DE19607476C1 - Verfahren zum Satinieren von Papier und Kalander zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zum Satinieren von Papier und Kalander zur Durchführung des VerfahrensInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Sati
nieren von Papier, das als Bahn durch mindestens einen
Walzenspalt geleitet wird, der durch eine beheizbare
harte Walze und eine mit einem elastischen Bezug ver
sehene weiche Walze begrenzt ist, sowie auf einen Ka
lander zur Durchführung dieses Verfahrens mit min
destens einem Walzenspalt, der durch eine beheizbare
harte Walze und eine mit einem Bezug versehene weiche
Walze begrenzt ist.
Da bei modernen Kalandern hohe Temperaturen an der
Oberfläche der harten Walze angewendet werden und die
Temperaturbeständigkeit des elastischen Bezuges der
weichen Walze vielfach auf unter dieser Temperatur lie
gende Werte beschränkt ist, muß dafür gesorgt werden,
daß keine Überhitzung des elastischen Bezuges auftritt.
Dies ist dort nicht zu befürchten, wo der Bezug von der
wärmeabführenden Papierbahn abgedeckt ist. Außerhalb
der Papierbahn befindliche Abschnitte des Bezuges sind
jedoch durch Überhitzung gefährdet. Dabei ist nicht nur
die absolute Temperatur maßgebend. Vielmehr darf auch
eine vorbestimmte Temperaturdifferenz zwischen dem von
der Bahn bedeckten und dem unbedeckten Abschnitt nicht
überschritten werden.
Aus diesem Grund ist es bekannt (DE 39 07 216 A1), die
Bahn in einer Breite durch den Walzenspalt zu führen,
die mindestens so groß ist wie die Breite des Bezuges.
Es bleibt dann allerdings ein nicht kalandrierter Rand
streifen, der abgeschnitten und entfernt werden muß.
Bei Kalandern mit mehreren Walzenspalten kann es durch
die nicht satinierten Ränder zu Bahnlaufproblemen kom
men. Auch ist diese Lösung nicht praktikabel, wenn Bah
nen unterschiedlicher Breite erzeugt werden müssen.
Eine andere Möglichkeit besteht darin (DE 41 21 381
C1), die Bahnbreite kleiner zu halten als die weiche
Walze und den freiliegenden Teil des Bezuges durch Auf
tragen eines dünnen und scharf abgegrenzten Wasserfilms
zu kühlen. Die Kühlvorrichtung ist längs einer Traverse
parallel zur Walze verschiebbar und kann daher unter
schiedlichen Bahnbreiten angepaßt werden. Die hierfür
erforderlichen Kühlvorrichtungen und Temperaturmeßsy
steme sind jedoch aufwendig, unzuverlässig und vor al
lem bei hohen Oberflächentemperaturen nicht effektiv
genug.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen
Weg aufzuzeigen, wie man trotz unzureichender Kühlung
oder sogar ohne Kühlung auch bei unterschiedlichen
Bahnbreiten einen wirksamen Schutz des Bezuges gegen
Überhitzung erreichen kann.
Diese Aufgabe wird in Verbindung mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 dadurch gelöst, daß
die Bahnbreite kleiner als die Breite des zylindrischen
Teils sowohl des Bezuges als auch der harten Walze ge
wählt wird, und daß die beiden Walzen in Abhängigkeit
von der Bahnbreite relativ zueinander axial derart ver
stellt werden, daß an der einen Bahnkante der zylindri
sche Teil des Bezuges und an der anderen Bahnkante der
zylindrische Teil der harten Walze höchstens um eine
vorgegebene zulässige Randbreite über die Bahnkante
überstehen.
Bei diesem Vorgehen wird die Erkenntnis ausgenutzt, daß
der zylindrische Teil der harten Walze durch die Pa
pierbahn in einem Abstand von dem zylindrischen Teil
des Bezuges gehalten wird, daß dieser Abstand auch noch
über einen kleinen Bereich außerhalb der Papierbahn
vorhanden ist und daß er dort eine unzuträgliche Erwär
mung der Bezugsränder verhindert. Es gibt daher eine
zulässige Breite des überstehenden Bezugsrandes, die
von den betrieblichen Umständen abhängt und in der Re
gel maximal etwa 10 bis 15 mm beträgt. Diese zulässige
Randbreite läßt sich aber nicht aufrechterhalten, wenn
Papierbahnen unterschiedlicher Breite satiniert werden
sollen. Aus diesem Grund sind die harte und die weiche
Walze, die den Walzenspalt bilden, relativ zueinander
axial verstellbar. Auf diese Weise kann dafür gesorgt
werden, daß einer Bahnkante das Ende des zylindrischen
Teils des Bezuges und der anderen Bahnkante das Ende
des zylindrischen Teils der harten Walze benachbart
ist. Auf beiden Seiten steht daher der Bezug lediglich
über einen zulässigen Randbereich einem beheizten Teil
der Oberfläche der harten Walze gegenüber.
Günstig ist es, daß die eine Bahnkante unabhängig von
der Bahnbreite eine feste Sollposition hat und nur eine
der beiden Walzen axial verstellt wird. Da die andere
Walze axial fest gehalten werden kann, ergibt sich eine
besonders einfache Konstruktion.
Mit Vorteil wird hierbei die andere Bahnkante zwecks
Erkennung der Bahnbreite abgetastet und in Abhängigkeit
davon die eine der beiden Walzen axial verstellt. Dies
erlaubt eine automatische Anpassung bei einem Wechsel
oder auch bei Schwankungen der Bahnbreite.
Eine Alternative besteht darin, daß die Bahn mittig
zugeführt wird und beide Walzen in entgegengesetzten
Richtungen axial verstellt werden. Es herrschen dann
symmetrische Verhältnisse.
Hierbei ist es empfehlenswert, daß zwecks Erkennung der
Bahnbreite mindestens eine Bahnkante abgetastet und in
Abhängigkeit davon die beiden Walzen verstellt werden.
Auch dies erlaubt eine automatische Anpassung bei Wech
sel und Schwankungen der Bahnbreite.
Von Vorteil ist es auch, daß die weiche Walze eine zo
nengesteuerte Durchbiegungseinstellwalze ist, bei der
der Druck in den außerhalb der Bahn liegenden Zonen
gegenüber anderen Zonen reduziert wird. Mittels der
Durchbiegungseinstellwalze läßt sich ein gewünschtes
Profil der Druckspannung einstellen. Hierbei wird der
axiale Versatz der Walzen druckmäßig berücksichtigt.
Ein Kalander zur Durchführung des Verfahrens ist erfin
dungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Wal
zen relativ zueinander axial verstellbar sind, und daß
die Lage der einen Walze durch die Position der einen
Bahnkante und die Lage der anderen Walze durch die Po
sition der anderen Bahnkante festlegbar ist. Durch die
axiale Verstellbarkeit unter Berücksichtigung der Posi
tion der Bahnkanten wird erreicht, daß der Bezug nur
über schmale Bereiche, welche höchstens der zulässigen
Randbreite entsprechen, direkt der beheizten Oberfläche
der harten Walze gegenüberliegen.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist dafür ge
sorgt, daß eine Bahnführungsvorrichtung vorgesehen ist,
die die eine Bahnkante in einer festen Sollposition
hält, daß eine Erkennungsvorrichtung vorgesehen ist,
die die Position der anderen Bahnkante erfaßt, und daß
nur eine der beiden Walzen axial verstellbar und deren
Lage mit Hilfe der Erkennungsvorrichtung festgelegt
ist. Auch hier gilt wieder der Vorteil, daß lediglich
eine Walze eine Lagerung mit Axialverstellmöglichkeit
benötigt.
Mit besonderem Vorteil ist die harte Walze axial ver
stellbar. Die axial nicht verstellbare weiche Walze hat
dann eine feste Zuordnung zu der Sollposition der einen
Bahnkante.
Ferner ist es günstig, daß die harte Walze zusammen mit
zwei weichen Walzen zwei Walzenspalte bildet. Die harte
Walze beheizt demnach zwei Walzenspalte. Es genügt aber
die axiale Verstellung einer Walze, um in beiden Spal
ten eine Anpassung an die Bahnbreite vorzunehmen.
Bei einer Alternative ist dafür gesorgt, daß eine Bahn
führungsvorrichtung vorgesehen ist, die die Bahn mittig
zuführt, daß eine Erkennungsvorrichtung vorgesehen ist,
die die Position mindestens einer Bahnkante erfaßt, und
daß beide Walzen um gleiche Beträge, die mit Hilfe der
Erkennungsvorrichtung festgelegt sind, axial gegenein
ander verstellbar sind. Eine solche symmetrische Aus
führungsform hat eine große Zahl von Anwendungsmöglich
keiten. Bei on-line Satinagen kommt es auch vor, daß
die Bahn nicht genau in der Mitte, sondern außermittig
zugeführt wird. In diesem Fall werden die Walzen nicht
um gleiche Beträge, sondern um entsprechend unter
schiedliche Beträge verstellt.
Konstruktiv ist es von Vorteil, daß die axial verstell
bare Walze in einem Lagerblock gehalten ist, der mit
Hilfe eines Verstellantriebs längs einer Führung an ei
nem Tragelement verschiebbar ist, das die Betätigungs
vorrichtung für den Antrieb trägt. Der Mehraufwand für
die axiale Verstellbarkeit ist gering. Der Verstellan
trieb kann beispielsweise eine Verstellspindel oder
einen Kolbenmotor aufweisen. Der Walzenzapfen kann mit
oder ohne Lager in dem Lagerbock verschoben werden.
Insbesondere kann das Tragelement über Schwenkhebel mit
einem Kalanderständer verbunden sein.
Als Bezug kommen sämtliche bekannten Materialien in
Betracht. Besonders vorteilhaft ist es jedoch, wenn der
Bezug aus einem faserverstärkten Kunststoff höherer
Temperaturbeständigkeit besteht. Die Temperaturbestän
digkeit erlaubt es nämlich in Verbindung mit der Wal
zenverschiebung, die Oberflächentemperatur der harten
Walze auf hohem Niveau, beispielsweise 130 bis 200°C,
zu halten, weil der Kunststoff die Strahlungswärme im
nicht abgedeckten Bereich noch aushält.
Mit Vorteil ist für die Bahn eine Abwickelvorrichtung
vorgesehen, deren Wickel relativ zu den Walzen axial
verstellbar ist. Hier kann eine für den off-line Be
trieb erforderliche Abwickelvorrichtung gleichzeitig
dazu ausgenutzt werden, die Position der einen Bahnkan
te mit Bezug auf die eine der beiden Walzen festzule
gen.
Sehr günstig ist es auch, daß der Kalander Teil einer
Papiermaschine ist. Er läßt sich ohne weiteres im in-
line Betrieb auch dann anwenden, wenn die gerade er
zeugte Bahn Abschnitte mit unterschiedlicher Breite ha
ben sollte.
Die Erfindung wird nachstehend anhand in der Zeichnung
dargestellter, bevorzugter Ausführungsbeispiele näher
erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen 3-Walzen-Kalander bei der Behandlung einer
Papierbahn mit maximaler Breite,
Fig. 2 den Kalander der Fig. 1 bei der Behandlung einer
schmaleren Papierbahn,
Fig. 3 eine Draufsicht auf den Kalander der Fig. 2 mit
Abwickelvorrichtung,
Fig. 4 eine Ausführungsform der Axialverstellvorrich
tung,
Fig. 5 einen 2-Walzen-Kalander bei der Behandlung einer
Papierbahn mit maximaler Breite und
Fig. 6 den Kalander der Fig. 5 bei der Behandlung einer
schmaleren Papierbahn.
Der in den Fig. 1 bis 3 veranschaulichte 3-Walzen-Ka
lander 1 weist eine harte Walze 2 und zwei aufeinander
gegenüberliegenden Seiten angeordnete weiche Walzen 3
und 4 auf. Die harte Walze 2 ist über ihren zylindri
schen Teil 5, der eine Breite A hat, etwa gleichmäßig
beheizt, beispielsweise durch Heizöl, das durch achs
parallele Bohrungen nahe der Oberfläche geleitet wird,
durch eine elektrische Heizvorrichtung o. dgl. Die wei
chen Walzen 3 tragen einen Bezug 6, deren zylindrischer
Teil 7 eine Breite B hat. Dieser Bezug 6 besteht bei
spielsweise aus einem faserverstärktem Kunststoff hoher
Temperaturbeständigkeit, beispielsweise bis 130°C.
Die Walzen sind mit ihren angedeuteten Zapfen 8 in
nicht veranschaulichten Lagern gehalten. Sie bilden
zwischen sich Walzenspalte 9 und 10, in denen als Bahn
11 zulaufendes Papier satiniert wird. Dies geschieht
durch Anwendung von Druck, indem die weichen Walzen 3
und 4 gegen die harte Walze 2 gedrückt werden, und
durch den Einfluß von Wärme, die von der harten Walze 2
auf die Bahn 11 übertragen wird. Die Bahn 11 hat eine
maximale Breite C, die etwas kleiner ist als die Breite
A des zylindrischen Teils 5 der harten Walze 2 und der
Breite B des zylindrischen Teils 7 des Bezuges 6. Vor
zugsweise sind, wie hier gezeichnet, die Breiten A und
B einander gleich. Zu beiden Seiten der Bahn 11 ver
bleiben daher Bereiche 12 des zylindrischen Teils 7 des
Bezuges 6 mit einer vorgegebenen zulässigen Randbreite
a, die beispielsweise 10 bis 15 mm beträgt. Wie Fig. 1
zeigt, sind diese Bereiche 12 nicht mehr von der Bahn
11 abgedeckt, werden aber durch die Bahn 11 von der
Oberfläche der harten Walze 2 in einem solchen Abstand
gehalten, daß keine Überhitzung des Bezuges 6 zu be
fürchten ist.
In Fig. 2 wird der gleiche Kalander 1 verwendet, um
eine Bahn 11a aus Papier mit einer geringeren Breite C1
zu satinieren. Hier ist die harte Walze 2 um einen Be
trag b nach links verstellt worden, wie es der Pfeil 13
erkennen läßt. Außerhalb der linken Bahnkante 14 ergibt
sich wiederum ein Bereich 12 mit der Breite a, der sich
noch im zulässigen Bereich befindet. Außerhalb der
rechten Bahnkante 15 befindet sich dagegen ein wesent
lich breiterer Bereich des zylindrischen Teils 7 des
Bezuges 6. Dieser wird aber nur über die Randbreite a
vom zylindrischen Teil 5 der harten Walze 2 überdeckt,
so daß lediglich der Bereich 12a, der ebenfalls die
Breite a hat, in zulässiger Weise der beheizten Ober
fläche der harten Walze 2 gegenübersteht.
Wie die einem off-line-Betrieb zugrunde liegende Fig. 3
erkennen läßt, wird die Bahn 11a von einer Abwickelvor
richtung 16 zugeführt, die einen auf einem Kern aufge
brachten Wickel 18 aufweist. Der Kern ist axial hin- und
herverstellbar, wie es der Pfeil 17 andeutet. Die
Wickelvorrichtung 16 kann daher so eingestellt werden,
daß die linke Bahnkante 14 eine Sollposition 19 ein
nimmt, die den in Fig. 2 gezeigten Abstand a vom Ende
des zylindrischen Teils 7 des Bezuges 6 hat oder klei
ner ist.
Die gegenüberliegende Bahnkante 15 wird durch eine Er
kennungsvorrichtung 20 erfaßt. In Abhängigkeit von der
Lage der rechten Bahnkante 15 wird die harte Walze 2
nach links verschoben, wie dies in Fig. 2 veranschau
licht ist.
Ferner ist in Fig. 3 angedeutet, daß die elastische
Walze 6 eine Durchbiegungseinstellwalze ist, bei der
ein Mantel in einzelnen Zonen 21 derart belastet ist,
das sich das gewünschte Druckspannungsprofil im Walzen
spalt 9 einstellt. Es sei angenommen, daß jeder Zone 21
ein hydrostatisches Stützelement entspricht. Dann sind
die außerhalb der Bahn 11a liegenden Zonen 21′ mit ei
nem geringeren Druck beaufschlagt als die übrigen Zonen
21.
Gemäß Fig. 4 ist die harte Walze 2 mit ihrem Zapfen 8
in einem Lagerblock 22 gelagert, der mit Hilfe einer
Spindel 23 in Richtung des Pfeiles 13 axial verstellbar
ist. Die Spindel 23 ist von einer Betätigungsvorrich
tung 24 manuell oder automatisch, z. B. durch einen Mo
tor, verdrehbar. Ein Tragelement 25 weist eine axiale
Führung 26 für den Lagerblock 22 auf und trägt die Be
tätigungsvorrichtung 24. Das Tragelement 25 ist an He
beln 27 befestigt, die am Kalanderständer 28, schwenk
bar um eine Achse 29, gehalten sind. Beispielsweise
kann die Betätigungsvorrichtung 24 in Abhängigkeit von
der Erkennungsvorrichtung 20 verstellt werden.
Bei der Ausführungsform der Fig. 5 und 6 werden für
entsprechende Teile um 100 erhöhte Bezugszeichen ver
wendet. Dargestellt ist ein 2-Walzen-Kalander mit einer
harten Walze 102 und einer weichen Walze 103. Letztere
trägt wiederum einen elastischen Bezug 106 mit einem
zylindrischen Teil 107, der beidseitig mit einem Be
reich 112 über die Bahn 111 übersteht. Die Breite der
Bereiche 112 ist wiederum a, entspricht also der vor
gegebenen zulässigen Randbreite, oder ist geringer. Die
Breite A des zylindrischen Abschnitts 105, die Breite B
des zylindrischen Teils 107 des Bezuges 106 und die
maximale Breite C der Papierbahn 111 entsprechen dem
Ausführungsbeispiel der Fig. 1.
In Fig. 6 wird eine schmalere Papierbahn 111a mit der
Bahnbreite C1 satiniert. Diese wird symmetrisch zur
Mittellinie M zugeführt. Als Bahnführungsvorrichtung
118 dient beim in-line-Betrieb der vorgeschaltete Teil
einer Papiermaschine. Damit sich wiederum nur zwei
schmale Bereiche 112a und 112b mit einer Breite gleich
oder kleiner a ergeben, die der beheizten Oberfläche
der harten Walze 102 gegenüberstehen, ist die harte
Walze 102 in Richtung des Pfeiles 113 um einen Betrag,
z. B. den Betrag c, nach links und die weiche Walze 103
in Gegenrichtung entsprechend dem Pfeil 113a um einen
Betrag, z. B. den gleichen Betrag c, nach rechts ver
schoben.
Eine Erkennungsvorrichtung 120 weist zwei Erkennungs
stellen 120a und 120b auf, die die Position der linken
Bahnkante 114 bzw. der rechten Bahnkante 115 erfassen.
Von der ermittelten Position der linken Bahnkante 114
hängt der Verstellweg c der weichen Walze 103 in Rich
tung des Pfeiles 113a ab. Von der ermittelten Position
der rechten Bahnkante 115 hängt der Verstellweg c der
harten Walze 102 in Richtung des Pfeiles 113 ab. In
vielen Fällen genügt auch eine Erfassungsstelle an ei
ner Bahnkante, wenn sichergestellt ist, daß die Bahn
immer mittig, also symmetrisch zur Mittellinie M,
läuft. Dies ist insbesondere bei in-line Kalandern von
Interesse.
Wenn es sicher ist, daß die Schwankung der Bahnbreite C
gering ist, braucht man keine ständige Überwachung
durch die Erkennungsvorrichtung vorzunehmen. Vielmehr
genügt es, die Lage einer oder beider Bahnkanten mit
der Erkennungsvorrichtung zu erfassen, den Kalander
entsprechend einzustellen und die Einstellung während
des folgenden Betriebs zu belassen. Bei der Ausfüh
rungsform der Fig. 1 bis 3 beispielsweise kann so vor
gegangen werden, daß man einerseits die Breite des
Wickels mißt und andererseits den Wickel soweit axial
verstellt, bis die eine Bahnkante ihre Sollposition
erreicht hat.
Die Ausführungsbeispiele befassen sich mit 2- und 3-
Walzen-Kalandern, die in der Form von sogenannten Soft-
Kalandern betrieben werden. Es kommen aber auch Kalan
der mit mehr als drei Walzen in Betracht, insbesondere
in der Form von Superkalandern, die einen von einem
Ende her belasteten Walzenstapel aufweisen. Insbesonde
re bei Superkalandern kann man die Walzen unterschied
lich weit axial verschieben, um die von Walzenspalt zu
Walzenspalt zunehmende Breite der Bahn auszugleichen.
Claims (16)
1. Verfahren zum Satinieren von Papier, das als Bahn
durch mindestens einen Walzenspalt geleitet wird,
der durch eine beheizbare harte Walze und eine mit
einem elastischen Bezug versehene weiche Walze be
grenzt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Bahn
breite kleiner als die Breite des zylindrischen
Teils sowohl des Bezuges als auch der harten Walze
gewählt wird, und daß die beiden Walzen in Abhän
gigkeit von der Bahnbreite relativ zueinander axial
derart verstellt werden, daß an der einen Bahnkante
der zylindrische Teil des Bezuges und an der ande
ren Bahnkante der zylindrische Teil der harten Wal
ze höchstens um eine vorgegebene zulässige Rand
breite über die Bahnkante überstehen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die eine Bahnkante unabhängig von der Bahnbrei
te eine feste Sollposition hat und nur eine der
beiden Walzen axial verstellt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die andere Bahnkante zwecks Erkennung der Bahn
breite abgetastet und in Abhängigkeit davon die
eine der beiden Walzen axial verstellt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Bahn mittig zugeführt wird und beide Walzen
in entgegengesetzten Richtungen axial verstellt
werden.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß zwecks Erkennung der Bahnbreite mindestens eine
Bahnkante abgetastet und in Abhängigkeit davon die
beiden Walzen verstellt werden.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die weiche Walze eine zonenge
steuerte Durchbiegungseinstellwalze ist, bei der
der Druck in den außerhalb der Bahn liegenden Zonen
gegenüber anderen Zonen reduziert wird.
7. Kalander zur Durchführung des Verfahrens nach einem
der Ansprüche 1 bis 6, mit mindestens einem Walzen
spalt, der durch eine beheizbare harte Walze und
eine mit einem Bezug versehene weiche Walze be
grenzt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden
Walzen (2, 3, 4, 102, 103) relativ zueinander axial
verstellbar sind und daß die Lage der einen Walze
durch die Position der einen Bahnkante (14, 114)
und die Lage der anderen Walze durch die Position
der anderen Bahnkante (15; 115) festlegbar ist.
8. Kalander nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß eine Bahnführungsvorrichtung (Abwickelvorrich
tung 16) vorgesehen ist, die die eine Bahnkante
(14) in einer festen Sollposition (19) hält, daß
eine Erkennungsvorrichtung (20) vorgesehen ist, die
die Position der anderen Bahnkante (15) erfaßt, und
daß nur eine (2) der beiden Walzen axial verstell
bar und deren Lage mit Hilfe der Erkennungsvorrich
tung (20) festgelegt ist.
9. Kalander nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß die harte Walze (2, 102) axial verstellbar ist.
10. Kalander nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß die harte Walze (2) zusammen mit zwei weichen
Walzen (3, 4) zwei Walzenspalte (9, 10) bildet.
11. Kalander nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß eine Bahnführungsvorrichtung (116) vorgesehen
ist, die die Bahn (111, 111a) mittig zuführt, daß
eine Erkennungsvorrichtung (120) vorgesehen ist,
die die Position mindestens einer Bahnkante (114,
115) erfaßt, und daß beide Walzen (102, 103) um
gleiche Beträge (c), die mit Hilfe der Erkennungs
vorrichtung (120) festgelegt sind, axial gegenein
ander verstellbar sind.
12. Kalander nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch
gekennzeichnet, daß die axial verstellbare Walze
(2) in einem Lagerblock (22) gehalten ist, der mit
Hilfe eines Verstellantriebs (23) längs einer Füh
rung (26) an einem Tragelement (25) verschiebbar
ist, das die Betätigungsvorrichtung (24) für den
Antrieb trägt.
13. Kalander nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet,
daß das Tragelement (25) über Schwenkhebel (27) mit
einem Kalanderständer (28) verbunden ist.
14. Kalander nach einem der Ansprüche 7 bis 13, dadurch
gekennzeichnet, daß der Bezug (6; 106) aus einem
faserverstärkten Kunststoff höherer Temperaturbe
ständigkeit besteht.
15. Kalander nach einem der Ansprüche 7 bis 14, dadurch
gekennzeichnet, daß für die Bahn (11, 11a) eine
Abwickelvorrichtung (16) vorgesehen ist, deren
Wickel (18) relativ zu den Walzen (2, 3) axial ver
stellbar ist.
16. Kalander nach einem der Ansprüche 7 bis 14, dadurch
gekennzeichnet, daß der Kalander (1) Teil einer
Papiermaschine ist.
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