DE19610500A1 - Zugeinrichtung für Schienenfahrzeuge - Google Patents
Zugeinrichtung für SchienenfahrzeugeInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61G—COUPLINGS; DRAUGHT AND BUFFING APPLIANCES
- B61G9/00—Draw-gear
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- B61G9/045—Draw-gear combined with buffing appliances with only metal springs
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Description
Die Erfindung betrifft eine Zugeinrichtung für Schienenfahrzeuge. Sie besteht im
wesentlichen aus Elementen zur fahrzeugseitigen Befestigung und
Kraftübertragung, einer Federeinheit und aus Komponenten zum Verbinden
derselben mit dem Zughaken.
Aus diesen Hauptelementen sind auch die dem Stand der Technik zugehörigen
Zugeinrichtungen zusammengesetzt, wobei auffällt, daß unterschiedlichste
Bauformen entwickelt wurden, die auch zum Teil umfangreich im Praxiseinsatz
sind. Jedoch sind diese Zugeinrichtungen in ihren äußeren Eigenschaften
weitestgehend vereinheitlicht. Daß ist notwendigerweise der Tatsache
geschuldet, daß Schienenfahrzeuge unterschiedlicher Bauart und von
verschiedenen Herstellern kompatibel sein müssen.
Allgemein haben sich Zugeinrichtungen für Schienenfahrzeuge durchgesetzt, bei
denen die vom Zughaken eingeleitete Zugkraft über einen Bolzen in den
Gabelkopf der Zugstange und weiter in die Zugstange eingeleitet wird.
Letztere ist mittig durch eine Stützplatte und eine nachgeordnete Feder geführt
und mit einer hinter der Feder liegenden Druckplatte verbunden.
Die anstehenden Zugkräfte werden somit auf die Druckplatte und die Feder
übertragen und über die Stützplatte in das Untergestell des Schienenfahrzeuges
über angebrachte Zuganschläge eingeleitet.
Als Federarten kommen im Prinzip Kegel-, Reibungs-, Gummi- oder
Elastomerfedern zum Einsatz. Die Federart ist aber für die noch näher
vorzustellende Erfindung unerheblich.
Zugeinrichtungen der vorgenannten Art sind in den Erfindungsbeschreibungen zu
DE-OS 29 18 092; DE-OS 29 29 658; DE-OS 29 43 053; DE- OS 29 46 296;
DE-OS 29 49 677; DE-OS 30 28 922; DE-OS 30 35 922; DE-OS 36 16 166;
DE-OS 36 30 630 und DE-PS 42 10 800 vorgestellt worden. Die Aufzählung
erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Infolge der linienförmigen Lagerung der Zugstange in der Bohrung der Stützplatte
tritt bei dieser Ausführung ein erheblicher Verschleiß an den Gleitflächen ein.
Außerdem müssen bei einigen Lösungen Maßnahmen ergriffen werden, um ein
Verdrehen des Gabelkopfes, das wiederum ein Verdrehen des Zughakens
bewirken würde, zu verhindern. Da die Zugstange nur in der Bohrung der
Stützplatte gelagert ist, macht es sich erforderlich, einem Auslenken des
Gabelkopfes bei Gleisbogenfahrten und damit einer einseitigen Belastung der
eingesetzten Feder entgegenzuwirken.
Das geschieht in der Regel durch den Gabelkopf umfassende Führungen, die fest
an der Stützplatte angebracht sind.
Die Instandhaltung der heute verwendeten Systeme wird üblicherweise durch
Ersetzen verschlissener Teile oder durch aufwendiges Aufschweißen und
Nacharbeiten betroffener Bereiche realisiert.
Nach DE-OS 34 23 808 ist eine Zugeinrichtung für Schienenfahrzeuge bekannt,
bei der der Zughaken und ein Verbindungselement zu einem Zugelement
zusammengefaßt sind, das die Befestigungsplatte und die Feder rahmenartig
umgreift und auf eine hinter der Feder gelagerte Aufnahme wirkt. Das
Zugelement ist im Bereich der Aufnahme horizontal schwenkbar gehaltert und an
der Befestigungsplatte geführt, so daß die gesamte Zugeinrichtung in die Lage
versetzt ist, Horizontalbewegungen auszuführen.
Der Herstellungsaufwand für diese Zugeinrichtung ist unverhältnismäßig hoch,
was gleichermaßen für anfallende Reparaturen gilt. Es ist nicht möglich, den in
der Praxis häufig notwendigen Austausch des Zughakens ohne einen kompletten
Ausbau und eine Zerlegung der Zugeinrichtung vorzunehmen.
Schließlich ist in DE-OS 32 48 289 eine Zug- und Stoßvorrichtung, insbesondere
für Mittelpufferkupplungen von Schienenfahrzeugen beschrieben, die ebenfalls
ein Zugglied der oben beschriebenen Art aufweist. Allerdings sind hier Kopfteil
und Zugglied separate Bauteile, die zwangsweise miteinander vereinigt werden
müssen, um die Funktionsfähigkeit herzustellen.
Auch diese Vorrichtung ist durch einen großen apparativen Aufwand
gekennzeichnet. Daraus resultiert eine gewisse Unwirtschaftlichkeit zumindest
bei der Fertigung. Nachteilig ist außerdem, daß besondere zusätzliche
Vorkehrungen zur Zug- und Druckbegrenzung sowie zur Führung und Lagerung
des Zuggliedes zu treffen sind.
Aus den Nachteilen der beiden letztgenannten Lösungen leitet sich die
erfinderische Aufgabenstellung ab. Diese besteht darin, eine Zugeinrichtung für
Schienenfahrzeuge der in Rede stehenden Art zu schaffen, die mit möglichst
wenigen Einzelbauteilen auskommt, somit reparaturfreundlich und auf einem
werkstattüblichen Maschinenpark herstellbar ist. Weiterhin ist Bedingung, daß
sich möglichst keine Änderungen an den üblichen Untergestellbauarten zur
Aufnahme der Zugeinrichtung erforderlich machen. Insgesamt soll eine hohe
Wirtschaftlichkeit bei der Herstellung und im Praxiseinterhin gesichert werden.
Für die beanspruchte Zugeinrichtung wird das an sich bekannte Prinzip eines die
Federeinheit umgreifenden Zuggliedes genutzt.
Erfindungsgemäß besteht das Zugelement aus einem Bügel, der in einer
Stützplatte im wesentlichen in der Symmetrieachse des
Schienenfahrzeuguntergestells längsverschieblich gelagert und geführt ist.
Der Bügel enthält Druckbegrenzungen und Zugbegrenzungen, weiterhin
Aufnahmen für einen Gelenkbolzen zur Anlenkung des Zughakens, und stellt
somit ein multifunktionelles Kompaktbauteil dar. Denkbar ist aber auch, ihn aus
den vorgenannten Komponenten zusammenzusetzen.
Die Anschlagflächen der Zug- und Druckbegegrenzungen stehen sich in einem
definierten Abstandsmaß gegenüber. In diesem Bereich ist der Bügel in die
Stützplatte eingeklinkt bzw. auf andere geeignete Weise montiert.
Die Längsverschieblichkeit ist nunmehr um das Maß X abzüglich der Dicke der
Stützplatte, die fest mit dem Untergestell des Schienenfahrzeuges verbunden ist,
gegeben.
Die Federeinheit sitzt zwischen der Stützplatte und dem geschlossenen
Abschnitt des u- förmigen Bügels. Abgesehen von eventuell erforderlichen
Befestigungs- und Justierelementen sind keine Zwischenbauteile, wie das beim
Stand der Technik der Fall ist, vorgesehen.
Die Federeinheit wird im gespannten Zustand eingebaut. Sie stützt sich nach
Entspannung somit zum einen gegen den geschlossenen Abschnitt des
u-förmigen Bügels, wie oben beschrieben, ab. Zum anderen drückt sie gegen
die Stützplatte, die wiederum an den Anschlagflächen der Druckbegrenzungen
anliegt. Bei angelegter Zugkraft ist die beschriebene Druckanlage aufgehoben.
Hat die Zug kraft ein bestimmtes Maß erreicht, so legen sich die Anschlagflächen
der Zugkraftbegrenzungen an die Stützplatte an und heben die Federwirkung
auf.
Für die Funktionsweise der erfindungsgemäßen Zugeinrichtung ist es
unerheblich, welche Federart zum Einsatz kommt. Es kann jede geeignete
Federeinheit verwendet werden, wie beispielsweise auf mechanischem,
hydraulischem oder pneumatischem Wirkprinzipien basierende Systeme,
Kombinationen dieser Systeme, Einzelfedern oder sich ergänzende Einzelfedern.
Die vorgestellte Zugeinrichtung für Schienenfahrzeuge hat insbesondere den
Vorteil, daß die Anzahl der für die sichere Funktion erforderlichen Bauelemente
extrem stark minimiert wurde. Dadurch ist der Hersteller in der Lage, ein
preiswertes Produkt mit guten Absatzchancen auf den Markt zu bringen. Für den
Anwender wird von Bedeutung sein, daß der Wartungs- und Reparaturaufwand
als gering einzustufen ist.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den beiliegenden Zeichnungen
dargestellt. Fig. 1 zeigt die erfindungsgemäße Vorrichtung in der Draufsicht,
Fig. 2 in der Seitenansicht.
Um Wiederholungen zu vermeiden wird zur näheren Erläuterung der Erfindung
auf die Ansprüche und die obige Beschreibung verwiesen.
Bezugszeichenliste
1 Federeinheit,
2 Bügel,
3 Gelenkbolzen,
4 Stützplatte,
5 Zughaken,
6 Druckbegrenzung,
7 Zugbegrenzung,
X Abstandsmaß.
2 Bügel,
3 Gelenkbolzen,
4 Stützplatte,
5 Zughaken,
6 Druckbegrenzung,
7 Zugbegrenzung,
X Abstandsmaß.
Die Zugeinrichtung ist für den Einsatz an Schienenfahrzeugen mit Seitenpuffern
vorgesehen.
Claims (5)
1. Zugeinrichtung für Schienenfahrzeuge, mit Elementen zur fahrzeugseitigen
Befestigung und Kraftübertragung, mit einer Federeinheit und Komponenten zum
Verbinden derselben mit dem Zughaken unter Verwendung eines die
Federeinheit umgreifenden Bauteils, dadurch gekennzeichnet, daß zur
Anbringung der Zugeinrichtung am Untergestell des Schienenfahrzeuges eine
Stützplatte (4) vorgesehen ist, in der ein Bügel (2) im wesentlichen in der
Symmetrieachse des Fahrzeuges längsverschieblich gelagert und geführt ist,
der die Federeinheit (1) umschließt und zwischen seiner geschlossenen Seite
und der Stützplatte (4) mittels integrierter Druckbegrenzungen (6) ohne
funktionswesentliche Zwischenbauteile einspannt, daß die offenen Enden des
Bügels (2) als Aufnahmen für einen Gelenkbolzen (3) zur Anlenkung des
Zughakens (5) ausgebildet sind und daß der Bügel (2) den Druckbegrenzungen
(6) gegenüberstehende ebenfalls integrierte Zugbegrenzungen (7) enthält, wobei
zwischen den Anschlagflächen der Zug- und Druckbegegrenzung (7 und 6) ein
definiertes Abstandsmaß (X) einzuhalten ist, das letztlich vom gewünschten
maximalen Federweg und der Dicke der Stützplatte (4) abhängig ist.
2. Zugeinrichtung für Schienenfahrzeuge nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß eine beliebige Federeinheit (1) Verwendung findet,
d. h., daß diese auf einem mechanischen, hydraulischem oder pneumatischem
System basiert, daß Kombinationen dieser Systeme denkbar sind oder daß die
Federeinheit (1) eine Einzelfeder ist oder aus sich ergänzenden Einzelfedern
besteht.
3. Zugeinrichtung für Schienenfahrzeuge nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Stützplatte (4) und/oder der Bügel (2) an
geeigneten Stellen Aufnahmen zur Justierung und Lagerung der Federeinheit (1)
besitzen.
4. Zugeinrichtung für Schienenfahrzeuge nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der Bügel (2), einschließlich Zug- und
Druckbegrenzungen (7 und 6) als Gesamtbauteil aus einem Stück gefertigt ist.
5. Zugeinrichtung für Schienenfahrzeuge nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der Bügel (2) aus Einzelelementen
zusammengesetzt ist, nämlich aus einem bügelartigen Bauteil mit
Zugbegrenzungen (7), an dessen Enden Gelenkstücke montiert sind, die
Druckbegrenzungen (6) enthalten.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996110500 DE19610500A1 (de) | 1996-03-18 | 1996-03-18 | Zugeinrichtung für Schienenfahrzeuge |
| PCT/EP1997/001300 WO1997034792A1 (de) | 1996-03-18 | 1997-03-14 | Zugeinrichtung für schienenfahrzeuge |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996110500 DE19610500A1 (de) | 1996-03-18 | 1996-03-18 | Zugeinrichtung für Schienenfahrzeuge |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19610500A1 true DE19610500A1 (de) | 1997-10-09 |
Family
ID=7788574
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1996110500 Ceased DE19610500A1 (de) | 1996-03-18 | 1996-03-18 | Zugeinrichtung für Schienenfahrzeuge |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19610500A1 (de) |
| WO (1) | WO1997034792A1 (de) |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4118529A1 (de) * | 1991-06-06 | 1992-12-10 | Niesky Waggonbau Gmbh | Zug- und stosseinrichtung fuer kurzgekuppelte schienenfahrzeuge |
| US5305899A (en) * | 1993-06-25 | 1994-04-26 | Amsted Industries Incorporated | Coupler follower with elastomeric wear pad for preventing metal to metal contact between the follower and the center sill side walls |
Family Cites Families (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1805152A1 (de) * | 1968-08-14 | 1970-04-23 | Mini Verkehrswesen | Gefederte Zug- und Stossvorrichtung fuer Mittelpufferkupplungen von Schienenfahrzeugen,insbesondere Triebfahrzeugen |
| LU64428A1 (de) * | 1970-12-21 | 1972-06-20 | ||
| DE2209235C2 (de) * | 1972-02-26 | 1982-09-02 | Ringfeder Gmbh, 4150 Krefeld | Zug- und Stoßvorrichtung für eine Mittelpufferkupplung von Schienenfahrzeugen |
| DE2827641A1 (de) * | 1978-06-23 | 1980-01-10 | Unicupler Gmbh | Zugvorrichtung, insbesondere fuer schienenfahrzeuge |
-
1996
- 1996-03-18 DE DE1996110500 patent/DE19610500A1/de not_active Ceased
-
1997
- 1997-03-14 WO PCT/EP1997/001300 patent/WO1997034792A1/de not_active Ceased
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4118529A1 (de) * | 1991-06-06 | 1992-12-10 | Niesky Waggonbau Gmbh | Zug- und stosseinrichtung fuer kurzgekuppelte schienenfahrzeuge |
| US5305899A (en) * | 1993-06-25 | 1994-04-26 | Amsted Industries Incorporated | Coupler follower with elastomeric wear pad for preventing metal to metal contact between the follower and the center sill side walls |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| WO1997034792A1 (de) | 1997-09-25 |
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Owner name: EISENBAHNTECHNIK HALBERSTADT GMBH, 38820 HALBERSTA |
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