[go: up one dir, main page]

DE19607476C1 - Verfahren zum Satinieren von Papier und Kalander zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents

Verfahren zum Satinieren von Papier und Kalander zur Durchführung des Verfahrens

Info

Publication number
DE19607476C1
DE19607476C1 DE19607476A DE19607476A DE19607476C1 DE 19607476 C1 DE19607476 C1 DE 19607476C1 DE 19607476 A DE19607476 A DE 19607476A DE 19607476 A DE19607476 A DE 19607476A DE 19607476 C1 DE19607476 C1 DE 19607476C1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
web
roller
rollers
edge
calender
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Fee Related
Application number
DE19607476A
Other languages
English (en)
Inventor
Ulrich Wagner
Dirk Cramer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Voith Sulzer Finishing GmbH
Original Assignee
Voith Sulzer Finishing GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Voith Sulzer Finishing GmbH filed Critical Voith Sulzer Finishing GmbH
Priority to DE19607476A priority Critical patent/DE19607476C1/de
Priority to EP97100564A priority patent/EP0792965B1/de
Priority to DE59700455T priority patent/DE59700455D1/de
Priority to CA002198302A priority patent/CA2198302C/en
Priority to US08/805,778 priority patent/US5816143A/en
Priority to JP9043889A priority patent/JP2818749B2/ja
Application granted granted Critical
Publication of DE19607476C1 publication Critical patent/DE19607476C1/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Fee Related legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F26DRYING
    • F26BDRYING SOLID MATERIALS OR OBJECTS BY REMOVING LIQUID THEREFROM
    • F26B13/00Machines and apparatus for drying fabrics, fibres, yarns, or other materials in long lengths, with progressive movement
    • F26B13/10Arrangements for feeding, heating or supporting materials; Controlling movement, tension or position of materials
    • F26B13/14Rollers, drums, cylinders; Arrangement of drives, supports, bearings, cleaning
    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21GCALENDERS; ACCESSORIES FOR PAPER-MAKING MACHINES
    • D21G1/00Calenders; Smoothing apparatus

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Paper (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Sati­ nieren von Papier, das als Bahn durch mindestens einen Walzenspalt geleitet wird, der durch eine beheizbare harte Walze und eine mit einem elastischen Bezug ver­ sehene weiche Walze begrenzt ist, sowie auf einen Ka­ lander zur Durchführung dieses Verfahrens mit min­ destens einem Walzenspalt, der durch eine beheizbare harte Walze und eine mit einem Bezug versehene weiche Walze begrenzt ist.
Da bei modernen Kalandern hohe Temperaturen an der Oberfläche der harten Walze angewendet werden und die Temperaturbeständigkeit des elastischen Bezuges der weichen Walze vielfach auf unter dieser Temperatur lie­ gende Werte beschränkt ist, muß dafür gesorgt werden, daß keine Überhitzung des elastischen Bezuges auftritt. Dies ist dort nicht zu befürchten, wo der Bezug von der wärmeabführenden Papierbahn abgedeckt ist. Außerhalb der Papierbahn befindliche Abschnitte des Bezuges sind jedoch durch Überhitzung gefährdet. Dabei ist nicht nur die absolute Temperatur maßgebend. Vielmehr darf auch eine vorbestimmte Temperaturdifferenz zwischen dem von der Bahn bedeckten und dem unbedeckten Abschnitt nicht überschritten werden.
Aus diesem Grund ist es bekannt (DE 39 07 216 A1), die Bahn in einer Breite durch den Walzenspalt zu führen, die mindestens so groß ist wie die Breite des Bezuges. Es bleibt dann allerdings ein nicht kalandrierter Rand­ streifen, der abgeschnitten und entfernt werden muß. Bei Kalandern mit mehreren Walzenspalten kann es durch die nicht satinierten Ränder zu Bahnlaufproblemen kom­ men. Auch ist diese Lösung nicht praktikabel, wenn Bah­ nen unterschiedlicher Breite erzeugt werden müssen.
Eine andere Möglichkeit besteht darin (DE 41 21 381 C1), die Bahnbreite kleiner zu halten als die weiche Walze und den freiliegenden Teil des Bezuges durch Auf­ tragen eines dünnen und scharf abgegrenzten Wasserfilms zu kühlen. Die Kühlvorrichtung ist längs einer Traverse parallel zur Walze verschiebbar und kann daher unter­ schiedlichen Bahnbreiten angepaßt werden. Die hierfür erforderlichen Kühlvorrichtungen und Temperaturmeßsy­ steme sind jedoch aufwendig, unzuverlässig und vor al­ lem bei hohen Oberflächentemperaturen nicht effektiv genug.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Weg aufzuzeigen, wie man trotz unzureichender Kühlung oder sogar ohne Kühlung auch bei unterschiedlichen Bahnbreiten einen wirksamen Schutz des Bezuges gegen Überhitzung erreichen kann.
Diese Aufgabe wird in Verbindung mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 dadurch gelöst, daß die Bahnbreite kleiner als die Breite des zylindrischen Teils sowohl des Bezuges als auch der harten Walze ge­ wählt wird, und daß die beiden Walzen in Abhängigkeit von der Bahnbreite relativ zueinander axial derart ver­ stellt werden, daß an der einen Bahnkante der zylindri­ sche Teil des Bezuges und an der anderen Bahnkante der zylindrische Teil der harten Walze höchstens um eine vorgegebene zulässige Randbreite über die Bahnkante überstehen.
Bei diesem Vorgehen wird die Erkenntnis ausgenutzt, daß der zylindrische Teil der harten Walze durch die Pa­ pierbahn in einem Abstand von dem zylindrischen Teil des Bezuges gehalten wird, daß dieser Abstand auch noch über einen kleinen Bereich außerhalb der Papierbahn vorhanden ist und daß er dort eine unzuträgliche Erwär­ mung der Bezugsränder verhindert. Es gibt daher eine zulässige Breite des überstehenden Bezugsrandes, die von den betrieblichen Umständen abhängt und in der Re­ gel maximal etwa 10 bis 15 mm beträgt. Diese zulässige Randbreite läßt sich aber nicht aufrechterhalten, wenn Papierbahnen unterschiedlicher Breite satiniert werden sollen. Aus diesem Grund sind die harte und die weiche Walze, die den Walzenspalt bilden, relativ zueinander axial verstellbar. Auf diese Weise kann dafür gesorgt werden, daß einer Bahnkante das Ende des zylindrischen Teils des Bezuges und der anderen Bahnkante das Ende des zylindrischen Teils der harten Walze benachbart ist. Auf beiden Seiten steht daher der Bezug lediglich über einen zulässigen Randbereich einem beheizten Teil der Oberfläche der harten Walze gegenüber.
Günstig ist es, daß die eine Bahnkante unabhängig von der Bahnbreite eine feste Sollposition hat und nur eine der beiden Walzen axial verstellt wird. Da die andere Walze axial fest gehalten werden kann, ergibt sich eine besonders einfache Konstruktion.
Mit Vorteil wird hierbei die andere Bahnkante zwecks Erkennung der Bahnbreite abgetastet und in Abhängigkeit davon die eine der beiden Walzen axial verstellt. Dies erlaubt eine automatische Anpassung bei einem Wechsel oder auch bei Schwankungen der Bahnbreite.
Eine Alternative besteht darin, daß die Bahn mittig zugeführt wird und beide Walzen in entgegengesetzten Richtungen axial verstellt werden. Es herrschen dann symmetrische Verhältnisse.
Hierbei ist es empfehlenswert, daß zwecks Erkennung der Bahnbreite mindestens eine Bahnkante abgetastet und in Abhängigkeit davon die beiden Walzen verstellt werden. Auch dies erlaubt eine automatische Anpassung bei Wech­ sel und Schwankungen der Bahnbreite.
Von Vorteil ist es auch, daß die weiche Walze eine zo­ nengesteuerte Durchbiegungseinstellwalze ist, bei der der Druck in den außerhalb der Bahn liegenden Zonen gegenüber anderen Zonen reduziert wird. Mittels der Durchbiegungseinstellwalze läßt sich ein gewünschtes Profil der Druckspannung einstellen. Hierbei wird der axiale Versatz der Walzen druckmäßig berücksichtigt.
Ein Kalander zur Durchführung des Verfahrens ist erfin­ dungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Wal­ zen relativ zueinander axial verstellbar sind, und daß die Lage der einen Walze durch die Position der einen Bahnkante und die Lage der anderen Walze durch die Po­ sition der anderen Bahnkante festlegbar ist. Durch die axiale Verstellbarkeit unter Berücksichtigung der Posi­ tion der Bahnkanten wird erreicht, daß der Bezug nur über schmale Bereiche, welche höchstens der zulässigen Randbreite entsprechen, direkt der beheizten Oberfläche der harten Walze gegenüberliegen.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist dafür ge­ sorgt, daß eine Bahnführungsvorrichtung vorgesehen ist, die die eine Bahnkante in einer festen Sollposition hält, daß eine Erkennungsvorrichtung vorgesehen ist, die die Position der anderen Bahnkante erfaßt, und daß nur eine der beiden Walzen axial verstellbar und deren Lage mit Hilfe der Erkennungsvorrichtung festgelegt ist. Auch hier gilt wieder der Vorteil, daß lediglich eine Walze eine Lagerung mit Axialverstellmöglichkeit benötigt.
Mit besonderem Vorteil ist die harte Walze axial ver­ stellbar. Die axial nicht verstellbare weiche Walze hat dann eine feste Zuordnung zu der Sollposition der einen Bahnkante.
Ferner ist es günstig, daß die harte Walze zusammen mit zwei weichen Walzen zwei Walzenspalte bildet. Die harte Walze beheizt demnach zwei Walzenspalte. Es genügt aber die axiale Verstellung einer Walze, um in beiden Spal­ ten eine Anpassung an die Bahnbreite vorzunehmen.
Bei einer Alternative ist dafür gesorgt, daß eine Bahn­ führungsvorrichtung vorgesehen ist, die die Bahn mittig zuführt, daß eine Erkennungsvorrichtung vorgesehen ist, die die Position mindestens einer Bahnkante erfaßt, und daß beide Walzen um gleiche Beträge, die mit Hilfe der Erkennungsvorrichtung festgelegt sind, axial gegenein­ ander verstellbar sind. Eine solche symmetrische Aus­ führungsform hat eine große Zahl von Anwendungsmöglich­ keiten. Bei on-line Satinagen kommt es auch vor, daß die Bahn nicht genau in der Mitte, sondern außermittig zugeführt wird. In diesem Fall werden die Walzen nicht um gleiche Beträge, sondern um entsprechend unter­ schiedliche Beträge verstellt.
Konstruktiv ist es von Vorteil, daß die axial verstell­ bare Walze in einem Lagerblock gehalten ist, der mit Hilfe eines Verstellantriebs längs einer Führung an ei­ nem Tragelement verschiebbar ist, das die Betätigungs­ vorrichtung für den Antrieb trägt. Der Mehraufwand für die axiale Verstellbarkeit ist gering. Der Verstellan­ trieb kann beispielsweise eine Verstellspindel oder einen Kolbenmotor aufweisen. Der Walzenzapfen kann mit oder ohne Lager in dem Lagerbock verschoben werden.
Insbesondere kann das Tragelement über Schwenkhebel mit einem Kalanderständer verbunden sein.
Als Bezug kommen sämtliche bekannten Materialien in Betracht. Besonders vorteilhaft ist es jedoch, wenn der Bezug aus einem faserverstärkten Kunststoff höherer Temperaturbeständigkeit besteht. Die Temperaturbestän­ digkeit erlaubt es nämlich in Verbindung mit der Wal­ zenverschiebung, die Oberflächentemperatur der harten Walze auf hohem Niveau, beispielsweise 130 bis 200°C, zu halten, weil der Kunststoff die Strahlungswärme im nicht abgedeckten Bereich noch aushält.
Mit Vorteil ist für die Bahn eine Abwickelvorrichtung vorgesehen, deren Wickel relativ zu den Walzen axial verstellbar ist. Hier kann eine für den off-line Be­ trieb erforderliche Abwickelvorrichtung gleichzeitig dazu ausgenutzt werden, die Position der einen Bahnkan­ te mit Bezug auf die eine der beiden Walzen festzule­ gen.
Sehr günstig ist es auch, daß der Kalander Teil einer Papiermaschine ist. Er läßt sich ohne weiteres im in- line Betrieb auch dann anwenden, wenn die gerade er­ zeugte Bahn Abschnitte mit unterschiedlicher Breite ha­ ben sollte.
Die Erfindung wird nachstehend anhand in der Zeichnung dargestellter, bevorzugter Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen 3-Walzen-Kalander bei der Behandlung einer Papierbahn mit maximaler Breite,
Fig. 2 den Kalander der Fig. 1 bei der Behandlung einer schmaleren Papierbahn,
Fig. 3 eine Draufsicht auf den Kalander der Fig. 2 mit Abwickelvorrichtung,
Fig. 4 eine Ausführungsform der Axialverstellvorrich­ tung,
Fig. 5 einen 2-Walzen-Kalander bei der Behandlung einer Papierbahn mit maximaler Breite und
Fig. 6 den Kalander der Fig. 5 bei der Behandlung einer schmaleren Papierbahn.
Der in den Fig. 1 bis 3 veranschaulichte 3-Walzen-Ka­ lander 1 weist eine harte Walze 2 und zwei aufeinander gegenüberliegenden Seiten angeordnete weiche Walzen 3 und 4 auf. Die harte Walze 2 ist über ihren zylindri­ schen Teil 5, der eine Breite A hat, etwa gleichmäßig beheizt, beispielsweise durch Heizöl, das durch achs­ parallele Bohrungen nahe der Oberfläche geleitet wird, durch eine elektrische Heizvorrichtung o. dgl. Die wei­ chen Walzen 3 tragen einen Bezug 6, deren zylindrischer Teil 7 eine Breite B hat. Dieser Bezug 6 besteht bei­ spielsweise aus einem faserverstärktem Kunststoff hoher Temperaturbeständigkeit, beispielsweise bis 130°C.
Die Walzen sind mit ihren angedeuteten Zapfen 8 in nicht veranschaulichten Lagern gehalten. Sie bilden zwischen sich Walzenspalte 9 und 10, in denen als Bahn 11 zulaufendes Papier satiniert wird. Dies geschieht durch Anwendung von Druck, indem die weichen Walzen 3 und 4 gegen die harte Walze 2 gedrückt werden, und durch den Einfluß von Wärme, die von der harten Walze 2 auf die Bahn 11 übertragen wird. Die Bahn 11 hat eine maximale Breite C, die etwas kleiner ist als die Breite A des zylindrischen Teils 5 der harten Walze 2 und der Breite B des zylindrischen Teils 7 des Bezuges 6. Vor­ zugsweise sind, wie hier gezeichnet, die Breiten A und B einander gleich. Zu beiden Seiten der Bahn 11 ver­ bleiben daher Bereiche 12 des zylindrischen Teils 7 des Bezuges 6 mit einer vorgegebenen zulässigen Randbreite a, die beispielsweise 10 bis 15 mm beträgt. Wie Fig. 1 zeigt, sind diese Bereiche 12 nicht mehr von der Bahn 11 abgedeckt, werden aber durch die Bahn 11 von der Oberfläche der harten Walze 2 in einem solchen Abstand gehalten, daß keine Überhitzung des Bezuges 6 zu be­ fürchten ist.
In Fig. 2 wird der gleiche Kalander 1 verwendet, um eine Bahn 11a aus Papier mit einer geringeren Breite C1 zu satinieren. Hier ist die harte Walze 2 um einen Be­ trag b nach links verstellt worden, wie es der Pfeil 13 erkennen läßt. Außerhalb der linken Bahnkante 14 ergibt sich wiederum ein Bereich 12 mit der Breite a, der sich noch im zulässigen Bereich befindet. Außerhalb der rechten Bahnkante 15 befindet sich dagegen ein wesent­ lich breiterer Bereich des zylindrischen Teils 7 des Bezuges 6. Dieser wird aber nur über die Randbreite a vom zylindrischen Teil 5 der harten Walze 2 überdeckt, so daß lediglich der Bereich 12a, der ebenfalls die Breite a hat, in zulässiger Weise der beheizten Ober­ fläche der harten Walze 2 gegenübersteht.
Wie die einem off-line-Betrieb zugrunde liegende Fig. 3 erkennen läßt, wird die Bahn 11a von einer Abwickelvor­ richtung 16 zugeführt, die einen auf einem Kern aufge­ brachten Wickel 18 aufweist. Der Kern ist axial hin- und herverstellbar, wie es der Pfeil 17 andeutet. Die Wickelvorrichtung 16 kann daher so eingestellt werden, daß die linke Bahnkante 14 eine Sollposition 19 ein­ nimmt, die den in Fig. 2 gezeigten Abstand a vom Ende des zylindrischen Teils 7 des Bezuges 6 hat oder klei­ ner ist.
Die gegenüberliegende Bahnkante 15 wird durch eine Er­ kennungsvorrichtung 20 erfaßt. In Abhängigkeit von der Lage der rechten Bahnkante 15 wird die harte Walze 2 nach links verschoben, wie dies in Fig. 2 veranschau­ licht ist.
Ferner ist in Fig. 3 angedeutet, daß die elastische Walze 6 eine Durchbiegungseinstellwalze ist, bei der ein Mantel in einzelnen Zonen 21 derart belastet ist, das sich das gewünschte Druckspannungsprofil im Walzen­ spalt 9 einstellt. Es sei angenommen, daß jeder Zone 21 ein hydrostatisches Stützelement entspricht. Dann sind die außerhalb der Bahn 11a liegenden Zonen 21′ mit ei­ nem geringeren Druck beaufschlagt als die übrigen Zonen 21.
Gemäß Fig. 4 ist die harte Walze 2 mit ihrem Zapfen 8 in einem Lagerblock 22 gelagert, der mit Hilfe einer Spindel 23 in Richtung des Pfeiles 13 axial verstellbar ist. Die Spindel 23 ist von einer Betätigungsvorrich­ tung 24 manuell oder automatisch, z. B. durch einen Mo­ tor, verdrehbar. Ein Tragelement 25 weist eine axiale Führung 26 für den Lagerblock 22 auf und trägt die Be­ tätigungsvorrichtung 24. Das Tragelement 25 ist an He­ beln 27 befestigt, die am Kalanderständer 28, schwenk­ bar um eine Achse 29, gehalten sind. Beispielsweise kann die Betätigungsvorrichtung 24 in Abhängigkeit von der Erkennungsvorrichtung 20 verstellt werden.
Bei der Ausführungsform der Fig. 5 und 6 werden für entsprechende Teile um 100 erhöhte Bezugszeichen ver­ wendet. Dargestellt ist ein 2-Walzen-Kalander mit einer harten Walze 102 und einer weichen Walze 103. Letztere trägt wiederum einen elastischen Bezug 106 mit einem zylindrischen Teil 107, der beidseitig mit einem Be­ reich 112 über die Bahn 111 übersteht. Die Breite der Bereiche 112 ist wiederum a, entspricht also der vor­ gegebenen zulässigen Randbreite, oder ist geringer. Die Breite A des zylindrischen Abschnitts 105, die Breite B des zylindrischen Teils 107 des Bezuges 106 und die maximale Breite C der Papierbahn 111 entsprechen dem Ausführungsbeispiel der Fig. 1.
In Fig. 6 wird eine schmalere Papierbahn 111a mit der Bahnbreite C1 satiniert. Diese wird symmetrisch zur Mittellinie M zugeführt. Als Bahnführungsvorrichtung 118 dient beim in-line-Betrieb der vorgeschaltete Teil einer Papiermaschine. Damit sich wiederum nur zwei schmale Bereiche 112a und 112b mit einer Breite gleich oder kleiner a ergeben, die der beheizten Oberfläche der harten Walze 102 gegenüberstehen, ist die harte Walze 102 in Richtung des Pfeiles 113 um einen Betrag, z. B. den Betrag c, nach links und die weiche Walze 103 in Gegenrichtung entsprechend dem Pfeil 113a um einen Betrag, z. B. den gleichen Betrag c, nach rechts ver­ schoben.
Eine Erkennungsvorrichtung 120 weist zwei Erkennungs­ stellen 120a und 120b auf, die die Position der linken Bahnkante 114 bzw. der rechten Bahnkante 115 erfassen. Von der ermittelten Position der linken Bahnkante 114 hängt der Verstellweg c der weichen Walze 103 in Rich­ tung des Pfeiles 113a ab. Von der ermittelten Position der rechten Bahnkante 115 hängt der Verstellweg c der harten Walze 102 in Richtung des Pfeiles 113 ab. In vielen Fällen genügt auch eine Erfassungsstelle an ei­ ner Bahnkante, wenn sichergestellt ist, daß die Bahn immer mittig, also symmetrisch zur Mittellinie M, läuft. Dies ist insbesondere bei in-line Kalandern von Interesse.
Wenn es sicher ist, daß die Schwankung der Bahnbreite C gering ist, braucht man keine ständige Überwachung durch die Erkennungsvorrichtung vorzunehmen. Vielmehr genügt es, die Lage einer oder beider Bahnkanten mit der Erkennungsvorrichtung zu erfassen, den Kalander entsprechend einzustellen und die Einstellung während des folgenden Betriebs zu belassen. Bei der Ausfüh­ rungsform der Fig. 1 bis 3 beispielsweise kann so vor­ gegangen werden, daß man einerseits die Breite des Wickels mißt und andererseits den Wickel soweit axial verstellt, bis die eine Bahnkante ihre Sollposition erreicht hat.
Die Ausführungsbeispiele befassen sich mit 2- und 3- Walzen-Kalandern, die in der Form von sogenannten Soft- Kalandern betrieben werden. Es kommen aber auch Kalan­ der mit mehr als drei Walzen in Betracht, insbesondere in der Form von Superkalandern, die einen von einem Ende her belasteten Walzenstapel aufweisen. Insbesonde­ re bei Superkalandern kann man die Walzen unterschied­ lich weit axial verschieben, um die von Walzenspalt zu Walzenspalt zunehmende Breite der Bahn auszugleichen.

Claims (16)

1. Verfahren zum Satinieren von Papier, das als Bahn durch mindestens einen Walzenspalt geleitet wird, der durch eine beheizbare harte Walze und eine mit einem elastischen Bezug versehene weiche Walze be­ grenzt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Bahn­ breite kleiner als die Breite des zylindrischen Teils sowohl des Bezuges als auch der harten Walze gewählt wird, und daß die beiden Walzen in Abhän­ gigkeit von der Bahnbreite relativ zueinander axial derart verstellt werden, daß an der einen Bahnkante der zylindrische Teil des Bezuges und an der ande­ ren Bahnkante der zylindrische Teil der harten Wal­ ze höchstens um eine vorgegebene zulässige Rand­ breite über die Bahnkante überstehen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die eine Bahnkante unabhängig von der Bahnbrei­ te eine feste Sollposition hat und nur eine der beiden Walzen axial verstellt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die andere Bahnkante zwecks Erkennung der Bahn­ breite abgetastet und in Abhängigkeit davon die eine der beiden Walzen axial verstellt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bahn mittig zugeführt wird und beide Walzen in entgegengesetzten Richtungen axial verstellt werden.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Erkennung der Bahnbreite mindestens eine Bahnkante abgetastet und in Abhängigkeit davon die beiden Walzen verstellt werden.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die weiche Walze eine zonenge­ steuerte Durchbiegungseinstellwalze ist, bei der der Druck in den außerhalb der Bahn liegenden Zonen gegenüber anderen Zonen reduziert wird.
7. Kalander zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 6, mit mindestens einem Walzen­ spalt, der durch eine beheizbare harte Walze und eine mit einem Bezug versehene weiche Walze be­ grenzt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Walzen (2, 3, 4, 102, 103) relativ zueinander axial verstellbar sind und daß die Lage der einen Walze durch die Position der einen Bahnkante (14, 114) und die Lage der anderen Walze durch die Position der anderen Bahnkante (15; 115) festlegbar ist.
8. Kalander nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß eine Bahnführungsvorrichtung (Abwickelvorrich­ tung 16) vorgesehen ist, die die eine Bahnkante (14) in einer festen Sollposition (19) hält, daß eine Erkennungsvorrichtung (20) vorgesehen ist, die die Position der anderen Bahnkante (15) erfaßt, und daß nur eine (2) der beiden Walzen axial verstell­ bar und deren Lage mit Hilfe der Erkennungsvorrich­ tung (20) festgelegt ist.
9. Kalander nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die harte Walze (2, 102) axial verstellbar ist.
10. Kalander nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die harte Walze (2) zusammen mit zwei weichen Walzen (3, 4) zwei Walzenspalte (9, 10) bildet.
11. Kalander nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß eine Bahnführungsvorrichtung (116) vorgesehen ist, die die Bahn (111, 111a) mittig zuführt, daß eine Erkennungsvorrichtung (120) vorgesehen ist, die die Position mindestens einer Bahnkante (114, 115) erfaßt, und daß beide Walzen (102, 103) um gleiche Beträge (c), die mit Hilfe der Erkennungs­ vorrichtung (120) festgelegt sind, axial gegenein­ ander verstellbar sind.
12. Kalander nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die axial verstellbare Walze (2) in einem Lagerblock (22) gehalten ist, der mit Hilfe eines Verstellantriebs (23) längs einer Füh­ rung (26) an einem Tragelement (25) verschiebbar ist, das die Betätigungsvorrichtung (24) für den Antrieb trägt.
13. Kalander nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Tragelement (25) über Schwenkhebel (27) mit einem Kalanderständer (28) verbunden ist.
14. Kalander nach einem der Ansprüche 7 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Bezug (6; 106) aus einem faserverstärkten Kunststoff höherer Temperaturbe­ ständigkeit besteht.
15. Kalander nach einem der Ansprüche 7 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß für die Bahn (11, 11a) eine Abwickelvorrichtung (16) vorgesehen ist, deren Wickel (18) relativ zu den Walzen (2, 3) axial ver­ stellbar ist.
16. Kalander nach einem der Ansprüche 7 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Kalander (1) Teil einer Papiermaschine ist.
DE19607476A 1996-02-28 1996-02-28 Verfahren zum Satinieren von Papier und Kalander zur Durchführung des Verfahrens Expired - Fee Related DE19607476C1 (de)

Priority Applications (6)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19607476A DE19607476C1 (de) 1996-02-28 1996-02-28 Verfahren zum Satinieren von Papier und Kalander zur Durchführung des Verfahrens
EP97100564A EP0792965B1 (de) 1996-02-28 1997-01-16 Verfahren zum Satinieren von Papier und Kalander zur Durchführung des Verfahrens
DE59700455T DE59700455D1 (de) 1996-02-28 1997-01-16 Verfahren zum Satinieren von Papier und Kalander zur Durchführung des Verfahrens
CA002198302A CA2198302C (en) 1996-02-28 1997-02-24 Process for satining paper and calender for carrying out the process
US08/805,778 US5816143A (en) 1996-02-28 1997-02-25 Process for satining paper and calender for carrying out the process
JP9043889A JP2818749B2 (ja) 1996-02-28 1997-02-27 紙シートの光沢仕上方法及びこの方法を実施するカレンダ

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19607476A DE19607476C1 (de) 1996-02-28 1996-02-28 Verfahren zum Satinieren von Papier und Kalander zur Durchführung des Verfahrens

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE19607476C1 true DE19607476C1 (de) 1997-04-10

Family

ID=7786653

Family Applications (2)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19607476A Expired - Fee Related DE19607476C1 (de) 1996-02-28 1996-02-28 Verfahren zum Satinieren von Papier und Kalander zur Durchführung des Verfahrens
DE59700455T Expired - Fee Related DE59700455D1 (de) 1996-02-28 1997-01-16 Verfahren zum Satinieren von Papier und Kalander zur Durchführung des Verfahrens

Family Applications After (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE59700455T Expired - Fee Related DE59700455D1 (de) 1996-02-28 1997-01-16 Verfahren zum Satinieren von Papier und Kalander zur Durchführung des Verfahrens

Country Status (5)

Country Link
US (1) US5816143A (de)
EP (1) EP0792965B1 (de)
JP (1) JP2818749B2 (de)
CA (1) CA2198302C (de)
DE (2) DE19607476C1 (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19941334A1 (de) * 1999-08-31 2001-03-01 Voith Paper Patent Gmbh Maschine zur Herstellung und/oder Behandlung einer Materialbahn
EP1333121A1 (de) * 2002-02-02 2003-08-06 Voith Paper Patent GmbH Kalander und Verfahren zum Betreiben eines Kalanders

Families Citing this family (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN110926177A (zh) * 2019-12-11 2020-03-27 山东中塑泰富科技有限公司 一种张力可调的包装膜加工用烘干装置
CN112393569B (zh) * 2020-11-09 2022-09-27 桐乡市法赛欧服饰有限公司 一种纺织布料洗涤用初步脱水装置

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3907216A1 (de) * 1988-03-15 1989-09-28 Valmet Paper Machinery Inc Kalandrierverfahren und kalander dafuer
DE4121381C1 (de) * 1991-06-28 1992-06-04 Sulzer-Escher Wyss Gmbh, 7980 Ravensburg, De

Family Cites Families (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1046470B (de) * 1956-08-04 1958-12-11 Eck & Soehne Joseph Verfahren und Vorrichtung zum Verhindern scharfer Laufspurkanten an elastischen Walzen von Kalandern, insbesondere Papierkalandern

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3907216A1 (de) * 1988-03-15 1989-09-28 Valmet Paper Machinery Inc Kalandrierverfahren und kalander dafuer
DE4121381C1 (de) * 1991-06-28 1992-06-04 Sulzer-Escher Wyss Gmbh, 7980 Ravensburg, De

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19941334A1 (de) * 1999-08-31 2001-03-01 Voith Paper Patent Gmbh Maschine zur Herstellung und/oder Behandlung einer Materialbahn
EP1333121A1 (de) * 2002-02-02 2003-08-06 Voith Paper Patent GmbH Kalander und Verfahren zum Betreiben eines Kalanders

Also Published As

Publication number Publication date
CA2198302A1 (en) 1997-08-28
JPH09324387A (ja) 1997-12-16
US5816143A (en) 1998-10-06
EP0792965B1 (de) 1999-09-22
JP2818749B2 (ja) 1998-10-30
EP0792965A1 (de) 1997-09-03
DE59700455D1 (de) 1999-10-28
CA2198302C (en) 2003-04-08

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2843743C2 (de)
DE4211379C2 (de) Anilox-Offset-Druckeinheit mit einem Kurzfarbwerk
EP0675224B1 (de) Pressvorrichtung für bahnförmiges Material
EP0008814A1 (de) Walze mit steuerbarer Durchbiegung, insbesondere für Maschinen zur Erzeugung und Verarbeitung von Bahnen aus Papier oder Kunststoff
DE3020669C2 (de) Verfahren zur Steuerung der Liniendruckverteilung in einem Kalander sowie ensprechender Kalander
EP0418476B1 (de) Vorrichtung zum Beschichten einer um eine Gegenwalze geführten Materialbahn
EP0338236B1 (de) Hydrostatisch innenabgestützte Walze
EP0967324B1 (de) Vorrichtung zum Glätten einer Materialbahn
EP0708203A2 (de) Vorrichtung und Verfahren zum Befeuchten einer vorbeilaufenden Materialbahn
DE19607476C1 (de) Verfahren zum Satinieren von Papier und Kalander zur Durchführung des Verfahrens
DE19519011C1 (de) Kalander
DE19824542B4 (de) Walze, Kalander und Verfahren zum Betrieb einer Walze
DE60015132T2 (de) Verfahren zum messen und regeln von blattwellungen in einer papier- oder pappemaschine
DE4121381C1 (de)
DE10055827A1 (de) Farbdosiersystem in einer Druckmaschine
DE19607475C1 (de) Kalander zum Satinieren von Papier
DE19710124B4 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Temperierung von Kühlwalzen
DE9306448U1 (de) Glättwerksanordnung
EP0463213A1 (de) Verfahren zum flächigen Behandeln von bewegten Papierbahnen und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
DE19511050A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung einer eine CF-Schicht aufweisenden Papierbahn
DE10157688C1 (de) Kalander zum Glätten einer Bahn aus Faserstoff
DE68906175T2 (de) Verfahren zur temperaturregelung einer temperaturregulierbaren durchbiegungsausgleichswalze und temperaturregelungssystem zur durchfuehrung des verfahrens.
DE29610446U1 (de) Vorrichtung zum Auftragen einer Flüssigkeit auf eine Faserstoffbahn
EP0631012A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Beeinflussung von Dicke und Glanz und/oder Glätte bei der Behandlung von Faserstoffbahnen
EP0799933B1 (de) Kalander für Papier o. dgl.

Legal Events

Date Code Title Description
8100 Publication of the examined application without publication of unexamined application
D1 Grant (no unexamined application published) patent law 81
8364 No opposition during term of opposition
8339 Ceased/non-payment of the annual fee