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DE19611788C2 - Anordnung zum Falzen von Bögen - Google Patents

Anordnung zum Falzen von Bögen

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DE19611788C2
DE19611788C2 DE19611788A DE19611788A DE19611788C2 DE 19611788 C2 DE19611788 C2 DE 19611788C2 DE 19611788 A DE19611788 A DE 19611788A DE 19611788 A DE19611788 A DE 19611788A DE 19611788 C2 DE19611788 C2 DE 19611788C2
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folding rollers
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Detlef Luedtke
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Francotyp Postalia GmbH
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Description

Die Erfindung betrifft eine Anordnung zum Falzen von Bögen mittels Falzwalzen und einem verstellbaren Anschlag vor den Falzwalzen.
Falzvorrichtungen werden benötigt zur Vorbereitung von Briefbögen zum Kuvertieren oder zum Falzen von Blättern für die Buchbinderei. Je nach Anwendungsfall sind die Bögen einfach mittig zu falzen, wenn beispielsweise A4 Format-Bögen in C5 Format-Kuverts einzufüllen sind, oder zweimal zu falzen, wenn beispielsweise A4 Format-Bögen in C6 Format-Kuverts einzufüllen sind. Im letzten Fall kann der Falz Z-för­ mig oder als sogenannter Wickelfalz ausgeführt werden. Wenn derartige Falzvorrichtungen integraler Bestandteil von Sortier- und Kuvertiereinrichtungen sind, ist es mitunter auch erforderlich, bei­ pielsweise bei Kontoauszügen oder Buchungsbelegen, daß die Bögen die Falzvorrichtung ungefalzt passieren.
Zwei Falzprinzipien haben sich vor allem durchgesetzt, erstens das Schwertfalzprinzip, vergleiche DE 40 18 709 A1 und DE 43 24 199 C1, und zweitens das Taschenfalzprinzip, auch als Stauchfalzprinzip be­ kannt, siehe DE 40 12 859 C2, EP 0 583 587 A1, EP 0 595 105 A1 und EP 0 641 733 A1.
Beim Schwertfalzprinzip werden die zu falzenden Bögen mittels eines spitz zulaufenden, scharfkantigen Schwertes durch einen Spalt zwi­ schen zwei Falzwalzen gedrückt.
Bei der Falzvorrichtung gemäß DE 43 24 199 C1 ist jede Falzwalze in Lagerhebeln gelagert, die um Schwenkachsen verstellbar sind. Der Falzwalzenspalt wird mittels eines Schwenkantriebes eingestellt, der an einem Lagerhebel angreift. Die Einstellung des Falzwalzenspal­ tes muß genau abgestimmt sein auf die Dicke des Falzgutes - ein oder mehrere Bögen - und des Falzschwertes. Fehleinstellungen können zu Beschädigungen des Falzgutes oder zu Falzfehlern führen. Bei jedem Wechsel der Dicke des Falzgutes ist demzufolge der Falzwalzenspalt neu einzustellen. Um eine symmetrische Verschwenkung der gegen­ überliegenden Lagerhebel zu erzielen, weisen diese Fortsätze auf, die mittels einer Abdrückschraube und einer Feststellschraube zueinander justierbar sind.
Der Aufwand für diese Falzvorrichtung, insbesondere für den erforder­ lichen Linearantrieb für den ersten Lagerhebel und die Justierung, ist entsprechend groß.
Weiterhin ist eine Messerfalzvorrichtung zum Falzen eines Blattes Papier nach dem Austritt aus einer vorhergehenden Bearbeitungssta­ tion bekannt, siehe EP 0 211 562 B1. Die Messerfalzvorrichtung weist ein Paar Falzzylinder, eine Klinge und eine Knickeinrichtung auf. Mit dem Falzzylinderpaar werden die Blätter abschließend gefalzt. Mit der Klinge werden die Blätter zu den Falzzylindern geführt. Die Knickein­ richtung ist nahe den Falzzylindern positioniert und so befestigt, daß sie relativ zu der Klinge nicht bewegbar ist. Die Klinge und die Knickein­ richtung sind gemeinsam auf einer Halteeinrichtung befestigt, die über eine vorbestimmte Strecke bewegbar ist. Die Knickeinrichtung weist Knickrollen auf. Wird die Halteeinrichtung in Richtung der Falzzylinder bewegt, so berührt die Klinge zunächst das Blatt und knickt es in Rich­ tung der Falzzylinder, und bei fortgesetzter Bewegung gelangen die Knickrollen über das Blatt in Eingriff mit den Falzzylindern. Das Blatt wird von den anliegenden Knickrollen und Falzzylindern in einen fest­ eingestellten Spalt zwischen den Falzzylindern bewegt und gefaltet und anschließend aus dem Spalt ausgegeben. Die Falzzylinder sind als An­ triebszylinder und die Knickrollen als Leerlaufrollen ausgeführt. Die Be­ wegung der Halteeinrichtung ist derart begrenzt, daß die Klinge nicht in den Spalt zwischen den Falzzylindern eingreifen kann. Aufgrund der Ausbildung der Klinge und deren Anordnung vor den Knickrollen besteht jedoch die Gefahr, daß das Falzgut in den Spalt zwischen Klinge und Knickrollen gelangt und beschädigt wird.
Analog sind die Verhältnisse bei einer gemäß DD 101 875 A1 bekann­ ten Einrichtung zum Falzen von Bogen oder Lagen, bei der die zur Be­ wegung der beiden Bogenhälften notwendige Kraft nicht nur durch das Falzmesser, sondern durch beiderseitig zu diesem angeordnete und angetriebene Walzen erzeugt wird. Die Walzen werden so gegen die Falzwalzen gedrückt, daß auf das dazwischenliegende Falzgut zum Walzenspalt gerichtete Reibkräft an die Blattoberflächen übertragen werden, die die beiden Bogenhälften in den Walzenspalt fördern. Damit braucht das Falzmesser nur eine geringe, von Null beginnende Be­ schleunigungskraft auf das Falzgut aufzubringen, die es aus seiner ebenen Lage in Richtung des festeingestellten Walzenspaltes verformt.
Ergänzend ist noch eine Falzeinrichtung gemäß GB 727 920 zu nen­ nen, die gleichfalls eine Kombination aus Falzmesser und Andruckwal­ zen aufweist, die gemeinsam verstellbar zu den Falzwalzen angeordnet sind. Auch hier ist ein festeingestellter Spalt zwischen den Falzwalzen vorhanden. Diese Lösung ist besonders für die Formung von strangför­ migem Gut, wie Filamente, vorgesehen.
In allen drei vorstehend aufgeführten Falzeinrichtungen muß der Falz­ spalt stets an die Falzgutdicke durch entsprechende Einstellung und Justierung fest angepaßt werden. Die gleichzeitige Falzung einer größeren Anzahl von Bögen ist aus Toleranzgründen nicht möglich.
Beim Taschenfalzprinzip sind mindestens ein Falzwalzenpaar und eine Falztasche vorhanden. Das Falzgut wird zwischen Transportwalzen zunächst in die Falztasche bis zu einem Anschlag geleitet. Die Öffnung der Falztasche, der Falztaschenmund, befindet sich in unmittelbarer Nähe des Falzbereiches der Falzwalzen. Wenn das hintere Ende des Falzgutes durch die Transportwalzen weiterbewegt wird, tritt ein Stau ein und das Falzgut wölbt sich vor dem Falztaschenmund in den Falz­ bereich der Falzwalzen hinein, wird von diesen erfaßt und gefalzt. Damit keine Wölbung des Falzgutes innerhalb der Falztasche eintritt, muß diese entsprechend der Dicke des Falzgutes eng sein, das heißt, der Spielraum ist eng begrenzt. Erfahrungsgemäß sind mit dem Falzta­ schenverfahren zwischen ein bis fünf Bögen gleichzeitig falzbar, wenn davon ausgegangen wird, daß ein Bogen zwischen 30 bis 80 g wiegen kann. Es besteht aber durchaus das Bedürfnis, eine größere Anzahl von Bögen gleichzeitig zu falzen.
Es ist eine Stauchfalzmaschine bekannt, siehe EP 0 583 587 A1, die in der Falztasche eine verstellbare Anschlagschiene aufweist. Die An­ schlagschiene ist zur Bestimmung der Falzlänge - entspricht der Ein­ tauchtiefe des Falzgutes in die Falztasche - und der Falzform individuell mit Hilfe eines elektrischen Antriebes durch eine programmierbare Steuereinrichtung oder manuell einstellbar. Die Anschlagschiene weist auf ihrer dem Falztaschenmund zugekehrten Seite mehrere Anschlag­ finger auf, deren vordere Stirnflächen in einer gemeinsamen Ebene lie­ gend den Papieranschlag in der Falztasche bilden. Die Anschlagschie­ ne kann weiterhin eine vordere Umlenkposition einnehmen, in der die vorderen Stirnflächen gemeinsam als Papierabweiser dienen und den Falztaschenmund verschließen. Das am Falztaschenmund ankommen­ de Falzgut wird dann an der Falztasche vorbei durch die Falzwalzen wahlweise zu einer nachfolgenden Falztasche oder in eine Kuvertier­ maschine gelenkt. Auf jedem Fall ist mit diesem Teil der Stauchfalz­ maschine sowohl die Funktion "Falzen" als auch die Funktion "glatter Durchlauf, wie eingangs erwähnt, realisierbar. Die Probleme mit der Schlitzbreite der Falztasche bestehen aber weiterhin.
Es ist weiterhin eine Stauchfalzmaschine bekannt, siehe EP 0 595 105 A1, die wenigstens eine Falztasche und auf unterschiedliche Falzspalt­ weiten einstellbare und gegeneinander federnd schwenkbewegliche Falzwalzen aufweist. Die Falzwalzen sind in zweiarmigen Schwenkhe­ belpaaren drehbar gelagert und bilden mit jeweils einer weiteren Falz­ walze eine Einzugs- beziehungsweise Falzstelle. Der Einlaufspalt der Falztasche weist eine Mindestweite auf und ist der Falzgutdicke ent­ sprechend federnd veränderbar. Boden und Decke der Falztasche werden durch Gitter gebildet, die um Achsen am Falztaschengrund schwenkbar sind. Die einlaufseitigen Endabschnitte der Gitter sind an quer zur Füllrichtung verlaufenden Winkelschienen befestigt, die ande­ rerseits mit den Schwenkhebelpaaren der Falzwalzen gekoppelt sind. Infolgedessen wird zugleich mit der Veränderung des Falzspaltes der Falzwalzen der Einlaufspalt der Falztasche angepaßt. Die Falztasche ist auf diese Weise in der Regel im Profil keilförmig mit veränderbarer Keilbreite, wobei die Keilspitze aber im wesentlichen gleich dick ist. Damit sind der Falztaschenmund und die ersten zwei Drittel der Falz­ tasche der Dicke des Falzgutes anpaßbar, Verklemmungen am Falz­ taschengrund sind damit aber nicht ausgeschlossen. Eine Einlaufsperre sowie ein verstellbarer Anschlag fehlen bei dieser Stauchfalzmaschine. Demzufolge sind nur Bögen einer Länge verarbeitbar.
Zweck der Erfindung sind eine Vergrößerung der Funktionssicherheit und des Einsatzbereiches.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Anordnung zum Falzen von Bögen unterschiedlicher Länge und größerer Anzahl mittels Falz­ walzen und einem verstellbaren Anschlag zu schaffen, bei der der Falz­ spalt automatisch der Falzgutdicke angepaßt wird, ein Verzicht auf ein Falzschwert oder eine Falztasche möglich ist und die Funktionen: Ein­ fachfalzen, Mehrfachfalzen - Wickelfalz oder Z-Falz, Leporello-Falz - und glatter Durchlauf - direkt oder mit Wendung - ausführbar sind.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gemäß dem Patentanspruch 1 gelöst. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprü­ chen aufgeführt.
Durch die Kombination aus federnd aneinander anliegenden, angetrie­ benen Falzwalzen, einem Anschlag, der bis in den Bereich zwischen den Andruckwalzen verstellbar und zugleich als Umleitungselement ausgebildet ist, und in Achsenrichtung unterteilten Andruckwalzen, in deren Lücken der Verstellbereich des gleichfalls unterteilten Anschlags liegt, wird eine schonende und sichere Falzung auch für wechselnde Lagenzahlen ermöglicht.
Die federnde Lagerung der Falzwalzen ermöglicht eine automatische Anpassung des Falzspaltes an die Falzgutdicke und die gleichzeitige Falzung einer größeren Anzahl von Bögen. Die entsprechende Wahl der Federkraft ist Routine. Da die Andruckwalzen durch die Falzwalzen direkt oder über das Falzgut angetrieben werden, sind stets Synchro­ nität zwischen allen Walzen und ein symmetrischer Papiereinzug in den Falzspalt gewährleistet. Die Andruckwalzen dienen sowohl dazu, daß die Falzgutwölbung nach der gewünschten Richtung erfolgt, als auch dazu, daß der Falzvorgang erfolgt. Da nur runde Elemente auf das Falzgut einwirken, sind Beschädigungen des Falzgutes, wie beim Schwertfalzprinzip, völlig ausgeschlossen. Mit den mittels Hubtisch ver­ stellbaren Andruckwalzen und dem bis in den Falzbereich verstellbaren Anschlag ist auch die Realisierung der Funktion "glatter Durchlauf" möglich. Im ersten Fall werden der Hubtisch mit den Andruckwalzen an die Falzwalzen herangefahren und der Anschlag zwischen die Falz­ walzen geschoben, bevor die Bögen in dem Bereich zwischen An­ schlag und Falzwalzen eingelaufen sind.
Mit der Lösung, bei der der verstellbare Anschlag nicht bis in den Falz­ bereich verstellbar ist, ist sogar die Funktion "glatter Durchlauf mit Wen­ den" realisierbar. In diesem Fall wird der Hubtisch mit den Andruckwal­ zen an die Falzwalzen herangefahren, nachdem die Bögen den Bereich zwischen Umlenkelement und Falzwalzen in Richtung Anschlag verlas­ sen haben, sich aber noch zwischen den hinteren Andruck- und Falz­ walzen befinden.
Werden entsprechend viele erfindungsgemäße Anordnungen versetzt nacheinander angeordnet, so kann eine Leporello- oder Zieharmonika­ falzung erfolgen.
Für besonders kurzes Falzgut ist eine Ausgestaltung mit mehr als zwei Andruckwalzen und diesen zugeordneten, angetriebenen zusätzlichen Führungswalzen geeignet.
Die Erfindung wird nachstehend am Ausführungsbeispiel näher erläutert:
Es zeigen:
Fig. 1 Eine perspektivische Darstellung einer Falzeinrichtung,
Fig. 2 den Ablauf eines Falzvorganges mit einer Anordnung ge­ mäß Fig. 1,
Fig. 3 den Ablauf für die Funktion "glatter Durchlauf" mit An­ schlaghilfe,
Fig. 4 Verstellmöglichkeiten für den Anschlag,
Fig. 5 den Ablauf für die Funktion "glatter Durchlauf" ohne An­ schlaghilfe,
Fig. 6 den Ablauf für die Funktion "Wenden und glatter Durch­ lauf",
Fig. 7 eine Anordnung für Mehrfachfalzung,
Fig. 8 eine Anordnung zum Falzen kurzer Bögen,
Fig. 9 Details einer Lagerung der Falzwalzen in schwenkbaren Lagern.
Zur Vereinfachung und zum besseren Verständnis sind die Zeichnun­ gen teilweise schematisiert ausgeführt.
Gemäß Fig. 1 besteht die erfindungsgemäße Anordnung zum Falzen von Bögen aus einem Gleittisch 2, auf dem ein Paar Falzwalzen 3 in Lagern 32 und ein Anschlag 21 in nicht näher bezeichneten Schlitzen verstellbar angeordnet sind. Die Lager 32 sind mit Langlöchern 321 versehen, in denen die Falzwalzen 3 mit ihren Achsen 31 drehbeweg­ lich und verschiebbar gehalten sind. Zwischen den Achsen 31 ge­ spannte Zugfedern 33 bewirken, daß die Falzwalzen 3 kraftschlüssig aneinander anliegen beziehungsweise angepaßt an unterschiedlich dickes Falzgut, dasselbe zwischen sich einspannen. Der Gleittisch 2 nimmt vorzugsweise eine abschüssige Lage unter einem Winkel von 35° ein; aus Gründen der vereinfachten Darstellung nicht zeichnerisch berücksichtigt. Unterhalb des Gleittisches 2 sind auf einem parallel zu demselben verstellbaren Hubtisch 6 ein Paar An­ druckwalzen 4 gelagert. Der Hubtisch 6 ist zum Gleittisch 2 so positio­ niert, daß die Andruckwalzen 4 axialsymmetrisch zu den Falzwalzen 3 liegen.
Die Andruckwalzen 4 sind in Achsenrichtung unterteilt, und ein nicht dargestellter, gleichfalls unterteilter Anschlag 21 ist bis in die Lücken 42 zwischen den Achsen 41 verschiebbar.
Der Durchmesser Db der Andruckwalzen 4 ist kleiner als der halbe Durchmesser Da der Falzwalzen 3.
In Fig. 2 ist der Ablauf eines Falzvorgangen mit der erfindungsge­ mäßen Anordnung schematisch dargestellt.
Gemäß Fig. 2a und 2b wird ein Bogen 1 auf dem Gleittisch 2 in Rich­ tung Anschlag 21 bewegt. Der Anschlag 21 ist entsprechend auf die Bogenlänge und die gewünschte Falzlänge eingestellt.
Der Anschlag 21 ist in seinem dem Gleittisch 2 benachbarten Teil 211 eben gestaltet. Der entferntere Teil 212 ist konkav, angepaßt an die Krümmung der Falzwalze 3 ausgebildet. Der Hubtisch 6 ist zunächst abgesenkt. In diesem Fall soll der Bogen 1 in der Mitte gefalzt werden. Nachdem der Bogen 1 den Anschlag 21 erreicht hat, wird der Hubtisch 6 nach oben gefahren, bis die Andruckwalzen 4 den Bogen 1 gegen die Falzwalzen 3 drücken, siehe Fig. 2b und 2c. Durch den kleineren Durchmesser der Andruckwalzen 4 wird der Bogen 1 in Richtung Falz­ walzen 3 vororientiert, bevor die Klemmwirkung zwischen den Andruck­ walzen 4 und den Falzwalzen 3 eintritt. Der Bogen 1 wird in den Be­ reich zwischen den Falzwalzen 3 gedrückt, von diesen erfaßt, gefalzt und weitergeschoben. Die Falzwalzen 3 werden dabei entgegen der Federkraft der Zugfeder 33 um die doppelte Bogendicke automatisch auseinandergeschoben.
In Fig. 3 ist der Ablauf dargestellt, wenn der Bogen 1 die Falzwalzen 3 ungefalzt passiert. Zunächst werden der Bogen 1 auf dem Gleittisch 2 bis in die Nähe des Bereiches zwischen erster Falzwalze 3 und erster Andruckwalze 4 bewegt und gleichzeitig der Hubtisch 6 nach oben ge­ fahren. Vorher wird der Anschlag 21 bis in den Bereich zwischen den Falzwalzen 3 verstellt. Der Bogen 1 kann die Position vor oder zwi­ schen dem Walzenpaar 3, 4 einnehmen; das hängt ganz von der Steu­ erung des Bewegungsablaufes ab.
Nach Durchlauf durch die erste Klemmstelle trifft der Bogen 1 auf die konkave Flanke 212 des Anschlages 21 und wird von dieser zwischen die Falzwalzen 3 geleitet. Die Falzwalzen 3 erfassen den Bogen 1 und bewegen diesen glatt weiter.
In Fig. 4 sind die Verstellmöglichkeiten des Anschlages 21 mittels einer nicht näher bezeichneten Kulissenführung gezeigt.
In Fig. 5 ist der Bewegungsablauf "glatter Durchlauf" ohne Anschlag­ verstellung verdeutlicht. Der Bogen 1 läuft auf dem Gleittisch 2 bis zum ersten Walzenpaar 3, 4, wird durch diese weiterbewegt, trifft mit seiner Stirnkante auf die zweite Falzwalze 3 und wird durch diese in den Falz­ bereich umgelenkt und passiert diesen, siehe Fig. 5b und 5c.
In Fig. 6 ist der Bewegungsablauf der Funktion "Wenden und glatter Durchlauf" dargestellt. Zunächst passiert der Bogen 1 den Bereich zwi­ schen Andruck- und Falzwalzen 4, 3 bis Erreichen des Anschlages 21, siehe Fig. 6a und 6b. Der Hubtisch 6 nimmt hierbei die untere distan­ zierte Lage ein. Der Anschlag 21 ist so eingestellt, daß sich der anlie­ gende Bogen 1 mit seinem hinteren Teil zwischen zweiter Andruckwal­ ze 4 und zweiter Falzwalze 3 befindet. Wird der Hubtisch 6 nach oben gefahren, so wird der hintere Teil des Bogens 1 zwischen den genann­ ten Walzen eingeklemmt und in Richtung erster Falzwalze 3 geführt, von dieser abgelenkt zwischen die Falzwalzen 3, die der so gewendete Bogen 2 glatt passiert, vergleiche Fig. 6c und 6d.
In Fig. 7 sind mehrere erfindungsgemäße Falzanordnungen nacheinan­ der und versetzt zueinander angeordnet. Damit der Vorteil des Bewe­ gungsablaufes mit dem unter 35° abfallenden Gleittisch 2 ausgenutzt wird, sind hierbei die Andruckwalzen oberhalb und die Falzwalzen unterhalb des zugeordneten Gleittisches angeordnet. Die schwarze voll ausgezeichnete Linie bedeutet in der Darstellung den Verlauf des Bo­ gens. Als begleitende Symbolik ist der jeweilige Falzzustand einge­ zeichnet. Das Endergebnis bei drei Falzanordnungen ist ein vierfacher Leporello-Falz.
Gemäß Fig. 8 sind beidseitig parallel und gleichlaufend neben den Falzwalzen 3 noch antreibende Führungswalzen 9 vorgesehen. Zuge­ ordnet zu den Führungswalzen 9 sind auf einem entsprechend verbrei­ terten Hubtisch 6 weitere Andruckrollen gelagert. Diese Anordnung ist zur sicheren Führung für besonders kurzes Falzgut gedacht.
In Fig. 9 ist eine Alternative einer federnden Lagerung der Falzwalzen 3 gezeigt. Die Falzwalzen 3 sind hierbei mit ihren Achsen 31 in als dreh­ bare Hebel ausgeführten schwenkbaren Lagern 32 gelagert, zwischen die jeweils eine Zugfeder 33 gespannt ist. Die Lager 32 sind ihrerseits mit ihrer Achse 322 in Lagerböcken 34 drehbeweglich befestigt.
Bezugszeichenliste
1
Bogen, Falzgut
2
Gleittisch
21
verstellbarer Anschlag am Gleittisch
211
ebener Teil des Anschlages
21
212
konkaver Teil des Anschlages
21
22
Ausnehmungen in Gleittisch
23
Führung für Anschlag
21
3
Falzwalzen
31
Achsen der Falzwalzen
32
Lager für Achsen
31
321
Langlöcher in Lagern
32
322
Achsen der schwenkbaren Lager
32
33
Zugfedern
34
Lagerböcke für schwenkbare Lager
32
4
Andruckwalzen
41
Achsen der Andruckwalzen
4
42
Lücken in den Andruckwalzen
4
6
Hubtisch
DaDurchmesser der Falzwalzen
3
DbDurchmesser der Andruckwalzen
4

Claims (12)

1. Anordnung zum Falzen von Bögen mittels Falzwalzen und einem verstellbaren Anschlag vor den Falzwalzen, bei der in Bogendurchlauf­ richtung vor paarweise achsenparallelen Falzwalzen (3) Andruckwalzen (4) paarweise achsenparallel zueinander und axialsymmetrisch zu den Falzwalzen (3) verstellbar angeordnet sind, wobei der Durchmesser (Db) der Andruckwalzen (4) kleiner ist als der halbe Durchmesser (Da) der Falzwalzen(3), dadurch gekennzeichnet,
daß die Falzwalzen (3) federnd aneinander anliegen,
daß der Anschlag (21) bis in den Bereich zwischen den Andruckwalzen (4) verstellbar und zugleich als Umleitungselement ausgebildet ist und
daß die Andruckwalzen (4) in Achsenrichtung unterteilt sind und in den Lücken (42) der Verstellbereich des gleichfalls unterteilten Anschlages (21) liegt.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Andruckwalzen (4) auf einem gemeinsamen Hubtisch (6) befe­ stigt sind.
3. Anordnung nach Anspruch 1 bis 2, dadurch gekenn­ zeichnet, daß für die Bögen (1) ein Gleittisch (2) vorgesehen ist, der im Hubbe­ reich der Andruckwalzen (4) diesen angepaßte Ausnehmungen (22) aufweist und der im Verstellbereich des Anschlages (21) unterhalb der Falzwalzen (3) mit einer Führung (23) zum Absenken und Anheben des Anschlages (21) versehen ist.
4. Anordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Gleittisch (2) in Bogendurchlaufrichtung abfallend, vorzugswei­ se unter einem Winkel von 35°, geneigt ist.
5. Anordnung nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekenn­ zeichnet, daß der Anschlag (21) in seinem dem Gleittisch (2) zugewandten Teil (211) eben und in seinem dem Gleittisch (2) abgewandten Teil (212) konkav, der Krümmung der Falzwalze (3) angepaßt, ausgebildet ist.
6. Anordnung nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Falzwalzen (3) oberhalb und die Andruckwalzen (4) unterhalb des Gleittisches (2) angeordnet sind.
7. Anordnung nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Falzwalzen (3) unterhalb und die Andruckwalzen (4) oberhalb des Gleittisches (2) angeordnet sind.
8. Anordnung nach Anspruch 1 und 7, dadurch gekenn­ zeichnet, daß in Bogendurchlaufrichtung mehrere Falzanordnungen alternierend orthogonal zueinander versetzt angeordnet sind.
9. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Falzwalzen (3) in festen Lagern (32) mit Langlöchern (321) gelagert und die Achsen (31) der Falzwalzen (3) durch Zugfedern (33) verbunden sind.
10. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Falzwalzen (3) in schwenkbaren Lagern (32) gelagert sind, die durch Zugfedern (33) verbunden sind.
11. Anordnung nach Anspruch 1 und 9 bis 10, dadurch ge­ kennzeichnet, daß der maximale Federweg (fm) der Zugfedern (33) der maximal zu verarbeitenden Falzgutdicke entspricht.
12. Anordnung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekenn­ zeichnet, daß parallel zu den Falzwalzen (3) mit derselben Umfangsgeschwindig­ keit angetriebene Führungswalzen (9) und diesen zugeordnet weitere Andruckwalzen (4) vorgesehen sind.
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