DE19609442A1 - Datenverarbeitungssystem - Google Patents
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- G05B—CONTROL OR REGULATING SYSTEMS IN GENERAL; FUNCTIONAL ELEMENTS OF SUCH SYSTEMS; MONITORING OR TESTING ARRANGEMENTS FOR SUCH SYSTEMS OR ELEMENTS
- G05B19/00—Programme-control systems
- G05B19/02—Programme-control systems electric
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-
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Description
Die Erfindung betrifft ein Datenverarbeitungssystem zur Er
stellung von Protokollen für eine technische Anlage, insbe
sondere für eine Kraftwerksanlage.
Die Speicherung von zeitlichen Prozeßabläufen im Prozeßinfor
mationssystem einer technischen Anlage erfolgt üblicherweise
durch Hinterlegung von aus Meßwerten und/oder Anlagenzustän
den abgeleiteten Prozeßdaten. Zur Dokumentation des Prozeßge
schehens zu einem bestimmten Zeitpunkt oder über einen be
stimmten Zeitraum werden üblicherweise die Prozeßdaten ent
haltende Anlagenprotokolle, sogenannte Reports, erstellt. So
sind spezielle Anlagenprotokolle, z. B. monatliche Bilanzpro
tokolle, Schichtwechselprotokolle oder ein einmaliges Proto
koll zu einem bestimmten Zeitpunkt, im Kraftwerk in bestimm
ten zeitlichen Intervallen auszugeben. Dabei beinhaltet ein
derartiges Protokoll Informationen über den Anlagenzustand
sowohl zum Auslösezeitpunkt als auch in einer Zeitspanne vor
und/oder nach dem Auslösezeitpunkt (Vor- bzw. Nachgeschichte)
und dient somit zur Dokumentation der Fahrweise der Anlage.
Vor der Anforderung eines derartigen Protokolls sind spezifi
sche Eigenschaften und Inhalte des oder jedes Protokolls zu
definieren. Daher umfaßt ein Überwachungs- oder Prozeßinfor
mationssystem einer Kraftwerksanlage üblicherweise ein Daten
verarbeitungssystem zur Erstellung und zur Anforderung von
Protokollen. Bisher war es einem Bediener jedoch nicht mög
lich, alle verfügbaren Protokolltypen zu definieren, so daß
die Auswahl auf fest vorgegebene Datensätze in der Protokol
lierung des Kraftwerksprozesses begrenzt ist.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein besonders
geeignetes Datenverarbeitungssystem zur Erstellung und/oder
zur Anforderung eines Anlagenprotokolls einer technischen An
lage, insbesondere einer Kraftwerksanlage, anzugeben.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Daten
verarbeitungssystem mit einem ersten Speicherbaustein für an
wenderspezifisch anpaßbare Datentabellen, mit einem zweiten
Speicherbaustein für aus dem Anlagenprozeß ermittelte Prozeß
daten, und mit einem mit den Speicherbausteinen verbundenen
Protokollgenerator, an den ein Triggerbaustein angeschlossen
ist.
Zur zeit- oder ereignisgesteuerten Protokollanforderung wer
den in die Daten- oder Datenbanktabellen des ersten Speicher
bausteins spezifische Protokolldaten eingetragen, insbeson
dere ein Startzeitpunkt und ein Zyklus des oder jedes Proto
kolls, eine Signalzuordnung, sowie ein Ausgabegerätetyp. Wei
tere Selektionskriterien, wie z. B. ein Singalumfang, können
ebenfalls eingetragen werden. Zur anwenderspezifischen Anpas
sung der Datentabellen erfolgt eine entsprechende Projektie
rung, vorzugsweise Online über eine festgelegte Infrastruk
tur. Dazu ist der erste Speicherbaustein zweckmäßigerweise
mit einer eine Projektierungsmaske aufweisenden Bedienober
fläche verbunden.
Änderungen der oder in den Datenbanktabellen können aufgrund
der Online-Projektierung vom System in Echtzeit übernommen
werden. Auch kann eine zyklische oder signalgesteuerte Proto
kollanregung angefordert werden. Ist ein projektierter Zeit
punkt erreicht oder nimmt ein bestimmtes Signal in der Anlage
einen bestimmten Wert an, so werden die Anregung und die Ge
nerierung sowie die Ausgabe des Protokolls auf ein vordefi
niertes Ausgabegerät gestartet.
Die zyklische oder signalgesteuerte Anforderung erfolgt über
den Triggerbaustein, der daher vorzugsweise zeit- und/oder
ereignisbasiert ist. Für die signal- oder ereignisgesteuerte
Protokollanregung ist der Triggerbaustein zweckmäßigerweise
mit einem dritten Speicherbaustein verbunden, über den die
Benachrichtigung des Auftretens eines Signals erfolgt. Dieser
dritte Speicherbaustein sowie vorzugsweise der die Prozeßda
ten enthaltende Speicherbaustein sind zweckmäßigerweise als
Ringspeicher ausgebildet.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbeson
dere darin, daß durch die Verwendung eines Speicherbausteins
für anwenderspezifisch anpaßbare Datentabellen in Form einer
Datenbank eine besonders einfache Datenhandhabung erreicht
und eine hohe Datensicherheit, insbesondere bei einem System
absturz, gewährleistet ist. Da alle Protokolle als Objekte
verfügbar sind, muß ein Protokoll nur einmal definiert werden
und ist damit für alle Anforderungsarten verfügbar. Dabei
wird die gesamte Protokollanforderung automatisch, daß heißt
ohne interaktive Bedienung abgearbeitet, wobei der Start der
Protokollanforderung entweder durch ein Signal aus der Anlage
oder durch zyklische Anregung durch einen Zeitbaustein er
folgt. Einzige Benutzerschnittstelle ist eine Projektierungs
oberfläche, bei der in einer Maske insbesondere Zykluszeiten
oder ein auslösendes Signal sowie Datenausgabegeräte einge
tragen werden.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand einer
Zeichnung näher erläutert. Darin zeigt die Figur schematisch
eine Datenverarbeitungssystems mit Komponenten zur Erstellung
und/oder Anforderung von Protokollen einer technischen An
lage.
Das in der Figur funktionell dargestellte Datenverarbeitungs
system umfaßt eine Datenbank 2 als ersten Speicherbaustein
für projektierbare Daten- oder Datenbanktabellen 4. Zur Vor
projektierung, und damit zur anwenderspezifischen Anpassung
der Datentabellen 4, ist die Datenbank 2 mit einer Daten
bank-Bedienoberfläche 6 verbunden, die eine aufrufbare Projektie
rungsmaske 8 enthält.
Mittels der Projektierungsmaske 8 können Selektionskriterien
für Anlagenprotokolle, z. B. für Bilanzprotokolle, Schicht
wechselprotokolle oder einmalige Protokolle, zu einem be
stimmten Zeitpunkt vorgegeben werden. Derartige Kriterien,
anhand derer die Tabellen 4 der Datenbank 2 vorprojektiert
werden, sind z. B. Report-Nummern, Zeitpunkte oder Zeitzyklen,
Kommentare und/oder ein Ausgabegerät für ein Protokoll. Die
Projektierungsdaten PD werden zusammen mit einer Signal-Pro
tokollzuordnung in der Datenbank 2 gespeichert.
Die Datenbank 2 und die Bedienoberfläche 6 sind mit einem
Protokollgenerator 10 verbunden. Dieser ist zum Anfordern von
Prozeßdaten D mit einem als Ringspeicher ausgebildeten zwei
ten Speicherbaustein 12 verbunden. Bei der Generierung eines
Protokolls werden aus der Datenbank 2 protokoll- oder report
spezifische Daten RD und aus dem Ringspeicher 12 Prozeßdaten
D in den Protokollgenerator 10 eingelesen. Die Anregung eines
Protokolls erfolgt über einen Triggerbaustein 14, der an den
Protokollgenerator 10 angeschlossen ist.
Für eine zyklische Anforderung kann die Protokollanwahl auch
über einen in der Figur gestrichelt dargestellter Zeitbau
stein 16 erfolgen. Nach einer entsprechenden Parametrierung,
die anhand einer zyklischen Protokollgenerierung vom Proto
kollgenerator 10 aus erfolgt, fordert der Zeitbaustein 16
entweder in bestimmten zeitlichen Abständen oder zu einem be
stimmten Zeitpunkt ein Protokoll an. Dabei werden die für die
Parametrierung des Zeitbausteins 16 erforderlichen Daten beim
Programmstart der zyklischen Protokollgenerierung aus einer
der Datenbanktabellen 4 der Datenbank 2 eingelesen, wobei le
diglich aktiv geschaltete Protokolldatensätze angefordert
werden. Dies bedeutet, daß das Protokoll eingeschaltet ist.
Die zyklische Protokollanwahl oder -anforderung kann dabei
durch einen mittels der Projektierungsmaske 8 vorgegebenen
Projektierungsparameter zu- oder abgeschaltet werden.
Die Nummer des zu startenden Protokolls kann aus Nutzdaten
der entsprechenden Anforderung ermittelt werden, die ihrer
seits in nicht näher dargestellter Art und Weise über ein
Kommunikationssystem gesendet worden ist. Die Start- und
Stopzeiten des Protokolls werden anhand eines in der entspre
chenden Datenbanktabelle 4 eingetragenen Intervalls sowie
mittels eines Zeitstempels ermittelt. So wird beispielsweise
ein monatlicher Zyklus realisiert durch einen einmaligen Pro
tokoll-Zeitauftrag, der nach Erhalt um die projektierte An
zahl an Monaten zu verzögern und neu zu starten ist.
Zur Parametrierung des Zeitbausteins 16 liest ein im Hinter
grund arbeitender (nicht dargestellter) Protokollspuler die
Projektierungsdaten aus der Datenbank-Bedienoberfläche 6 im
laufenden Betrieb ein, wobei der Zeitbaustein 16 die ge
wünschte automatische Protokollanforderung veranlaßt. Dazu
muß ein Anwender in der Projektierungsmaske 8 die erforderli
chen Parameter, z. B. eine Zyklusdauer, eine Startzeit und ein
Ausgabegerät, eintragen und die Signale oder Signalgruppen
auswählen, die in diesem Protokoll enthalten sein sollen.
Die ereignis- oder signalgesteuerte Protokollanforderung ist
zweigeteilt, da bei dieser Anforderungsart eine große Anzahl
von Meldeelementen zu verarbeiten ist und somit viel Zeit für
eine Konvertierung und Auswertung dieser Meldeelemente benö
tigt wird. Dabei werden in den Trägerbaustein 14 Signaltabel
len ST aus der Datenbank 2 eingelesen. Ein für diese Art der
Protokollanforderung notwendiger Programmanstoß erfolgt mit
tels eines im Leitsystem der technischen Anlage vorhandenen
dritten Speicherbausteins 18, der im Ausführungsbeispiel
ebenfalls ein Ringspeicher ist.
Beim Programmstart werden die Ereignisse für die Proto
koll-Anregung, auf die reagiert werden muß, von dem Triggerbau
stein 14 aus einer der Datenbanktabellen 4 eingelesen. Dort
enthaltene Kennungen werden in nicht näher dargestellter Art
und Weise zu einer Filterliste zusammengesetzt und an einen
Server des Ringspeichers 16 geschickt. Mittels eines speziel
len Laserauftrags liest nun der Ringspeicher-Server kontinu
ierlich im Ringspeicher 16 und sendet dem nun als ereignisge
steuerte Reportanregung arbeitenden Triggerbaustein 14 die
Meldeelemente, die eine entsprechende Kennung aufweisen.
Durch eine Überprüfung der Nutzdaten des oder jedes Meldeele
ments ermittelt der Triggerbaustein 14 ob eine Protokoll-An
forderung erfolgen soll. Die Überprüfung erfolgt zunächst
nach dem sogenannten Short-Quality-Code, der nach Erhalt des
Meldeelements aus den Nutzdaten ermittelt wird. Hat dieser
den Wert "gültig" oder "Ersatzwert", so ist ein Kriterium für
den Protokollanstoß erfüllt. Zur weiteren Überprüfung wird
der Wert des Signalzustands herangezogen, der ebenfalls aus
einer Datenbanktabelle 4 eingelesen wird. Dieser Parameter
bestimmt, ob auf einen Wechsel eines Statusbits im Meldeele
ment reagiert werden muß.
Sind beide Anstoßkriterien erfüllt, werden mittels der Ken
nung die zugehörige Protokoll-Nummer und aus dem jeweiligen
Meldeelement der Zeitstempel ermittelt, dessen Auflösung vor
zugsweise im Nano-Sekunden-Bereich liegt. Eine daraus aufge
baute Meldung M wird an den Protokollgenerator 10 gesendet.
Dadurch wird ein Protokoll angestoßen und im Protokollgenera
tor 10 generiert. Das entsprechende Protokoll PR wird - wie
durch den Pfeil 20 angedeutet - an ein (nicht dargestelltes)
Ausgabegerät, z. B. an eine Datei, einen Drucker, ein Archiv
oder einen Bildschirm, ausgegeben.
Eine neue oder geänderte Initialisierung der ereignisgesteu
erten Protokollanregung erfolgt durch über die Projektie
rungsmaske 8 eingegebene Änderungen in den zugehörigen Da
tenbanktabellen 4. Hierbei wird die aktuelle Filterliste aus
der Datenbank 2 erneut eingelesen und an den Server des
Ringspeichers 16 mit einem neuen Leseauftrag gesendet. Dabei
wird die bisherige Filterliste automatisch gelöscht.
Für die ereignisgesteuerte Protokollanforderung wird ein
Dienstprogramm über die Projektierungsmaske 8 im laufenden
Betrieb projektiert, indem z. B. ein Ausgabegerät, ein auslö
sendes Signal und eine Reaktion auf einen Signalwechsel ein
getragen wird. Das Dienstprogramm meldet sich mit diesem Si
gnal beim Ringspeicher (Prozeßdatenpool) 18 an und wartet auf
Signale aus dem Prozeß. Tritt nun das Ereignis (das Signal im
Prozeß) auf, so wird automatisch eine Protokollanforderung an
den Protokollgenerator (Protokollspooler) 10 weitergeleitet,
welcher dann die Protokollerzeugung übernimmt.
In beiden Fällen, daß heißt sowohl bei der ereignisgesteuer
ten Protokoll- oder Reportgenerierung als auch bei der zykli
schen Protokollgenerierung nimmt das Dienstprogramm die Pro
tokollanforderung entgegen und trägt diese in eine Tabelle
ein, die nacheinander abgearbeitet wird. Somit sind bei einem
Systemabsturz alle Anforderungen gespeichert, die nach erneu
tem Systemstart automatisch erneut zur Generierung freigege
ben werden.
Das beschriebene Datenverarbeitungssystem zeichnet sich be
sonders durch die automatische Protokollgenerierung und durch
die Kombination der zyklischen und ereignisgesteuerten Proto
kollanforderung aus, so daß eine besonders hohe Funktionali
tät gegeben ist.
Claims (5)
1. Datenverarbeitungssystem zur Erstellung von Protokollen
für eine technische Anlage, mit einem ersten Speicherbaustein
(2) für anwenderspezifisch anpaßbare Datentabellen (4), mit
einem zweiten Speicherbaustein (12) für aus dem Anlagenprozeß
ermittelte Prozeßdaten (D), und mit einem mit den Speicher
bausteinen (2, 12) verbundenen Protokollgenerator (10), an
den ein Triggerbaustein (14, 16) angeschlossen ist.
2. Datenverarbeitungssystem nach Anspruch 1, wobei der erste
Speicherbaustein (2) mit einer eine Projektierungsmaske (8)
aufweisenden Bedienoberfläche (6) verbunden ist.
3. Datenverarbeitungssystem nach Anspruch 1 oder 2, wobei der
Triggerbaustein (14) zeit- und/oder ereignisbasiert ist.
4. Datenverarbeitungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
wobei der Triggerbaustein (14) mit einem dritten Speicherbau
stein (18) verbunden ist.
5. Datenverarbeitungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
wobei mindestens ein Speicherbaustein (12, 18) ein Ringspei
cher ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19609442A DE19609442A1 (de) | 1996-03-11 | 1996-03-11 | Datenverarbeitungssystem |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19609442A DE19609442A1 (de) | 1996-03-11 | 1996-03-11 | Datenverarbeitungssystem |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19609442A1 true DE19609442A1 (de) | 1997-09-18 |
Family
ID=7787903
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19609442A Ceased DE19609442A1 (de) | 1996-03-11 | 1996-03-11 | Datenverarbeitungssystem |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19609442A1 (de) |
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-
1996
- 1996-03-11 DE DE19609442A patent/DE19609442A1/de not_active Ceased
Patent Citations (1)
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| US8306658B2 (en) | 2004-12-30 | 2012-11-06 | Endress + Hauser Gmbh + Co. Kg | Field device for processing data and parameters in a decentralised automation system |
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Legal Events
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