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Die Erfindung betrifft einen Keramik-Multilayer
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und ein Verfahren zu dessen
Herstellung.
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Ein Keramik-Multilayer dieser Art
ist aus
EP 0 247 617
A2 bekannt, welcher bei 900°C gesintert wird und eine Vielzahl
von keramischen Isolierlagen (Isolierschichten) umfasst, die innere
Leiterstrukturen auf Silberbasis aufweisen. Auf den äußeren Oberflächen des
Substrats sind Au-Leiterschichten vorgesehen, und zwischen Ag-Durchkontaktierungen
und äußeren Au-Leiterschichten
sind metallische Zwischenschichten als Diffusionssperre ausgebildet.
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Solche inneren Leiterstrukturen auf
Silberbasis (Ag-Leiterschicht,
nachfolgend auch „Ag-Verdrahtungsleiter" oder „Ag-Leiter") haben gute elektrische
Eigenschaften, wie beispielsweise einen niedrigen Schichtwiderstand.
Da der Ag-Verdrahtungsleiter jedoch einen Schmelzpunkt hat, der
niedriger ist als die Brenntemperatur (etwa 1.600°C) üblicher
Keramiksubstrate, wie beispielsweise eines Aluminiumoxidsubstrats,
kann der Ag-Verdrahtungsleiter nicht für ein Aluminiumoxidsubstrat
verwendet werden. Wolfram (W) oder Molybdän (Mo), die jeweils einen höheren Schmelzpunkt
haben, sind als Verdrahtungsleiter für das Aluminiumoxidsubstrat
verwendet worden. Diese hohe Schmelzpunkte aufweisenden Metalle
haben jedoch hohe Schichtwiderstände
und bedürfen
eines Brennens bei hohen Temperaturen in einer reduzierenden Atmosphäre, um eine
Oxidation zu hemmen.
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Um die vorstehend erläuterten
Nachteile zu überwinden,
offenbart die
US-A-4
621 066 ein bei niedriger Temperatur brennbares Keramiksubstrat,
das in einer oxidierenden Atmosphäre bei einer Temperatur zwischen
800 und 1.000°C
gebrannt werden kann, d.h. am bzw. unter dem Schmelzpunkt des Ag-Verdrahtungsleiters.
Der Ag-Verdrahtungsleiter wird mit dem Niedrigtemperatur- bzw. bei
niedriger Temperatur brennbaren Keramik-Schaltungssubstrat zusammen
gebrannt. Der Ag-Verdrahtungsleiter
verursacht unter speziellen Bedingungen eine Migration sodass Elektrodenabschnitte
und dergleichen auf der Oberfläche
des Substrats einen Schutz gegen Migration erfordern. Deshalb muß ein Au-Leiterfilm
mit überlegener
Migrationsschutzeigenschaft auf dem Ag-Leiter der Elektrodenabschnitte
gebildet werden. Wird ein direkt mit einem Au-Leiter verbundener
Ag-Leiter gebrannt, führt
der Kirkendall-Effekt dazu, daß Ag-Atome
in den Au-Leiter diffundieren, was dazu führt, daß in der verbundenen Oberfläche eine
Anzahl von Fehlstellen erzeugt wird. Infolge davon ist die Zuverlässigkeit
der Verbindung verringert.
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Um das vorstehend erläuterte Problem
zu verhindern, offenbart die
JP
62-279695 (1987) eine Zwischenschicht (Metallzwischenschicht)
aus beispielsweise Ni, Cr oder Ti. Die Metall-Zwischenschicht wird zwischen den Ag-
und Au-Leitern mittels Metallplatieren, Sputtern oder dergleichen
gebildet, um eine Diffusion der Ag-Atome in den Au-Leiter zu verhindern,
so daß die
Zuverlässigkeit
des verbundenen Abschnitts erhöht
ist.
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Das zur Bildung der Metallzwischenschicht
verwendete Metallplatieren bzw. -sputtern ist mit hohen Kosten verbunden,
wenn sie zwischen den Ag- und Au-Leitern vorgesehen wird, wodurch
die Kosten für
das Keramiksubstrat erhöht
werden. Es ist in Betracht gezogen worden, daß eine Dickfilm-Drucktechnik
zum Erzeugen der Metallzwischenschicht verwendet wird. Nickel erfordert
jedoch ein Brennen in einer Stickstoffatmosphäre, um Oxidation zu verhindern,
was die Kosten des Keramiksubstrats erhöht.
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Außerdem wird das Substrat bei
einer Temperatur zwischen 800 und 900°C zur Bildung anderer Schaltungselemente,
wie beispielsweise eines Widerstands, wiederholt gebrannt, nachdem
der dicke Film des Au-Leiters auf der Metallzwischenschicht gebildet
wurde. Das wiederholte Brennen führt
mitunter zu einer Unterbrechung oder einem Auseinanderbrechen der
Verbindung zwischen den Ag- und Au-Leitern.
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Aus
US
4,795,670 ist eine niedrig sinternde Keramik-Multilayer mit Isolierlagen,
die innere Leiterstrukturen aufweist, und einer Diffusionssperre
in Form einer Dickschichtpaste bekannt, die in einem Bereich von 850– 950°C gebrannt
wird. Die Isolierlagen sind aus einem keramischen Gemisch mit CaO-SiO
2-Al
2O
3-B
2O
3-Glas und Al
2O
3 gebildet. Es
wird Ni, Cr, Ti, Pd und dgl. als Schutzschichtschicht zwischen einem
Ag-Leiter und einem Cu-Leiter vorgesehen, um eutektische Ag/Cu-Gemische
zu vermeiden.
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Aus
JP 04 037 629 A ist es ferner bekannt, Bleiborsilicatglas
als Bindemittel in einer Ag/Pd-Paste zu verwenden, um ein leitendes
Material auszubilden.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde,
ein Keramik-Multilayer
der eingangs angegebenen Art so auszubilden, daß dieses bei guten elektrischen
Eigenschaften der inneren Leiterstrukturen und hoher Zuverlässigkeit
der Verbindung zwischen den Ag- und Au-Leitern einfach und kostengünstig hergestellt
werden kann.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch
die Merkmale im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 gelöst.
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Dieses Keramik-Multilayer umfasst
eine Vielzahl von keramischen Isolierlagen, die innere Leiterstrukturen
auf Silberbasis aufweisen, und ferner auf den äußeren Oberflächen des
Substrats angeordnete Au-Leiterschichten. Zwischen Ag-Durchkontaktierungen
und äußeren Au-Leiterschichten
sind metallische Zwischenschichten als Diffusionssperre ausgebildet.
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Da die Isolierlagen aus einem keramischen
Gemisch mit CaO-SiO2-Al2O3-B2O3-Glas und Al2O3 gebildet sind,
und die Zwischenschicht aus 100 Gew.-Teilen einer Metallmischung
mit 70 bis 95 Gew.-Teilen Ag und 5 bis 30 Gew.-Teilen Pd, sowie
2 bis 10 Gew.-Teilen Bleiborosilicatglas mit den Hauptbestandteilen
PbO, B2O3 und SiO2 gebildet ist, kann dieses bei guten elektrischen
Eigenschaften der inneren Leiterstrukturen und hoher Zuverlässigkeit
der Verbindung zwischen den Ag- und Au-Leitern einfach und kostengünstig hergestellt
werden.
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In Übereinstimmung mit diesem Aufbau
können
die Brennatmosphäre
und -temperatur für
die zwischen die Ag- und Au-Verdrahtungsleiter angeordneten Ag-Pd-Schicht
mit denjenigen der Ag- bzw. Au-Verdrahtungsleiter übereinstimmen.
Infolge davon können
die Ag-Pd-Schicht und der Ag-Verdrahtungsleiter
zusammen gebrannt werden, was zu einer Vereinfachung und Ver kürzung des
Herstellungsprozesses für
das Keramiksubstrat führt.
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Wie aus den Tabellen 1, 2 und 3 hervorgeht,
die nachfolgend angeführt
sind, wird eine Defekt- bzw. Fehlstellenrate in der Verbindung zwischen
den Ag- und Au-Leitern nach wiederholtem Brennen ungefähr Null, wenn
die Dickfilmpaste 100 Teile einer Metallverbindung umfaßt, die
aus 70 bis 75 Gew.-Teilen Ag und 5 bis 30 Gew.-Teilen Pd, 2 bis
10 Gew.-Teilen Bleiborsilicatglas, und einen organischen Träger umfaßt. Infolge
davon kann im Hinblick auf die Verbindung eine hohe Zuverlässigkeit
gewährleistet
werden.
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Ein Gemisch aus CaO-SiO2-Al2O3-B2O3-Glaspulver und Al2O3-Pulver führt zu Anorthit oder Anorthit und
einer partiellen Kristallisation von Calciumsilicat im Brennprozeß, wenn
bei niedriger Temperatur brennbares Keramikrohflachmaterial verwendet
wird. Infolge davon kann ein Brennen bei niedriger Temperatur, die
von 800 bis 1.000°C
reicht, in einer oxidierenden Atmosphäre (Luft) realisiert werden.
Ferner dämmt
die vorstehend erläuterte
partielle Kristallisation Verschiebungen feiner Muster ein, die
beim Brennprozeß verursacht werden,
wobei die Brenndauer verringert werden kann.
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Die Erfindung wird nunmehr lediglich
beispielhaft in Bezug auf die einzige Figur der Zeichnung erläutert, die
einen vergrößerten Längsschnitt
eines bei niedriger Temperatur gebrannten Keramik-Schaltungssubstrats
einer Ausführungsform
gemäß der vorliegenden
Erfindung zeigt.
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Wie in der Figur gezeigt, wird ein
Keramik-Schaltungssubstrat 11 durch Laminieren einer Mehrzahl
von bei niederer Temperatur brennbaren Rohlagen 12 als
Mehrschichtsubstrat gebildet, von denen jede nachfolgend erläutert ist,
woraufhin das Laminat zu einem integrierten Schaltungssubstrat gebrannt
wird. Jede Rohschicht lage 12 weist Durchgangslöcher 13 auf,
die an vorbestimmten Stellen mittels Stanzen gebildet sind und einen
Durchmesser im Bereich von 0,05 bis 1,00 mm haben. Die Durchgangslöcher 13 sind
mit einer Ag-Leiterpaste oder einem -durchgang 14 derart
gefüllt,
daß die
Lagen elektrisch miteinander verbunden sind. Ein Verdrahtungsmuster 15,
das aus derselben Ag-Leiterpaste, wie der Durchgang 14,
gebildet ist, wird mittels Siebdruck auf der Oberfläche jeder
Rohschichtlage 12 mit Ausnahme der Oberflächenschicht
vorgesehen. Die Ag-Leiterdurchgänge 14 und
die Verdrahtungsmuster 15 werden mit dem Laminat aus den
Rohlagen 12 zusammen gebrannt.
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Ag-Pd-Schichten 16, deren
Aufbau nachfolgend erläutert
ist, werden durch eine Dickfilmtechnik auf den Durchgängen 14 gedruckt,
die auf der Oberfläche
des Keramik-Schaltungssubstrats 11 freiliegen, woraufhin
die Ag-Pd-Schichten 16 gebrannt werden. Au-Verdrahtungsleiter 17 werden
durch eine Dickfilmtechnik auf den Ag-Pd-Schichten gemustert. Die
Au-Verdrahtungsleiter 17 werden mit dem gebrannten Substrat,
das die Ag-Pd-Schichten 16 aufweist,
gebrannt. Ein Halbleiterchip 18 wird auf einem der Au-Verdrahtungsleiter 17 druckbondiert.
Elektroden auf der Oberseite des Halbleiterchips 18 werden
durch Bondierungsdrähte 19,
wie beispielsweise Metalldrähte,
mit den anderen Au-Verdrahtungsleitern 17 verbunden.
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Nunmehr wird die Herstellung des
vorstehend erläuterten,
bei niedriger Temperatur gebrannten Keramiksubstrats erläutert. Ein
Gemisch, das 18,2 Gew.-% CaO, 18,2 Gew.-% Al2O3, 54,5 Gew.-% SiO2 und
9,1 Gew.-% B2O3 enthält, wurde
bei 1.450°C
geschmolzen, um verglast bzw. gesintert zu werden. Daraufhin wurde das
gesinterte Gemisch in Wasser rasch abgeschreckt und daraufhin zu
CaO-SiO2-Al2O3-B2O3-Glaspulver
mit einem mittleren Korndurchmesser von 3 bis 3,5 μm pulverisiert.
Ein Keramikisolator-Mischpulver
wurde durch Mischen von 60 Gew.-% Glaspulver mit 40 Gew.-% Aluminiumoxidpulver,
mit einem mittleren Korndurchmesser von 1,2 μm, hergestellt. Ein Lösungsmittel,
wie beispielsweise Toluol oder Xylol, ein Bindemittel, wie beispielsweise
Acrylharz und ein Weichmacher, wie beispielsweise DOP, wurden dem
gemischten Pulver zugesetzt. Das Gemisch wurde ausreichend vermengt,
so daß eine
Aufschlämmung
mit einer Viskosität
von 2.000 bis 40.000 cps erhalten wurde. Die Aufschlämmung wurde
durch ein Doctor-Verfahren in eine Rohschicht 12 von 0,4
mm Dicke überführt.
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Daraufhin wurde die Rohlage 12 durch
eine Stanzform oder Stanzmaschine in ein Quadrat mit einer Kantenlänge von
30 mm geschnitten. Die Durchgangslöcher mit jeweils einem Durchmesser
von 0,3 mm wurden durch vorbestimmte Stellen auf der Lage 12 mittels
Stanzen gebildet. Ein Bindemittel, wie beispielsweise Ethylcellulose,
und ein Lösungsmittel,
wie beispielsweise Terpineol, wurden einer vorbestimmten Menge Ag-Pulver
vorausgehend zugesetzt, und das Gemisch wurde ausreichend vermengt,
um eine Ag-Leiterpaste herzustellen. Die Durchgangslöcher 13 wurden
mit der Leiterpaste gefüllt.
Das Verdrahtungsmuster 15 wurde auf der Oberfläche der
Rohschicht 12 mittels Siebdruck mit derselben Ag-Leiterpaste
gebildet. In derselben Weise wie vorstehend erläutert wurden Verdrahtungsmuster 15 aus
dem Ag-Leiter auf einer Mehrzahl von Rohlagen 12 gedruckt,
mit Ausnahme derjenigen, die die Oberseitenschicht bildet. Die Rohlagen 12 wurden aufeinander
laminiert und daraufhin mittels Thermodruckbondierung bei einer
Temperatur von 80 bis 150°C unter
einem Druck von 50 bis 250 kg/cm2 integriert
bzw. miteinander vereinigt.
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Daraufhin wurde das Laminat in einer
oxidierenden Atmosphäre
(oder Luft) bei einer Temperatur von 800 bis 1.000°C (bevorzugt
900°C) für 20 Minuten
mit einem herkömmlichen
elektrischen Endlosbandofen gebrannt und in ein Keramiksubstrat 11 überführt. Der
Lagen- bzw. Schichtwiderstand des Ag-Leiters, der aus dem Durchgang 14 und
dem Verdrahtungsmuster 15 zusammengesetzt ist, das mit
der bei niedriger Temperatur brennbaren Rohschicht zusammen gebrannt
wurde, betrug 2,4 mΩ/Quadrat
(square), wobei dieser Wert relativ niedrig ist.
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Daraufhin wurde die Ag-Pd-Schicht 16 auf
den freiliegenden Abschnitt jedes Ag-Leiterdurchgangs 14 auf
der Oberfläche
des Keramiksubstrats 11 gedruckt. Zu diesem Zweck wurde
die Ag-Pd-Paste
Nr. 1, die in der nachfolgenden Tabelle 1 angeführt ist, siebgedruckt, getrocknet
und gebrannt.
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TABELLE
1 Erfindungsgemäße Ausführungsform
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Das Verdrahtungsmuster 17 wurde
auf dem gebrannten Muster der Ag-Pd-Schicht 16 unter Verwendung
einer Au-Leiterpaste gedruckt. Daraufhin wurde das Keramiksubstrat 11 für 10 Minuten
bei 850°C
in einer oxidierenden Atmosphäre
oder in der Luft des elektrischen Endlosbandofens derart gebrannt,
daß die Ag-Pd-Schicht 16 als
die Zwischenschicht und das Verdrahtungsmuster 17 aus dem
Au-Verdrahtungsleiter mit dem Durchgang 14 in dem Keramiksubstrat
in Leitungsverbindung gebracht wurden, der aus dem Ag-Leiter gebildet
ist.
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Um die Zuverlässigket der Verbindung zwischen
dem Durchgang 14, der aus dem Ag-Leiter 14 gebildet
ist, und dem Verdrahtungsmuster 17, das aus dem Au-Leiter
in dem Keramiksubstrat gebildet ist, die wie vorstehend erläutert hergestellt
ist, wurde ein Experiment durchgeführt, bei dem das bei niedriger
Temperatur gebrannte Keramiksubstrat (Ausführungsform 1) mit dem RuO2-Widerstand
auf der Oberfläche
bei 900°C
für 10
Minuten gebrannt. Das Brennen wurde fünfmal wiederholt. Auf die Verbindung
wird nachfolgend als "Ag- und
Au-Verbindung" Bezug
genommen. Das Ergebnis des Experiments erbrachte eine Fehlstellenrate,
d.h., die Anzahl an Fehlstellen/die Anzahl an geprüften Verbindungen
aufgrund einer Unterbrechung oder einer Trennung des Verdrahtungsabschnitts,
einschließlich
der Ag- und Au-Verbindung. Die Proben 1 bis 4 der Ag-Pd-Paste, die
in Tabelle 1 dargestellt ist, wurden bei der Untersuchung verwendet.
Aus Vergleichszwecken wurden auch die Proben Nr. 5 bis 8, die in
Tabelle 2 dargestellt sind, bei der Untersuchung verwendet.
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TABELLE
2 Vergleichsbeispiele
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Tabelle 3 zeigt die Untersuchungsergebnisse,
bei denen die in den Tabellen 1 und 2 gezeigten Proben unter den
vorstehend erläuterten
Bedingungen wiederholt gebrannt wurden.
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TABELLE
3 Erfindungsgemäße Ausführungsform
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TABELLE
3 (Fortsetzung) Vergleichsbeispiele
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Bei jeder der Untersuchungen Nr.
1 und 4 der erfindungsgemäßen Ausführungsform
in Tabelle 3 wurde die Ag-Pd-Schicht 16 (Zwischenschicht)
auf den Durchgang 14 des Ag-Leiters in dem gebrannten Keramiksubstrat 11 gebrannt,
und die Au-Schicht wurde auf dem gebrannten Keramiksubstrat mit
den Ag-Pd-Schichten gebrannt. In jedem der Untersuchungen Nr. 2
und 3 der erfindungsgemäßen Ausführungsform
wurde das Muster der Ag-Pd-Schicht
auf dem Durchgang 14 des Ag-Leiters siebgedruckt, das auf
der Oberfläche
der gebrannten Rohschicht 12 freiliegt, unter Verwendung
einer Ag-Pd-Paste Nr. 2 und Nr. 3, wie in Tabelle 1 gezeigt, und
daraufhin zusammen mit der laminierten Rohschicht 12 gebrannt.
Das Verdrahtungsmuster 17 des Au-Leiters wurde außerdem auf
das gebrannte Muster der Ag-Pd-Schicht 16 siebgedruckt.
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Bei der Untersuchung Nr. 1 bis 4
der Vergleichsbeispiele wurde das Brennen unter Verwendung der jeweiligen
Ag- und Pd-Paste Nr. 5 bis 8 in derselben Weise wie bei der Untersuchung
Nr. 2 und 3 der erfindungsgemäßen Ausführungsform
durchgeführt.
Bei der Untersuchung Nr. 5 der Vergleichsbeispiele wurde das Verdrahtungsmuster 17 aus
dem Au-Leiter direkt auf den Durchgang 14 des Ag-Leiters
auf dem gebrannten Keramiksubstrat ohne Verwendung der Ag-Pd-Schicht 16 gebildet.
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Wie aus Tabelle 3 hervorgeht, ist
die Anzahl an Fehlstellen in den 10.000 Ag- und Au-Verbindungen
in jeder der Untersuchungen 1 bis 4 der erfindungsgemäßen Ausführungsform
Null. Es hat sich bestätigt,
daß die Ag-Pd-Schicht 16,
die als die Zwischenschicht dient, die Zuverlässigkeit der Ag- und Au-Verbindung
erhöht. Die
Paste, die als die Ag-Pd-Schicht 16 dient, welche die vorstehend
angeführte
hohe Zuverlässigkeit
der Ag- und Au-Verbindung
erbringt, umfaßt
100 Teile einer Metallverbindung, die aus 70 bis 95 Gew.-Teilen
Ag- und 5 bis 30 Gew.-Teilen Pd-Pulver,
sowie 2 bis 10 Gew.-Teilen Bleiborsilicatglas besteht. Der Korndurchmesser von
sowohl dem Ag- wie dem Pd-Pulver liegt im Bereich von 0,1 bis 10 μm. Die Ag-Pd-Paste
kann ein Ag-Pd-Legierungspulver
oder ein gemischtes Pulver aus Ag und Pd sein.
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Das Glaspulver ist bevorzugt ein
Bleiborsilicat(PbO-SiO2-B2O3)-Glaspulver.
Der Hauptbestandteil des Bleiborsilicatglases enthält PbO,
SiO2 und B2O3 mit den Zusätzen Al2O3, ZrO2, TiO2, Ta2O3,
CaO, ZnO, BaO und dergleichen, die zur Schaffung von Wasserdichtigkeit
und für
die Änderungen
des thermischen Expansionskoeffizienten zugesetzt sind. Die Menge
an Bleiborsilicatglas beträgt
bevorzugt 2 bis 10 Gew.-Teile. Der Bindungsgrad zwischen Ag und
Au wird herabgesetzt, wenn die Menge an Blei borsilicat unter 2 Gew.-Teilen liegt.
Andererseits besteht die Möglichkeit,
daß eine
Unterbrechung oder eine Trennung aufgrund wiederholten Brennens
auftritt, wenn die Menge an Bleiborsilicatglas über 10 Gew.-Teilen liegt.
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Ein Bindemittel des organischen Trägers in
der Ag-Pd-Paste besteht bevorzugt aus Ethylcellulose, und ein Lösungsmittel
davon ist bevorzugt Butylcarbitol, Acetat oder Terpineol. Andere
siebdruckbare Bindemittel können
ebenfalls verwendet werden.
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Jede der Rohlagen 12, aus
denen das Keramiksubstrat 11 zusammengesetzt ist, besteht
bevorzugt aus einem Gemisch aus CaO-SiO2-Al2O3-B2O3-Glaspulver mit Al2O3-Pulver. Das Gemisch ist bevorzugt aus 50 bis
65 Gew.-% Glaspulver zusammengesetzt, das aus 10 bis 55 Gew.-% CaO,
45 bis 70 Gew.-% SiO2, 0 bis 30 Gew.-% Al2O3 und 5 bis 20 Gew.-% B2O3 besteht, und aus 50 bis 35% Al2O3 Pulver. Wenn die wie vorstehend zusammengesetzte
Rohlage 12 verwendet wird, wird Anorthit erzeugt, oder
Calciumsilicat wird unter der Erzeugung von Anorthit im Brennprozeß partiell
kristallisiert. Infolge davon wird ein Brennen bei niedriger Temperatur
zwischen 800 und 1.000°C
in einer oxidierenden Atmosphäre
(Luft) möglich
gemacht. Ferner dämmt die
vorstehend erläuterte
partielle Kristallisation des Calciumsilicats die Verschiebung feiner
Muster ein, die durch den Brennprozeß erzeugt werden, und die Brenndauer
kann verringert werden. Infolge davon kann ein feines Verdrahtungsmuster
problemlos gebildet werden. Da die Glasschicht weder erweicht noch
schrumpft, kann außerdem
ihre Porosität
im Temperaturbereich von 730 bis 850°C während des Brennens selbst dann beibehalten
werden, wenn die Brenntemperatur auf eine hohe Rate von 30 bis 50°C pro Minute
erhöht
wird. Infolge davon kann verhindert werden, daß die Glasschicht springt,
wobei ferner verhindert werden kann, daß Kohlenstoff in der Glasschicht
eingeschlossen wird, wodurch das Bindemittel problemlos entfernt
werden kann. Da Schrumpfen und Sintern bei einer Brenntemperatur
von 800 bis 1.000°C
rasch stattfindet, kann außerdem
ein feines Keramiksubstrat in einer kurzen Zeitdauer erhalten werden.
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In der Figur ist das Verdrahtungsmuster 17 aus
dem Au-Leiter auf einer einzigen Seite des Keramiksubstrats gebildet,
wobei die Ag-Pd-Schicht 16 bei der vorstehend erläuterten
erfindungsgemäßen Ausführungsform
dazwischen angeordnet ist. Das Verdrahtungsmuster 17 kann
jedoch auch auf beiden Seiten des Substrats angeordnet sein, wobei
dann auf beiden Seiten dazwischen Ag-Pd-Schichten angeordnet sind. Ferner kann
die Anzahl an laminierten Rohlagen variiert werden,