geförderten Bogen an mindestens einem in und/oder quer zur Bogenförderrichtung angeordneten Anschlag.
  • In Bogendruckmaschinen müssen die über den Anlegtisch der Druckmaschine zugeführten Bogen vor der Übernahme in die Druckmaschine in Bogenförderrichtung und quer zur Bogenförderrichtung ausgerichtet werden, um eine hohe Druckqualität zu sichern.
  • Das Ausrichten in Bogenförderrichtung erfolgt durch ständiges oder taktweises Fördern gegen Vorderanschläge. Für das ständige Fördern sind am Anlegtisch angeordnete Förderbänder ( DE 39 17 072 A1 ) und für das taktweise Fördern sind im Takt der Bogenförderung gesteuerte Taktrollen (DD 139 706) bekannt.
  • Für die seitliche Ausrichtung sind ( DE 29 29 388 A1 ) sog. Seitenziehmarken bekannt. Werden die Bogen mit zu geringer Kraft gegen die Anschläge gefördert, erreichen sie die Anschläge nicht und es entstehen Ausrichtfehler. Der gleiche Effekt tritt auf, wenn die Bogen mit hoher Geschwindigkeit an die Anschläge gefördert werden und anschließend zurückspringen. Ausrichtfehler können auch entstehen, wenn die Bogen mit hoher Kraft an die Anschläge gedrückt werden und Bogenbauschen entstehen.
  • Aus der DE 840704 C ist eine Vorrichtung bekannt, bei der zur Ausrichtung des Bogens eine Folge von Stößen auf diesen ausgeübt wird.
  • Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer Einrichtung zur exakten Bogenausrichtung mit niedrigem Aufwand.
  • Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch die Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst.
  • Nachfolgend wird die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. Die Zeichnung zeigt
  • 1 Anlegtisch Seitenansicht
  • 2 Anlegtisch Draufsicht.
  • Auf einem Anlegtisch 1 einer nicht dargestellten Druckmaschine mit mindestens einem Anlagedruckwerk und gegebenenfalls weiteren Druckwerken werden die von dem Anlagedruckwerk und den gegebenenfalls weiteren Druckwerken zu bedruckenden Bogen 2 mit bekannten Mitteln, meist in geschuppter Form, taktweise dem Anlagedruckwerk zugeführt. Die Taktfrequenz der Bogenförderung ist dabei von der Verarbeitungsgeschwindigkeit der Druckmaschine abhängig.
  • Die auf dem Anlegtisch 1 der Druckmaschine geförderten Bogen 2 werden vor Übergabe an das Anlagedruckwerk an quer zur Bogenförderrichtung 3 angeordneten Anlegmarken 4 in Bogenförderrichtung 3 ausgerichtet (1). Die Anlegmarken 4 sind oberhalb des Anlegtisches 1 angeordnet; eine Anordnung unterhalb des Anlegetisches 1 ist ebenfalls möglich. Danach oder zeitgleich werden die Bogen 2 an einer seitlich am Anlegtisch 1 angeordneten Seitenmarke 5 quer zur Bogenförderrichtung 3 ausgerichtet (2). Die genannten Marken fungieren dabei als Anschläge.
  • Das Ausrichten erfolgt durch das Aufbringen einer Kraftkomponente auf den Bogen 2. Die Kraftkomponente beinhaltet eine Andrückkomponente 6 und eine Bewegungskomponente 7.
  • Vermittels der Kraftkomponente wird der auszurichtende Bogen 2 an die Anlegmarke 4 und/oder die Seitenmarke 5 angelegt und damit ausgerichtet.
  • Das Anlegen des Bogens 2 erfolgt dabei durch das Aufbringen von intermittierenden, d.h. zeitweilig aussetzenden Impulsen auf den Bogen. Unter Impuls wird die kurzzeitige Wirkung einer physikalischen Größe verstanden, Das Aufbringen der Impulse erfolgt mit der Einrichtung zum Ausrichten der Bogen.
  • Die Einrichtung ist als Impulseinrichtung ausgebildet und enthält einen über eine mit einem nicht dargestellten Antriebsmotor verbundenen Antriebsscheibe 8 und eine Umlenkrolle 9 geführten Zahnriemen 10. Der Zahnriemen 10 ist auf der Außenseite mit Zähnen 11 und Zahnlücken 12 ausgestattet, wobei sich die Zähne 11 und Zahnlücken 12 auf der Außenseite quer zur Bogenlaufrichtung 3 erstrecken.
  • Es ist auch möglich den Zahnriemen 10 beidseitig mit Zähnen/Zahnlücken zu versehen und die Antriebsscheibe 8 und/oder die Umlenkrolle 9 als Zahnscheibe auszubilden. Der Antriebsmotor ist drehzahlsteuerbar.
  • Bei dem in 1 dargestellten Beispiel ist die Impulseinrichtung unterhalb der Bahn der Bogen 2 angeordnet.
  • In diesem Fall ist oberhalb der Bahn der Bogen 2 ein höhenbewegliches Abstützelement 13 angeordnet. Ist die Impulseinrichtung oberhalb der Bogenbahn angeordnet fungiert der Anlegtisch 1 als Abstützelement.
  • Vermittels der Zähne wird in der Wirkphase der Impulse eine Andrückkomponente 6 und eine Bewegungskomponente 7 unter Schlupf auf den Bogen 2 aufgebracht. In der Nichtwirkphase der Impulse (Aussetzphase/Zahnlücke) erfolgt die kraftfreie Entspannung des Bogens.
  • Die Frequenz der intermittierenden Impulse ist wesentlich größer als die Taktfrequenz der geförderten Bogen. Die Taktfrequenz der geförderten Bogen liegt in der Größenordnung von mehreren Hertz (bis ca. 5 Hz) und die Frequenz der intermittierenden Impulse in der Größenordnung über 50 Hz, vorzugsweise in der Größenordnung von 200 – 400 Hz.
  • Die Impulsfrequenz ist einstellbar und/oder in Relation zur Maschinengeschwindigkeit steuerbar. Durch die Verwendung von verschiedenen Zahnteilungen, Zahnmaterialen und Zahnbreiten ist eine Anpassung der Zahnriemen an unterschiedliche Arbeitsaufgaben bzw. Materialien möglich.
  • Die Bewegungskomponenten werden für jede Ausrichtrichtung (Anlegmarke 4/Seitenmarke 5) getrennt phasengleich oder phasenversetzt auf den Bogen aufgebracht, wobei die beiden die Bewegungskomponenten für die Ausrichtung an den Anlegmarken und den Seitenmarken aufbringenden Einrichtungen ständig arbeiten. Es ist dabei vorteilhaft, daß ein Wechsel zwischen Wirkphase in Richtung Anlegmarke und Wirkphase in Richtung Seitenmarke durch eine entsprechende Anordnung der Zahnriemen erreicht wird (Zahn Anlegmarke/Zahnlücke Seitenmarke).
  • Ähnliches wird erreicht, indem die Geschwindigkeiten der Zahnriemen unterschiedlich gewählt werden bzw. die Zahnteilungen verschieden sind.
  • Durch ein Aufbringen der Bewegungskomponenten unter einem Winkel zur Bogenförderrichtung ist es möglich, den Bogen in beiden Ausrichtrichtungen mit einer einzigen Einrichtung auszurichten.
  • Des weiteren ist es möglich durch Veränderung der Größe der Andrückkomponente den Schlupf zu verändern.
  • 1
    Anlegtisch
    2
    Bogen
    3
    Bogenförderrichtung
    4
    Anlegmarke
    5
    Seitenmarke
    6
    Andrückkomponente
    7
    Bewegungskomponente
    8
    Antriebsrolle
    9
    Umlenkrolle
    10
    Zahnriemen
    11
    Zahn
    12
    Zahnlücke
    13
    Abstützelement

Claims (7)

  1. Einrichtung zum Ausrichten von einem auf einem Anlegtisch geförderten Bogen an mindestens einem in und/oder quer zur Bogenförderrichtung angeordneten Anschlag, dadurch gekennzeichnet, daß eine intermittierende Impulse auf den auszurichtenden Bogen (2) aufbringende, aus einem über eine Antriebsrolle (8) und eine Umlenkrolle (9) geführten Zahnriemen (10), dessen Zähne (11) dem Bogen (2) zugewandt sind, bestehende Impulseinrichtung dem auszurichtenden Bogen (2) im Ausrichtbereich zugeordnet ist.
  2. Einrichtung zum Ausrichten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsrolle (8) und/oder die Umlenkrolle (9) als Zahnscheibe ausgebildet und der Zahnriemen (10) auf beiden Seiten mit Zähnen (11) versehen ist.
  3. Einrichtung zum Ausrichten nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß sie für jeden Anschlag (4; 5) vorgesehen ist.
  4. Einrichtung zum Ausrichten nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß sie unter einem Winkel zur Bogenförderrichtung (3) angeordnet ist.
  5. Einrichtung zum Ausrichten nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Frequenz der intermittierenden Impulse wesentlich größer als die Taktfrequenz der geförderten Bogen (2) ist.
  6. Einrichtung zum Ausrichten nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Frequenz der intermittierenden Impulse in der Größenordnung über 50 Hz liegt.
  7. Einrichtung zum Ausrichten nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß durch die intermittierenden Impulse eine Bewegungskomponente unter Schlupf auf den Bogen (2) aufgebracht wird und die Entspannung des Bogens (2) in den Impulspausen kraftfrei erfolgt.
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