DE19601295A1 - Verfahren zur Herstellung einer Siebvorrichtung - Google Patents
Verfahren zur Herstellung einer SiebvorrichtungInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung einer Siebvorrichtung
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Derartig hergestellte Siebvorrichtungen werden z. B. in der Papierindustrie verwendet
und dann oft als Stabsiebkörbe bezeichnet. Dabei ist es wesentlich, daß sich die zwischen
den Stäben bildenden Sortierspalten relativ eng gehalten werden können, z. B. im Bereich
von einigen Zehntelmillimetern. Nur so sind die hohen Anforderungen an die
Sortierqualität einer solchen Siebvorrichtung zu erfüllen. Gleichzeitig soll aber auch
eine möglichst hohe Anzahl solcher Schlitze vorhanden sein, damit durch die sehr engen
Spalten eine möglichst große Menge von akzeptierten Fasern zusammen mit dem Wasser
der Suspension hindurchbefördert werden kann. Neben der Forderung an eine gute
Sortierqualität muß eine solche Siebvorrichtung auch eine beträchtliche Festigkeit
aufweisen, da im Produktionsbetrieb recht hohe Kräfte auftreten können, z. B. wegen der
sogenannten Siebräumung. Wegen der genannten Anforderungen sind solche
Siebvorrichtungen in der Regel recht teuer herzustellen.
In der DE 36 10 939 ist bereits ein Siebkorb vorgeschlagen worden, der in einem
Hochtemperaturlötverfahren erzeugt wurde. Bei diesem Verfahren wird die zu
verlötende Siebvorrichtung in einen unter hohem Vakuum stehenden
Hochtemperaturofen gebracht, wodurch ein sehr guter Siebkorb hergestellt werden
kann, was aber auch sehr aufwendig ist. Insbesondere wird durch die Zufuhr der
benötigten Wärme in den ohnehin schon aufwendigen Ofen das Verfahren weiter
verteuert.
Es sind auch andere Verfahren zur Herstellung solcher Siebkörbe vorgeschlagen worden,
z. B. solche, bei denen die Fügepartner miteinander verschweißt werden. Im Vergleich
zu dem Lötverfahren mag das Schweißen insgesamt billiger sein, es erzeugt aber eine
für die Anwendung des Siebkorbes in der Papierindustrie recht ungünstige Oberfläche.
Daher sind - wie z. B. in der DE 39 40 718 beschrieben - Nacharbeiten durchzuführen,
um die Oberfläche an den Schweißstellen wieder zu verbessern.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, das Herstellungsverfahren für
hochwertige Siebvorrichtungen zu vereinfachen und zu verbilligen.
Diese Aufgabe wird durch die in dem Kennzeichen des Anspruchs 1 genannten
Maßnahmen vollständig gelöst.
Bei Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens muß die Wärme nicht mehr wie
üblich durch Kontakt oder Strahlung auf die Fügepartner übertragen werden sondern
durch elektrischen Widerstand. Dadurch wird die Wärme genau dort erzeugt, wo sie
benötigt wird, und insgesamt muß nur eine geringe Wärmemenge auf die Fügepartner
übertragen werden.
Eine besonders gute Verbindung läßt sich mit einem Lötverfahren herstellen, bei dem
Temperaturen über 1000° Celsius, vorzugsweise über 1050° Celsius, eingestellt
werden. Bei solchen Temperaturen ist auch ein Vakuum oder Schutzgasatmosphäre von
Vorteil.
Es gibt mehrere Möglichkeiten, die erforderlichen Ströme auf die Fügepartner zu
übertragen. Die wenigen Verstärkungselemente können leicht mit einer Stromquelle
leitend verbunden werden. Da für die Herstellung eines Siebelementes eine beträchtliche
Anzahl von Stäben, bis zu mehreren Hundert Stück, benötigt wird, kann eine spezielle
Vorrichtung zur Stromübertragung sinnvoll sein, z. B. können die Stäbe durch einen
spreizbaren Zylinder in die Ausnehmungen der Verstärkungselemente gedrückt und
dabei mit der Stromquelle verbunden werden. Grundsätzlich kann sowohl Wechsel- als
auch Gleichstrom verwendet werden.
Es ist auch möglich, jeweils nur die Verstärkungselemente elektrisch anzuschließen,
und zwar jeweils benachbarte an gegenpolige Spannungsquellen, um so den Stromfluß
durch die Stäbe zu bewirken. Sind dann an einer Siebvorrichtung mehr als zwei
Verstärkungselemente vorhanden, wäre das paarweise Löten zu wiederholen oder
mehrere Stromflüsse gleichzeitig aufzubringen.
Die erfindungsgemäß hergestellte Siebvorrichtung kann ein zylindrischer Siebkorb sein
oder auch ein ebenes Schlitzsieb.
Die Erfindung wird erläutert anhand von Zeichnungen. Dabei zeigen:
Fig. 1 Schematisch den Lötvorgang an einer zylindrischen Siebvorrichtung;
Fig. 2 Schematisch eine geänderte Durchführung des Lötvorganges;
Fig. 3 bis 5 Details von erfindungsgemäß hergestellten Siebvorrichtungen.
In Fig. 1 sieht man exemplarisch dargestellt eine zylindrische Siebvorrichtung mit zwei
Verstärkungselementen 1, 1′, in die eine Vielzahl von Stäben 2 so eingesetzt ist, daß
sich zwischen den Stäben Sortierschlitze ausbilden. Zur Vereinfachung sind nur einige
der Stäbe gezeichnet. Die Stäbe 2 sind bereits in die Ausnehmungen der
Verstärkungselemente 1, 1′ so eingesetzt, daß sie im wesentlichen ihre endgültige
Position haben. Dabei befindet sich zwischen den Berührungsstellen ein Lötmittel, z. B.
als Lötpaste oder Lötfolie. Die Lötmittelschicht ist sehr dünn und daher nicht gezeichnet.
Die Verstärkungselemente 1, 1′ sind mit elektrischen Leitungen 4 verbunden. Im
Inneren der Siebvorrichtung befindet sich eine Leitvorrichtung 5, die ihrerseits an eine
andere elektrische Leitung 4′ angeschlossen ist. Die Leitvorrichtung 5 ist in ihrer
Größe so bemessen und so positioniert, daß sie im hier gezeigten Falle alle Stäbe 2
berührt. Die Wärmeerzeugung an den Kontaktstellen zwischen Stäben und
Verstärkungselementen erfolgt wie bereits beschrieben, durch einen elektrischen
Strom 3, 3′. Ein solcher Strom wird aufgebracht, indem die elektrischen Leitungen 4
und 4′ an eine elektrische Stromquelle angeschlossen werden. Nach erfolgter Lötung
wird die Leitvorrichtung 5 wieder entfernt.
Bei der in Fig. 2 dargestellten Verfahrensvariante kann eine Leitvorrichtung, wie in
Fig. 1 gezeigt, entfallen, da benachbarte Verstärkungselemente jeweils mit einer
elektrischen Leitung 4, 4′ an eine elektrische Stromquelle angeschlossen sind. Dadurch
fließt ein Strom durch die zwischen derart mit Strom versorgten
Verstärkungselementen 1, 1′ liegenden Abschnitte der Stäbe 2.
Etwas detaillierter zeigt die Fig. 3 die Einbausituation der Stäbe 2 in ein
Verstärkungselement 1. Man erkennt auch die Ausnehmungen 6 in dem
Verstärkungselement, von denen eine ohne Stab gezeichnet ist. In der Regel werden diese
Ausnehmungen zu einer Seite offen sein, so daß die Stäbe an der offenen Seite über dem
Verstärkungselement überstehen. Es sind aber auch in Sonderfällen geschlossene
Ausnehmungen denkbar, durch die die Stäbe von der Seite eingesteckt werden (Fig. 4).
Eine weitere günstige Form der Fixierung zeigt Fig. 5. Die Stäbe 2 haben an der
Einbauseite Verdickungen, mit denen sie in das Verstärkungselement 1 eingesetzt
werden, so daß sie vor dem Löten fixiert sind. Durch Verformen des
Verstärkungselementes können die Stäbe in den Ausnehmungen zusätzlich eingeklemmt
werden. Die Lötung erfolgt dann in der Regel nach dem Einklemmen.
Claims (11)
1. Verfahren zur Herstellung einer Siebvorrichtung mit spaltförmigen Öffnungen für
das Sortieren von Fasern enthaltenden Suspensionen mit einer Vielzahl von Stäben
(2), zwischen denen sich die Sortierschlitze befinden und welche durch mit ihnen
verbundene Verstärkungselemente (1, 1′) fixiert werden, wobei die
Verstärkungselemente (1, 1′) Ausnehmungen (6) zur Aufnahme der Stäbe (2)
aufweisen und mehrere oder alle an der Siebvorrichtung vorhandenen Stäbe
verbinden, wobei die Verbindung durch Löten an den Kontaktstellen zwischen
Stäben (2) und Verstärkungselementen (1, 1′) erfolgt,
dadurch gekennzeichnet,
daß die zum Löten erforderliche Wärme mit Hilfe eines elektrischen Stromes (3,
3′) erzeugt wird, der infolge der elektrischen Widerstände an den Lötstellen zur
lokalen Erwärmung führt.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Löten in einem Hochtemperaturlötverfahren unter Vakuum erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Temperatur an den Lötstellen während des Lötens zwischen 1000° Celsius
und 1300° Celsius liegt.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Löten unter Schutzgas erfolgt.
5. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ausnehmungen (6) in den Verstärkungselementen (1, 1′) Öffnungen mit
geschlossenem Umfang sind.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ausnehmungen (6) in den Verstärkungselementen (1, 1′) Öffnungen mit
mindestens an einer Stelle offenem Umfang sind.
7. Verfahren nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ausnehmungen (6) im wesentlichen dreieckig sind und, von der geöffneten
Seite des Umfangs betrachtet, sich verengen und daß die Stäbe (2) auf einem Teil
ihres Profils eine dazu komplementäre Form aufweisen.
8. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stäbe (2) auf der Einsatzseite verdickt sind und daß die Ausnehmungen
(6) eine dazu komplementäre Form haben.
9. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Stromfluß durch die zu verlötende Siebvorrichtung dadurch erzeugt wird,
daß die Verstärkungselemente (1, 1′) mit dem einen elektrischen Pol und die
Stäbe (2) mit dem anderen elektrischen Pol verbunden sind, wobei zur
Stromübertragung auf die Stäbe (2) eine an den anderen elektrischen Pol
angeschlossene Leitvorrichtung (5) benutzt wird, die so geformt ist, daß sie die
zu verlötenden Stäbe (2) auf dem überwiegenden Teil ihrer Länge gleichzeitig
berührt.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-6,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Stromfluß durch die zu verlötende Siebvorrichtung dadurch erzeugt wird,
daß die Verstärkungselemente (1, 1′) mit dem einen elektrischen Pol und die
Stäbe (2) mit dem anderen elektrischen Pol verbunden sind, wobei zur
Stromübertragung auf die Stäbe (2) eine an dem anderen elektrischen Pol
angeschlossene Vorrichtung benutzt wird, die mit Vertiefungen zur Aufnahme der
Stäbe versehen ist, so daß die darin auf einem Teil ihrer Länge eingesetzten Stäbe
damit elektrischen Kontakt erhalten.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-6,
dadurch gekennzeichnet,
daß verschiedene Verstärkungselemente (1, 1′) mit verschiedenen elektrischen
Polen verbunden werden, wodurch die Abschnitte der Stäbe (2), die zwischen mit
verschiedenen Polen verbundenen Verstärkungselementen (1, 1′) liegen,
stromdurchflossen werden und dadurch an den Kontaktstellen die Erwärmung und
Lötung erfolgt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996101295 DE19601295A1 (de) | 1996-01-16 | 1996-01-16 | Verfahren zur Herstellung einer Siebvorrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE1996101295 DE19601295A1 (de) | 1996-01-16 | 1996-01-16 | Verfahren zur Herstellung einer Siebvorrichtung |
Publications (1)
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| DE19601295A1 true DE19601295A1 (de) | 1997-04-24 |
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19601295A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN100591847C (zh) * | 2004-07-16 | 2010-02-24 | 高级纤维科技公司 | 筛鼓的制造方法以及筛鼓 |
| CN106513301A (zh) * | 2016-12-04 | 2017-03-22 | 新乡市振英机械设备有限公司 | 用于易吸潮物料的加热筛分一体机 |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4214061C2 (de) * | 1992-04-29 | 1995-02-16 | Escher Wyss Gmbh | Siebvorrichtung |
-
1996
- 1996-01-16 DE DE1996101295 patent/DE19601295A1/de not_active Withdrawn
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4214061C2 (de) * | 1992-04-29 | 1995-02-16 | Escher Wyss Gmbh | Siebvorrichtung |
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| Dubbel, Taschenbuch für den Maschinenbau, 18. Aufl., G 21/22, T 98/99 * |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| CN100591847C (zh) * | 2004-07-16 | 2010-02-24 | 高级纤维科技公司 | 筛鼓的制造方法以及筛鼓 |
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