DE19611083C1 - Spinn- oder Zwirnmaschine, insbesondere Doppeldraht-Zwirnmaschine oder Direktkabliermaschine - Google Patents
Spinn- oder Zwirnmaschine, insbesondere Doppeldraht-Zwirnmaschine oder DirektkabliermaschineInfo
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- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01H—SPINNING OR TWISTING
- D01H1/00—Spinning or twisting machines in which the product is wound-up continuously
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- D01H1/24—Driving or stopping arrangements for twisting or spinning arrangements, e.g. spindles
- D01H1/241—Driving or stopping arrangements for twisting or spinning arrangements, e.g. spindles driven by belt
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Description
Die Erfindung betrifft eine Spinn- oder Zwirnmaschine,
insbesondere Doppeldraht-Zwirnmaschine oder Direkt
kabliermaschine nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Tangentialriemenantriebe sind an Textilmaschinen,
insbesondere Zwirn- und Spinnmaschinen, ein seit langem
bekanntes Antriebsmittel.
Spinnfäden, gezwirnte Garne und kablierte Garne werden
sowohl in der S-Drehrichtung als auch in der Z-Dreh
richtung hergestellt. Die Z-Drehrichtung wird über
wiegend für Nähgarne im Stapelfaserbereich und für
spezielle Garnkonstruktionen im Teppichgarnbereich
verwendet. Etwa 90% aller Zwirnmaschinen und Kablier
maschinen laufen in S-Drehrichtung, während der Rest
sowohl im S- als auch im Z-Betrieb oder nur im Z-
Betrieb läuft.
Aus Flexibilitätsgründen ist es erwünscht, die einzelne
Maschine jederzeit nach Möglichkeit ohne große zusätzliche
Einstellarbeiten auf die Herstellung von Fäden bzw.
Garnen mit S- oder Z-Drehrichtung einzustellen.
Diese Möglichkeit ist prinzipiell bei Tangentialriemen-
und Tambourantrieben gegeben. Bei beiden Antriebsarten
erfolgt mit der Drehrichtungsumkehr automatisch auch der
Kraftwechsel vom ziehenden zum Leertrum des Riementriebes
oder umgekehrt vom rücklaufenden, d. h. zum ziehenden
Trum. Bei einem getrennten Riemenantrieb für die beiden
Maschinenseiten sind die Arbeitseinheiten (Spindeln)
zwangsläufig nur an einem Riementrum angeordnet. Das zweite
Riementrum ist von nur wenigen Riemenführungsrollen
gestützt.
Bei einer Maschinenumschaltung von der S- in die Z-
Laufrichtung oder umgekehrt würden sich bei der
beschriebenen Antriebsauslegung instabile Verhältnisse
bezüglich der auf die Spindeln zu übertragenden Antriebs
momente ergeben. Dies kann nur durch eine überproportionale
Anstellung der Riemenandruckrollen gegen die Antriebswirtel
und zusätzliche Führungsrollen im freien Riemenstrang
ausgeglichen werden. Diese Maßnahmen sind jedoch energie
intensiv, technisch aufwendig und damit teuer.
In der DE 43 23 023 C2 ist eine Doppeldraht-Zwirnmaschine
mit zwei parallel angeordneten Spindelreihen, zwei
Tangentialantriebsriemen und zwei an den entgegengesetzten
Maschinenenden angeordneten Antriebsmotoren beschrieben, von
denen jeder jeweils zum Antreiben eines der beiden
Tangentialantriebsriemen dient. Wenn man bei dieser
bekannten Maschine von einer Betriebsweise zur Herstellung
von Fäden mit S-Drehrichtung auf eine Betriebsweise zur
Herstellung von Fäden mit Z-Drehrichtung umschaltet, indem
man ausschließlich die Drehrichtung der Antriebsmotore
und damit die Laufrichtung der Tangentialantriebsriemen
umkehrt, dann würde entweder im Z- oder im S-Betrieb das
jeweils rücklaufende Trum oder Leertrum des Tangential
antriebsriemens die Spindeln antreiben, was neben
energetischen Verlusten auch eine aufwendige Anpassung der
Riemenandruckrollen zur Folge hätte. Zusätzlich wäre im
allgemeinen eine Korrektur der Riemenspannung erforderlich,
um die Dehnung im jetzigen Zugtrum (ohne Spindeln) zu
kompensieren.
In der FR 24 30 992 und in der DE 33 01 811 A1 sind
Zwirnmaschinen beschrieben, die an beiden Maschinen
längsseiten je eine Reihe von Spindeln aufweisen,
die durch einen einzigen Tangentialriemen gemeinsam
antreibbar sind, wobei an den beiden entgegen
gesetzten Maschinenenden jeweils mindestens ein
Drehrichtungs-Umkehrmotor angeordnet ist. Damit
besteht die Möglichkeit, den Tangentialantriebsriemen
sowohl zur Herstellung von Garnen mit S-Drehrichtung
als auch von Garnen mit Z-Drehrichtung jeweils in
entgegengesetzten Laufrichtungen anzutreiben, wobei
stets gewährleistet ist, daß die Spindeln beider
Spindelreihen vom ziehenden, das heißt
Arbeitstrum des Tangentialriemens angetrieben werden.
Bei diesen beiden bekannten Maschinen besteht jedoch
nicht die Möglichkeit, zur Herstellung verschiedener
Fadenarten die einzelnen spindelreihen weder allein noch
unabhängig voneinander und ggf. auch mit unterschiedlichen
Drehzahlen zu betreiben.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Maschine,
bei der gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 zwei
in Längsrichtung parallel zueinander verlaufende Spindel
reihen allein oder unabhängig voneinander angetrieben
werden können, so zu gestalten, daß mit konstruktiv
einfachen Mitteln die Möglichkeit gegeben ist, ohne
aufwendige Arbeiten eine Umstellung in der Weise
vornehmen zu können, daß die Maschine wahlweise zur
Herstellung von Fäden oder Garnen mit S-Drehrichtung oder
Z-Drehrichtung betrieben werden kann.
Zur Lösung dieser Aufgabe dienen die Merkmale des
Patentanspruchs 1.
Dadurch, daß wahlweise jeder der beiden an den Maschinen
enden befindlichen Antriebsmotore wahlweise zum Antrieb
des einen oder des anderen Tangentialantriebsriemens
benutzt werden kann, besteht die Möglichkeit, die einzelnen
Spindeln jeweils mittels des Arbeitstrums des einzelnen
Tangentialantriebsriemens entweder in der einen oder in
der anderen Drehrichtung anzutreiben, wodurch in
Abhängigkeit von der Drehrichtung der einzelnen Spindeln
Fäden oder Garne mit Z- oder S-Drehrichtung hergestellt
werden können.
Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist in dem
Unteranspruch (Anspruch 2) behandelt.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung
näher beschrieben.
Die Fig. 1 und 2 zeigen in schematischer Darstellung
den Antriebsbereich einer Spinn- oder Zwirnmaschine,
insbesondere Doppeldraht-Zwirnmaschine oder Direktkablier
maschine, die aufgrund der erfindungsgemäßen Merkmale
in einfacher Weise aus dem in Fig. 1 dargestellten
Z-Betrieb in den in Fig. 2 dargestellten S-Betrieb
umstellbar ist.
In einem nicht dargestellten Maschinenrahmen sind in
üblicher Weise in einer ersten Spindelreihe die Spindeln 2
und in einer zweiten Spindelreihe die Spindeln 3 drehbar
gelagert. Von den einzelnen Spindeln 2 und 3 sind im
wesentlichen nur die Spindelwirtel 2.1 bzw. 3.1 dar
gestellt.
Im Bereich der beiden Maschinenenden I und II ist jeweils
ein Antriebsmotor 4 bzw. 5, vorzugsweise jeweils in Form
eines Drehrichtungsumkehrmotor angeordnet.
Zum Antrieb der Spindeln 2 der ersten Spindelreihe dient
ein Tangentialantriebsriemen 6, der im Bereich der beiden
Maschinenenden 1 bzw. 2 um Riemenscheiben 7 bzw. 8 läuft.
Zum Antrieb der Spindeln 3 der zweiten Spindelreihe dient
ein Tangentialantriebsriemen 9, der im Bereich der beiden
Maschinenenden I bzw. II um Riemenscheiben 10 bzw. 11
läuft.
Jede Riemenscheibe ist drehfest auf einer zugeordneten
Welle 7.1, 8.1, 10.1 bzw. 11.1 befestigt. Jede dieser
Wellen ist mit einer weiteren Riemenscheibe 7.2, 8.2,
10.2 bzw. 11.2 versehen.
Im Bereich des jeweiligen Arbeitstrums jedes Riemens 6
bzw. 9 sind in üblicher Weise Riemenandruckrollen 12 bzw.
13 und im Bereich jedes Leertrums übliche Riemenstützrollen
14 bzw. 15 vorgesehen.
Gemäß Fig. 1 wird der die Spindeln 2 im Z-Betrieb
antreibende Tangentialantriebsriemen 6 von dem Motor 5
mittels des Vorgelege-Antriebsriemens 5.1 in Richtung der
Pfeile f1 angetrieben, was bedeutet, daß das Arbeitstrum
des Riemens 6 die Spindeln 2 antreibt.
In vergleichbarer Weise wird der Antriebsriemen 9 von
dem Motor 4 mittels des Antriebsriemen 4.1 im Richtung
der Pfeile f2 angetrieben, so daß das Arbeitstrum
des Riemens 9 die Spindeln 2 antreibt.
Bei dem in Fig. 2 dargestellten S-Betrieb treibt der
Motor 5 über den Antriebsriemen 5.2 den Antriebsriemen 9 in
Richtung der Pfeile f3 an. Der Motor 4 treibt über den
Antriebsriemen 4.2 den Tangentialantriebsriemen 6
in Richtung der Pfeile f4 an, wobei in beiden Fällen die
Drehrichtung der Motore 4 und 5 gegenüber dem in Fig. 1
dargestellten Z-Betrieb umgekehrt worden ist. Dadurch
wird erreicht, daß die beiden Tangentialantriebsriemen 6
und 9 mit ihren jeweiligen Arbeitstrums die Spindeln
2 bzw. 3 im sogenannten S-Betrieb antreiben.
Claims (2)
1. Spinn- oder Zwirnmaschine, insbesondere Doppeldraht-
Zwirnmaschine oder Direktkabliermaschine, mit zwei
in Längsrichtung eines Maschinenrahmens angeordneten
Spindelreihen (2 bzw. 3), zwei Tangentialantriebs
riemen (6; 9) zum gesonderten Antreiben der Spindeln
(2) der ersten Spindelreihe einerseits und der
Spindeln (3) der zweiten Spindelreihe andererseits,
wobei jeder Tangentialantriebsriemen (6, 9) im Bereich
der beiden Maschinenenden (I, II) um jeweils eine
drehfest mit einer Welle (7.1, 8.1, 10.1 bzw. 11.1)
verbundene Riemenscheibe (7, 8, 10 bzw. 11) läuft,
und mit zwei an den entgegengesetzten Maschinenenden
(I; II) des Maschinenrahmens angeordneten Antriebsmotoren
(4; 5), von denen jeder jeweils zum Antreiben eines der
beiden Tangential-Antriebsriemen dient, dadurch
gekennzeichnet, daß Einrichtungen vorgesehen sind, um
jeden der beiden Antriebsmotore antriebsmäßig entweder
mit dem ersten Tangentialantriebsriemen (6) oder mit
dem zweiten Tangentialantriebsriemen (9) zu koppeln.
2. Spinn- oder Zwirnmaschine nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß jeder Welle eine weitere
Riemenscheibe (7.2, 8.2, 10.2 bzw. 11.2) zugeordnet
ist, um die jeweils ein von einem der beiden
Antriebsmotore (4 bzw. 5) antreibbarer Antriebsriemen
(4.1 bzw. 5.1) einerseits oder (4.2 bzw. 5.2)
andererseits herumlegbar ist.
Priority Applications (4)
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Publications (1)
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Legal Events
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| D1 | Grant (no unexamined application published) patent law 81 | ||
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