DE19603753A1 - Verfahren zur Beeinflussung der Abgasemission einer Kolbenbrennkraftmaschine - Google Patents
Verfahren zur Beeinflussung der Abgasemission einer KolbenbrennkraftmaschineInfo
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Description
Die Emissionen von Kohlenwasserstoffen sowie Kohlenmonoxid
bei einer Kolbenbrennkraftmaschine mit Fremdzündung sind
nach dem Kaltstart sowie in der Warmlaufphase infolge der
notwendigen Gemischanreicherung besonders hoch. Gerade
in dieser Phase hat ein heute üblicher Katalysator, der
zur einwandfreien Umsetzung der Schadstoffkomponenten eine
Eigentemperatur je nach Bauart zwischen 250°C und 350°C
benötigt, seine Betriebstemperatur noch nicht erreicht,
so daß während dieser Phase der Katalysator praktisch noch
keine Wirkung zeigt und dementsprechend eine hohe Konzentra
tion der von dem Katalysator umzusetzenden Schadstoffe
über das Abgas ins Freie gelangt.
Um diesem Nachteil abzuhelfen, hat man versucht, kontinuier
lich Frischluft in das Abgassystem vor dem Katalysator
einzubringen und zwar entweder eine Zufuhr eines kontinuier
lichen Luftstromes unter Verwendung einer Pumpe oder durch
Selbstansaugung unter Ausnutzung der Gasschwingungen im
Abgassystem. Bei einer genügend hohen Abgastemperatur von
mindestens 600°C läßt sich auf diese Weise eine Selbstoxida
tion der genannten Schadstoffkomponenten erreichen und
gleichzeitig durch die exotherme Reaktion die Abgastempera
tur und damit auch die Katalysatortemperatur erhöhen. Der
Nachteil dieser bekannten Verfahrensweise besteht zum einen
darin, daß während der ersten Sekunden nach dem Kaltstart
die Abgastemperatur kleiner als 600°C ist, so daß keine
Oxidation stattfinden kann. Gerade in dieser Betriebsphase
ist jedoch die Emission von Kohlenmonoxid und Kohlenwasser
stoff besonders hoch. Ein weiterer Nachteil dieser Verfah
rensweise ist vielfach dadurch gegeben, daß die Einblase
stelle nicht nahe in den Bereich der Auslaßventile gelegt
werden kann, so daß die Frischluftzufuhr an einer kühleren
Stelle im Abgassystem erfolgt, wodurch die Umsetzung mit
den Schadstoffkomponenten wiederum verzögert wird, zumindest
jedoch unvollständig abläuft. Durch die kontinuierliche
Luftzufuhr während der Arbeitstakte, in der die Auslaßven
tile geschlossen sind, wird ein unerwünschter Kühleffekt
bewirkt, da die eingeführte Luft auf einem Temperaturniveau
liegt, das in etwa der Umgebungstemperatur entspricht.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren
zu schaffen, das eine Verringerung der Schadstoffemission
insbesondere in der Phase nach dem Motorstart ermöglicht.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß an einer Kolbenbrennkraft
maschine mit einer Motorsteuerung dadurch gelöst, daß zu
sätzlich zu der durch den normalen Arbeitstakt des jeweili
gen Zylinders vorgegebenen Zylinderfüllung in den Brennraum
des Zylinders frühestens zum Ende der Verbrennung Frischluft
und/oder zusätzlicher Kraftstoff unter Druck eingeführt
wird. Diese Verfahrensweise hat den Vorteil, daß, gestützt
auf die Daten der Motorsteuerung, und in Abhängigkeit des
Abgasmassenstromes das für eine optimale Umsetzung erforder
liche Verhältnis von Abgas zu Frischluft zu jedem Zeitpunkt
eingestellt werden kann. Bei einer direkten Einblasung
von Frischluft in den Brennraum, beispielsweise unmittelbar
nach Beendigung der Verbrennung des Kraftstoffluftgemisches,
kann das im Brennraum herrschende hohe Temperaturniveau
schon ab der ersten Verbrennung nach dem Start ausgenutzt
werden, so daß die vorbeschriebene Selbstoxidation von
Restanteilen an Kohlenmonoxid und Kohlenwasserstoffen im
Abgas praktisch schon in der Ausstoßphase erfolgen kann.
Da die Frischluft sowohl hinsichtlich des Zeitpunktes als
auch hinsichtlich der Menge gezielt zugeführt werden kann
und zwar immer nur dann, wenn im Brennraum noch eine sehr
hohe Temperaturlage gegeben ist, werden auch nachteilige
Kühleffekte in den nachfolgenden Arbeitstakten des jeweili
gen Zylinders vermieden. Bei Ottomotoren mit Direktein
spritzung, die als sogenannte Magermotoren ausgelegt sind,
ergibt sich dagegen zum Ende der Verbrennung ein Luftüber
schuß im Abgas. Um auch hier für die Startphase die ge
wünschte hohe Temperaturlage zu bewirken, ist entsprechend
der Erfindung vorgesehen, daß zum Verbrennungsende zusätz
lich eine entsprechend dem Luftanteil bemessene Kraftstoff
menge eingespritzt wird. Die Nachverbrennung dieser Kraft
stoffmenge führt dann zu einer Erhöhung der Temperatur
des Abgases, so daß der nachgeschaltete Katalysator schnel
ler seine Betriebstemperatur erreicht.
Die Einführung von Luft kann hierbei auch in Kombination
mit der Einführung von zusätzlichem Kraftstoff erfolgen,
wenn wegen zu geringer Kraftstoffmengen Schwierigkeiten
bei der Mengendosierung entstehen.
Der Begriff "Brennraum" im Sinne der Erfindung umfaßt sowohl
den Brennraum im eigentlichen Sinne, also den Zylinderraum,
als auch den daran anschließenden Bereich des Abgaskanals.
Die Einführung der zusätzlichen Frischluft und/oder des
zusätzlichen Kraftstoffs erfolgt frühestens zum Ende des
normalen, durch den Arbeitstakt bedingten Verbrennungsvor
gangs. Dieser Zeitpunkt kann durch eine entsprechende Aus
legung der Motorsteuerung erfaßt werden. Soll die Einfüh
rung der zusätzlichen Frischluft und/oder des zusätzlichen
Kraftstoffs nicht nur in der Startphase erfolgen, so kann
bei einer Motorsteuerung mit Kennfeld in Abhängigkeit vom
jeweiligen, das Verbrennungsende kennzeichnenden Betriebs
punkt, der Beginn der Einführung des zusätzlichen Mediums
erfolgen. Hierzu eignet sich beispielsweise auch eine vom
jeweiligen Zündwinkel abhängige Einleitung der zusätzlichen
Medien, da auch hierüber das Ende der "normalen" Verbrennung
bestimmbar ist. Auch über einen Verbrennungsdrucksensor
an wenigstens einem Zylinder läßt sich das Ende der Verbren
nung bestimmen und ein entsprechendes Steuersignal auslösen.
Da die Frischluft bei einer Einblasung jeweils in den Brenn
raum der einzelnen Zylinder der Kolbenbrennkraftmaschine
mit einem ausreichend hohen Druck zur Verfügung stehen
muß, ist es in einer Ausgestaltung der Erfindung zweckmäßig,
daß die einzublasende Luft einem Druckspeicher entnommen
wird. Diese Verfahrensweise erlaubt es, über eine vorzu
schaltende Pumpe im Druckspeicher eine entsprechend hohes
Druckniveau vorzuhalten, das die taktweise Einblasung hin
sichtlich des Zeitpunktes des Einblasebeginns, der Ein
blasdauer und/oder der Einblasmenge über ein entsprechend
gestaltetes Ventil über die Motorsteuerung gesteuert werden
kann. Die Ansteuerung des Luftkompressors kann dann zum
einen in Abhängigkeit von dem Druck im Druckspeicher zur
Aufrechterhaltung des Druckniveaus erfolgen und zum anderen
über die Motorsteuerung, über die der Luftkompressor dann
abgeschaltet werden kann, wenn keine Druckluft mehr benötigt
wird.
Besonders zweckmäßig ist es, wenn die Frischluft im Druck
speicher aufgeheizt wird. Hierzu kann beispielsweise ein
Druckspeicher in Form eines sogenannten Latentwärmespeichers
vorgesehen werden, wie er beispielsweise auch für eine
Kühlwasservorwärmung bekannt ist. Diese Verfahrensweise
hat den Vorteil, daß während der Startphase keine kalte
Frischluft sondern warme, zumindest temperierte Frischluft
in den Brennraum eingeblasen wird.
In weiterer Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens
ist vorgesehen, daß Frischluft unter Vermischung mit dem
für den Arbeitstakt einzuspritzenden Kraftstoff eingeblasen
wird. Diese Verfahrensweise kann sowohl während der Start
phase aber auch während des Betriebes bei warmem Motor
in gewissen Betriebsphasen angewendet werden, bei denen
erfahrungsgemäß ein Anstieg an Schadstoffkomponenten im
Abgas gegeben ist. Durch die Einblasung einer geringen
Frischluftmenge in den Einspritzbereich der Einspritzventile
ergibt sich eine intensive Durchmischung mit dem eingespritz
ten Kraftstoff, was zu einer verbesserten Gemischaufberei
tung und damit zu einer weiteren Reduzierung des Gehaltes
an Kohlewasserstoffen und Kohlenmonoxid im Abgas führt.
Die heutigen bekannten Systeme für luftunterstützte Ein
spritzventile haben allerdings den Nachteil, daß der Luft
massenstrom des Systems durch das Druckgefälle von Umgebungs
druck-Saugrohrunterdruck abhängt, der Luftmassenstrom also
mit steigendem Motormassenstrom abnimmt. Gerade bei hohen
Motorlasten und damit geringem Saugrohrunterdruck ist aber
bei nicht betriebswarmem Motor die Emission von Kohlenwasser
stoffen und Kohlenmonoxid besonders hoch. Das hier beschrie
bene Verfahren vermeidet diesen Nachteil durch Verwendung
von Druckluft und gleichzeitiger Möglichkeit der Steuerung
der Luftzufuhr durch eine Ansteuerelektronik. Besonders
vorteilhaft ist es, wenn hierbei vorgewärmte Frischluft
eingeführt wird, wodurch die Verdampfung des Kraftstoffs
während der Einspritzphase noch verbessert wird. Die zusammen
mit dem für den Arbeitstakt einzuspritzenden Kraftstoff
einzuführende zusätzliche Luftmenge wird abgestimmt auf
die nach dem Verbrennungsende zuzuführenden zusätzlichen
Luftmenge.
Die Erfindung wird anhand eines Blockschaltbildes näher
erläutert.
Das Blockschaltbild zeigt einen Zylinder 1 einer Kolbenbrenn
kraftmaschine, die mit einem Einspritzsystem für den Kraft
stoff versehen ist. Der Kraftstoff wird hierbei jeweils
über eine Einspritzeinrichtung 2 in den Luftansaugkanal 3
des Zylinders 1 eingeführt. Das Einspritzventil 2 wird
hierbei über eine elektronische Motorsteuerung 4 entsprechend
den hier beispielsweise durch ein Motorkennfeld vorgegebenen
Daten sowie der aus den übrigen erfaßten Betriebsdaten
wie Drehzahl, Temperatur, Stellung des Gaspedals,
Lambda-Wert angesteuert.
Um nun die Entstehung von Schadstoffen während des Motorbe
triebes zu reduzieren, ist zur Durchführung des Verfahrens
ein Druckspeicher 5 zur Speicherung von Druckluft vorgesehen,
der über einen Luftkompressor 6 gespeist wird. Über eine
entsprechende druckabhängige Steuerung 7 wird dafür Sorge
getragen, daß im Speicher zumindest in der Anforderungsphase,
ein ausreichendes Druckniveau bereitgehalten wird. Die
Drucksteuerung 7 wird ferner über die Motorsteuerung 4
angesteuert, so daß der Luftkompressor 6 nur dann betrieben
wird, wenn nach den Betriebsdaten der Motorsteuerung Druck
luft bereitzustellen ist.
Der Druckspeicher 5 steht nun über eine Zuleitung 8 und
ein Schaltventil 9 mit dem Zylinder 1 in Verbindung. Die
Leitung 8 kann hierbei unmittelbar in den Brennraum ein
münden oder auch hinter dem Gasauslaßventil 10 in die Abgas
leitung 11 einmünden. Das Schaltventil 9 wird über die
Motorsteuerung 4 angesteuert, so daß entsprechend den Vor
gaben der Motorsteuerung der Zeitpunkt des Einblasebeginns,
die Einblasdauer und/oder die Einblasmenge in Abhängigkeit
von den jeweiligen Anforderungen des Motorbetriebs während
der Startphase und in der Warmlaufphase gesteuert werden
kann.
Um nun auch bei warmem Motor bei Betriebsphasen, bei denen
ein erhöhter Anteil an Schadstoffkomponenten im Abgas auf
treten kann, gezielt auf die Umsetzung der Schadstoffkompo
nenten im Abgas noch vor einem nachgeschalteten Katalysator
eingreifen zu können, wird zweckmäßigerweise in die Ein
spritzeinrichtung ebenfalls entsprechend den Arbeitstakten
Frischluft zugeführt, so daß noch während der Einspritzung
eine intensive Durchmischung des eingespritzten Kraftstoffs
mit Luft erfolgt und dieses Gemisch dann in den Luftansaug
kanal 3, wie hier dargestellt, oder direkt in den Brennraum
eintritt. Hierzu ist die Kraftstoffeinspritzeinrichtung
2 über eine Frischluftleitung 12 mit dem Druckspeicher
5 verbunden. In der Frischluftleitung 12 ist ein Druck
minderer 13 und ein Taktventil 14 angeordnet. Das Takt
ventil 14 steht wiederum mit der Motorsteuerung 4 in Ver
bindung, so daß jeweils zum Einspritzzeitpunkt zusätz
lich zum Kraftstoff, der über die Leitung 15 zugeführt
wird, Frischluft zusammen mit dem eingespritzten Kraftstoff
dem Brennraum zugeführt werden kann. Die Frischluftzufuhr
über das Schaltventil 9 erfolgt entsprechend den Vorgaben
der Motorsteuerung 4 nur während der Start- und Warmlauf
phase. Die Frischluftzufuhr über das Taktventil 14 erfolgt
demgegenüber während des Betriebes auch bei warmem Motor
immer dann, wenn aufgrund der jeweiligen Betriebsphase
höhere Anteile an Schadstoffkomponenten im Abgas entstehen
bzw. im Abgas entstehen können.
Der Druckspeicher 5 kann mit einer hier nicht näher darge
stellten Heizeinrichtung ausgerüstet sein, so daß die
vorgehaltene Frischluft im Betrieb vorgeheizt zur Verfügung
steht. Der Druckspeicher kann hierbei elektrisch und/oder
über das Kühlwasser aufgeheizt werden, wobei durch entspre
chende Wärmespeicherelemente, beispielsweise bei einer
Aufheizung durch das Kühlwasser, die Möglichkeit gegeben
ist, daß auch nach einer längeren Stillstandzeit des Motors
zumindest temperierte Luft, d. h. mit einem Temperatur
niveau über der Umgebungsluft in den Brennraum eingeblasen
werden kann.
Die Anwendung dieses Verfahrens ist nicht auf das darge
stellte Beispiel eines Motors mit Kraftstoffeinspritzung
beschränkt, sondern läßt sich auch bei allen anderen nach
dem Ottoverfahren arbeitenden Verbrennungskraftmaschinen
einsetzen.
Claims (6)
1. Verfahren zur Beeinflussung der Abgasemission einer
Kolbenbrennkraftmaschine mit einer Motorsteuerung, dadurch
gekennzeichnet, daß zusätzlich zu der durch den normalen
Arbeitstakt des jeweiligen Zylinders vorgegebenen Zylinder
füllung in den Brennraum des Zylinders frühestens zum Ende
der Verbrennung Frischluft und/oder Kraftstoff unter Druck
eingeführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Zeitpunkt des Einführungsbeginns, die Einführungsdauer
und/oder die Einführungsmenge in Abhängigkeit von der Motor
steuerung gesteuert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die zusätzliche Frischluft und/oder der zusätzliche
Kraftstoff in der Startphase der Kolbenbrennkraftmaschine
in den Brennraum eingeführt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß Frischluft unter Vermischung mit dem für den Arbeits
takt einzuspritzenden Kraftstoff eingeblasen wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die einzublasende Luft einem Druck
speicher entnommen wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Frischluft im Druckspeicher aufge
heizt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19603753A DE19603753A1 (de) | 1996-02-02 | 1996-02-02 | Verfahren zur Beeinflussung der Abgasemission einer Kolbenbrennkraftmaschine |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19603753A DE19603753A1 (de) | 1996-02-02 | 1996-02-02 | Verfahren zur Beeinflussung der Abgasemission einer Kolbenbrennkraftmaschine |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19603753A1 true DE19603753A1 (de) | 1997-08-07 |
Family
ID=7784338
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19603753A Withdrawn DE19603753A1 (de) | 1996-02-02 | 1996-02-02 | Verfahren zur Beeinflussung der Abgasemission einer Kolbenbrennkraftmaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19603753A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10224719B4 (de) * | 2002-05-30 | 2007-03-08 | Iav Gmbh Ingenieurgesellschaft Auto Und Verkehr | Einrichtung und Verfahren zum Speisen von Zylindern von aufgeladenen Verbrennungsmotoren |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4083183A (en) * | 1975-12-17 | 1978-04-11 | Toyota Jidosha Kogyo Kabushiki Kaisha | Internal combustion engine for a vehicle |
-
1996
- 1996-02-02 DE DE19603753A patent/DE19603753A1/de not_active Withdrawn
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4083183A (en) * | 1975-12-17 | 1978-04-11 | Toyota Jidosha Kogyo Kabushiki Kaisha | Internal combustion engine for a vehicle |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE10224719B4 (de) * | 2002-05-30 | 2007-03-08 | Iav Gmbh Ingenieurgesellschaft Auto Und Verkehr | Einrichtung und Verfahren zum Speisen von Zylindern von aufgeladenen Verbrennungsmotoren |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| 8130 | Withdrawal | ||
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: FEV MOTORENTECHNIK GMBH, 52078 AACHEN, DE |