DE19606647A1 - Fallstrom-Zyklon - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Fallstrom-Zyklon bestehend
aus gleichachsig angeordnetem Kopfteil, zylindrischem
Abscheideraum und konischer Absetzkammer sowie Rohgaseinlauf und
Gasauslaßrohr. Bei diesem Zyklon verlassen Gasstrom und
Feststoffstrom den Abscheideraum gleichgerichtet nach unten,
d. h. fallend.
Die Zyklone funktionieren nach dem Gleichgewichtsprinzip, wobei
staubhaltiges Gas (Rohgas) mit Drall in einen etwa zylindrischen
Abscheideraum strömt, ihn wieder radial nach innen durch die
Trennfläche, eine gedachte Verlängerung des Gasauslaßrohrs,
verläßt und dann axial durch das Gasauslaßrohr nach außen
strömt. Auf die Staubteilchen wirkt dabei eine Zentrifugalkraft,
die grobe Teilchen radial nach außen an die Wand schleudert. Der
Ausdruck Gas wird hier für jedes Gas sowie für Nebel und Dämpfe
gebraucht. Der Ausdruck Staub soll alle Arten von
partikelförmigen Verunreinigungen umfassen, die aus dem Rohgas
zu entfernen sind. Die Durchströmung des Zyklons ist mit einem
Druckverlust verbunden. Ursache ist die Energiedissipation beim
Einströmen des Gases in das Gasauslaßrohr, das als Drossel
wirkt. Zudem stellen sich neben den Hauptströmungen auch noch
Sekundärströmungen ein, die in erster Linie die Trennergebnisse
verschlechtern. So kommt es zu einer Kurzschlußströmung entlang
des Gasauslaßrohrs, hervorgerufen durch das Zusammenwirken der
Quetschströmung hinter dem meist vorhandenen tangentialen
Gaseinlauf und der Reibung am Deckel des Zyklons.
Zur Verminderung dieser Kurzschlußströmung wurde vorgeschlagen,
den Gaseinlauf vom Deckel wegzuführen oder den Zyklon als
Doppel-Zyklon auszubilden. Nachteilig bei diesen Bauarten ist
es, daß mit dem Wegrücken des Gaseinlaufs eine Zunahme des
Druckverlusts und mit der Ausbildung als Doppel-Zyklon ein
zusätzlicher konstruktiver Aufwand verbunden ist. Als eine
weitere konstruktive Maßnahme wurde eine Ausbildung als
Durchfluß-Zyklon mit einem inneren Austragsspalt und einer
Abschirmplatte oder mit einem Spalttauchrohr, äußerem
Austragsspalt und Grenzschicht-Gegenspirale am Boden
beschrieben. Diese konstruktiven Maßnahmen sollen ein direktes
Eindringen von Staub an der Trennfläche am Deckel in das Reingas
verhindern (Paul Schmidt, "Ungewöhnliche Zyklonabscheider",
Chemie-Ingenieur-Technik, 62 (1990), S. 536 bis 543). Die oben
beschriebenen Formen von Zyklonabscheidern weisen den Nachteil
eines hohen Bauteilaufwands und einer erhöhten
Verschleißanfälligkeit auf, und sie können bei hohen
Betriebstemperaturen nicht mehr sicher eingesetzt werden.
Zur Verbesserung der Ausscheidung feiner Staubteilchen wurde in
der DE-PS 8 89 544 vorgeschlagen, bei einem Zyklon mit sich in
der Strömungsrichtung der Staubluft konisch erweiterndem Gehäuse
konische Einsätze anzuordnen. Der durch ein tangentiales Rohr
eintretende Rohgasstrom verläßt den Abscheideraum in gleicher
Richtung durch ein gebogenes Gasauslaßrohr.
In der DE-PS 5 98 423 ist ein Zyklon mit tangentialem Gaseinlauf
beschrieben, der ein axial in den Abscheideraum hineinragendes
Gasauslaßrohr besitzt, das abwärts gerichtet ist. Das
Gasauslaßrohr weist an seinem Ende einen Ansatz auf, der
flanschartig ist oder einen kleineren Winkel als 90° mit der
Rohrwandung bildet.
Eine Fliehkraftabscheidergruppe mit einer Vielzahl in gleicher
Höhe angeordnet er parallelgeschalteter und axial durchströmter
Zyklone ist in der AT-PS 1 87 516 beschrieben. Die Rohgas-
Reingas- und Staubräume erstrecken sich jeweils über die gesamte
Fliehkraftabscheidergruppe. Die staubabführenden Leitungen
liegen achszentral und das Gasauslaßrohr ist gekrümmt.
Schließlich ist in der DE-PS 32 25 509 ein mit einem
Wirbelschichtreaktor direkt verbundener Zentrifugalabscheider
bekannt geworden, der einen tangentialen Gaseinlauf und ein von
der Wirbelkammer ausgehendes Gasauslaßrohr aufweist. Das
Gasauslaßrohr durchsetzt den Boden der Wirbelkammer von unten,
und über eine an der niedrigsten Stelle des Bodens befindlichen
Öffnung sowie eine daran anschließende Leitung wird der
Feststoff in den Reaktor zurückgeführt.
Die zuvor dargestellten Zyklone weisen alle den Nachteil auf,
daß sich Sekundärströmungen am Eintritt des Rohgases in den
Abscheideraum ausbilden können, wodurch Staub radial durch die
Trennfläche nach innen transportiert wird und in den
Reingasstrom gelangt. So wird der Abscheidegrad, daß bedeutet
der Mengenanteil des abgeschiedenen Staubs aus dem Rohgasstrom,
verringert.
Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, den Abscheidegrad
eines Fallstroms-Zyklons zu verbessern. Zudem ist es die Aufgabe
der vorliegenden Erfindung, einen Fallstrom-Zyklon
bereitzustellen, der bei vergleichsweise hohen
Betriebstemperaturen eingesetzt werden kann und bei dem der
konstruktive Aufwand und damit die Herstellungskosten gering
sind.
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird dadurch gelöst,
daß der Rohgaseinlauf in der unteren Hälfte des zylindrischen
Abscheideraums angeordnet ist, daß das
Höhe/Durchmesser-Verhältnis des zylindrischen Abscheideraums im
Bereich zwischen 0,2 zu 1 bis 2,5 zu 1 liegt, daß das in den
Zyklon hineinragende Gasauslaßrohr seitlich aus der konischen
Absetzkammer oder konzentrisch durch eine Feststoffleitung
austritt und daß die Eintrittstelle des Gases in das
Gasauslaßrohr zwischen zwei gedachten Ebenen liegt, deren untere
unterhalb der tiefsten Stelle des Querschnitts des
Rohgaseintritts liegt und einen Abstand gegenüber der tiefsten
Stelle des Querschnitts des Rohgaseintritts aufweist, der gleich
dem zweifachen Gasauslaßrohr-Durchmesser ist und deren obere
einen Abstand A gegenüber dem Kopfteil aufweist, der gleich dem
einfachen Gasauslaßrohr-Durchmesser ist.
Der Begriff "zylindrischer Abscheideraum" schließt nicht aus,
daß in diesem Teil des Zyklons auch schon Staub gesammelt wird;
der Begriff "konische Absetzkammer" schließt nicht aus, daß in
diesem Teil des Zyklons auch noch Staub abgeschieden wird. Es
wurde festgestellt, daß der erfindungsgemäße Zyklon eine
deutlich verbesserte Feststoffabscheidung bewirkt. Die Lage des
Rohgaseinlaufs in der unteren Hälfte des zylindrischen
Abscheideraumes führt dazu, daß sich keine Sekundärströmung am
Rohgaseintritt einstellt und so eine Kurzschlußströmung, wodurch
Staub in den Reingasstrom gelangen würde, weitestgehend
vermieden wird. Der Abscheidegrad des Zyklons ist ferner
abhängig von der Reibfläche der konischen Absetzkammer: Je
geringer die Konizität (Neigungswinkel gegenüber der
Senkrechten) ist, um so höher wird der Abscheidegrad. Die
optimalen Neigungswinkel sind jedoch abhängig von den
Eigenschaften des abzuscheidenden Materials. Ein optimaler
Neigungswinkel kann mit wenigen, einfachen Versuchen ermittelt
werden.
Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist es
vorgesehen, daß der Querschnitt des Rohgaseintritts rechteckig
ist mit einem Höhe/Breite-Verhältnis im Bereich zwischen 1 zu 1
bis 5 zu 1.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist
es vorgesehen, daß das Höhe/Durchmesser-Verhältnis des
zylindrischen Abscheideraums im Bereich zwischen 1,1 zu 1 bis
1,5 zu 1 liegt. Dies hat den Vorteil, daß die
Feststoffabscheidung vergleichsweise hoch ist.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist
es vorgesehen, daß die konische Absetzkammer zweiteilig
ausgeführt ist, mit einem oberen, längeren Teil mit einem
Neigungswinkel von 2° bis 10° und einem unteren, kürzeren Teil
mit einem Neigungswinkel von 10° bis 45°.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist
es vorgesehen, daß die Eintrittstelle des Gases in das
Gasauslaßrohr zwischen zwei gedachten Ebenen liegt, deren untere
unterhalb der tiefsten Stelle des Querschnitts des
Rohgaseintritts liegt und einen Abstand gegenüber der tiefsten
Stelle des Querschnitts des Rohgaseintritts aufweist, der gleich
dem einfachen Gasauslaßrohr-Durchmesser ist und deren obere
oberhalb der tiefsten Stelle des Querschnitts des
Rohgaseintritts liegt und einen Abstand gegenüber der tiefsten
Stelle des Querschnitts des Rohgaseintritts aufweist, der gleich
dem einfachen Gasauslaßrohr-Durchmesser ist. Dadurch ist der
Druckverlust des Gases im Zyklon relativ gering.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist
es vorgesehen, daß in der konischen Absetzkammer ein
Abschirmkegel angeordnet ist. Durch den Einbau eines
Abschirmkegels wird ein Durchbrechen von Gasblasen aus der
Feststoffleitung mit Feststofftransport in den Abscheideraum des
Zyklons vermieden. Ein solcher Kegel hat darüber hinaus den
Vorteil, daß er das Gasauslaßrohr an der Zyklonwand zusätzlich
abstützen kann.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist
es vorgesehen, daß am Ende der konischen Absetzkammer eine
Feststoffleitung angeordnet ist, wodurch der abgeschiedene Staub
aus dem Zyklon austritt.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist
es vorgesehen, daß der Rohgaseintritt in den zylindrischen
Abscheideraum durch einen Spiraleinlauf, Schlitzeinlauf,
Rohreinlauf, Axialeinlauf oder Wendeleinlauf erfolgt.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist
es vorgesehen, daß der Kopfteil des Zyklons aus einer ebenen
Platte oder einer Kuppel besteht.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist
es vorgesehen, daß das Gasauslaßrohr gerade ist und mit einem
Winkel von 0° bis 15° zwischen Längsachse des Gasauslaßrohrs und
Längsachse des Zyklons angeordnet ist. Dies hat den Vorteil
einer weiteren Vereinfachung der Konstruktion und einer
Kostenersparnis. So ist zum Beispiel eine Mauerung des
Gasauslaßrohrs sehr gut möglich.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist
es vorgesehen, daß die Eintrittstelle des Gases in das
Gasauslaßrohr in der konischen Absetzkammer angeordnet ist. Dies
führt insbesondere bei einem Zyklon mit einem relativ geringen
Höhe/Durchmesser-Verhältnis des zylindrischen Abscheideraums zu
einem vergleichsweise geringen Druckverlust des Gases im Zyklon
bei gleichzeitig relativ hoher Feststoffabscheidung.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist
es vorgesehen, daß der Zyklon zur Reinigung von staubbeladenen
Gasen und gasförmigen Stoffen verwendet wird.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist
es vorgesehen, daß der Zyklon als Rückführzyklon in Anlagen mit
einer zirkulierenden Wirbelschicht verwendet wird.
Der Gegenstand der Erfindung wird nachfolgend anhand der
Zeichnungen (Fig. 1 und 2) näher erläutert.
Fig. 1 zeigt einen Querschnitt durch den Zyklon sowie eine
Draufsicht und einen Querschnitt des Eintrittkanals für das
Rohgas.
Fig. 2 zeigt einen Querschnitt durch verschiedene
Ausführungsformen des Zyklons mit unterschiedlichen Kopfteilen
sowie unterschiedlicher Ausgestaltung von Gasauslaßrohr und
konischer Absetzkammer.
In Fig. 1 ist in Abb. 1a ein Querschnitt des Zyklons
dargestellt. Der Zyklon besteht aus einem Kopfteil (1), einem
zylindrischen Abscheideraum (2) und einer zweiteiligen konischen
Absetzkammer mit unterschiedlicher Konizität (Winkel β₁ und β₂)
der beiden Teile (3a, 3b). Das staubhaltige Rohgas tritt durch
den Einlaufkanal (4) über den Einlauf (5) in den zylindrischen
Abscheideraum (2) ein. Das gereinigte Gas fließt über das
Gasauslaßrohr (6) mit dem Durchmesser D1 aus dem Abscheideraum
(2) ab. Das Gasauslaßrohr (6) ist mit einem Abschirmkegel (7)
versehen. Abb. 1b zeigt den rechteckigen
Eintrittsquerschnitt (8) des Rohgases mit einem Höhe H1/Breite
B1-Verhältnis von 4 zu 1. Abb. 1c zeigt eine Draufsicht auf
den rechteckigen Einlaufkanal (4). Der Einlaufkanal (4) kann
parallel (gestrichelte Linie) oder mit einer Konizität, daß
bedeutet mit einem Winkel α von 0° bis zu 10°, ausgebildet sein.
Das Verhältnis der Höhe H2 zum Durchmesser D2 des zylindrischen
Abscheideraums (2) beträgt hier 1 zu 1. Die Eintrittstelle in
das Gasauslaßrohr ist mit einem Abstand A unterhalb des
Kopfteils (1) und mit einem Abstand B unterhalb der tiefsten
Stelle des Eintrittsquerschnitts (8) angeordnet. An die
Absetzkammer (3a, 3b) schließt sich die Feststoffleitung (9) an.
In Fig. 2 sind verschiedene Ausführungsformen des Kopfteils
(1), des Gasauslaßrohrs (6) und der konischen Absetzkammer (3)
dargestellt. In Fig. 2a weist der Zyklon eine ebene Platte als
Kopfteil (1) auf. Das Gasauslaßrohr (6) reicht bis in die Mitte
des Eintrittsquerschnitts für das Rohgas (8) und wird
bogenförmig aus der konischen Absetzkammer (3) geführt. In Fig.
2b weist der Zyklon ein kuppelförmiges Kopfteil (1) auf. In
Fig. 2c ist das Kopfteil (1) kuppelförmig ausgebildet. Der
Eintritt in das Gasauslaßrohr (6) liegt um einen Abstand C
oberhalb der tiefsten Stelle des Eintrittsquerschnitts des
Rohgases (8). An die konische Absetzkammer (3) schließt sich
eine Feststoffleitung (9) an. In Fig. 2d ist das Gasauslaßrohr
(6) gerade und wird mit einem Winkel zwischen Längsachse des
Gasauslaßrohrs L1 und Längsachse des Zyklons L2 schräg aus der
konischen Absetzkammer (3) geführt. Das Gasauslaßrohr (6) ragt
nicht bis in den zylindrischen Abscheideraum (2) hinein. Dieser
Zyklon weist ein Höhe H2/Durchmesser D2-Verhältnis des
zylindrischen Abscheideraums (2) von ca. 0,5 zu 1 auf. Die
Eintrittstelle in das Gasauslaßrohr (6) ist mit einem Abstand A
unterhalb des Kopfteils (1) und mit einem Abstand B unterhalb
der tiefsten Stelle des Eintrittsquerschnitts (8) angeordnet.
Es wurde festgestellt, daß der erfindungsgemäße Zyklon eine
verbesserte Feststoffabscheidung gegenüber einem konventionellen
Zyklon aufweist. Ein weiterer Vorteil im Zusammenhang mit hoch
Feststoff-beladenen Gasströmen ist seine durch die
Strömungsführung bedingte Unempfindlichkeit gegen "Falschluft".
Unter dem Begriff "Falschluft" ist ein Gas- oder Luftstrom zu
verstehen, der im Gegenstrom zum ausgetragenen Feststoff durch
die Feststoffleitung (9) in den Zyklon strömt. Solche
Falschluftströme entstehen insbesondere dann, wenn unterhalb des
Zyklons ein Tauchtopf oder eine stationäre Wirbelschicht
angeordnet ist. Ein Teil der Luft, die in diesen Apparaten
verwendet wird, um den Feststoff zu fluidisieren, entweicht über
die Feststoffleitung (9) und kann dort bereits im Zyklon
abgeschiedene Partikel mitreißen und wieder in den Abscheideraum
(2) zurücktransportieren. Darüberhinaus bewirkt der
Falschluftstrom eine Veränderung der Druckverhältnisse im
Abscheideraum, die generell zu einer Verschlechterung der
Abscheideleistung führen. Versuche mit einem erfindungsgemäßen
Zyklon im Vergleich zu einem konventionellen Zyklon haben
ergeben, daß die erfindungsgemäße Ausführung bei
Falschluftströmen, wie sie üblicherweise in Anlagen mit einer
zirkulierenden Wirbelschicht entstehen, erhebliche Vorteile
aufweist.
Ein bevorzugtes Anwendungsgebiet des erfindungsgemäßen Zyklons
ist daher sein Einsatz in Anlagen mit einer zirkulierenden
Wirbelschicht.
Claims (13)
1. Fallstrom-Zyklon bestehend aus gleichachsig angeordnetem
Kopfteil (1), zylindrischem Abscheideraum (2) und konischer
Absetzkammer (3) sowie Rohgaseinlauf (4) und Gasauslaßrohr
(6), dadurch gekennzeichnet, daß der Rohgaseinlauf (4) in
der unteren Hälfte des zylindrischen Abscheideraums (2)
angeordnet ist, daß das Höhe H2/Durchmesser D2-Verhältnis
des zylindrischen Abscheideraums (2) im Bereich zwischen 0,2
zu 1 bis 2,5 zu 1 liegt, daß das in den Zyklon hineinragende
Gasauslaßrohr (6) seitlich aus der konischen Absetzkammer
(3) oder konzentrisch durch eine Feststoffleitung (9)
austritt und daß die Eintrittstelle des Gases in das
Gasauslaßrohr (6) zwischen zwei gedachten Ebenen liegt,
deren untere unterhalb der tiefsten Stelle des Querschnitts
des Rohgaseintritts (8) liegt und einen Abstand B gegenüber
der tiefsten Stelle des Querschnitts des Rohgaseintritts (8)
aufweist, der gleich dem zweifachen
Gasauslaßrohr-Durchmesser D1 ist und deren obere einen
Abstand A gegenüber dem Kopfteil (1) aufweist, der gleich
dem einfachen Gasauslaßrohr-Durchmesser D1 ist.
2. Zyklon nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Querschnitt des Rohgaseintritts (8) rechteckig ist mit einem
Höhe H1/Breite B1-Verhältnis im Bereich zwischen 1 zu 1 und
5 zu 1.
3. Zyklon nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
das Höhe H2/Durchmesser D2-Verhältnis des zylindrischen
Abscheideraums (2) im Bereich zwischen 1,1 zu 1 bis 1,5 zu 1
liegt.
4. Zyklon nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die konische Absetzkammer (3) zweiteilig
ausgeführt ist, mit einem oberen, längeren Teil (3a) mit
einem Neigungswinkel β₁ von 2° bis 10° und einem unteren,
kürzeren Teil (3b) mit einem Neigungswinkel β₂ von 10° bis
45°.
5. Zyklon nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Eintrittstelle des Gases in das
Gasauslaßrohr (6) zwischen zwei gedachten Ebenen liegt,
deren untere unterhalb der tiefsten Stelle des Querschnitts
des Rohgaseintritts (8) liegt und einen Abstand (B)
gegenüber der tiefsten Stelle des Querschnitts des
Rohgaseintritts (8) aufweist, der gleich dem einfachen
Gasauslaßrohr-Durchmesser D1 ist und deren obere oberhalb
der tiefsten Stelle des Querschnitts des Rohgaseintritts (8)
liegt und einen Abstand C gegenüber der tiefsten Stelle des
Querschnitts des Rohgaseintritts (8) aufweist, der gleich
dem einfachen Gasauslaßrohr-Durchmesser D1 ist.
6. Zyklon nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß in der konischen Absetzkammer (3) ein
Abschirmkegel (7) angeordnet ist.
7. Zyklon nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß am Ende der konischen Absetzkammer (3)
ein Feststoffleitung (9) angeordnet ist.
8. Zyklon nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß der Rohgaseintritt in den zylindrischen
Abscheideraum (2) durch einen Spiraleinlauf, Schlitzeinlauf,
Rohreinlauf, Axialeinlauf oder Wendeleinlauf erfolgt.
9. Zyklon nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß der Kopfteil (1) aus einer ebenen Platte
oder einer Kuppel besteht.
10. Zyklon nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß das Gasauslaßrohr (6) gerade ist und mit
einem Winkel von 0° bis 15° zwischen Längsachse des
Gasauslaßrohrs L1 und Längsachse des Zyklons L2 angeordnet
ist.
11. Zyklon nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß die Eintrittstelle des Gases in das
Gasauslaßrohr (6) in der konischen Absetzkammer (3)
angeordnet ist.
12. Zyklon nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch
gekennzeichnet, daß der Zyklon zur Reinigung von
staubbeladenen Gasen und gasförmigen Stoffen verwendet wird.
13. Zyklon nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch
gekennzeichnet, daß der Zyklon als Rückführzyklon in Anlagen
mit einer zirkulierenden Wirbelschicht verwendet wird.
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|---|---|---|---|
| DE19606647A DE19606647C2 (de) | 1995-03-18 | 1996-02-23 | Fallstrom-Zyklon |
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| DE19606647A DE19606647C2 (de) | 1995-03-18 | 1996-02-23 | Fallstrom-Zyklon |
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| DE19606647C2 DE19606647C2 (de) | 1998-01-29 |
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| DE598423C (de) * | 1931-09-24 | 1934-06-11 | William Alexander | Fliehkraft-Staubabscheider mit tangentialem Gaseinlass |
| DE889544C (de) * | 1943-10-08 | 1953-09-10 | Arno Andreas | Zyklon-Staubabscheider |
| AT187516B (de) * | 1953-08-27 | 1956-10-25 | Waagner Biro Ag | Fliehkraftabscheidergruppe |
| DE3225509C2 (de) * | 1981-08-24 | 1987-01-15 | A. Ahlström Oy, Noormarkku | Wirbelschichtreaktor |
-
1996
- 1996-02-23 DE DE19606647A patent/DE19606647C2/de not_active Expired - Fee Related
- 1996-03-18 ZA ZA9602168A patent/ZA962168B/xx unknown
Patent Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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Non-Patent Citations (1)
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Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| EP2431096A1 (de) * | 2010-09-17 | 2012-03-21 | Alstom Technology Ltd | Zyklonabscheider |
| US9486727B2 (en) | 2010-09-17 | 2016-11-08 | General Electric Technology Gmbh | Cyclone separator |
| WO2023073020A1 (de) * | 2021-10-26 | 2023-05-04 | Bitzer Kühlmaschinenbau Gmbh | Abscheidevorrichtung, verdichter mit einer abscheidevorrichtung und kälteanlage mit einer abscheidevorrichtung |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| ZA962168B (en) | 1997-09-18 |
| DE19606647C2 (de) | 1998-01-29 |
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