DE19609032A1 - Neigungseinrichtung zur Neigung des Wagenkastens eines Schienenfahrzeuges gegenüber den Schienen - Google Patents
Neigungseinrichtung zur Neigung des Wagenkastens eines Schienenfahrzeuges gegenüber den SchienenInfo
- Publication number
- DE19609032A1 DE19609032A1 DE1996109032 DE19609032A DE19609032A1 DE 19609032 A1 DE19609032 A1 DE 19609032A1 DE 1996109032 DE1996109032 DE 1996109032 DE 19609032 A DE19609032 A DE 19609032A DE 19609032 A1 DE19609032 A1 DE 19609032A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- car body
- cradle
- bogie frame
- inclination device
- inclination
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Withdrawn
Links
- 230000005484 gravity Effects 0.000 claims description 4
- 230000000087 stabilizing effect Effects 0.000 claims description 3
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 2
- 230000001419 dependent effect Effects 0.000 description 2
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 238000005259 measurement Methods 0.000 description 1
- 108090000623 proteins and genes Proteins 0.000 description 1
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 description 1
- 230000006641 stabilisation Effects 0.000 description 1
- 238000011105 stabilization Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61F—RAIL VEHICLE SUSPENSIONS, e.g. UNDERFRAMES, BOGIES OR ARRANGEMENTS OF WHEEL AXLES; RAIL VEHICLES FOR USE ON TRACKS OF DIFFERENT WIDTH; PREVENTING DERAILING OF RAIL VEHICLES; WHEEL GUARDS, OBSTRUCTION REMOVERS OR THE LIKE FOR RAIL VEHICLES
- B61F5/00—Constructional details of bogies; Connections between bogies and vehicle underframes; Arrangements or devices for adjusting or allowing self-adjustment of wheel axles or bogies when rounding curves
- B61F5/02—Arrangements permitting limited transverse relative movements between vehicle underframe or bolster and bogie; Connections between underframes and bogies
- B61F5/22—Guiding of the vehicle underframes with respect to the bogies
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Vehicle Body Suspensions (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Neigungseinrichtung zur Neigung des Wagen
kastens eines Schienenfahrzeuges gegenüber den Schienen gemäß dem Oberbe
griff des Anspruchs 1.
Eine solche Neigungsvorrichtung zur Neigung des Wagenkastens eines Schienen
fahrzeuges gegenüber den Schienen ist durch ABB Technik 1/92, Seite 3 bis 8 be
kannt. Dort wird der Schnelltriebzug X2000 beschrieben, der mittels radial gesteuer
ter Drehgestelle und einer aktiven Wagenkastensteuerung ein schnelles Durchfah
ren der Gleisbogen ohne Beeinträchtigung des Fahrgastkomforts ermöglicht. Durch
eine gleisbogenabhängige Wagenkastensteuerung lassen sich die Wagen bei der
Fahrt durch Gleisbogen nach innen neigen. Die Impulse für die Wagenkastensteue
rung liefern Geschwindigkeitsmesser im ersten Drehgestell des Schnelltriebzuges.
Die Signale werden vom Mikroprozessorsystem verarbeitet, das seinerseits die Hy
draulik für die Neigung der Wagenkasten steuert.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Neigungseinrichtung zur Neigung
des Wagenkastens eines Schienenfahrzeuges gegenüber den Schienen der ein
gangs genannten Art anzugeben, die ohne aufwendige konstruktive und steu
er/regeltechnische Maßnahmen auskommt.
Diese Aufgabe wird in Verbindung mit den Merkmalen des Oberbegriffes erfin
dungsgemäß durch die im Kennzeichen des Anspruchs 1 angegebenen Merkmale
gelöst.
Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen insbesondere darin, daß für die
Neigung bei Gleisbogenfahrt keine aufwendige Hydraulik- oder Spindelge
triebe/Stellmotor-Anordnungen erforderlich sind. Des weiteren entfallen aufwendige
steuer/regeltechnische Maßnahmen, da die gleisbogenabhängige Wagenkasten
steuerung passiv arbeitet. Lediglich die Option, die Neigung der Keilflächen hin
sichtlich ihres Steigungswinkels einstellbar auszubilden, erfordert aktive Stellorgane.
Als Meßkriterium ist jedoch lediglich das bei Schienenfahrzeugen stets vorhandene
Geschwindigkeitssignal erforderlich.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausfüh
rungsbeispiele erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Sicht auf einen auf einem Gleisbogen befindlichen Wagenkasten
eines Schienenfahrzeuges,
Fig. 2 einen Drehgestellrahmen mit Neigungseinrichtung für den Wagenka
sten,
Fig. 3 ein Detail der Neigungseinrichtung,
Fig. 4 eine Neigungseinrichtung mit Stempel/Keilflächen-Ausbildung
Fig. 5 eine Neigungseinrichtung gemäß Fig. 4 bei Betrachtung der Schmalsei
te des Schienenfahrzeuges,
Fig. 6 eine Neigungseinrichtung nach Fig. 5 mit zusätzlichen stabilisierenden
Maßnahmen,
Fig. 7 eine Variante zur Stempel/Keilflächen-Ausbildung,
Fig. 8 eine Neigungseinrichtung mit einstellbarem Neigungswinkel,
Fig. 9 Maßnahmen zur Stabilisierung der Wiege.
In Fig. 1 ist eine Sicht auf einen auf einem Gleisbogen befindlichen Wagenkasten
eines Schienenfahrzeuges dargestellt. Der Wagenkasten 1 mit Hauptachse HA
(Fahrzeuglängsachse) weist zwei Drehgestellrahmen 2, 3 mit jeweils zwei Rad
satzwellen 5 auf, wobei die beiden Drehgestellrahmen 2, 3 entsprechend dem
Gleisbogen der Schienen 6 ausgerichtet und demzufolge um einen Drehwinkel α
gegenüber dem Wagenkasten 1 ausgelenkt sind. Die Längsachse eines Drehge
stellrahmens ist mit LA und die Querachse eines Drehgestellrahmens ist mit QA be
zeichnet. Die vertikale Drehachse (Hochachse) eines Drehgestellrahmens ist mit
Ziffer 4 bezeichnet. Diese Auslenkung (Verdrehung) der Drehgestellrahmen 2, 3 ge
genüber dem Wagenkasten 1 bei Gleisbogenfahrt des Schienenfahrzeuges wird
herangezogen, um die bogenäußere Seite des Wagenkastens mit Hilfe eines
Keilflächen-Systems anzuheben und die bogeninnere Seite des Wagenkastens in
gleichem Maß abzusenken. Die Höhenlage des Wagenkasten-Schwerpunktes von
der Schiene bleibt während und nach der Neigung praktisch unverändert (siehe
auch Fig. 5), da die Änderung theoretisch sehr klein und deshalb vernachlässigbar
ist.
Fig. 2 zeigt einen Drehgestellrahmen mit Neigungseinrichtung für den Wagenkasten.
Die Längsachse des Drehgestellrahmens ist mit LA und die Querachse mit QA be
zeichnet. Wie zu erkennen ist, stützt sich eine Wiege 10 über Federelemente 11
(Sekundärfedern) auf dem Drehgestellrahmen 2 mit Radsatzwellen 5 und Rädern 9
ab. Die vertikale Drehachse 4 ist deckungsgleich mit der Hauptachse von zwei
übereinander angeordneten, jeweils schief abgeschnittenen geraden Kreiszylindern
7, 8. Der untere Kreiszylinder 7 ist über seine Kreisfläche fest mit der Wiege 10 und
der obere Kreiszylinder 8 ist über seine Kreisfläche fest mit dem Wagenkasten 1
verbunden. Die Ellipsenfläche des unteren Zylinders 7 und die Ellipsenfläche des
oberen Zylinders 8 sind als sich gegenseitig abstützende und gegeneinander ver
drehbare Keilflächen ausgebildet, wobei die Keilfläche (Ellipsenfläche) des unteren
Zylinders 7 mit Ziffer 12 bezeichnet ist (siehe hierzu Fig. 3). Der Neigungswinkel der
Ellipsenflächen gegen die Kreisflächen, d. h. der Steigungswinkel der Keilflächen der
Zylinder 7, 8 beträgt jeweils β.
Die Keilflächen der Zylinder 7, 8 sind derart positioniert, daß sich bei Geradeaus
fahrt des Schienenfahrzeuges, d. h. Drehwinkel α = 0, ein aus den beiden überein
anderliegenden Zylindern 7, 8 bestehender gerader Kreiszylinder als Gesamtzylin
der ergibt. Sobald sich jedoch bei Gleisbogenfahrt des Schienenfahrzeuges ein
Drehwinkel α zwischen Drehgestellrahmen 2 und Wagenkasten 1 einstellt, verdre
hen sich auch die Keilflächen beider Zylinder 7, 8 gegeneinander, was zu einem Ab
knicken des oberen Zylinders 8 gegenüber dem unteren Zylinder 7 führt. Dement
sprechend stellt sich eine Neigung des Wagenkastens gegenüber dem Drehgestell
rahmen im gewünschten Sinn ein.
In Fig. 3 ist als Detail der Neigungseinrichtung der fest mit der Wiege 10 verbun
dene untere Zylinder 7 mit seiner Keilfläche 12 (Ellipsenfläche) dargestellt. Wie zu
erkennen ist, fallen vertikale Drehachse 4 und Hauptachse des Zylinders zusam
men. Die Lage der Keilfläche 12 in Bezug zur Längsachse LA und Querachse QA
des Drehgestellrahmens ist dargestellt. Bei Gleisbogenfahrt verdrehen sich die
Längsachse LA und Querachse QA und damit auch die Keilfläche 12 um den Dreh
winkel α gegenüber dem Wagenkasten.
Die Ausbildung des Keilflächen-Systems der Neigungseinrichtung gemäß den Fig. 2
und 3 ist lediglich beispielhaft und es sind verschiedene Ausführungsvarianten hier
zu möglich. In Fig. 4 ist als eine der möglichen Varianten eine Neigungseinrichtung
mit Stempel/Keilflächen-Ausbildung dargestellt. Bei dieser Variante sind die Keilflä
chen als Segmente ausgebildet und vom Zentrum weg an die äußeren Seiten der
Wiege 10 positioniert. An den Außenbereichen des Wagenkastens sind dement
sprechend zwei Stempel 13, 15 befestigt, deren Gleitflächen sich gegen an der
Wiege 10 befestigte Keilflächen 14, 16 abstützen. Die vertikale Drehachse 4 des
Drehgestellrahmens 2 liegt mittig zwischen beiden Keilflächen 14, 16 und schneidet
die Verbindungsachse beider Keilflächen, d. h. die Querachse QA rechtwinklig. Der
Wagenkasten 1 ist durch die Drehachse 4 mit der Wiege 10 über ein sphärisches
Gelenklager 34 mit Zapfen 35, das die Ausdrehung des Drehgestelles infolge Gleis
bogenfahrt und die Wagenkastenneigung infolge der Keilflächen erlaubt, verbunden.
In Fig. 5 ist eine Neigungseinrichtung gemäß Fig. 4 bei Betrachtung der Schmalseite
des Schienenfahrzeuges dargestellt. Es ist der auf der Schiene 6 laufende Wagen
kasten 1 mit dem Drehgestellrahmen 2 mit vertikaler Drehachse 4, den Rädern 9,
der Wiege 10, den Federelementen 11, den am Wagenkasten befestigten Stempeln
13, 15, den an der Wiege 10 befestigten Keilflächen 14, 16, dem sphärischen Ge
lenklager 34 und dem Zapfen 35 zu erkennen. Die Höhe hG des Gelenklagers 34
von der Schiene 6 kann nach Auslegungsparameter der Neigung variiert werden.
Auch läßt sich das Gelenklager 34 kinematisch durch Kreuzlenker in bekannter
Weise ersetzen. Die Neigung des Wagenkastens 1 (ohne Neigung: durchgezogene
Linie; mit Neigung rechts/links: Strichpunkt-Linien), d. h. das Anheben und Absenken
der äußeren Wagenkastenbereiche erfolgt um eine durch das sphärische Gelenkla
ger 34 verlaufende Achse parallel zur Fahrzeughauptachse HA. Die Höhe h des
Schwerpunktes 17 des Wagenkastens über der Schiene 6 bleibt bei den hier vorge
sehenen Wagenkastenneigungen praktisch erhalten.
In Fig. 6 ist eine Neigungseinrichtung gemäß Fig. 5 mit zusätzlichen stabilisierenden
Maßnahmen gezeigt. Diese zusätzlichen Maßnahmen betreffen die Achsen der
Stempel und die Neigung der Keilflächen quer zur Hauptachse HA des Wagenka
stens 1. Im einzelnen sind die Achsen der Stempel 19, 21 derart geneigt, daß sich
der imaginäre Schnittpunkt 18 der verlängert gedachten Stempelachsen oberhalb
des Schwerpunktes 17 des Wagenkastens befindet. Dementsprechend sind auch
die Keilflächen 20, 22 derart quer zur Hauptachse HA geneigt, daß sie einen rechten
Winkel mit den Stempelachsen bilden. Diese Maßnahmen stellen die Stabilität des
Wagenkastens im geneigten und nicht geneigten Zustand sicher. Das sphärische
Gelenklager 34 ist nicht mehr erforderlich.
Fig. 7 zeigt eine Variante zur Stempel/Keilflächen-Ausbildung, bei der die Enden der
Stempel 13 nicht mit Gleitflächen, sondern mit Rollen 23 versehen sind, was das
reibungsarme Gleiten des Stempels längs der Keilfläche 14 für das Anheben und
Absenken der Wagenkastenbereiche verbessert.
Die vorstehend angeführten Keilflächen-Systeme bewirken die Wagenka
sten-Neigung unabhängig von der Fahrzeuggeschwindigkeit und lediglich in Ab
hängigkeit der Drehgestellauslenkungen bei Gleisbogenfahrt. Bei langsamer Fahr
zeuggeschwindigkeit ist es jedoch oftmals sinnvoll, ganz auf eine Neigung des Wa
genkastens zu verzichten. Um zu verhindern, daß sich der Wagenkasten in unnöti
ger Weise auch bei Langsamfahrt des Fahrzeuges neigt wird vorgeschlagen, die
Keilflächen oder Stempel erst ab einer festgelegten Geschwindigkeit auszufahren
und bei Langsamfahrt zu versenken. Alternativ kann das Ausmaß der Wagenka
sten-Neigung in Abhängigkeit der Geschwindigkeit durch entsprechendes Ausfah
ren/Versenken der die Neigung bewirkenden Baukomponenten stufenlos oder in
mehreren Stufen eingestellt werden.
In Fig. 8 ist hierzu eine Neigungseinrichtung mit einstellbarem Neigungswinkel dar
gestellt, mit der die vorstehend angeführten Vorteile erzielbar sind. Es ist eine Sei
tenansicht des Drehgestellrahmens 2 mit Federelementen 11 und Wiege 10 zu er
kennen. Als im Steigungswinkel β einstellbare Keilfläche 24 dient eine um eine
Drehachse 25 schwenkbare Platte. An einer Endseite der Platte greift die Kolben
stange 26 eines Steuerzylinders 27 an, welcher von einer Steuereinrichtung 28 (z. B.
einer Hydraulikpumpe) beaufschlagbar ist. Durch Ein- und Ausfahren der Kolben
stange 26 läßt sich der Steigungswinkel β der Keilfläche 24 stufenlos einstellen.
Wie aus den vorstehenden Ausführungen ersichtlich ist, erfolgt die Verbindung zwi
schen Drehgestellrahmen 2, 3 und Wiege 10 elastisch über die Federelemente 11.
In Fig. 9 sind zusätzliche Maßnahmen zur Stabilisierung der Wiege dargestellt. Wie
zu erkennen ist, kann die Stabilisierung der Wiege 10 am Drehgestellrahmen 2 über
Längslenker 29, 30 und/oder am Wagenkasten 1 über Querlenker 31, 32 erfolgen,
wobei die einzelnen Lenker zusätzlich mit Federelementen 33 versehen sein kön
nen. Die Querlenker 31, 32 sind gestrichelt angedeutet, um zu dokumentieren, daß
diese Lenker alternativ zu den Längslenkern 29, 30 oder zusätzlich zu diesen vor
gesehen sein können. Auch kann das Drehgestell 2, 3 in Richtung der Hauptachse
HA durch eine Stange 36 mit dem Wagenkasten 1 gelenkig verbunden und in
Längsrichtung geführt werden, wenn in der Wiege das sphärische Gelenklager 34 in
Längsrichtung verschiebbar (mit Längsspiel) oder aber stabilisierende Längslenker
29, 30 für die Wiege 10 nicht ausgeführt bzw. angewandt werden.
Bei den vorstehend behandelten Keilflächen/Stempel-Systemen wird stets davon
ausgegangen, daß die Stempel oder Stützen am Wagenkasten montiert sind, wäh
rend die Keilflächen an der Wiege befestigt sind. Die Umkehrlösung hierzu ist je
doch selbstverständlich ebenfalls ausführbar, d. h. am Wagenkasten sind die Keilflä
chen montiert und an der Wiege die Stempel oder Stützen.
Claims (9)
1. Neigungseinrichtung zur Neigung des Wagenkastens eines mit Drehge
stellen versehenen Schienenfahrzeuges gegenüber den Schienen, gekennzeichnet
durch eine mit dem Drehgestellrahmen (2, 3) über Federelemente (11) verbundene
Wiege (10), welche über ein Keilflächen-System mit dem Wagenkasten (1) des
Schienenfahrzeuges verbunden ist, wobei das Keilflächen-System bei Verdrehungen
(α) zwischen Drehgestellrahmen und Wagenkasten bei Gleisbogenfahrt die bogen
äußere Seite des Wagenkastens anhebt und die bogeninnere Seite in gleichem Maß
absenkt.
2. Neigungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
Keilflächen-System aus zwei vertikal übereinander angeordneten, jeweils schief ab
geschnittenen, geraden Kreiszylindern (7, 8) besteht, deren Achsen bei Geradeaus
fahrt und ohne Verdrehung (α) zwischen Drehgestellrahmen und Wagenkasten deckungs
gleich sind der vertikalen Drehachse (4) des Drehgestellrahmens (2, 3), wobei
die Kreisflächen der Kreiszylinder fest mit der Wiege (10) bzw. dem Wagenkasten
(1) verbunden sind und die Keilflächen (12) gegeneinander pressen.
3. Neigungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
Keilflächen-System aus zwei an den äußeren Seiten des Wagenkastens bzw. der
Wiege angeordneten Keilflächen/Stempel-Systemen besteht, deren Verbindungs
achse die vertikale Drehachse (4) des Drehgestellrahmens rechtwinklig schneidet,
wobei entweder die Stempel (13, 15, 19, 21) fest mit dem Wagenkasten (1) und die
Keilflächen (14, 16, 20, 22) fest mit der Wiege (10) oder umgekehrt die Keilflächen
fest mit dem Wagenkasten und die Stempel fest mit der Wiege verbunden sind.
4. Neigungseinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Drehachse (4) des Wagenkastens (1) als Zapfen (35) ausgebildet ist und in einem
sphärischen Gelenklager (34) in der Wiege (10) zentriert wird oder umgekehrt die
Wiege einen Zapfen besitzt und das Gelenklager im Wagenkasten angeordnet ist.
5. Neigungseinrichtung nach Anspruch 3 dadurch gekennzeichnet, daß die
Stempel (19, 21) und Keilflächen (20, 22) derart geneigt sind, daß sich der imagi
näre Schnittpunkt (18) der verlängert gedachten Stempelachsen oberhalb des
Schwerpunktes (17) des Wagenkastens (1) befindet.
6. Neigungseinrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, gekennzeichnet
durch Rollen (23) an den Stempelenden.
7. Neigungseinrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Steigungswinkel (β) der Keilflächen (24) einstellbar ist.
8. Neigungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, gekennzeichnet
durch eine stabilisierende Befestigung der Wiege (10) am Drehgestellrahmen (2, 3)
oder Wagenkasten (1) über Lenker (29, 30, 31, 32, 36).
9. Neigungseinrichtung nach Anspruch 8, gekennzeichnet durch Lenker (29,
30, 31, 32) mit Federelementen (33).
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996109032 DE19609032A1 (de) | 1996-03-08 | 1996-03-08 | Neigungseinrichtung zur Neigung des Wagenkastens eines Schienenfahrzeuges gegenüber den Schienen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996109032 DE19609032A1 (de) | 1996-03-08 | 1996-03-08 | Neigungseinrichtung zur Neigung des Wagenkastens eines Schienenfahrzeuges gegenüber den Schienen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19609032A1 true DE19609032A1 (de) | 1997-09-11 |
Family
ID=7787646
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1996109032 Withdrawn DE19609032A1 (de) | 1996-03-08 | 1996-03-08 | Neigungseinrichtung zur Neigung des Wagenkastens eines Schienenfahrzeuges gegenüber den Schienen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19609032A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN102481941A (zh) * | 2009-09-15 | 2012-05-30 | 奥地利西门子公司 | 用于轨道车辆的侧滚补偿系统 |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3010393C2 (de) * | 1979-06-21 | 1985-09-26 | The Budd Co., Troy, Mich. | Kraftbetätigte Neigungseinrichtung für Wagenkästen von Schienenfahrzeugen |
-
1996
- 1996-03-08 DE DE1996109032 patent/DE19609032A1/de not_active Withdrawn
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3010393C2 (de) * | 1979-06-21 | 1985-09-26 | The Budd Co., Troy, Mich. | Kraftbetätigte Neigungseinrichtung für Wagenkästen von Schienenfahrzeugen |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN102481941A (zh) * | 2009-09-15 | 2012-05-30 | 奥地利西门子公司 | 用于轨道车辆的侧滚补偿系统 |
| US8899160B2 (en) | 2009-09-15 | 2014-12-02 | Siemens Ag Oesterreich | Roll compensation system for rail vehicles |
| CN102481941B (zh) * | 2009-09-15 | 2016-04-20 | 奥地利西门子公司 | 用于轨道车辆的侧滚补偿系统 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2660079C3 (de) | Verstelleinrichtung für einen Schienenfahrzeug-Radsatz in einem zwei- oder mehrachsigen Drehgestell | |
| DE69428683T2 (de) | Sich selbsttätig einstellendes drehgestell | |
| DE2434143A1 (de) | Vorrichtung zum stabilisieren von fahrzeugen | |
| DE4140126A1 (de) | Laufwerk fuer schienenfahrzeuge | |
| DE3723833C2 (de) | Radsatzführung für schnellfahrfähige Drehgestelle von Schienenfahrzeugen und Verfahren zum Umrüsten von Drehgestellen auf diese Radsatzführung | |
| DE3004082C2 (de) | Einrichtung zur Steuerung der Schwenkbewegung eines Radsatzes eines Schienenfahrzeuges in einer Kurve | |
| DE69002686T2 (de) | Drehgestellkonstruktion für ein Eisenbahnfahrzeug. | |
| DE636714C (de) | Einrichtung an Schienenfahrzeugen zum kurvenrechten Einstellen von Drehgestellen oder Einzelachsen | |
| DE4204783C2 (de) | Laufwerk für Schienenfahrzeuge | |
| DE4240720C2 (de) | Fahrwerk für ein Schienenfahrzeug | |
| EP0401618A1 (de) | Drehgestell für schnellfahrende Schienenfahrzeuge | |
| DE19609032A1 (de) | Neigungseinrichtung zur Neigung des Wagenkastens eines Schienenfahrzeuges gegenüber den Schienen | |
| DE2659797A1 (de) | Fahrgestell fuer ein schienenfahrzeug | |
| DE2031098B2 (de) | Abstützung des Kastens eines Schienenfahrzeuges auf einem Drehges teil | |
| DE2320323A1 (de) | Radsatzfuehrung fuer ein schienenfahrzeug, insbesondere fuer schnellverkehr | |
| DE2929896C2 (de) | Vorrichtung zum Kuppeln zweier Drehgestelle eines Schienenfahrzeuges | |
| DE4206342C2 (de) | Scheibenbremsgestänge für Schienenfahrzeuge mit querverschieblichem Radsatz | |
| DE3942235C2 (de) | ||
| EP0410407B1 (de) | Fahrwerksgruppe für ein Schienenfahrzeug oder für ein Drehgestell eines Schienenfahrzeuges | |
| DE4105350C2 (de) | Sekundärfederung für Drehgestelle von Schienenfahrzeugen | |
| DE2007558A1 (de) | ||
| DE564512C (de) | Lenkraeder fuer Schienenfahrzeuge mit zwanglaeufiger Anpassung des Abstandes der Radebenen an die Spurweite in Kurven | |
| EP0080068B1 (de) | Lagerung des Radsatzes an Eisenbahnfahrzeugen in einem Drehgestellrahmen | |
| DE2224406C3 (de) | Neigungssteuerung der Wagen eines Schienengliederzuges | |
| DE2107073C3 (de) | Gasfederung für Schienenfahrzeuge |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OM8 | Search report available as to paragraph 43 lit. 1 sentence 1 patent law | ||
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: NATTERMUELLER, ROLF, 90419 NUERNBERG, DE |
|
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |