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DE19603585A1 - Verfahren und Vorrichtungen zur Durchführung der Plakatarbeiten an Plakatanschlägen, insbesondere Plakatvitrinen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtungen zur Durchführung der Plakatarbeiten an Plakatanschlägen, insbesondere Plakatvitrinen

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Publication number
DE19603585A1
DE19603585A1 DE1996103585 DE19603585A DE19603585A1 DE 19603585 A1 DE19603585 A1 DE 19603585A1 DE 1996103585 DE1996103585 DE 1996103585 DE 19603585 A DE19603585 A DE 19603585A DE 19603585 A1 DE19603585 A1 DE 19603585A1
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DE
Germany
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poster
cover sheet
winding shaft
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unwinding
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE1996103585
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English (en)
Inventor
Gerd Dipl Ing Zollner
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Individual
Original Assignee
Individual
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Publication date
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Publication of DE19603585A1 publication Critical patent/DE19603585A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G09EDUCATION; CRYPTOGRAPHY; DISPLAY; ADVERTISING; SEALS
    • G09FDISPLAYING; ADVERTISING; SIGNS; LABELS OR NAME-PLATES; SEALS
    • G09F11/00Indicating arrangements for variable information in which the complete information is permanently attached to a movable support which brings it to the display position
    • G09F11/18Indicating arrangements for variable information in which the complete information is permanently attached to a movable support which brings it to the display position the display elements being carried by belts, chains, or the like other than endless
    • G09F11/21Indicating arrangements for variable information in which the complete information is permanently attached to a movable support which brings it to the display position the display elements being carried by belts, chains, or the like other than endless the elements being flexible sheets

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Description

Die Erfindung betrifft Verfahren zur Durchführung der Plakatar­ beiten bei der Großflächenwerbung mit Hilfe von Plakatanschlä­ gen, insbesondere Plakatvitrinen. Ferner ist die Erfindung auf Plakatanschläge in Gestalt von Plakatvitrinen oder auch Plakat­ tafeln u. dgl. gerichtet.
Die Erfindung ist insbesondere auf Plakatanschläge für die Groß­ flächenwerbung gerichtet, bei denen Großplakate mit Abmessungen von mindestens 1,5 × 2,5m oder zumeist deutlich darüber, wie et­ wa 2,5 × 3,5m und größer Verwendung finden. Statt dessen kann der erfindungsgemäße Plakatanschlag aber auch außerhalb des Werbebe­ reichs für entsprechend große Hinweis- und Informationsplakate u. dgl. verwendet werden.
Bei der Großflächenwerbung werden als Plakatanschläge für die zumeist aus einzelnen Plakatbögen zusammengesetzten Großplakate entweder Plakattafeln oder aber Plakatvitrinen verwendet, in de­ nen das Großplakat geschützt hinter einer es zur Sichtseite hin abdeckenden transparenten Schutzscheibe angeordnet ist. Während bei der Verwendung von Plakattafeln die aus bedruckten Papierbö­ gen zusammengesetzten Großplakate seit jeher mittels eines Klei­ sters voll flächig an den Plakattafeln angeklebt werden, ist es bei Plakatvitrinen bekannt, die vorgefertigten Großplakate zu einer Plakatrolle aufgewickelt der Plakatvitrine zuzuführen und in dieser von der Plakatrolle in die ausgebreitete Sichtposition hinter der Schutzscheibe abzuwickeln. Zum Einbringen des Groß­ plakats bzw. der Plakatrolle in die Plakatvitrine kann diese durch Aufschwenken ihrer frontseitigen Schutzscheibe geöffnet werden oder es kann am Vitrinengehäuse umfangsseitig eine geson­ derte Bedienungsöffnung für das Einbringen der Plakatrolle vor­ gesehen werden.
Aus dem DE-GM 295 02 954.4, dessen Offenbarungsinhalt zum Offen­ barungsinhalt der vorliegenden Erfindungsbeschreibung gemacht wird, ist es bekannt, in der Plakatvitrine eine Plakat- Abwickelvorrichtung in Gestalt eines Plakataufzugs anzuordnen, mit dessen Hilfe sich das Großplakat innerhalb der Plakatvitrine von der im Plakatrollenhalter auf einer Wickelwelle drehbar ge­ lagerten Plakatrolle in die Sichtposition abwickeln läßt.
Dabei kann auch mit einem Transportbehälter gearbeitet werden, mit dem die in ihn mit der Wickelwelle eingelegte Plakatrolle in die Plakatvitrine eingebracht wird, um anschließend das Plakat mit Hilfe des Plakataufzugs in die Sichtposition hochzuziehen. Unab­ hängig davon, ob mit oder ohne Transportbehälter gearbeitet wird, ist die Plakatrolle in ihrer Abwickelposition mit der Wic­ kelwelle im Plakatrollenhalter gelagert, der sie im Zugriff zu der Abwickelvorrichtung ausgerichtet hält.
Mit der älteren DE-Patentanmeldung P 44 38 745.8 wurde auch schon vorgeschlagen, das Großplakat um seine Schmalseite zu der Plakatrolle aufgewickelt der Plakatvitrine zuzuführen und in dieser mittels einer als Seitenzug arbeitenden Abwickelvorrich­ tung in Seiten- bzw. Horizontalrichtung in die Sichtposition ab­ zuwickeln, wobei für die Abwickelvorrichtung beispielsweise ein Nockenriemenantrieb oder aber eine in der Plakatvitrine geführte Zugleiste mit Zugmittelantrieb od. dgl. verwendet wird. Auch hier ist die Plakatvitrine vorzugsweise so gestaltet, daß sich die Plakatarbeiten unter Umständen auch ohne Öffnen der transparen­ ten Schutzscheibe über eine am Umfang des Vitrinengehäuses ange­ ordnete Bedienungsöffnung von außen durchführen lassen.
Aus dem vorgenannten DE-GM 295 02 954.4 ist es weiterhin be­ kannt, die das Großplakat bildenden Plakatbögen auf ihrer der Sichtseite abgewandten Rückseite an einer flexiblen Abdeckbahn, die z. B. aus einer Kunststoffolie besteht, anzuordnen und zusam­ men mit der Abdeckbahn zu der Plakatrolle aufzuwickeln, die in der Plakatvitrine mittels der Abwickelvorrichtung abgewickelt wird, um das Großplakat in die ausgebreitete Sichtposition zu bringen. Dabei sind die Plakatbögen zumindest der oberen Bogen­ reihe jeweils an ihrem oberen Bogenrand an der Abdeckbahn durch Verkleben angeschlossen, während die Plakatbögen der unteren Reihe (n) mit denjenigen der oberen Reihe durch Randverklebung in den Überlappungsbereichen verbunden werden. Die Verbindung des Großplakats mit der Abdeckbahn in Gestalt einer Kunststoffo­ lie hat vor allem den Vorteil, daß die von der Abwickelvorrich­ tung beim Abwickelvorgang ausgeübten Zugkräfte auf die Kunst­ stoffolie, nicht aber auf das Papierplakat selbst ausgeübt wer­ den, dessen Reißfestigkeit kleiner ist als diejenige der Kunst­ stoffolie. Probleme ergeben sich hier aber unter anderem da­ durch, daß die Kunststoffolie unter Temperatur- und Witterungs­ einflüssen ein von dem Papierplakat unterschiedliches, zum Teil konträres Verhalten hat. Während die Kunststoffolie mit anstei­ gender Temperatur Dehnungen erfährt, ist eine temperaturabhängi­ ge Dehnung bei dem Papierplakat nicht gegeben. Dieses ist gegen­ über feuchter Atmosphäre empfindlich, während die Kunststoffolie feuchtigkeitsunempfindlich ist. Die unterschiedlichen Eigen­ schaften können dazu führen, daß das in der Plakatvitrine be­ findliche Plakat zu einer unerwünschten, das Plakatmotiv verzer­ renden Wellenbildung neigt. Außerdem ist die Klebeverbindung zwischen Plakatbögen und Kunststoffolie nachteilig, da beim Pla­ katwechsel die Kunststoffolie zumeist zusammen mit dem Altplakat entsorgt werden muß, die Kunststoffolie also in aller Regel nicht wiederverwendbar ist.
Aufgabe der Erfindung ist es vor allem, bei einem Plakatan­ schlag, insbesondere einer Plakatvitrine, die Plakatarbeiten zu erleichtern und so durchzuführen, daß die Abdeckbahn beim Pla­ katwechsel problemlos wiederverwendet werden kann. Ferner be­ zweckt die Erfindung in dieser Hinsicht vorteilhafte Plakatan­ schläge, insbesondere in Gestalt von Plakatvitrinen, und Vor­ richtungen an solchen Plakatanschlägen.
Die vorgenannte Aufgabe wird mit dem erfindungsgemäßen Verfahren mit den im Oberbegriff und im Kennzeichen des Anspruchs 1 ange­ gebenen Merkmalen gelöst.
Die bei dem erfindungsgemäßen Verfahren verwendete Abdeckbahn, welche das Großplakat auf ganzer Fläche, bei einer Plakatvitrine zweckmäßig an dessen Rückseite überdeckt, besteht vorzugsweise aus einer reißfesten Kunststoffolie, insbesondere im Falle einer Leuchtvitrine mit Plakatdurchleuchtung aus einer transparenten Klarsichtfolie, obwohl ggf. auch andere flexible Abdeckbahnen, z. B. eine dünne Gewebebahn od. dgl., verwendet werden können. Be­ sonders geeignet für die Abdeckbahn ist eine reißfeste Kunst­ stoffolie aus Polyethylen, deren Dicke höchstens 0,2mm, vorzugs­ weise bei 0,1mm oder darunter liegt, vorzugsweise 0,075mm be­ trägt. Bei einer Plakatvitrine mit frontseitiger transparenter Schutzscheibe befindet sich die Abdeckbahn zweckmäßig an der der Sichtseite abgewandten Rückseite des Großplakats.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird das Großplakat getrennt von der Abdeckbahn vorgefertigt, im allgemeinen aus mehreren miteinander verklebten Plakatbögen zusammengesetzt, worauf das vorgefertigte Großplakat in den Verbund mit der Abdeckbahn ge­ bracht wird, und zwar ohne großflächige Verklebung mit dieser. Hierbei wird das Großplakat im Fertigzustand in den lösbaren Wickelverbund mit der Abdeckbahn gebracht, worauf das Großplakat mit der Abdeckbahn am Plakatanschlag bzw. in der Plakatvitrine mit Hilfe der hier vorgesehenen Abwickelvorrichtung in die aus­ gebreitete Sichtposition abgewickelt wird. Beim Plakatwechsel braucht nach gemeinsamen Aufwickeln von Abdeckbahn und Großpla­ kat dieses nur noch im Wickelverbund mit der Abdeckbahn gelöst zu werden, worauf mit derselben Abdeckbahn ein neues Plakat in den lösbaren Wickelverbund gebracht wird. Das vorgefertigte Großplakat und die Abdeckbahn können in vorteilhafter Weise so miteinander vereinigt werden, daß das Großplakat nur auf der Seite der Wickelwelle und auf der gegenüberliegenden Seite, welche die Angriffsseite für die Abwickelvorrichtung bildet, im Abwickelverbund mit der Abdeckbahn steht, wobei an dieser letzt­ genannten Seite die Verbindung auch über ein Kopplungselement erfolgen kann, mit dem die Kupplung zwischen der Abwickelvor­ richtung und dem Verbund der Abdeckbahn und dem Großplakat her­ gestellt wird.
Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren ergeben sich mehrere wesent­ liche Vorteile. Das Zusammenstellen des vorgefertigten Großpla­ kats mit der Abdeckbahn gestaltet sich erheblich einfacher, da hierbei nur das zuvor für sich fertiggestellte Großplakat in den Wickelverbund mit der wiederverwendbaren Abdeckbahn gebracht zu werden braucht, und zwar über Anschlüsse, die beim Plakatwech­ seln ein leichtes Lösen und Trennen des Großplakats von der Ab­ deckbahn ermöglichen. Das angeschlossene Großplakat kann dann mit der Abdeckbahn in Überdeckung auf die Wickelwelle aufgewic­ kelt und als Plakatrolle, ggf. mit der Wickelwelle eingelegt in einen Aufnahmebehälter, in die Abwickelposition am Plakatan­ schlag bzw. in der Plakatvitrine gebracht werden, so daß das Großplakat und die Abwickelbahn mit Hilfe der Abwickelvorrich­ tung gemeinsam von der Plakatrolle abgewickelt werden können, wie dies an sich bekannt ist. Beim Plakatwechsel kann das ausge­ breitete Großplakat im Verbund mit der Abdeckbahn wieder auf die gemeinsame Wickelwelle zurückgewickelt werden, worauf die so ge­ bildete Plakatrolle mit der Wickelwelle vom Plakatanschlag bzw. dem hier angeordneten Plakatrollenhalter abgenommen und an­ schließend das Großplakat unter Wahrung der Verbindung der Ab­ deckbahn mit der Wickelwelle und ggf. dem Kopplungselement an seinen Anschlüssen gelöst und entfernt wird, um ein neues Groß­ plakat anschließen zu können. Möglich ist hierbei auch eine Kopplung von Großplakat und Abdeckbahn in der Weise, daß die von der Abwickelvorrichtung beim Abwickelvorgang ausgeübten Zugkräf­ te und auch die Zugkräfte beim späteren Wiederaufwickeln der beiden Bahnen auf die Wickelwelle nur auf die Abdeckbahn zur Wirkung kommen, was den Vorteil bietet, daß in diesem Fall das Großplakat aus vergleichweise dünnem Papier gefertigt werden kann.
Andererseits kann mit dem erfindungsgemäßen Verfahren aber auch so gearbeitet werden, daß beim Einbringen des Großplakats in die Sichtposition das Großplakat und die Abdeckbahn jeweils von ei­ ner gesonderten Wickelwelle abgewickelt und beim Plakatwechsel gemeinsam jeweils wieder auf ihre Wickelwelle zurückgewickelt werden, worauf die Plakatrolle mit ihrer Wickelwelle zum Zwecke des Plakatwechsels dem Plakatanschlag entnommen wird. In diesem Fall wird der Wickelverbund dadurch hergestellt, daß das Groß­ plakat an seinem einen Ende an der ihm zugeordneten Wickelwelle, vorzugsweise leicht lösbar, angeschlossen wird, während es an seinem anderen, das Angriffsende für die Abwickelvorrichtung bildenden Ende entweder mit der Abwickelbahn oder mit dem hier­ mit verbundenen Kopplungselement in einem lösbaren Anschluß ver­ bunden wird.
Das erfindungsgemäße Verfahren läßt sich dabei mit Vorteil auch so durchführen, daß temperaturabhängige Dehnungen und Schrump­ fungen der Abdeckbahn (Kunststoffolie) sich nicht auf das Plakat auswirken können, also nicht zu störenden Plakatverwerfungen oder Wellenbildungen im Großplakat führen können. Bei einer Leuchtvitrine wird die Plakatdurchleuchtung nicht durch großflä­ chige Klebestellen zwischen Plakat und Abdeckbahn störend beein­ flußt.
Insbesondere dann, wenn der Plakatanschlag sich im Freien befin­ det, wo witterungsbedingt größere Temperaturunterschiede zu er­ warten sind, empfiehlt es sich, die Abdeckbahn und/oder das Großplakat in der ausgebreiteten Sichtposition unter einer Span­ nung zu halten, d. h. in Ab- und Aufwickelrichtung abzuspannen. Dabei kann auch das Großplakat unabhängig von der Abdeckbahn ge­ spannt werden, was den Vorteil bietet, daß für die Abspannung der Abdeckbahn größere Spannkräfte aufgebracht werden können als für die Abspannung des weniger reißfesten Großplakats. Die Ab­ spannung der Abdeckbahn und/oder des Großplakats läßt sich mit Hilfe einfacher Federspannvorrichtungen durchführen, die Be­ standteil der Wickelwelle und/oder auch der Abwickelvorrichtung sein können.
Weiterhin empfiehlt es sich, das in der Sichtposition an seiner Rückseite von der Abdeckbahn überdeckte Großplakat mittels einer in der Plakatvitrine angeordneten, gegen die Abdeckbahn anstell­ baren Anstellvorrichtung gegen die frontseitige Schutzscheibe der Plakatvitrine anzustellen, so daß das ausgebreitete Großpla­ kat in dichter Anlage an der Innenfläche der Schutzscheibe ge­ halten wird und zwischen Schutzscheibe und Großplakat kein nen­ nenswertes Luftpolster vorhanden ist, welche zu einem Beschlagen der Schutzscheibe oder einer übermäßigen Durchfeuchtung des Großplakats führt. Vorzugsweise wird die Anstellvorrichtung so ausgeführt, daß das Großplakat nur in seinem Umfangsbereich ge­ gen die Schutzscheibe angestellt wird. Bei Abspannung des Groß­ plakats und/oder der Abdeckbahn erfolgt die Anstellung gegen die Schutzscheibe drucklos oder nur mit einem solch geringen Druck, das die Funktion der Abspannung über die Anschlagdauer des Groß­ plakats am Plakatanschlag bzw. in der Plakatvitrine gewahrt bleibt.
Nach einem weiteren Erfindungsmerkmal, dem selbständige Bedeu­ tung zukommt, wird das Großplakat mittels einer in Abhängigkeit von dem Abwickelvorgang selbsttätig ausgelösten Anstellvorrich­ tung gegen die Schutzscheibe der Plakatvitrine angestellt. Wird hierbei eine Plakat-Abspannung vorgesehen, so wird zweckmäßig so gearbeitet, daß die Anstellung des Großplakats gegen die Schutz­ scheibe und die Spannung des Großplakats selbsttätig in Abhängig­ keit vom Abwickelvorgang erfolgen.
Bei einem nach Art einer Plakattafel ausgebildeten Plakatan­ schlag kann die transparente Abdeckbahn so mit dem Großplakat in die Sichtposition abgewickelt werden, daß die Abdeckbahn das ausgebreitete Großplakat an der Sichtseite überdeckt, wobei für die Abdeckbahn eine transparente Kunststoffolie verwendet wird. Die Abdeckbahn ersetzt in diesem Fall die Schutzfunktion der bei den Plakatvitrinen vorgesehenen transparenten Schutzscheibe. Bei einer solchen Plakattafel kann das von der Abdeckbahn sichtsei­ tig überdeckte Großplakat in seiner ausgebreiteten Sichtposition mit Hilfe der zugeordneten Anstellvorrichtung gegen die Rückwand bzw. die Wandfläche der Plakattafel angestellt werden und es ist ebenfalls eine Plakatspannung möglich.
Die Erfindung schließt auch ein Verfahren ein, bei der das Groß­ plakat in der ausgebreiteten Sichtposition zwischen zwei flexi­ blen Abdeckbahnen angeordnet wird, von denen zumindest die auf der Sichtseite befindliche Abdeckbahn aus einer transparenten Kunststoffolie besteht.
Wie erwähnt, besteht die erfindungsgemäße Plakatanschlagvorrich­ tung bevorzugt aus einer Plakatvitrine, in der die Abwickelvor­ richtung eingebaut ist und in die die auf die Wickelwelle ggf. im Verbund mit der Abdeckbahn aufgewickelte Plakatrolle von au­ ßen, sei es bei geöffneter Schutzscheibe oder vorzugsweise über eine gesonderte Einführungsöffnung am Umfang des Vitrinengehäu­ ses, eingebracht und im Einlegeraum der Plakatvitrine mit Hilfe eines Plakatrollenhalters im Zugriffsbereich der Abwickelvor­ richtung positioniert wird. In gleicher Weise kann vorgegangen werden, wenn der erfindungsgemäße Plakatanschlag aus einem zur Plakatsichtseite hin offenen kastenförmigen Gehäuse, z. B. einem Vitrinengehäuse ohne frontseitige transparente Schutzscheibe, besteht.
Vorteilhafte Ausgestaltungsformen des Plakatanschlags und seiner verschiedenen Komponenten sind in den einzelnen Ansprüchen ange­ geben und werden nachfolgend im Zusammenhang mit den in der Zeichnung gezeigten Ausführungsbeispielen näher erläutert. Im übrigen können bei dem erfindungsgemäßen Plakatanschlag alle sonstigen Gestaltungsmerkmale verwirklicht werden, wie sie in dem eingangs genannten DE-GM 295 02 954.4 angegeben sind.
In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1, 2 und 3 in schematischer Vereinfachung jeweils eine erfindungsgemäße Plakatvitrine in Blickrichtung auf ihre Frontseite, d. h. auf die Sichtseite des in der Plakatvitrine befindlichen Großplakats;
Fig. 4 eine erfindungsgemäßes Großplakat im Verbund mit ei­ ner Abdeckbahn in Blickrichtung auf die Sichtseite des Plakats;
Fig. 5, 5A und 5B jeweils in perspektivischer Ansicht eine Plakatrolle, die durch Aufwickeln des Großplakats und der Abdeckbahn gemäß Fig. 4 gebildet ist;
Fig. 6 in perspektivischer Ansicht einen Transportbehälter, in welchem die Plakatrolle gemäß Fig. 5 mit der Wic­ kelwelle angeordnet und gelagert ist;
Fig. 7A in perspektivischer Ansicht und schematischer Verein­ fachung die Plakatrolle mit einer hieran angeordneten Kopplungsleiste und ihr zugeordneter Zugleiste der Abwickelvorrichtung;
Fig. 7B einen Vertikalschnitt zu Fig. 7A;
Fig. 8 in schematischer Darstellung eine erfindungsgemäße Abwickelvorrichtung, wobei die Teile der Plakatvitri­ ne oder eines sonstigen Plakatanschlags aus Gründen der Verdeutlichung fortgelassen sind;
Fig. 9 einen Vertikalschnitt durch die Abwickelvorrichtung nach Fig. 8;
Fig. 10 und 11 jeweils in einer schematischen Vereinfachung das Funktionsprinzip der Abwickelvorrichtung sowie den Anschluß der Abdeckbahn und des Großplakats an der Wickelwelle in verschiedenen Gestaltungsformen;
Fig. 12 und 13 weitere Gestaltungsformen für den Anschluß der Abdeckbahn und des Großplakats an einer Wickelwelle;
Fig. 14 in schematischer Vereinfachung einen horizontalen Teilschnitt durch eine Plakatvitrine mit Lagerung der Plakatrolle im Plakatrollenhalter derselben;
Fig. 15 und 16 ebenfalls in schematischer Vereinfachung je­ weils einen Horizontalschnitt durch eine Plakatvitri­ ne mit einer das Großplakat in der Sichtposition ge­ gen die Schutzscheibe anstellenden Anstellvorrich­ tung;
Fig. 17 die Anordnung nach den Fig. 15 und 16 in einer An­ sicht in Richtung auf die Plakat-Rückseite und die Innenseite der Schutzscheibe der Plakatvitrine;
Fig. 18 und 19 jeweils in einem Horizontalschnitt durch eine Plakatvitrine eine Ausführung, bei der die Abdeckbahn und das Großplakat jeweils gesondert auf einer Wic­ kelwelle aufgerollt, aber gemeinsam mittels der Ab­ wickelvorrichtung abwickelbar sind, wobei Fig. 18 die Anordnung vor dem Abwickelvorgang und Fig. 19 die An­ ordnung nach erfolgtem Abwickelvorgang zeigen;
Fig. 20 in einer perspektivischen Ansicht lediglich die abge­ wickelte Abdeckbahn mit in diese eingeschaltetem Großplakat zusammen mit Wickelwelle und Kopplungsele­ ment, wobei der Plakatanschlag mit seinen verschiede­ nen Bauteilen aus Gründen der Übersichtlichkeit fort­ gelassen ist;
Fig. 21 eine Teilansicht der Wickelwelle bei der Anordnung nach Fig. 20;
Fig. 22 und 23 die Wickelwelle und ihre Verbindung mit der Abdeckbahn und dem Großplakat schematisch in einem Querschnitt;
Fig. 24 in einer der Fig. 20 entsprechenden perspektivischen Darstellung eine erfindungsgemäße Verbindung zwischen Abdeckbahn und Großplakat mit Hilfe von Federstäben, von denen einer in seinem Kopfbereich in Fig. 25 ge­ zeigt ist;
Fig. 26 eine vorteilhafte Ausführungsform einer erfindungsge­ mäßen Abwickelvorrichtung mit zugeordneter Spannvor­ richtung und Anstellvorrichtung;
Fig. 27 die Anordnung nach Fig. 26 im Vertikalschnitt;
Fig. 28 die Anordnung nach Fig. 26 in einem Horizontalschnitt durch den Plakatanschlag bzw. die Plakatvitrine;
Fig. 29 eine erfindungsgemäße Parallelführung für die z. B. mit einer Zugleiste gemäß Fig. 26 versehene Abwickel­ vorrichtung, wobei diese Parallelführung auch als Ab­ wickelvorrichtung für das Großplakat verwendbar ist;
Fig. 30 in perspektivischer Darstellung eine Plakatvitrine mit einer aus einem Plakataufzug bestehenden Abwic­ kelvorrichtung;
Fig. 31 die Abwickelvorrichtung der Plakatvitrine nach Fig. 30 in einer Teilansicht, wobei die Teile der Plakat­ vitrine fortgelassen sind.
Bei den in den Fig. 1 bis 3 gezeigten Ausführungsbeispielen be­ steht der Plakatanschlag jeweils aus einer Plakatvitrine 1, die, wie bekannt, frontseitig durch eine transparente Schutzscheibe 2 aus Naturglas oder Kunstglas verschlossen ist, die in einem Rah­ men 3 eingefaßt und gehalten ist. Zum Verständnis der Erfindung wird im übrigen Bezug genommen auf das DE-GM 295 02 954.4, das verschiedene Ausgestaltungsformen einer für die Großflächenwer­ bung bestimmten Plakatvitrine mit plakat-Abwickelvorrichtungen offenbart und deren Gestaltungsmerkmale einzeln oder in Kombina­ tion auch bei dem erfindungsgemäßen Plakatanschlag zur Anwendung kommen können.
Bei den Plakatvitrinen nach den Fig. 1 bis 3 kann die Schutz­ scheibe 2 mit ihrem Scheibenrahmen 3, wie bekannt, nach oben ausschwenkbar an dem rechteckigen Vitrinengehäuse gelagert sein, so daß sich dieses an der Frontseite öffnen läßt. Die Schutz­ scheibe 2 kann aber auch fest und unschwenkbar am Vitrinengehäu­ se angebaut sein, wenn das Vitrinengehäuse an seinem Umfang eine oder mehrere Öffnungen für das Einbringen des Großplakats und für die Plakatentnahme beim Plakatwechsel aufweist. Bei einer doppelseitigen Plakatvitrine kann die Rückwand des Vitrinenge­ häuses ebenfalls durch eine in einem Scheibenrahmen eingefaßte transparente Scheibe 2 ersetzt werden, so daß zwei in die Pla­ katvitrine eingebrachte Großplakate von den beiden gegenüberlie­ genden Seiten der Plakatvitrine her sichtbar sind, wie dies ebenfalls bekannt ist. Im übrigen sind die Plakatvitrinen nach den Fig. 1 bis 3, wie bekannt, mittels eines Standbeines 4 auf dem Boden 5 aufgestellt. Sie können aber auch in bekannter Weise an einer Wand, z. B. einer Gebäudewand, angeschlossen werden.
Die Plakatvitrine nach Fig. 1 weist zumindest an der einen ver­ tikalen Seitenwand ihres Vitrinengehäuses eine über dessen Höhe im wesentlichen durchgehende Seitenöffnung auf, die eine Bedie­ nungsöffnung 6 bildet, welche durch eine Schwenkklappe 7 ver­ schließbar ist, die an ihrem oberen Ende in einem Schwenklager 8 an der Oberseite des Vitrinengehäuses gelagert ist, so daß sie sich von der in Fig. 1 gezeigten Öffnungsstellung in die verti­ kale Schließstellung schwenken läßt, in der sie die seitliche Bedienungsöffnung 6 verschließt. Die Ausstellung der Schwenk­ klappe 7 in die gezeigte Öffnungsstellung erfolgt mittels einer oder mehrerer Gasdruckfedern 9, die zwischen dem Vitrinengehäuse und der Schwenkklappe angeordnet sind. Zum Schließen der Schwenkklappe 7 ist eine Zugseil 10 vorgesehen, das mit seinem einen Ende in einem Seilanschluß 11 im unteren Endbereich der Schwenkklappe 7 angeschlossen und über mehrere Umlenkrollen 12 zu dem Standbein 4 geführt ist und an seinem hier befindlichen anderen Ende ein Griffstück 13 trägt, so daß durch eine Ziehbe­ wegung am Griffstück 13 in Pfeilrichtung nach unten die Schwenk­ klappe 7 gegen die Rückstellkraft der Gasdruckfeder 9 geschlos­ sen und in der Schließlage festgelegt werden kann. Statt dessen kann die Betätigung der Schwenkklappe 7 von der auf dem Boden 5 stehenden Bedienungsperson aber auch ohne Zugseil, z. B. mittels einer Hakenstange od. dgl. erfolgen.
An der Innenseite der Schwenkklappe 7 ist an einer Halterung ein z. B. aus einem Aufnahmegehäuse bestehender Plakatrollenhalter 14 angeordnet, in den von unten eine Plakatrolle 15 zusammen mit ihrer Wickelwelle 16 in Pfeilrichtung A einführbar ist, wobei die die Plakatrolle 15 durchgreifende Wickelwelle 16 mit ihren aus der Plakatrolle 15 herausragenden Enden in nicht­ dargestellten Drehlagern des Plakatrollenhalters 14 drehbar ge­ lagert ist. Wie weiter unten noch näher erläutert wird, weist das Aufnahmegehäuse des Plakatrollenhalters 14 an seinem Mantel eine schlitzartige Durchführung auf, durch die der Plakatanfang herausgeführt ist, so daß er sich im Zugriffsbereich einer in der Plakatvitrine 1 angeordneten Abwickelvorrichtung befindet, mit deren Hilfe das Großplakat zusammen mit einer Abdeckbahn von der Plakatrolle bzw. der Wickelwelle 16 abgewickelt werden kann, um das Großplakat in die ausgebreitete Sichtposition hinter der transparenten Schutzscheibe 2 zu bringen. Nach dem Einführen der Plakatrolle 15 in den Plakatrollenhalter 14 wird die Schwenk­ klappe 7 durch Ziehen am Zugseil 10 geschlossen, so daß der Pla­ katrollenhalter 14 mit der darin befindlichen Plakatrolle 15 in die gestrichelte Position 14′ gelangt, in der sich das Großpla­ kat zusammen mit seiner flexiblen Abdeckbahn von der Wickelwelle 16 in Pfeilrichtung S, also in Seiten- bzw. Horizontalrichtung in die Sichtposition abwickeln läßt.
In Fig. 4 ist in einem Beispiel das Großplakat mit seiner Ab­ deckbahn gezeigt. Das Großplakat 17 wird hier von mehreren rechteckigen Plakatbögen 17′ gebildet, die aus bedruckten Pa­ pierbögen bestehen, welche mit Überlappung ihrer horizontalen und vertikalen Seitenränder durch Verklebung zu dem Großplakat 17 verbunden sind, wobei im gezeigten Ausführungsbeispiel das Großplakat von zwei übereinander angeordneten Plakatbogenreihen gebildet ist, die jeweils vier Plakatbögen 17′ umfassen. Das so vorgefertigte Großplakat 17 wird mit seiner Rückseite auf eine flexible Abdeckbahn 18 in Gestalt einer transparenten Kunststof­ folie gelegt, für die zweckmäßig eine dünne Polyethylenfolie mit einer Dicke von höchstens 0,2mm, vorzugsweise von 0,1-0,075mm verwendet wird. Die Abdeckbahn 18 ist mit ihrem einen Ende an der Wickelwelle 16 angeschlossen und an ihrem gegenüberliegenden anderen Ende mit einem Kopplungselement 19 in Gestalt einer Kopplungsleiste verbunden. Mit der Wickelwelle 16 und dem Kopp­ lungselement 19 ist jeweils ein schmaler flexibler Plakat- Anschlußstreifen 20 an seinem einen Längsrand verbunden, der aus einem dünnen, zugfesten Material, vorzugsweise ebenfalls einer dünnen flexiblen Kunststoffolie besteht. An den beiden parallelen Anschlußstreifen 20 wird das vorgefertigte Großplakat 17 mit seinen beiden gegenüberliegenden Plakaträndern in den Anschlüs­ sen 21 lösbar angeschlossen, z. B. mittels einfacher Klebestrei­ fen, mittels Klettanschlüsse, Klemmleisten od. dgl.. Es ist er­ sichtlich, daß das Großplakat 17 nur an seinem auf der Seite der Wickelwelle 16 liegende Ende und an seinem gegenüberliegenden Ende, welches mit dem Kopplungselement 19 bzw. der Kopplungslei­ ste das Angriffsende für die Abwickelvorrichtung bildet, mit der Abdeckbahn 18 mittelbar, d. h. über die Anschlußstreifen 20 und deren Verbindungen zu der Wickelwelle 16 bzw. der Kopplungslei­ ste 19 verbunden ist, dagegen zwischen diesen Anschlußstellen 21 keine Verbindung zwischen dem Großplakat 17 und der dahinter be­ findlichen Abdeckbahn 18 besteht. Die sich über die Ränder des Großplakats 17 erstreckenden Anschlüsse 21 erlauben ein leichtes Trennen des Großplakats 17 von der Abdeckbahn 18, die hierbei mit der Wickelwelle 16 und mit dem Kopplungselement 19 verbunden bleibt. Demgemäß läßt sich der Plakatwechsel einfach und rasch durchführen und die Abdeckbahn 18 beim Plakatwechsel stets wie­ derverwenden.
Fig. 5 zeigt das aus dem Großplakat 17 und der Abdeckbahn 18 be­ stehende Gebilde um die Wickelwelle 16 zu der Plakatrolle 15 aufgewickelt, wobei die Wickelwelle 16 die Plakatrolle auf gan­ zer Länge durchgreift und mit ihren Enden aus der Plakatrolle vorsteht, während die das Kopplungselement 19 bildende Kopp­ lungsleiste 19 sich auf der Außenseite der Plakatrolle 15 befin­ det. Die Außenfläche der Plakatrolle 15 wird durch die Abdeck­ bahn 18 gebildet, so daß das Plakat 17 an der Plakatrolle 15 zur Außenseite hin geschützt ist, d. h. durch die Abdeckbahn 18 nach außen abgedeckt ist.
Fig. 5A zeigt die gleiche Plakatrolle 15 mit der Wickelwelle 16, die hier an ihren beiden Enden jeweils eine mit ihr fest verbun­ dene Stirnscheibe 22 trägt, mit denen sie im Plakatrollenhalter drehbar gelagert werden kann.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 5B sind auf die beiden Enden der in Fig. 5 gezeigten Plakatrolle 15 topfförmige Kappen 23 aufgesteckt, die an ihrem Boden jeweils eine Durchgriffsöffnung 24 für das betreffende Ende der Wickelwelle 16 aufweisen, die in diesen Durchgriffsöffnungen 24 um ihre Wellenachse drehbar gela­ gert ist. Die Kappen 23 weisen jeweils an ihrem Mantel einen Schlitz 25 für die Durchführung der Seitenränder des Großplakats 17 und der Abdeckbahn 18 auf. Wird die Plakatrolle 15 an den lösbar aufgesteckten Aufsteckkappen 23 mit den Enden der Wickel­ welle 16 in Drehlagern gelagert, so läßt sich das Großplakat 17 im Verbund mit der Abdeckbahn 18 mit Hilfe der an der Kopplungs­ leiste 19 angreifenden Abwickelvorrichtung von der Plakatrolle 15 abwickeln, umgekehrt im abgewickelten Zustand durch Drehen der Wickelwelle 16 in Gegenrichtung wieder zu der Plakatrolle 15 auf die Wickelwelle zurückwickeln.
Fig. 6 zeigt einen Aufnahmebehälter 26, der die in Fig. 5 ge­ zeigte Plakatrolle 15 aufnehmen kann, die dabei mit den beiden Enden ihrer Wickelwelle 16 in Drehlagern an den Stirnseiten 27 des Aufnahmebehälters drehbar gelagert ist. Der Aufnahmebehälter 26 weist eine über seine Länge durchgehende Schlitzöffnung 28 auf, durch die hindurch das Großplakat 17 zusammen mit der Ab­ deckbahn 18 beim Abwickeln mit Hilfe der Abwickelvorrichtung nach außen geführt wird. An den Stirnseiten 27 sind nutartige Einziehungen 29 vorgesehen, welche die Enden der Kopplungsleiste 19 aufnehmen, wenn die Plakatrolle 15 sich voll aufgewickelt im Aufnahmebehälter 26 befindet. Der Aufnahmebehälter ist entweder an seiner die Schlitzöffnung 28 aufweisenden Seite oder aber an mindestens einer seiner beiden Stirnseiten 27 zu öffnen, um die Wickelrolle 15 in ihn einlegen zu können oder ihm entnehmen zu können. Die Gestaltung des Aufnahmebehälters 26 ist im übrigen aus dem DE-GM 295 02 954.4 bekannt, auf deren Offenbarungsinhalt auch insoweit Bezug genommen wird.
Fig. 7A zeigt in schematischer Vereinfachung unter Fortlassung der Wickelwelle 16 die Plakatrolle 15 mit der am außenliegenden Abwickelende, vorzugsweise lösbar, angeordneten Kopplungsleiste 19, die hier als Flachleiste ausgeführt ist und die über ihre Länge verteilt mehrere, hier drei im Abstand zueinander angeord­ nete Kupplungsöffnungen 19′ aufweist, die im gezeigten Ausfüh­ rungsbeispiel als Rechtecklöcher ausgeführt sind. Die Kopplungs­ leiste 19 kann aus Metall, Kunststoff oder aber auch aus festem Karton od. dgl. bestehen. Ferner zeigt Fig. 7A eine Zugleiste 30, die Bestandteil einer Zugseil-Abwickelvorrichtung ist, wie sie nachfolgend noch in verschiedenen Ausführungsbeispielen be­ schrieben wird. Die Kopplungsleiste 30 ist hier ebenfalls als Flachleiste ausgeführt. Sie weist über ihre Länge verteilt Kupp­ lungsvorsprünge, hier drei Kupplungsvorsprünge 30a auf, die als Kupplungszungen oder nach Art von Kupplungshaken ausgeführt sind, welche über die Seitenbegrenzung der Zugleiste 30 vorste­ hen und deren Abmessung, in Längsrichtung der Zugleiste 30, nur geringfügig kleiner ist als die Abmessung der Kupplungsöffnungen 19′ in dieser Richtung. Zur Kupplung der Abwickelvorrichtung mit der Plakatrolle bzw. mit dem Angriffsende des Plakats und/oder der Abdeckbahn wird die Kopplungsleiste 19 so an die Zugleiste 30 angesetzt, daß deren Kupplungsvorsprünge 30a in die zugeord­ neten Kupplungsöffnungen 19′ einfassen und folglich die Plaka­ trolle 15 bei der Bewegung der Zugleiste 30 in Abwickelrichtung S von der Wickelwelle abgewickelt wird. Es ist erkennbar, daß mit dieser Anordnung die Zugleiste 30 und die Kopplungsleiste 19 in ihrer Längsrichtung, also quer zur Abwickelrichtung S gegen­ einander unverschieblich gekoppelt werden, so daß sich beim Ab­ wickeln des Großplakats von der Plakatrolle dieses nicht senk­ recht zur Abwickelrichtung S, also in Längsrichtung der Kopp­ lungsleiste 19 und der Zugleiste 30 versetzen kann. Damit ist ein Verrutschen des Großplakats quer zur Abwickelrichtung S wäh­ rend des Abwickelvorgangs verhindert.
Fig. 7B zeigt die Anordnung nach Fig. 7A, wobei hier jedoch die Plakatrolle 15 mit ihrer innenliegenden Wickelwelle 16 sich in einem in diesem Fall zylindrischen Aufnahmebehälter 26 befindet, dessen Mantel mit einer schlitzartigen Plakatdurchführung 28 versehen ist. Die Plakatrolle 15 ist auch hier mit ihrer Wickel­ welle 16 im Aufnahmebehälter 26 drehbar gelagert, wie dies wei­ ter oben im Zusammenhang mit Fig. 6 beschrieben ist. Aus Fig. 7B ist erkennbar, daß die Abdeckbahn und/oder das Großplakat mit seinem das Angriffsende für die Abwickelvorrichtung bildenden Ende, an dem sich die Kopplungsleiste 19 befindet, aus dem Auf­ nahmebehälter 26 quer oder schräg heraussteht. Dabei ist die Plakatrolle 15 mit ihrem Aufnahmebehälter 26 so am Plakatan­ schlag bzw. in der Plakatvitrine in einer Halterung gehalten, das durch einfache Drehung des Aufnahmebehälters 26 in Pfeil­ richtung R die Kupplung zwischen der Kopplungsleiste 19 und der Zugleiste 30, d. h. der Eingriff der Kupplungsvorsprünge 30a in die Kupplungsöffnungen 19′ hergestellt werden kann, wobei sich die Zugleiste 30 in ihrer Endposition befindet, von der aus sie nach Herstellen der Kupplung mit der Kopplungsleiste 19 zum Ab­ wickeln des Großplakats in die ausgebreitete Sichtposition in Pfeilrichtung S bewegt wird. Um bei der Kupplung der Leisten 19 und 30 den sicheren Eingriff der Kupplungsvorsprünge 30a in die Kupplungsöffnung 19′ sicherzustellen, weisen die Kupplungsöff­ nungen, in Plakat-Abwickelrichtung S gesehen, Abmesungen auf, die erheblich größer sind als die in sie eingreifenden Teile der Kupplungsvorsprünge 30a.
Bei der vorstehend beschriebenen Anordnung wird zweckmäßig eine Ausrichthalterung vorgesehen, welche die Kopplungsleiste 19 in der in Fig. 7B gezeigten Lage hält und ausrichtet, wenn der Auf­ nahmebehälter 26 mit der darin befindlichen Plakatrolle 15 in die Halterung am Plakatanschlag bzw. in der Plakatvitrine einge­ setzt wird. Diese Ausrichthalterung kann außenseitig am Aufnah­ mebehälter 26, bei Verwendung der in Fig. 5A gezeigten Wickel­ welle 16 an deren Stirnscheiben 22 oder aber auch am Plakatan­ schlag selbst angeordnet sein, z. B. an der Schwenkklappe 7 (Fig. 1). Beim Einbringen der Plakatrolle in die Abwickelposition am Plakatanschlag bzw. der Plakatvitrine ist daher die Plakatrolle 15 durch die vorgenannte Ausrichthalterung mit ihrem die Kopp­ lungsleiste 19 tragenden Abwickelende so ausgerichtet, daß sie durch eine einfache Drehbewegung in Pfeilrichtung R mit der Kopplungsleiste 19 in die Kupplung mit der Zugleiste 30 der Ab­ wickelvorrichtung gebracht werden kann. Gleiches gilt umgekehrt beim Plakatwechsel, wenn das Plakat mit der Abdeckbahn wieder auf die Wickelwelle 16 zurückgewickelt worden ist. Im übrigen kann diese Anordnung auch dann verwirklicht werden, wenn auf den Aufnahmebehälter 26 verzichtet wird und die Plakatrolle 15 mit ihrer Wickelwelle 16 in den am Plakatanschlag bzw. der Plakatvi­ trine angeordneten Plakatrollenhalter eingesetzt wird. Eine Mög­ lichkeit für die Ausgestaltung der vorgenannten Ausrichthalte­ rung wird nachfolgend in Verbindung mit Fig. 14 erläutert. Es versteht sich im übrigen, daß bei der Anordnung nach den Fig. 7A und 7B die Kopplungsvorsprünge auch eine andere Gestaltungsform aufweisen können, z. B. aus fest an der Zugleiste 30 angeordneten Nocken, Stiften oder sonstigen Ansätzen bestehen können. Glei­ ches gilt in Bezug auf die Kupplungsöffnungen 19′, die ebenfalls unterschiedliche, den Kupplungsvorsprüngen 30a angepaßte Loch­ querschnitte aufweisen können. Möglich ist auch eine Anordnung, bei der die Kupplungsvorsprünge 30a an der Kopplungsleiste 19 und die Kupplungsöffnungen 19′ an der Zugleiste 30 angeordnet sind.
Wie oben erwähnt, wird die Plakatrolle 15 entweder in der Aus­ führung nach Fig. 5 oder aber in der Ausführung nach Fig. 5A von unten in das Aufnahmegehäuse des Plakatrollenhalters 14 an der Innenseite der Schwenkklappe 7 eingeführt, wobei die Wickelwelle 16 an ihren aus der Plakat- bzw. Wickelrolle herausragenden En­ den in Drehlagern des Aufnahmegehäuses bzw. des Plakatrollenhal­ ters 14 drehbar gelagert und gehalten ist. Das Aufnahmegehäuse des Plakatrollenhalters 14 weist in diesem Fall die Plakatdurch­ führung auf, wie sie in Fig. 6 und Fig. 7B für den Aufnahmebe­ hälter 26 bei 28 gezeigt ist. Andererseits kann die Plakatrolle 15 aber auch mit den aufgesteckten Kappen 23, in welchen die Wickelwelle 16 gelagert ist (Fig. 5B) oder aber eingelegt in den Aufnahmebehälter 26 nach Fig. 6 oder Fig. 7B am Plakatrollenhal­ ter der Schwenkklappe 7 positioniert werden. Nach dem Einschwen­ ken der Schwenkklappe 7 in die Schließlage befindet sich der Plakatrollenhalter in der vertikalen Position 14′, in der die Plakatrolle 15 zu der Abwickelvorrichtung positioniert ist und die das Kopplungselement 19 bildende Kopplungsstange, wie in Verbindung mit Fig. 7B beschrieben, durch Drehung der Plakatrol­ le oder, sofern vorhanden, des Aufnahmebehälters 26 in Pfeil­ richtung R in den Kopplungseingriff mit der Abwickelvorrichtung bzw. der Zugleiste gebracht werden kann, so daß das Plakat 17 zusammen mit der Abdeckbahn 18 mit Hilfe der Abwickelvorrichtung in Pfeilrichtung S von der Plakatrolle in die Sichtposition ab­ gewickelt werden kann, in der das ausgebreitete Großplakat durch die transparente Schutzscheibe hindurch von der Außenseite der Plakatvitrine 1 her sichtbar ist.
Eine vorteilhafte Ausgestaltungsform der Abwickelvorrichtung ist in den Fig. 8 und 9 gezeigt. Die Abwickelvorrichtung besteht hier aus der vorgenannten Zugleiste 30, die an ihrem oberen und unteren Ende jeweils mittels einer oder mehrerer Laufrollen 31 oder Gleitstücke in horizontalen Laufschienen 32 geführt ist, die, wie Fig. 9 zeigt, ein U-förmiges Profil aufweisen und im Vitrinengehäuse verdeckt hinter den horizontalen Rahmenteilen des Scheibenrahmens 3 fest angeordnet sind. Der Antrieb der Zugleiste 30 besteht hier aus einem Zugseilantrieb mit einer vertikalen Zugseil-Wickelwelle 33, die im Vitrinengehäuse an der der Einführungsöffnung 6 gegenüberliegenden Seite verdeckt hin­ ter dem hier befindlichen vertikalen Rahmenteil des Scheibenrah­ mens 3 in Wellenlagern drehbar gelagert ist. Das auf die Wickel­ welle 33 aufwickelbare Zugseil 34 ist an der Rückseite der Zugleiste 30 über Umlenkrollen 35 oder sonstige Seilumlenkungen, die sich im Bereich der Enden der Zugleiste 30 befinden, zwei­ fach rechtwinklig umgelenkt und mit seinem freien Ende an einem Festpunkt 36 angeschlossen, der sich im Vitrinengehäuse im Be­ reich der Zugseil-Wickelwelle 33 befindet. Es ist erkennbar, daß bei Drehung der Zugseil-Wickelwelle 33 in Aufwickelrichtung des Zugseils 34 die Zugleiste 30 in Pfeilrichtung S durch die Füh­ rungsschienen 32 geführt zur Zugseil-Wickelwelle 33 hin bewegt wird. Ist dabei das Großplakat 17 mit der Abdeckbahn 18 über das Kopplungselement 19 bzw. die Kopplungsleiste mit der Zugleiste 30 gekoppelt, so wird das Großplakat 17 mit der Abdeckbahn 18 von der Zugleiste 30 mitgenommen und hierbei das Großplakat mit der Abdeckbahn von der Plakatrolle 15 abgewickelt, wodurch das Großplakat in die ausgebreitete Sichtposition hinter der Schutz­ scheibe 2 gelangt. Der Antrieb der Zugseil-Wickelwelle 33, die auch mit einer Seiltrommel für das Auf- und Abwickeln des Zug­ seils 34 versehen sein kann, erfolgt von der Außenseite der Pla­ katvitrine her z. B. mittels einer Handkurbel 37, die auf das z. B. als Mehrkant ausgebildete Wellenende 33′ von unten aufge­ steckt wird, wobei das Vitrinengehäuse an seiner Bodenseite in Flucht zu der Zugseil-Wickelwelle 33 eine Durchstecköffnung für die Handkurbel 37 aufweist. Die Zugseil-Wickelwelle 33 läßt sich daher von der auf dem Boden 5 stehenden Bedienungsperson bei ge­ schlossener Plakatvitrine betätigen.
Beim Plakatwechsel wird das in der Plakatvitrine 1 befindliche Großplakat wieder zu der Plakatrolle zurückgewickelt. Dies er­ folgt durch Drehbetätigung der Wickelwelle 16 in Aufwickelrich­ tung. Auch hierfür kann die Handkurbel 37 verwendet werden, die auf das untere Betätigungsende der Wickelwelle 16 aufgesteckt wird, wobei auch hier am Boden des Vitrinengehäuses eine vor dem unteren Betätigungsende der Wickelwelle 16 befindliche Durch­ stecköffnung für die Handkurbel 37 vorgesehen ist. Beim Wieder­ aufrollen des Großplakats 17 und der Abdeckbahn 18 auf die Wic­ kelwelle 16 wird die Zugleiste 30 über ihre Kupplung mit der Kopplungsleiste 19 entgegen der Pfeilrichtung S mitgeführt, wo­ bei sich ihr Zugseil 34 wieder von der frei umlaufenden Zugseil-Wickelwelle 33 abwickelt. Die Zugleiste 30 gelangt daher automa­ tisch in ihre Ausgangslage zurück. Sobald das der Plakatvitrine 1 zu entnehmende Altplakat wieder auf der Wickelwelle 16 zu der Plakatrolle 15 aufgewickelt ist, kann diese nach Öffnen der Schwenkklappe 7 entgegen der Pfeilrichtung A der Fig. 1 nach un­ ten aus dem Aufnahmegehäuse des Plakatrollenhalters 14 herausge­ nommen werden. An einer geeigneten Stelle wird dann das Plakat 17 an den Anschlüssen 21 (Fig. 4) gelöst und von der Abdeckbahn 18 abgenommen, worauf auf die Abdeckbahn ein neues Plakat aufge­ legt wird, das an den Anschlüssen 21 angeschlossen und dann, wie beschrieben, zu der Plakatrolle 15 aufgewickelt der Plakatvitri­ ne 1 zugeführt wird.
Aus Vorstehendem ergibt sich, daß sich alle Arbeiten beim Ein­ bringen eines Plakats und beim Plakatwechsel von der Außenseite der Plakatvitrine 1 her durchführen lassen, ohne daß diese durch Aufschwenken ihrer Schutzscheibe 2 unbedingt frontseitig geöff­ net werden muß. Wird auf die Anordnung der gesonderten Bedie­ nungsöffnung 6 am Umfang des Vitrinengehäuses verzichtet, so kann die Plakatrolle 15 aber auch nach Öffnen der Schutzscheibe 2 in die Plakatvitrine eingeführt und hier mit ihrer Wickelwelle in den Plakatrollenhalter eingesetzt werden. Auch beim Plakat­ wechsel muß in diesem Fall die Schutzscheibe 2 in ihre Öffnungs­ stellung hochgeschwenkt werden.
Bei der Plakatvitrine nach Fig. 1 braucht der die Plakatrolle mit ihrer Wickelwelle aufnehmende Plakatrollenhalter 14 nicht unbedingt fest an der Schwenkklappe 7 angeordnet zu werden. Mög­ lich ist auch Anordnung, bei der die Plakatrolle 15 mit ihrer Wickelwelle 16 eingelegt im Aufnahmebehälter 26, beispielsweise demjenigen nach Fig. 6 oder 7B, in die Plakatvitrine 1 einge­ führt wird. Hierbei kann an der Schwenkklappe 7 innenseitig eine in deren Längsrichtung (Pfeil A) verlaufende Führung, z. B. eine Führungsnut, Führungsleiste od. dgl. fest angeordnet sein, auf die sich der Aufnahmebehälter 26 mit einer an seiner Außenfläche angeordneten Längsführung 37 (Fig. 6) aufschieben läßt, indem der Aufnahmebehälter 26 von der auf dem Boden 5 stehenden Bedie­ nungsperson in Pfeilrichtung A entlang der ausgeschwenkten Schwenkklappe 7 hochgeschoben wird, wobei der Aufnahmebehälter 26 in seiner hochgeschobenen Position durch eine lösbare Arre­ tierung, z. B. ein Permanentmagnetsystem, in seiner Lage an der Schwenkklappe 7 gehalten wird, die dann, wie beschrieben, mit dem Aufnahmebehälter 26 in die Schließlage geschwenkt wird, in der sich das Plakat von der im Aufnahmebehälter liegenden Pla­ katrolle 15 in Pfeilrichtung S in die Sichtposition ziehen läßt. Wird auf die seitliche Einführungsöffnung 6 verzichtet, so kann die Plakatrolle 15 auch mit ihrer Wickelwelle 16, ggf. eingelegt im Aufnahmebehälter 26, in einen geeigneten Plakatrollenhalter im Vitrinengehäuse dadurch eingebracht werden, daß die Schutz­ scheibe 2 mit ihrem Scheibenrahmen 3 in die Öffnungsstellung hochgeschwenkt wird. Auch bei Verwendung des Aufnahmebehälters 26 läßt sich beim Plakatwechsel die Wickelwelle 16 mit Hilfe ei­ ner Handkurbel oder eines sonstigen Drehgerätes von der Außen­ seite der Plakatvitrine her in Aufwickelrichtung betätigen, da das z. B. als Mehrkant ausgebildete Ende der Wickelwelle an der Stirnseite 27 des Aufnahmebehälters 26 für das Aufstecken des Drehwerkzeuges freiliegt. Anstelle der Handbetätigung der Wic­ kelwelle 16 und/oder der Zugseil-Wickelwelle 33 der Abwickelvor­ richtung kann auch ein fernbetätigter kleiner Drehantrieb vorge­ sehen werden. Fig. 1 zeigt auch die Möglichkeit, die im Aufnah­ megehäuse 14 oder im Aufnahmebehälter 26 drehbar gelagerte Wic­ kelwelle 16 mit Hilfe eines Drehantriebs zu betätigen, der hier aus einer flexiblen Welle oder aus einem mehrgliedrigen Wellen­ gestänge 38 bestehen kann, das zu dem Standbein 4 der Plakatvi­ trine hingeführt ist, so daß es von der auf dem Boden 5 stehen­ den Bedienungsperson zur Drehbetätigung der Wickelwelle 16 er­ reichbar ist. Anstelle eines solchen Wellenantriebs kann aber auch ein Zugkabel für die Schalterbetätigung eines der Wickel­ welle 16 zugeordneten kleinen elektrischen Drehantriebs vorgese­ hen werden.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 bildet das Aufnahmegehäuse des Plakatrollenhalters 14, in welches von unten die Plakatrolle 15 in Pfeilrichtung A geführt eingeschoben wird oder aber die oben erwähnte Führung an der Schwenkklappe 7, auf die von unten der Aufnahmebehälter 26 für die Plakatrolle aufgeschoben wird, eine Hubführung, die es erlaubt, die Plakatrolle ohne die Ver­ wendung einer höheren Leiter od. dgl. in die Plakatvitrine einzu­ bringen und beim Plakatwechsel dieser zu entnehmen.
Andere Ausführungsformen einer solchen Plakatvitrine mit Hubfüh­ rung sind den Fig. 2 und 3 zu entnehmen. Bei der Plakatvitrine nach Fig. 2 kann auf die an der vertikalen Seitenwand der Pla­ katvitrine angeordnete Bedienungsöffnung 6 verzichtet werden. Das Vitrinengehäuse weist hier an seiner Bodenseite eine kleine Durchführungsöffnung 39 für den Durchgang des die Plakatrolle mit der Wickelwelle aufnehmenden Aufnahmebehälters 26 auf, der in Fig. 2 in seiner abgesenkten Bedienungsposition gezeigt ist. Oberhalb der Durchführungsöffnung 39 ist verdeckt hinter dem be­ treffenden vertikalen Rahmenteil des Scheibenrahmens 3 eine Ver­ tikalführung angeordnet, an der sich der Aufnahmebehälter 26 führt, wenn er in Pfeilrichtung A durch die Durchführungsöffnung 29 hindurch nach oben in den Einlegeraum der Plakatvitrine und damit in die gestrichelt angedeutete Plakat-Abwickelposition 26′ hochgeführt wird, in der das Plakat mit Hilfe der als Seitenzug arbeitenden Abwickelvorrichtung in Pfeilrichtung S in die Sicht­ position abgewickelt wird. Erkennbar ist außerdem eine Hubvor­ richtung 40 für das Anheben des Aufnahmebehälters 26 von der un­ teren Bedienungsposition in die Plakat-Abwickelposition. Die Hubvorrichtung 40 besteht hier aus einem flexiblen Zugelement in Gestalt einer Zugkette, eines Zugseils 41 od. dgl., das verdeckt hinter dem betreffenden vertikalen Rahmenteil des Scheibenrah­ mens 3 angeordnet und im oberen Bereich der Plakatvitrine um ei­ ne z. B. von einer Umlenkrolle gebildete Umlenkung 42 geführt ist. Das eine Ende des Zugelementes 41 bildet ein Anschlußende 43, an dem der Aufnahmebehälter 26 mit seinem Ende, vorzugsweise leicht lösbar, angeschlossen werden kann, während das andere En­ de des Zugelementes 41 ein Betätigungsende 44 bildet, das vor dem Hochziehen des Aufnahmebehälters 26 im Zugriff unterhalb der Plakatvitrine 1 liegt. Durch Ziehen am Betätigungsende 44 entge­ gen der Pfeilrichtung A kann somit der mit der Plakatrolle be­ stückte Aufnahmebehälter 26 durch die Durchführungsöffnung 39 hindurch und an der vorgenannten Vertikalführung geführt in die mit 26′ gestrichelt angedeutete Plakat-Abwickelposition hochge­ zogen werden, worauf das Betätigungsende 44 festgelegt wird, zweckmäßig verdeckt hinter dem Scheibenrahmen an der Unterseite des Vitrinengehäuses, wie in Fig. 2 bei 44′ angedeutet ist. Beim Plakatwechsel kann entsprechend mit Hilfe der Hubvorrichtung 40 der Aufnahmebehälter 26 wieder in die gezeigte Bedienungspositi­ on abgesenkt werden, nachdem zuvor das Altplakat wieder in der beschriebenen Weise durch Drehen der im Aufnahmebehälter 26 ge­ lagerten Wickelwelle 16 in den Aufnahmebehälter zurückgewickelt worden ist. Im übrigen kann auch bei dieser Plakatvitrine für die Abwickelvorrichtung diejenige nach den Fig. 8 und 9 verwen­ det werden. Die Vertikalführung, die den Aufnahmebehälter 26 beim Hochführen in die Plakat-Abwickelposition und beim Absenken in die Bedienungsposition führt, bildet auch hier eine die Pla­ katarbeit erleichternde Hubführung, die auch dann vorgesehen werden kann, wenn auf die Hubvorrichtung 40 verzichtet wird. In diesem Fall braucht lediglich eine lösbare Arretierung vorgese­ hen zu werden, welche den Aufnahmebehälter 26 in der Plakat-Abwickelposition gegen unbeabsichtigtes Absenken festlegt.
Fig. 3 zeigt eine Plakatvitrine 1, bei der die Hubführung als Träger des Plakatrollenhalters und der hierin mit der Wickelwel­ le eingelegten Plakatrolle von einer die Bedienungsposition bil­ denden Absenklage in die Plakat-Abwickelposition geführt höhen­ verstellbar ist. Bei dieser Ausführungsform weist die Plakatvi­ trine 1 am Boden ihres Vitrinengehäuses eine im wesentlichen über die Breite des Vitrinengehäuses durchgehende Bedienungsöff­ nung 6 für das Einführen der Plakatrolle in den unteren Einlege­ raum der Plakatvitrine auf. Die Hubführung wird hier von einer z. B. als Flachschiene ausgebildeten Trägerschiene 45 gebildet, die an ihrem einen Ende in einem Horizontalgelenk 46 seitlich am Vitrinengehäuse angeschlossen ist, so daß sie sich von Hand oder auch mittels einer einfachen handbetätigten Hubvorrichtung in die in Fig. 3 gezeigte Schräglage absenken läßt, in der sie sich mit ihrem freien Ende 47 auf dem Boden 5 abstützen kann. In die­ ser Absenklage kann auf die Oberseite der Trägerschiene 45 der mit der Plakatrolle und der Wickelwelle bestückte Aufnahmebehäl­ ter 26 aufgelegt und mittels Halteelemente 48 in seiner Lage an der Trägerschiene ausgerichtet festgelegt werden. Anschließend kann dann die die Hubführung bildende Trägerschiene 45 zusammen mit dem Aufnahmebehälter 26 in Pfeilrichtung B in die Hoch­ schwenklage gebracht werden, wobei der Aufnahmebehälter 26 durch die untere horizontale Bedienungsöffnung 6 in den unteren Einle­ geraum der Plakatvitrine eingeführt wird und somit die Plakatrolle in die Plakat-Abwickelposition gelangt. In der Hoch­ schwenklage wird die die Bedienungsöffnung 6 verschließende Trä­ gerschiene 45 an ihrem freien Ende 47 an der Unterseite der Pla­ katvitrine mittels einer Riegelvorrichtung od. dgl. lösbar fest­ gelegt. Der Aufnahmebehälter 26 ist hierbei verdeckt hinter dem horizontalen Rahmenteil des Scheibenrahmens 3 angeordnet. In der Hochschwenklage befindet sich das Angriffsende der im Aufnahme­ behälter 26 auf der Wickelwelle gelagerten Plakatrolle im Zu­ griff einer in Fig. 3 nicht-dargestellten Abwickelvorrichtung, die hier als Plakataufzug ausgeführt ist. Plakataufzüge sind in verschiedenen Ausführungsformen aus dem DE-GM 295 02 954.4 be­ kannt. Auch bei der Ausführungsform nach Fig. 3 kann im übrigen ohne Aufnahmebehälter 26 gearbeitet werden. In diesem Fall wird die Plakatrolle 15 mit ihrer Wickelwelle 16 ohne Gehäuse an der Trägerschiene angeordnet, wobei die Wickelwelle in Wellenlagern der Trägerschiene 45 drehbar gelagert ist. Es versteht sich im übrigen, daß auch bei einer als Plakataufzug arbeitenden Abwic­ kelvorrichtung eine solche mit Zugleiste entsprechend den Fig. 8 und 9 vorgesehen werden kann.
Die Fig. 10 bis 13 zeigen in schematischer Vereinfachung die Ar­ beitsweise der bereits in den Fig. 8 und 9 gezeigten Abwickel­ vorrichtung in Verbindung mit der im Plakatrollenhalter gelager­ ten Wickelwelle 16 und den Anschlüssen des Großplakats 17 und der Abdeckbahn 18 (Kunststoffolie) an der Wickelwelle. Die Ab­ deckbahn 18 ist an ihrem einen Ende in einem Anschluß 49 an der Wickelwelle 16 befestigt, und zwar an deren Umfang. Dieser An­ schluß 49 kann ein Festanschluß kann. An ihrem gegenüberliegen­ den Ende ist die Abdeckbahn 18 im Anschluß 50 mit dem Kopp­ lungselement 19 fest verbunden, das hier aus einer Kopplungs­ leiste mit V-Profil besteht. Das vorgefertigte Großplakat 17 ist gemäß Fig. 10 in einem gesonderten Anschluß 21 an der Wickelwel­ le 16 angeschlossen, der ein leichtes Ablösen des Großplakats 17 von der Wickelwelle beim Plakatwechsel ermöglicht und z. B. aus einem einfachen Klemmanschluß, einem Klettanschluß oder einem Klebestreifenanschluß od. dgl. besteht. An seinem anderen Ende ist das Großplakat 17 in einem ebenfalls leicht lösbaren An­ schluß 21 am Kopplungselement 19 angeschlossen. Es ist erkenn­ bar, daß die Anschlüsse 49 und 21 an der Wickelwelle 16 in deren Umfangsrichtung zueinander versetzt sind.
Fig. 10 zeigt die Situation, bei der die Abdeckbahn 18 mit Hilfe der die Zugleiste 30 aufweisenden Abwickelvorrichtung vollstän­ dig von der Wickelwelle 16 abgewickelt ist und sich das Großpla­ kat 17 in der ausgebreiteten Sichtposition vor der Abdeckbahn 18 befindet. Da in dieser Abwickelposition der Anschluß 49 der Ab­ deckbahn 18 in Abwickelrichtung S vor dem Anschluß 21 des Groß­ plakats 17 an der Wickelwelle 16 liegt, ist die Wickelwelle 16 durch die gespannte Abdeckbahn 18 gegen weitere Drehung in Ab­ wickelrichtung gesperrt, wenn das Kopplungselement 19 durch den Kupplungseingriff mit der ebenfalls V-förmig profilierten Zugleiste 30 in dieser Lage festgelegt ist. Das Großplakat 17 ist mit seinem versetzten Wickelwellen-Anschluß 21 so auf die Länge der Abdeckbahn 18 abgestimmt, daß es von den Spannkräften an der Abdeckbahn 18 und den Zugkräften, die die Abwickelvor­ richtung beim Abwickeln der Bahnen 17 und 18 von der Wickelwelle 16 ausübt, entlastet ist, die Spann- und Zugkräfte vielmehr allein von der Abdeckbahn 18 aufgenommen werden.
Fig. 11 zeigt dieselbe Situation, wobei hier jedoch das Großpla­ kat 17 mit seinen auf der Seite der Wickelwelle 16 und des Kopp­ lungselements 19 liegenden Rändern in den lösbaren Anschlüssen 21 an den flexiblen Anschlußstreifen 20 angeschlossen sind, wel­ che die Verbindung zur Wickelwelle 16 bzw. zum Kopplungselement 19 herstellen. Dabei ist der eine Anschlußstreifen 20 in einem gesonderten Anschluß 21′, der ein Festanschluß sein kann, am Um­ fang der Wickelwelle 16 angeschlossen, und zwar ebenfalls in Um­ fangsrichtung versetzt zu dem Anschluß 49 der Abdeckbahn 18. Der andere Anschlußstreifen 20 ist in dem Anschluß 50 der Abdeckbahn 18 am Kopplungselement 19 angeschlossen. Mit Hilfe der Anschlüs­ se 21 läßt sich das Großplakat 17 rasch an den Anschlußstreifen 20 anschließen und beim Plakatwechsel von diesen lösen, wobei die Abdeckbahn 18 in den Anschlüssen 49 und 50 mit der Wickel­ welle 16 und dem Kopplungselement 19 verbunden bleibt. Im übri­ gen gilt auch für die Ausführungsform nach Fig. 11 in Bezug auf die Zugkraftentlastung des Großplakats 17 dasjenige, was vorste­ hend im Zusammenhang mit Fig. 10 angegeben ist.
Fig. 11 zeigt außerdem, daß dem Großplakat eine Spannvorrichtung zugeordnet werden kann, die es in seiner ausgebreiteten Sichtpo­ sition unter einer leichten Spannung entgegen der Abwickelrich­ tung S hält. Diese Spannvorrichtung ist im gezeigten Ausfüh­ rungsbeispiel der Wickelwelle 16 zugeordnet und besteht hier aus einem am Umfang der Wickelwelle 16 angeordneten Mantelsegment 51, das in einem Gelenk 52 mit zur Längsachse der Wickelwelle 16 paralleler Gelenkachse schwenkbar an der Wickelwelle 16 gelagert ist und das Großplakat 17 bzw. dessen Anschlußstreifen 20 hinter dem Anschluß 21′ untergreift und dabei unter der Wirkung einer Federvorrichtung 53 steht, die in Ausschwenkrichtung des Mantel­ segments 51 und damit in Spannrichtung des Großplakats 17 wirkt, so daß dieses im ausgebreiteten Zustand stets unter einer leich­ ten Spannung gehalten wird, wenn die Kopplungsleiste 19 durch den Eingriff mit der Zugleiste 30 bei arretierter Zugseil-Wickelwelle 33 festgelegt ist.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 12 ist die Wickelwelle 16 als Schlitzrohr-Wickelwelle ausgebildet, an deren Mantel in Nähe des Schlitzes 54 die Abdeckbahn 18 im Anschluß 49 angeschlossen ist, während das Großplakat 17 oder, sofern vorgesehen, sein An­ schlußstreifen 20 im Inneren des Schlitzrohres an einer Spann­ stange 55 angeschlossen ist, die unter der Wirkung einer Spann­ feder 56 steht, wodurch ebenfalls das Großplakat 17 in der Sichtposition unter Spannung gehalten wird. Der von der Spann­ stange 55 gebildete Plakatanschluß 21′ ist hier gegenüber dem Anschluß 49 der Abdeckbahn 18 in Durchmesserrichtung der Wickel­ welle 16 versetzt angeordnet.
Bei der Anordnung nach Fig. 13 wird die Plakatspannung dadurch bewirkt, daß die Wickelwelle 16 um eine Gelenkachse schwenkbar gelagert ist, die mit dem Anschluß 49 der Abdeckbahn 18 zusam­ menfällt und die parallel zu ihrer Längs- und Drehachse ver­ läuft. Die verschiedenen Schwenklagen der Wickelwelle 16 um die­ se Gelenkachse sind in Fig. 13 gestrichelt angedeutet. Auch hier kann die Verschwenkung der Wickelwelle 16 um die genannte Ge­ lenkachse gegen die Kraft einer Spannfeder erfolgen, wobei die Verschwenkung der Wickelwelle 16 den Spannzustand der Abdeckbahn 18 nicht beeinflußt, da die Gelenkachse mit dem Anschluß 49 zu­ sammenfällt. Dargestellt in Fig. 13 ist noch ein Andruckelement 66, das die Abdeckbahn 18 zusammen mit dem Großplakat 17 gegen die Scheibe 2 der Plakatvitrine drückt und das nachfolgend noch näher erläutert wird.
Es empfiehlt sich weiterhin, auch der Abdeckbahn 18 eine Spann­ vorrichtung zuzuordnen, die sie im von der Wickelwelle 16 abge­ wickelten Zustand unter Spannung hält und temperaturabhängige Dehnungen der die Abdeckbahn bildenden Kunststoffolie aus­ gleicht. Für die Ausbildung dieser Spannvorrichtung bestehen ebenfalls verschiedene Möglichkeiten. Beispielsweise kann bei der Abwickelvorrichtung nach den Fig. 8 und 9 die Zugseil-Wickelwelle 33 in Spannrichtung gemäß Pfeil S verstellbar und unter der Wirkung einer Spannfedervorrichtung od. dgl. stehen, welche die Spannkräfte über das Zugseil 24, die Zugleiste 30 und das mit ihr im Kupplungseingriff stehende Kopplungselement 19 auf die Abdeckbahn 18 überträgt. Statt dessen kann aber auch dem Zugseil 34 eine es spannende Spannvorrichtung, z. B. eine Feder­ spannvorrichtung oder auch ein Spanngewicht od. dgl. zugeordnet sein, so daß die Abdeckbahn 18 über die Spannung des Zugseils stets unter Spannung gehalten wird, wobei diese Spannkräfte aber nicht am Großplakat 17 zur Wirkung kommen.
Fig. 14 dient zur Erläuterung des Kopplungsvorgangs zwischen Ab­ wickelvorrichtung und dem Verbund aus Großplakat 17 und Abdeck­ bahn 18. Gezeigt ist der Kopplungsvorgang beispielhaft für eine Plakatvitrine 1, die entweder an der vertikalen Seitenwand ihres Vitrinengehäuses oder aber an ihrem Boden eine Bedienungs- bzw. Einführungsöffnung 6 für die Plakatrolle aufweist, wobei die Einführungsöffnung 6 durch eine den Plakatrollenhalter aufwei­ sende Schwenkklappe 7 verschließbar ist, die in einem Scharnier 8 am Vitrinengehäuse angeschlossen ist. In Fig. 14 strichpunk­ tiert bei 7′ angedeutet ist die Schwenkklappe im Öffnungszu­ stand. An der Innenseite der Schwenkklappe 7 ist die Plakatrolle 15 mit ihrer Wickelwelle 16 in einem Plakatrollenhalter 57 dreh­ bar gelagert. Erkennbar ist das am Angriffsende der Abdeckbahn 18 befestigte Kopplungselement 19, das, wie auch in den Fig. 10 und 11 gezeigt, aus einer Kopplungsleiste mit V-Profil besteht. Diese Kopplungsleiste kann in ihrer Lage an der Außenseite der Plakatrolle dadurch positioniert sein, daß sie mit dem einen Schenkel ihres V-Profils in einen randoffenen Schlitz 58 ein­ faßt, der sich an der Außenseite des Aufnahmebehälters 26 oder bei der Ausführungsform nach Fig. 5A an den Stirnscheiben 22 der Wickelwelle befindet. Die Halterung der Kopplungsleiste 19 in den Schlitzen 58 bildet die oben in Verbindung mit Fig. 7B be­ schriebene Ausrichthalterung, welche die Kopplungsleiste 19 so positioniert, daß sie durch Drehen der im Plakatrollenhalter eingesetzten Plakatrolle oder ihres Aufnahmebehälters 26, sofern vorgesehen, in den Kupplungseingriff mit der Zugleiste 30 ge­ bracht werden kann. Fig. 14 zeigt die V-förmig profilierte Zugleiste 30 der Abwickelvorrichtung in ihrer Endposition, in der die Kopplung mit der Kopplungsleiste 19 erfolgt. In dieser Endposition ist die Zugleiste 30 zweckmäßig durch einen Endanschlag 59 positioniert. Dieser kann auch aus einem einfachen Perma­ nentmagneten od. dgl. bestehen, der die Zugleiste 30 magnetisch am Endanschlag 59 hält. Wird die Schwenkklappe 7 von der Öffnungsstel­ lung 7′ in die voll ausgezeichnete Schließstellung geschwenkt, so ge­ langt die am Plakatrollenhalter 57 gehaltene Plakatrolle 15 in die Plakat-Abwickelposition, in der die Kopplungsleiste 19, wie vor­ stehend beschrieben, durch Drehen in den Hakeneingriff mit der Zugleiste 30 gebracht wird, wodurch die Kopplung mit der Abwic­ kelvorrichtung hergestellt wird. Über den Zugseilantrieb 33, 34 (Fig. 8) kann dann die Abdeckbahn 18 zusammen mit dem Großplakat 17 von der Wickelwelle in die ausgebreitete Sichtposition abge­ zogen werden. Umgekehrt kann beim Plakatwechsel die Abdeckbahn 18 mit dem Großplakat 17 wieder dadurch zu der Plakatrolle 15 aufgewickelt werden, daß die Wickelwelle 16, wie weiter oben be­ schrieben, in Aufwickelrichtung gedreht wird. Anschließend kann dann die Schwenkklappe 7 wieder in die Öffnungsstellung 7′ ge­ schwenkt werden, in der sich die Plakatrolle 15 nebst Wickelwel­ le 16 und Kopplungsleiste 19 dem Plakatrollenhalter 57 entnehmen läßt.
Es versteht sich, daß die Anordnung nach Fig. 14 bei unter­ schiedlichen Arten von Plakatvitrinen, einschließlich derjenigen nach den Fig. 2 und 3 vorgesehen werden kann, auch dann, wenn zum Einbringen der Plakatro 44645 00070 552 001000280000000200012000285914453400040 0002019603585 00004 44526lle mit oder ohne Aufnahmebehälter die Plakatvitrine durch Hochschwenken der Schutzscheibe 2 geöff­ net wird und sich der Plakatrollenhalter im Inneren der Plakat­ vitrine bzw. ihres Einlegeraumes befindet.
In den Fig. 15 und 16 ist ebenfalls in schematischer Vereinfa­ chung eine Anstellvorrichtung gezeigt, mit der nach erfolgtem Abwickeln der Abdeckbahn 18 und des Großplakats 17 von der Wic­ kelwelle 16 der Verbund aus Abdeckbahn und Großplakat gegen die Schutzscheibe 2 anstellbar ist, um den Luftspalt zwischen Schutzscheibe und Großplakat 17 bzw. Abdeckbahn 18 zu schließen und damit auch zu verhindern, daß sich an der Innenseite der Schutzscheibe 2 Kondenswasser bilden kann, welches zu einem Be­ schlagen der Schutzscheibe führt und sich nachteilig auf das aus Papier gefertigte Großplakat 17 auswirkt. Die hier gezeigte An­ stellvorrichtung 60 weist zwei Schwenkbügel 61 und 62 auf, die jeweils in einem Schwenklager 63 mit vertikaler Schwenkachse frei schwenkbar in der Plakatvitrine 1 gelagert sind. Der Schwenkbügel 61 ist als dreiarmiger T-Bügel ausgebildet, während der Schwenkbügel 62 als zweiarmiger Winkelbügel ausgeführt ist. Die beiden zueinander parallelen Krafthebelarme 64 der Schwenk­ bügel 61 und 62 sind über eine an ihren Enden angelenkte Stange 65 verbunden, die eine Schub- und Zugstange bildet. Die recht­ winklig zu den Krafthebelarmen 64 stehenden Hebelarme 66 der beiden Schwenkbügel 61 und 62 weisen an ihrem freien Ende eine Andruckleiste 67 auf, die sich über die gesamte Kantenlänge der Abdeckbahn 18 erstreckt und aus einem nachgiebigen Gummi- oder Schaumstoffmaterial od. dgl. bestehen oder mit diesem belegt sein kann. Der Schwenkbügel 61 weist in Verlängerung seines Kraft­ hebelarmes 64 einen Anschlaghebelarm 68 auf, der im Laufweg der Zugleiste 30 liegt.
Fig. 15 zeigt die Anstellvorrichtung 60 in ihrer Lage während des Abwickelns der Abdeckbahn 18 und des Großplakats 17 von der Wickelwelle 16 mit Hilfe der oben beschriebenen Abwickelvorrich­ tung mit in den Führungsschienen 32 geführter Zugleiste 30. Kurz bevor die Zugleiste 30 ihre Endposition in Pfeilrichtung S er­ reicht und die Abdeckbahn 18 mit dem Großplakat 17 vollständig von der Wickelwelle 16 abgewickelt ist, gelangt sie in Anschlag gegen den Anschlaghebelarm 68, wodurch der Schwenkbügel 61 und über die Stange 65 auch der Schwenkbügel 62 synchron im Uhrzei­ gersinn um ihre Schwenkachsen 63 verschwenkt werden. Bei dieser Schwenkbewegung gelangen die Hebelarme 66 mit ihren Andrucklei­ sten 67 in Anschlag gegen die Rückseite der Abdeckbahn 18, wo­ durch diese zusammen mit dem Großplakat 17, wie in Fig. 16 ge­ zeigt, unter Schließen des Luftspaltes zwischen Großplakat 17 und Schutzscheibe 2 gegen diese angedrückt wird und in Anlage an der Schutzscheibe gehalten wird. In Fig. 16 ist die Lage der Schwenkbügel 61 und 62 in der Endposition der Zugleiste 30 bei vollständig von der Wickelwelle 16 abgewickelter Abdeckbahn 18 und in Sichtposition befindlichem Großplakat 17 gezeigt. In die­ ser Position kann die Zugleiste 30 z. B. über ihre Zugseil-Wickelwelle arretiert werden. Mit der Anstellvorrichtung 60 kann auch eine Spannung der Abdeckbahn 18 und auch des abgewickelten Großplakats 17 erreicht werden.
Wird beim Plakatwechsel die Wickelwelle 16 in Aufwickelrichtung gedreht, so wird, wie oben beschrieben, die Abdeckbahn 18 und mit ihr auch das Großplakat 17 unter Mitnahme der Zugleiste 30 entgegen der Pfeilrichtung S auf die Wickelwelle 16 zurückge­ wickelt. Zu Beginn dieser Rückwicklung stößt die Zugleiste 30 gegen den Hebelarm 68 des Schwenkbügels 61, wodurch dieser und über die Stange 65 auch der Schwenkbügel 62 in die Ausgangslage gemäß Fig. 15 zurückgeschwenkt wird. Wie in Fig. 16 angedeutet ist, können die Schwenkbügel 61 und 62 mit ihren Schwenkachsen 63 auch federnd gelagert sein, d. h. unter der Wirkung von Spann­ federn 69 stehen, die sie in der Arbeitsstellung nach Fig. 16 mit Federandruck gegen die Abdeckbahn anstellen, so daß diese zusammen mit dem Großplakat 17 über die Andruckleisten 67 fe­ dernd gegen die Schutzscheibe 2 angestellt werden.
Es ist ersichtlich, daß über die beiden Schwenkbügel 61 und 62 die Abdeckbahn 18 an ihren beiden auf der Seite der Wickelwelle 16 und auf der gegenüberliegenden Seite befindlichen Enden bzw. Rändern gegen die Schutzscheibe 2 angestellt wird, nicht aber im Zwischenbereich zwischen diesen Enden, wo sich das Großplakat 17 mit seinem Plakatmotiv befindet.
Um die Abdeckbahn 18 mit dem Großplakat 17 auch an seinen beiden anderen parallelen Rändern gegen die Schutzscheibe anzustellen, können weitere Andruckleisten vorgesehen werden, die auch als Borstenleisten od. dgl. ausgeführt sein können. In Fig. 17, die eine Ansicht in Blickrichtung auf die Innenseite der Schutz­ scheibe 2, also auf die Rückseite der Abdeckbahn 18 zeigt, sind solche zusätzlichen Andruckleisten 70 dargestellt, welche die beiden horizontalen Ränder der Abdeckbahn 18 gegen die Schutz­ scheibe 2 anstellen und die zusammen mit den vertikalen Andruck­ leisten 67 einen um den Plakatumfang umlaufenden Andruckrahmen bilden, so daß der Luftspalt zwischen der Abdeckbahn 18 und dem Großplakat 17 einerseits und der Schutzscheibe 2 andererseits praktisch auf vollem Umfang geschlossen wird. Die beiden Druck­ leisten 70 können auch an den Anschlußhebelarmen 66 der Schwenk­ bügel 61 und 62 in einer Ebene mit den Andruckleisten 67 ange­ ordnet werden. Das Großplakat 17 ist in diesem Fall zum Innen­ raum der Plakatvitrine hin gegenüber klimatischen Einflüssen weitgehend thermetisch abgeschirmt.
Die Fig. 18 und 19 zeigen im Horizontalschnitt durch eine Pla­ katvitrine 1 eine Ausführungsform, bei der beim Einbringen des Großplakats 17 in die Sichtposition dieses und die Abdeckbahn 18 jeweils von einer gesonderten Wickelwelle 16 bzw. 16′ abgewic­ kelt und beim Plakatwechsel gemeinsam jeweils wieder auf ihre Wickelwelle 16 bzw. 16′ zurückgewickelt werden. Hierbei weist die Plakatvitrine 1 für die Plakatrolle 15 und die Rolle 15′ der Abdeckbahn gesonderte Rollenhalter auf, in denen die Rollen 15 und 15′ mit ihren parallel zueinander angeordneten Wickelwellen 16 und 16′ drehbar gelagert sind. Mit dem freien Ende der Ab­ deckbahn 18 ist die vorstehend beschriebene Zugleiste 30 der Ab­ wickelvorrichtung verbunden, während an dem freien Ende des Großplakats 17 das vorgenannte Kopplungselement bzw. die Kopp­ lungsleiste 19 angeschlossen ist. Fig. 18 zeigt die Wickelrollen 15 und 15′ in ihrer Zuordnung zueinander vor dem Abwickelvor­ gang. Wird die Zugleiste 30 z. B. mit Hilfe des oben beschriebe­ nen Zugseilantriebs in Abwickelrichtung gemäß Pfeil S bewegt, so werden aufgrund des Hakeneingriffs der Kopplungsleiste 19 in die Zugleiste 30 das Großplakat 17 und die Abdeckbahn 18 gemeinsam von ihren Wickelwellen 16, 16′ abgewickelt und in die ausgebrei­ tete Sichtposition gemäß Fig. 19 gezogen, in ,der sie mit Hilfe der schwenkbaren Andruckleisten 67 gegen die Schutzscheibe 2 an­ gestellt werden können, um den Spalt zwischen Großplakat und Schutzscheibe zu schließen. Bei der Plakatentnahme werden nach Rückstellung der Anstelleisten 67 in die Rückstellposition gemäß Fig. 18 die Wickelwellen 16 und 16′ gemeinsam und synchron in Aufwickelrichtung gedreht, wodurch die beiden Bahnen 17 und 18 wieder zu den Rollen 15 und 15′ aufgewickelt werden, wie dies Fig. 18 zeigt. Bei diesem Vorgang können die beiden Wickelwellen 16 und 16′ getrieblich so gekoppelt sein, daß sie z. B. mit Hilfe eines gemeinsamen Drehwerkzeugs oder Drehmotors synchron in Auf­ wickelrichtung gedreht werden. Möglich ist aber auch eine Anord­ nung, bei der mindestens eine der beiden Wickelwellen 16 und 16′ in Aufwickelrichtung selbstdrehbar ausgeführt ist, was z. B. mit­ tels einer der betreffenden Wickelwelle zugeordneten Federvor­ richtung, vorzugsweise einer Torsionsfeder, erreicht werden kann, die mit dem Weg der Abwicklung der beiden Bahnen 17 und 18 von den Wickelwellen gespannt wird. Solche Federsysteme sind z. B. bei Fensterrollos u. dgl. bekannt. Nach dem Zurückwickeln des Großplakats 17 und der Abdeckbahn 18 auf die Wickelwellen 16 und 16′ (Fig. 18) kann die Plakatrolle 15 mit ihrer Wickelwelle 16 in der beschriebenen Weise dem Einlegeraum der Plakatvitrine 1 entnommen werden, worauf eine neue Plakatrolle 15 in die Pla­ katvitrine 1 von außen eingeführt und im Plakatrollenhalter in der Abwickelposition gemäß Fig. 18 positioniert wird. Die zu der Rolle 15′ aufgewickelte Abdeckbahn 18 kann bei dieser Anordnung beim Plakatwechsel in der Plakatvitrine 1 verbleiben, wird je­ doch zweckmäßig so in ihrem Rollenhalter gelagert, daß sie sich z. B. zu Reinigungszwecken ebenfalls der Plakatvitrine entnehmen läßt.
Bei der Anordnung nach den Fig. 18 und 19 wird der lösbare Wic­ kelverbund zwischen Großplakat 17 und Abdeckbahn 18 an dem An­ griffsende dieser beiden Bahnen für die Abwickelvorrichtung durch die lösbare Kopplung der Kopplungsleiste 19 mit der Zugleiste 30 der Abdeckbahn 18 erreicht, während der lösbare Wickelverbund am gegenüberliegenden Ende durch den gesonderten Anschluß des Großplakats 17 und der Abdeckbahn 18 an ihren Wic­ kelwellen 16 und 16′ und die lösbare Lagerung der Wickelwelle 16 des Großplakats 17 erreicht wird. Es versteht sich, daß auch bei der Anordnung nach den Fig. 18 und 19 mit der beschriebenen Pla­ katanstellung und/oder der Spannung des abgewickelten Großpla­ kats 17 und/oder der abgewickelten Abdeckbahn 18 gearbeitet wer­ den kann.
Fig. 20 zeigt eine weitere Ausführungsmöglichkeit für den Wic­ kelverbund zwischen Abdeckbahn 18 und Großplakat 17 mit der ge­ meinsamen Wickelwelle 16. Hierbei ist das Großplakat 17 mit sei­ nem auf der Seite der Wickelwelle 16 liegenden Endbereich um die Wickelwelle 16 um etwa 180° herumgeführt, so daß sein Endbereich 18′ hier auf der Plakatseite liegt. Der auf der Angriffsseite für die Abwickelvorrichtung liegende andere Endbereich 18′′ der Abdeckbahn 18 ist an dem Kopplungselement bzw. der Kopplungs­ leiste 19 ebenfalls zur Plakatseite geführt, so daß das Großpla­ kat 17 an seinen beiden gegenüberliegenden Rändern an den An­ schlußstellen 21 lösbar mit den Endabschnitten 18′ und 18′′ der Abdeckbahn 18 verbunden werden kann. Die Endabschnitte 18′ und 18′′ der Abdeckbahn 18 bilden hier die vorstehend im Zusammen­ hang mit Fig. 11 angegebenen Anschlußstreifen für den Randan­ schluß des Großplakats an den Anschlüssen 21.
Um bei der Anordnung gemäß Fig. 20 das Großplakat 17 mit der Ab­ deckbahn 18 wieder auf die gemeinsame, in der Aufwickelrichtung drehbare Wickelwelle 16 aufzuwickeln, kann die Abdeckbahn 18 an ihrer Umschlingung der Wickelwelle 16 mit dieser in Drehrichtung verbunden werden, vorzugsweise lösbar. Andererseits kann die An­ ordnung aber auch so getroffen werden, daß die Abdeckbahn 18 die Wickelwelle 18 mit ihrem Endabschnitt 18′ freibeweglich um­ greift, so daß, falls eine Spannvorrichtung vorgesehen wird, die Abdeckbahn 18 und das in sie eingeschaltete Großplakat 17 ge­ meinsam in Abwickelrichtung oder in Gegenrichtung gespannt wer­ den können. Wird z. B. die Kopplungsleiste 19 mit Hilfe einer in Abwickelrichtung wirkenden Federspannvorrichtung, die der Abwic­ kelvorrichtung zugeordnet sein kann, gespannt, so werden die Spannkräfte über die Abdeckbahn 18 auch auf das ausgebreitete Großplakat 17 übertragen.
Um bei freibeweglicher Umführung der Abdeckbahn 18 um die Wic­ kelwelle 16 das Großplakat 17 mit der Abdeckbahn 18 im Wickel­ verbund wieder auf die gemeinsame Wickelwelle 16 aufwickeln zu können, muß eine drehschlüssige Mitnahmeverbindung zwischen Ab­ deckbahn und Wickelwelle in deren Aufwickelrichtung gegeben sein. Die Fig. 21 und 22 zeigen in einem Ausführungsbeispiel ei­ ne solche Mitnahmeverbindung in schematischer Vereinfachung. Diese wird gebildet von einem Schlitzrohr 80, welches die Wic­ kelwelle 16 koaxial mit einem radialen Abstand zum Umfang der Wickelwelle 16 umschließt und an ihrem Ende über eine Verdrehsi­ cherung 81 mit der Wickelwelle 16 drehschlüssig verbunden ist. Zwischen dem Umfang der Wickelwelle 16 und dem sie umschließen­ den Schlitzrohr 80 wird ein um die Wickelwelle umlaufender Durchgangsspalt 82 gebildet, durch den der Endabschnitt 18′ der Abdeckbahn 18 freibeweglich mit nur geringer Reibung hindurchge­ führt wird, wobei die Abdeckbahn 18 über den Radialschlitz 83 des Schlitzrohres 80 in den Durchgangsspalt 82 eingeführt und mit seinem Endabschnitt 18′ durch den Axialschnitt 83 herausge­ führt ist. Bei dieser Anordnung ist der freie Umlauf der Abdeck­ bahn 18 um die Wickelwelle 16 gewahrt, zugleich aber sicherge­ stellt, daß beim Drehen der Wickelwelle 16 in Aufwickelrichtung, die in Fig. 22 durch einen Pfeil angegeben ist, die Abdeckbahn 18 zusammen mit dem Großplakat 17 auf die Wickelwelle 16 aufge­ rollt werden kann.
Eine andere, gleichwirkende Ausführungsform für diese Drehmit­ nahme ist in Fig. 23 gezeigt. Hier weist die Wickelwelle 16 an ihrem Umfang eine in ihrer Längsrichtung verlaufende gerundete Nut 84 auf, in die ein kleiner Führungsstab 85 mit Radialspiel eingeführt ist, so daß hier zwischen dem Umfang des Führungssta­ bes 85 und dem gerundeten Nutgrund der Durchgangsspalt für die freibewegliche Durchführung der Abdeckbahn 18′ gebildet wird. Auch in diesem Fall kann durch Drehen der Wickelwelle 16 in Auf­ wickelrichtung die Abdeckbahn 18 zusammen mit dem Großplakat auf die Wickelwelle 16 aufgespult werden.
Die Fig. 24 und 25 zeigen einen weiteren vorteilhaften Wickel­ verbund zwischen dem Großplakat 17 und der Abdeckbahn 18 zusam­ men mit der Wickelwelle 16 und dem ebenfalls aus einer Kopp­ lungsleiste bestehenden Kopplungselement 19. Wie bei der Ausfüh­ rungsform nach Fig. 20 ist auch hier die Abdeckbahn 18 mit ihrem Endabschnitt 18′ um die Wickelwelle 16 herumgeführt und auch der gegenüberliegende Endabschnitt 18′′ an dem Kopplungselement 19 zur Plakatseite hin geführt, um die lösbaren Plakatanschlüsse 21 zu bilden. Dabei sind die beiden Endabschnitte 18′ und 18′′ an ihren freien Enden unter Bildung einer in Längsrichtung ge­ schlossenen Tasche 86 umgelegt, in die jeweils ein dünner Kupp­ lungsstab 87 eingesteckt ist, der mit seinen beiden Enden aus der Tasche 86 vorsteht. Die Kupplungsstäbe 87 können aus dünnen und leichten Kunststoffstäben bestehen. Wie das Sprengbild der Fig. 24 zeigt, weist das vorgefertigte Großplakat 17 an seinen vier Ecken jeweils eine Einstecktasche 88 auf, die durch Umfal­ zen der Plakatränder und Verkleben oder Verklammern derselben an den Plakatenden gebildet werden kann und die jeweils nur an der Einsteckseite der Kupplungsstäbe 87 offen ist. Wie Fig. 25 zeigt, weist jeder der beiden Kupplungsstäbe an seinem einen Stabende, z. B. seinem oben liegenden Stabende ein in Stablängs­ richtung, d. h. in Pfeilrichtung R verstellbares Teleskopstück 89 mit zugeordneter Feder 90 auf, die hier im Teleskopstück 89 an­ geordnet ist und sich einerseits gegen das Teleskopstück und an­ dererseits gegen den Kupplungsstab 87 abstützt und dabei in Aus­ stellrichtung des Teleskopstücks 89 wirkt. Die Kupplungsstäbe 87 bilden also Teleskop-Federstäbe. Zur Verbindung des fertigge­ stellten Großplakats 17 mit der Abdeckbahn 18 wird das Großpla­ kat 17 so gegen die Taschen 86 angesetzt, daß die Kupplungsstäbe 87 mit ihren aus den Taschen herausragenden unteren Enden in die beiden unteren Einstecktaschen 88 des Großplakats eingreifen. Anschließend werden die Kupplungsstäbe 87 mit ihren Teleskop­ stücken 89 in die beiden oberen Einstecktaschen 88 des Großpla­ kats 17 eingeführt. Zu diesem Zweck werden die Teleskopstücke 89 gegen die Rückstellkraft ihrer Federn 90 in die in Fig. 25 bei 89′ gestrichelte Position zurückgedrückt, so daß sie sich von unten in die oberen Einstecktaschen 88 einführen lassen. Werden die Teleskopstücke 89 freigegeben, so drücken die Federn 90 die Teleskopstücke 89 in die oberen Einstecktaschen 88, wodurch die Verbindung des Großplakats 17 mit der Abdeckbahn 18 an den An­ schlußstellen 21 hergestellt wird. Es ist ersichtlich, daß die Federn 90 zugleich Spannfedern bilden, die das in die Sichtposi­ tion ausgebreitete Großplakat 17 quer zu seiner Abwickelrich­ tung, d. h. in Längsrichtung der Kupplungsstäbe 87 straffen und an den Anschlußstellen unter Spannung halten.
Es versteht sich, daß bei dem Plakatanschluß nach den Fig. 24 und 25 die federbelasteten Teleskopstücke 89 auch an den anderen Enden oder aber jeweils an beiden Enden der Kupplungsstäbe ange­ ordnet werden können. In jedem Fall ist die Gesamtlänge der als Federstäbchen ausgebildeten Kupplungsstäbe bei entspannter Feder 90 etwas größer als die Abmessung des Großplakats 17 senkrecht zu seiner Abwickelrichtung. Im übrigen können bei dem Plakatan­ schluß nach den Fig. 24 und 25 alle diejenigen Gestaltungsmerk­ male zur Anwendung gebracht werden, die vorstehend im Zusammen­ hang mit den Fig. 20 bis 23 angegeben sind.
In den Fig. 26 bis 28 ist eine besonders vorteilhafte Ausgestal­ tungsform einer plakat-Abwickelvorrichtung gezeigt, die aus ei­ nem Seilzug besteht, vergleichbar demjenigen nach den Fig. 8 bis 14. Auch hier wird für das Abwickeln des im Wickelverbund mit der Abdeckbahn stehenden Großplakats eine vom Seilzug betätigte Mitnehmervorrichtung in Gestalt einer Zugleiste 30 verwendet, die an ihren beiden Enden mittels Gleitstücke oder Laufrollen 31 jeweils an bzw. in einer am Plakatanschlag bzw. in der Plakatvi­ trine fest angeordneten Führungsschiene 32 in Abwickelrichtung und in Gegenrichtung geführt ist. Abweichend von der Seilführung nach Fig. 8 ist hier das antreibbare Zugseil 34 mit seinem einen Ende in einem Anschluß 34′ vorzugsweise mittig an der Zugleiste 30 angeschlossen und mit seinem anderen Ende mit der antreibba­ ren Wickelwelle 33, die mit einer kleinen Wickeltrommel versehen ist, verbunden. Im gezeigten Ausführungsbeispiel befindet sich die Wickelwelle 33 am Plakatanschlag bzw. in der Plakatvitrine an derjenigen Seite derselben, an der die Plakatrolle mit der Abdeckbahn zum Abwickeln des Großplakats in die Sichtposition am Rollenhalter positioniert und gehalten wird. Das Zugseil 34 ist auf der gegenüberliegenden Seite über Umlenkungen, vorzugsweise Umlenkrollen 91, 92 und 93 mehrfach umgelenkt zu der Wickelwelle 33 geführt. Bei Drehbetätigung der Wickelwelle 33 in Aufwickel­ richtung des Zugseiles 34 wird demgemäß die Zugleiste 30 in Ab­ wickelrichtung S des Großplakats und der Abdeckbahn entlang den Führungsschienen 32 bewegt. Die Arbeitsweise der Abwickelvor­ richtung entspricht insoweit derjenigen nach den Fig. 8 bis 10.
Um eine exakte Parallelführung der Zugleiste 30 zu gewährlei­ sten, ist eine gesonderte Seilführung vorgesehen. Diese besteht gemäß Fig. 26 aus zwei etwa spiegelbildlich zueinander in je­ weils einem etwa Z-förmigen Verlauf geführten Führungsseilen 120a und 120b, die jeweils an ihren beiden Enden in Anschlüssen 121 und 122 im Umfangsbereich des Plakatanschlags bzw. der Pla­ katvitrine angeschlossen sind und die zwischen diesen Anschlüs­ sen 121 und 122 über Umlenkungen bzw. Umlenkrollen 94, die sich an den Enden der Zugleiste 30 befinden, umgelenkt werden, so daß die beiden Führungsseile 120a und 120b sich an der Zugseite der Zugleiste 30 in deren Längsrichtung zwischen den Führungsrollen 94 erstrecken und sich dabei im Mittelbereich der Zugleiste kreuzen. Wie Fig. 27 zeigt, bestehen die Umlenkrollen 94 jeweils aus einem Rollenpaar, wobei die eine Umlenkrolle der Umlenkung des einen Führungsseils und die andere Umlenkrolle des Rollen­ paars der Umlenkung des anderen Führungsseils dient. Mit dieser Seilführung wird sichergestellt, daß die Zugleiste 30 bei ihren Arbeitsbewegungen sich nicht schrägstellen oder kippen kann, vielmehr eine zuverlässige Parallelführung erhält.
Eine Besonderheit der Abwickelvorrichtung nach den Fig. 26 bis 28 besteht auch darin, daß eine der Umlenkungen des antreibbaren Zugseiles 34 eine Spannvorrichtung für die Spannung des Großpla­ kats und/oder der Abdeckbahn bildet. Im gezeigten Ausführungs­ beispiel wird die Spannvorrichtung von der der Zugseil-Umlenkung dienenden Seilumlenkrolle 92 gebildet, die entgegen der Zulauf- und Ablaufrichtung des Zugseils 34 verstellbar gelagert ist und der dabei eine Spannfedervorrichtung 95 zugeordnet ist, die ei­ nerseits mit dem Träger der Umlenkrolle 92 und andererseits in einem Festpunkt mit einer Anschlußstelle 96 des Plakatanschlags verbunden ist. Wird durch Drehbetätigung der Wickelwelle 33 die Zugleiste 30 unter Abwickeln des Großplakats in die ausgebreite­ te Sichtposition in Pfeilrichtung S bewegt, so gelangt die Zugleiste 30 schließlich in eine Endposition, in der das Groß­ plakat bzw. die Abdeckbahn voll von der Wickelwelle abgewickelt ist, ein weiteres Abwickeln also nicht mehr möglich ist. Wird dann die Wickelwelle 33 nochmals um einen kleinen Drehwinkel weitergedreht, so bewirkt die hiermit verbundene Verkürzung des Zugseils 34 eine Stellbewegung der die Spannrolle bildenden Um­ lenkrolle 92 mit der Folge, daß hierbei die Spannfedervorrich­ tung 95 gespannt wird. Wird nun die Wickelwelle 33 gegen Drehen arretiert, so bewirkt die gespannte Spannfedervorrichtung 95 ei­ ne Spannung im Zugseil 34, die über dessen Kopplung mit der Zugleiste 30 auf das mit dieser gekoppelte abgewickelte Großpla­ kat und/oder die abgewickelte Abdeckbahn wirkt, so daß in der Sichtposition des Großplakats dieses und/oder die Abdeckbahn un­ ter einer ständigen Federabspannung in Abwickelrichtung S gehal­ ten wird und damit auch etwaige Dehnungen und Schrumpfungen des Großplakats und/oder der Abdeckbahn bei in Sichtposition befind­ lichem Großplakat kompensiert werden. Die beschriebene Abspan­ nung ist Bestandteil der Abwickelvorrichtung bzw. des sie bil­ denden Seilzuges und bewirkt eine automatische Spannung des Großplakats und/oder der Abdeckbahn bei der Seilzugbetätigung in Abwickelrichtung des Großplakats. Wird das Großplakat mit der Abdeckbahn, wie oben beschrieben, zum Plakatwechsel wieder auf die Wickelwelle bzw. Wickelwellen zurückgewickelt, so muß selbstverständlich die vorgenannte Arretierung der Wickelwelle 33 zuvor gelöst werden, wodurch auch die Spannung in der Feder­ spannvorrichtung 95 aufgehoben wird.
Eine weitere Besonderheit der Seilzug-Abwickelvorrichtung nach den Fig. 26 bis 28 besteht darin, daß über den Seilzug auch die Anstellvorrichtung zur Anstellung des Großplakats gegen die Schutzscheibe 2 selbsttätig durch die Seilzugbetätigung bewirkt werden kann. Hierbei ist die Anstellvorrichtung getrieblich mit dem Seilzug gekoppelt. Wie Fig. 28 zeigt, weist die Anstellvor­ richtung zwei Anstelleisten 97 auf, die von der voll ausgezeich­ neten Ruheposition in Pfeilrichtung in die gestrichelte Anstell­ position 97′ schwenkbar sind, in der sie das Großplakat mit der Abdeckbahn gegen die Schutzscheibe 2 anstellen, wie dies vorste­ hend im Zusammenhang mit den Fig. 15 bis 17 beschrieben ist. Auf den am Plakatanschlag bzw. in der Plakatvitrine gelagerten Wel­ len der Anstelleisten 97 ist jeweils ein Kettenrad 98 drehfest angeordnet, mit denen ein kurzer Kettenabschnitt 99 im Zahnein­ griff steht. Die beiden Kettenabschnitte 99 sind jeweils mit ih­ rem einen Ende über ein Zugelement 100, vorzugsweise ein Seil, miteinander verbunden, welches über Umlenkrollen 101 am Pla­ katanschlag bzw. in der Plakatvitrine geführt ist. Mit ihren an­ deren Enden sind die Kettenabschnitte 99 jeweils über eine Rück­ stellfeder 102 an einer Feststelle des Plakatanschlags bzw. der Plakatvitrine angeschlossen. An dem zwischen den Umlenkrollen 101 befindlichen Abschnitt des Zugelementes 100 greift ein flexibles, vorzugsweise ebenfalls aus einem Seil bestehendes Koppelelement 103 mit einer auf dem Zugelement 100 rollend abge­ stützten Kupplungsrolle 104 zwischen zwei das Zugelement 100 un­ tergreifenden Stützrollen 105 an. Wie Fig. 26 zeigt, ist das Koppelelement 103 an seinem anderen Ende in einem Anschluß 106 mit der spannbeweglichen Seilumlenkung bzw. Seilrolle 92 an­ triebsmäßig gekoppelt, wobei es im Zwischenbereich über Um­ lenkrollen 107 geführt und umgelenkt ist. Wird, wie oben be­ schrieben, am Ende des Plakat-Abwickelvorgangs durch Weiterdre­ hung der Wickelwelle 33 die Umlenkrolle 92 unter Spannen der Spannfedervorrichtung 95 verstellt, gemäß Fig. 26 in einer Ab­ wärtsbewegung, so wird diese Stellbewegung über das Koppelele­ ment 103 und die Kupplungsrolle 104 auf das Zugelement 100 über­ tragen, das dabei zwischen den Stützrollen 105 in Pfeilrichtung nach unten gezogen wird. Dies hat zur Folge, daß das Zugelement 100 die Kettenabschnitte 99 gegen die Rückstellkraft der Rück­ stellfeder 102 verstellt, d. h. eine Zugbewegung der Kettenab­ schnitte 99 bewirkt, so daß diese über ihre Kettenräder 98 die Anstelleisten 97 in die gestrichelte Anstellposition 97′ gemäß Fig. 28 schwenken. Wird beim Plakatwechsel das Großplakat mit der Abdeckbahn entgegen der Pfeilrichtung S auf die Wickelwelle zurückgewickelt und dabei, wie beschrieben, die Spannfedervor­ richtung 95 unter Rückstellung der Seilumlenkung 92 entlastet, so bewirken die Rückstellfeder 102 selbsttätig die Rückschwenkung der Anstelleisten 97 in die voll ausgezeichnete Rückstellposition.
Bei dem vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel wird demge­ mäß nicht nur die der Abspannung des Großplakats und/oder der Abdeckbahn dienende Spannvorrichtung, sondern zugleich auch die Anstellvorrichtung über den Seilzug der Abwickelvorrichtung be­ tätigt, so daß sich eine besonders einfache Bedienung dieser Vorrichtungen ergibt. Es versteht sich, daß das in den Fig. 26 bis 28 im wesentlichen nur im Prinzip gezeigte System auch dann verwendbar ist, wenn mit einer anderen Parallelführung der Zugleiste 30 und/oder einer abweichenden Führung des Zugseiles 34 gearbeitet wird, und daß das System gleichermaßen auch dann verwirklicht werden kann, wenn der Seilzug als Plakataufzug ar­ beitet.
Fig. 29 zeigt eine vorteilhafte Ausführungsform einer Parallel­ führung für die z. B. als Zugleiste 30 ausgebildete Mitnehmervor­ richtung in Verbindung mit einem Plakatanschlag bzw. einer Pla­ katvitrine 1. Die Parallelführung für die Mitnehmervorrichtung, z. B. die Zugleiste 30, besteht hier aus einem endlosen flexiblen Laufelement 108, für das zweckmäßig ebenfalls ein Laufseil ver­ wendet wird, obwohl auch eine Laufkette od. dgl. verwendbar ist. Das endlose Laufelement 108 ist über Umlenkungen, vorzugsweise Laufrollen 109 bis 116 so geführt, daß es in den parallelen Randbereichen des Großplakats bzw. der Plakatvitrine oder der Plakattafel in Abwickelrichtung des Großplakats parallel zuein­ ander verlaufende Abschnitte 108′ und 108′′ bildet. Wird an den einander gegenüberliegenden Anschlußstellen 117 der zueinander gleichsinnig bewegten Abschnitte 108′ und 108′′ die Zugleiste 30 angeschlossen, so wird diese bei ihrer Arbeitsbewegung in Pfeil­ richtung S und in Gegenrichtung exakt parallel geführt, da sich die betreffenden Abschnitte, an denen die Zugleiste 30 ange­ schlossen ist, in Pfeilrichtung S und in Gegenrichtung gleichge­ richtet und mit gleicher Geschwindigkeit in der durch die Pfeile angegebenen Richtung bewegen. Die Zugleiste 30 kann dabei, wie z. B. in den Fig. 8 bis 10 oder in den Fig. 26 bis 28 gezeigt, mit Hilfe eines eigenen Seilantriebs angetrieben werden. In die­ sem Fall bildet das endlose Laufelement 108 lediglich die Paral­ lelführung für die Zugleiste 30.
Andererseits kann das endlose Laufelement 108 aber auch den Seilzug bzw. die Abwickelvorrichtung selbst bilden, wenn minde­ stens eine der es umlenkenden Laufrollen 109 bis 116 zum Antrieb des Laufelementes 108 mittels eines handbetätigten oder moto­ rischbetätigten Drehantriebs drehbar bzw. antreibbar ist. Wird für das endlose Laufelement 108 eine Endloskette verwendet, so bestehen die Laufrollen 109 bis 116 selbstverständlich aus Ket­ tenrädern. Für die Mitnehmervorrichtung kann anstelle der z. B. in Fig. 26 gezeigten Zugleiste 30 aber auch eine andere Vorrich­ tung vorgesehen werden. Beispielsweise kann an jeder der beiden Anschlußstellen 117 ein gesondertes Mitnehmerelement 30′ ange­ schlossen werden, welches zweckmäßig nach Art eines Transportha­ kens ausgebildet ist, wobei mit diesen Mitnehmerelementen 30′ z. B. die Kopplungsstange 19 (Fig. 7A, 7B oder 8 bis 10) gekop­ pelt wird, um das Großplakat mit der Abdeckbahn in die Sichtpo­ sition abzuwickeln.
Fig. 29 zeigt, daß das endlose Laufelement 108 über die von den Lauf- und Umlenkrollen 109 bis 116 gebildeten Umlenkungen um al­ le vier Umfangsseiten des rechteckigen Plakats am Plakatanschlag bzw. in der Plakatvitrine geführt ist und an jeder Umfangsseite zwei zueinander parallel und bei Umlauf gegenläufig zueinander verlaufende Abschnitte 108′, 108′′ bildet. Über die Laufbewegung des endlosen Laufelementes 108 lassen sich durch getriebliche Kopplung mit diesem auch die Spannvorrichtung für das Großplakat und/oder die Abdeckbahn und/oder die Anstellvorrichtung betäti­ gen. Im übrigen kann die Anordnung nach Fig. 29 ebenfalls wahl­ weise für eine als Seitenzug oder eine als Plakataufzug arbei­ tende Abwickelvorrichtung verwendet werden. Die Führung des end­ losen Laufelementes 108 läßt sich in unterschiedlicher Weise ge­ stalten. Wesentlich ist nur daß das Laufelement 108 endlos um­ laufend ist und an den beiden einander gegenüberliegenden Sei­ ten, welche der Führung und ggf. auch dem Antrieb der Mitnehmer­ vorrichtung dienen, exakt parallel zueinander verlaufende Ab­ schnitte aufweist. Dieses Führungssystem zeichnet sich durch Einfachheit und hohe Betriebszuverlässigkeit aus und läßt sich aufgrund seines kleinen Raumbedarfs problemlos an Plakatanschlä­ gen bzw. in Plakatvitrinen vorsehen.
Die Fig. 30 und 31 zeigen eine Plakatvitrine mit einer als Pla­ kataufzug arbeitenden Abwickelvorrichtung in einer Ausführung, wie sie aus dem DE-GM 295 02 954.4 bekannt ist. Die Abwickelvor­ richtung besteht hier aus zwei in den Seitenbereichen der Pla­ katvitrine 1 innen angeordneten endlosen Transportbändern 71, die an ihren oberen und unteren Enden um Umlenkrollen 72 und 73 umgelenkt sind, wobei die unteren Umlenkrollen 73 auf einer ge­ meinsamen Welle 74 angeordnet sind, so daß durch Drehen der Wel­ le 74 beide Transportbänder 71 synchron bewegt werden. Die bei­ den parallelen Transportbänder 71 sind mit Mitnehmerelementen 75 versehen, vergleichbar den Mitnehmerelementen 117 der Fig. 29. In Fig. 19 gezeigt ist der die Plakatrolle aufnehmende Aufnahme­ behälter 26 mit der innenliegenden Wickelwelle, deren hier als Vierkant ausgebildete Wellenenden 16′ in Öffnungen 76 an den Stirnseiten 27 des Aufnahmebehälters 26 drehbar gelagert sind, wobei auf das Wellenende 16′ ein Drehwerkzeug, z. B. eine Hand­ kurbel, von außen angesetzt werden kann, um die Abdeckbahn 18 mit dem Großplakat 17 beim Plakatwechsel wieder in den Aufnahme­ behälter 26 auf die Wickelwelle 16 zurückzuwickeln. Am freien äußeren Ende der Plakatrolle ist mit der Abdeckbahn 18 verbunden ein Kopplungselement 19 angeordnet, das hier aus einer Rundstan­ ge oder aus einem Rohr besteht, das mit seinen Enden über die Stirnenden 27 des Aufnahmebehälters 26 vorsteht. Der Aufnahmebe­ hälter 26 mit der eingelegten Plakatrolle kann durch eine an der Vitrinenseite angeordnete Einführungsöffnung 6 in den unteren Einlegeraum der Plakatvitrine eingeführt und in diesem im Pla­ katrollenhalter positioniert und gehalten werden. Im gezeigten Ausführungsbeispiel weist der Aufnahmebehälter 26 an seinen Sei­ tenflächen Führungsleisten 76 auf, die Führungsleisten 77 im Einlegeraum der Plakatvitrine hinterfassen und damit den Aufnah­ mebehälter 26 in der Plakat-Abwickelposition sichern. Wird an­ schließend die Welle 74 gedreht, was mit Hilfe eines an der Ein­ führungsöffnung 6 an das Wellenende angesteckten Handkurbel oder dadurch geschehen kann, daß bei aufgeschwenkter Schutzscheibe 2 die Welle 74 an ihrem Griffstück 78 gedreht wird, so laufen die hakenförmigen Mitnehmerelemente 75, wie in Fig. 19 gezeigt, von unten gegen die Enden der Kopplungsstange 19, wodurch die Ab­ deckbahn 18 mit dem Großplakat 17 von der Wickelwelle 16 abge­ wickelt und in Pfeilrichtung S nach oben in die Plakatvitrine in die Sichtposition hochgeführt wird. Da eine solche als Pla­ kataufzug arbeitende Abwickelvorrichtung bekannt ist, kann sich eine weitere Erläuterung erübrigen. Es versteht sich im übrigen, daß auch bei der Ausführungsform nach den Fig. 30 und 31 die Plakatrolle mit der Wickelwelle auch ohne Aufnahmebehälter 26 in den Plakatrollenhalter der Plakatvitrine eingeführt werden kann, und zwar ebenfalls entweder über die seitliche Einführungsöff­ nung 6 oder über eine am Boden des Vitrinengehäuses angeordnete Einführungsöffnung oder aber auch bei in die Öffnungsstellung ausgeschwenkter Schutzscheibe 2.
Im übrigen kann auch bei der Plakatvitrine nach den Fig. 30 und 31 die als Plakataufzug arbeitende Abwickelvorrichtung durch ei­ ne im Bauaufwand vorteilhaftere Seilzug-Abwickelvorrichtung er­ setzt werden, etwa durch eine solche nach den Fig. 8 bis 10, 26 bis 28 oder 29.
Bei den vorstehend beschriebenen Plakatvitrinen 1 kann die im Scheibenrahmen 3 eingefaßte Schutzscheibe 2 auch fest und un­ schwenkbar am Vitrinengehäuse angebaut sein, wenn alle Arbeiten beim Einbringen des Plakats in die Plakatvitrine und beim Pla­ katwechsel von der Außenseite der Plakatvitrine her mit Hilfe einer oder mehrerer am Umfang ihres Vitrinengehäuses angeordne­ ter Einführungsöffnungen 6 durchgeführt werden können. Es kann im übrigen auch auf die Verwendung der Schutzscheibe 2 verzich­ tet werden. Die Plakatvitrine ist in diesem Fall zur Plakat-Sichtseite hin, also frontseitig offen und bildet im Grunde eine Plakattafel mit einer die Funktionskomponenten, wie insbesondere die Abwickelvorrichtung und den Plakatrollenhalter aufnehmenden Umrandung. Bei fehlender Schutzscheibe 2 empfiehlt es sich, die aus einer Klarsichtfolie bestehende Abdeckbahn 18 so anzuordnen, daß sie das Großplakat 17 an seiner Sichtfläche überdeckt und damit vergleichbar der Schutzscheibe 2 gegen äußere Einflüsse schützt. Für die Plakat-Abwickelvorrichtung wird auch in diesen Fällen zweckmäßig eine solche mit einer Zugleiste 30 verwendet, da sich diese Abwickelvorrichtung durch Einfachheit, Betriebssi­ cherheit und kleine Bauabmessungen auszeichnet. Die Plakatvitri­ ne oder die mit dieser Abwickelvorrichtung ausgestattete Plakat­ tafel kann in diesem Fall eine vergleichsweise kleine Bautiefe erhalten. Selbstverständlich lassen sich bei dem erfindungsgemä­ ßen Plakatanschlag aber auch andere Abwickelvorrichtungen ver­ wenden, etwa solche, wie sie in dem DE-GM 295 02 954.4 alterna­ tiv angegeben sind. Selbstverständlich kann der erfindungsgemäße Plakatanschlag insbesondere in seiner Ausführung als Plakatvi­ trine auch mit einem Beleuchtungssystem zur Durchleuchtung des in die Sichtposition ausgebreiteten Großplakats versehen sein. In allen Fällen weist der erfindungsgemäße Plakatanschlag einen Plakatrollenhalter für die Positionierung der Plakatrolle gegen­ über der Abwickelvorrichtung und für die Halterung der Plaka­ trolle nebst ihrer Wickelwelle beim Abwickeln der Abdeckbahn nebst dem Großplakat von der Plakatrolle auf. Dieser Plakatrol­ lenhalter kann, wie oben beschrieben, aus einer Halterung für die Plakatrolle nebst Drehlager für die Wickelwelle bestehen, aber auch aus einer Halterung für den mit der Plakatrolle be­ stückten Aufnahmebehälter, wo bei in diesem Fall die Wickelwelle am oder im Aufnahmebehälter drehbar gelagert ist.
Die vorstehend beschriebenen Ausgestaltungsformen der Plakatan­ schläge und insbesondere ihrer Systemkomponenten, wie vor allem der Seilzug-Abwickelvorrichtungen, der Parallelführungen, der Spannvorrichtung und der Anstellvorrichtung sowie der Ausricht­ halterung können einzeln oder in verschiedenen Kombinationen der Systemkomponenten auch dann mit Vorteil zur Anwendung kommen, wenn auf eine abwickelbare Abdeckbahn verzichtet wird. Insofern kommt allen diesen Gestaltungsformen der Systemkomponenten bzw. der mit diesen ausgestatteten Plakatanschläge jeweils selbstän­ dige erfinderische Bedeutung zu. Falls mit einer Anstellvorrich­ tung gearbeitet wird, so kann diese nicht nur aus parallelen An­ stelleisten bestehen, sondern auch aus einem Anstellrahmen, z. B. aus einem in Anstellrichtung und in Gegenrichtung schwenkbar ge­ lagerten Schwenkrahmen. Die Anstellflächen der Anstelleisten oder des Anstellrahmens können von Bürstenleisten gebildet sein oder aber aus einem nachgiebigen Material, z. B. Schaumstoff, be­ stehen. Auch kann bei Verwendung eines Anstellrahmens dieser mit einer Abdeckbahn bzw. einer Kunststoffolie bespannt sein, so daß in diesem Fall von einer abwickelbaren Abdeckbahn abgesehen wer­ den kann. Besondere eigenständige erfinderische Bedeutung kommt auch der Betätigung der Spannvorrichtung und/oder der Anstell­ vorrichtung durch und in Abhängigkeit von der Abwickelvorrich­ tung zu. Falls auf die Anstellvorrichtung verzichtet wird, wer­ den lediglich der Abwickelvorgang sowie die Spannung des Plakats und/oder der Abdeckbahn miteinander gekoppelt, d. h. die Spannung über die Betätigung der Abwickelvorrichtung bewirkt. Auch schließt die Erfindung eine Arbeitsweise ein, bei der das Plakat zwischen zwei Abdeckbahnen bzw. Kunststoffolien in der Sichtpo­ sition angeordnet ist, wobei die das ausgebreitete Plakat an der Sichtseite überdeckende transparente Kunststoffolie die bei den Plakatvitrinen vorhandene transparente Schutzscheibe ersetzen kann. Schließlich kann bei Fortfall der abwickelbaren Abdeckbahn bei den erfindungsgemäßen Plakatanschlägen auch ein Plakat Ver­ wendung finden, das selbst aus einer bedruckten Kunststoffolie besteht. Bei einer Plakattafel kann mit Hilfe der beschriebenen Anstellvorrichtungen das Plakat auch mit seiner der Sichtseite abgewandten Rückseite gegen die Rückwand oder Anschlagfläche der Plakattafel angestellt werden.

Claims (72)

1. Verfahren zur Durchführung der Plakatarbeiten bei der Groß­ flächenwerbung, wobei das aus Papier bestehende Großplakat zu einer Plakatrolle aufgewickelt an einem Plakatanschlag, ins­ besondere in einer Plakatvitrine, von der hier mit einer Wic­ kelwelle positionierten Plakatrolle zusammen mit einer aufge­ wickelten flexiblen Abdeckbahn mittels einer Abwickelvorrich­ tung in die ausgebreitete Sichtposition abgewickelt wird, in der es von der Abdeckbahn flächig überdeckt wird, und wobei beim Plakatwechsel das Großplakat nebst Abdeckbahn wieder aufgewickelt und das Plakat als Plakatrolle dem Plakatan­ schlag entnommen wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Großplakat (17) vor dem Einbringen in die Sichtposi­ tion im Fertigzustand mit der Abdeckbahn (18) zusammengeführt und in den lösbaren Wickelverbund mit der Abdeckbahn gebracht wird, worauf das Großplakat (17) mit der Abdeckbahn (18) in die ausgebreitete Sichtposition abgewickelt wird, und daß beim Plakatwechsel nach gemeinsamem Aufwickeln von Abdeckbahn (18) und Großplakat (17) dieses von dem Wickelverbund mit der Abdeckbahn (18) getrennt und anschließend durch ein anderes Plakat ersetzt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich­ net, daß das Großplakat (17) und/oder die Abdeckbahn (18) im Abwickelzustand unter Spannung in Ab- und/oder Aufwickel­ richtung gebracht und gehalten wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeich­ net, daß das Großplakat (17) unabhängig von der Abdeckbahn (18) gespannt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das in der Sichtposition an sei­ ner Rückseite von der Abdeckbahn (18) überdeckte Großplakat (17) mittels einer in der Plakatvitrine (1) angeordneten, ge­ gen die Abdeckbahn (18) anstellbaren Anstellvorrichtung gegen die frontseitige Schutzscheibe (2) der Plakatvitrine (1) an­ gestellt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer Plakattafel das an der Sichtseite von der transparenten Abdeckbahn (18) überdeckte Großplakat (17) mittels einer an der Plakattafel angeordneten Anstellvorrichtung mit seiner Rückseite gegen die Plakattafel bzw. eine Wandfläche derselben angestellt wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das vorgefertigte Großplakat (17) und die Abdeckbahn (18) auf einer gemeinsamen Wickelwel­ le (16) in Überdeckung aufgewickelt dem Plakatanschlag zuge­ führt und in der Abwickelposition positioniert mittels der Abwickelvorrichtung abgewickelt und beim Plakatwechsel wieder auf die gemeinsame Wickelwelle (16) zurückgewickelt werden, worauf das Großplakat (17) an seinen Anschlüssen (21) von der Abdeckbahn (18) und der gemeinsamen Wickelwelle (16) gelöst und durch ein neues, an den Anschlüssen (21) angeschlossenes Großplakat ersetzt wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß beim Einbringen des Großplakats (17) in die Sichtposition das Großplakat (17) und die Abdeck­ bahn (18) jeweils von einer gesonderten Wickelwelle (16, 16′) abgewickelt und beim Plakatwechsel gemeinsam jeweils auf ihre Wickelwelle (16 bzw. 16′) zurückgewickelt werden, worauf die Plakatrolle (15) mit ihrer Wickelwelle (16) dem Plakatan­ schlag zum Plakatwechsel entnommen wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das gegebenenfalls mit der Ab­ deckbahn (18) aufgewickelte Großplakat (17) zusammen mit der Wickelwelle (16) über eine am Umfang des Vitrinengehäuses an­ geordnete Bedienungsöffnung (6, 39) in die Plakatvitrine (1) eingeführt und in dieser in der Abwickelposition positioniert wird.
9. Verfahren, insbesondere nach einem oder mehreren der Ansprü­ che 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Großplakat (17) und/oder die Abdeckbahn (18) mittels einer durch den Abwickelvorgang betätigten Spannvorrichtung ge­ spannt wird.
10. Verfahren, insbesondere nach einem oder mehreren der Ansprü­ che 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Großplakat (17) mittels einer durch den Abwickelvorgang betä­ tigten Anstellvorrichtung gegen die Schutzscheibe (2) der Plakatvitrine (1) oder gegen an der Wandfläche der Plakatta­ fel angestellt wird.
11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Anstellung des Großplakats (17) und dessen Spannung durch den Abwickelvorgang des Großplakats be­ wirkt werden.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß bei einem nach Art einer Plakat­ tafel ausgebildeten Plakatanschlag die transparente Abdeck­ bahn (18) so mit dem Großplakat (17) in die Sichtposition ab­ gewickelt wird, daß die Abdeckbahn (18) das ausgebreitete Großplakat (17) an der Sichtseite überdeckt.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß als Abdeckbahn (18) eine, vor­ zugsweise transparente, Kunststoffolie verwendet wird, insbe­ sondere eine Polyethylenfolie, deren Dicke höchstens 0,2mm, vorzugsweise 0,075mm bis 0,1mm, beträgt.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Großplakat (17) in der aus­ gebreiteten Sichtposition zwischen zwei flexiblen Abdeckbah­ nen (18) angeordnet wird, von denen zumindest die auf der Sichtseite befindliche Abdeckbahn (18) aus einer transparen­ ten Kunststoffolie besteht, wobei vorzugsweise beide Abdeck­ bahnen oder nur die das Plakat an der Sichtseite überdeckende Abdeckbahn mit dem Großplakat abgewickelt wird.
15. Plakatanschlag für wechselbare Großplakate, insbesondere Pla­ katvitrine, mit einer Abwickelvorrichtung, mit der das auf einer Wickelwelle zu einer Plakatrolle aufgewickelte Großpla­ kat aus Papier zusammen mit einer flexiblen Abdeckbahn in die ausgebreitete Sichtposition abwickelbar ist, in der es von der Abdeckbahn flächig überdeckt ist, und mit einem die Pla­ katrolle mit der Wickelwelle in der Abwickelposition positio­ nierenden Plakatrollenhalter, dadurch gekenn­ zeichnet, daß das als vorgefertigtes Plakat mit der Ab­ deckbahn (18) zusammenführbare Großplakat (17) an seinem auf der Angriffsseite der Abwickelvorrichtung liegenden Ende und an seinem auf der Sichtseite der Wickelwelle (16) liegenden Ende über lösbare Anschlüsse im Wickelverbund mit der Abdeck­ bahn (18) steht und an diesen Anschlüssen für den Plakatwechsel aus dem Wickelverbund mit der Abdeckbahn (18) lösbar ist.
16. Plakatanschlag nach Anspruch 15, dadurch gekenn­ zeichnet, daß das Großplakat (17) nur an seinen genann­ ten Plakatenden in den Anschlüssen (21) mit der Abdeckbahn (18) unmittelbar oder mittelbar im Wickelverbund verbunden ist.
17. Plakatanschlag nach Anspruch 15 oder 16, dadurch ge­ kennzeichnet, daß das Großplakat (17) und die Abdeck­ bahn (18) auf einer gemeinsamen Wickelwelle (16) aufgewickelt und mittels der Abwickelvorrichtung von dieser abwickelbar sind, wobei das Großplakat (17) mit seinen Plakatenden in den Anschlüssen entweder unmittelbar mit der Abdeckbahn (18) oder zumindest auf der Seite der Wickelwelle (16) mittelbar mit dieser verbunden ist.
18. Plakatanschlag nach Anspruch 17, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Abdeckbahn (18) und das Großplakat (17) jeweils in einem gesonderten Anschluß (49, 21 bzw. 21′) an der Wickelwelle (16) angeschlossen sind.
19. Plakatanschlag nach Anspruch 17 oder 18, dadurch ge­ kennzeichnet, daß die Abdeckbahn (18) und das Groß­ plakat (17) an der Angriffsseite der Abwickelvorrichtung über ein mit dieser koppelbares Kopplungselement (19) in Anschlüs­ sen (50, 21) verbunden sind.
20. Plakatanschlag nach einem der Ansprüche 15 bis 19, da­ durch gekennzeichnet, daß die Anschlüsse (21) des Großplakats (17) als leicht lösbare Anschlüsse, z. B. Klemm-, Klett-, Klebestreifenanschlüsse, Steck- oder Stabanschlüsse o. dgl. ausgeführt sind.
21. Plakatanschlag nach Anspruch 19 oder 20, dadurch ge­ kennzeichnet, daß mit der Wickelwelle (16) und/oder dem z. B. als Kopplungsleiste ausgebildeten Kopplungselement (19) ein flexibler Anschlußstreifen (20), vorzugsweise aus Kunststoff, verbunden ist, an dessen freiem Ende das Großpla­ kat mit seinem Rand im Anschluß (21) lösbar angeschlossen ist.
22. Plakatanschlag nach einem der Ansprüche 17 bis 21, da­ durch gekennzeichnet, daß die Anschlüsse (49, 21, 52) der Abdeckbahn (18) und des Großplakats (17) bzw. seines Anschlußstreifens (20) an der Wickelwelle (16) in deren Um­ fangsrichtung oder in deren Durchmesserrichtung derart ver­ setzt zueinander angeordnet sind, daß in der Sichtposition des Großplakats (17) die Abdeckbahn (18) vollständig von der Wickelwelle (16) abgewickelt ist und die Wickelwelle (16) ge­ gen weitere Drehungen in Abwickelrichtung gesperrt ist.
23. Plakatanschlag nach einem der Ansprüche 15 bis 22, da­ durch gekennzeichnet, daß die Abdeckbahn (18) von der Abdeckseite um die Wickelwelle (16) herum, vorzugsweise gegenüber dieser freibeweglich, herumgeführt und in Aufwic­ kelrichtung drehschlüssig mit der Wickelwelle (16) gekoppelt ist, wobei das Großplakat (17) mit seinem auf der Seite der Wickelwelle (16) liegenden Plakatende im Anschluß (21) mit dem um die Wickelwelle herumgelegten Abschnitt (18′) der Ab­ deckbahn (18) im Anschluß (21) und auf der Gegenseite mit der Abdeckbahn (18) lösbar verbunden ist.
24. Plakatanschlag nach Anspruch 23, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Abdeckbahn (18) auf der Angriffsseite der Abwickelvorrichtung zusammen mit dem Großplakat (17) mit einer das Kopplungselement bildenden Kopplungsleiste (19) od. dgl. verbunden ist oder die Abdeckbahn (18) an der Kopp­ lungsleiste (19) mit seinem Endabschnitt (18′′) zur Pla­ katseite hin umgelegt ist, wobei das Großplakat (17) an sei­ nen beiden parallelen endseitigen Plakaträndern in den An­ schlüssen (21) mit den Endabschnitten (18′, 18′′) der Abdeck­ bahn (18) verbunden ist.
25. Plakatanschlag nach Anspruch 23 oder 24, dadurch ge­ kennzeichnet, daß zur drehschlüssigen Kupplung der Wickelwelle (16) und der Abdeckbahn (18) ein auf der Wickel­ welle konzentrisch angeordnetes, mit dieser drehschlüssig verbundenes und einen Durchführungsspalt (82) für die Abdeck­ bahn (18) bildendes Schlitzrohr (18) oder an der Wickelwelle (16) eine Axialnut (84) mit in dieser befindlicher Führungs­ stange (85) vorgesehen ist.
26. Plakatanschlag nach einem der Ansprüche 23 bis 25, da­ durch gekennzeichnet, daß die Abdeckbahn (18) an ihren Endabschnitten (18′, 18′′) Taschen (86) für die Aufnah­ me von Kupplungsstäben (87) aufweist, welche die lösbaren An­ schlüsse für das Großplakat (17) bilden.
27. Plakatanschlag nach Anspruch 26, dadurch gekenn­ zeichnet, daß das Großplakat (17) an seinen Ecken, z. B. durch örtliche Umfalzung gebildete, Einstecktaschen (88) auf­ weist, mit denen es in die herausragenden Enden der Kupp­ lungsstäbe (87) einsteckbar ist.
28. Plakatanschlag nach Anspruch 27, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Kupplungsstangen (87) als gegen eine Federrückstellkraft verkürzbare Federstangen ausgebildet sind, wobei ihre Federelemente (19) das Großplakat quer zur Abwickelrichtung spannende Spannfedern bilden.
29. Plakatanschlag nach Anspruch 15 oder 16, dadurch ge­ kennzeichnet, daß er mit einem Rollenhalter jeweils für die auf einer Wickelwelle (16) aufgewickelte Plakatrolle (15) und die auf einer eigenen Wickelwelle (16′) aufgewickel­ te Abdeckbahn (18) versehen ist, wobei das zusammen mit der Abwickelbahn (18) mittels der Abwickelvorrichtung abwickelba­ re Großplakat (17) an seinem die Angriffsseite für die Abwic­ kelvorrichtung bildenden Ende über ein Kopplungselement (19) im lösbaren Anschluß mit der Abdeckbahn (18) kuppelbar ist und der auf der Seite der Wickelwelle liegende lösbarer An­ schluß des Großplakats (17) durch seine im Plakatrollenhalter lösbar angeordnete Wickelwelle (16) gebildet ist.
30. Plakatanschlag nach einem oder mehreren der Ansprüche 15 bis 29, dadurch gekennzeichnet, daß eine die Abdeck­ bahn (18) und/oder das in der Sichtposition befindliche Groß­ plakat (17) spannende Spannvorrichtung vorgesehen ist.
31. Plakatanschlag nach Anspruch 30, dadurch gekenn­ zeichnet, daß er mit einer das ausgebreitete Großplakat (17) unabhängig von der Abdeckbahn (18) in Spannlage halten­ den Spannvorrichtung versehen ist.
32. Plakatanschlag nach Anspruch 31, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die dem Großplakat (17) zugeordnete Spannvorrichtung an der Wickelwelle (16) angeordnet ist.
33. Plakatanschlag nach Anspruch 32, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Spannvorrichtung aus einem von dem Großplakat (17) oder dessen Anschlußstreifen (20) an der Wic­ kelwelle (16) überdeckten federbelasteten Mantelsegment (51) besteht.
34. Plakatanschlag nach Anspruch 32, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Spannvorrichtung von dem von einer Spannfeder (56) belasteten, in Spannrichtung verstellbaren Anschluß (55) des Großplakats (17) oder seines Anschlußstrei­ fens (20) an der Wickelwelle (16) gebildet ist.
35. Plakatanschlag nach Anspruch 32, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Spannvorrichtung von einer Drehverla­ gerung der Wickelwelle (16) um eine mit dem Anschluß (49) der Abdeckbahn (18) am Umfang der Wickelwelle (16) zusammenfal­ lenden Drehachse in Verbindung mit einer der Drehverlagerung zugeordneten, vorzugsweise von einer Spannfeder gebildeten Drehantrieb gebildet ist.
36. Plakatanschlag nach einem der Ansprüche 15 bis 35, da­ durch gekennzeichnet, daß bei einer Plakatvitrine (1) mit frontseitiger transparenter Schutzscheibe (2) eine das ausgebreitete Plakat (17) mit der Abdeckbahn (18) gegen die Schutzscheibe (2) anstellende Anstellvorrichtung (60) vorgesehen ist.
37. Plakatanschlag, insbesondere nach einem oder mehreren der An­ sprüche 15 bis 36, dadurch gekennzeichnet, daß er mit einer das ausgebreitete Großplakat (17) gegen die Schutzscheibe (2) oder bei einer Plakattafel gegen deren Wandfläche anstellenden Ausstellvorrichtung, vorzugsweise in Gestalt von parallelen Anstelleisten oder einem Anstellrahmen od. dgl., versehen ist, die mit der Abwickelvorrichtung gekop­ pelt und durch deren Betätigung betätigbar ist.
38. Plakatanschlag, insbesondere nach einem oder mehreren der An­ sprüche 1 bis 37, dadurch gekennzeichnet, daß die das Großplakat (17) und/oder die Abdeckbahn (18) spannen­ de Spannvorrichtung (92, 95) über die Abwickelvorrichtung be­ tätigt ist.
39. Plakatanschlag nach einem der Ansprüche 36 bis 38, da­ durch gekennzeichnet, daß die Anstellvorrichtung (60) von der Abwickelvorrichtung durch Anschlag betätigbar ist.
40. Plakatanschlag nach Anspruch 39, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Anstellvorrichtung (60) mit sich über das Großplakat (17) erstreckenden Andruckleisten (67) verse­ hen ist, die in den auf der Seite der Wickelwelle (16) und der ihr gegenüberliegenden Seite befindlichen Endbereichen des Großplakats (17) gegen dessen Rückseite anstellbar sind.
41. Plakatanschlag nach Anspruch 40, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Andruckleisten (67) jeweils in einem Schwenklager (63) in Anstellrichtung und in Gegenrichtung schwenkbar gelagert und untereinander zur Synchronverstellung gekoppelt sind.
42. Plakatanschlag nach Anspruch 41, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Andruckleisten (67) jeweils an dem Anstellhebelarm (66) eines in einem Schwenklager (63) gela­ gerten mehrarmigen Schwenkbügels (61, 62) angeordnet sind, wobei die Krafthebelarme (64) der beiden Schwenkbügel (61, 62) durch eine Stange (65) zur Synchronverschwenkung der Schwenkbügel gekoppelt sind.
43. Plakatanschlag nach Anspruch 42, dadurch gekenn­ zeichnet, daß der auf der Gegenseite zu der Wickelwelle (16) angeordnete Schwenkbügel (61) einen im Laufweg der Ab­ wickelvorrichtung, z. B. einer Zugleiste (30) derselben ange­ ordneten Anschlaghebelarm (68) aufweist.
44. Plakatanschlag nach einem der Ansprüche 36 bis 43, da­ durch gekennzeichnet, daß die Anstellvorrichtung (60) mit vier in Rechteckanordnung zueinander stehenden, das Großplakat (17) an allen seinen vier Umfangsseiten gegen die Schutzscheibe (2) anstellenden, einen Anstellrahmen bildenden Andruckleisten (67, 70) versehen ist.
45. Plakatanschlag nach einem der Ansprüche 15 bis 44, da­ durch gekennzeichnet, daß die Abwickelvorrichtung als ein das Großplakat (17) mit der Abdeckbahn (18) in Hori­ zontalrichtung abwickelnder Seitenzug oder als ein das Groß­ plakat (17) mit der Abdeckbahn (18) in Vertikalrichtung ab­ wickelnder Plakataufzug ausgeführt ist.
46. Plakatanschlag nach einem der Ansprüche 15 bis 45, da­ durch gekennzeichnet, daß er nach Art einer Pla­ katvitrine ohne frontseitige Schutzscheibe (2) ausgebildet ist, wobei die aus einer transparenten Kunststoffolie beste­ hende Abdeckbahn (18) das Großplakat (17) an seiner Sichtsei­ te überdeckt.
47. Plakatanschlag, insbesondere nach einem oder mehreren der An­ sprüche 15 bis 46, dadurch gekennzeichnet, daß die Plakat-Abwickelvorrichtung aus einem antreibbaren Seilzug besteht, der mit einer von einer Parallelführung geführten Mitnehmervorrichtung versehen ist, die mit mindestens einem am Großplakat oder, sofern vorhanden, an der Abdeckbahn (18) angeordneten Kopplungselement (19) koppelbar ist.
48. Plakatanschlag nach Anspruch 47, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die durch das Zugseil angetriebene Mit­ nehmervorrichtung von einer mit ihren Enden, z. B. mittels Laufrollen (31) oder Gleitstücken, an oder in Führungen (32) geführten Zugleiste (30) gebildet ist.
49. Plakatanschlag nach Anspruch 47 oder 48, dadurch ge­ kennzeichnet, daß der Seilzug eine antreibbare Zug­ seil-Wickelwelle (33) für das Auf- und Abwickeln des Zugseils (34) aufweist, wobei die Zugseil-Wickelwelle (33) vorzugswei­ se auf der dem Plakatrollenhalter gegenüberliegenden Seite oder auf der Seite des Plakatrollenhalters am Plakatanschlag angeordnet ist.
50. Plakatanschlag nach einem der Ansprüche 47 bis 49, da­ durch gekennzeichnet, daß die Zugleiste (30) als, vorzugsweise V-förmig profilierte, Hakenleiste und das Kopp­ lungselement (19) am Angriffsende des Großplakats (17) oder der Abdeckbahn (18) als in die Hakenleiste einhakbare, vor­ zugsweise ebenfalls V-förmig profilierte, Kopplungsleiste ausgeführt sind.
51. Plakatanschlag nach einem der Ansprüche 47 bis 50, da­ durch gekennzeichnet, daß ein die Zugleiste (30) in der Koppelposition mit der Plakatrolle (15) haltender Endanschlag (59), vorzugsweise mit magnetischer Haftwirkung, vorgesehen ist.
52. Plakatanschlag nach einem der Ansprüche 47 bis 51, da­ durch gekennzeichnet, daß der Seilzug als Spann­ vorrichtung für das Großplakat (17) oder, sofern vorhanden, für die Abdeckbahn (18) mindestens eine zur Seilspannung be­ wegliche Seilumlenkung (92), vorzugsweise in Gestalt einer Umlenkrolle, mit zugeordneter Spannfedervorrichtung (95) auf­ weist.
53. Plakatanschlag nach Anspruch 52, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Spannvorrichtung mit der Seilumlen­ kung (92) so im Seilzug angeordnet ist, daß die Federspann­ kraft in der Spannfedervorrichtung (95) erst bei in die Sichtposition abgewickeltem Großplakat (17) und gegen Weiter­ bewegung in Abwickelrichtung gesperrter Mitnehmervorrichtung (30) durch eine Zusatzdrehung der Wickelwelle (33) erzeugbar ist, wobei die Wickelwelle (33) in dieser Drehlage lösbar ar­ retierbar ist.
54. Plakatanschlag nach einem der Ansprüche 47 bis 53, da­ durch gekennzeichnet, daß mit dem Seilzug auch die Anstellvorrichtung für das Großplakat (17) getrieblich gekoppelt ist.
55. Plakatanschlag nach Anspruch 54, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Anstellvorrichtung mit zueinander parallel angeordneten schwenkbaren Anstelleisten od. dgl. (97) versehen ist, deren Wellen Kettenräder (98) tragen, mit denen jeweils ein Kettenabschnitt (99) im Eingriff steht, wobei die Kettenabschnitte (99) einerseits über eine Rückstellfeder (102) an einem Festpunkt angeschlossen sind und andererseits über ein Zugelement (100) untereinander verbunden sind, und daß am Zugelement (100), vorzugsweise zwischen Stützrollen (105), ein Koppelelement (104) angreift, das mit der spannbe­ weglichen Seilumlenkung (92) antriebsmäßig gekoppelt ist.
56. Plakatanschlag nach Anspruch 55, dadurch gekenn­ zeichnet, daß das Koppelelement (103) aus einem um meh­ rere Umlenkrollen (102) umgelenkten Koppelseil besteht.
57. Plakatanschlag nach einem der Ansprüche 47 bis 56, da­ durch gekennzeichnet, daß die Parallelführung von zwei spiegelbildlich zueinander in etwa Z-förmigem Verlauf geführten Führungsseilen (120a, 120b) gebildet ist, die je­ weils mit ihren beiden Enden in Festpunkten am Plakatanschlag angeschlossen sind und die jeweils zwischen ihren Enden über Umlenkungen (94) an den Endbereichen der Zugleiste (30) etwa rechtwinklig umgelenkt sind.
58. Plakatanschlag, insbesondere nach einem oder mehreren der An­ sprüche 47 bis 56, dadurch gekennzeichnet, daß als Parallelführung für die Mitnehmervorrichtung (30, 30′) ein endloses Laufelement (108) in Gestalt eines Laufseils, einer Laufkette od. dgl. vorgesehen ist, das über Umlenkungen so geführt ist, daß es in den Randbereichen des Großplakats (17) in Abwickelrichtung desselben parallel zueinander ver­ laufende Abschnitte (108′, 108′′) bildet, mit denen die z. B. aus der Zugleiste (30) oder aus Einzelmitnehmern (30′) beste­ hende Mitnehmervorrichtung verbunden ist.
59. Plakatanschlag nach Anspruch 58, dadurch gekenn­ zeichnet, daß das endlose Laufelement (108) den Seilzug der Abwickelvorrichtung bildet und in Umfangsrichtung an­ treibbar ist.
60. Plakatanschlag nach Anspruch 58 oder 59, dadurch ge­ kennzeichnet, daß das endlose Laufelement (108) über die, vorzugsweise von Umlenkrollen gebildeten Umlenkungen um alle vier Umfangsseiten des rechteckigen Plakats am Plakatan­ schlag geführt ist und an jeder Umfangsseite zwei zueinander parallel und bei Umlauf gegenläufig verlaufende Abschnitte (108′, 108′′) bildet.
61. Plakatanschlag nach einem oder mehreren der Ansprüche 47 bis 60, dadurch gekennzeichnet, daß die Zugleiste (30) und die Kopplungsleiste (19) in ihrer Längsrichtung ge­ geneinander unverschieblich koppelbar sind.
62. Plakatanschlag nach Anspruch 61, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Zugleiste (30) und die Kopplungslei­ ste (19) mit über ihre Länge verteilt angeordneten Kupplungs­ vorsprüngen (30a) bzw. Kupplungsöffnungen (19′) für den Ein­ griff der Kupplungsvorsprünge versehen sind.
63. Plakatanschlag nach einem der Ansprüche 47 bis 62, da­ durch gekennzeichnet, daß die Zugleiste (30) und die Kopplungsleiste (19) als Flachleisten ausgebildet sind.
64. Plakatanschlag nach Anspruch 62 oder 63, dadurch ge­ kennzeichnet, daß die, vorzugsweise an der Zugleiste (30) angeordneten, Kupplungsvorsprünge (30a) nach Art von Ha­ ken, Nocken od. dgl. ausgebildet sind.
65. Plakatanschlag nach einem der Ansprüche 62 bis 64, da­ durch gekennzeichnet, daß die Kupplungsöffnungen (19′) in Plakat-Abwickelrichtung Abmessungen aufweisen, die erheblich größer sind als die in sie eingeführten Teile der Kupplungsvorsprünge (30a).
66. Plakatanschlag nach einem oder mehreren der Ansprüche 15 bis 65, dadurch gekennzeichnet, daß z. B. an dem Auf­ nahmebehälter (26) oder den Stirnscheiben (22) der Wickelwel­ le (16) oder am Plakatanschlag, z. B. an der Schwenkklappe (7) eine die Kopplungsleiste (19) gegenüber der Zugleiste (30) ausrichtende Ausrichthalterung (58) angeordnet ist und die Kopplungsleiste (19) durch eine Drehbewegung des Aufnahmebe­ hälters (26) oder der im Plakatrollenhalter befindlichen Pla­ katrolle (15) von der Ausrichtposition in die Kupplungsposi­ tion mit der Zugleiste (30) einschwenkbar ist.
67. Plakatanschlag nach einem der Ansprüche 15 bis 66, da­ durch gekennzeichnet, daß bei einer Plakatvitrine (1) am Umfang des Vitrinengehäuses mindestens eine durch ein Verschlußelement, z. B. eine Verschlußklappe (7), verschließ­ bare Bedienungsöffnung (6) für das Einführen der ggf. mit der Wickelwelle (16) in einem Aufnahmebehälter (26) eingelegten Plakatrolle (15) in die Plakatvitrine und für die Entnahme der Plakatrolle aus der Plakatvitrine angeordnet ist.
68. Plakatanschlag nach einem der Ansprüche 15 bis 67, da­ durch gekennzeichnet, daß die Abwickelvorrichtung und die Wickelwelle (16) der im Plakatrollenhalter angeordne­ ten Plakatrolle (15) von der Außenseite der Plakatvitrine (1) her bei geschlossener Schutzscheibe (2) betätigbar sind.
69. Plakatanschlag nach einem der Ansprüche 15 bis 68, da­ durch gekennzeichnet, daß er mit einer Hubführung versehen ist, mit der die Plakatrolle (15) nebst Wickelwelle (16), ggf. zusammen mit dem Aufnahmebehälter (26), von einer unterhalb des Plakatanschlags befindlichen Bedienungsposition in die zum Abstand darüber angeordnete Plakat-Abwickelposition hochführbar ist.
70. Plakatanschlag nach Anspruch 69, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Hubführung aus einer am Plakatan­ schlag angeordneten Vertikalführung, z. B. in Gestalt einer Führungsschiene oder einer Führungsnut, besteht, an der der Plakatrollenhalter mit eingelegter Plakatrolle (15) und mit im Drehlager gelagerter Wickelwelle (16) von der unteren Be­ dienungsposition in die obere Plakat-Abwickelposition ver­ schieblich geführt ist, in der die Plakatrolle (15) in Verti­ kallage am Plakatrollenhalter gelagert ist, wobei die Abwic­ kelvorrichtung von einem das Großplakat (17) in Horizontal­ richtung von der Plakatrolle (15) abwickelnden Seitenzug aus­ gebildet ist und das Angriffsende des Großplakats bzw. der Abdeckbahn (18) sich in der Plakat-Abwickelposition im Zu­ griff der Abwickelvorrichtung befindet.
71. Plakatanschlag nach einem der Ansprüche 15 bis 70, da­ durch gekennzeichnet, daß das Großplakat (17) von einer mit dem Plakatmotiv bedrucktem Plakatfolie gebildet ist.
72. Plakatanschlag nach einem der Ansprüche 15 bis 71, da­ durch gekennzeichnet, daß er mit einem Beleuch­ tungssystem zur Durchleuchtung des in der Sichtposition be­ findlichen Großplakats (17) versehen ist.
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