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DE19605782A1 - Presse - Google Patents

Presse

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Publication number
DE19605782A1
DE19605782A1 DE1996105782 DE19605782A DE19605782A1 DE 19605782 A1 DE19605782 A1 DE 19605782A1 DE 1996105782 DE1996105782 DE 1996105782 DE 19605782 A DE19605782 A DE 19605782A DE 19605782 A1 DE19605782 A1 DE 19605782A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
press
piston plate
tool
pressure compensation
plate
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Ceased
Application number
DE1996105782
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
HYLATECHNIK PAUL CHRUBASIK GMBH, 74360 ILSFELD, DE
Original Assignee
HAAS EBERHARD 74182 OBERSULM DE
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by HAAS EBERHARD 74182 OBERSULM DE filed Critical HAAS EBERHARD 74182 OBERSULM DE
Priority to DE1996105782 priority Critical patent/DE19605782A1/de
Publication of DE19605782A1 publication Critical patent/DE19605782A1/de
Ceased legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B30PRESSES
    • B30BPRESSES IN GENERAL
    • B30B15/00Details of, or accessories for, presses; Auxiliary measures in connection with pressing
    • B30B15/007Means for maintaining the press table, the press platen or the press ram against tilting or deflection

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Press Drives And Press Lines (AREA)
  • Presses And Accessory Devices Thereof (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine Presse zum formgebenden Bearbei­ ten von Werkstücken, mit einem Pressengestell, einem am Pressengestell angeordneten Pressentisch, mit dem ein tisch­ seitiges Werkzeug verbindbar ist, und einem am Pressenge­ stell angeordneten Pressenstößel, mit dem ein stößelseitiges Werkzeug verbindbar ist, wobei der Pressenstößel zu einer in Höhenrichtung zum Pressentisch hin und von diesem weg ver­ laufenden Arbeitsbewegung antreibbar ist.
Die Qualität des mit einer solchen Presse erzielten Arbeits­ ergebnisses, d. h. die Formgenauigkeit des bearbeiteten Werkstücks, beispielsweise ein Metallblech-Formteil als Be­ standteil einer Autokarosserie, hängt davon ab, wie genau die formgebenden Werkzeuge, zwischen denen das Werkstück geformt wird, gearbeitet sind. Dies bereitet heutzutage keine Schwierigkeiten, da es insbesondere mit der NC-Technik möglich ist, praktisch beliebig große Werkzeuge dreidimen­ sional exakt mit Berücksichtigung der Werkstück- bzw. Blech­ dicke zu fräsen. Auf diese Weise hergestellte Werkzeuge er­ fordern praktisch keine Nachbearbeitung von Hand.
Hinzu kommt jedoch insbesondere im Falle von großen Pressen, daß bei der Werkstückbearbeitung am Pressentisch und/oder am Pressenstößel aufgrund der Eigenelastizität der Presse Durchbiegungen auftreten, die kein passendes Aufsitzen der Umformflächen der Werkzeuge zulassen. Falls man diesen Feh­ ler nicht in Kauf nehmen will, müssen die Werkzeuge nachge­ arbeitet oder sonstige Manipulationen vorgenommen werden, beispielsweise unter Verwendung von Stellkeilen, Beilagen oder konvexe, konkave oder ballige Platten od. dgl. Justagen. Dies ist jedoch mit einem erheblichen Aufwand verbunden. Außer­ dem erhält man nur eine Anpassung an die jeweilige Presse, so daß die Arbeiten im Falle eines Werkzeugwechsels in eine an­ dere Presse von neuem beginnen.
Der vorliegenden Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Presse der eingangs genannten Art zu schaffen, bei der der geschilderte Aufwand, der auf die elastischen Verbiegungen des Pressengestells bzw. des Pressentisches und/oder das Pressenstößels zurückzuführen ist, möglichst vermieden wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß dem tischseitigen Werkzeug und/oder dem stößelseitigen Werkzeug eine das Werkzeug tragende, sich im wesentlichen mindestens über die Werkzeugfläche erstreckende Kolbenplatte zugeordnet ist, die in Höhenrichtung bewegbar mit dem Pressentisch bzw. dem Pressenstößel verbunden ist und mit ihrer dem Werkzeug abgewandten Rückseite einen mit Hydraulikmedium gefüllten Druckausgleichsraum begrenzt, der andererseits von einer am Pressentisch bzw. am Pressenstößel sitzenden Gegenfläche begrenzt wird, wobei der Druckausgleichsraum eine Höhe auf­ weist, die größer als eine bei belasteter Presse am Pressen­ tisch bzw. Pressenstößel auftretende maximale Durchbiegung ist.
Tritt aufgrund der mechanischen Beanspruchung der Presse beim Formgebungsvorgang eine Durchbiegung beispielsweise des Pressentisches auf, erhält der Pressentisch eine leicht bogenförmige Gestalt, so daß die das Werkzeug tragende Kol­ benplatte und die tischseitige Gegenfläche nicht mehr pa­ rallel zueinander sind sondern im mittleren Bereich einen größeren Abstand voneinander als im Außenbereich aufweisen. Bei dieser auch für den Druckausgleichsraum geltenden Ge­ staltsänderung wird das in den Druckausgleichsraum einge­ sperrte Hydraulikmedium vom Randbereich des Druckausgleichs­ raums in dessen mittleren Bereich größerer Höhe verdrängt, wobei jedoch nach wie vor, auch wenn eine Druckerhöhung stattfindet, im Druckausgleichsraum überall der gleiche Druck herrscht, so daß die Kolbenplatte über ihre gesamte Fläche hinweg gleichmäßig beaufschlagt ist und somit eben bleibt. Auf diese Weise wird die Durchbiegung kompensiert, so daß die Werkzeuge ihre parallele Sollage beibehalten. Aufgrund der meistens großen verfügbaren Fläche entsteht ein geringer hydraulischer Druck zur Kompensation, so beispiels­ weise bei einer 10 000 kN Presse und einer Kolbenplatten­ fläche von 3 m² ca. 333 N/cm².
Zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unter­ ansprüchen angegeben.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nun anhand der Zeichnung erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 das Schemabild einer üblichen Presse im beanspruch­ ten Zustand, so daß an der Presse Durchbiegungen auftreten, die zur Veranschaulichung unrealistisch stark dargestellt sind,
Fig. 2 wiederum eine Presse in der Fig. 1 entsprechender schematischer Seitenansicht im unbeanspruchten Zustand, wobei der Pressentisch mit einer erfindungs­ gemäßen Kolbenplatte ausgerüstet ist,
Fig. 3 einen die Kolbenplatte und die Gegenplatte mit dem dazwischen befindlichen Druckausgleichsraum erfassen­ den Ausschnitt aus Fig. 2 entsprechend dem strich­ punktierten Kreis A in vergrößerter Darstellungs­ weise,
Fig. 4 die Anordnung nach Fig. 3, jedoch bei beanspruch­ ter, Durchbiegungen aufweisenden Presse, und
Fig. 5 eine hinsichtlich der Halterung der Kolbenplatte variierte Anordnung im der Fig. 3 entsprechenden Schnitt.
Die aus der Zeichnung hervorgehende Presse dient zum form­ gebenden Bearbeiten von Werkstücken. Sie enthält ein Pressen­ gestell 1, einen am Pressengestell angeordneten Pressentisch 2, auf dem ein tischseitiges Werkzeug 3 festgelegt ist, sowie einen ebenfalls am Pressengestell angeordneten Pressenstößel 4, an dem ein stößelseitiges Werkzeug 5 angebracht ist. Die beiden Werkzeuge sind in Höhenrichtung H übereinander ange­ ordnet, wobei sich der feststehende Pressentisch 2 mit dem zugehörigen Werkzeug 3 unten und der Stößel 4 mit dem zuge­ hörigen Werkzeug 5 oben befindet. Der Pressenstößel 4 ist zu einer in Höhenrichtung H zum Pressentisch 2 hin und von diesem weg verlaufenden Arbeitsbewegung antreibbar.
Die beiden Werkzeuge 3, 5 dienen zum Formen eines Metallblech­ teils aus einer ebenen Metallblechplatte, die bei hochge­ fahrenem Pressenstößel 4 (diese Stellung ist nicht gezeigt) zwischen die beiden Werkzeuge 3, 5 gebracht wird, wonach der Pressenstößel 4 mit dem zugehörigen Werkzeug 5 nach unten gefahren wird, so daß sich die Presse sozusagen schließt und das Metallblech der dreidimensionalen Gestalt der Oberfläche 6 bzw. 7 der Werkzeuge 3 und 5 entsprechend geformt wird.
Die Presse weist ferner, ebenfalls in üblicher Weise, eine Kissenplatte 8 auf, die von vom Pressenunterteil 9 hoch­ stehenden Kissenzylindern 10 unterstützt wird und von ihr hochstehende Ziehbolzen 11 hält, die einen Blechhalter 12 tragen, mit dessen Hilfe das Werkstück außerhalb des mittels der Werkzeuge 3, 5 umzuformenden Bereichs hält. Die Kissen­ platte 8 ist unterhalb des am Pressengestell 1 fest ange­ brachten Pressentischs 2 angeordnet. Die Ziehbolzen 11 durch­ queren den Pressentisch 2. Der Pressentisch 2 wird in seinem mittleren Bereich von einer vom Pressenunterteil 9 hoch­ stehenden Tischstütze 13 unterstützt, die durch die Kissen­ platte 8 hindurchgeführt ist. Die Kissenplatte 8 ist zusammen mit den Ziehbolzen 11 und dem Blechhalter 12 mittels der Kissenzylinder 10 in der Höhe verstellbar.
All dies entspricht einem üblichen Pressenaufbau, so daß diesbezüglich keine weiteren Erläuterungen erforderlich sind. Es versteht sich, daß der Pressenaufbau in Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung im einzelnen auch anders sein könnte.
Führt der Stößel 4 seine nach unten gerichtete Arbeitsbe­ wegung aus (die zugehörigen Kraftglieder sind in Fig. 1 durch die beiden Pfeildarstellungen symbolisiert), treten beim Schließen der Werkzeuganordnung Kräfte auf, die zu elastischen Verformungen der Presse führen, wie sie in Fig. 1 unrealis­ tisch übertrieben dargestellt sind. In Wirklichkeit handelt es sich je nach Pressen-Ständerweite im Bereich des Pressen­ tischs 2 und des Pressenstößels 4 um eine Durchbiegung, die der Größenordnung nach im Bereich von 0,5 bis 3 mm liegt. Dabei wölbt sich der Pressentisch 2 mit dem zugehöri­ gen Werkzeug 3 nach unten und der Stößel mit dem stößel­ seitigen Werkzeug 5 nach oben aus, so daß der Zwischenraum zwischen den beiden Werkzeugen in der Mitte weiter auseinan­ der klafft als außen. Um nun hier Abhilfe zu schaffen und eine solche Durchbiegung zu vermeiden, ist beim Ausführungs­ beispiel dem tischseitigen Werkzeug 3 (eine entsprechende Anordnung kann auch dem stößelseitigen Werkzeug zugeordnet sein, was leicht vorstellbar und daher der Einfachheit halber weggelassen worden ist) eine das Werkzeug 3 tragende, sich im wesentlichen mindestens über die Werkzeugfläche er­ streckende Kolbenplatte 14 zugeordnet, die in Höhenrichtung H bewegbar mit dem Pressentisch 2 verbunden ist und mit ihrer dem Werkzeug 2 abgewandten Rückseite 15 einen mit Hydraulikmedium gefüllten Druckausgleichsraum 16 begrenzt, der andererseits, d. h. an der der Kolbenplatten-Rückseite 15 entgegengesetzten Seite von einer am Pressentisch 2 sitzen­ den Gegenfläche 17 begrenzt wird. Bei dem im Druckausgleichs­ raum 16 befindlichen Hydraulikmedium handelt es sich um ein fließfähiges und somit leicht verschiebbares Medium, das zwischen der Kolbenplatte 14 und der Gegenfläche 17 einge­ sperrt ist (der Druckausgleichsraum 16 ist an seinem Umfang abgedichtet), so daß im Druckausgleichsraum 16 stets über­ all der gleiche hydraulische Druck auftritt.
Der Druckausgleichsraum 16 weist in Höhenrichtung H eine solche Höhe auf, die größer als die bei belasteter Presse am Pressentisch 2 auftretende maximale Durchbiegung ist. Wie bereits erwähnt, gilt entsprechendes für den Pressenstößel bzw. das stößelseitige Werkzeug.
In Fig. 3 befindet sich der Pressentisch 2 noch in seiner un­ verformten Lage, so daß die Kolbenplatten-Rückseite 15 und die Gegenfläche 17 parallel zueinander sind. Aus Fig. 4 geht dagegen der Zustand hervor, wenn der Pressentisch 2 nach unten hin durchgebogen ist, so daß sich der Druckausgleichs­ raum 16 vom Rand zur Mitte hin verbreitert. Bei dieser Ver­ änderung des Druckausgleichsraums 16 wird das Hydraulikme­ dium von außen nach innen verdrängt, was jedoch nichts daran ändert, daß die Rückseite 15 der Kolbenplatte 14 überall über ihre gesamte Fläche hinweg mit einem gleichen Druck beauf­ schlagt wird. Daher bleibt die Kolbenplatte 14 und somit das Werkzeug 3 unabhängig von dem im Druckausgleichsraum 16 herrschenden Druck eben, so daß sich die Pressendurchbiegung am Werkzeug und somit am Werkstück nicht auswirkt.
Der Druckausgleichsraum 16 kann spaltartig schmal sein, wobei lediglich gewährleistet sein muß, daß bei der maximalen Durchbiegung die Randbereiche der Kolbenplatten-Rückseite 15 und der Gegenfläche 17 nicht unmittelbar aufeinander sitzen.
Der Druckausgleichsraum 16 wird an seinem Umfang zweckmäßiger­ weise durch einen sich über die Höhenabmessung des Druckaus­ gleichsraums erstreckenden, elastisch zusammendrückbaren Dichtkörper 18 begrenzt und abgedichtet, der zwischen der Kolbenplatte 14 und der Gegenfläche 17 angeordnet ist. Der Dichtkörper 18 ist so geformt und ausgebildet, daß er die am Umfang des Druckausgleichsraums 16 in Höhenrichtung auftretenden Abmessungsänderungen des Druckausgleichsraums aufnehmen kann.
Die Kolbenplatte 14 ist mit ihrem Umfang zweckmäßigerweise an einer von der Gegenfläche 17 hochstehenden Führungswand 19 geführt, die wegen des Dichtkörpers 18 nicht mehr ge­ sondert gegen die Umfangsfläche der Kolbenplatte 14 abge­ dichtet werden muß. Die Kolbenplatte 14 führt hier ja nur sehr kleine Bewegungen in Höhenrichtung aus, die ohne weite­ res von dem Dichtkörper 18 aufgenommen werden können.
Als Hydraulikmedium könnte man auch eine solche Masse ein­ setzen, die sich wie eine Dichtung an den Randzonen des Druckausgleichsraums 16 elastisch bleibend erhärtet, sich im inneren Bereich des Druckausgleichsraums 16 dagegen flüssigkeitsähnlich verhält.
Die Gegenfläche 17 wird nicht unmittelbar vom Pressentisch 2 sondern von einer auf den Pressentisch 2 aufgesetzten Gegen­ platte 20 gebildet. Im Falle einer dem stößelseitigen Werk­ zeug 3 zugeordneten Kolbenplatte befindet sich die Gegen­ platte am Pressenstößel. Diese Gegenplatte 20 dient zur Abdeckung von im Pressentisch bzw. Pressenstößel vorhandenen Aufspann-Nuten 21 und/oder sonstigen Ausnehmungen.
Die Kolbenplatte 14 ist mit Bewegungsspiel in Höhenrichtung an der Gegenfläche 17 gehalten. Im Falle der Fig. 3 und 4 sind hierzu Gewindebolzen 22 vorhanden, die von der Ober­ seite der Kolbenplatte 14 durch diese und den Druckausgleichs­ raum 16 greifen und in die Gegenfläche bzw. die diese bildende Gegenplatte 20 eingeschraubt sind. Auf dem Schaft des Ge­ windebolzens 22 sitzt im Druckausgleichsraum 16 eine Ring­ dichtung 23, die den Druckausgleichsraum an dieser Stelle abdichtet. Das tischseitige Werkzeug 3 wird in üblicher Weise fest mit der Kolbenplatte 14 verbunden (einer der zugehörigen Befestigungsbolzen ist lediglich strichpunktiert angedeutet). Dabei überdeckt das Werkzeug 3 die Gewindebolzen 22. Diese Kolbenplatte 14 der Variante nach den Fig. 3 und 4 ist auswechselbar.
Im Falle der Fig. 5 ist die Kolbenplatte 14 dagegen mit Hilfe von von der Gegenfläche 17 außerhalb des Umfangs der Kolben­ platte (14) hochstehenden und die Kolbenplatte 14 über­ greifenden Halteteilen 24 mit Bewegungsspiel in Höhenrichtung an der Gegenfläche gehalten. Diese Halteteile 24 können mit Hilfe von Befestigungsbolzen 25 an die Gegenfläche 17 bzw. die Gegenplatte 20 angeschraubt sein. Bei dieser Anordnung kann die Kolbenplatte 14 am Werkzeug verbleiben, so daß sie auch Bestandteil des Werkzeugs sein kann.
Die Gegenplatte 20 ist in üblicher Weise fest mit dem Pressentisch 2 verbunden. Hierzu können beispielsweise die T-förmigen Aufspannuten 21 dienen.
Aus den Fig. 3 und 4 geht hervor, daß die Kolbenplatte 14 federnd gegen die Gegenfläche 17 bzw. die Gegenplatte 20 gehalten wird. Hierzu ist eine sich einerseits an der Kol­ benplatte 14 und andererseits am Gewindebolzen 22 abstützen­ de Federanordnung 26 vorhanden, die den Gewindebolzen 22 nach oben bzw. die Kolbenplatte 14 nach unten drückt. Die Federanordnung 26 befindet sich beim Ausführungsbeispiel zwischen dem in die Kolbenplatte 14 eingelassenen Gewinde­ bolzenkopf 27 und dem Grund der den Bolzenkopf 27 aufnehmenden Ausnehmung 28 der Kolbenplatte 14.
Falls irgend welche Teile oder Durchgänge durch die Platten 14 und 20 und somit auch durch den Druckausgleichsraum 16 hindurchgeführt werden sollen, kann dies ohne weiteres ge­ tan werden, wenn man eine entsprechende Abdichtung vorsieht.
In jedem Falle (dies ist in der Zeichnung nur in der Variante nach Fig. 5 dargestellt, ist jedoch auch bei der Ausführungsform nach den Fig. 3 und 4 vorgesehen) kann die Kolbenplatte 14 von einem einerseits nach außen und anderer­ seits in den Druckausgleichsraum 16 mündenden Füll- und Entlüftungskanal 29 durchzogen sein, über den das Hydraulik­ medium eingebracht bzw. ausgelassen werden kann. Der Füll- und Entlüftungskanal könnte auch an der Gegenplatte 20 vor­ gesehen werden.
Die geschilderte Anordnung mit der den Druckausgleichsraum 16 begrenzenden Kolbenplatte 14 kann in entsprechender Weise auch noch an weiteren Stellen der Presse angebracht werden, und zwar überall da, wo Durchbiegungen auftreten können, die sich bei der Werkstückbearbeitung auswirken können. Dies kann außer an den Werkzeugen 3, 5 insbesondere auch am Blech­ halter 12 und an der Kissenplatte 8 sein. Die jeweilige Kol­ benplatte wird an der dem Werkstück zugewandten Seite des Blechhalters bzw. der Kissenplatte angeordnet, d. h. sie be­ grenzt den Druckausgleichsraum an der dem Werkstück zuge­ wandten Seite. Auch die Tischstütze 13 oder eine andere Ab­ stützeinrichtung des Pressentischs kann zur Kompensation von Durchbiegungen herangezogen werden, wie es in Fig. 2 strich­ punktiert angedeutet ist, indem wiederum ein Druckausgleichs­ raum 16′ vorgesehen ist, der an seiner dem Werkstück zuge­ wandten Seite durch eine entsprechende Kolbenplatte 14′ be­ grenzt wird, über die Tischabstützung erfolgt.
Abschließend ist noch folgendes zu bemerken:
In Fig. 1 sind durch die beiden Pfeile zwei Kraftangriffs­ punkte am Stößel 4 angedeutet. Selbstverständlich könnte die Anordnung diesbezüglich auch anders sein, beispielsweise indem ein mittiger Kraftangriff am Stößel vorgesehen ist. In einem solchen Falle wäre das Durchbiegeverhalten zwar anders, jedoch genauso kompensierbar.
In diesem Zusammenhang wird außerdem darauf hingewiesen, daß die Durchbiegung, die oben als im mittleren Bereich auftre­ tend beschrieben worden ist, sich nicht nur hier sondern je nach den Gegebenheiten der Presse auch an anderer Stelle auf­ treten kann.
Ferner ist es in Abwandlung des dargestellten Ausführungs­ beispiels auch ohne weiteres möglich, durch den Druckaus­ gleichsraum 16 hindurch verlaufende, abgedichtete Durchfüh­ rungen für Ziehbolzen oder Auswerfer vorzusehen, wie in Fig. 3 bei 30 strichpunktiert angedeutet ist.
Schließlich ist noch zu erwähnen, daß die Kolbenplatte bzw. die eine solche Kolbenplatte enthaltende Kompensationseinrich­ tung nicht nur von einer unabhängigen Platte gebildet werden sondern auch Bestandteil des jeweiligen Werkzeugs oder Pressenteils sein kann.

Claims (12)

1. Presse zum formgebenden Bearbeiten von Werkstücken, mit einem Pressengestell, einem am Pressengestell angeordneten Pressentisch, mit dem ein tischseitiges Werkzeug verbind­ bar ist, und einem am Pressengestell angeordneten Pressen­ stößel, mit dem ein stößelseitiges Werkzeug verbindbar ist, wobei der Pressenstößel zu einer in Höhenrichtung zum Pressentisch hin und von diesem weg verlaufenden Arbeits­ bewegung antreibbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß dem tischseitigen Werkzeug (3) und/oder dem stößelseitigen Werkzeug (5) eine das Werkzeug (3 bzw. 5) tragende, sich im wesentlichen mindestens über die Werkzeugfläche erstreckende Kolbenplatte (14) zugeordnet ist, die in Höhenrichtung be­ wegbar mit dem Pressentisch (2) bzw. dem Pressenstößel (4) verbunden ist und mit ihrer dem Werkzeug abgewandten Rück­ seite (15) einen mit Hydraulikmedium gefüllten Druckausgleichs­ raum (16) begrenzt, der andererseits von einer am Pressen­ tisch (2) bzw. am Pressenstößel (4) sitzenden Gegenfläche (17) begrenzt wird, wobei der Druckausgleichsraum (16) eine Höhe aufweist, die größer als ein bei belasteter Presse am Pressentisch (2) bzw. Pressenstößel (4) auftretende maximale Durchbiegung ist.
2. Presse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckausgleichsraum (16) in Höhenrichtung spaltartig schmal ist.
3. Presse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckausgleichsraum (16) an seinem Umfang durch einen sich über seine Höhenabmessung erstreckenden, elastisch zusammendrückbaren Dichtkörper (18) begrenzt und abgedichtet wird, der zwischen der Kolbenplatte (14) und der Gegenfläche (17) angeordnet ist.
4. Presse nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Kolbenplatte (14) mit ihrem Umfang an einer von der Gegenfläche (17) hochstehenden Führungswand (19) geführt ist.
5. Presse nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Kolbenplatte (14) mit Hilfe von Gewinde­ bolzen (22) mit der Gegenfläche verbunden und an dieser mit Bewegungsspiel in Höhenrichtung gehalten ist.
6. Presse nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Gewindebolzen (22) den Druckausgleichsraum (16) abge­ dichtet durchqueren.
7. Presse nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Kolbenplatte (14) mit Hilfe von von der Gegenfläche (17) außerhalb des Umfangs der Kolbenplatte (14) hochstehenden und die Kolbenplatte (14) übergreifenden Halte­ teilen (24) mit Bewegungsspiel in Höhenrichtung gehalten ist.
8. Presse nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Gegenfläche (17) von einer auf den Pressen­ tisch (2) bzw. den Pressenstößel (4) aufgesetzten Gegenplat­ te (20) gebildet wird.
9. Presse nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Kolbenplatte (14) oder die Gegenplatte (20) von einem einerseits nach außen und andererseits in den Druckausgleichsraum (16) mündenden Füll- und Entlüftungskanal (29) durchzogen ist.
10. Presse nach einem der Ansprüche 1 bis 9 mit einem Blech­ halter, dadurch gekennzeichnet, daß am Blechhalter eine einen mit Hydraulikmedium gefüllten Druckausgleichsraum begrenzen­ de Kolbenplatte in der Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 9 entsprechender Weise angeordnet ist, wobei die Kolben­ platte den Druckausgleichsraum an der dem Werkstück zuge­ wandten Seite begrenzt.
11. Presse nach einem der Ansprüche 1 bis 10 mit einer Kissenplatte, dadurch gekennzeichnet, daß an der Kissen­ platte eine einen mit Hydraulikmedium gefüllten Druckaus­ gleichsraum begrenzende Kolbenplatte in der Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 9 entsprechender Weise angeordnet ist, wobei die Kolbenplatte den Druckausgleichsraum an der dem Werkstück zugewandten Seite begrenzt.
12. Presse nach einem der Ansprüche 1 bis 11 mit einer Ab­ stützeinrichtung des Pressentischs, dadurch gekennzeichnet, daß an der Abstützeinrichtung (Tischstütze 13) eine einen mit Hydraulikmedium gefüllten Druckausgleichsraum begrenzen­ de Kolbenplatte in der Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 9 entsprechender Weise angeordnet ist, wobei die Kolben­ platte den Druckausgleichsraum an der dem Werkstück zuge­ wandten Seite begrenzt.
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