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DE19603181A1 - Elektrochemisches Verfahren zur Herstellung von Chemikalien mit Hilfe einer ionenleitenden Festkörpermembran - Google Patents

Elektrochemisches Verfahren zur Herstellung von Chemikalien mit Hilfe einer ionenleitenden Festkörpermembran

Info

Publication number
DE19603181A1
DE19603181A1 DE19603181A DE19603181A DE19603181A1 DE 19603181 A1 DE19603181 A1 DE 19603181A1 DE 19603181 A DE19603181 A DE 19603181A DE 19603181 A DE19603181 A DE 19603181A DE 19603181 A1 DE19603181 A1 DE 19603181A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
catholyte
anolyte
complete separation
electrochemical processes
ion
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE19603181A
Other languages
English (en)
Inventor
Carl Heinz Prof Dr Hamann
Peter Dr Schmittinger
Joerg Helling
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Huels AG
Original Assignee
Huels AG
Chemische Werke Huels AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Huels AG, Chemische Werke Huels AG filed Critical Huels AG
Priority to DE19603181A priority Critical patent/DE19603181A1/de
Publication of DE19603181A1 publication Critical patent/DE19603181A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25BELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES FOR THE PRODUCTION OF COMPOUNDS OR NON-METALS; APPARATUS THEREFOR
    • C25B13/00Diaphragms; Spacing elements
    • C25B13/04Diaphragms; Spacing elements characterised by the material
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25BELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES FOR THE PRODUCTION OF COMPOUNDS OR NON-METALS; APPARATUS THEREFOR
    • C25B3/00Electrolytic production of organic compounds
    • C25B3/20Processes
    • C25B3/25Reduction

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Electrochemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Electrolytic Production Of Non-Metals, Compounds, Apparatuses Therefor (AREA)

Description

Es ist bekannt, Alkoholate durch Umsetzung von Alkaliamalgam aus Chlor-Alkali-Elektrolysen mit einem Alkohol an einem elektrokatalytisch aktiven Kontakt herzu­ stellen (vgl. Ullmanns Encyclopädie der Technischen Chemie, Weinheim 1974, Seite 221 oder Kirk-Otmer, Encyclopedia of Chemical Technology, Vol. 2, 3. Auflage, Wiley, New York 1978).
Ein industriell in großem Umfang ausgeübtes Verfahren zur Herstellung einfacher Alkoholate ist an die Chlor-Alkali-Elektrolyse nach dem Amalgamverfahren gebunden.
Bei diesem Verfahren ist nicht auszuschließen, daß Quecksilber in geringen Mengen durch Abluft und Abwasser in die Umgebung gelangen kann.
Außerdem können Quecksilberspuren in dem gebildeten Alkalialkoholat verbleiben.
Die Herstellung von Alkoholaten direkt aus dem Metall oder durch Umesterung ist gegenüber dem Amalgamverfahren vergleichsweise kostenintensiv.
Eine andere Möglichkeit besteht darin, daß bei einem Verfahren der eingangs ange­ gebenen Art in einer Elektrolysezelle der Anodenraum und der Kathodenraum durch eine Kationen-Austauschermembran getrennt sind und im Kathodenraum unter Wasser­ stoffentwicklung aus dem Alkohol Alkoholat-Anionen und im Anodenraum aus der Alkalimetallverbindung Alkalimetall-Ionen freigesetzt und letztere durch die Kationen-Austauschermembran in den Kathodenraum transportiert werden (EP-A 0 146 771).
Nachteilig bei diesem Verfahren ist die Tatsache, daß die Membran Anoden- und Kathodenraum niemals vollständig trennen kann. Dies vermindert die Ausbeute und die Reinheit der Produkte.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese Nachteile zu vermeiden und somit unter Umgehung des Amalgamverfahrens die Herstellung von Grund- und Feinchemika­ lien, speziell die Herstellung von Alkoholaten aus dem betreffenden Alkohol und einer Alkalimetallverbindung zu ermöglichen.
Überraschenderweise wurde diese Aufgabe durch ein Verfahren gemäß der Patent­ ansprüche gelöst.
Gegenstand der Erfindung ist die Verwendung einer ionenleitenden Festkörpermem­ bran als Trennelement, welche lediglich die Kationen, nicht aber die Anionen und die Lösungsmittel durchläßt. Als ionenleitende Keramik wird das Natriumionen-leitende sog. β-Alumina (dotiertes Aluminiumoxid, ungefähre Zusammensetzung: Na₂O 11 Al₂O₃) eingesetzt.
Es handelt sich hierbei um ein stöchiometrisch nicht genau definiertes Gemisch aus Natriumoxid und Aluminiumoxid. Es sind auch andere Zusammensetzungen dieser oder anderer Verbindungen möglich, welche eine Natriumionen-leitende Keramik liefern, wobei die beweglichen Natriumionen gegen andere Kationen ausgetauscht werden können.
Auf beiden Seiten der Membran muß zwingend ein wasserfreies, gegenüber der Aluminiummembran nicht (als Säure) reaktionsfähiges Lösungsmittel verwendet werden, bzw. es darf im Verlauf einer Elektrosynthese kein Stoff entstehen, der dieses Kriterium nicht erfüllt. Das ist die wichtigste Voraussetzung zur Verwendung von Beta-Aluminiumoxid als Membranmaterial.
Die Arbeitstemperatur sollte so hoch wie möglich gewählt werden. Dies begünstigt die Leitfähigkeit der Membran und des Elektrolyten sowie das Lösungsvermögen des anodenseitig verwendeten Lösungsmittels für das Kationen freisetzende Anodenreagenz.
Die obere Temperaturgrenze stellt die Siedetemperatur des verwendeten Lösungsmittels dar. Beta Alumina ist selbst oberhalb 300°C noch wirksam. Bei Verwendung methanolischer Lösungen (Siedetemperatur 67°C) wurde bei 50°C gearbeitet, um auf einen Rückflußkühler verzichten zu können.
Beispiel 1
Es wurde eine Elektrolyse von 0,15 m NaCl in MeOH als Anolyt und 1 m MeOHa in MeOH durchgeführt.
Als Elektroden fanden Pt-Netze als Anoden bzw. Kathoden Verwendung. 15 Maschen/cm², 0,075 mm Drahtdurchmesser.
Als ionenleitende Keramik wurde sogenanntes "dotiertes β-Al₂O₃" eingesetzt.
Mit dieser Anordnung wurde ein Elektrolysestrom von 50 m/cm² bei 5 V Zellspannung erreicht. Als Arbeitstemperatur wurden 50°C vorgegeben.
Die Stromausbeute in Bezug auf die gebildete Basenmenge war zu 100% quantitativ.
Enthaltene Wasserspuren reagieren dabei zu Alkalihydroxid und wurden daher in der Ausbeutebestimmung mit erfaßt. Halogenidionen konnten im Katholyten nicht nachgewiesen werden.
Die Verwendung der Festkörpermembran bietet weiterhin den Vorteil der Freiheit in der Wahl der anoden- und kathodenseitigen nicht-wäßrigen Medien. Auf diese Art lassen sich viele elektroorganische Prozesse mit verbesserter Ausbeute und Produktreinheit herstellen.
Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren können weitere Prozesse ebenfalls ablaufen:
  • - Alkalialkoholate elektrochemisch reduktiv umsetzbarer Alkohole und Polyole
  • - Allgemein alle Metallionenverbindungen Me⁺R⁻ mit organischem Anion R⁻ und einwertigem Metallkation Me⁺, die formal nach folgender Reaktionsgleichung durch Elektroreduktion gebildet werden: R-X+e⁻ → R+X mit R-X als beliebigem organischem Molekülund X als Abgangsgruppe
Das zur Reaktion benötigte Gegenion (Alkalikation) wird aus der Anodenreaktion freigesetzt und von der keramischen Membran selektiv in den Katholyten transportiert um dort das Reaktionsprodukt Me⁺R⁻ zu liefern.

Claims (3)

1. Elektrochemisches Verfahren zur Herstellung von organischen Grund- und Feinchemikalien, dadurch gekennzeichnet, daß zur vollständigen Trennung der Anolyte und Katholyte eine ionenleitende Festkörpermembran auf Basis von β-Alumina oder anderen kationenleitenden Keramiken verwendet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, auf beiden Seiten der Festkörpermembran ein wasserfreies Lösungsmittel verwendet wird.
3. Verfahren gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß durch Verwendung der Festkörpermembran Alkalialkoholate aus dem betreffenden Alkohol und einer Alkalimetallverbindung hergestellt werden.
DE19603181A 1995-10-16 1996-01-30 Elektrochemisches Verfahren zur Herstellung von Chemikalien mit Hilfe einer ionenleitenden Festkörpermembran Withdrawn DE19603181A1 (de)

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DE (1) DE19603181A1 (de)

Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP1312700A3 (de) * 2001-11-02 2003-05-28 Degussa AG Verfahren zur Herstellung von Alkalialkoholaten
US7824536B2 (en) 2003-12-11 2010-11-02 Ceramatec, Inc. Electrolytic method to make alkali alcoholates using ceramic ion conducting solid membranes
US7918986B2 (en) 2003-12-11 2011-04-05 Ceramatec, Inc. Electrolytic method to make alkali alcoholates using ceramic ion conducting solid membranes
US8075758B2 (en) 2003-12-11 2011-12-13 Ceramatec, Inc. Electrolytic method to make alkali alcoholates using ion conducting alkali electrolyte/separator
US8268159B2 (en) 2005-12-20 2012-09-18 Ceramatec, Inc. Electrolytic process to produce sodium hypochlorite using sodium ion conductive ceramic membranes

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US7959784B2 (en) 2003-12-11 2011-06-14 Ceramatec, Inc. Electrolytic method to make alkali alcoholates using ceramic ion conducting solid membranes
US8075758B2 (en) 2003-12-11 2011-12-13 Ceramatec, Inc. Electrolytic method to make alkali alcoholates using ion conducting alkali electrolyte/separator
US8506790B2 (en) 2003-12-11 2013-08-13 Shekar Balagopal Electrolytic cell for making alkali alcoholates using ceramic ion conducting solid membranes
US8268159B2 (en) 2005-12-20 2012-09-18 Ceramatec, Inc. Electrolytic process to produce sodium hypochlorite using sodium ion conductive ceramic membranes

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