DE19603867A1 - Verfahren und Vorrichtung zur Überprüfung der Bremsanlage eines Fahrzeugs - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Überprüfung der Bremsanlage eines FahrzeugsInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung
zur Überprüfung der Bremsanlage eines Fahrzeugs gemäß den
Oberbegriffen der unabhängigen Patentansprüche
Aus der DE-A 41 12 137 ist eine Bremsanlage für ein Fahrzeug
bekannt, bei welcher der Bremsdruck in den Radbremsen des
Fahrzeugs abhängig von dem aus der Bremspedalbetätigung
durch den Fahrer abgeleiteten Bremswunsch durch Ansteuern
einer Ventilanordnung eingestellt wird. Bei einer derartigen
elektrischen Bremsanlage ist ferner vorgesehen, bei Ausfall
der elektrischen Steuerung eine herkömmliche hydraulische
Steuerung der Radbremsen abhängig von der
Bremspedalbetätigung zu aktivieren. Bei Ausfall der
elektrischen Steuerung kann der Fahrer das Fahrzeug also
durch Betätigen den Bremspedals verzögern und zum Stillstand
bringen. Dabei muß er über das Pedal und den Bremszylinder
der hydraulischen Bremsanlage den nötigen Bremsdruck in den
Radbremsen aufbringen. Um die Betriebssicherheit dieses
elektrohydraulischen Bremssystems sicherzustellen, muß eine
Überprüfung dieses Notlaufsystems auch während des
Normalbetriebes durchgeführt werden, da ein Versagen dieses
Notlaufsystems bei Ausfall der elektrischen Steuerung zum
Versagen der gesamten Bremsanlage führen kann. Besonders
problematisch ist in diesem Zusammenhang, wenn sich eine
unzulässig große Menge von ungelöstem Gas in der
Bremsflüssigkeit des geschlossenen Notlaufbremskreises
befindet.
Es ist Aufgabe der Erfindung, Maßnahmen zur Überprüfung
einer Bremsanlage eines Fahrzeugs anzugeben, mit deren Hilfe
ein Notlaufbremssystem einer elektrohydraulischen Bremse
insbesondere mit Hinblick auf ungelöstes Gas im
Hydraulikkreis überprüft werden kann.
Dies wird durch die kennzeichnenden Merkmale der
unabhängigen Patentansprüche erreicht.
Die erfindungsgemäße Lösung gewährleistet die
Betriebssicherheit eines elektrohydraulischen Bremssystems
mit hydraulischem Notlaufbremssystem. Besonders vorteilhaft
ist, daß diese Überprüfung bereits während des
Normalbetriebs der Bremsanlage stattfinden kann.
Dabei wird in vorteilhafter Weise eine unzulässige Menge
ungelösten Gases in der Bremsflüssigkeit des Bremssystems
erkannt.
Durch die erfindungsgemäße Lösung können sehr geringe
Gasmengen detektiert werden.
Besonders vorteilhaft in diesem Zusammenhang ist, daß der
zur Gaserkennung durchzuführende Test innerhalb einer sehr
kurzen Zeitspanne, im Bereich von 250 msec, durchführbar
ist.
Besonders vorteilhaft ist, daß durch die Auswertung des
stationären Druckendwertes das dynamische Verhalten des
Druckanstiegs nicht berücksichtigt werden muß.
Besonders vorteilhaft ist, daß die Menge bzw. das Volumen
des Gasgehalts in der Bremsflüssigkeit bestimmt werden kann,
da der stationäre Druckwert ein direktes Maß für den
Gasgehalt ist.
In vorteilhafter Weise ist zur Durchführung der Überwachung
keine zusätzliche Sensorik notwendig. Die Überwachung
basiert allein auf Signalen von bereits vorhandenen
Sensoren.
Besonders vorteilhaft ist, daß eine Zeitoptimierung des
Tests mit Berücksichtigung von Temperatureinflüssen möglich
ist, wenn der stationäre Druckendwert dann angenommen wird,
wenn der Druck in ein vorgegebenes Toleranzband
eingeschwungen ist.
Besonders vorteilhaft ist ferner, daß die Gaserkennung durch
gezielten Druckaufbau in den einzelnen Radbremsen
durchgeführt wird und auf diese Weise unterschiedliche
Bremsleitungsbereiche unabhängig voneinander auf unzulässige
Gasmengen untersucht werden können.
Weitere Vorteile ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung von Ausführungsbeispielen bzw. aus den
abhängigen Patentansprüchen.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsformen näher erläutert. Dabei zeigt
Fig. 1 ein Blockschaltbild einer elektrohydraulischen
Bremsanlage, in der die im Rahmen eines bevorzugten
Ausführungsbeispiels anhand des Flußdiagramms nach Fig. 2
dargestellten erfindungsgemäßen Lösung angewendet wird. In
Fig. 3 schließlich wird die Wirkungsweise der
erfindungsgemäßen Lösung anhand von Zeitdiagrammen
dargestellt.
Fig. 1 zeigt ein Blockschaltbild einer elektrohydraulischen
Bremsanlage eines Fahrzeugs. Dabei ist mit 10 eine
elektronische Steuereinheit dargestellt, welche eine mit
entsprechenden Ventilanordnungen versehene hydraulische
Bremsanlage 12 steuert. Dazu werden der elektronischen
Steuereinheit 10 Eingangsleitungen 14 bis 16 von
Meßeinrichtungen 18 bis 20 zur Erfassung der in den
Radbremsen aufgebauten Bremsdrücke, -momente oder -kräfte,
eine Eingangsleitung 22 von wenigstens einer Meßeinrichtung
24 zur Erfassung des Ausmaßes der Bremspedalbetätigung sowie
Eingangsleitungen 26 bis 28 von Meßeinrichtungen 30 bis 32
zur Erfassung weiterer Betriebsgrößen der Bremsanlage bzw.
des Fahrzeugs wie Radgeschwindigkeiten,
Fahrzeuggeschwindigkeit, etc. zugeführt. Über
Ausgangsleitungen steuert die elektronische Steuereinheit 10
die elektrisch betätigbaren Ventile der hydraulischen
Bremsanlage 12 an. Aus Übersichtlichkeitsgründen sind dabei
lediglich die Ausgangsleitungen 34 und 36 dargestellt, die
ein einer Radbremse zugeordnetes Druckabbauventil 38 und
Druckaufbauventil 40 ansteuern.
Das Druckabbauventil 38, das im bevorzugten
Ausführungsbeispiel im nicht angesteuerten Zustand sich in
Sperrstellung befindet, in angesteuertem Zustand geöffnet
ist, ist in eine strichliert dargestellte Hydraulikleitung
42 eingefügt, welche von einem Vorratsbehälter 44 zum
Bremszylinder 46 eines Rades 48 führt. Entsprechend ist das
Druckaufbauventil 40, welches im bevorzugten
Ausführungsbeispiel ebenfalls im nicht angesteuerten Zustand
in Sperrstellung, im angesteuerten Zustand geöffnet ist, in
eine Hydraulikleitung 50 eingefügt, welche von einer
druckerzeugenden Pumpe 52 zur Radbremse 46 führt. Saugseitig
ist die Pumpe 52 über eine Hydraulikleitung 54 mit einem
Vorratsbehälter 56, der mit dem Vorratsbehälter 44 identisch
sein kann, verbunden. An die Hydraulikleitung 50 ist ein
Hochdruckdruckmittelspeicher 58 angeschlossen. Ferner kann
der Druck in den Radbremszylindern 46 direkt vom Fahrer
durch Betätigen des Fahrpedals über die Hydraulikleitung 60,
die einerseits mit der Radbremse 46, andererseits mit dem
nicht dargestellten Hauptbremszylinder verbunden ist,
beeinflußt werden. Diese Verbindung ist nur im Fehlerfall
des elektrischen Systems aktiv, was Fig. 1 durch ein
Schaltelement 62 symbolisiert ist.
Aus Übersichtlichkeitsgründen wurde in Fig. 1 der
hydraulische Teil der Bremsanlage für nur eine Radbremse
dargestellt. Entsprechende Anordnungen gibt es zumindest für
die Radbremsen derselben Achse bzw. für alle Radbremsen des
Fahrzeugs.
Im Normalbetrieb erfaßt die elektronische Steuereinheit 10
aus dem Betätigungsgrad des Bremspedals, der über die
Leitung 22 zugeführt wird, den Bremswunsch des Fahrers.
Dieser wird in einen Sollwert für den an den einzelnen
Radbremsen einzustellenden Bremsdruck umgesetzt. Im Rahmen
eines Druckregelkreises wird dieser Druck unter
Berücksichtigung des gemessenen Drucks durch Ansteuern der
Ventile 38 und 40 eingestellt. Beim Druckaufbau fließt dabei
Druckmittel über die Leitung 50 durch das geöffnete
Druckaufbauventil 40 in die Radbremse 46 aus dem
Vorratsbehälter über die Pumpe 52 und/oder aus dem Speicher
58. Beim Druckabbau wird das Druckaufbauventil 40
geschlossen, das Druckabbauventil 38 geöffnet, so daß
Druckmittel in den Vorratsbehälter über die Leitung 42
zurückfließt. Ferner umfaßt die elektronische Steuereinheit
10 einen Antiblockier- und/oder Antriebsschlupfregler, die
unter Beobachtung der Radgeschwindigkeiten bei Blockier- bzw.
Durchdrehneigung an wenigstens einem Rad Druck in der
entsprechenden Radbremse ab- bzw. aufbauen können.
Neben der Regelung des Drucks in den Radbremsen wird in
anderen vorteilhaften Ausführungsbeispielen der Bremswunsch
des Fahrers durch Regelung des Bremsmoments, der Bremskraft,
der Radgeschwindigkeit, des Radschlupfes, etc. realisiert.
Bei Ausfall der elektronischen Steuerung, beispielsweise bei
Versorgungsspannungsverlust, bei Störungen in der
elektronischen Steuereinheit 10, etc. wird das hydraulische
Notlaufbremssystem aktiviert, so daß der Fahrer das Fahrzeug
über direkte Beeinflussung der Radbremsen abbremsen kann.
Ist eine unzulässig große Menge ungelösten Gases im
hydraulischen Notlaufbremskreis, so kann der Fahrer bei
Ausfall des elektronischen Steuersystems über die Fußkraft
nicht genügend Bremskraft in den Radbremsen aufbauen.
Ungewollte Betriebssituationen können die Folge sein.
Erfindungsgemäß ist daher vorgesehen, im Rahmen einer
Überwachung das möglicherweise vorhandene, ungelöste Gas in
der Hydraulikflüssigkeit der Bremsanlage rechtzeitig zu
erkennen.
Diese Überwachung wird in bestimmten Betriebssituationen,
beispielsweise bei Fahrzeugstillstand vor Fahrtantritt,
während eines Fahrzeugstillstandes, bei dem die Bremse nicht
betätigt ist (z. B. an einer Ampel), etc. durchgeführt. Dabei
wird gegebenenfalls radindividuell die Druckaufbauventile
durch einen definierten Puls geöffnet, so daß sich in der
zugeordneten Radbremse Druck aufbaut. Befindet sich der
aufgebaute Druck im stationären Betriebszustand, so wird
anhand des erreichten Druckniveaus auf möglicherweise
ungelöste Gase in der Hydraulikflüssigkeit geschlossen.
Durch die um Größenordnung höhere Kompressibilität von Gasen
im Gegensatz zu Flüssigkeiten wird bei einem Flüssigkeits-
Luft/Gas-Gemisch bei Druckerhöhung zuerst das Gas
komprimiert, bevor ein deutlicher Druckanstieg im System
erfolgt. Daher erreicht die durch den Testaufbaupuls
ausgelöste Druckerhöhung bei einer unzulässig großen Menge
ungelösten Gases in der Hydraulikflüssigkeit nicht den
vorgesehenen Endwert.
Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Lösung ist anhand des Flußdiagramms nach Fig. 2
dargestellt. Nach Start des Programmteils bei Vorliegen des
entsprechenden Betriebszustandes (Fahrzeugstillstand vor
Fahrtantritt, nach Abstellen des Fahrzeugs oder während des
Betriebs bei nicht betätigter Bremse) wird im ersten Schritt
100 definiert Druck in der Radbremse aufgebaut. Dies erfolgt
im bevorzugten Ausführungsbeispiel durch Aussenden eines
Druckaufbaupulses vorgegebener Länge, z. B. 10 msec, zu dem
entsprechenden Ventil. Nach Ausgabe des Druckaufbaupulses
wird im Schritt 102 ein Zähler T gestartet, der im
darauffolgenden Schritt 104 inkrementiert wird. Daraufhin
wird im Abfrageschritt 106 überprüft, ob der Zähler seinen
Maximalwert erreicht hat. Diese Maximalzeit ist derart
bemessen, daß der durch den Druckaufbauimpuls durchgeführte
Druckaufbau ein stationäres Druckniveau erreicht hat. Im
bevorzugten Ausführungsbeispiel ist dies nach 200 msec der
Fall. Ist der Maximalwert nicht erreicht, wird der Zähler
gemäß Schritt 104 so lange inkrementiert, bis der
Maximalwert erreicht ist. Daraufhin wird im Schritt 108 der
Bremsdruck PRad des entsprechenden Rades oder der
entsprechenden Räder eingelesen und im Schritt 110 mit einem
vorgegebenen, zu erreichenden Druckniveau PNorm verglichen.
Dieser Druckwert ist für die verwendete Bremsanlage aus
Experimenten vorbekannt. Unterschreitet der gemessene,
stationäre Druckwert PRad den Normdruck, so wird gemäß
Schritt 112 davon ausgegangen, daß eine gewisse Menge
ungelösten Gases in der Bremsflüssigkeit des Bremskreises
sich befindet und gegebenenfalls eine entsprechende Warnung
an den Fahrer abgegeben und/oder Notlaufmaßnahmen
eingeleitet. Entspricht der gemessene Raddruck im
wesentlichen dem Normdruck, so wird von einem
funktionstüchtigen Notbremssystem ausgegangen und wie nach
Schritt 112 gemäß Schritt 114 der Test durch Druckabbau
abgeschlossen. Der Druckabbau erfolgt dabei durch
kurzzeitiges Öffnen des Druckabbauventils durch einen
entsprechenden Impuls. Nach Schritt 114 ist die Testphase
abgeschlossen, so daß der Programmteil beendet wird.
Ein neuerlicher Test wird im bevorzugten Ausführungsbeispiel
erst in einem der nächsten Betriebszyklen des Fahrzeugs
durchgeführt, in einem anderen vorteilhaften
Ausführungsbeispiel nach Ablauf einer bestimmten
Betriebszeit.
Bei der Bestimmung der Maximalzeit (vgl. Schritt 106) ist
die Ausschwingzeit des Systems beim Druckaufbau zu beachten.
Der Druckaufbaupuls im Rahmen des in Fig. 2 dargestellten
Testes ist dabei so zu wählen, daß ein genügend hoher Druck
aufgebaut wird, um die durch das ungelöste Gas in der
Hydraulikflüssigkeit bewirkte Druckabsenkung zu erkennen,
andererseits das System möglichst schnell auf einen
konstanten Druckwert einzuschwingen. Mit Blick auf die
Testdauer sind die beeinflußbaren Parameter derart zu
bestimmen, daß diese Zeitdauer so klein wie möglich gehalten
wird. Dabei wird der Test abgebrochen und der aufgebaute
Druck abgebaut, wenn der Testbetriebszustand z. B. durch
Gasgeben verlassen wird. Bei einem der nächsten Stillstände
des Fahrzeugs wird der Test wiederholt.
Alternativ zur Vorgabe einer Maximalzeit, nach der der
Vergleich des stationären Druckwertes mit einem Normwert
durchgeführt ist, wird während des Druckaufbaus ständig der
Druck erfaßt und der Vergleich zur Erkennung von ungelöstem
Gas in der Hydraulikflüssigkeit durchgeführt, wenn sich der
Druck innerhalb eines Toleranzbandes, z. B. ± 5%,
eingeschwungen hat.
Die Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Lösung ist anhand
der Zeitdiagramme in Fig. 3 dargestellt. Dabei zeigt Fig.
3a den Zeitverlauf des Drucks in einer Radbremse, wenn kein
ungelöstes Gas sich in der Hydraulikflüssigkeit befindet
(200), und wenn sich ungelöstes Gas in der
Hydraulikflüssigkeit befindet (202). In Fig. 3b ist der
Druckaufbau- (204) und der Druckabbaupuls (206) dargestellt.
Zu einem Zeitpunkt t = 0 wird der Druckaufbaupuls gemäß Fig.
3b ausgesendet. Dies führt zu einem Druckanstieg, der
langsam auf ein stationäres Druckniveau einschwingt. Nach
Ablauf der vorgegebenen Maximalzeit, im Beispiel nach Fig.
3 200 msec, wird das erreichte Druckniveau mit dem Normdruck
(hier P1) verglichen. Nach Abschluß des Vergleiches wird ein
Druckabbaupuls ausgesendet, der zum Druckabbau auf den Wert
Null führt. In der Darstellung nach Fig. 3 zeigt sich, daß
in einem Fall, in dem als stationärer Druckwert der Wert P2
erreicht wird, sich ungelöstes Gas in der
Hydraulikflüssigkeit befindet.
Aus der Differenz zwischen dem erreichten Druckniveau und
dem vorgegebenen Normwert wird in einem vorteilhaften
Ausführungsbeispiel durch Vergleich mit vorgegebenen,
experimentell bestimmten Werte ein Maß für die Menge bzw.
das Volumen des Gasgehaltes der Hydraulikflüssigkeit
abgeschätzt.
Wird eine unzulässige Menge ungelösten Gases in der
Hydraulikflüssigkeit erkannt, so wird der Fahrer über den
nur begrenzt zur Verfügung stehenden Notbremskreis
informiert, in einigen vorteilhaften Ausführungsbeispielen
durch Leistungsbeschränkung, Geschwindigkeitsbeschränkungen
etc. alternativ oder ergänzend gezwungen, eine Werkstatt
aufzusuchen, um die Bremsanlage zu entlüften.
Der Test kann rad-, achsindividuell oder für alle Radbremsen
gleichzeitig durchgeführt werden durch Ansteuerung der
entsprechenden Ventile. Dadurch lassen sich einzelnen
Bereiche der Bremsanlage gezielt auf gelöstes Gas
untersuchen.
Im bevorzugten Ausführungsbeispiel wird ein Druckmeßwert zur
Auswertung herangezogen. In anderen vorteilhaften
Ausführungsbeispiel wird die beschriebene Überprüfung auf
der Basis anderer, die von der Bremse ausgeübte Kraft
repräsentierenden Größen, wie z. B. die Zuspannkraft,
gemessen und zur Überprüfung im Sinne der erfindungsgemäßen
Lösung ausgewertet.
Claims (9)
1. Verfahren zur Überprüfung der Bremsanlage eines
Fahrzeugs, bei der über eine elektrisch betätigbare
Ventilanordnung Druck in wenigstens einer Radbremse auf- oder
abgebaut wird, dadurch gekennzeichnet, daß in
wenigstens einem vorgegebenen Betriebszustand zu
Überprüfungszwecken definiert Druck in wenigstens einer
Radbremse aufgebaut wird, der nach Erreichen eines
stationären Druck- oder Kraftniveaus wieder abgebaut wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der stationär erreichte Druck- bzw. Kraftwert zum Erkennen
von ungelöstem Gas in der Bremsflüssigkeit der Bremsanlage
ausgewertet wird.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß ein stationäres Druck- oder
Kraftniveau dann als erreicht angenommen wird, wenn nach
Beginn des Druckaufbaus eine vorgegebene Zeit verstrichen
ist.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das stationäre
Druck(Kraft)niveau als erreicht angenommen wird, wenn der
Druck- oder Kraftwert sich in ein vorgegebenes Toleranzband
eingeschwungen hat.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß ungelöste Gase in der
Bremsflüssigkeit der Bremsanlage erkannt werden, wenn der
stationäre Druck- oder Kraftwert kleiner als ein
vorgegebener Wert ist.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß aus der Differenz des
stationären Druck- bzw. Kraftwertes zu einem vorgegebenen
Wert die Menge bzw. das Volumen des Gasgehaltes der
Bremsflüssigkeit bestimmt wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die wenigstens eine
Betriebssituation der Fahrzeugstillstand vor Fahrtantritt,
nach Abstellen des Fahrzeugs und/oder bei nicht betätigter
Bremse ist.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Bremsanlage eine
elektrohydraulische Bremsanlage ist.
9. Vorrichtung zur Überprüfung der Bremsanlage eines
Fahrzeugs, mit einer elektrischen Steuereinheit, welche über
Ventilanordnungen in wenigstens einer Radbremse Druck auf- oder
abbaut, dadurch gekennzeichnet, daß die elektronische
Steuereinheit in wenigstens einer Betriebssituation zu
Überprüfungszwecken definiert Druck in wenigstens einer
Radbremse aufbaut, nach Erreichen eines stationären Druck- oder
Kraftniveaus den aufgebauten Druck wieder abbaut.
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