DE19605392C1 - Montageständer für Zweiradfahrzeuge - Google Patents
Montageständer für ZweiradfahrzeugeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Montageständer für
Zweiradfahrzeuge, insbesondere Fahrräder oder auch Mofas.
An Fahrrädern auszuführende Montage- und Wartungs
arbeiten sind häufig beschwerlich und in Fußbodennähe
auszuführen, so daß die betreffende, die Arbeit ausfüh
rende Person in gebückter oder anderweitig unbequemer
Stellung über längere Zeit ausharren muß. Darüber hinaus
ist es häufig zu wünschen, daß das Fahrrad zur Ausführung
der Arbeiten möglichst sicher und fest gehalten wird.
Sind bspw. einzelne Schrauben mit größerem Drehmoment zu
lösen oder anzuziehen, oder sind anderweitig festsitzende
Teile zu bewegen, muß eine wie auch immer geartete Halte
rung für das Fahrrad sicher abstützen und diese Kräfte
aufnehmen.
Eine weitere Problematik besteht darin, daß bei
vielen Pflege- und Wartungsarbeiten sowie bei Reparaturen
ein möglichst weitgehend ungehinderter Zugang zu dem
Fahrrad erforderlich ist. Jedenfalls soll ein zur Halte
rung des Fahrrades verwendeter Ständer den Zugang zu dem
Fahrrad nicht behindern.
Aus dem DE 84 05 612.6 U1 ist ein als Fahrradrepara
turgestell bezeichneter Montageständer bekannt, der ein
Fahrrad zu Reparaturzwecken sowohl in Normalstellung als
auch in kopfstehender Stellung halten kann. Das Repara
turgestell weist eine Grundplatte auf, an der ein senk
recht aufragendes Rohrstück befestigt ist. Auf dem Rohr
stück sitzt ein vertikal verschiebbares Rohr, das mit
einer Klemmschraube in mehreren Positionen feststellbar
ist. An seinem oberen Ende ist das Rohr mit einem Quer
rohr verbunden, das mit dem vorgenannten Rohr einen
T-förmigen Rohrkörper bildet. Beide Enden des Querrohres
lagern drehbare Einsteckrohre, die mit jeweils einem Ende
aus dem Querrohr herausragen und an ihrem freien Ende
jeweils eine Klemmvorrichtung zur Aufnahme eines Rahmen
rohres des Fahrrades tragen. Während ein Einsteckrohr nur
drehbar, nicht aber axial verschiebbar gelagert ist, ist
das andere Einsteckrohr zusätzlich axial verschiebbar
oder teleskopierbar gelagert. Die Klemmvorrichtungen sind
so ausgebildet, daß sie an das untere Rahmenrohr und an
das Sitzrohr eines Fahrradrahmens angeschlossen werden
können.
In Gebrauch wird das Fahrradreparaturgestell auf dem
Boden aufgestellt und das Fahrrad wird mit seinem Rahmen
an den Klemmvorrichtungen befestigt. Die Höhe, in der das
Fahrrad gehalten wird, wird eingestellt, indem die
T-förmige Rohreinheit so weit wie erforderlich angehoben
und mittels einer Klemmschraube in dieser Höhe festge
klemmt wird. Das so gehaltene Fahrrad ist um seine Längs
achse schwenk- oder drehbar und kann sowohl in seine
Normalstellung als auch in kopfstehende Stellung ge
schwenkt werden.
Zur Positionierung des Fahrrades in bequemer Ar
beitshöhe, die es einer Bedienungsperson ermöglicht, die
erforderlichen Montagen an dem Fahrrad wenigstens nähe
rungsweise aufrecht stehend durchzuführen, ist es vor
gesehen, die T-förmige Rohreinheit mit dem daran befe
stigten Fahrrad anzuheben und danach festzuklemmen. Dabei
ist ein insgesamt nicht unbeträchtliches Gewicht mit
einer Hand anzuheben, während die andere Hand die Klemm
schraube bedient.
Aus der CH-PS 102452 ist ein Fahrradhalter für
Reparaturzwecke bekannt, der an einer Werkbank zu montie
ren ist. Der Fahrradhalter weist einen länglichen Hori
zontalträger auf, der an seinen beiden Enden mit U-förmi
gen, gepolsterten Aufnahmemitteln versehen ist, die den
Fahrradrahmen an zwei Stellen aufnehmen. Der Horizontal
träger ist in einer Halterung um seine Längsachse drehbar
gelagert, wobei die Halterung ihrerseits um eine sich
dazu rechtwinklig erstreckende Horizontalachse drehbar
gelagert ist. Die gesamte Halterung ist in einem ortsfest
gehaltenen Vertikalrohr in der Höhe verstellbar gehalten.
Um das Fahrrad an dem Montageständer zu befestigen,
muß es in die Halterung gehoben werden.
Eine weitere Fahrradhaltung ist aus der FR-PS
889.690 bekannt. Diese weist eine mittels eines Standfu
ßes gelagerte, vertikal teleskopierbare Säule auf, an
deren oberen Ende ein Arm um eine Querachse schwenkbar
gelagert ist. An dem dazu vorgesehenen Gelenk ist ein
Klinkengesperre angeordnet, das den Arm in definierten
Schwenkpositionen hält. Der Arm ist mit einer Halterung
zur Aufnahme eines Fahrradrahmens versehen.
Auch hier ist der Fahrradrahmen zur Montage zunächst
anzuheben und auf den Montageständer aufzusetzen.
Davon ausgehend ist es Aufgabe der Erfindung, einen
Montageständer für leichte Zweiradfahrzeuge, insbesondere
Fahrräder, zu schaffen, der es ermöglicht, ein Fahrrad
auf einfache Weise in angenehme Montagehöhe zu bringen
und dort sicher zu halten.
Diese Aufgabe wird durch einen Montageständer mit
den Merkmalen des Patentanspruches 1 gelöst.
Der Montageständer weist als Basis einen Grundrahmen
mit wenigstens einem nach oben ragenden Ausleger auf, an
dem eine Wippe um eine horizontale Achse schwenkbar
gelagert ist. Die Schwenkachse liegt dabei vorzugsweise
etwa in Kniehöhe oder darüber. An einem Ende ist die
Wippe mit einem Halter zur Aufnahme des Fahrrades ver
sehen. Die Dimensionierung ist dabei vorzugsweise derart
getroffen, daß die Wippe zur Aufnahme eines auf dem Boden
stehenden Fahrrades etwa in einer horizontalen Schwenk
stellung befindlich ist. Diese Stellung definiert eine
Aufnahmeposition. Ist das Fahrrad mit der Wippe verbun
den, wird diese unter Mitnahme des Fahrrades in die
Vertikale überführt, das heißt um ungefähr 90° um ihre
Achse geschwenkt. Dies kann erfolgen, indem eine Bedie
nungsperson auf das von der Halteeinrichtung und dem
Fahrrad abliegende Ende der Wippe, das heißt auf die
Handhabeeinrichtung, tritt und diese damit nach unten
drückt. In dieser Stellung ist die Wippe mittels einer
Feststelleinrichtung arretierbar, so daß das Fahrrad in
angehobener Stellung gehalten bleibt. Es ist hier von
allen Seiten her zugänglich, so daß die weitaus meisten
denkbaren Reparatur- und Wartungsarbeiten ausgeführt
werden können.
Bei einer vorzugsweisen Konstruktion ist der Grund
rahmen rechteckig bis nahezu quadratisch ausgebildet.
Dies gibt ihm eine gute Standfestigkeit.
Die nach oben ragenden Ausleger des Grundrahmes sind
mit dem Rahmen vorzugsweise fest verschweißt, so daß sich
eine einstückige Konstruktion ergibt. Dies stellt eine
hohe Festigkeit sicher. Bedarfsweise können die Ausleger
auch beweglich oder von dem Grundrahmen trennbar ausge
bildet sein, um bei Nichtgebrauch des Montageständers ein
Zusammenlegen desselben zu ermöglichen.
Die als zweiarmiger Hebel ausgebildete Wippe weist
vorzugsweise zwei im wesentlichen gleichlange Hebelarme
auf. Dies ermöglicht bei bester Raumausnutzung eine
leichte Bedienung des Montageständers. Wenn die Länge
eines Hebelarmes mit der Höhe des Auslegers überein
stimmt, wird das Fahrrad durch den Montageständer in eine
Höhe gehoben, die der Gesamtlänge der Wippe im wesentli
chen entspricht. Damit lassen sich bei relativ kompakten
Montageständern gute Montagehöhen erreichen, was es
ermöglicht, das gehaltene Fahrrad in aufrecht stehender
Arbeitshaltung zu bearbeiten. Zusätzlich sorgt der Grund
rahmen für eine angemessene Standsicherheit, wenn seine
Kantenlänge im wesentlichen mit der Länge eines Hebel
armes der Wippe übereinstimmt, wie sich herausgestellt
hat.
Bedarfsweise kann die Wippe zur Platzersparnis
zerlegbar oder zusammenklappbar ausgelegt sein.
Die Halteeinrichtung erfaßt das Zweirad vorzugsweise
in der Nähe seines Schwerpunktes. Dies ist insbesondere
dann von Bedeutung, wenn die Halteeinrichtung an der
Wippe um eine Schwenkachse drehbar gelagert ist, was ein
Schwenken des in Montagehöhe gehaltenen Fahrrades um
seine Längsachse ermöglicht. Dabei ist die Halteeinrich
tung in wenigstens einer, vorzugsweise aber zwei oder
mehreren Schwenkstellungen arretierbar.
Bei einer besonders zweckmäßigen Ausführungsform
trägt die Wippe an ihrem fahrradseitigen Ende zwei ein
ander gegenüber liegende Querausleger, deren einer die
Halteeinrichtung für das Fahrrad und deren anderer einen
Radhalter trägt.
Der Querausleger hält das Fahrrad oder anderweitige
Zweirad in einem gewissen Abstand zu der in Gebrauchs
stellung vertikal arretierten Wippe, so daß Zugang sowohl
zu der von der Wippe weg weisenden Seite als auch zu der
auf die Wippe zu weisenden Seite möglich ist. Der Radhal
ter hingegen ist derart ausgebildet, daß er die Achse
eines einzelnen Rades aufnehmen und halten kann. Das Rad
ist dann drehbar, so daß bspw. Speichenspannarbeiten,
Auswuchtarbeiten, Lagereinstellarbeiten und dergleichen
ohne zusätzliche Ständer und Aufnahmen durchgeführt
werden können.
Schließlich ermöglichen an der Unterseite des Grund
rahmens vorgesehene Rollen sowohl das Heranfahren des
Montageständers an ein zu montierendes Zweirad als auch
die Befestigung der Halteeinrichtung an diesem. Darüber
hinaus ermöglichen sie eine Drehung des Montageständers
um eine Vertikalachse sowie ein Verschieben im Raum,
falls die Rollen als Einzelrollen jeweils um Vertikal
achsen drehbar gelagert sind. Dies dient der Erleichte
rung des Zuganges zu dem Fahrrad bei Wartungs- und Monta
gearbeiten.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der
Erfindung dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 einen Montageständer in einer perspektivischen
und vereinfachten Darstellung,
Fig. 2 den Montageständer nach Fig. 1, beim Heranfah
ren an ein schematisiert dargestelltes Fahrrad,
in Seitenansicht,
Fig. 3 den Montageständer nach Fig. 1 mit in Montage
position befindlichem Zweirad, in einer schema
tisierten Seitenansicht,
Fig. 4 den Montageständer nach Fig. 1, mit geschwenk
tem in Montageposition befindlichem Fahrrad und
mit separat gehaltertem Rad, in einer schemati
sierten Seitenansicht, und
Fig. 5 den Montageständer in einer Position nach Fig.
4, in Vorderansicht.
In Fig. 1 ist ein Montageständer 1 für Fahrräder
oder anderweitige leichte Zweiradfahrzeuge 2 dargestellt,
die bspw. in den Fig. 2 und 3 schematisch angedeutet
sind. Der Montageständer 1 ist vorzugsweise eine Alumini
um-Schweißkonstruktion mit einem rechteckigen, nahezu
quadratischen Grundrahmen 3. An seiner Unterseite ist der
Grundrahmen mit vier an seinen Ecken angeordneten Lauf
rollen 6 (a, b, c, d) versehen, die jeweils um eine
vertikale Drehachse 7 (a, b, c, d) schwenkbar an dem
Grundrahmen 3 gelagert sind. Jede Laufrolle 6 ist dabei
um eine Horizontalachse drehbar gelagert, so daß der
Grundrahmen 3 auf einer Unterlage in beliebiger Richtung
verfahrbar ist.
Der Grundrahmen 3 ist durch vier endseitig mitein
ander verschweißte Aluminium-Kastenprofile gebildet. An
zwei einander gegenüberliegenden Kastenprofilen ist etwa
mittig jeweils ein nach oben aufragender Ausleger 8, 9
befestigt. Die Ausleger 8, 9 sind dabei an der Innensei
te, das heißt auf den aufeinander zu weisenden Flanken
der jeweiligen Aluminium-Kastenprofile befestigt. Dies
kann mittels Schweißen, Schrauben oder anderweitiger
Verbindungstechnik erfolgt sein.
Die Ausleger 8, 9 sind im Abstand parallel zuein
ander angeordnet und ragen von dem horizontal liegenden
Grundrahmen 3 im spitzen Winkel zu der Vertikalen nach
oben. Der Winkel liegt bei ungefähr 20°. In der Nähe ihrer
freien Enden sind die Ausleger 8, 9 durch eine Querstrebe
11 miteinander verbunden, die mit den Auslegern 8, 9
verschweißt ist. Die vorzugsweise durch ein Aluminium-
Kastenprofil oder ein Aluminiumrohr gebildete Querstrebe
11 ist horizontal angeordnet und steift die Ausleger 8, 9
aus.
Oberhalb der Querstrebe 11 ist der Ausleger 8 mit
einer Horizontalbohrung 12 versehen, die mit einer in dem
Ausleger 9 vorgesehenen Horizontalbohrung 13 fluchtet.
Die Horizontalbohrungen 12, 13 sind von einem Lagerrohr
14 durchgriffen, das parallel zu der Querstrebe 11 ausge
richtet ist und auf dem eine Wippe 16 um eine Horizontal
achse 17 schwenkbar gelagert ist. Gegen Längsverschiebung
ist die Wippe 16 mittels zweier auf dem Lagerrohr 14
sitzender Distanzrohre 18, 19 gesichert, die jeweils
zwischen dem Ausleger 8 und der Wippe 16 sowie zwischen
dem Ausleger 9 und der Wippe 16 sitzen.
Die Wippe 16 ist als zweiarmiger Hebel ausgebildet.
Ein erster Hebelarm 16a dient der Halterung des Zweirad
fahrzeuges 7 und ein zweiter, etwa gleichlanger Hebelarm
der manuellen Bedienung. Die Wippe 16 weist zwei im
Abstand parallel zueinander gehaltene Profilträger 21, 22
auf, die ebenfalls von Aluminium-Kastenprofilen abgelängt
sind. Die Profilträger 21, 22 sind durch Querstreben oder
Sprossen 24, 25, 26 miteinander fest verbunden, die
parallel zu der Horizontalachse 17 angeordnet sind.
Endseitig, das heißt an ihrem in Fig. 1 oberen Ende,
ist die Wippe 16 mit zwei Trägerabschnitten 28, 29 ver
sehen, die sich bezüglich der Horizontalachse 17 in
Umfangsrichtung von der Wippe 16 weg erstrecken. Dabei
weist der Trägerabschnitt 28 in die entgegengesetzte
Richtung wie der Trägerabschnitt 29. In Seitenansicht
sind die Trägerabschnitte 28, 29 und die Wippe 16, wie
aus Fig. 2 hervorgeht, T-förmig zueinander angeordnet.
Der Trägerabschnitt 28 weist zwei zueinander par
allel gehaltene Holme 31, 32 auf, wobei der Holm 31 mit
dem Profilträger 21 und der Holm 32 mit dem Profilträger
22 verbunden ist. Endseitig tragen die Holme 31, 32 eine
Halteeinrichtung 34 zur Befestigung des Zweirades 2. Die
Halteeinrichtung 34 wird durch ein Anlageelement 36
gebildet, das an seiner von den Holmen 31, 32 abliegenden
Seite mit einer kratzhemmenden Beschichtung versehen ist.
Dies kann eine Kunststoffbeschichtung, eine Polsterung
oder dergleichen sein. In dem Anlageelement 36 ist außer
dem eine Anzahl von Öffnungen 37 vorgesehen, die zur
Aufnahme von Klemm- oder Befestigungsschrauben bei der
Befestigung des Fahrrades 2 dienen. Die Befestigungsein
richtung kann bedarfsweise von einer beliebigen alterna
tiven Bauart sein.
Das Anlageelement 36 ist an seinen beiden Enden
mittels einer Scharniereinrichtung an den beiden Holmen
31, 32 gehalten. Die Scharniereinrichtung definiert eine
Schwenkachse 39, die parallel zu der Horizontalachse 17
und der Längserstreckung des Anlageelementes 36 ausge
richtet ist. Zu der Scharniereinrichtung gehören ein
rechtes Scharnier 41 sowie ein linkes Scharnier 42, die
in drei unterschiedlichen Schwenkstellungen blockierbar
sind, wie insbesondere aus Fig. 2 hervorgeht. Jedes
Scharnier weist dazu eine seitliche Platte 43 auf, die
drei auf einem Kreisbogen angeordnete Fixieröffnungen 44
aufweist. Damit ist ein Verschwenken des Anlageelementes
36 um insgesamt 90° um die Schwenkachse 39 sowie ein
Fixieren des Anlageelementes 36 in 45°-Schritten möglich.
Der dem Trägerabschnitt 28 gegenüberliegende Träger
abschnitt 29 wird von einer Einzelstrebe 46 gebildet, die
endseitig eine gegabelte oder mit einem Loch 47 versehene
Lasche 48 trägt. Die Lasche 48 dient als Halter für ein
gesondert zu montierendes Rad 2a des Fahrrades 2.
Der in Fig. 1 unterhalb der Horizontalachse 17
befindliche, von der Halteeinrichtung 34 abliegende
Hebelarm 16b der Wippe 16 ist von dieser abnehmbar. Dazu
sind die Profilträger 21, 22 bei in Fig. 1 unterhalb der
Horizontalachse 17 liegenden Stellen getrennt und mit
einer Verbindungseinrichtung versehen, die die auftreten
den Biegemomente überträgt. Die von den Sprossen 25, 26
verbundenen Abschnitte der Profilträger 21, 22 sind dazu
mit Einsteckrohrabschnitten 49 versehen (Fig. 5), die in
die Profilträger 21, 22 einsteckbar sind.
Zur Arretierung der Wippe 16 in der in Fig. 1 darge
stellten Stellung ist an der Querstrebe 11 eine Verriege
lungseinrichtung 51 vorgesehen, die auf den Profilträger
22 wirkt. Die Verriegelungseinrichtung kann eine Raste,
eine Klemmeinrichtung oder ein Riegel sein.
Der insoweit beschriebene Montageständer 1 wird
folgendermaßen verwendet:
Zunächst wird der Montageständer 1 in einiger Ent
fernung von dem aufzunehmenden Fahrrad 2 in die in Fig. 2
dargestellte Stellung gebracht, indem die Wippe 16 unge
fähr in ihre Horizontallage geschwenkt wird. Das Anlage
element 36 wird durch Entriegeln und Drehen der Scharnie
re 41, 42 so gedreht, daß seine Flachseite zu dem Fahrrad
2 weist. Danach wird es in dieser Stellung verriegelt,
indem ein nicht weiter dargestellter Stift in die ent
sprechende der Bohrungen 44 gesteckt wird. In dieser Lage
wird der Montageständer 1 in Richtung des Pfeiles 52 an
das Fahrrad 2 herangefahren. Sobald das Anlageelement 36
an einem zur Befestigung anliegenden Rahmenteil, bspw.
dem unteren Rahmenrohr und dem Sitzrohr oberhalb des
Tretlagers, anliegt (Fig. 5), wird das Fahrrad 2 an der
Halteeinrichtung 34 befestigt. Bspw. wird dazu ein ent
sprechendes Halteband mittels Schrauben gegen die Rahmen
rohre gespannt, die dadurch an das Anlageelement 36
angedrückt werden.
Ist das Fahrrad mit der Halteeinrichtung 34 ver
bunden, wird das freie Ende der Wippe 16 niedergedrückt,
indem die Bedienungsperson mit ihrem Fuß Druck auf die
als Handhabungselement dienende Querstrebe oder Sprosse
26 ausübt. Die Wippe 16 wird dadurch um ungefähr 90° in
Richtung des Pfeiles 53 in die in Fig. 3 gestellte Stel
lung überführt, wodurch das Fahrrad 2 angehoben wird. Ist
die Wippe in die Vertikale geschwenkt, wird sie mit Hilfe
der Verriegelungseinrichtung 51 in dieser Stellung arre
tiert. Das Fahrrad 2 befindet sich nun in einer angehobe
nen, liegenden Position.
Sollen Arbeiten an dem aufrecht stehend gehaltenen
Fahrrad 2 ausgeführt werden, werden die Scharniere 41, 42
entblockiert und um die Schwenkachse 39 in Richtung des
Pfeiles 54 geschwenkt. Es wird dadurch in die in Fig. 4
dargestellte Position überführt und in dieser arretiert.
Die Einstellung wenigstens einer Zwischenposition ist
möglich.
Befindet sich das Fahrrad in seiner aufrecht stehen
den Position, kann ein ausgebautes Rad 2a an der von der
Einzelstrebe 46 und der Lasche 48 gebildeten Radhalterung
befestigt werden. Dies ist in Fig. 4 schematisch angedeu
tet.
Das Herunterlassen eines fertig montierten Fahrrades
2 erfolgt in der umgekehrten Reihenfolge. Zunächst wird
das Fahrrad in die Stellung nach Fig. 3 gebracht, indem
die Scharniere 41, 42 entriegelt werden und das Fahrrad
in seine liegende Position geschwenkt wird. Danach wird
die Verriegelungseinrichtung 51 gelöst und die Wippe in
ihre Horizontalposition geschwenkt, bis das Fahrrad 2 auf
dem Boden steht. Es kann nun von dem Montageständer 1
gelöst werden.
Bei Nichtgebrauch wird die Wippe 16 durch Abnahme
des lösbaren Hebelarmes 16b zerlegt. Bedarfsweise kann
anstelle der mittels der Einsteckrohre 49 geschaffenen
Einsteckverbindung auch ein Scharnier vorgesehen sein,
mit dem sich ein Abschnitt der Wippe auf den anderen
Abschnitt klappen läßt. Das Scharnier kann mittels einer
Sperre oder mit Hilfe von entsprechenden Anschlagmitteln
in Lastrichtung ausgesteift oder fixiert sein.
Claims (17)
1. Montageständer (1) zur Halterung von leichten
Zweiradfahrzeugen (2), insbesondere Fahrrädern, in ange
hobener, zur Montage geeigneter Stellung,
mit einem auf einer Unterlage aufstellbaren Grund rahmen (3), von dem sich in Gebrauchsstellung wenigstens ein Ausleger (8, 9) nach oben erstreckt,
mit einer an dem Ausleger (8, 9) um eine in Ge brauchsstellung horizontale Achse (17) schwenkbar gela gerten Wippe (16),
mit einer an einem Ende der Wippe (16) vorgesehenen Halteeinrichtung (34) zur Aufnahme und Halterung des Zweiradfahrzeuges (2),
mit einer an dem anderen Ende der Wippe (16) vor gesehenen Handhabeeinrichtung (26) zum gezielten Ver schwenken der Wippe (16) um ihre horizontale Achse (17) und
mit einer auf die Wippe (16) wirkenden Feststellein richtung (51), mittels derer die Wippe (16) in einer Lage feststellbar ist, in der das Zweiradfahrzeug (2) in der zur Montage geeigneten Stellung feststellbar ist.
mit einem auf einer Unterlage aufstellbaren Grund rahmen (3), von dem sich in Gebrauchsstellung wenigstens ein Ausleger (8, 9) nach oben erstreckt,
mit einer an dem Ausleger (8, 9) um eine in Ge brauchsstellung horizontale Achse (17) schwenkbar gela gerten Wippe (16),
mit einer an einem Ende der Wippe (16) vorgesehenen Halteeinrichtung (34) zur Aufnahme und Halterung des Zweiradfahrzeuges (2),
mit einer an dem anderen Ende der Wippe (16) vor gesehenen Handhabeeinrichtung (26) zum gezielten Ver schwenken der Wippe (16) um ihre horizontale Achse (17) und
mit einer auf die Wippe (16) wirkenden Feststellein richtung (51), mittels derer die Wippe (16) in einer Lage feststellbar ist, in der das Zweiradfahrzeug (2) in der zur Montage geeigneten Stellung feststellbar ist.
2. Montageständer nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Grundrahmen (3) bis auf den sich nach
oben erstreckenden Ausleger (8, 9) als im wesentlichen
flacher Rahmen mit rechteckigem Grundriß ausgebildet ist
und daß der sich nach oben erstreckende Ausleger (8, 9)
ein gegen die Vertikale geneigter, mit dem übrigen Grund
rahmen (3) verbundener Ausleger (8, 9) ist.
3. Montageständer nach Anspruch 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß der nach oben ragende Ausleger (8, 9)
einstückig mit dem übrigen Grundrahmen (3) verbunden ist.
4. Montageständer nach Anspruch 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß der nach oben ragende Ausleger (8, 9)
beweglich und bedarfsweise arretierbar an dem Grundrahmen
(3) gelagert ist.
5. Montageständer nach Anspruch 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß der nach oben ragende Rahmenabschnitt (8,
9) von dem Grundrahmen (3) abnehmbar ausgebildet ist.
6. Montageständer nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Wippe (16) einen geraden zweiarmigen
Hebel mit im wesentlichen gleichlangen Hebelarmen (16a,
16b) definiert.
7. Montageständer nach Anspruch 2 und 6, dadurch ge
kennzeichnet, daß die rechtwinklig zu der Achse (17) der
Wippe (16) gemessene Kantenlänge des rechteckigen Grund
rahmens (3) mit der Länge des nach oben ragenden Aus
legers (8, 9) sowie mit der Länge der Hebelarme (16a,
16b) der Wippe (16) im wesentlichen übereinstimmt.
8. Montageständer nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Wippe (16) einen bedarfsweise von der
übrigen Wippe (16) trenn- und abnehmbaren Hebelarm (16b)
aufweist.
9. Montageständer nach Anspruch 8, dadurch gekenn
zeichnet, daß der abnehmbare Hebelarm (16b) mittels einer
Verbindungseinrichtung (49) biegesteif mit der übrigen
Wippe (16) verbindbar ist.
10. Montageständer nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Halteeinrichtung (34) zur Aufnahme des
Zweiradfahrzeuges (2) derart ausgebildet ist, daß das
Zweiradfahrzeug (2) an der Halteeinrichtung (34) in der
Nähe seines Schwerpunktes befestigbar ist.
11. Montageständer nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Halteeinrichtung (34) an der Wippe (16)
um eine Schwenkachse (39) drehbar gelagert ist, die im
wesentlichen parallel zu der Achse (17) angeordnet ist,
um die die Wippe (16) schwenkbar ist.
12. Montageständer nach Anspruch 11, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Halteeinrichtung (34) mittels einer
Sperreinrichtung (44) in wenigstens einer Schwenkstellung
in Bezug auf die Wippe (16) arretierbar ist.
13. Montageständer nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Wippe (16) an ihrer die Halteeinrich
tung (34) tragenden Seite abgewinkelt ist.
14. Montageständer nach Anspruch 13, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Wippe (16) zur Ausbildung des abgewin
kelten Abschnittes einen Trägerabschnitt (28) enthält,
der sich im rechten Winkel zu der Achse (17) der Wippe
(16) erstreckt und endseitig die Halteeinrichtung (34)
trägt.
15. Montageständer nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß an der Wippe (16) ein Radhalter (48) zur
Aufnahme eine Rades bei in Montagestellung befindlicher
Wippe (16) vorgesehen ist.
16. Montageständer nach Anspruch 14 und 15, dadurch
gekennzeichnet, daß der Radhalter (48) an einem Trägerab
schnitt (46) vorgesehen ist, der den die Halteeinrichtung
(34) tragenden Trägerabschnitten (31, 32) gegenüberlie
gend angeordnet ist.
17. Montageständer nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Grundrahmen (3) an seiner Unterseite
mit Rollen (6a, 6b, 6c, 6d) versehen ist.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996105392 DE19605392C1 (de) | 1996-02-14 | 1996-02-14 | Montageständer für Zweiradfahrzeuge |
| PCT/DE1997/000259 WO1997029888A2 (de) | 1996-02-14 | 1997-02-12 | Montageständer für zweiradfahrzeuge |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996105392 DE19605392C1 (de) | 1996-02-14 | 1996-02-14 | Montageständer für Zweiradfahrzeuge |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19605392C1 true DE19605392C1 (de) | 1997-06-05 |
Family
ID=7785348
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1996105392 Expired - Fee Related DE19605392C1 (de) | 1996-02-14 | 1996-02-14 | Montageständer für Zweiradfahrzeuge |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19605392C1 (de) |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE102004021055A1 (de) * | 2004-04-29 | 2005-11-24 | Josef Schorer | Werkbankanordnung zur Skipräparation |
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- 1997-02-12 WO PCT/DE1997/000259 patent/WO1997029888A2/de not_active Ceased
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| WO1997029888A3 (de) | 1997-12-04 |
| WO1997029888A2 (de) | 1997-08-21 |
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