DE10157688C1 - Kalander zum Glätten einer Bahn aus Faserstoff - Google Patents
Kalander zum Glätten einer Bahn aus FaserstoffInfo
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Abstract
Es wird ein Kalander (1) zum Glätten einer Bahn (2) aus Faserstoff angegeben mit einem Nip (5), der durch eine Walze (3) und ein umlaufendes Mantelband (4) gebildet ist, das mit Hilfe einer Stützelementanordnung (6) in einem vorbestimmten Umfangsabschnitt gegen die Walze (3) gepreßt ist, wobei die Bahn (2) durch den Nip (5) geführt ist. DOLLAR A Man möchte die Oberflächengüte der Bahn verbessern. DOLLAR A Hierzu ist die Walze (3) beheizt und ein wärmeleitfähiges Band (8) ist zwischen der Bahn (2) und der Walze (3) durch den Nip (5) geführt, das nach dem Austritt aus dem Nip (5) über eine vorbestimmte Strecke (9) anliegend an die Bahn (2) geführt ist.
Description
Die Erfindung betrifft einen Kalander zum Glätten einer
Bahn aus Faserstoff mit einem Nip, der durch eine Walze
und ein umlaufendes Mantelband gebildet ist, das mit
Hilfe einer Stützelementanordnung in einem vorbestimm
ten Umfangsabschnitt gegen die Walze gepreßt ist, wobei
die Bahn durch den Nip geführt ist.
Eine derartige Vorrichtung, die auch als "Schuhpresse"
bezeichnet werden kann, ist aus EP 0 586 482 B1 be
kannt. Diese Vorrichtung dient im bekannten Fall zum
Entwässern einer Papierbahn, d. h. die Papierbahn läuft
zwischen zwei Filzbändern durch den Nip. Durch den er
höhten Druck im Nip wird das Wasser aus der Papierbahn
verdrängt und in den Filzen aufgenommen.
Der Nip einer derartigen Schuhpresse hat gegenüber ei
nem Nip, der zwischen zwei Walzen gebildet ist, den
Vorteil, daß die Flächenpressung geringer, die Verweil
zeit der Bahn aber höher ist. Dadurch wird erreicht,
daß das Volumen der Bahn nicht in dem Maße abnimmt wie
in einem Nip, der zwischen zwei Walzen gebildet ist.
Man hat daher versucht, eine derartige Schuhpresse auch
zum Glätten der Oberfläche der Bahn zu verwenden, wobei
diese Versuche bislang nicht immer erfolgreich waren.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Oberflä
chengüte der Bahn zu verbessern.
Diese Aufgabe wird bei einem Kalander der eingangs ge
nannten Art dadurch gelöst, daß die Walze beheizt ist
und ein wärmeleitfähiges Hilfsband zwischen der Bahn
und der Walze durch den Nip geführt ist, das nach dem
Austritt aus dem Nip über eine vorbestimmte Strecke an
liegend an die Bahn geführt ist.
Mit dieser Ausgestaltung erreicht man zumindest auf der
Seite der Bahn, die der Walze zugewandt ist, eine ver
besserte Glätte. Die beheizte Walze führt der Bahn Wär
me zu, was sich positiv auf die Glätte auswirkt. Ab ei
ner bestimmten Temperatur wird die Oberfläche der Bahn
sozusagen plastifiziert, so daß sich die Oberfläche des
Hilfsbandes auf die Oberfläche der Bahn einprägt. Durch
die Wahl des Hilfsbandes, genauer gesagt die Ausgestal
tung dessen Oberfläche, kann man also bereits einen ge
wissen Einfluß auf die Oberflächengüte der Bahn nehmen.
Das Hilfsband hat darüber hinaus noch einen weiteren
Effekt: Wenn man die Bahn unmittelbar an der heißen
Walze anliegen läßt, dann wird die Bahn beim Verlassen
des Nips von der heißen Oberfläche abgehoben. Wenn die
Temperatur der Walze so hoch ist, daß die in der Bahn
befindliche Feuchtigkeit verdampft, dann besteht beim
Abheben der Bahn von der heißen Oberfläche der Walze
die Gefahr eines mehr oder weniger plötzlichen Aus
tritts des Dampfes aus der Bahn. Dieser Dampfaustritt
reißt die Oberfläche wieder auf, so daß die erzielte
Glätte verloren geht. Wenn man hingegen ein Hilfsband,
das wärmeleitfähig und praktisch dampfundurchlässig
ist, zwischen der Walze und der Bahn durch den Nip
führt, dann kann die Wärme zwar von der Walze auf die
Bahn übertragen werden. Ein Dampfaustritt auf der der
Walze zugewandten Seite der Bahn wird jedoch nach dem
Verlassen des Nips durch das Hilfsband verhindert. Das
Hilfsband bleibt solange an der Bahn anliegend, bis die
Temperatur der Bahn so weit abgesunken ist, daß der
Dampf nicht mehr schlagartig entweichen kann. Damit
wird die sogenannte "Flashverdampfung" verhindert und
die Bahn behält ihre Oberflächengüte, die sie beim
Durchlaufen des Nips (der auch als Breitnip oder exten
ded Nip bezeichnet wird) erhalten hat. Das Mantelband
kann auf unterschiedliche Arten ausgebildet sein. Eine
Möglichkeit ist die Verwendung eines relativ steifen
Mantels, der elastisch genug ist, um sich an die Krüm
mung der Walze anzupassen, im übrigen aber praktisch
nach Art einer Walze umläuft. Dieser Mantel kann stirn
seitig mit Scheiben versehen sein. Eine andere Möglich
keit ist die Verwendung eines weniger steifen Bandes,
das über Stützrollen in einem Umlauf geführt wird, wo
bei die Umlenkrollen praktisch ein Polygon definieren.
Ein derartiges Band kann auch relativ dünn sein.
Vorzugsweise ist hinter dem Nip eine Kühleinrichtung
angeordnet, die auf das Hilfsband wirkt. Man kann damit
die Strecke verkürzen, über die das Hilfsband anliegend
an der Bahn geführt werden muß. Die Kühleinrichtung muß
lediglich in der Lage sein, die Temperatur der Bahn so
weit abzusenken, daß der in der Bahn befindliche Dampf
wieder kondensieren kann.
Hierbei ist bevorzugt, daß die Kühleinrichtung auf die
Seite des Hilfsbandes wirkt, die an der Walze anliegt.
Die Kühleinrichtung wirkt also sozusagen durch das
Hilfsband hindurch. Da das Hilfsband gut wärmeleitfähig
ist, kann die Wärme, die von der Walze durch das Hilfs
band hindurch auf die Bahn übertragen worden ist, beim
Vorbeilaufen an der Kühleinrichtung in die umgekehrte
Richtung transportiert werden. Dies ist eine relativ
einfache Möglichkeit, die Bahn durch das Hilfsband hin
durch zu kühlen.
Bevorzugterweise ist eine auf das Hilfsband wirkende
Heizeinrichtung vor dem Nip angeordnet. Das Band wird
beim oder nach dem Verlassen des Nips gekühlt, so daß
die Feuchtigkeit in der Bahn wieder kondensieren kann.
Wenn das Hilfsband dann einen Umlauf durchgeführt hat
und wieder in den Nip eintreten will, hat es dement
sprechend eine relativ niedrige Temperatur. Durch die
Heizeinrichtung kann man die Temperatur des Hilfsbandes
anheben, so daß das Glätt-Ergebnis verbessert wird.
Hierbei ist bevorzugt, daß die Heizeinrichtung auf die
der Bahn zugewandte Seite des Hilfsbandes wirkt. Die
Wärme muß dann nicht das Hilfsband durchdringen. Die
Wärmeverluste sind dementsprechend geringer, so daß eine
größere Wärmemenge an die Bahn abgegeben werden
kann.
Bevorzugterweise ist das Hilfsband als Metallband, ins
besondere Stahlband, ausgebildet. Metalle haben in der
Regel eine gute Wärmeleitfähigkeit, die sich mit einer
relativ hohen Festigkeit paart. Dies ist insbesondere
bei einem Stahlband der Fall. Darüber hinaus ist es
möglich, bei einem Metallband eine sehr glatte Oberflä
che zu erzeugen, die sich positiv auf die Glätte der
Bahn auswirkt. Allerdings sollte hier ein Material mit
einem möglichst kleinen Wärmeausdehnungskoeffizienten
gewählt werden.
Bevorzugterweise ist die dem Hilfsband gegenüberliegen
de Seite der Bahn hinter dem Nip über eine vorbestimmte
Strecke von einem Band abgedeckt. Wenn die Bahn im Nip
eine relativ hohe Verweilzeit hat, dann wird nicht nur
die an der heißen Walze anliegende Oberfläche erwärmt,
sondern die Bahn nimmt insgesamt eine erhöhte Tempera
tur an, so daß davon auszugehen ist, daß die Feuchtig
keit im gesamten Innern der Bahn in Dampf umgewandelt
wird. Wenn die Bahn den Nip verläßt, dann besteht auch
auf der der Walze abgewandten Seite der Bahn die Ge
fahr, daß der Dampf dort austritt. Dieser Gefahr kann
man begegnen, wenn man auch die andere Seite der Bahn
über eine vorbestimmte Strecke abdeckt und zwar mit ei
nem dampfundurchlässigen Band, so daß der Dampf auf
beiden Seiten eingeschlossen ist.
Auch ist von Vorteil, wenn das Band durch das Mantel
band gebildet ist. Dies ist eine relativ einfache kon
struktive Lösung. Man muß das Mantelband nach dem Nip
lediglich eine gewisse Strecke so führen, daß die Bahn
zwischen dem Mantelband und dem Hilfsband festgehalten
wird. Die Verlängerung des Mantelbandes läßt sich mit
relativ wenig Aufwand durchführen.
In einer alternativen Ausgestaltung ist vorgesehen, daß
das Band durch ein Mantel-Hilfsband gebildet ist, das
zwischen dem Mantelband und der Bahn durch den Nip ge
führt ist. Mit Hilfe des Mantel-Hilfsband hat man die
Möglichkeit, der Oberfläche der Bahn, die dem Mantel
band zugewandt ist, andere Eigenschaften, insbesondere
im Hinblick auf die Glätte, zu vermitteln, als dies mit
der Oberfläche des Mantelbandes möglich wäre. Bei
spielsweise kann auch das Mantel-Hilfsband durch ein
Stahlband oder ein anderes Metallband mit einer sehr
glatten Oberfläche gebildet sein, so daß sich die Glät
te dieser Oberfläche auf die Bahn einprägt.
Vorzugsweise ist eine zweite Kühleinrichtung vorgese
hen, die auf das Band wirkt. Die zweite Kühleinrichtung
trägt zu einer noch schnelleren Abkühlung der Bahn bei,
so daß die Strecke kurz gehalten werden kann, in der
das Band an der Bahn anliegt.
Bevorzugterweise weist die Stützelementanordnung mehre
re, in Umfangsrichtung der Walze hintereinander ange
ordnete Stützschuhe auf. Die Bahn bekommt also beim
Durchlaufen des Nips eine Reihe von Druckstößen und
zwar jedesmal dann, wenn sie in einen Bereich zwischen
einem Stützschuh und der Walze kommt. Dies fördert die
Glättung der Bahn weiter.
Vorteilhafterweise ist vor dem Nip eine Dampfauftrags
einrichtung angeordnet, die Dampf auf die der Bahn zu
gewandte Seite des Hilfsbandes und/oder auf die Bahn
aufträgt. Der Dampf führt zu einer Erhöhung der Feuch
tigkeit und der Temperatur, zumindest an der Oberfläche
der Bahn. Dies wirkt sich positiv auf die Glättung der
Oberfläche der Bahn aus. Die hier besprochene Glättung
läßt sich auch als "Satinage" bezeichnen.
Die Erfindung wird im folgenden anhand von bevorzugten
Ausführungsbeispielen in Verbindung mit einer Zeichnung
beschrieben. Hierin zeigen:
Fig. 1 eine erste Ausgestaltung einer Vorrichtung und
Fig. 2 eine zweite Ausgestaltung einer Vorrichtung.
Ein Kalander 1 zum Glätten einer Bahn aus Faserstoff,
insbesondere einer Papier- oder Kartonbahn (strichpunk
tiert dargestellt) weist eine beheizte Walze 3 auf, die
mit nicht näher dargestellten, aber an sich bekannten
Mitteln beheizt ist. Zur Beheizung können beispielswei
se Flüssigkeiten, wie Wasser oder Öl, oder Dampf ver
wendet werden. Beheizungen durch Strahlungen oder elek
trische oder magnetische Felder sind ebenfalls möglich.
Die Walze 3 bildet zusammen mit einem umlaufenden Man
telband 4 einen Nip 5, der sich über nahezu den halben
Umfang der Walze 3 erstreckt. Eine Reihe von Stützschu
hen 6 sind entlang der Umfangsrichtung der Walze 3 so
angeordnet, daß sie das Mantelband 4 gegen die Walze 3
drücken. Die Stützschuhe haben eine konvexe Andruckflä
che 7, deren Krümmung der Krümmung der Walze 3 angepaßt
ist. In der Andruckfläche 7 sind Schmiermittel vorgese
hen, beispielsweise Öffnungen, aus denen Hydrauliköl
unter Druck austreten kann, um einen Schmierfilm zwi
schen dem Mantelband 4 und den Stützschuhen 6 zu bil
den. Durch die Folge der Stützschuhe 6 ergeben sich im
Nip 5 Zonen mit höherem Druck und Zonen mit niedrigerem
Druck, so daß die Bahn 2, wenn sie durch den Nip 5
läuft, impulsartig mit Druck beaufschlagt wird.
Zwischen der Bahn 2 und der Walze 3 ist ein Hilfsband 8
geführt, im vorliegenden Fall ein Stahlband, dessen der
Bahn 2 zugewandte Oberfläche eine relativ hohe Glätte
aufweist. Die Glätte ist so groß, wie die Glätte einer
Walze, an der die Bahn 2 zur Glättung anliegen würde.
Das Hilfsband 8 ist gut wärmeleitfähig und darüber hin
aus dampfundurchlässig. Die Wärme von der beheizten
3 Walze 3 kann also praktisch ungehindert zur Bahn 2 vor
dringen.
Die Temperatur der beheizten Walze 3 ist im Betrieb
größer als 100°C, d. h. Feuchtigkeit, die sich in der
Bahn 2 befindet, kann aufgrund der langen Verweilzeit
im Nip 5 verdampfen.
Um zu verhindern, daß diese Feuchtigkeit in Dampfform
nach dem Verlassen des Nips 5 aus der Bahn austritt,
was in der Regel ziemlich schlagartig in Form einer so
genannten Flashverdampfung erfolgt, ist das Hilfsband 8
nach dem Verlassen des Nips 5 so geführt, daß es an der
Bahn 2 weiter anliegt. Auch das Mantelband 4 ist nach
dem Verlassen des Nips entsprechend geführt. Das Man
telband 4 und das Hilfsband 8 bilden nach dem Abheben
vom Umfang der Walze 3 eine Abkühlzone 9, in der das
Mantelband 4 von der einen Seite und das Hilfsband 8
von der anderen Seite an der Bahn 2 so anliegen, daß
Dampf aus der Bahn 2 nicht austreten kann. Aus Gründen
der Übersicht ist in der Zeichnung die Bahn 2 (strich
punktiert gezeichnet) mit einem Abstand zum Hilfsband 8
(gestrichelt gezeichnet) bzw. zum Mantelband 4 (mit
durchgezogenen Linien gezeichnet) dargestellt. In Wirk
lichkeit liegen, wie gesagt, beide Bänder 4, 8 an der
Bahn 2 an.
Um die Kühlung zu beschleunigen, ist eine erste Küh
leinrichtung 10 vorgesehen, die auf das Hilfsband 8
wirkt und zwar von der Seite aus, die an der Walze 3
anliegt. Auf der gegenüberliegenden Seite ist eine
zweite Kühleinrichtung 11 vorgesehen, die auf das Man
telband 4 wirkt und zwar ebenfalls von dessen Rückseite
aus. Beide Kühleinrichtungen wirken also durch die ent
sprechenden Bänder 4, 8 hindurch.
Nach dem Durchlaufen der Abkühlzone 9 hat die Bahn 2
eine Temperatur unterhalb der Siedetemperatur der darin
enthaltenen Flüssigkeit, so daß die Feuchtigkeit wieder
kondensieren kann (in der Regel unter 100°C). Damit er
gibt sich als vorteilhafter Effekt, daß sich ein Feuch
tigkeitsausgleich in Querrichtung, d. h. quer zur Lauf
richtung 12 der Bahn 2 ergibt.
Die in Fig. 1 dargestellte Ausführungsform arbeitet
dann besonders gut, wenn das Mantelband 4 ebenfalls gut
wärmeleitend ausgebildet ist. Dies ist in manchen Fällen
jedoch nicht der Fall, beispielsweise dann, wenn
das Mantelband aus einem Kunststoffmaterial gebildet
ist, das nur eine begrenzte Wärmeleitfähigkeit auf
weist. In diesem Fall dient das Mantelband 4 zwar dazu,
den Dampfaustritt aus der Bahn 2 auf der der Walze 3
abgewandten Oberfläche zu verhindern. Die Kühlung er
folgt aber praktisch ausschließlich mit Hilfe der er
sten Kühleinrichtung 10.
Fig. 2 zeigt eine Möglichkeit, wie beide Seiten der
Bahn 2 nach dem Verlassen des Nips 5 gekühlt werden
können. Gleiche Teile sind mit den gleichen Bezugszei
chen wie in Fig. 1 versehen.
Zusätzlich ist noch ein Mantel-Hilfsband 13 durch den
Nip 5 geführt, das zwischen der Bahn 2 und dem Mantel
band 4 angeordnet ist. Das Mantel-Hilfsband 13 ist
ebenfalls als Stahlband ausgebildet, d. h. es weist ei
ne recht gute Wärmeleitfähigkeit auf. Es wird in der
Kühlzone 9 in Anlage an der Bahn 2 gehalten, so daß der
Dampf aus der Bahn 2 nach dem Verlassen des Nips 5
nicht entweichen kann. Gleichzeitig ermöglicht das Man
tel-Hilfsband 13 (gestrichelt dargestellt, wie das
Hilfsband 8), daß die Kühleinrichtung 11 mit einer ho
hen Wirksamkeit durch das Mantel-Hilfsband 13 hindurch
auf die Bahn 2 wirken kann.
Der Umlauf des Mantelbandes 4 ist in diesem Fall etwas
kürzer, d. h. das Mantelband 4 kann bereits dann wieder
zurückgeführt werden, wenn der Nip 5 zu Ende ist. Die
"Absperrfunktion" wird vom Mantel-Hilfsband 13 übernom
men.
Das Mantel-Hilfsband 13 hat einen positiven Nebenef
fekt. Seine der Bahn 2 zugewandte Oberfläche kann in
der Regel wesentlich glatter ausgebildet werden als die
Oberfläche des Mantelbandes 4. Wenn die Bahn 2 im Nip
die notwendig hohe Temperatur erhalten hat, dann ist
das Mantel-Hilfsband 13 in der Lage, die Rückseite, d. h.
die nicht an der Walze 3 anliegende Seite der Bahn 2
zu glätten. Man erreicht also eine beidseitige Glättung
mit einem einmaligen Durchlaufen durch den Breitnip 5.
In nicht näher dargestellter Weise kann vor dem Nip 5
noch eine Heizeinrichtung vorgesehen sein, die auf die
Seite des Hilfsbandes 8 wirkt, die der Bahn 2 zugewandt
ist. Dadurch wird das Hilfsband 8, das durch die Küh
leinrichtung 10 abgekühlt worden ist, wieder auf eine
erhöhte Temperatur gebracht, so daß die Glättung der
Bahn 2 verbessert werden kann.
Zusätzlich kann ebenfalls eine Dampfauftragseinrichtung
vorgesehen sein, die Dampf auf die der Bahn 2 zugewand
te Seite des Hilfsbandes 8 oder auf die Bahn 2 selbst
aufträgt. Mit der Zufuhr von Dampf, der auf der Ober
fläche des Hilfsbandes 8 und/oder auf der Oberfläche
der Bahn 2 kondensiert, wird eine Erhöhung der Feuch
tigkeit und der Temperatur dieser Oberfläche bewirkt.
Beides sind Parameter, die sich positiv auf die Glät
tung der Oberfläche der Bahn auswirken.
Selbstverständlich kann die Heizeinrichtung und die
Dampfauftragseinrichtung auch kombiniert sein.
Claims (12)
1. Kalander zum Glätten einer Bahn aus Faserstoff mit
einem Nip, der durch eine Walze und ein umlaufendes
Mantelband gebildet ist, das mit Hilfe einer Stütz
elementanordnung in einem vorbestimmten Umfangsab
schnitt gegen die Walze gepreßt ist, wobei die Bahn
durch den Nip geführt ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die Walze (3) beheizt ist und ein wärmeleitfä
higes Hilfsband (8) zwischen der Bahn (2) und der
Walze (3) durch den Nip (5) geführt ist, das nach
dem Austritt aus dem Nip (5) über eine vorbestimmte
Strecke (9) anliegend an die Bahn (2) geführt ist.
2. Kalander nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß hinter dem Nip (5) eine Kühleinrichtung (10)
angeordnet ist, die auf das Hilfsband (8) wirkt.
3. Kalander nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kühleinrichtung (10) auf die Seite des
Hilfsbandes (8) wirkt, die an der Walze (3) an
liegt.
4. Kalander nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß eine auf das Hilfsband (8) wir
kende Heizeinrichtung vor dem Nip (5) angeordnet
ist.
5. Kalander nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Heizeinrichtung auf die der Bahn (2) zuge
wandte Seite des Hilfsbandes (8) wirkt.
6. Kalander nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß das Hilfsband (8) als Metall
band, insbesondere Stahlband, ausgebildet ist.
7. Kalander nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die dem Hilfsband (8) gegen
überliegende Seite der Bahn (2) hinter dem Nip (5)
über eine vorbestimmte Strecke von einem Band (4,
13) abgedeckt ist.
8. Kalander nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß das Band durch das Mantelband (4) gebildet ist.
9. Kalander nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß das Band durch ein Mantel-Hilfsband (13) gebil
det ist, das zwischen dem Mantelband (4) und der
Bahn (2) durch den Nip (5) geführt ist.
10. Kalander nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß eine zweite Kühleinrichtung
(11) vorgesehen ist, die auf das Band (4, 13)
wirkt.
11. Kalander nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß die Stützelementanordnung meh
rere, in Umfangsrichtung der Walze (3) hintereinan
der angeordnete Stützschuhe (6) aufweist.
12. Kalander nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch
gekennzeichnet, daß vor dem Nip (5) eine Dampfauf
tragseinrichtung angeordnet ist, die Dampf auf die
der Bahn (2) zugewandte Seite des Hilfsbandes (8)
und/oder auf die Bahn (2) aufträgt.
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Also Published As
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