DE19603388C1 - Einrichtung zur Fixierung der Laufschaufeln am Laufrad, insbesondere einer Turbine eines Gasturbinentriebwerks, durch Nietung - Google Patents
Einrichtung zur Fixierung der Laufschaufeln am Laufrad, insbesondere einer Turbine eines Gasturbinentriebwerks, durch NietungInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zur Fixierung der Laufschaufeln am
Laufrad gemäß Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Eine solche Einrichtung ist aus der älteren deutschen Patentanmeldung
DE 195 16 694 A1 bekannt. Bei dieser bekannten Einrichtung sitzt der Niet un
mittelbar am Nutgrund im Radialspalt auf und ist längs einer am Schaufelfußende be
findlichen Rinne geführt und abgestützt. Zur Aufnahme des kegelförmigen Setzkop
fes und des kegelförmig aufzuweitenden Schließkopfes werden beidseitig am Rad
kranz unmittelbar in den Schaufelfuß- und Radkranzwerkstoff kegelförmige Senkun
gen eingebracht. Hierdurch ergibt sich eine komplizierte ausschußträchtige Fertigung.
Schon geringe Fehler bei Herstellung der Senkungen lassen die für sich äußerst teue
ren Bauteile (Schaufeln, Scheibe) unbrauchbar werden. Ferner ist die Gefahr groß,
daß schon bei der Montage bzw. bei der Nietung, insbesondere aber bei der Demonta
ge der Nietverbindung, Partien von Schaufelfüßen und Radkranz beschädigt werden;
wenn also z. B. der verformte Schließkopf durch Anbohren abgearbeitet werden soll.
Das gemeinsame Herauslösen von Schaufel und Niet aus der Axialnut kann ferner zu
einer Beschädigung des Nutgrundes führen.
Schon geringe Fertigungsungenauigkeiten sowie die Tatsache, daß eine Senkung aus
den unterschiedlichen Bauteilen - Füßen und Radkranz - bereitgestellt wird, lassen
verhältnismäßig früh einsetzende Setz- und Lockerungsgefahren der Nietverbindung
erwarten. Dabei sind unterschiedliche thermische und mechanische Beanspruchungen
an den Schaufelfüßen und am Radkranz zu berücksichtigen. Die Schaufeln sind relati
ven eigenständigen Beanspruchungen aus Flieh- und Gaskräften ausgesetzt. Daraus
können veränderte Schaufelausrichtungen und Unwuchten resultieren.
Im Rahmen einer Verbindung von Schaufeln und Radscheibe wird ferner folgendes
angestrebt: Eine radiale Flächenpressung zwischen den Zähnen der Schaufelfüße und
Gegenflächen an den Zähnen der Axialnuten; es soll das normalerweise vorhandene
Einbauspiel zwischen gegenseitigen Zahnflanken bereits im fertig montierten Zustand
praktisch aufgebraucht sein; letzteres im Interesse verbesserter Wuchtvorgänge und
-ergebnisse besonders im Hinblick auf eine Schaufeldeckbandverspannung; also eine
Verspannung, mit der die Schaufeln normalerweise, d. h. also bei einer axialen Schau
felfixierung, erst in einem bestimmten Betriebspunkt ihren optimalen Betriebssitz bei
erst dann aufgebrauchtem Einbauspiel erreichen würden.
Bei reiner axialer Schaufelfixierung, z. B. durch eine Blechsicherung, ohne radiale
Flächenpressung, würde die Deckbandverspannung zu irregulären Schaufelsitzposi
tionen führen, so daß keine optimale Rotorwuchtung möglich wäre.
Einrichtungen zur Fixierung der Laufschaufeln an Axiallaufrädern mittels Nietung
sind auch aus der DE-OS 15 51 211 und aus der US-PS 27 53 149 bekannt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung nach der eingangs ge
nannten Art anzugeben, die bei geringem Bauteilschadensrisiko durch Nietung mon
tagefreundlich ist und die auch mit Rücksicht auf vergleichsweise zeitlich lange be
triebliche Einsätze einen optimalen kraft- und formschlüssig festen Sitz der Lauf
schaufeln an der Radscheibe in axialer und radialer Richtung ermöglicht.
Die gestellte Aufgabe ist mit den Merkmalen im Kennzeichnungsteil des Patentan
spruchs 1 erfindungsgemäß gelöst.
Die Anordnung und Ausführung der Nietverbindung erfordert keine nennenswerten
Bauteilveränderungen am Radkranz und an den Schaufeln.
Aufgrund der Keilwirkung der Sitzkeile relativ zu den abgeschrägten Gegenflächen
des Schaufelfußendes und der jeweiligen Einsätze resultiert aus der Vernietung eine
axiale/radiale Klemmwirkung. Dabei werden die Einsätze radial und axial am Rad
kranz festgelegt. Die Füße der Laufschaufeln werden nicht nur axial, sondern auch
unter radialer Anpressung ihrer Zahnflanken an Gegenflanken der Nutverzahnung an
der Axialnut fixiert; letzteres also bereits nach erfolgter Montage bzw. in der Ruhe
stellung der Radscheibe. Dieser Fixierzustand - ohne Einbauspiel - stellt sich also
nicht erst ab Erreichung eines bestimmten Betriebspunktes (Drehzahl, Fliehkräfte)
ein. Unter erfindungsgemäß möglicher Verwendung einer schaufelspitzenseitigen
Deckbandverspannung, die unterhalb dieses Betriebspunktes bzw. bei extrem niedri
ger Drehzahl eine "anormale" bzw. irreguläre Schaufelsitzposition nicht mehr erzwin
gen kann, sind vorhandene Rotorunwuchten genauer und rascher beseitigbar.
Die Einsätze gewährleisten eine exakte Nietführung - bzw. - Zentrierung am Radial
spalt. Ihre im Radialspalt voneinander getrennte Anordnung, insbesondere durch
einen Abstandsspalt (X) gemäß Anspruch 2 ermöglicht eine relativ zueinander be
grenzte Einsatzverschiebung, um z. B. mechanische und thermisch bedingte Bauteil
einflüsse (Differenzdehnungen) oder gegebenenfalls bei Nietung auftretende Niet
stauchungen zu kompensieren. Dabei wird ein gewisses Einbauspiel der Einsätze
relativ zum Einbauquerschnitt im Radialspalt zugrunde gelegt. Bei einem verhältnis
mäßig kleinen Einbauspiel der Einsätze sowie hinreichend formsteifer Bauweise
derselben - und bei Querspiel = Null in den Ausnehmungen der Einsätze - kann eine
Nietstauchung vorteilhaft in eine gegen das Fußende gerichtete Stauchverformung
umgesetzt werden, um eine radiale Anpressung der Schaufelzähne an korrespondie
rende Zahnflanken der Axialnut zu fördern.
Bei exakter Nietführung durch eine Rille, Rinne oder Ausnehmung gemäß Anspruch
3, kann eine gegenüber den Einsätzen unbeeinträchtigte Auflage des Schaufelfußes
am Niet ermöglicht werden.
Im Rahmen des Grundgedankens der Erfindung (Anspruch 1) schließen die verwen
deten Sitzkeile, insbesondere am Schließkopf, bei Nietung sowie aber auch zwecks
Demontage - Abarbeitung durch Bohrwerkzeug - eine Beschädigung von örtlich an
grenzenden Fuß- und Radkranzabschnitten aus.
Wenn bei der Demontage Schaufel und Niet gemeinsam aus der Axialnut ausgetrie
ben werden, so verhindern die dabei axial auf dem Radkranz aufsitzend zusammen
gehaltenen Einsätze eine Beschädigung des Nutgrundes.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung ergibt sich aus Anspruch 4. Über die Axialbohrungen
in den Sitzkeilen können letztere am Niet jeweils einer nach innen weisenden, gegen
gerade Endflächen der Einsätze gerichteten Klemmbewegung unterworfen werden.
Die Erfindung ist anhand von Ausführungsbeispielen in den Zeichnungen weiter er
läutert; es zeigen:
Fig. 1 die Fixiereinrichtung mit Niet in Einbauposition, überwiegend innerhalb des
Radialspaltes S angeordnet, der zwischen radial innerem Schaufelfußende und
dem Grund der Axialnut ausgebildet ist und in teils seitlicher und axial mittig
geschnitten dargestellter Ansicht und hier in Verbindung mit einer korrespon
dierenden axialen Schnittdarstellung der Schaufelscheibenverbindung, wobei
die Laufschaufel radial außen, die Radscheibe radial innen abgebrochen ge
zeichnet sind,
Fig. 2 einen Schaufelscheibenausschnitt gemäß A-B der Fig. 1, worin - unter Fort
lassung des Schließkopfes des Niets - die quer geschnitten dargestellte Ein
baulage des einen Einsatzes mit dem Niet im Radialspalt S sowie ein axial
frontal am Radkranz aufsitzendes Endteil bzw. ein Lappen dieses Einsatzes
verdeutlicht sind und
Fig. 3 eine perspektivische Darstellung eines in Fig. 1 auf der rechten Seite befindli
chen Einsatzes mit aus oben offener Axialausnehmung teilumfänglich radial
herausragendem Niet, der an dem der Radkranzrückseite zugekehrten Ende
der Axialausnehmung quer geschnitten und am übrigen Ende der Axialaus
nehmung abgebrochen herausragend gezeichnet ist.
Die Erfindung geht davon aus, daß bei einem Laufrad bzw. einer Radscheibe 2 einer
axial durchströmten Turbine oder eines Verdichters der zugehörige Radkranz 5 mit
mehreren gleichmäßig über den Umfang verteilten Laufschaufeln 1 bestückt werden
soll. Dabei soll jede Laufschaufel 1 mit einem beidseitig symmetrisch mehrzahnig
gestalteten Profil des Schaufelfußes 3 an einem korrespondierend gestalteten Zahn
profil einer zugehörigen Axialnut 4 (Fig. 2) des Radkranzes 5 verankert werden. Der
Schaufelfuß 3 geht von einer radial äußeren Fußplatte 3′ der Laufschaufel 1 aus. Mit
den beidseitigen Zähnen ist der Schaufelfuß 3 radial - von oben außen nach innen
unten gesehen - sich etwa keilförmig verjüngend ausgebildet. Ein derartiger Schaufel
fuß 3 wird in der Fachsprache auch als "Tannenbaumfuß" bzw. als "tannenzapfen
artig" gestaltet, umschrieben.
Jeweils zwischen dem radial inneren Ende des Schaufelfußes 3 und dem Grund der
betreffenden Axialnut 4 wird bei der zuvor beschriebenen Anordnung ein Radialspalt
S (Fig. 1 und 2) ausgebildet.
Zur gleichzeitig axialen und radialen Sicherung bzw. Fixierung der Laufschaufeln 1
über die Axialnuten 4 am Radkranz 5 sieht die Erfindung jeweils die Verwendung
einer Nietung mittels eines Niets 6 (Fig. 1) vor, der am einen Ende als Schließkopf 7,
am anderen Ende als Setzkopf 8 ausgebildet ist.
Hauptsächlich bezüglich seines stabförmigen Teils erstreckt sich der zylindrische
Niet in Längsrichtung innerhalb des Radialspalts S. Der Schließkopf 7 wird von ei
nem in den frontalen Bereich des Radialspalts S axial hineinragenden und dort kegelig
zugespitzt endenden Hülsenteil ausgebildet, das in der gestrichelt gezeichneten, axial
nach außen offen auslaufenden Kontur den unverformten Zustand repräsentiert.
Die Fixiereinrichtung weist ferner zwei Einsätze 9, 9′ auf, die innerhalb des Radial
spalts S am Grund der Axialnut 4 (Fig. 2) aufliegen und die im Radialspalt S unter Be
lassung eines gegenseitigen Abstandsspalts X angeordnet bzw. örtlich voneinander
getrennt sind. Jeder Einsatz 9 bzw. 9′ weist ein in Richtung auf die Radachse bzw.
radial nach innen abgewinkeltes oder umgebogenes Endteil 10 bzw. 10′ auf. Die End
teile 10 bzw. 10′ könnten gemäß der Erfindung auch als Absätze oder Lappen um
schrieben werden. Mit dem Endteil 10 sitzt der eine Einsatz 9 axial an einem vorderen
stirnseitigen Abschnitt des Radkranzes 5 auf; der andere Einsatz 9′ sitzt mit dem End
teil 10′ an einem hinteren stirnseitigen Abschnitt des Radkranzes 5 auf.
Ferner erkennt man aus Fig. 1, daß der Schließkopf 7 bzw. der Setzkopf 8 des Niets 6
jeweils von einem Sitzkeil 11 bzw. 11′ hülsenartig umfaßt sind, und zwar im vorderen
bzw. im hinteren Endbereich des Radialspalts S. Mit in Richtung auf das Spaltinnere
sich kegelförmig verjüngender Umfangsfläche sitzt der Setzkopf 8 an einer kegelför
mig korrespondierenden Innenfläche des betreffenden Sitzkeiles 11′ auf. Am Schließ
kopf 7 weist der andere Sitzkeil 11 eine sich in Richtung auf das Spaltinnere kegelför
mig verjüngende Innenfläche auf; gegen die das Hülsenende des Schließkopfes 7 aus
der gestrichelt angegebenen Position in die mit ausgezogenen Linien dargestellte
kegelförmige Sitzposition durch Nietung verformt wird. Dies kann mit einem ent
sprechend angepaßt vorgeformten Nietwerkzeug durchgeführt werden, wobei bei
Nietung durch Schlagverformung der Setzkopf 8 einer Gegenbelastung durch ein
Werkzeug ausgesetzt wird.
In beiden Endbereichen des Radialspalts S (Fig. 1) sitzen die Sitzkeile 11, 11′ an je
weils radial beabstandeten keilförmigen Korrespondenzflächen G, G′ des Fußendes
und des betreffenden Einsatzes 9 bzw. 9′ auf; wobei sie als Folge der Nietung axial/radial
verklemmt werden. Hierdurch wird die Laufschaufel 1 mit ihrem Fuß 3 nicht
nur axial am Radkranz 5 gesichert, sondern auch radial in der Axialnut 4 (Fig. 2)
fixiert.
Der stabförmige Teil des Niets 6 ist innerhalb in Fig. 1 lediglich einseitig durchschei
nend repräsentierter und jeweils oben außen offener Ausnehmungen 12 bzw. 12′ der
Einsätze 9 bzw. 9′ längs und im wesentlichen konzentrisch zu seiner Längsachse ge
führt. Dabei ragt der Niet 6 oben außen längs eines umfänglichen Teilbereichs aus der
betreffenden Axialnut 12 bzw. 12′ heraus, wie man auch deutlich aus Fig. 3 bezüglich
des einen Einsatzes 9′ erkennt. Längs des radial herausragenden Umfangsteils stützt
sich der Niet 6 am radial innenliegenden Ende des Schaufelfußes 3 ab. Als Folge der
Anordnung des Niets 6 in den Ausnehmungen 12, 12′ der Einsätze 9, 9′ ergibt sich
eine geringfügige radial nach außen oben verschobene Einbau- und Achsposition des
Niets 6 relativ zur Längsmitte des Radialspalts S.
Anstelle dargestellter Ausnehmungen 12, 12′ können auch Längsrinnen, -rillen oder
im Querschnitt V-förmige oder U-förmige Vertiefungen vorgesehen werden, an bzw.
in denen der Niet zumindest entlang seines Teilumfangs geführt wird. In den z. B.
oben offenen U-förmigen Ausnehmungen könnte der Niet 6 jeweils komplett versenkt
angeordnet werden.
Gemäß Fig. 1 weisen die Sitzkeile 11, 11′ in den Bereichen, die axial nach innen ge
richtet in den Radialspalt S vorne und hinten hineinragen, axiale Bohrungen zur Auf
nahme stabartiger zylindrischer Abschnitte des Niets 6 auf; von diesen Bohrungen
ausgehend, sind der eine und andere Sitzkeil 11 bzw. 11′ jeweils in axial nach außen
weisender Richtung zu kegelförmigen Senklöchern aufgeweitet, von denen das eine
den kegelförmigen Setzkopf 8 aufnimmt; das dem Setzkopf 8 endseitig gegenüber
liegende Senkloch im Einsatz 11 dient zur Aufnahme des durch Nietung kegelförmig
verformten Schließkopfes 7.
Gemäß der Erfindung (Fig. 1) ist der Schaufelfuß 3 unter Ausbildung der keilförmi
gen Gegenflächen G für die Sitzkeile 11, 11′ axial dicker als der Radkranz 5 ausgebil
det. Diese Aufdickung des Schaufelfußes 3 wird von den Einsätzen 9, 9′ mit ihren
abgewinkelten Endteilen 10, 10′ am Radkranz 5 dickenmäßig ausgeglichen, an denen
die radial inneren keilförmigen Gegenflächen G′ auslaufen.
Die Montage geht wie folgt vor sich: Die in die Axialnut 4 (Fig. 2) mit ihrem Fuß 3
axial eingeschobene Laufschaufel 1 bildet den Radialspalt S aus. In den Radialspalt S
werden von außen beide Einsätze 9, 9′′ eingesetzt, die jeweils auf einer Stirnseite des
Radkranzes 5 axial aufsitzen. Anschließend werden beide Sitzkeile 11, 11′ an den
jeweils keilförmigen Korrespondenzflächen G, G′ verankert. Nun wird der Niet 6,
von rechts nach links, mit seinem axial gestreckten Hülsenteil am Schließkopf 7 zu
nächst durch den einen Sitzkeil 11′, dann durch beide Ausnehmungen 12′, 12 der
Einsätze 9, 9′ hindurchgeschoben und dann weiter schließlich durch den weiteren
Sitzkeil 11 axial hindurchgeschoben; hierauf erfolgt die Nietung durch kegelförmige
Verformung des Schließkopfes 7. Schon bei Montage verhindern beide Einsätze 9, 9′
die Beschädigung des Nutgrundes, wobei am einen Einsatz 9 eine axiale, der Ein
schubbewegung entgegengerichtete Sitzanpressung mechanisch aufgebracht wird.
Zwecks Demontage wird zunächst der kegelförmig verformte Teil des Schließkopfes
7 abgearbeitet, z. B. durch ein Bohrwerkzeug; daraufhin wird die Laufschaufel 1 nebst
Fuß 3 und Niet 6 von links nach rechts aus dem Radialspalt S herausgezogen; beim
gemeinsamen Herausziehen von Schaufel 1 und Niet 6 werden beide Einsätze 9, 9′
axial am Radkranz 5 aufsitzend gehaltert, so daß keine Beschädigung des Nutgrundes
der Axialnut 4 erfolgt.
Entgegen der zeichnerischen Darstellung (Fig. 1) kann die Erfindung auch so durch- bzw.
ausgeführt werden, daß der Schließkopf 7 auf der rechten Seite am Radialspalt S,
der Setzkopf 8 auf der linken Seite am Radialspalt S angeordnet wird.
Sofern nicht schon in den Patentansprüchen ausdrücklich gewürdigt, ist der zuvor
erläuterte und/oder zeichnerisch dargestellte Gegenstand ebenfalls Bestandteil der
Erfindung.
Claims (5)
1. Einrichtung zur Fixierung der Laufschaufeln (1) am Laufrad (2) durch Nietung, insbesondere
einer Turbine eines Gasturbinentriebwerks, worin die Lauf
schaufeln (1) mit zahnartig profilierten Füßen (3) an zahnartig korrespondie
rend profilierten Axialnuten (4) eines Radkranzes (5) gehalten sind, und worin
zwischen jedem Fußende und dem Grund einer Axialnut (4) ein Radialspalt
(S) ausgebildet ist, in dem ein Niet (6) in Längsrichtung zentrisch geführt ist,
der an seinem einen Ende als Schließkopf (7) und an seinem anderen Ende als
Setzkopf (8) ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß
- - jeder Niet (6) an zwei Einsätzen (9, 9′) zentrisch geführt ist, deren je weilige Außenkontur im wesentlichen auf die Innenkontur des Radial spaltes (S) abgestimmt gestaltet ist und die im Radialspalt (S) am Grund der Axialnut (4) aufliegen;
- - die Einsätze (9, 9′) mit einem in Richtung auf die Radachse umgebo genen Endteil (10 bzw. 10′) an der Vorder- bzw. Rückseite des Rad kranzes (5) aufsitzen;
- - den Schließ- und den Setzkopf (7, 8) einschließende Abschnitte des Niets (6) von Sitzkeilen (11, 11′) hülsenartig umfaßt sind;
- - die Sitzkeile (11, 11′) an keilförmigen Gegenflächen (G, G′) des Fußendes und eines Einsatzes (9, 9′) durch Nietung axial/radial verklemmt sind.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einsätze (9,
9′) jeweils über das an der Vorder- bzw. Rückseite des Radkranzes (5) aufsit
zende Endteil (10 bzw. 10′) in gegenseitigem Abstand (X) innerhalb des
Radialspalts (S) gehalten sind.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß beide Ein
sätze (9, 9′) für die gemeinsame Nietführung jeweils eine gegenüber dem
Fußende offene Rinne oder Ausnehmung (12, 12′) aufweisen, in der jeweils
ein axialer Abschnitt des Niets (6) zumindest entlang seines Teilumfanges
versenkt angeordnet ist.
4. Einrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Sitzkeile (11, 11′) in Bereichen, dies axial innen in den
Radialspalt (S) hineinragen, zur Aufnahme stabartiger Abschnitte des Niets
(6) jeweils eine axiale Bohrung aufweisen, von der aus der Sitzkeil (11, 11′) in
axial nach außen weisender Richtung zu einem kegelförmigen Senkloch auf
geweitet ist, das im wesentlichen auf die Kegelkontur des Setzkopfes (8) oder
des verformten Schließkopfes (7) abgestimmt gestaltet ist.
5. Einrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Schaufelfuß (3) in bezug auf seine axial äußeren keilförmigen
Gegenflächen (G) axial dicker als der Radkranz (5) ausgebildet ist, wobei dieser Dickenunterschied
von den axial am Radkranz (5) aufsitzenden Endteilen (10,
10′) ausgeglichen ist, an denen die radial innenliegenden
keilförmigen Gegenflächen (G′) der
Einsätze (9, 9′) auslaufen.
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