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DE10157688C1 - Kalander zum Glätten einer Bahn aus Faserstoff - Google Patents

Kalander zum Glätten einer Bahn aus Faserstoff

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DE10157688C1
DE10157688C1 DE2001157688 DE10157688A DE10157688C1 DE 10157688 C1 DE10157688 C1 DE 10157688C1 DE 2001157688 DE2001157688 DE 2001157688 DE 10157688 A DE10157688 A DE 10157688A DE 10157688 C1 DE10157688 C1 DE 10157688C1
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Josef Schneid
Thomas Hermsen
Udo Gabbusch
Harald Hess
Rainer Fenske
Alexander Wassermann
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Voith Paper Patent GmbH
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    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21GCALENDERS; ACCESSORIES FOR PAPER-MAKING MACHINES
    • D21G1/00Calenders; Smoothing apparatus
    • D21G1/006Calenders; Smoothing apparatus with extended nips
    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21GCALENDERS; ACCESSORIES FOR PAPER-MAKING MACHINES
    • D21G1/00Calenders; Smoothing apparatus
    • D21G1/0066Calenders; Smoothing apparatus using a special calendering belt

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Abstract

Es wird ein Kalander (1) zum Glätten einer Bahn (2) aus Faserstoff angegeben mit einem Nip (5), der durch eine Walze (3) und ein umlaufendes Mantelband (4) gebildet ist, das mit Hilfe einer Stützelementanordnung (6) in einem vorbestimmten Umfangsabschnitt gegen die Walze (3) gepreßt ist, wobei die Bahn (2) durch den Nip (5) geführt ist. DOLLAR A Man möchte die Oberflächengüte der Bahn verbessern. DOLLAR A Hierzu ist die Walze (3) beheizt und ein wärmeleitfähiges Band (8) ist zwischen der Bahn (2) und der Walze (3) durch den Nip (5) geführt, das nach dem Austritt aus dem Nip (5) über eine vorbestimmte Strecke (9) anliegend an die Bahn (2) geführt ist.

Description

Die Erfindung betrifft einen Kalander zum Glätten einer Bahn aus Faserstoff mit einem Nip, der durch eine Walze und ein umlaufendes Mantelband gebildet ist, das mit Hilfe einer Stützelementanordnung in einem vorbestimm­ ten Umfangsabschnitt gegen die Walze gepreßt ist, wobei die Bahn durch den Nip geführt ist.
Eine derartige Vorrichtung, die auch als "Schuhpresse" bezeichnet werden kann, ist aus EP 0 586 482 B1 be­ kannt. Diese Vorrichtung dient im bekannten Fall zum Entwässern einer Papierbahn, d. h. die Papierbahn läuft zwischen zwei Filzbändern durch den Nip. Durch den er­ höhten Druck im Nip wird das Wasser aus der Papierbahn verdrängt und in den Filzen aufgenommen.
Der Nip einer derartigen Schuhpresse hat gegenüber ei­ nem Nip, der zwischen zwei Walzen gebildet ist, den Vorteil, daß die Flächenpressung geringer, die Verweil­ zeit der Bahn aber höher ist. Dadurch wird erreicht, daß das Volumen der Bahn nicht in dem Maße abnimmt wie in einem Nip, der zwischen zwei Walzen gebildet ist. Man hat daher versucht, eine derartige Schuhpresse auch zum Glätten der Oberfläche der Bahn zu verwenden, wobei diese Versuche bislang nicht immer erfolgreich waren.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Oberflä­ chengüte der Bahn zu verbessern.
Diese Aufgabe wird bei einem Kalander der eingangs ge­ nannten Art dadurch gelöst, daß die Walze beheizt ist und ein wärmeleitfähiges Hilfsband zwischen der Bahn und der Walze durch den Nip geführt ist, das nach dem Austritt aus dem Nip über eine vorbestimmte Strecke an­ liegend an die Bahn geführt ist.
Mit dieser Ausgestaltung erreicht man zumindest auf der Seite der Bahn, die der Walze zugewandt ist, eine ver­ besserte Glätte. Die beheizte Walze führt der Bahn Wär­ me zu, was sich positiv auf die Glätte auswirkt. Ab ei­ ner bestimmten Temperatur wird die Oberfläche der Bahn sozusagen plastifiziert, so daß sich die Oberfläche des Hilfsbandes auf die Oberfläche der Bahn einprägt. Durch die Wahl des Hilfsbandes, genauer gesagt die Ausgestal­ tung dessen Oberfläche, kann man also bereits einen ge­ wissen Einfluß auf die Oberflächengüte der Bahn nehmen. Das Hilfsband hat darüber hinaus noch einen weiteren Effekt: Wenn man die Bahn unmittelbar an der heißen Walze anliegen läßt, dann wird die Bahn beim Verlassen des Nips von der heißen Oberfläche abgehoben. Wenn die Temperatur der Walze so hoch ist, daß die in der Bahn befindliche Feuchtigkeit verdampft, dann besteht beim Abheben der Bahn von der heißen Oberfläche der Walze die Gefahr eines mehr oder weniger plötzlichen Aus­ tritts des Dampfes aus der Bahn. Dieser Dampfaustritt reißt die Oberfläche wieder auf, so daß die erzielte Glätte verloren geht. Wenn man hingegen ein Hilfsband, das wärmeleitfähig und praktisch dampfundurchlässig ist, zwischen der Walze und der Bahn durch den Nip führt, dann kann die Wärme zwar von der Walze auf die Bahn übertragen werden. Ein Dampfaustritt auf der der Walze zugewandten Seite der Bahn wird jedoch nach dem Verlassen des Nips durch das Hilfsband verhindert. Das Hilfsband bleibt solange an der Bahn anliegend, bis die Temperatur der Bahn so weit abgesunken ist, daß der Dampf nicht mehr schlagartig entweichen kann. Damit wird die sogenannte "Flashverdampfung" verhindert und die Bahn behält ihre Oberflächengüte, die sie beim Durchlaufen des Nips (der auch als Breitnip oder exten­ ded Nip bezeichnet wird) erhalten hat. Das Mantelband kann auf unterschiedliche Arten ausgebildet sein. Eine Möglichkeit ist die Verwendung eines relativ steifen Mantels, der elastisch genug ist, um sich an die Krüm­ mung der Walze anzupassen, im übrigen aber praktisch nach Art einer Walze umläuft. Dieser Mantel kann stirn­ seitig mit Scheiben versehen sein. Eine andere Möglich­ keit ist die Verwendung eines weniger steifen Bandes, das über Stützrollen in einem Umlauf geführt wird, wo­ bei die Umlenkrollen praktisch ein Polygon definieren. Ein derartiges Band kann auch relativ dünn sein.
Vorzugsweise ist hinter dem Nip eine Kühleinrichtung angeordnet, die auf das Hilfsband wirkt. Man kann damit die Strecke verkürzen, über die das Hilfsband anliegend an der Bahn geführt werden muß. Die Kühleinrichtung muß lediglich in der Lage sein, die Temperatur der Bahn so­ weit abzusenken, daß der in der Bahn befindliche Dampf wieder kondensieren kann.
Hierbei ist bevorzugt, daß die Kühleinrichtung auf die Seite des Hilfsbandes wirkt, die an der Walze anliegt. Die Kühleinrichtung wirkt also sozusagen durch das Hilfsband hindurch. Da das Hilfsband gut wärmeleitfähig ist, kann die Wärme, die von der Walze durch das Hilfs­ band hindurch auf die Bahn übertragen worden ist, beim Vorbeilaufen an der Kühleinrichtung in die umgekehrte Richtung transportiert werden. Dies ist eine relativ einfache Möglichkeit, die Bahn durch das Hilfsband hin­ durch zu kühlen.
Bevorzugterweise ist eine auf das Hilfsband wirkende Heizeinrichtung vor dem Nip angeordnet. Das Band wird beim oder nach dem Verlassen des Nips gekühlt, so daß die Feuchtigkeit in der Bahn wieder kondensieren kann. Wenn das Hilfsband dann einen Umlauf durchgeführt hat und wieder in den Nip eintreten will, hat es dement­ sprechend eine relativ niedrige Temperatur. Durch die Heizeinrichtung kann man die Temperatur des Hilfsbandes anheben, so daß das Glätt-Ergebnis verbessert wird.
Hierbei ist bevorzugt, daß die Heizeinrichtung auf die der Bahn zugewandte Seite des Hilfsbandes wirkt. Die Wärme muß dann nicht das Hilfsband durchdringen. Die Wärmeverluste sind dementsprechend geringer, so daß eine größere Wärmemenge an die Bahn abgegeben werden kann.
Bevorzugterweise ist das Hilfsband als Metallband, ins­ besondere Stahlband, ausgebildet. Metalle haben in der Regel eine gute Wärmeleitfähigkeit, die sich mit einer relativ hohen Festigkeit paart. Dies ist insbesondere bei einem Stahlband der Fall. Darüber hinaus ist es möglich, bei einem Metallband eine sehr glatte Oberflä­ che zu erzeugen, die sich positiv auf die Glätte der Bahn auswirkt. Allerdings sollte hier ein Material mit einem möglichst kleinen Wärmeausdehnungskoeffizienten gewählt werden.
Bevorzugterweise ist die dem Hilfsband gegenüberliegen­ de Seite der Bahn hinter dem Nip über eine vorbestimmte Strecke von einem Band abgedeckt. Wenn die Bahn im Nip eine relativ hohe Verweilzeit hat, dann wird nicht nur die an der heißen Walze anliegende Oberfläche erwärmt, sondern die Bahn nimmt insgesamt eine erhöhte Tempera­ tur an, so daß davon auszugehen ist, daß die Feuchtig­ keit im gesamten Innern der Bahn in Dampf umgewandelt wird. Wenn die Bahn den Nip verläßt, dann besteht auch auf der der Walze abgewandten Seite der Bahn die Ge­ fahr, daß der Dampf dort austritt. Dieser Gefahr kann man begegnen, wenn man auch die andere Seite der Bahn über eine vorbestimmte Strecke abdeckt und zwar mit ei­ nem dampfundurchlässigen Band, so daß der Dampf auf beiden Seiten eingeschlossen ist.
Auch ist von Vorteil, wenn das Band durch das Mantel­ band gebildet ist. Dies ist eine relativ einfache kon­ struktive Lösung. Man muß das Mantelband nach dem Nip lediglich eine gewisse Strecke so führen, daß die Bahn zwischen dem Mantelband und dem Hilfsband festgehalten wird. Die Verlängerung des Mantelbandes läßt sich mit relativ wenig Aufwand durchführen.
In einer alternativen Ausgestaltung ist vorgesehen, daß das Band durch ein Mantel-Hilfsband gebildet ist, das zwischen dem Mantelband und der Bahn durch den Nip ge­ führt ist. Mit Hilfe des Mantel-Hilfsband hat man die Möglichkeit, der Oberfläche der Bahn, die dem Mantel­ band zugewandt ist, andere Eigenschaften, insbesondere im Hinblick auf die Glätte, zu vermitteln, als dies mit der Oberfläche des Mantelbandes möglich wäre. Bei­ spielsweise kann auch das Mantel-Hilfsband durch ein Stahlband oder ein anderes Metallband mit einer sehr glatten Oberfläche gebildet sein, so daß sich die Glät­ te dieser Oberfläche auf die Bahn einprägt.
Vorzugsweise ist eine zweite Kühleinrichtung vorgese­ hen, die auf das Band wirkt. Die zweite Kühleinrichtung trägt zu einer noch schnelleren Abkühlung der Bahn bei, so daß die Strecke kurz gehalten werden kann, in der das Band an der Bahn anliegt.
Bevorzugterweise weist die Stützelementanordnung mehre­ re, in Umfangsrichtung der Walze hintereinander ange­ ordnete Stützschuhe auf. Die Bahn bekommt also beim Durchlaufen des Nips eine Reihe von Druckstößen und zwar jedesmal dann, wenn sie in einen Bereich zwischen einem Stützschuh und der Walze kommt. Dies fördert die Glättung der Bahn weiter.
Vorteilhafterweise ist vor dem Nip eine Dampfauftrags­ einrichtung angeordnet, die Dampf auf die der Bahn zu­ gewandte Seite des Hilfsbandes und/oder auf die Bahn aufträgt. Der Dampf führt zu einer Erhöhung der Feuch­ tigkeit und der Temperatur, zumindest an der Oberfläche der Bahn. Dies wirkt sich positiv auf die Glättung der Oberfläche der Bahn aus. Die hier besprochene Glättung läßt sich auch als "Satinage" bezeichnen.
Die Erfindung wird im folgenden anhand von bevorzugten Ausführungsbeispielen in Verbindung mit einer Zeichnung beschrieben. Hierin zeigen:
Fig. 1 eine erste Ausgestaltung einer Vorrichtung und
Fig. 2 eine zweite Ausgestaltung einer Vorrichtung.
Ein Kalander 1 zum Glätten einer Bahn aus Faserstoff, insbesondere einer Papier- oder Kartonbahn (strichpunk­ tiert dargestellt) weist eine beheizte Walze 3 auf, die mit nicht näher dargestellten, aber an sich bekannten Mitteln beheizt ist. Zur Beheizung können beispielswei­ se Flüssigkeiten, wie Wasser oder Öl, oder Dampf ver­ wendet werden. Beheizungen durch Strahlungen oder elek­ trische oder magnetische Felder sind ebenfalls möglich.
Die Walze 3 bildet zusammen mit einem umlaufenden Man­ telband 4 einen Nip 5, der sich über nahezu den halben Umfang der Walze 3 erstreckt. Eine Reihe von Stützschu­ hen 6 sind entlang der Umfangsrichtung der Walze 3 so angeordnet, daß sie das Mantelband 4 gegen die Walze 3 drücken. Die Stützschuhe haben eine konvexe Andruckflä­ che 7, deren Krümmung der Krümmung der Walze 3 angepaßt ist. In der Andruckfläche 7 sind Schmiermittel vorgese­ hen, beispielsweise Öffnungen, aus denen Hydrauliköl unter Druck austreten kann, um einen Schmierfilm zwi­ schen dem Mantelband 4 und den Stützschuhen 6 zu bil­ den. Durch die Folge der Stützschuhe 6 ergeben sich im Nip 5 Zonen mit höherem Druck und Zonen mit niedrigerem Druck, so daß die Bahn 2, wenn sie durch den Nip 5 läuft, impulsartig mit Druck beaufschlagt wird.
Zwischen der Bahn 2 und der Walze 3 ist ein Hilfsband 8 geführt, im vorliegenden Fall ein Stahlband, dessen der Bahn 2 zugewandte Oberfläche eine relativ hohe Glätte aufweist. Die Glätte ist so groß, wie die Glätte einer Walze, an der die Bahn 2 zur Glättung anliegen würde. Das Hilfsband 8 ist gut wärmeleitfähig und darüber hin­ aus dampfundurchlässig. Die Wärme von der beheizten 3 Walze 3 kann also praktisch ungehindert zur Bahn 2 vor­ dringen.
Die Temperatur der beheizten Walze 3 ist im Betrieb größer als 100°C, d. h. Feuchtigkeit, die sich in der Bahn 2 befindet, kann aufgrund der langen Verweilzeit im Nip 5 verdampfen.
Um zu verhindern, daß diese Feuchtigkeit in Dampfform nach dem Verlassen des Nips 5 aus der Bahn austritt, was in der Regel ziemlich schlagartig in Form einer so­ genannten Flashverdampfung erfolgt, ist das Hilfsband 8 nach dem Verlassen des Nips 5 so geführt, daß es an der Bahn 2 weiter anliegt. Auch das Mantelband 4 ist nach dem Verlassen des Nips entsprechend geführt. Das Man­ telband 4 und das Hilfsband 8 bilden nach dem Abheben vom Umfang der Walze 3 eine Abkühlzone 9, in der das Mantelband 4 von der einen Seite und das Hilfsband 8 von der anderen Seite an der Bahn 2 so anliegen, daß Dampf aus der Bahn 2 nicht austreten kann. Aus Gründen der Übersicht ist in der Zeichnung die Bahn 2 (strich­ punktiert gezeichnet) mit einem Abstand zum Hilfsband 8 (gestrichelt gezeichnet) bzw. zum Mantelband 4 (mit durchgezogenen Linien gezeichnet) dargestellt. In Wirk­ lichkeit liegen, wie gesagt, beide Bänder 4, 8 an der Bahn 2 an.
Um die Kühlung zu beschleunigen, ist eine erste Küh­ leinrichtung 10 vorgesehen, die auf das Hilfsband 8 wirkt und zwar von der Seite aus, die an der Walze 3 anliegt. Auf der gegenüberliegenden Seite ist eine zweite Kühleinrichtung 11 vorgesehen, die auf das Man­ telband 4 wirkt und zwar ebenfalls von dessen Rückseite aus. Beide Kühleinrichtungen wirken also durch die ent­ sprechenden Bänder 4, 8 hindurch.
Nach dem Durchlaufen der Abkühlzone 9 hat die Bahn 2 eine Temperatur unterhalb der Siedetemperatur der darin enthaltenen Flüssigkeit, so daß die Feuchtigkeit wieder kondensieren kann (in der Regel unter 100°C). Damit er­ gibt sich als vorteilhafter Effekt, daß sich ein Feuch­ tigkeitsausgleich in Querrichtung, d. h. quer zur Lauf­ richtung 12 der Bahn 2 ergibt.
Die in Fig. 1 dargestellte Ausführungsform arbeitet dann besonders gut, wenn das Mantelband 4 ebenfalls gut wärmeleitend ausgebildet ist. Dies ist in manchen Fällen jedoch nicht der Fall, beispielsweise dann, wenn das Mantelband aus einem Kunststoffmaterial gebildet ist, das nur eine begrenzte Wärmeleitfähigkeit auf­ weist. In diesem Fall dient das Mantelband 4 zwar dazu, den Dampfaustritt aus der Bahn 2 auf der der Walze 3 abgewandten Oberfläche zu verhindern. Die Kühlung er­ folgt aber praktisch ausschließlich mit Hilfe der er­ sten Kühleinrichtung 10.
Fig. 2 zeigt eine Möglichkeit, wie beide Seiten der Bahn 2 nach dem Verlassen des Nips 5 gekühlt werden können. Gleiche Teile sind mit den gleichen Bezugszei­ chen wie in Fig. 1 versehen.
Zusätzlich ist noch ein Mantel-Hilfsband 13 durch den Nip 5 geführt, das zwischen der Bahn 2 und dem Mantel­ band 4 angeordnet ist. Das Mantel-Hilfsband 13 ist ebenfalls als Stahlband ausgebildet, d. h. es weist ei­ ne recht gute Wärmeleitfähigkeit auf. Es wird in der Kühlzone 9 in Anlage an der Bahn 2 gehalten, so daß der Dampf aus der Bahn 2 nach dem Verlassen des Nips 5 nicht entweichen kann. Gleichzeitig ermöglicht das Man­ tel-Hilfsband 13 (gestrichelt dargestellt, wie das Hilfsband 8), daß die Kühleinrichtung 11 mit einer ho­ hen Wirksamkeit durch das Mantel-Hilfsband 13 hindurch auf die Bahn 2 wirken kann.
Der Umlauf des Mantelbandes 4 ist in diesem Fall etwas kürzer, d. h. das Mantelband 4 kann bereits dann wieder zurückgeführt werden, wenn der Nip 5 zu Ende ist. Die "Absperrfunktion" wird vom Mantel-Hilfsband 13 übernom­ men.
Das Mantel-Hilfsband 13 hat einen positiven Nebenef­ fekt. Seine der Bahn 2 zugewandte Oberfläche kann in der Regel wesentlich glatter ausgebildet werden als die Oberfläche des Mantelbandes 4. Wenn die Bahn 2 im Nip die notwendig hohe Temperatur erhalten hat, dann ist das Mantel-Hilfsband 13 in der Lage, die Rückseite, d. h. die nicht an der Walze 3 anliegende Seite der Bahn 2 zu glätten. Man erreicht also eine beidseitige Glättung mit einem einmaligen Durchlaufen durch den Breitnip 5.
In nicht näher dargestellter Weise kann vor dem Nip 5 noch eine Heizeinrichtung vorgesehen sein, die auf die Seite des Hilfsbandes 8 wirkt, die der Bahn 2 zugewandt ist. Dadurch wird das Hilfsband 8, das durch die Küh­ leinrichtung 10 abgekühlt worden ist, wieder auf eine erhöhte Temperatur gebracht, so daß die Glättung der Bahn 2 verbessert werden kann.
Zusätzlich kann ebenfalls eine Dampfauftragseinrichtung vorgesehen sein, die Dampf auf die der Bahn 2 zugewand­ te Seite des Hilfsbandes 8 oder auf die Bahn 2 selbst aufträgt. Mit der Zufuhr von Dampf, der auf der Ober­ fläche des Hilfsbandes 8 und/oder auf der Oberfläche der Bahn 2 kondensiert, wird eine Erhöhung der Feuch­ tigkeit und der Temperatur dieser Oberfläche bewirkt. Beides sind Parameter, die sich positiv auf die Glät­ tung der Oberfläche der Bahn auswirken.
Selbstverständlich kann die Heizeinrichtung und die Dampfauftragseinrichtung auch kombiniert sein.

Claims (12)

1. Kalander zum Glätten einer Bahn aus Faserstoff mit einem Nip, der durch eine Walze und ein umlaufendes Mantelband gebildet ist, das mit Hilfe einer Stütz­ elementanordnung in einem vorbestimmten Umfangsab­ schnitt gegen die Walze gepreßt ist, wobei die Bahn durch den Nip geführt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Walze (3) beheizt ist und ein wärmeleitfä­ higes Hilfsband (8) zwischen der Bahn (2) und der Walze (3) durch den Nip (5) geführt ist, das nach dem Austritt aus dem Nip (5) über eine vorbestimmte Strecke (9) anliegend an die Bahn (2) geführt ist.
2. Kalander nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß hinter dem Nip (5) eine Kühleinrichtung (10) angeordnet ist, die auf das Hilfsband (8) wirkt.
3. Kalander nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kühleinrichtung (10) auf die Seite des Hilfsbandes (8) wirkt, die an der Walze (3) an­ liegt.
4. Kalander nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine auf das Hilfsband (8) wir­ kende Heizeinrichtung vor dem Nip (5) angeordnet ist.
5. Kalander nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Heizeinrichtung auf die der Bahn (2) zuge­ wandte Seite des Hilfsbandes (8) wirkt.
6. Kalander nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Hilfsband (8) als Metall­ band, insbesondere Stahlband, ausgebildet ist.
7. Kalander nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die dem Hilfsband (8) gegen­ überliegende Seite der Bahn (2) hinter dem Nip (5) über eine vorbestimmte Strecke von einem Band (4, 13) abgedeckt ist.
8. Kalander nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Band durch das Mantelband (4) gebildet ist.
9. Kalander nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Band durch ein Mantel-Hilfsband (13) gebil­ det ist, das zwischen dem Mantelband (4) und der Bahn (2) durch den Nip (5) geführt ist.
10. Kalander nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß eine zweite Kühleinrichtung (11) vorgesehen ist, die auf das Band (4, 13) wirkt.
11. Kalander nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützelementanordnung meh­ rere, in Umfangsrichtung der Walze (3) hintereinan­ der angeordnete Stützschuhe (6) aufweist.
12. Kalander nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Nip (5) eine Dampfauf­ tragseinrichtung angeordnet ist, die Dampf auf die der Bahn (2) zugewandte Seite des Hilfsbandes (8) und/oder auf die Bahn (2) aufträgt.
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