DE19607402C1 - Vorrichtung zum Übertragen von Informationen innerhalb eines Bohrrohrstranges einer Bohrvorrichtung mittels Druckimpulsen in einer strömenden Flüssigkeit, insbesondere Bohrspülflüssigkeit - Google Patents
Vorrichtung zum Übertragen von Informationen innerhalb eines Bohrrohrstranges einer Bohrvorrichtung mittels Druckimpulsen in einer strömenden Flüssigkeit, insbesondere BohrspülflüssigkeitInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Übertragen von
Informationen innerhalb eines Bohrrohrstranges einer Bohr
vorrichtung mittels Druckimpulsen in einer strömenden Flüssig
keit, insbesondere Bohrspülflüssigkeit, mit einer Informa
tionserzeugungseinrichtung, mit einer an die Informationser
zeugungseinrichtung angeschlossenen Übertragungseinrichtung
zur Erzeugung der Druckimpulse in der Flüssigkeit, und mit
einer Empfangseinrichtung zum Empfangen und Auswerten der
durch die Druckimpulse übertragenden Informationen.
Es ist bekannt, mittels Druckimpulsen in strömenden Flüssig
keiten Informationen zu übertragen. Eine derartige Vorgehens
weise hat sich insbesondere in der Bohrtechnik als vorteilhaft
erwiesen. Dabei werden die Druckimpulse regelmäßig durch die
Bohrspülflüssigkeit innerhalb des Bohrrohrstranges einer Bohr
vorrichtung übertragen. Folglich wird die Bohrspülflüssigkeit
als Datenträger eingesetzt. Auf diese Weise gelingt es, bei
spielsweise Daten vom Bohrkopf bzw. Bohrmeißel am Ende des
Bohrrohrsstranges bis zur Oberfläche zu übermitteln. Es ist
lediglich erforderlich, als Empfangseinrichtung einen Druck
sensor vorzusehen, welcher in Verbindung mit einer Auswerte
vorrichtung die empfangenen Druckimpulse dekodieren kann.
Dabei können die Druckimpulse Informationen über den jewei
ligen Betriebszustand des Bohrkopfes bzw. Bohrmeißels liefern.
In der Bohrtechnik wird mit verschiedenen Methoden des Sendens
und Empfangens von Druckimpulsen gearbeitet. So lassen sich
die Informationen beispielsweise anhand der Impulsfolge oder
durch Variation der Impulsstärke übertragen. Weiter kennt man
die sogenannte positive oder negative Druckimpulstechnik, je
nachdem ob eine Druckerhöhung oder Druckminderung in der
strömenden Bohrspülflüssigkeit erzeugt wird.
Eine Vorrichtung der eingangs beschriebenen Ausführungsform
ist aus der EP-A-0 290 939 bekannt. Hier werden die Druck
impulse im wesentlichen durch eine als Ventil in der Bohrspül
flüssigkeit ausgebildete Übertragungseinrichtung erzeugt. Zu
diesem Zweck weist das Ventil einen Hauptventilkörper auf,
welcher in eine anschlagfreie, lediglich durch das Gleichge
wicht der auf ihn einwirkenden Kräfte bestimmte Betriebsend
stellung verstellt werden kann. Zusätzlich ist ein Hilfsventil
vorgesehen, welches mittels der Informationserzeugungseinrich
tung angesteuert wird und über hydraulische Kräfte auf den
Hauptventilkörper einwirkt und diesen verstellt. Dadurch soll
im großen und ganzen ein stoßfreier Betrieb des Ventils er
reicht werden und mechanischer Verschleiß vermieden werden. -
Die bekannte Druckimpulserzeugung hat sich bewährt, erfolgt
aber letztlich durch eine Relativbewegung starrer Teile ge
geneinander.
Aufgrund dieser Relativbewegungen ist es regelmäßig erforder
lich, verschleißhemmende Maßnahmen zwischen den sich gegenein
ander bewegenden Teilen vorzusehen. Dies ist aufwendig und
teuer. Darüber hinaus sind die bekannten Vorrichtungen schwie
rig zu fertigen, bauen relativ groß und benötigen folglich zur
Erzeugung der Druckimpulse relativ viel Energie.
Endlich ist aus der DE-PS 41 34 609 eine Vorrichtung zur Er
zeugung von Druckimpulsen in strömenden Medien zur Übertragung
von Informationen, insbesondere beim Herstellen von Bohrungen
im untertägigen Berg- und Tunnelbau durch den Spülkanal des
Bohrrohres bekannt. Hierbei ist im Spülkanal des Bohrrohres
ein Laufrad angeordnet, welches in Generator- oder Motorbe
trieb umschaltbar ausgebildet und entsprechend abwechselnd
betreibbar ist. Diese Druckimpulserzeugungsvorrichtung hat
sich ebenfalls bewährt, ist jedoch in bezug auf eine Vereinfa
chung des Aufbaus verbesserungsfähig.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der
eingangs beschriebenen Ausführungsform zu schaffen, welche
sich durch kompakte und kostensparende Bauweise auszeichnet,
verschleiß- und energiearm arbeitet, einen leichten Austausch
der beweglichen Teile ermöglicht und dennoch die Informationen
einwandfrei überträgt.
Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung vor, daß die
Übertragungseinrichtung einen elastischen Strömungswider
standskörper im Flüssigkeitsstrom und eine Stellvorrichtung
zur Veränderung des Strömungsquerschnittes des Strömungswider
standskörpers im Takt der zu erzeugenden Druckimpulse auf
weist. Die Veränderung des Strömungsquerschnittes erfolgt
dabei im Rahmen einer Steuerung oder Regelung. Im folgenden
sei auf eine Steuerung abgestellt. - Durch diese Maßnahmen
wird zunächst einmal erreicht, daß sich im Flüssigkeitsstrom
bzw. Bohrspülflüssigkeitsstrom ein Strömungswiderstandskörper
mit veränderlichem Strömungsquerschnitt befindet. Durch Ver
änderung des Strömungsquerschnittes dieses Strömungswider
standskörpers werden in Fließrichtung im Bereich des Strö
mungswiderstandskörpers und dahinter Druckimpulse erzeugt,
welche sich in Fließrichtung des Flüssigkeitsstromes bzw.
Bohrspülflüssigkeitsstromes fortpflanzen. Diese Druckschwan
kungen bzw. Druckimpulse lassen sich darauf zurückführen, daß
bei verringertem Strömungsquerschnitt und gleichem Flüssig
keitsstrom die Strömungsgeschwindigkeit um den Strömungs
widerstandskörper herum erhöht ist, folglich der Flüssig
keitsdruck partiell sinkt. Eine Verkleinerung des Strömungs
querschnittes führt demzufolge zu einer partiellen Drucker
höhung im Flüssigkeitsstrom. Jedenfalls lassen sich auf diese
Weise gezielt Druckschwankungen bzw. Druckimpulse im Flüssig
keitsstrom erzeugen. Dies gelingt aufgrund der Elastizität des
Strömungswiderstandskörpers in reproduzierbarer Weise, wobei
der vorbeschriebene Vorgang beliebig oft und nahezu ver
schleißfrei wiederholt werden kann. Außerdem sind die Reak
tionszeiten des elastischen Strömungswiderstandskörpers
gering, so daß einwandfreie Anstiegs- und Abfallflanken der
Druckimpulse erzeugt werden können. Auf diese Weise ist eine
ungestörte Informationsübermittlung nach wie vor möglich, da
die erzeugten Druckimpulse eine ausreichende Flankensteilheit
aufweisen, um anschließende (digitale) Auswertevorrichtungen
ansteuern zu können. Hinzu kommt, daß die erfindungsgemäße
Vorrichtung insgesamt kompakt und äußerst kostensparend auf
gebaut ist. Denn es wird auf die komplizierte mechanische
Bearbeitung von Teilen eines Ventilkörpers verzichtet. Schluß
endlich lassen sich die beweglichen Teile, d. h. der elastische
Strömungswiderstandskörper, leicht austauschen sowie energie
arm hinsichtlich des gewünschten Strömungsquerschnittes an
steuern.
Weitere erfindungswesentliche Merkmale sind im folgenden auf
geführt. So ist vorzugsweise vorgesehen, daß der elastische
Strömungswiderstandskörper als Hohlkörper, z. B. Hohlkugel,
Torus oder Hohlzylinder mit bikonkaven Einschnürungen ausge
bildet ist. Hierdurch lassen sich einfach und schnell defi
nierte Änderungen des Strömungsquerschnittes einstellen.
Weiter kann der elastische Strömungswiderstandskörper aus
mehreren Hohlkörpern zusammengesetzt sein. Diese Hohlkörper
können einzeln, gemeinsam oder abwechselnd von der Stellvor
richtung ansteuerbar ausgebildet sein. Auf diese Weise läßt
sich die Form des Druckimpulses, z. B. die Breite, beeinflus
sen. So kann ein Druckimpuls mit doppelter Impulsbreite
schlicht und einfach dadurch erzeugt werden, daß zwei in einer
Strömungsquerschnittsebene angeordnete elastische Hohlkugeln
als Strömungswiderstandskörper vorgesehen sind. Diese beiden
Hohlkugeln können nun so angesteuert werden, daß zunächst der
Strömungsquerschnitt der einen Hohlkugel und anschließend der
Strömungsquerschnitt der anderen Hohlkugel variiert wird. Auf
diese Weise ist es möglich, einen definierten Druckimpuls mit
beispielsweise doppelter Breite im Vergleich zur gleichzei
tigen Ansteuerung der beiden Hohlkugeln zu erzeugen. Weiter
ist vorgesehen, daß der elastische Strömungswiderstandskörper
aus Gummi oder einem elastischen Kunststoff, z. B. einem Elasto
mer vorgegebener Shore-Härte gefertigt ist. Auf diese Weise
läßt sich der Strömungswiderstandskörper hinsichtlich seiner
Konsistenz und Nachgiebigkeit an die jeweils strömende Flüs
sigkeit anpassen. Außerdem läßt sich hierdurch die Elastizität
des Strömungswiderstandskörpers und damit letztlich die Druck
impulsform einstellen.
Die Stellvorrichtung ist vorzugsweise mechanisch, pneumatisch
oder hydraulisch betätigbar. Es können mechanische Stelltriebe
zur Veränderung des Strömungsquerschnittes eingesetzt werden,
und zwar in der Weise, daß diese mechanischen Stelltriebe
außen am Strömungswiderstandskörper angreifen und diesen Kör
per zusammendrücken oder auseinanderziehen. Eine pneumatische
Betätigung des Strömungswiderstandskörpers kann so ausgeführt
sein, daß dieser Strömungswiderstandskörper beispielsweise mit
Druckluft beaufschlagt wird und infolgedessen seinen Strö
mungsquerschnitt verändert. In gleicher Weise ist auch eine
hydraulische Betätigung denkbar, in dem beispielsweise der als
Hohlkörper ausgeführte Strömungswiderstandskörper mit einer
Hydraulikflüssigkeit entsprechend beaufschlagt wird. Weiter
ist bevorzugt vorgesehen, daß der elastische Strömungswider
standskörper als im Bohrstrang befestigte Membran ausgebildet
ist, deren Oberseite in Fließrichtung des Flüssigkeitsstromes
an der Peripherie des Flüssigkeitsstromes angeordnet ist,
während deren Unterseite von der Stellvorrichtung beaufschlag
bar ist. Hierdurch läßt sich eine einfache Variation des
Strömungsquerschnittes erreichen. So kann beispielsweise die
Stellvorrichtung als Stellmotor direkt an die Unterseite der
Membran angeschlossen sein. Die Oberseite der Membran ragt nun
- beeinflußt von der Stellvorrichtung - mehr oder minder in
den Flüssigkeitsstrom hinein und reduziert solchermaßen den
Strömungsquerschnitt. Selbstverständlich sind anstelle eines
elektrischen Stellmotores an der Unterseite der Membran auch
entsprechende Hydrauliktriebe oder mechanische Stelltriebe
möglich. Jedenfalls gelingt immer eine direkte und verzöge
rungsfreie definierte Beaufschlagung der Membran und damit die
Erzeugung von Druckimpulsen einwandfreier Charakteristik. In
diesem Zusammenhang ist weiter vorgesehen, daß die Stellvor
richtung als mittels eines Steuerventil verschließbare, an die
Unterseite der Membran angeschlossenen Bypaßleitung für den
Flüssigkeitsstrom ausgebildet ist. Solange das Steuerventil
geöffnet ist, kann folglich der Flüssigkeitsstrom ungehindert
durch die an die Unterseite der Membran angeschlossene By
paßleitung hindurchfließen. Wenn jedoch das Steuerventil
geschlossen wird, so steigt der Druck in der Bypaßleitung an
und führt zu einer Verformung der Membran in der Weise, daß
der Strömungsquerschnitt des Flüssigkeitsstromes verringert
wird. Diesbezüglich ist es auch möglich, zwei sich gegenüber
liegende Membranen an der jeweiligen Peripherie des Flüssig
keitsstromes mit jeweiligen Bypaßleitungen vorzusehen. Auf
diese Weise wird der Flüssigkeitsstrom nicht nur einseitig,
sondern praktisch zweiseitig eingeengt. Die beiden Bypaß
leitungen können jeweils getrennte Steuerventile aufweisen, so
daß - wie im Fall mehrerer Hohlkörper - beispielsweise eine
Verdoppelung der Breite des Druckimpulses erreicht werden
kann. Vorzugsweise ist jedoch in diesem Fall vorgesehen, daß
die beiden Membranen mit den beiden Bypaßleitungen von einem
gemeinsamen Steuerventil beaufschlagbar sind.
Die Erfindung wird im folgenden anhand einer lediglich ein
Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung näher erläutert;
es zeigen:
Fig. 1 einen Bohrrohrstrang im Bohrloch einer Tiefbohrung
in schematischer Ansicht,
Fig. 2 mehrere Ausführungsformen des erfindungsgemäßen
Strömungswiderstandskörpers,
Fig. 3 einen als Membran ausgebildeten Strömungswider
standskörper im Bohrstrang, links bei unbelasteter
Membran, rechts bei belasteter Membran unter Erzeu
gung eines Druckimpulses und
Fig. 4 eine andere Ausführungsform des Strömungswider
standskörpers als Hohlkörper im Bohrrohrstrang in
schematischer Ansicht.
In den Figuren ist eine Vorrichtung zum Übertragen von Infor
mationen innerhalb eines Bohrrohrstranges 1 einer Bohrvorrich
tung 2 mittels Druckimpulsen in einer strömenden Flüssigkeit,
insbesondere Bohrspülflüssigkeit F, mit einer Informationser
zeugungseinrichtung 3, mit einer an die Informationserzeu
gungseinrichtung 3 angeschlossenen Übertragungseinrichtung 4
zur Erzeugung der Druckimpulse in der Flüssigkeit bzw. Bohr
spülflüssigkeit F, und mit einer Empfangseinrichtung 5 zum
Empfangen und Auswerten der durch die Druckimpulse übertra
genden Informationen gezeigt. Dies ist am besten anhand der
schematischen Übersicht in Fig. 1 zu erkennen. Hier ist zu
sätzlich eine Pumpe P gezeigt, welche die Bohrspülflüssig
keit F in den Bohrrohrstrang 1 so pumpt, daß die Bohrspül
flüssigkeit F den Bohrrohrstrang 1 in der mit Pfeilen ange
deuteten Fließrichtung durchströmt. Nach dem Austreten durch
einen Drehbohrmeißel D am Ende des Bohrrohrstranges 1 tritt
die Bohrspülflüssigkeit F in das erzeugte Bohrloch B aus. Dies
geschieht in der Weise, daß die Bohrspülflüssigkeit F in einem
zwischen Bohrrohrstrang 1 und Bohrloch B gebildeten Ringraum S
wieder aufwärts strömt. Dies ist ebenfalls durch Pfeile ange
deutet. Die Druckimpulse werden nun in der Übertragungsein
richtung 4 erzeugt. Sie liefern Informationen über den Be
triebszustand des Bohrkopfes bzw. Bohrmeißels - im Ausfüh
rungsbeispiel des Drehbohrmeißels D. Bei den den Betriebs
zustand des Drehbohrmeißels D bzw. Bohrkopfes kennzeichnenden
Werten handelt es sich beispielsweise um dessen Neigung,
seinen Rollwinkel, die Temperatur, den Druck, das aufgebrachte
Drehmoment oder auch die jeweilige Richtung des Bohrkopfes
bzw. Drehbohrmeißels D. Diese Aufzählung ist nicht er
schöpfend, da selbstverständlich auch andere Werte übertragen
werden können. Jedenfalls werden diese Werte insgesamt in der
Informationserzeugungseinrichtung 3 ermittelt und an die
angeschlossenen Übertragungseinrichtung 4 weitergegeben. Diese
Übertragungseinrichtung 4 erzeugt nun die Druckimpulse in der
Bohrspülflüssigkeit F. Die Druckimpulse pflanzen sich darauf
in der durch Pfeile angedeuteten Fließrichtung der Bohrspül
flüssigkeit F bis zur Oberfläche fort. An dieser Stelle ist
die Empfangseinrichtung 5 vorgesehen, welche im Ausführungs
beispiel aus einem Drucksensor 5a und einer Auswertevorrich
tung 5b besteht. Hier werden die durch die Druckimpulse
übertragenden Informationen erfaßt und dekodiert.
Die Übertragungseinrichtung 4 weist einen elastischen Strö
mungswiderstandskörper 6 im Flüssigkeitsstrom und eine Stell
vorrichtung 7 zur Steuerung des Strömungsquerschnittes Q des
Strömungswiderstandskörpers 6 im Takt der zu erzeugenden
Druckimpulse auf. Selbstverständlich kann der Strömungsquer
schnitt Q auch im Zuge einer Regelung verändert werden. In
Fig. 2 sind mehrere Ausführungsformen dieses Strömungswider
standskörpers 6 gezeigt. So ist im Ausführungsbeispiel links
oben der elastische Strömungswiderstandskörper 6 als Hohlkugel
ausgebildet. In der Abbildung darunter ist ein als Torus aus
geführter Strömungswiderstandskörper 6 zu sehen. Die Abbildung
rechts oben zeigt einen aus mehreren Hohlkugeln bzw. Hohlkör
pern zusammengesetzten Strömungswiderstandskörper 6. Dabei
können die Hohlkörper bzw. Strömungswiderstandskörper 6 ein
zeln, gemeinsam oder abwechselnd von der Stellvorrichtung 7
angesteuert werden. Der Strömungswiderstandskörper 6 besteht
aus einem elastischen Kunststoff, im Ausführungsbeispiel aus
einem Elastomer vorgegebener Shore-Härte. Die Stellvorrich
tung 7 kann mechanisch, pneumatisch oder hydraulisch betätig
bar sein. Im Ausführungsbeispiel nach den Fig. 3 und 4 ist
eine hydraulische Betätigung der Stellvorrichtung 7 gezeigt.
Endlich ist in der Abbildung rechts unten in der Fig. 2 ein
Strömungswiderstandskörper 6 zu erkennen, welcher als Hohl
körper, im Ausführungsbeispiel als zylinderförmiger Hohlkörper
mit über die Länge verändertlichen Querschnitt ausgebildet
ist. In jeder Abbildung der Fig. 2 sind darüber hinaus die
jeweiligen Strömungsquerschnitte Q angedeutet.
Die Fig. 3 zeigt eine weitere Ausführungsform des Strömungs
widerstandskörpers 6. Denn hier ist der Strömungswiderstands
körper 6 als im Bohrstrang 1 befestigte Membran 8 ausgebildet,
deren Oberseite in mit Pfeilen angedeuteter Fließrichtung des
Flüssigkeitsstromes der Bohrspülflüssigkeit F an der Peri
pherie 9 des Flüssigkeitsstromes angeordnet ist, während deren
Unterseite von der Stellvorrichtung 7 beaufschlagbar ist. Im
Ausführungsbeispiel ist die Stellvorrichtung 7 als mittels
eines Steuerventils 10 verschließbare, an die Unterseite der
Membran 8 angeschlossene Bypaßleitung 11 für den Flüssig
keitsstrom der Bohrspülflüssigkeit F ausgebildet. Nach dem in
der Fig. 3 gezeigten Ausführungsbeispiel sind zwei sich gegen
überliegende Membranen 8a, 8b an der jeweiligen Peripherie 9
des Flüssigkeitsstromes der Bohrspülflüssigkeit F mit jewei
ligen Bypaßleitungen 11a, 11b verwirklicht. Dabei sind die
beiden Membranen 8a, 8b mit den beiden Bypaßleitungen 11a, 11b
von dem gemeinsamen Steuerventil 10 beaufschlagbar. Im linken
Teil der Fig. 3 sind die beiden Membranen 8a, 8b im Ruhezu
stand gezeigt, d. h. hier fließt der Flüssigkeitsstrom der
Bohrspülflüssigkeit F ungehindert durch die beiden Bypaß
leitungen 11a, 11b am Steuerventil 10 vorbei wieder zurück in
den Hauptstrom. Zur Erzeugung von Druckimpulsen wird nun das
Steuerventil 10 geschlossen, so daß sich in den Bypaßleitun
gen 11a, 11b der nach wie vor einströmende Flüssigkeitsstrom
der Bohrspülflüssigkeit F auf staut. Dies hat einen Druckan
stieg in den Bypaßleitungen 11a, 11b zur Folge, welcher dazu
führt, daß sich die beiden Membranen 8a, 8b - wie im rechten
Teil der Fig. 3 gezeigt - in den Flüssigkeitsstrom wölben und
den Flüssigkeitsstrom verengen. Diese Verengung des Flüssig
keitsstromes läßt sich anhand der Änderung des Strömungsquer
schnittes Q erkennen. Zur Verdeutlichung ist deshalb der im
linken Teil der Fig. 3 erreichte Strömungsquerschnitt auch im
rechten Teil der Fig. 3 bei Erzeugung der Druckimpulse ge
strichtelt angedeutet. Diese Verringerung des Strömungsquer
schnittes Q führt nun dazu, daß sich die Strömungsgeschwin
digkeit der Bohrspülflüssigkeit F im Bereich der beiden Mem
branen 8a, 8b erhöht, was gleichzeitig mit einer partiellen
Druckabnahme verbunden ist, so daß insgesamt ein Druckimpuls
erzeugt wird, welcher sich in Fließrichtung des Flüssigkeits
stromes ungehindert bis zur Empfangseinrichtung 5 bzw. bis zum
Drucksensor 5a ausbreiten kann.
Endlich zeigt die Fig. 4 eine andere Ausführungsform des
Strömungswiderstandskörpers 6, welcher hier als zylindrischer
Hohlkörper bzw. Hohlzylinder mit bikonkaven Einschnürungen
ausgeführt ist. Die Größe dieses elastischen Hohlkörpers läßt
sich - ähnlich wie bei der Ausführungsform nach Fig. 3 -
dadurch variieren, daß der Hohlkörper mittels des Steuerven
tiles 10 mehr oder minder mit Bohrspülflüssigkeit F "aufge
pumpt" wird. Dadurch verändert sich der Strömungsquerschnitt Q
in vergleichbarer Weise wie im in der Fig. 3 gezeigten Ausfüh
rungsbeispiel.
Claims (10)
1. Vorrichtung zum Übertragen von Informationen innerhalb
eines Bohrrohrstranges (1) einer Bohrvorrichtung (2) mittels
Druckimpulsen in einer strömenden Flüssigkeit, insbesondere
Bohrspülflüssigkeit (F), mit einer Informationserzeugungs
einrichtung (3), mit einer an die Informationserzeugungsein
richtung (3) angeschlossenen Übertragungseinrichtung (4) zur
Erzeugung der Druckimpulse in der Flüssigkeit, und mit einer
Empfangseinrichtung (5) zum Empfangen und Auswerten der durch
die Druckimpulse übertragenen Informationen, da
durch gekennzeichnet, daß die Übertra
gungseinrichtung (4) einen elastischen Strömungswiderstands
körper (6) im Flüssigkeitsstrom und eine Stellvorrichtung (7)
zur Veränderung des Strömungsquerschnittes (Q) des Strömungs
widerstandskörpers (6) im Takt der zu erzeugenden Druckimpulse
aufweist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Strömungswiderstandskörper (6) als elastischer Hohlkörper,
z. B. Hohlkugel, Torus oder Hohlzylinder mit bikonkaven Ein
schnürungen ausgebildet ist.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der Strömungswiderstandskörper (6) aus
mehreren Hohlkörpern zusammengesetzt ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Hohlkörper einzeln, gemeinsam oder abwechselnd von der
Stellvorrichtung (7) ansteuerbar sind.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Strömungswiderstandskörper (6) aus Gummi
oder aus einem elastischen Kunststoff, z. B. Elastomer vorgege
bener Shore-Härte, gefertigt ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Stellvorrichtung (7) mechanisch, pneu
matisch oder hydraulisch betätigbar ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Strömungswiderstandskörper (6) als im
Bohrstrang (1) befestigte Membran (8) ausgebildet ist, deren
Oberseite in Fließrichtung des Flüssigkeitsstromes an der
Peripherie (9) des Flüssigkeitsstromes angeordnet ist, während
deren Unterseite von der Stellvorrichtung (7) beaufschlagbar
ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
die Stellvorrichtung (7) als mittels eines Steuerventils (10)
verschließbare, an die Unterseite der Membran (8) angeschlos
sene Bypaßleitung (11) für den Flüssigkeitsstrom ausgebildet
ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
zwei sich gegenüberliegende Membranen (8a, 8b) an der jewei
ligen Peripherie (9) des Flüssigkeitsstromes mit jeweiligen
Bypaßleitungen (11a, 11b) vorgesehen sind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß
die beiden Membranen (8a, 8b) mit den beiden Bypaßleitun
gen (11a, 11b) von einem gemeinsamen Steuerventil (10) beauf
schlagbar sind.
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Applications Claiming Priority (1)
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| DE19607402A DE19607402C1 (de) | 1996-02-28 | 1996-02-28 | Vorrichtung zum Übertragen von Informationen innerhalb eines Bohrrohrstranges einer Bohrvorrichtung mittels Druckimpulsen in einer strömenden Flüssigkeit, insbesondere Bohrspülflüssigkeit |
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