DE2031098B2 - Abstützung des Kastens eines Schienenfahrzeuges auf einem Drehges teil - Google Patents
Abstützung des Kastens eines Schienenfahrzeuges auf einem Drehges teilInfo
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Description
Die Erfindung bezieh; sich auf eine Abstützung der Kastens eines Schienenfahrzeuges auf einem
Drehgestell mit zwei seitlich angeordneten elastischen Stützkörpern, welche an einem der beiden
Fahrzeugteile, dem Drehgestell bzw. dem Kasten, starr befestigt und je mit einem horizontal beweglichen
Auslenkelement versehen sind, welches mit dem anderen Fahrzeugteil gekoppelt ist.
Es sind Abstützungen mit allseitig auslenkbaren Stützkörpern, z. B. sogenannte »Flexicoik-Schraubenfedern,
bekannt, welche sich — etwa beim Befahren von Gleiskurven — entsprechend den Verdrehungen
bzw. seitlichen Verschiebungen des Drehgestells gegenüber derr; Fahrzeugkasten schrägstellen.
Dabei ist, um die Stabilität der Abstützung zu gewährleisten, bei den bekannten Abstützungen eine zu
große Neigung der Federachsen gegen die Vertikale zu vermeiden, so daß für die zulässigen Verschränkbewegungen
relativ enge Grenzen gesetzt sind.
Bei einer bekannten Abstützung der eingangs genannten Art, an einem Fahrzeug, bei dem die Übertragung
der Zug- und Bremskräfte zwischen dem Drehgestell und dem Kasten über Zugstangen einer
Tiefzugvorrichtung erfolgt, sind die Federn je mil einem Ende an dem einen der beiden Fahrzeugteile
und mit dem anderen Ende an eine.n Gleitschuh befestigt, welcher am anderen Fahrzeugteil durch einen
an diesem angelenkten Querlenker entlang einer etwe ka-isbogenförmigen Gleitbahn um einen annähernd
in der Drehachse des Drehgestells liegenden Drehpunkt geführt ist (deutsche Offenlegungsschrifi
1 803 053).
Ähnliche Abstützungen sind auch für Schienenfahrzeuge mit einem die Zug- und Bremskräfte übertragenden
vertikalen Drehzapfen bekannt, welchei am Drehgestellrahmen in Querrichtung verschiebbai
gelagert ist (deutsche Auslegeschrift 1 213 468 bzw deutsche Auslegeschrift 1 273 558).
Bei einer anderen bekannten Abstützung der ge nannten Gattung sind zur Begrenzung der Querbewc
gungen des Fahrzeugkastens gegenüber dem Diehge stell seitlich Anschläge und Gummipuffer vorgesehci
(deutsche Auslegeschrift J 153 408).
Bei diesen beschriebenen Abstützungen sind dii mit den beweglichen Federenden verbundenen Gleit
schuhe nur gemeinsam mit dem zugehörigen Fahr zeugteil, d. h. jeweils um den gleichen Betrag, ii
Querrichtung verschiebbar. Die bekannten Abstüt zungen sind daher nicht für alle Fahrzeugkonstruk
tionen geeignet. Beispielsweise können bei einer Lo komotive mit einem auf drei Drehgestellen angeord
neten Kasten, welcher entweder ungeteilt sein ode aus zwei nur um eine horizontale Querachse gegen
einander beweglichen Kastenhälften bestehen kanr insbesondere zwischen dem mittleren Drehgeste
und dem Fahrzeugkasten seitliche Verschiebunge zwischen 200 und 300 mm auftreten. Derartige Vei
schränkbcwegiingen können durch die bekannten
Abstützungen nicht aufgenommen werden, ohne die für die Verformung der Stützkörper zulässigen BcIastuncswerte
zu überschreiten.
Der im Anspruch 1 angegebenen Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Verbindung zwischen dem
Fahrzeugkasten und dem Drehgestell in dieser Hinsicht zu verbessern und eine Abstützung zu schaffen,
welche — bei einer im Vergleich zu den bekannten Anordnungen geringeren oder gleich großen Verformung
der Stützkörper — wesentlich größere gegenseitige Verschränkbewegungen der beiden Fahrzeugteile
als bisher zuläßt.
Die Lösung der Aufgabe wird dadurch ermöglicht, daß das Auslenkelement mit einer vom Fahrzeugkasten
und vom Drehgestell gemeinsam zwangläufig gesteuerten, quer zur Fahrtrichtung des Fahrzeuges
wirksamen Verstelleinrichtung verbunden und durch diese relativ zu den beiden Fahrzeugteilen beweglich
geführt ist, derart, daß die seitliche Auslenkung des Auslenkelementes um ein vorbestimmtes Verhältnis
kleiner ist als die entsprechende gegenseitige Verschiebung der beiden Fahrzeugteile.
Bei der erfindungsgemäßen A.bstützung wird ein Ausknicken der Stützkörper verhindert, indem die
von den Auslenkelementen erfaßten Partien der Stützkörper durch die von vertikalen Stützkräften
unbelastete Verstelleinrichtung nur um einen Betrag ausgelenkt werden, der in einem vorbestimmten, zulässigen
Verhältnis zur freien Federlänge der Stützkörper steht. Der restliche Teil der diese Querauslenkung
übersteigenden Querverschiebung des Fahrzeugkastens gegenüber dem Drehgestell wird durch
eine Verschiebung des Fahrzeugkastens bzw. des Drehgestells gegenüber den Auslenkelementen der
Stützkörper ausgeführt.
Auf dies. Weise kann die gegenseitige Verschränkung des Fahrzeugkastens und des Drehgestells —
im Rahmen der bei Schienenfahrzeugen üblichen Größenordnung — nahezu beliebig groß sein, ohne
daß die Stützkörper mehr als bisher in horizontaler Richtung belastet werden müßten. Ein weiterer Vorteil
der erfindungsgemäßen Abstützung besteht darin, daß bei geringerer Verformung der Stützkörper auch
deren der Auslcnkbewegung entgegenwirkende Rückstellkraft, im Vergleich zu den bisherigen Anordnungen,
entsprechend verkleinert wird.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Un'.eransprüchen beschrieben. Die Ausgestaltung
der Erfindung nach Anspruch 2 ermöglicht eine häufig sehr erwünschte Dämpfung der beim Befahren
von Kurven auftretenden seitlichen Schwingungen des Fahrzeugkastens. Wird keine oder nur eine geringe
Dämpfung der erwähnten seitlichen Schwingungen angestrebt, kann in Ausgestaltung der Erfindung
nach Anspruch 3 eine mit besonders geringer Reibung und dementsprechend geringem Verschleiß
arbeitende Abstützung für den Fahrzeugkasten geschaffen werden.
Eine derartige Anordnung ist z. B. für das mittlere von drei Drehgestellen einer Lokomotive vorteilhaft,
wobei etwa die beiden äußeren Drehgestelle Auslenkclemente mit ü'eitflächen aufweisen. Dadurch
sind nur die um einen relativ kleinen Betrag auszulenkcnden
Gleitelemente an der Schwingungsdämpfung beteiligt, während sich die den größten Anschlag
aufnehmenden mittleren Auslenkelemente nraktisch frei einstellen können.
Eine nahezu reibiingsfreie Abstützung des Fahrzeugkastens
läßt sich bei einer Ausluhrungsform der Erfindung nach Anspruch 4 erzielen. Dabei werden
die Stützkörper durch die ihre freie Länge unterteilenden Auslenkelemcnte seitlich geführt und damit
gegen Ausknicken gesichert, so daß relativ schlanke, besonders weich federnde Stützkörper verwendet
werden können.
In Ausgestaltung der Erfindung nach Anspruch 5
ίο kann das Verhältnis zwischen der Querauslenkung
der Auslenkelemente und der Verschiebung des Kastens bzw. des Drehgestells gegenüber den Auslenkelementen
auf besonders einfache Weise durch geeignete Wahl des Verhältnisses, in welchem die Hebellänge
unterteilt wird, beeinflußt werden. Einen vorteiiuaft geringen baulichen Aufwand erfordert eine
Ausführungsform der Erfindung nach Anspruch 6, bei welcher der Hebel der Verstelleinrichtung seine
Verstellbewegungen ungehinderf ausführen kann,
ohne etwa die vertikale Federung des Fahrzeugkastens zu beeinträchtigen.
In Ausgestaltung der Erfindung nach Arspruch 7 kann die Vorrichtung in vorteilhaft gedrängter, niederer
Bauweise ausgeführt werden. Eine Abstützung mit besonders geringem Raumbedarf, insbesondere
mit geringer Bauhöhe, kann durch die Ausgestaltung der Erfindung nach Anspruch 8 erzielt werden.
Die Erfindung wird an Hand von in der Zeichnung
schematisch dargestellten Ausführungsbeispielen erläutert.
Es zeigt
Fig. i ein Drehgestell im Querschnitt mit einer Abstützung für den Fahrzeugkasten,
Fig. 2 die Abstützung nach Fig. 1 mit seitlich verschobenem Fahrzeugkasten,
F i g. 3 bis 7 weitere Abstützungen je in einer abgewandelten
Aiisführungsform und
F i g. 8 und 9 Einzelheiten von anderen Abstützungen, ebenfalls je in einer abgewandelten Ausführungsform.
In den F i g. 1 bis 9 sind nur die für die Erläuterung der Erfindung notwendigen Teile dargestellt.
Ein nur teilweise gezeichneter Fahrzeugkasten 1 (Fig. 1) ruht auf zwei am Rahmen des Drehgestclles
2 befestigten elastischen Stützkörpein 3, weiche aus vertikal und horizontal belastbaren sogenannten
»Flexicoik-Schraubenfedern gebildet sind. Das Drehgestell! ruht auf zwei in Lagern 12 gelagerten
Achsen 11, auf denen die auf Schienen 10 geführten
so Lfüfräder 13 angeordnet sind. In Fig. 1 ist nur eine
der Achsen 11 sichtbar.
Auf die oberen Enden der Stützkörper3 ist je ein
Auslenkelement 4 aufgesetzt, welches eine mit einer zugehörigen Stützfläche 14 des Fahrzeugkastens 1
zusammenwirkende Gleitfläche 15 aufweist. An den einander zugcKchrten Seiten der Auslenkelemcnte 4
sind an Lappen 16 Lenker 6 a und 6 b angelenkt, welche mit einer in der Mitte zwischen den Stützkörpern
3 angeordneten Verstelleinrichtung 8 verbunder sind.
Die Verstelleinrichtung 8 enthält einen in der ir Fig. 1 dargestellten Ruhestellung vertikal angeordneten,
in einer Vertikalebene quer zur Fahrtrichtung des Fahrzeuges schwenkbaren Hebel 5, welcher ar
einem im Fahrzeugkasten 1 befestigten Lappen 11 gelenkig aufgehängt ist. Das untere Ende des He
bels5 ist am freien Ende eines ebenfalls in einer ver
tikalen Ebene schwenkbaren, horizontal angeordne
ten Querlenker7 angelenkt. Der Querlenker? ist als
einarmiger Hebel ausgebildet, welcher an einem am Rahmen des Drehgestelles 2 befestigten Lappen 18
gelagert ist.
Die beiden Lenker 6 a und 6 b sind am Hebel 5 in der Mitte zwischen seinen beiden Anlenkstellen auf
gleicher Höhe angelenkt.
Beim Befahren von Gleiskurven wird der Fahrzeugkasten 1 gegenüber dem Drehgestell 2 seitlich
verschoben, wobei der mit dem Querlenker? verbundene Hebel 5 aus seiner in F i g. 1 gezeichneten vertikalen
Stellung um einen Betrag .v ausgelenkt wird (Fig. 2). Der die Verstellkräfte übertragende Querlenker?
stellt sich auf die der jeweiligen Schwenkstellung des Hebels 5 entsprechende Höhenlage ein,
so daß das freie Spiel der Stützkörper (Federn) 3 in vertikaler Richtung nicht beeinträchtigt wird.
Durch die zwangsläufige Verbindung der Auslenkelemente 4 mit dem Hebel 5 der Verstelleinrichtung 8
werden die Auslenkelemente 4 mit den oberen Enden der Stützkörper3 aus ihrer in Fig. 1 dargestellten
Ruhestellung nicht um den ganzen Betrag x, sondern nur um einen Betrag x, in die in F i g. 2 gezeichnete
Stellung verschoben, während sich der Fahrzeugkasten 1 gegenüber den Ablenkelementen 4 je um
einen Betrag *, verschiebt. Beim dargestellten Beispiel
— mit den in der Mitte des Hebels 5 angreifenden Lenkern 6 a und 6 b — entsprechen die Beträge
.r, und .ν., je dem halben Gesamtausschlag x.
Durch die bei der Gleitbewegung des Fahrzeugkastens 1 auf den Auslenkelementen 4 entstehende Reibung
wird eine Dämpfung der seitlichen Schwingungen des Fahrzeugkastens 1 erreicht.
Das Verhältnis zwischen den Teilauslenkungen xt
und x, kann beliebig gewählt werden. Beispielsweise kann durch Tiefersetzen der Anlenkstellen der Lenker
6a bzw. 6b am Hebel 5 der Betrag*, gegenüber dem Betrag X2 vergrößert werden, so daß der größte
Teil der Auslenkung durch die Gleitbewegung des Fahrzeugkastens ausgeführt wird, während nur ein
entsprechend geringerer Restbetrag der Auslenkung durch die Stützkörper 3 aufgenommen werden muß,
welche dadurch in erster Linie vertikal belastet werden. Umgekehrt kann — durch Höhersetzen der Anlenkstellen
der Lenker 6a bzw. 6b am Hebel — der durch die Verschiebung des Fahrzeugkastens 1 gegenüber
den Auslenkelementei 4 aufgenommene Anteil X1
der Seitenauslenkung gegenüber der Auslenkung X2 der Stützkörper 3 entsprechend verringert
werden.
Das Drehgestell 2 kann auch mit einer anders ausgebildeten Verstelleinrichtung 8' versehen sein
(Fig.3), bei welcher ein am Fahrzeugkasten J. gelagerter
und mit den Lenkern 6 α bzw. 6 b verbundener Hebel 5' mit seinem freien Ende in einem am Rahmen
des Drehgestelles 2 beweglich gelagerten Führungsteil 9 verschiebbar geführt ist Dadurch kann
ier Hebel 5' die durch die Seitenauslenkung entsteienden Pendelbewegungen ebenfalls ausführen, ohne
laß das freie Spiel der Federn 3 beeinträchtigt wird.
Bei der Anordnung nach Fig.4 sind die freien Enden der Stützkörper 3 mit Auslenkelementen 21
'erblinden, an welchen je zwei aufrechtstehende Penlelstützen
22 angelenkt sind. Auf den Pendelstützen 2 mht ein mit diesen gelenkig verbundener Fahrjugkasten23.
Die Auslenkelemente 21 sind, ähnch wie bei der Anordnung nach Fig. 1, mit einer
Stelleinrichtung 8 verbunden.
Bei einer seitlichen Verschiebung des Fahrzeugkastens 23 gegenüber dem Drehgestell werden die Pendelstützen
22 entsprechend der jeweiligen Neigung des Hebels 5 schräg gestellt, wobei die Auslenkelemente
21 mit den oberen Enden der Stützkörper 3 aus der gezeichneten Ruhestellung je um einen durch
das Teilungsverhältnis des Hebels 5 bestimmten Teilbetrag ausgelenkt werden, welcher beim dargestellten
Beispiel etwa der Hälfte des gesamten Ausschlages
ίο entspricht.
Um die Bauhöhe der Abstützverbindung klein zu halten, kann der Fahrzeugkasten 23 mit beiderseits
der Stützkörper 3 nach unten vorstehenden Laschen 24 (Fi g. 8) versehen sein, deren untere Enden je mit
einem am entsprechenden Auslenkelement 21' aufgehängten Pendclstab 25 gelenkig verbunden sind.
Bei der Anordnung nach Fig. 5 besteht jeder Stützkörper 3' aus zwei Teilkörpern 3 α und 3 b,
welche je am Fahrzeugkasten 23 bzw. am Drehgestell 2 einseitig befestigt sind und deren einander zugekehrte
Enden mit einem in der beschriebenen Weise gesteuerten Auslenkelement 26 verbunden
sind. Bei dieser Anordnung werden die etwa gleich langen Teilk^rper 3 a und 3 ft beim gegenseitigen
Verschränken des Fahrzeugkastens 23 und des Drehgestelles 2 jeweils nur etwa um die Hälfte des gesamten
Ausschlages ausgelenkt; die gesamte Länge der Stützkörper 3' wird demnach entsprechend dem Teilungsverhältnis
des Hebels 5 unterteilt, wodurch die Stabilität der Stützkörper 3' verbessert wird. Diese
Anordnung ist besonders für Fahrzeuge geeignet, bei welchen auf eine weiche vertikale Federung Wert gelegt
wird. Infolge der seitlichen Führung der Stützkörper 3' können diese besonders schlank ausgeführt
werden und trotzdem — bei vergleichbarer Höhe der Stützkörper — mit größerer Exzentrizität belastet,
d. h. je um einen größeren Betrag als bisher ausgelenkt werden. An Stelle von zwei gleich langen Teilkörpern
3 α und 3 b können auch verschieden lange
oder einteilige Stützkörper verwendet werden, welch letztere etwa durch manschettenförmig ausgebildete
Auslenkelemente in einer beliebigen mittleren Höhenlage geführt sind.
Eine geringe Bauhöhe der Abstützeinrichtung
Eine geringe Bauhöhe der Abstützeinrichtung
wird auch durch die Anordnung der Stützkörper 3 ir seitlich am Rahmen des Drehgestelles 2 angebrachten
Haltern 29 erzielt (Fig.6). Bei dieser Anordnung
können die Stützkörper 3 um die Höhe des Drehgestellrahmens tiefer gesetzt werden. Die Steuerung der
Auslenkelemente 4 erfolgt durch eine hydraulische Verstelleinrichtung 28, weiche einen am Fahrzeugkasten
1 angelenkten Druckzylinder 31 und zwei starr mit dem Fahrzeugkaslen 1 verbundene Steuerzylinder
32 enthält.
Im Druckzylinder 31 ist ein Druckkolben 33 geführt, dessen Kolbenstange 34 durch eine Dichtung
aus dem Druckzylinder 31 herausgeführt und em
Rahmen des Drehgestelles 2 angelenkt ist In den Steuerzylindern 32 sind Steuerkolben 35 geführt, de-
ren Kolbenstangen 36 ebenfalls je durch eine Dichtung aus den Steuerzylindern 32 herausgeführt und
mit einem der beiden Auslenkelemente 4 verbunden sind. Die beiden durch den Druckkolben 33 getrennten
Hubräume 43 und 44 des Druckzylinders 31 sind
je an eine Steuerleitung 37 bzw. 38 angeschlossen, weiche entsprechende Hubräume 39 bzw. 40 der
beiden Steuerzylinder 32 verbindet, derart, daß der Druckkolben 33 und die Steirarkolben 35 ieweils
gleichgerichtete Hubbswegungen quer zur Fahrtrichtung
ausführen können.
Es versteht sich, daß — im Gegensatz zum dargestellten Beispiel — der Druckzylinder 31 mit dem
Drehgestel1 S und der Druckkolben 33 mit dem Fahrzeugkasten 1 verbunden sein kann. Bei einer
derartigen Anordnung müßte die Steuerleitung 37 dementsprechend mit dem Hubraum 44 und die
Steuerleitung 38 mit dem Hubraum 43 verbunden sein.
Bei einer seitlichen Verschiebung des Fahrzeugkastens 1 gegenüber dem Drehgestell 2 führt der gemäß
F i g. 6 angeordnete Druckzylinder 31 gegenüber dem Druckkolben 33 eine entsprechende, von der in
F i g. 6 gezeichneten Mittelstellung z. B. nach rechts gerichtete Bewegung aus. Dabei wird Hydraulikflüssigkeit
aus dem Hubraum 43 des Druckzylinders 31 verdrängt und gelangt durch die Steuerleitung 37 in
die Hubräume 39 der Steuerzylinder 32, wodurch die Steuerkolben 35 entgegen der Auslenkbewegung des
Fahrzeugkastens 32, d.h. aus der in Fig.6 gezeichneten
Mittelstellung nach links bewegt werden. Die aus den Hubräumen 40 verdrängte Hydraulikflüssigkeit
gelangt dementsprechend in den Hubraum 44 des Druckzylinders 31.
Da die aus dem Druckzylinder 31 austretende Hydraulikflüssigkeit
jeweils auf die beiden Steuerzylinder 32 verteilt wird, ist — bei gleich großen Zylinder-
bzw. Kolbendurchmessern — der Hub jedes der beiden Steuerkolben 35 halb so groß wie der Hub
des Druckkolbens 33. Die Auslenkelemente 4 werden demnach durch die Steuerkolben 35 nur je um die
Hälfte des Gesamtausschlages verschoben. Die andere Hälfte des Ausschlages wird, ähnlich wie bei der
S Anordnung nach F i g. 1 und 2, durch eine Verschiebung der Auslenkelemente 4 gegenüber den Stützflächen
14 des Fahrzeugkastens 1 aufgenommen.
Das Verhältnis der Teilausschläge der Auslenkclemente
4 zum Gesamtausschlag des Fahrzeugkastens 1
ίο ist durch das Verhältnis der Zylinder- bzw. Kolbenquerschnitte
bestimmt und kann dementsprechend beliebig gewählt werden.
Falls auf die durch Gleitreibung erzielbare Schwingungsdämpfung verzichtet wird, etwa um den
t5 Verschleiß der zusammenwirkenden Teile klein zu
halten, können zwischen den Ablenkelementen 4 und der zu stützenden Partie des Fahrzeugkastens 1
aucli Lagerrollen 41 vorgesehen werden (F i g. 9).
Beim Ausführungsbeispiel nach Fig.7 sind die
ao Stützkörper 3 am Fahrzeugkasten 23 befestigt; ihre Auslenkelemente 4 sind auf entsprechenden Stützflächen
42 des Drehgestellrahmens 2 seitlich verschiebbar gelagert und mit einer Verstelleinrichtung 8 verbunden.
as Die Verstelleinrichtung kann auch so ausgebildet sein, daß der Hebel 5 am Drehgestellrahmen 2 angelenkt
und der Querlenker 7 am Fahrzeugkasten 1 angelenkt ist. Es versteht sich, daß auch die Abstützungen
nach den F i g. 1,3,4 und 5 in entsprechender
Weise ausgebildet sein können.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (8)
1. Abstützung des Kastens eines Schienenfahrzeuges auf einem Drehgestell mit zwei seitlich S
angeordneten elastischen Stützkörpern, welche an einem der beiden Fahrzeugteile, dem Drehgestell
bzw. dem Kasten, starr befestigt und je mit einem horizontal beweglichen Auslenkelement versehen
sind, welches mit dem anderen Fahrzeugteil ge- ίο
koppelt ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Ablenkelement (4, 21, 21' bzw. 26) mit
einer vom Fahrzeugkasten (1 bzw. 23) und vom Drehgestell (2) gemeinsam zwangläufig gesteuerten,
quer zur Fahrtrichtung des Fahrzeuges wirksamen Verstelleinrichtung (8, 8' bzw. 28) verbunden
und durch diese relativ zu den beiden Fahrzeugteilen (1 und 2 bzw. 2 und 23) beweglich geführt
ist, deratT daß die seitliche Auslenkung des Auslenkelementes (4, 21, 21' bzw. 26) um ein
vorbestimmtes Verhältnis kleiner ist als die entsprechende gegenseitige Verschiebung der beiden
Fahrzeugteile (1 und 2 bzw. 2 und 23).
2. Abstützung nach Anspruch 1 mit am Fahrzeugkasien bzw. am Drehgestell angeordneten
Stützflächen zur Führung der Auslenkelemente, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützflächen (14
bzw. 42) als quer zur Fahrtrichtung verlaufende Gleitbahnen ausgebildet sind.
3. Abstützung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Auslenkelemente
(4, 21 bzw. 21') je über beweg) :h angeordnete Tragmittel (Pendelstütze 22 bzw. Pendelstab 25
bzw. Lagerrolle 41) an der benachbarten Partie des Fahrzeugkastens (1 bzw. 23) bzw. des Drehgestelies
(2) abgestützt sind.
4. Abstützung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützkörper (3') je mit dem
Drehgestell (2) und dem Fahrzeugkasten (23) verbunden sind und daß die Auslenkelemente 4 a
(26) an den Stützkörpern (3') je innerhalb der Stützlänge angreifen.
5. Abstützung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstelleinrichtung
(8 bzw. 8') einen zwischen den Stützkörpern (3 bzw. 3') angeordneten, quer zur Fahrtrichtung
schwenkbaren Hebel (5 bzw. 5') enthält, welcher einerseits mit dem Fahrzeugkasten (1
bzw. 23) und andererseits mit dem Drehgestell (2) beweglich verbunden ist, und an welchem
zwei seine Länge in einem vorbestimmten Verhältnis unterteilende, je mit einem der Auslenkelemente
(4, 21 bzw. 26) verbundene Lenker (6 a und 6 b) angeienkt sind.
6. Abstützung nach Anspruch 5, dadurch gckennzeichnet,
daß das eine Ende des Hebels (5) am Fahrzeugkasten (1 bzw. 23) oder am Drehgestell
(2) gelagert und das andere Ende an einem am Drehgestell (2) bzw. am Fahrzeugkasten (1
und 23) schwenkbar gelagerten Querlenker (7) angelenkt ist.
7. Abstützung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß das eine Ende des Hebels (5, 5') am Fahrzeugkasten (1) oder am Drehgestell (2) gelagert und das andere Ende in einem am
Drehgestell (2) bzw. am Fahrzeugkasten (1) beweglich gelagerten Führungsteil (9) verschiebbar
geführt ist.
8. Abstützung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstelleinrichtung
(28) eine mit dem Fahrzeugkasten (1) und dem Drehgestell (2) verbundene hydraulische
oder pneumatische Steuereinrichtung (Druckzylinder 31 und Steuerleitung 38) enthält
(F ig. 6).
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