DE19610169A1 - Verfahren zur Adaption der Verzugszeit eines elektromagnetischen Tankentlüftungsventils - Google Patents
Verfahren zur Adaption der Verzugszeit eines elektromagnetischen TankentlüftungsventilsInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Adaption der
Verzugszeit von elektromagnetischen Tankentlüftungsventilen.
Von Verbrennungsmotoren angetriebene Kraftfahrzeuge sind
häufig mit sogenannten Tankentlüftungsanlagen ausgerüstet,
die eine Emission von Kraftstoffdampf aus dem Vorratstank in
die Umgebung verhindern helfen. Der im Tank verdunstende
Kraftstoff wird in einem Aktivkohlefilter gespeichert und im
Betrieb des Kraftfahrzeugs über ein getaktet ansteuerbares
elektromagnetisches Tankentlüftungsventil an das Saugrohr
des Verbrennungsmotors und damit der Verbrennung zugeführt.
Derartige Ventile weisen konstruktionsbedingt eine
Verzugszeit auf. Darunter versteht man die zeitliche
Verzögerung, mit der der Öffnungsquerschnitt des Ventils
seinem Ansteuersignal folgt. Die tatsächliche Offenzeit des
Ventils verkürzt sich um diese Verzugszeit. Dadurch
verkleinert sich die über das Tankentlüftungsventil
strömende Gasmenge, was sich insbesondere bei kurzen
Ansteuerzeiten stark auswirkt.
In Tankentlüftungssystemen wird die über das
Tankentlüftungsventil strömende Gasmenge unter Umständen
abhängig von ihrer Kraftstoffkonzentration und auch vom
aktuellen Lastdrehzahlbetriebspunkt des Motors innerhalb
weiter Grenzen in gesteuerter oder auch geregelter Weise
variiert. Auch bei vergleichsweise kleinem vom
Verbrennungsmotor angesaugten Gesamtluftstrom,
beispielsweise im Leerlauf, muß eine ausreichende
Genauigkeit der Dosierbarkeit des über das
Tankentlüftungsventil fließenden Gasstroms gewährleistet
sein. Dies verlangt auf jeden Fall die Berücksichtigung der
Verzugszeit. Bisher wird ein bei Versuchen an einzelnen
Ventilen eines Typs ermittelte mittlere Verzugszeit bei der
Ansteuersignalbildung mit eingerechnet.
Die Verzugszeit kann jedoch von Ventil zu Ventil schwanken
und sich außerdem bei einem einzelnen Ventil durch Alterung
verändern.
Dieses Problem tritt nicht nur bei Tankentlüftungsventilen
auf, sondern betrifft ganz allgemein getaktet angesteuerte
Magnetventile. Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein
Verfahren zur Ermittlung der ventilindividuellen Verzugszeit
von periodisch getaktet angesteuerten Magnetventilen
anzugeben.
Diese Aufgabe wird mit der Merkmalskombination des
unabhängigen Anspruchs gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen
der Erfindung, insbesondere die Anwendung bei einem
Brennstoffdampfrückhaltesystem einer Brennkraftmaschine,
sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
Bei der Anwendung in einem auch als Tankentlüftungssystem
bezeichneten Brennstoffdampfrückhaltesystem ergibt sich
folgender Vorteil: Die bei der Durchführung des
erfindungsgemäßen Verfahrens erlangte Kenntnis der
tatsächlichen ventilindividuellen Verzugszeit bei der
Ansteuersignalbildung erhöht die Genauigkeit, mit der kleine
Mengen dosiert werden können und verringert dadurch
Gemischfehler bei aktiver Tankentlüftung, das heißt bei
öffnend angesteuertem Tankentlüftungsventil.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung
dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben.
Fig. 1 zeigt eine Brennkraftmaschine mit einer
Tankentlüftungsanlage.
Fig. 2 zeigt ein Flußdiagramm des Adaptionsverfahrens und
Fig. 3 stellt den zeitlichen Verlauf des Ansteuersignals
zur Verdeutlichung des technischen Hintergrundes des
erfindungsgemäßen Verfahrens dar.
Im einzelnen zeigt Fig. 1 eine Brennkraftmaschine 1 mit
einem Saugrohr 2, einem Abgastrakt 3, einer
Tankentlüftungsanlage 4, einem Tank 5, einem Steuergerät 6,
einer Abgassensorik 7, einer Sensorik 8, die stellvertretend
für eine Vielzahl von beim Betrieb des Verbrennungsmotors
verwendeten Sensoren für Betriebsparameter wie Drehzahl n,
angesaugte Luftmenge L, Temperatur T usw. steht, sowie eine
Kraftstoffzumeßeinrichtung 9, die beispielsweise als
Anordnung von einem oder mehreren Einspritzventilen
realisiert sein kann. Die Ansteuersignale für die
Einspritzventile werden dabei durch eine Kombination aus
einer Vorsteuerung und einem Regeleingriff erzeugt. Dabei
umfaßt die Vorsteuerung im wesentlichen die Bildung eines
Basiswertes tl des Ansteuersignals in Abhängigkeit von
Drehzahl n und Last L der Brennkraftmaschine. Dieser
Basiswert wird dann noch in einem geschlossenen Regelkreis
multiplikativ in Abhängigkeit von der Abgaszusammensetzung
korrigiert, die von der Abgassensorik 7 erfaßt wird. Weitere
Korrekturen berücksichtigen Temperatureinflüsse der
Brennkraftmaschine oder der Ansaugluft sowie den Einfluß der
Tankentlüftung oder der Batteriespannung.
Die Tankentlüftungsanlage 4 besteht aus einem
Aktivkohlefilter 10, der über entsprechende Leitungen
beziehungsweise Anschlüsse mit dem Tank, der Umgebungsluft
und dem Saugrohr des Verbrennungsmotors kommuniziert, wobei
in der Leitung zum Saugrohr ein Tankentlüftungsventil 11
angeordnet ist. Der Aktivkohlefilter 10 speichert im Tank 5
verdunstenden Kraftstoff. Bei vom Steuergerät 6 öffnend
angesteuerten Tankentlüftungsventil 11 wird Luft aus der
Umgebung durch den Aktivkohlefilter gesaugt, der dabei den
gespeicherten Kraftstoff an die Luft abgibt. Dieses auch als
Tankentlüftungsgemisch oder auch als Regeneriergas
bezeichnete Kraftstoff-Luft-Gemisch beeinflußt die
Zusammensetzung des dem Verbrennungsmotor insgesamt
zugeführten Gemisches, das im übrigen durch eine der
angesaugten Luftmenge angepaßte Zumessung von Kraftstoff
über die Kraftstoffzumeßvorrichtung 9 mitbestimmt wird.
Dabei kann der über das Tankentlüftungssystem angesaugte
Kraftstoff in Extremfällen einen Anteil von ca. einem
Drittel bis zur Hälfte der Gesamtkraftstoffmenge
entsprechen.
Das folgende Berechnungsbeispiel verdeutlicht den Einfluß
der Tankentlüftung auf die Gemischbildung anhand typischer
Werte, wie sie im Bereich der Tankentlüftung von
Kraftfahrzeugen auftreten. In diesem Beispiel beträgt der
Leerlaufluftbedarf des Motors etwa 10 Kubikmeter pro Stunde.
Durch das dauernd geöffnete Tankentlüftungsventil strömen
ca. 4 Kubikmeter pro Stunde. Das Tankentlüftungsventil ist
jedoch nicht dauernd geöffnet, sondern wird beispielsweise
mit einem Tastverhältnis von 1,67% angesteuert. Mit anderen
Worten: Das Verhältnis der Zeiten, in denen es öffnend
angesteuert wird zu den Zeiten, in denen es schließend
angesteuert wird, beträgt 1,67 : 100. Im weiteren wird davon
ausgegangen, daß das durch das geöffnete
Tankentlüftungsventil strömende Regeneriergas zu 100% aus
Kraftstoffdampf besteht. Dieser verbrennt etwa im
Volumenverhältnis 1 : 30 stöchiometrisch mit Luft. Die zur
Verbrennung des Kraftstoffdampfes, der bei diesen Werten
durch das Tankentlüftungsventil strömt, notwendige Luftmenge
berechnet sich zu
30*1,67 : 100*4 Kubikmeter pro Stunde zu 2 Kubikmeter
pro Stunde. Anders ausgedrückt: Da die Ansaugluftmenge 10
Kubikmeter pro Stunde beträgt, 20% davon, bzw. 2 Kubikmeter
pro Stunde jedoch schon über die Tankentlüftung ihren
Kraftstoffanteil erhalten, müssen nur noch 80% der ohne
Tankentlüftung benötigten Kraftstoffmenge eingespritzt
werden. Um den Tankentlüftungseinfluß auf die Gemischbilanz
zu korrigieren, ist ein Gemischkorrekturfaktor, der den oben
angegebenen 20% entspricht, notwendig. Dieser
Gemischkorrekturfaktor wird im Gemischregelkreis aus
Abgassonde 7 (Regelfühler), Steuergerät 6 (Regler) und
Einspritzventil 9 (Regelstellglied) wirksam.
Dieses Berechnungsbeispiel ist für den idealen Fall gültig,
der sich durch ein Tankentlüftungsventil ohne Verzugszeit
bzw. mit exakt richtig berücksichtigter Verzugszeit
auszeichnet. Im folgenden wird gezeigt, wie sich die bei
realen Tankentlüftungsventilen auftretende Verzugszeit
auswirkt. Die dem Berechnungsbeispiel zunächst
zugrundeliegende Periodendauer des Ansteuertastverhältnisses
betrage 100 Millisekunden. Die tatsächliche
Anzugsverzögerung betrage 3 Millisekunden. Kompensiert
werden soll die Anzugsverzögerung durch Einrechnung einer
angenommenen Verzugszeit von 4 Millisekunden.
Das Tankentlüftungsventil wird in diesem Falle 1,67
Millisekunden + 4 Millisekunden = 5,67 Millisekunden lang
öffnend angesteuert. Dabei ist das oben angegebene
Tastverhältnis von 1,67% zugrundegelegt worden. Als
tatsächliche Offenzeit ergibt sich die Differenz von 5,67
Millisekunden und 3 Millisekunden zu 2,67 Millisekunden. In
die Berechnung der Gemischkorrektur geht daher nicht der
Faktor 1,67, sondern der Faktor 2,67 ein. Dies führt zu
einem erhöhten Kraftstoffanteil von 32%.
In einem zweiten Beispiel werde die Periodendauer von 100
Millisekunden auf 50 Millisekunden halbiert. In diesem Fall
beträgt die Ansteuerzeit ohne Korrektur bei einem
Ansteuertastverhältnis von 1,67% = 0,833 Millisekunden. Die
Ansteuerzeit mit Korrektur beträgt entsprechend
0,833 Millisekunden + 4 Millisekunden = 4,833 Millisekunden.
Die tatsächliche Offenzeit beträgt aber nur 4,833
Millisekunden -3 Millisekunden = 1,833 Millisekunden.
Entsprechend geht ein Faktor
1,833 Millisekunden : 50 Millisekunden in die Berechnung des
Gemischkorrekturfaktors ein, was im Ergebnis zu einer
Gemischkorrektur von 44% führt.
Mit anderen Worten: Durch Umschalten der Periodendauer von
100 Millisekunden auf 50 Millisekunden ergibt sich bei einer
um eine Millisekunde zu groß angenommenen Verzugszeit eine
Änderung des Kraftstoffanteils von 44% -32% = 12%. Der
λ-Regler magert nach der Umschaltung entsprechend ab. D.h.:
Die Erhöhung des Kraftstoffanteils aus dem Brennstoffdampfrückhaltesystem führt zu einem erhöhten Kraftstoffanteil am Verbrennungsgemisch, was auch als Anfettung bezeichnet wird. Diese Anfettung wird von der Abgassensorik 7 in Fig. 1 detektiert und führt über den geschlossenen Regelkreis aus Abgassensorik 7, Steuergerät 6 und Einspritzventilanordnung 9 zu einer Verringerung der eingespritzten Kraftstoffmenge.
Die Erhöhung des Kraftstoffanteils aus dem Brennstoffdampfrückhaltesystem führt zu einem erhöhten Kraftstoffanteil am Verbrennungsgemisch, was auch als Anfettung bezeichnet wird. Diese Anfettung wird von der Abgassensorik 7 in Fig. 1 detektiert und führt über den geschlossenen Regelkreis aus Abgassensorik 7, Steuergerät 6 und Einspritzventilanordnung 9 zu einer Verringerung der eingespritzten Kraftstoffmenge.
Diese Erkenntnis wird nun erfindungsgemäß zur Adaption der
tatsächlichen Anzugsverzögerungszeit ausgenutzt. Ein
Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens ist in
der Fig. 2 als Flußdiagramm dargestellt.
Dazu wird in einem ersten Schritt S 2.1 das
Tankentlüftungsventil TEV mit der langen Periodendauer t1
öffnend angesteuert. Nachdem sich der λ-Regler in einem
zweiten Schritt S 2.2 eingeschwungen hat, wird in einem
dritten Schritt S 2.3 auf eine kleinere Periodendauer t2
umgeschaltet. Nach dem Einschwingen des λ-Regler-Ausgangs im
Schritt S 2.4 wird in einem Schritt S 2.5 die Differenz D
der λ-Korrekturen bei großer (t1) und kleiner (t2)
Periodendauer ermittelt. Liegt die Differenz D oberhalb
einer Schwelle S1, gleichbedeutend damit, daß der Regler
nach dem Umschalten als Reaktion auf eine Gemischabmagerung
angefettet hat, wird dies in einem Schritt S 2.6
festgestellt und in einem Schritt S9 eine neue
Anzugsverzögerungszeit tvneu durch Vergrößern der alten
Anzugsverzögerungszeit tvalt um einen vorbestimmten Betrag δ
gebildet. Ist die Differenz dagegen kleiner als eine zweite
Schwelle, gleichbedeutend mit einer Abmagerung des Reglers
nach dem Umschalten, wird dies in einem Schritt S 2.8
festgestellt und in einem Schritt S 2.9 wird die neue
Anzugsverzögerungszeit als Differenz der alten
Anzugsverzögerungszeit und einer vorbestimmten Differenz δ
gebildet. Ist die Differenz weder größer als S1 noch kleiner
als S2, ist die eingerechnete Verzugszeit im wesentlichen
richtig. Sie bleibt daher im Schritt S 2.10 unverändert. Mit
dem Ergebnis der Schritte S 2.7, S 2.8 oder S 2.9 wird das
Ansteuersignal für das Tankentlüftungsventil in den nächsten
Ansteuerzyklen gebildet. Durch wiederholtes Durchlaufen der
Schrittfolge stellt sich letztlich die den realen
Verhältnissen entsprechende Verzugszeit tv ein.
Die Auswertung der Reaktion des Lambdaregelkreises zur
erfindungsgemäßen Adaption der Verzugszeit wird durch die
wirkungsmäßige Kopplung des Lambdaregelkreises und der
Tankentlüftung ermöglicht. Dabei ergibt sich die Kopplung
daraus, das die Tankentlüftung die Menge und Zusammensetzung
des der Brennkraftmaschine zugeführten Gemisches beeinflußt.
Dieser Einfluß kann sich auch auf einen Regelkreis zur
Regelung der Leerlaufdrehzahl auswirken, da die
Leerlaufdrehzahl von der Menge und der Zusammensetzung des
Gemisches abhängig ist. Aufgrund dieser wirkungsmäßigen
Kopplung zwischen Leerlaufdrehzahl und Tankentlüftung ist
auch die Reaktion einer Leerlaufdrehzahlregelung prinzipiell
zur Adaption der Verzugszeit verwendbar. Gleiches gilt für
die Leerlaufdrehzahl auch außerhalb einer
Leerlaufdrehzahlregelung bzw. bei ausgeschalteter
Drehzahlregelung.
Vor diesem Hintergrund läßt sich der Kern des
erfindungsgemäßen Verfahrens am Bsp. eines
Tankentlüftungsventils wie folgt darstellen. Bei einem
periodisch getaktet angesteuerten Tankentlüftungsventil,
dessen Öffnungsquerschnitt seinem Ansteuersignal um eine
Verzugszeit tv verzögert nachfolgt und bei dem ein Wert für
die Verzugszeit bei der Bildung des Ansteuersignals
berücksichtigt wird, wird die Periodendauer des
Ansteuersignals geändert und die Reaktion einer mit der
Tankentlüftung wirkungsmäßig gekoppelten Größe erfaßt.
Anschließend erfolgt in Abhängigkeit von der erfaßten
Reaktion eine Neubildung oder Korrektur des Wertes der bei
bei der Bildung des Ansteuersignals berücksichtigten
Verzugszeit. Dabei kann die Änderung der Periodendauer des
Ansteuersignals z. B. eine Verkürzung der Periodendauer sein.
In diesem Fall wird der Wert für die Verzugszeit vergrößert,
wenn die Reaktion des mit der Tankentlüftung wirkungsmäßig
gekoppelten Regelkreises ein vorbestimmtes Ausmaß
überschreitet und verkleinert, wenn die Reaktion der Größe
ein vorbestimmtes Ausmaß unterschreitet. Bei einem
Lambdaregelkreis wird demnach die einzurechnende Verzugszeit
vergrößert, wenn der Regler nach dem Umschalten auf eine
kleinere Periodendauer anfettet und verkleinert, wenn der
Regler abmagert.
Alternativ dazu kann eine Veränderung der Periodendauer in
Richtung einer Verlängerung erfolgen. In diesem Fall wird
der Wert für die einzurechnende Verzugszeit verkleinert,
wenn der Regler anfettet und vergrößert, wenn der Regler
abmagert.
Als mit der Tankentlüftung wirkungsmäßig gekoppelter Größe
kommt, wie bereits dargestellt, eine Größe aus einem
Regelkreis zur Regelung der Zusammensetzung des der
Brennkraftmaschine zugeführten Kraftstoff/Luft-Gemisches in
Frage. Beispiele solcher Größen sind das Signal einer
Abgassonde, die Stellgröße des Reglers oder eine Veränderung
von Einspritzzeiten. Alternativ dazu kann auch eine Größe
aus einem Regelkreis zur Regelung der Leerlaufdrehzahl als
mit der Tankentlüftung wirkungsmäßig gekoppelte Größe
verwendet werden. Dafür kommt bspw. die Regelstellgröße des
Leerlauf-Regelkreises als mit der Tankentlüftung
wirkungsmäßig gekoppelter Größe in Frage. Als weitere
Alternative kommt die Leerlaufdrehzahl selbst als mit der
Tankentlüftung wirkungsmäßig gekoppelter Größe in Betracht.
Claims (10)
1. Verfahren zur periodisch getakteten Ansteuerung eines
Durchflußsteuerventils, dessen Öffnungsquerschnitt seinem
Ansteuersignal um eine Verzugszeit tv verzögert nachfolgt
und bei dem ein Wert für die Verzugszeit bei der Bildung des
Ansteuersignals berücksichtigt wird, dadurch gekennzeichnet,
daß die Periodendauer des Ansteuersignals geändert wird, die
Reaktion einer Größe erfaßt wird, die mit dem durch das
Durchflußsteuerventil hindurchtretenden Fluß wirkungsmäßig
gekoppelt ist und daß der Wert der bei der Bildung des
Ansteuersignals berücksichtigten Verzugszeit in Abhängigkeit
von der erfaßten Reaktion verändert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch seine
Anwendung auf ein bei Brennkraftmaschinen verwendetes
Tankentlüftungsventil, das den Fluß von Brennstoffdampf und
Luft aus einer Brennstoffdampfrückhaltevorrichtung zum
Saugrohr der Brennkraftmaschine steuert.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Änderung der Periodendauer des Ansteuersignals zu
einer Verkürzung der Periodendauer führt.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
der Wert für Verzugszeit vergrößert wird, wenn die Reaktion
des mit dem Fluß durch das Durchflußsteuerventil
wirkungsmäßig gekoppelten Regelkreises ein vorbestimmtes
Ausmaß überschreitet und verkleinert wird, wenn die Reaktion
der Größe ein vorbestimmtes Ausmaß unterschreitet.
5. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Änderung der Periodendauer des Ansteuersignals zu
einer Verlängerung der Periodendauer führt.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
der Wert für Verzugszeit verkleinert, wenn die Reaktion der
mit dem Fluß durch das Durchflußsteuerventil wirkungsmäßig
gekoppelten Größe ein vorbestimmtes Ausmaß überschreitet und
vergrößert wird, wenn die Reaktion der Größe ein
vorbestimmtes Ausmaß unterschreitet.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch die Verwendung einer Größe aus einem
Regelkreis zur Regelung der Zusammensetzung des der
Brennkraftmaschine zugeführten Kraftstoff/Luft-Gemisches als
mit dem Fluß durch das Durchflußsteuerventil wirkungsmäßig
gekoppelter Größe.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
die Reaktion des Regelkreises aus dem Signal einer
Abgassonde, der Stellgröße des Reglers oder einer
Veränderung von Einspritzzeiten abgeleitet wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
gekennzeichnet durch die Verwendung einer Größe aus einem
Regelkreis zur Regelung der Leerlaufdrehzahl als mit der
Tankentlüftung wirkungsmäßig gekoppelter Größe.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
gekennzeichnet durch die Verwendung der Leerlaufdrehzahl als
mit der Tankentlüftung wirkungsmäßig gekoppelter Größe.
Priority Applications (5)
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE19610169A DE19610169B4 (de) | 1996-03-15 | 1996-03-15 | Verfahren zur Adaption der Verzugszeit eines elektromagnetischen Tankentlüftungsventils |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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