DE19610140A1 - Vorrichtung zum Positionieren von Einlegeteilen in Formen - Google Patents
Vorrichtung zum Positionieren von Einlegeteilen in FormenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Positionieren
von Einlegeteilen, insbesondere Bewehrungsmatten aus Stahl,
in Formen zur Herstellung von Beton-Formteilen, mit einem
Formeinsatz und mindestens einem Formnest, das die Beweh
rungsmatte aufnimmt und mit fließfähigem Beton gefüllt
wird.
Zur Verstärkung der fertigen Beton-Formteile ist es be
kannt, vor dem Auffüllen der Form sogenannte Bewehrungsmat
ten, beispielsweise in Form eines flächenhaften Stahlge
flechtes aus Rundstahl, in das Formnest einzulegen. Dabei
ist es wichtig, daß die Bewehrungsmatte in der Form richtig
positioniert ist. Um eine ausreichende Verstärkung über die
ganze Fläche des Formteils zu erhalten, sollte die Beweh
rungsmatte möglichst bis an die Außenseiten des Formteils
reichen. Andererseits darf aber die Bewehrungsmatte an den
Außenseiten des Formteils aus optischen Gründen nicht
sichtbar sein. Außerdem würde die Bewehrungsmatte in diesem
Fall auch rosten oder es kommt zu Zerstörungen der Beton
oberfläche, wenn die Bewehrungsmatte zu dicht an den
Außenseiten des Formteils sitzt. Besonders bei
Beton-Bodenplatten ist es wichtig, den Abstand der Bewehrungs
matte zur Außenseite der Bodenplatte exakt einzuhalten, um
die Einwirkung von Salzwasser, verursacht durch Winter
streuung, auf die Stahlmatte zu vermeiden.
Es ist bekannt, die Enden der Bewehrungsmatte mit Abstands
haltern aus Kunststoff zu versehen. Dabei müssen mindestens
vier Abstandshalter an der Bodenseite und jeweils mindes
tens zwei Abstandshalter an der Längs- und Querseite der
Bewehrungsmatte angebracht sein, um sicher zu verhindern,
daß der Bewehrungsstahl bis an die Außenflächen des
Beton-Formteils reicht. Dagegen ist nicht zu verhindern, daß die
Abstandshalter an den Außenflächen des Beton-Formteils
liegen, was ebenfalls mit Nachteilen verbunden ist. Die
Lage der Bewehrungsmatte zu den Außenflächen des
Beton-Formteils ist nicht genau festzulegen. Die Abstandshalter
sind von außen sichtbar, was aus optischen Gründen nachtei
lig ist. Außerdem kommt es zu Spannungen im Beton und zur
Zerstörung der Oberfläche, insbesondere bei Frosteinwir
kung, weil die Abstandshalter an der Oberfläche des
Beton-Fertigteils liegen und Wasser in den Beton eindringen kann.
Ein weiterer Nachteil besteht darin, daß die Abstandshalter
von Hand angebracht werden müssen, was sehr arbeits- und
kostenintensiv ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine exakte
Positionierung der Bewehrungsmatte in der Form zu errei
chen, um die genannten Nachteile zu vermeiden und einen
weitgehend automatisierten Arbeitsablauf zu ermöglichen.
Gemäß der Erfindung wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß
der das Formnest begrenzende Formeinsatz einen oder mehrere
mit der Bewehrungsmatte zusammenwirkende, bewegliche
Anschläge aufweist, die nach dem Verdichten der Betonmasse
aus dem Formnest herausfahrbar sind.
Weitere Merkmale und Weiterbildungen der Erfindung sind den
Patentansprüchen zu entnehmen.
Die Erfindung ist in der folgenden Beschreibung und der
Zeichnung, die ein Ausführungsbeispiel zeigt, näher
erläutert. Es zeigen
Fig. 1 eine Vorderansicht einer Formmaschine mit in
die Form eingelegter Bewehrungsmatte, vor dem
Füllen der Form, teilweise geschnitten,
Fig. 2 einen Schnitt gemäß der Linie II-II in
Fig. 1,
Fig. 3 einen Schnitt gemäß der Linie III-III in
Fig. 2,
Fig. 4 einen Schnitt gemäß der Linie IV-IV in
Fig. 2,
Fig. 5 einen Schnitt gemäß der Linie V-V in
Fig. 2,
Fig. 6 eine Teilansicht der Formmaschine nach
Fig. 1, mit gefüllter Form und zurückge
fahrenen Anschlägen und
Fig. 7 eine Teilansicht der Formmaschine nach
Fig. 1, nach dem Rütteln und Entformen des
fertigen Beton-Formteils.
Wie die Fig. 1 der Zeichnung zeigt, ist auf einem
Rütteltisch 1 einer Formmaschine 2 eine Form 3 auf ein
Formbrett 4 aufgelegt. Die Form 3 enthält einen Formeinsatz
5, der ein mit fließfähigem Beton zu füllendes Formnest 6
begrenzt. Vor dem Einfüllen der Betonmasse wird in das
Formnest 6 eine Bewehrungsmatte 7 zur Verstärkung des
fertigen Beton-Formteils eingelegt.
Um die Bewehrungsmatte 7 im Formnest 6 exakt zu positionie
ren, ist an zwei gegenüberliegenden Seiten des Formeinsat
zes 5 an der Innenwandung 8 des Formnestes 6 je ein
Schiebeteil 9 vorgesehen, das die Beweglichkeit der Beweh
rungsmatte 7 in Querrichtung und nach unten begrenzt (Fig.
2). Die Schiebeteile 9 sind in je einer Aussparung 10 der
gegenüberliegenden Seitenwände des Formeinsatzes 5 hori
zontal verschiebbar gelagert. Jedes Schiebeteil 9 ist mit
zwei Antriebseinheiten 11 verbunden, deren Kolbenstangen 12
an der Außenseite des Schiebeteils 9 befestigt sind. Die
Antriebseinheiten 11 bestehen aus doppeltwirkenden Hyd
raulikzylindern, die Bestandteil der Form 3 sind. Eine
horizontale Auflagefläche 13 des Schiebeteils 9, auf der
die Enden der Bewehrungsmatte 7 aufliegen, bildet den An
schlag nach unten. Der Anschlag für die Bewehrungsmatte 7
in Querrichtung der Form 3 wird durch zwei Anschlagflächen
14 gebildet, die jeweils an den Enden des Schiebeteils 9
angeordnet sind. Zur Erleichterung des Einlegens der Be
wehrungsmatte 7 sind die Anschlagflächen 14 nach unten
zur Auflagefläche 13 hin konvergierend ausgeführt (Fig. 5).
Der Anschlag für die Bewehrungsmatte 7 in Längsrichtung
besteht aus einem Einsatz 15, der im Schiebeteil 9 horizon
tal verschiebbar gelagert ist. An der Außenseite des
Einsatzes 15 sind Kolbenstangen 16 von zwei weiteren An
triebseinheiten 17 befestigt, die zum horizontalen Ver
schieben des Einsatzes 15 relativ zum Schiebeteil 9 vorge
sehen sind. Die aus doppeltwirkenden Hydraulikzylindern
bestehenden Antriebseinheiten 17 sind in gleicher Weise wie
die Antriebseinheiten 11 für das Schiebeteil 9 an der Form
3 befestigt.
Die Wirkungsweise der Erfindung ist wie folgt.
Durch Betätigung der Antriebseinheiten 11 werden zunächst
die Schiebeteile 9 in ihre Position gemäß Fig. 1 und 2
gebracht. Die Bewehrungsmatte 7 wird in das Formnest 6
eingelegt und durch die Auflagefläche 13 der Schiebeteile 9
in vertikaler Richtung und durch die Anschlagflächen 14 in
Querrichtung positioniert. Dann werden die Antriebseinhei
ten 17 betätigt und die Einsätze 15 in ihre Position gemäß
Fig. 1 und 2 gebracht. Damit ist die Bewehrungsmatte 7 auch
in Längsrichtung und somit in allen drei Ebenen exakt
positioniert. Durch diese Vorgehensweise muß die Beweh
rungsmatte 7 nicht genau zwischen die Einsätze 15 eingelegt
werden, da die exakte Positionierung in Längsrichtung erst
nach dem Einfahren der Einsätze 15 erfolgt.
Nachdem die Bewehrungsmatte 7 positioniert ist, wird die
Betonmasse in das Formnest 6 eingefüllt und durch Rütteln
der Form 3 verdichtet. Nach dem Rüttelvorgang werden die
Schiebeteile 9 und die Einsätze 15 durch Betätigung der
Antriebseinheiten 11 und 17 in Längsrichtung aus dem
Formnest 6 herausgefahren, bis die Innenseiten der Schiebe
teile 9 und der Einsätze 15 flächenbündig mit der Innenwan
dung 8 des Formnestes 6 bzw. des Formeinsatzes 5 liegen
(Fig. 6). Die dadurch in der Betonmasse entstandenen
Hohlräume 18 werden durch Nachrütteln und Nachfüllen besei
tigt. Danach wird die Form 3 in bekannter Weise zum
Entformen nach oben bewegt, wobei das fertige
Beton-Formteil mit der eingelegten Bewehrungsmatte 7 auf dem
Formbrett 3 abtransportiert wird (Fig. 7).
In einer anderen, nicht dargestellten Ausführungsform der
Erfindung können die verschiebbaren Einsätze 15 zur Begren
zung der Bewehrungsmatte 7 in Längsrichtung der Form 3
durch zwei nach oben gerichtete Anschläge ersetzt werden,
die im Schiebeteil 9 vertikal beweglich gelagert sind. Die
nach oben federbelasteten Anschläge weisen Anlaufflächen
auf, die beim Ausfahren des Schiebeteils 9 aus dem Formnest
6 beispielsweise mit der oberen Begrenzungskante der Aus
sparung 10 im Formeinsatz 5 zusammenwirken und gegen den
Federdruck nach unten abgesenkt werden, so daß das Schiebe
teil 9 ungehindert ausfahren kann, bis die Innenwandung 8
des Formnestes 6 durch die Schiebeteile 9 und die Anschläge
flächenbündig geschlossen ist.
Claims (11)
1. Vorrichtung zum Positionieren von Einlegeteilen, insbe
sondere Bewehrungsmatten aus Stahl, in Formen zur
Herstellung von Beton-Formteilen, mit einem Formeinsatz
und mindestens einem Formnest, das die Bewehrungsmatte
aufnimmt und mit fließfähigem Beton gefüllt wird,
dadurch gekennzeichnet, daß der das Formnest (6)
begrenzende Formeinsatz (5) einen oder mehrere mit der
Bewehrungsmatte (7) zusammenwirkende, bewegliche An
schläge aufweist, die nach dem Verdichten der Beton
masse aus dem Formnest (6) herausfahrbar sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Anschläge an zwei gegenüberliegenden Seiten
wänden des Formeinsatzes (5) angeordnet sind, wobei
durch die Anschläge die Beweglichkeit der Bewehrungs
matte (7) in Längsrichtung, in Querrichtung und nach
unten im Formnest (6) begrenzt wird.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Beweglichkeit der Bewehrungsmatte (7)
nach unten durch eine Auflagefläche (13) je eines
Schiebeteils (9) begrenzt wird, auf dem die Enden der
Bewehrungsmatte (7) aufliegen und das in einer ent
sprechenden Aussparung (10) der jeweiligen Seitenwand
des Formeinsatzes (5) horizontal verschiebbar gelagert
ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Beweglichkeit der Bewehrungs
matte (7) in Querrichtung durch zwei seitliche An
schlagflächen (14) des Schiebeteils (9) begrenzt wird.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Anschlagflächen (14) nach unten zur Auflage
fläche (13) hin konvergierend verlaufen.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß jedes Schiebeteil (9) mit mindes
tens einer Antriebseinheit (11) verbunden ist, die
außerhalb des Formeinsatzes (5) in der Form (3) an
geordnet ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die Beweglichkeit der Bewehrungs
matte (7) in Längsrichtung der Form (3) durch einen
Einsatz (15) begrenzt wird, der im Schiebeteil (9)
parallel zur Schieberichtung des Schiebeteils horizon
tal verschiebbar gelagert ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß der verschiebbare Einsatz (15) mit mindestens einer
Antriebseinheit (17) verbunden ist, die außerhalb des
Formeinsatzes (5) in der Form (3) angeordnet ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die Schiebeteile (9) und die Ein
sätze (15) unabhängig von einander in das Formnest (6)
ein- und ausfahrbar sind.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß die Schiebeteile (9) und die Ein
sätze (15) so weit aus dem Formnest (6) herausfahrbar
sind, bis ihre Innenseiten flächenbündig mit der Innen
wandung (8) des Formeinsatzes (5) bzw. des Formnestes
(6) abschließen.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die Beweglichkeit der Bewehrungs
matte (7) in Längsrichtung der Form (3) durch zwei nach
oben gerichtete, vertikal bewegliche und federbelastete
Anschläge des Schiebeteils (9) begrenzt wird, die mit
einer schrägen Anlauffläche beim Ausfahren des Schiebe
teils (9) aus dem Formnest (6) mit der oberen Begren
zungskante der Aussparung (10) im Formeinsatz (5) zusam
menwirken und dadurch nach unten bewegt werden.
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| DE (1) | DE19610140A1 (de) |
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