DE19607335A1 - Elektronenmikroskop - Google Patents
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Elektronenmikroskop
und insbesondere ein Elektronenmikroskop zur Verwendung bei
der Kontrolluntersuchung von integrierten Halbleitern auf mi
krostrukturelle Feinheiten und der Beobachtung von winzigen
Gegenständen, wobei das Elektronenmikroskop Abbildungen für
eine Beobachtung mit erhöhter Auflösung zu erzeugen vermag.
Bisher standen Elektronenmikroskope zur Verfügung, die eine
Elektronenkanone zum Aufbringen eines Elektronenstrahles auf
einen zu untersuchenden Gegenstand und einen Elektromagneten,
welcher als Linse zum Ablenken des Elektronenstrahles zur Er
zeugung einer vergrößerten Abbildung des Gegenstandes dient,
aufweisen. Derartige Elektronenmikroskope finden verbreitet
Anwendung bei der Kontrolluntersuchung von Halbleitern auf
ihre mikrostrukturelle Bearbeitung und bei der Beobachtung
von winzigen Gegenständen. Grundsätzlich werden Elektronenmi
kroskope in Raster-, Transmissions- und Emissionselektronen
mikroskope eingeteilt.
Fig. 3 der beiliegenden Zeichnungen zeigt ein übliches
Rasterelektronenmikroskop. Wie in der Fig. 3 dargestellt,
umfaßt das übliche Rasterelektronenmikroskop eine Elektronen
kanone 2, eine Kondensorlinse 3, eine Ablenkspule 4 und eine
Objektivlinse 5, die alle in einer Mikroskopsäule 1 unter
gebracht sind. Ein aus der Elektronenkanone 2 ausgestrahlter
Elektronenstrahl wird von der Kondensorlinse 3, der Ablenk
spule 4 und der Objektivlinse 5 gebündelt und auf eine Probe
aufgebracht, die auf einen Probenhalter 6 aufgesetzt ist.
Sekundärelektronen, die an der Stelle aus der Probe erzeugt
werden, an der der Elektronenstrahl auf die Probe auftrifft,
werden von einem Elektronenkollektor 7 erfaßt, wodurch eine
Sekundärelektronen-Abbildung der Probe erzeugt wird.
Das in Fig. 3 gezeigte Rasterelektronenmikroskop ist von
senkrechtem Aufbau, der auf eine Grundplatte 9 aufgesetzt
ist. Die Auflösung der von dem Rasterelektronenmikroskop ge
lieferten Abbildungen neigt dazu, aufgrund von Schwingungen,
die von der Grundplatte 9 verursacht werden, und Schwingungen
und Geräuschen einer Vakuumpumpe, die zum Evakuieren des In
neren der Mikroskopsäule 1 angeschlossenen ist, verkleinert
zu werden. Es war eine Lösung, die Mikroskopsäule 1, welche
die Elektronenkanone 2, die Kondensorlinse 3, die Ablenkspule
4 und die Objektivlinse 5 enthält, auf eine schwingungsiso
lierende Tragvorrichtung 8 aufzusetzen, welche eine Luftfeder
oder einen schwingungsisolierenden Körper aus Gummi umfaßt.
Die auf der schwingungsisolierenden Tragvorrichtung 8 aufge
setzte Mikroskopsäule 1 weist eine natürliche Frequenz auf,
die von der Masse und dem Trägheitsmoment der Mikroskopsäule
1 abhängt. Da die Schwingungen der Grundplatte 9 aufgrund der
natürlichen Frequenz der Mikroskopsäule 1 verstärkt werden,
erzeugt das Rasterelektronenmikroskop keine Abbildungen, die
eine Beobachtung mit hoher Auflösung zulassen.
Es ist demgemäß eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein
Elektronenmikroskop vorzusehen, welches ungeachtet von
Schwingungen einer Grund- oder Aufbauplatte, auf der das
Elektronenmikroskop aufgesetzt ist, Abbildungen zu erzeugen
vermag, die eine Beobachtung mit hoher Auflösung zulassen.
Gemäß einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein
Elektronenmikroskop vorgesehen, welches eine Elektronenkanone
zum Ausstrahlen eines Elektronenstrahles oder Elektronen
strahlenbündels, einen Probenhalter oder Objektträger, auf dem
eine Probe oder ein Objekt gehaltert werden kann, eine Ab
lenkspule zum Aufbringen des Elektronenstrahles aus der Elek
tronenkanone auf die Probe auf dem Probenhalter, einen ersten
Schwingungssensor zum Erfassen von Schwingungen der Elektro
nenkanone und Erzeugen eines ersten Erfassungssignals, wel
ches die erfaßten Schwingungen der Elektronenkanone dar
stellt, einen zweiten Schwingungssensor zum Erfassen von
Schwingungen des Probenhalters und Erzeugen eines zweiten Er
fassungssignais, welches die erfaßten Schwingungen des Pro
benhalters darstellt, und eine Regeleinrichtung umfaßt, die
ein Differenzsignal, welches die Differenz zwischen dem er
sten Erfassungssignal und dem zweiten Erfassungssignal dar
stellt, einem Ablenksignal hinzuaddiert, welches der Ab
lenkspule zum Bewirken einer Vorschubsteuerung des Elektro
nenstrahls zugeführt wird, so daß der Elektronenstrahl die
Probe auf dem Probenhalter erreicht.
Mit der vorstehend beschriebenen Anordnung wird ein Diffe
renzsignal, welches die Differenz zwischen den Schwingungen
der Elektronenkanone und den Schwingungen des Probenhalters
darstellt, einem Ablenksignal für die Ablenkspule zum Bewir
ken einer Vorschubsteuerung des Elektronenstrahles hinzuad
diert, so daß der Elektronenstrahl ungeachtet der Schwingun
gen der Elektronenkanone und des Probenhalters die Probe auf
dem Probenhalter erreicht. Demgemäß wird synchron mit der
Schwingungsbewegung des Probenhalters, wie sie von der Elek
tronenkanone aus gesehen wird, der Elektronenstrahl verscho
ben, d. h., es wird die Stelle verschoben, an der der aus der
Elektronenkanone ausgestrahlte Elektronenstrahl auf die Probe
auftrifft, so daß dadurch die Schwingungen der Elektronenka
none und des Probenhalters kompensiert werden. Das Elektro
nenmikroskop kann somit eine Abbildung der Probe, welche zum
Beispiel ein Halbleiter oder ein winziger Gegenstand sein
kann, zwecks Beobachtung mit hoher Auflösung erzeugen.
Gemäß einem zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird
ein Elektronenmikroskop vorgesehen, welches eine Elektronen
kanone zum Ausstrahlen eines Elektronenstrahles oder Elektro
nenstrahlenbündels, einen Probenhalter oder Objektträger, auf
dem eine Probe oder ein Objekt gehaltert werden kann, eine
Ablenkspule zum Aufbringen des Elektronenstrahles aus der
Elektronenkanone auf die Probe auf dem Probenhalter, Erfas
sungsmittel zum Erfassen von Schwingungen einer Grund- oder
Aufbauplatte für den Aufbau des Elektronenmikroskopes und zum
Erzeugen eines dritten Erfassungssignales, welches die erfaß
ten Schwingungen der Grundplatte darstellt, und eine Regel
einrichtung umfaßt, die auf der Basis des dritten Erfassungs
signales ein Steuersignal erzeugt, welches die Schwingungen
der Elektronenkanone und des Probenhalters relativ zueinander
darstellt, und die zum Bewirken einer Vorschubsteuerung des
Elektronenstrahles, so daß der Elektronenstrahl die Probe auf
dem Probenhalter erreicht, das Steuersignal einem Ablenksi
gnal für die Ablenkspule hinzuaddiert.
Bei einem Verfahren gemäß dem zweiten Aspekt der vorliegenden
Erfindung berechnet die Regeleinrichtung ein Faltungsintegral
der Pulsreaktion einer Übertragungsfunktion, welche die Dif
ferenz zwischen einer Übertragungsfunktion der Schwingungen
zwischen der Grundplatte und der Elektronenkanone, und einer
Übertragungsfunktion der Schwingungen zwischen der Grund
platte und dem Probenhalter ist, und des dritten Erfassungs
signals, und erzeugt das Steuersignal, welches die Schwingun
gen der Elektronenkanone und des Probenhalters relativ zuein
ander darstellt.
Bei einem anderen Verfahren gemäß dem zweiten Aspekt der vor
liegenden Erfindung berechnet die Regeleinrichtung das Pro
dukt einer Übertragungsfunktion, welche die Differenz zwi
schen einer Übertragungsfunktion der Schwingungen zwischen
der Grundplatte und der Elektronenkanone und einer Übertra
gungsfunktion der Schwingungen zwischen der Grundplatte und
dem Probenhalter ist, und des dritten Erfassungssignals, und
erzeugt das Steuersignal, welches die Schwingungen der Elek
tronenkanone und des Probenhalters relativ zueinander dar
stellt.
Gemäß einem Verfahren des zweiten Aspektes der vorliegenden
Erfindung werden die Schwingungen der Elektronenkanone und
des Probenhalters relativ zueinander auf der Basis eines Fal
tungsintegrals der Pulsreaktion einer Übertragungsfunktion,
welche die Differenz zwischen einer Übertragungsfunktion der
Schwingungen zwischen der Grundplatte und der Elektronenka
none und einer Übertragungsfunktion der Schwingungen zwischen
der Grundplatte und dem Probenhalter ist, und des dritten Si
gnals bestimmt, welches die Schwingungen der Grundplatte dar
stellt. Das aus dem Faltungsintegral erhaltene Signal, d. h.
das Signal, welches die Schwingungen der Elektronenkanone und
des Probenhalters relativ zueinander darstellt, wird einem
Ablenksignal für die Ablenkspule hinzuaddiert, um eine Vor
schubsteuerung des Elektronenstrahles zu bewirken. Demgemäß
wird der aus der Elektronenkanone ausgestrahlte Elektronen
strahl dazu gesteuert, ungeachtet der Schwingungen der Elek
tronenkanone und des Probenhalters die Probe zu erreichen.
Das Elektronenmikroskop ist somit frei von dem Schwingungen
der Grundplatte.
Gemäß einem weiteren Verfahren des zweiten Aspektes der vor
liegenden Erfindung werden die Schwingungen der Elektronenka
none und des Probenhalters relativ zueinander auf der Basis
des Produktes einer Übertragungsfunktion, welche die Diffe
renz zwischen einer Übertragungsfunktion der Schwingungen
zwischen der Grundplatte und der Elektronenkanone und einer
Übertragungsfunktion der Schwingungen zwischen der Grund
platte und dem Probenhalter ist, und des dritten Signales be
stimmt, welches die Schwingungen der Grundplatte darstellt.
Das aus der vorstehend angegebenen Berechnung erhaltene Si
gnal, d. h. das Signal, welches die Schwingungen der Elektro
nenkanone und des Probenhalters relativ zueinander darstellt,
wird zum Bewirken einer Vorschubsteuerung des Elektronen
strahls einem Ablenksignal für die Ablenkspule hinzuaddiert.
Demgemäß wird der aus der Elektronenkanone ausgestrahlte
Elektronenstrahl dazu gesteuert, ungeachtet der Schwingungen
der Elektronenkanone und des Probenhalters die Probe zu er
reichen. Das Elektronenmikroskop ist somit frei von den
Schwingungen der Grundplatte.
Die vorstehenden und andere Aufgaben, Merkmale und Vorteile
der vorliegenden Erfindung werden aus der nachfolgenden Be
schreibung ersichtlich, wenn diese zusammen mit den beilie
genden Zeichnungen in Betracht gezogen wird, welche bevor
zugte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung als Bei
spiele darstellen.
Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Seitenansicht eines Elektronen
mikroskopes gemäß einer ersten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
Fig. 2 eine schematische Seitenansicht eines Elektronen
mikroskopes gemäß einer zweiten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung; und
Fig. 3 eine schematische Seitenansicht eines üblichen
Rasterelektronenmikroskopes.
Wie in Fig. 1 gezeigt, umfaßt ein Elektronenmikroskop gemäß
einer ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung eine
Elektronenkanone 2, eine Kondensorlinse 3, eine Ablenkspule
4, eine Objektivlinse oder ein Objektiv 5, einen Probenhalter
oder einen Objektträger 6 und einen Elektronenkollektor 7,
die alle innerhalb einer Mikroskopsäule 1 untergebracht sind.
Die Elektronenkanone 2 strahlt einen Elektronenstrahl oder
ein Elektronenstrahlenbündel aus, welches von der Kondensor
linse 3, der Ablenkspule 4 und der Objektivlinse 5 gebündelt
und auf eine Probe aufgebracht wird, die auf den Probenhalter
6 aufgesetzt ist, der unterhalb der Objektivlinse 5 positio
niert ist. Der Elektronenkollektor 7 ist in der Nähe des Pro
benhalters 6 zum Sammeln von Sekundärelektronen positioniert,
welche an der Stelle aus der Probe ausgestrahlt werden, an
der der Elektronenstrahl auf die Probe auftrifft.
Ein Schwingungssensor 11 zum Erfassen von Schwingungen der
Elektronenkanone 2 ist der Elektronenkanone 2 zugeordnet. Ein
Schwingungssensor 12 zum Erfassen von Schwingungen des Pro
benhalters 6 ist dem Probenhalter 6 zugeordnet.
Die Schwingungssensoren 11, 12 liefern jeweils Erfassungssi
gnale X₁, X₂ an einen Differentialverstärker 13, der ein Dif
ferenzsignal (X₁-X₂), welches die Differenz zwischen den
Signalen X₁, X₂ darstellt, an eine Regeleinrichtung 14 ab
gibt. Die Regeleinrichtung 14 verarbeitet das Differenzsignal
(X₁-X₂) gemäß einem Regelverfahren wie einem PID
(Proportional plus Integral plus Differential)-Regelverfah
ren, wodurch ein Steuersignal erzeugt wird. Die Regeleinrich
tung 14 gibt das Steuersignal ab, welches einem Ablenksignal
für die Ablenkspule 4 hinzuaddiert wird, und es wird das re
sultierende Signal auf die Ablenkspule 4 zur Einwirkung ge
bracht.
Während des Betriebs werden die Schwingungen der Elektronen
kanone 2 und des Probenhalters 6 jeweils von den Schwingungs
sensoren 11, 12 erfaßt, welche jeweilige Erfassungssignale
X₁, X₂ an den Differentialverstärker 13 liefern. Der Diffe
rentialverstärker 13 erzeugt ein Differenzsignal (X₁-X₂)
aus den Signalen X₁, X₂ und liefert das Differenzsignal (X₁-
X₂) an die Regeleinrichtung 14. Die Regeleinrichtung 14 er
zeugt ein Steuersignal aus dem Differenzsignal (X₁-X₂) und
addiert dieses zu einem Ablenksignal für die Ablenkspule 4
zur Vorschubsteuerung des Elektronenstrahles. Demgemäß wird
synchron mit der Schwingungsbewegung des Probenhalters 6, wie
sie von der Elektronenkanone 2 aus gesehen wird, der Elektro
nenstrahl verschoben, d. h. es wird die Stelle verschoben, an
der der aus der Elektronenkanone 2 ausgestrahlte Elektronen
strahl auf die Probe auftrifft, so daß dadurch die Schwingun
gen der Elektronenkanone 2 und des Probenhalters 6 kompen
siert werden. Das Elektronenmikroskop kann somit eine Abbil
dung der Probe, welche zum Beispiel ein Halbleiter oder ein
winziger Gegenstand sein kann, zwecks Beobachtung mit hoher
Auflösung erzeugen.
Fig. 2 zeigt ein Elektronenmikroskop gemäß einer zweiten Aus
führungsform der vorliegenden Erfindung.
Wie in Fig. 2 dargestellt, umfaßt das Elektronenmikroskop ge
mäß der zweiten Ausführungsform eine Elektronenkanone 2, eine
Kondensorlinse 3, eine Ablenkspule 4, eine Objektivlinse oder
ein Objektiv 5, einen Probenhalter 6 und einen Elektronenkol
lektor 7, die alle in einer Mikroskopsäule 1 untergebracht
sind. Die Mikroskopsäule 1 ist über eine schwingungsisolie
rende Vorrichtung 8 wie eine Luftfeder oder ein schwingungs
isolierender Körper aus Gummi auf eine Grundplatte oder Auf
bauplatte 9 aufgesetzt.
Der Grundplatte 9 ist ein Schwingungssensor 15 zum Erfassen
von Schwingungen der Grundplatte 9 zugeordnet. Der Schwin
gungssensor 15 liefert ein Erfassungssignal XG(t) an eine Re
geleinrichtung 16.
Die Regeleinrichtung 16 berechnet ein Faltungsintegral des
Erfassungssignals XG(t), welches Schwingungen der Grundplatte
9 darstellt, gemäß der folgenden Gleichung:
in der h(τ) = h₁(τ) - h₂(τ), wobei h₁(τ) die Pulsreaktion der
Schwingung zwischen der Grundplatte 9 und der Elektronenka
none 2 darstellt und h₂(τ) die Pulsreaktion der Schwingung
zwischen der Grundplatte 9 und dem Probenhalter 6 darstellt.
Danach verarbeitet die Regeleinrichtung 16 die durch das Fal
tungsintegral erhaltene Funktion y(t) gemäß einem Regelver
fahren wie ein PID-Regelverfahren, wodurch ein Steuersignal
z(t) erzeugt wird. Das Steuersignal z(t) wird einem Ablenksi
gnal für die Ablenkspule 4 hinzuaddiert, und es wird das re
sultierende Signal der Ablenkspule 4 zugeführt.
Bei der zweiten Ausführungsform werden die Schwingungen der
Elektronenkanone 2 und des Probenhalters 6 relativ zueinander
auf der Basis eines Faltungsintegrals der Pulsreaktion einer
Übertragungsfunktion, welche die Differenz zwischen einer
Übertragungsfunktion der Schwingungen zwischen der Grund
platte 9 und der Elektronenkanone 2 und einer Übertragungs
funktion der Schwingungen zwischen der Grundplatte 9 und dem
Probenhalter 6 ist, und des Erfassungssignals bestimmt, wel
ches die Schwingungen der Grundplatte darstellt.
Das aus dem Faltungsintegral erhaltene Signal wird zur Vor
schubsteuerung des Elektronenstrahles einem Ablenksignal für
die Ablenkspule 4 hinzuaddiert. Demgemäß wird der aus der
Elektronenkanone 2 ausgestrahlte Elektronenstrahl dazu ge
steuert, ungeachtet der Schwingungen der Elektronenkanone 2
und des Probenhalters 6 die Probe zu erreichen. Das Elektro
nenmikroskop ist somit frei von den Schwingungen der Grund
platte 9.
Als nächstes wird ein anderes Verfahren auf der Basis des
Erfassungssignales des Schwingungssensors erläutert.
Das Erfassungssignal XG(t) wird in die Regeleinrichtung 16
eingegeben. In der Regeleinrichtung 16 wird die folgende Be
rechnung auf der Basis des Erfassungssignales XG(t) durchge
führt:
y(s) = G(s)·XG(s).
Falls hier die Lösung als durch eine komplexe Zahl ausge
drückt angenommen wird, sind die folgenden Gleichungen gege
ben:
y(t) = yj ω t, XG(t) = Aej ω t.
Hier stellen Y und A jeweils eine komplexe Amplitude dar.
Falls G(jω) verwendet wird, wobei S durch jω ersetzt wird,
ist die folgende Gleichung gegeben.
y(t) = G(jω)Aej ω t.
Die Dauerschwingungen y(t) werden aus dem reelen Zahlenglied
erhalten und durch die folgende Gleichung ausgedrückt:
y(t) = |G(jω)|Acos(ω t-Φ).
Hier ist |G(jω)| der Absolutwert der Funktion der komplexen
Variablen G(jω), und Φ ist die Amplitude der Funktion der
komplexen Variablen G(jω) und wird ausgedrückt durch die
folgende Gleichung:
Danach verarbeitet die Regeleinrichtung 16 die aus der vor
stehenden Berechnung erhaltene Funktion y(t) gemäß einem Re
gelverfahren wie ein PID-Regelverfahren, wodurch ein Steuer
signal z(t) erzeugt wird. Das Steuersignal z(t) wird einem
Ablenksignal für die Ablenkspule 4 hinzuaddiert, und das ent
stehende Signal der Ablenkspule 4 zugeführt.
Gemäß dem vorstehenden Verfahren wird die Übertragungsfunk
tion erhalten, welche die Differenz zwischen einer Übertra
gungsfunktion der Schwingungen zwischen der Grundplatte 9 und
der Elektronenkanone 2 und einer Übertragungsfunktion der
Schwingungen zwischen der Grundplatte 9 und dem Probenhalter
6 ist. Aus dem Produkt der auf diese Weise erhaltenen Über
tragungsfunktion, d. h. der Frequenzübertragungsfunktion und
dem Erfassungssignal des Schwingungssensors 15, werden die
Schwingungen der Elektronenkanone 2 und des Probenhalters 6
relativ zueinander bestimmt. Das durch die vorstehende Be
rechnung erhaltene Signal wird zur Vorschubsteuerung des
Elektronenstrahles einem Ablenksignal für die Ablenkspule 4
hinzuaddiert. Demgemäß wird der von der Elektronenkanone 2
ausgestrahlte Elektronenstrahl dazu gesteuert, ungeachtet der
Schwingungen der Elektronenkanone 2 und des Probenhalters 6
die Probe zu erreichen. Das Elektronenmikroskop ist somit
frei von den Schwingungen der Grundplatte 9.
Obwohl bestimmte bevorzugte Ausführungsformen der vorliegen
den Erfindung im Einzelnen gezeigt und beschrieben worden
sind, ist es zu verstehen, daß bei diesen verschiedene Ände
rungen und Modifikationen ausführbar sind, ohne vom dem Um
fang der beigefügten Ansprüche abzuweichen.
Claims (4)
1. Elektronenmikroskop mit
- - einer Elektronenkanone (2) zum Ausstrahlen eines Elektro nenstrahles,
- - einem Probenhalter (6), auf dem eine Probe gehaltert wer den kann,
- - einer Ablenkspule (4) zum Aufbringen des Elektronenstrah les aus der Elektronenkanone (2) auf die Probe auf dem Probenhalter (6),
- - einem ersten Schwingungssensor (11) zum Erfassen von Schwingungen der Elektronenkanone (2) und Erzeugen eines ersten Erfassungssignales, welches die erfaßten Schwin gungen der Elektronenkanone (2) darstellt,
- - einem zweiten Schwingungssensor (12) zum Erfassen von Schwingungen des Probenhalters (6) und Erzeugen eines zweiten Erfassungssignales, welches die erfaßten Schwin gungen des Probenhalters (6) darstellt, und
- - einer Regeleinrichtung (14) zum Addieren eines Differenz signales, welches die Differenz zwischen dem ersten Er fassungssignal und dem zweiten Erfassungssignal dar stellt, zu einem Ablenksignal für die Ablenkspule (4) zum Bewirken einer Vorschubsteuerung des Elektronenstrahles, damit der Elektronenstrahl die Probe auf dem Probenhalter (6) erreicht.
2. Elektronenmikroskop mit
- - einer Elektronenkanone (2) zum Ausstrahlen eines Elektro nenstrahles,
- - einem Probenhalter (6), auf dem eine Probe gehaltert wer den kann,
- - einer Ablenkspule (4) zum Aufbringen des Elektronenstrah les aus der Elektronenkanone (2) auf die Probe auf dem Probenhalter (6),
- - Erfassungsmitteln (Schwingungssensor 15) zum Erfassen von Schwingungen einer Grundplatte (9) für den Aufbau des Elektronenmikroskops und zum Erzeugen eines dritten Er fassungssignales, welches die erfaßten Schwingungen der Grundplatte (9) darstellt, und
- - einer Regeleinrichtung (16) zum Erzeugen eines Steuersi gnales, welches die Schwingungen der Elektronenkanone (2) und des Probenhalters (6) relativ zueinander auf der Ba sis des dritten Erfassungssignales darstellt, und zum Ad dieren des Steuersignales zu einem Ablenksignal für die Ablenkspule (4) zum Bewirken einer Vorschubsteuerung des Elektronenstrahles, damit der Elektronenstrahl die Probe auf dem Probenhalter (6) erreicht.
3. Elektronenmikroskop nach Anspruch 2, bei dem die Regel
einrichtung (16) ein Faltungsintegral der Pulsreaktion einer
Übertragungsfunktion, welche die Differenz zwischen einer
Übertragungsfunktion der Schwingungen zwischen der Grund
platte (9) und der Elektronenkanone (2) und einer Übertragungs
funktion der Schwingungen zwischen der Grundplatte (9) und dem
Probenhalter (6) ist, und des dritten Erfassungssignales be
rechnet und das Steuersignal erzeugt, welches die Schwingun
gen der Elektronenkanone (2) und des Probenhalters (6) rela
tiv zueinander darstellt.
4. Elektronenmikroskop nach Anspruch 2, bei dem die Regel
einrichtung (16) das Produkt einer Übertragungsfunktion, wel
che die Differenz zwischen einer Übertragungsfunktion der
Schwingungen zwischen der Grundplatte (9) und der Elektronen
kanone (2) und einer Übertragungsfunktion der Schwingungen
zwischen der Grundplatte (9) und dem Probenhalter (6) ist,
und des dritten Erfassungssignales berechnet und das Steuer
signal erzeugt, welches die Schwingungen der Elektronenkanone
(2) und des Probenhalters (6) relativ zueinander darstellt.
Applications Claiming Priority (1)
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