DE19607741A1 - Rohr- und Armaturenanschluß (Rohrverschraubung), der mit einem Grundkörper und verschiedenen Einsteckteilen für mehrere Rohrwerkstoffe zu verwenden ist - Google Patents
Rohr- und Armaturenanschluß (Rohrverschraubung), der mit einem Grundkörper und verschiedenen Einsteckteilen für mehrere Rohrwerkstoffe zu verwenden istInfo
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Description
Es ist bekannt, Rohr- und Armaturenanschlüsse mittels Quetsch-, Schneidring-, Bördel-,
oder Gewindeverschraubung herzustellen, deren Dichtigkeit entsprechend dem Verwendungs
zweck, durch eingelegte Dichtungselemente erreicht wird.
Quetschverschraubungen für verschiedene Rohrquerschnitte gehören auch zum Stand der
Technik.
Diese bisher bekannten Verbindungstechniken hatten jedoch den Nachteil, daß sie jeweils für einen
bestimmten Rohrwerkstoff und Nennweite beschaffen sind. Es mußte im Lager jeweils von jeder
Nennweite und Rohrwerkstoffart eine Bestimmte Anzahl an Verschraubungen vorgehalten werden,
um aus der Vielzahl der Rohrverbindungen die Passende auszusuchen.
Die notwendigen Lagerbedingungen mußten ebenfalls vorhanden sein, um im Notfall die richtige
Verbindung schnell greifbar zu haben.
Die häufigsten Rohr- und Armaturenanschlüsse in der Gas- und Wasserinstallation und Zentral
heizungsbau
- 1. Stahlrohre, Gewinderohre nach DIN 2440 und 2441, schwarz und verzinkt 3/8′′, 1/2′′, 3/4′′, 1′′, 1 1/4′′, 1 1/2′′, 2′′
- 2. Kupferrohre nach DIN 1786 10 mm bis 54 mm Durchmesser
- 3. PE Rohre nach DIN VPE Rohre nach DIN
10 mm bis 63 mm Durchmesser
- zu 1. Zusätzlich können auch noch Zwischengrößen angetroffen werden, z. B. Siederohre
nach DIN 2448/1626, hier sind meistens nur Schweißverbindungen möglich.
Bei Stahlrohren nach DIN 2440/2441, sind normale Gewindeverschraubungen konisch oder flach dichtend oder Quetschverschraubungen (z. B. Gebo) gebräuchlich.
Im Heizungsbau werden häufig Mischinstallationen (schw. Stahlrohr und Kupferrohr) installiert. Dadurch ist die Gebo-Verschraubung nicht einsetzbar, da diese nur in verz. Ausführung angeboten wird. - zu 2. Bei Kupferrohren werden fast nur Anlötverschraubungen verwendet. Quetschverschraubungen werden nur in den kleinen Abmessungen angeboten.
- zu 3. Bei Kunststoffrohren werden für verschiedene Werkstoffe PE, VPE und unterschiedliche Druckstufen, unterschiedliche Verschraubungen eingebaut.
- zu 1. Zusätzlich können auch noch Zwischengrößen angetroffen werden, z. B. Siederohre
nach DIN 2448/1626, hier sind meistens nur Schweißverbindungen möglich.
Bei allen Rohrwerkstoffen sind:
Unterputz: nur unlösbare Verbindungen zugelassen
Aufputz: lösbare Verbindungen (Verschraubungen) zugelassen.
Unterputz: nur unlösbare Verbindungen zugelassen
Aufputz: lösbare Verbindungen (Verschraubungen) zugelassen.
Der im Patentanspruch 1 angegebenen Erfindung liegt das Problem zu Grunde, für die
Aufputzinstallation von Rohrleitungen, die unüberschaubaren und vielfältigen Möglichkeiten
und die damit verbundene große Lagerhaltung auf ein überschaubares Maß zu reduzieren.
Dieses Problem wird durch die im Patentanspruch 1 aufgeführten Merkmale des Rohr- und
Armaturenanschlusses, Grundkörper und verschiedene Einsteckteile gelöst.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, daß hiermit jeweils
eine Grundversion (z. B. Dimensionen von 3/8′′ bis 2′′) zur Verfügung steht (7 Stück),
die mit den entsprechenden Einsteckteilen auf jeden Rohrwerkstoff umgerüstet werden kann.
Bei den bisher bekannten Rohrverschraubungen war es unmöglich, ohne Vorinformation
die richtige Rohrverschraubung zur Einsatzstelle mitzubringen.
Um alle anzutreffende Rohrarten mit Verschraubungen neu zu verbinden, waren bisher
ca. 30 komplette Rohrverschraubungen nötig (10 bis 63 mm Durchmesser).
Dies war aus Gewichts-, Platz- und Kostengründen fast unmöglich.
Hier ist der Rohr- und Armaturenanschluß mit verschiedenen Einsteckteilen deutlich im
Vorteil, denn mit 7 Grundkörpern von 3/8′′ bis 2′′ und den entsprechenden Einsteckteilen
kann nun jede Rohrverbindung hergestellt werden (10 mm bis 63 mm Durchmesser).
Die erforderlichen Einsteckteile sind Gewichts- und Platzsparender so wie Kostengünstiger
als komplette Verschraubungen. Es kann nun ein Notfallkoffer für Kundendienstfahrzeuge
zusammengestellt werden. Der Kundendienstmonteur hat jetzt auf jeden Fall die richtige
Verbindung sofort zur Verfügung.
Die Montagebedingungen am Einsatzort haben oft eine fachgerechte Montage durch beengte
Platzverhältnisse erschwert. Die vorhandenen Rohrleitungen waren untereinander, an
Decken und Wänden so eng verlegt, daß die nötigen Werkzeuge zur Montage fast nicht
angesetzt werden konnten, z. B. Rohrzangen zum Anziehen und Gegenhalten.
Der Rohr- und Armaturenanschluß nach Anspruch 1 besitzt keine, wie sonst übliche Über
wurfmutter, dadurch sind zum Anziehen keine großen Rohrzangen erforderlich. Das
Anziehen wird mit einem Stiftschlüssel (Imbusschlüssel) erledigt. Der Grundkörper
dichtet auf einen Gummi-O-Ring am Anschlag des Anschlußnippels ab, was mehrfaches
Nachfassen mit Zangen überflüssig macht. Lediglich ein kleiner Zug ist erforderlich und der
Grundkörper sitzt, dicht und fest.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher
beschrieben.
Es zeigt
Fig. 1 Rohr- und Armaturenanschluß eingerichtet für Stahlrohr Seitenansicht (Schnitt)
1 Grundkörper
2 Gummi-O-Ring
3 Anschlußnippel
4 Gummi-O-Ring
5 Arretierungsschrauben (4 Stück)
6 Einsteckteil für Stahlrohr
2 Gummi-O-Ring
3 Anschlußnippel
4 Gummi-O-Ring
5 Arretierungsschrauben (4 Stück)
6 Einsteckteil für Stahlrohr
Fig. 2 Rohr- und Armaturenanschluß eingerichtet für Kupferrohr Seitenansicht (Schnitt)
1 Grundkörper
2 Gummi-O-Ring
3 Anschlußnippel
4 Gummi-O-Ring
5 Arretierungsschrauben (4 Stück)
6 Einsteckteil für Kupferrohre
7 Gummi-O-Ring
8 Reduzierring
2 Gummi-O-Ring
3 Anschlußnippel
4 Gummi-O-Ring
5 Arretierungsschrauben (4 Stück)
6 Einsteckteil für Kupferrohre
7 Gummi-O-Ring
8 Reduzierring
Fig. 3 Einsteckteil für Stahlrohr Seitenansicht (Schnitt)
Fig. 4 Einsteckteil für Stahlrohr Draufsicht
5 Arretierungsschrauben (4 Stück)
Fig. 5 Einsteckteil für Kupferrohr Seitenansicht (Schnitt)
7 Gummi-O-Ring
8 Reduzierring
8 Reduzierring
Fig. 6 Einsteckteil für Kupferrohr Draufsicht
5 Arretierungsschrauben (4 Stück)
Fig. 7 Einsteckteil für Kunststoffrohr Seitenansicht (Schnitt)
7 Gummi-O-Ring
8 Reduzierring
8 Reduzierring
Fig. 8 Einsteckteil für Kunststoffrohr Draufsicht
5 Arretierungsschrauben (4 Stück)
Das in der Zeichnung dargestellte Ausführungsbeispiel Fig. 1 ist eingerichtet für den Anschluß
von Stahlrohrspitzenden ohne Gewinde, der Anschlußnippel an Muffenanschlüsse (Fitting)
oder Armaturen mit Innengewindeanschluß.
Zur Montage:
- 1. Das anzuschließende Stahlrohrspitzende muß rechtwinklig zur Rohrachse abgetrennt und gradfrei sein.
- 2. Das Rohrende ist in der Länge des Grundkörpers, von allen Anhaftungen wie Rost, Farbe oder Mörtelreste zu reinigen.
- 3. Das Spitzende ist mit Siliconfett leicht einzufetten.
- 4. Der Anschlußnippel (3) kann an der Werkbank in den Fitting oder Armaturen anschluß eingedichtet werden.
- 5. Der Sitz des Gummi-O-Rings (2) im Grundkörper (1) wird überprüft und das Einsteckteil (6) wird eingesetzt.
- 6. Die Arretierungsschrauben (5) werden leicht angezogen, dabei wird das Einsteckteil so gedreht, daß die 4 Arretierungsschrauben (5) in die 4 Bohrungen des Einsteckteils passen.
- 7. Der Grundkörper mit dem vormontierten Einsteckteil wird auf das anzuschließende Spitzende des Stahlrohres aufgeschoben.
- 8. Der mit dem eingedichteten Anschlußnippel (3) vorbereitete Gegenstand, wird mit dem Anschlußgewinde gegen das Spitzende des Stahlrohres gehalten.
- 9. Der Grundkörper wird auf das Anschlußgewinde des Anschlußnippels (3) bis gegen den Anschlag aufgeschraubt.
- 10. Nach dem Ausrichten werden die 4 Arretierungsschrauben (5) ganz angezogen.
Beim Anziehen der Arretierungsschrauben treffen diese als erstes auf den Schräganschnitt
der 4 Bohrungen im Einsteckteil. Der dadurch auftretende Druck wird vom Einsteckteil auf den
Gummi-O-Ring übertragen, der dadurch an die Wandungen des Grundkörpers und des Stahlrohres
gepreßt wird und somit die Dichtigkeit erreicht wird. Die Arretierungsschrauben treffen nach dem
Schräganschnitt auf das Stahlrohr und werden beim Anziehen leicht in die Oberfläche des
Stahlrohren eingepreßt. Dadurch ist die notwendige mechanische Zugentlastung erreicht.
Zur Montage:
- 1. Das anzuschließende Kupfer- oder Kunststoffrohrspitzende muß rechtwinklig zur Rohrachse abgetrennt und gradfrei sein.
- 2. Das Rohrende ist in der Länge des Grundkörpers von allen Anhaftungen wie Farbe oder Mörtelreste zu reinigen.
- 3. Das Spitzende ist mit Siliconfett leicht einzufetten.
- 4. Der Anschlußnippel (3) kann an der Werkbank in den Fitting oder Armaturenanschluß eingedichtet werden.
- 5. Der Sitz des Gummi-O-Rings (2) im Grundkörper (1) wird überprüft und nacheinander der Reduzierring (8), der Gummi-O-Ring (7) das Einsteckteil (6) in den Grundkörper eingesetzt.
- 6. Die Arretierungsschrauben (5) werden leicht angezogen, dabei wird das Einsteckteil so gedreht, das die 4 Arretierungsschrauben (5) in die 4 Bohrungen des Einsteckteils passen.
- 7. Der Grundkörper mit dem vormontierten Einsteckteil wird auf das anzu schließende Spitzende des Kupfer- oder Kunststoffrohres aufgeschoben.
- 8. Der mit dem eingedichteten Anschlußnippel (3) vorbereitete Gegenstand wird mit dem Anschlußgewinde gegen das Spitzende des Kupfer- oder Kunststoffrohres gehalten.
- 9. Der Grundkörper wird auf das Anschlußgewinde des Anschlußnippels (3) bis gegen den Anschlag aufgeschraubt.
- 10. Nach dem Ausrichten werden die 4 Arretierungsschrauben (5) ganz angezogen.
Beim Anziehen der Arretierungsschrauben (5) treffen diese als erstes auf den Schräganschnitt
der 4 Bohrungen im Einsteckteil (6). Der dadurch auftretende Druck wird vom Einsteckteil (6)
auf den Gummi-O-Ring (7), den Reduzierring (8) und dem Gummi-O-Ring (2) übertragen.
Der Gummi-O-Ring (7) wird dadurch an die Wandungen des Reduzierrings (8) und des
Rohres gepreßt. Der Reduzierring (8) dichtet auf den Gummi-O-Ring (2) ab.
Somit ist die Dichtigkeit der Verbindung hergestellt.
Die 4 Arretierungsschrauben (5) treffen nach dem Schräganschnitt auf den Anschlag im
Einsteckteil, beim weiteren Anziehen werden die Wandungen des Einsteckteils (6) auf
die Rohrwandungen gepreßt. Die Verzahnung im Einsteckteil dringt leicht in die Oberfläche
des Rohres ein. Dadurch ist die notwendigen mechanische Zugentlastung erreicht. Die
Stauchung im Einsteckteil (6) wird von 4 Entlastungsschlitzen aufgenommen.
Claims (2)
1. Rohr- und Armaturenanschluß
(Rohrverschraubung),
lösbare Verbindung, für Aufputzinstallation, in der Sanitär- und Heizungstechnik,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Rohr und Armaturenanschluß mit einem Grundkörper je Nennweite und
verschiedenen Einsteckteilen, für mehrere Rohrwerkstoffe zu verwenden ist.
2. Rohr- und Armaturenanschluß nach Patentanspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Rohr und Armaturenanschluß keine Überwurfverschraubung besitzt.
Die Dichtigkeit und Zugfestigkeit wird durch anziehen von Arretierungsschrauben
erreicht.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996107741 DE19607741A1 (de) | 1996-02-29 | 1996-02-29 | Rohr- und Armaturenanschluß (Rohrverschraubung), der mit einem Grundkörper und verschiedenen Einsteckteilen für mehrere Rohrwerkstoffe zu verwenden ist |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996107741 DE19607741A1 (de) | 1996-02-29 | 1996-02-29 | Rohr- und Armaturenanschluß (Rohrverschraubung), der mit einem Grundkörper und verschiedenen Einsteckteilen für mehrere Rohrwerkstoffe zu verwenden ist |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19607741A1 true DE19607741A1 (de) | 1997-09-04 |
Family
ID=7786825
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1996107741 Withdrawn DE19607741A1 (de) | 1996-02-29 | 1996-02-29 | Rohr- und Armaturenanschluß (Rohrverschraubung), der mit einem Grundkörper und verschiedenen Einsteckteilen für mehrere Rohrwerkstoffe zu verwenden ist |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19607741A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE29813385U1 (de) * | 1998-07-28 | 1999-12-09 | Seppelfricke Armaturen GmbH & Co., 45881 Gelsenkirchen | Anschlußarmatur für einen Wasserzähler o.dgl. |
| CN108626498A (zh) * | 2018-06-15 | 2018-10-09 | 江苏宝地管业有限公司 | 一种连接处稳定的管道 |
-
1996
- 1996-02-29 DE DE1996107741 patent/DE19607741A1/de not_active Withdrawn
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE29813385U1 (de) * | 1998-07-28 | 1999-12-09 | Seppelfricke Armaturen GmbH & Co., 45881 Gelsenkirchen | Anschlußarmatur für einen Wasserzähler o.dgl. |
| CN108626498A (zh) * | 2018-06-15 | 2018-10-09 | 江苏宝地管业有限公司 | 一种连接处稳定的管道 |
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