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Drosselvorrichtung in Wasserrohren und Armaturen Die Erfindung betrifft
eine verstellbare Drosselvorrichtung zur Druck- und/oder Durchflußmengenreduzierung
in Wasserrohrleitungen bzw. in in Wasserarmaturenkörpern gelegenen Wasserkanälen,
welche aus einer die Wasserrohrwandung bzw. den Wasserarmaturenkörper zum Wasserkanal
hin durchsetzenden Schraube oder Schieber besteht.
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Bei WasserrohrleitungsSystemen, beispielsweise bei Wasserinstal lationen
in Haushalten zur Versorgung von Zapfstellen mit kaltem und warmem Wasser, ist es
immer wieder erforderlich, Drosselstellen zur Reduzierung des Wasserdruckes, aber
auch zur Einstellung und Regulierung der maximal durchfließenden Wassermengen vorzusehen.
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Um die Drosselung des durchströmenden Wassers zu erreichen, bieten
sich manche Nöglichkeiten an, so z.B. die, in ein Wasserrohr eine Blende einzusetzen,
was nur einen geringen Aufwand erfordert. Allerdings haben diese Blenden den Nachteil,
daß man sie nicht einstellen kann, aondern höchstens gegen eine andere Blende mit
einer größeren oder kleineren Blendenöffnung austauschen kann. Es werden daher meistens
verstellbare Drosselvorrichtungen bevorzugt. Diese enthalten üblicherweise ein Rohrteil
mit einem etwa senkrecht zur Rohrachse verschieblichen Schieber oder eine ein- und
ausschraubbare Drossel~ schraube0 Sowohl die Drosselung mittels einer Blende, als
auch die Drosselvorrichtungen mit einem Schieber oder mit einer mehr oder weniger
einschraubbaren
Irosseischraube weisen allerdings den Nachteil
auf, daß sie beim Zapfen von Wasser große Geräusche entwickeln, was in Haushaltungen1
insbesondere in Gebäuden mit mehreren Haushalrungen, sehr unerwünscht ist0 Durch
verschiedene Maßnahmen ist versucht worden, diese unerwünschte Geräuschentwicklung
bei Drosselstellen zu mindern, was jedoch nur mit geringem Erfolg gelungen ist:
entweder sind die bekannten Einrichtungen sehr aufwendig und gleichzeitig störung~
anfällig oder die Geräuschminderung ist nicht ausreichend, um die bestehenden und
sich weiterhin verschärfenden Vorschriften1 die für den Wohnungsbau gelten, einhalten
zu können. Da die vorliegende Erfindung jedoch nicht unmittelbar anknüpft an eine
der bekannten Drosseleinrichtungen, erübrigt es sich, näher auf den Stand der Technik
einzugehen.
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Aufgabe der Erfindung ist es, eine einfache Drosselvorrichtung zu
schaffen, welche den Anforderungen an Geräuscharmut gerecht wird, preiswert ist
und auf lange Sicht hin wartungsfrei arbeitete Die Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß
erreicht durch einen in die Wasserrohrleitung bzw. in den Wasserkanal eingesetzten
und im ungedrosselten Zustand an der Innenwandung anliegenden, elastischen Schlauch,
dessen Enden die zur Schraube bzw. zum Schieber gehörige
Rohr- bzw.
Kanalwandungsöffnung soweit überragen, daß dieselben in gedrosseltem Zustand nicht
von der Innenwandung abheben.
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Bei der praktischen Gestaltung einer Drosselvorrichtung gemäß der
vorliegenden Erfindung kann es zweckmäßig sein, auf der Außenwandung des elastischen
Schlauches zu seiner Halterung einen Bund anzuordnen oder beispielsweise an seinem
in Durchflußrichtung vorne gelegenen Ende einen flanschartigen Ansatz vorzusehen,
welcher in eine entsprechende Ausnehmung in der Wasserrohrleitung greift.
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Natürlich ist es auch möglich, in der Wasserrohrleitung, und zwar
innerhalb des Bereiches der die Vasserrohrwandung durchsetzenden Schraube oder des
Schiebers, eine den lichten Durchmesser der Wasserrohrleitung vergrößernde Ausnehmung
vorzusehen und in diese Ausnehmung den elastischen Schlauch einzulegen. Je nach
Gestaltung der Drosselvorrichtung kann es jedoch auch vorteilhaft sein, den elastin
schen Schlauch mit mechanischen Hitteln in der Wasserrohrleitung zu befestigen oder
ihn darin stellenweise einzukleben oder garJfalls sowohl der elastische Schlauch
als auch die Wasserrohrleitung aus entsprechenden Kunststoffen gefertigt sind, ein
oder beide Enden des elastischen Schlauches mit der Wasserrohrleitung zu verschmelzen.
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Anhand einiger figürlich dargestllter Ausführungsbeispiele und der
nachfolgenden Beschreibung hierzu soll der Gegenstand der Erfindung näher erläutert
werden:
F- i g u r 1 zeigt eine am Ende einer Wasserrohrleitung
1 angeordnete Drosselvorrichtung, welche aus einem Gewindestift 2 besteht, der in
einem mit der Wasserrohrleitung 1 verbundenen, z.B. verschweißten Stutzen 3 angeordnet
ist. Dieser Stutzen 3 ist an seinem freistehenden Ende mit einem Dichtring 4 und
einer Schraube 5 flüssigkeitsdicht verschlossen, so daß das in der Wasserrohrleitung
1 befindliche Wasser wohl durch die Gewindegänge des Gewindestiftes 2 bis hin zum
Dichtring 4 gelangen aber nicht aus dem Stutzen 3 austreten kann.
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Die Wasserrohrleitung 1 ist, über eine Quetschdichtung 6, welche zwischen
einer Überwurfmutter 7 und einem Wasseranschlußrohr 8 eingespannt ist und die Wasserrohrleitung
1 abdichtet, mit dem Wasseranschlußrohr 8 verbunden. Eine Druckscheibe 9, die zwischen
Überwurfmutter@ 7 und Quetschdichtung 6 eingelegt ist, schützt diese Quetsch-.dichtung
vor einer Beschädigung, die durch Anziehen -der Überwurfmutter 7 auftreten könnte.
Das andere, nicht dargestellte Ende der Wasserrohrleitung 1 führt zu einer Wasserzapfstelle
oder zu einem Rohrnetzteil, in de., aus welchem Grunde auch immer, ein geringerer
Fließdruck erwünscht ist, als dieses bei ungedrosselter Wasserrohrleitung der Fall
wäre. Eine Drosselung erfolgt durch den Gewindestift 2, welcher je nach dem erwünschten
Grad der Drosselung mehr oder weniger in das Innere der Wasserrohrleitung 1 eingeschraubt
werden kann und hierbei einen elastischen Schlauch 10 zusammendrückt.
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Ohne diesen elastischen Schlauch 10 würde bei Einsetzen einet in Pfeilrichtung
fließenden Wasserstromes dieser wohl durch den Gewindestift 2, je nach dessen Lage,
mehr oder weniger gedrosselt werden, gleichzeitig würden hierbei aber Geräusche
entstehen, die auf das
plötzliche Abreißen und hierdurch auftretende
Verwirbelungen des strömenden Wassers zurückzuführen sind. Die Wassergeräusche übertragen
sich auf die Wandungen der Wasserrohrleitung 1 und des Wasseranschlußrohres 8 und
setzen sich innerhalb des genannten Rohrleitungssystemes fort, was zu unliebsamen
Geräuschbelästigungen führt.
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Diese Geräuschbildung zu vermeiden oder zumindest auf ein zulässiges
und erträgliches Maß herabzusetzen, dient der elastische Schlauch 10 im Bereich
der von dem Gewindestift 2 gebildeten Drosselstelle. Wie aus der Figur ersichtlich,
wird auf diese Weise, in Durchflußrichtung gesehen, eine konstinuierliche Verengung
erreicht, die unmittelbar im Bereich des Gewindestiftes 2 ihre engste Stelle aufweist
und sich danach wieder kontinuiePlich vergrößert.
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Am Einlaufende des elastißchen Schlauches 10 weist dieser, wie oberhalb
der durch Strichpunktierung angedeuteten Mittellinie gezeigt ist, einen aufgeweiteten,
bundartigen Ansatz 10a auf, welcher zum einen dazu dient, den elastischen Schlauch
10 zu halten, zum anderen dazu, das in Pfeilrichtung einströmende Wasser in das
Schlauchinnere ein~ zuleiten ohne der Strömung scharfe, Geräusche erzeugende Kanten
entgegenzusetzen.
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line noch günstigere Einleitung der Wasserströmung in das Innere der
Wasserrohrleitung 1 und in den darin angeordneten elastischen Schlauch 10 ergibt
sich durch eine Gestaltung des Einlaufendes des elastischen Schlauches 10, wie sie
unterhalb der Strichpunktlinie gezeigt ist. Hier weist der elastische Schlauch 10
einen konisch ausgebildeten Bund lOb auf, der nach strömungstechnischen Gesichtspunkten
geformt ist. Wie Messungen an Drosselstellen mit etwa den
in Figur
1 gezeigten Formgebungen gezeigt haben, ist die Geräuschbildung mit Abstand geringer,
als bei herkömmlichen Drosselstellen gleicher Bauart ohne den elastischen Schlauch
10.
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F i g u r 2 zeigt eine mittels zweier Verbindungsmuffen 11 an Wasserrohre
12 und 13 angeschlossene Drosselvorrichtung mit einem T-Stück 14, welcher einen
Stutzen 14a zur Aufnahme eines Gewindestiftes 2 aufweist. Entsprechend der arstellung
in der Figur 1 ist auch hier der Stutzen 14a an seinem freien Ende abgedichtet mittels
einem Dichtring 4 und einer Schraube 5. Innerhalb des T-Stückes 14 ist ein elastischer
Schlauch 15 angeordnet, dessen innerer Durchmesser dem lichten Durchmesser der Verbindungsmuffen
11 und der Wasserrohre 12 und 13 in etwa entspricht. Hierdurch werden jegliche Verengungen,
ausgenommen natürlich diejenige an der Drosselstelle, innerhalb des Leitungsflusses
vermieden. Gleichzeitig wird hierdurch eine einfache und sichere Halterung für den
elastischen Schlauch 15 erreicht, selbst dann, wenn dieser elastische Schlauch,
entsprechend der Darstellung über der durch eine Strichpunktlinie angedeuteten Mittellinie,
keinen bundartigen Ansatz aufweist, wie ein solcher in der Darstellung unterhalb
der strichpunktierten Linie gezeigt und mit der Ziffer i5a gekennzeichnet ist. Dieser
bundartige Ansatz 15a bietet natürlich Vorteile, was die sichere Halterung des elastischen
Schlauches 15 betrifft, gleichzeitig versteift er aber auch dieses Einlaufende des
elastischen Schlauches 15, so daß bei in Pfeilrichtung strömendem Wasser mit Sicherheit
kein Wasser einströmseitig in den Bereich zwischen Innenwandung des T-Stückes 14
und Außenwandung des
elastischen Schlauches 15 eintreten und das
genannte Schlauchende sich nicht dem Wasserstrom entgegenstellon kann.
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F i g u r 3 zeigt im Schnitt eine Drosselvorrichtung wie sie auch
in Figur 2 dargestellt ist, ausgenommon die Befestigung des elastischen Schlauches
15, der hier mittels eines Sprengringes 16 gehalt ten und durch'dessen Federkraft
in Nuten 14b des T-Stückes 14 einige drückt wird. Auf diese Weise erfolgt eine sichere
Halterung des elastischen Schlauches 15, ohne daß das in Pfeilrichtung strömende
Wasser vor oder hinter der Drosselstelle wesentliche Absätze oder Durchmesserveränderungen
überwinden muß.
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F i g u r 4 zeigt eine in einer Wasserrohrleitung 17 angeordnete Drosselvorrichtung,
welche einen Schieber 18 enthält, der innerhalb eines an der Vasserrohrleitung 17
befindlichen Stutzens 19 geführt wird. Ein Sperrelement 20, am Stutzen 19 befestigt,
dient der Halterung des Schiebers i8 -in der gewünschten Lage. Innerhalb der Wasserrohrleitung
17 ist im Bereich des Schiebers ein elastischer Schlauch 21 angeordnet, dessen beide
Enden eine konische Abschrägung aufweisen. Auf diese Weise wird dem in Pfeilrichtung
fließenden Wasser nur ein sehr geringer Widerstand entgegengesetzt, ausgenommen
natürlich im Bereich des Schiebers 18. Zur Halterung des elastischen Schlauches
21 ist dieser an seinen beiden Enden mit der Innenwandung der Wasserrohrleitung
17 verklebt, und zwar an den Stellen, die durch verstärkte Linien angedeutet sind.
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Selbstverständlich sind auch noch verschiedene andere Ausge staltungen
des Erfindungsgedankens möglich. Auch kann es zweck~ mäßig sein, eine Anordnung
gemäß der vorliegenden Erfindung innerhalb eines Zapfarmaturenkörpers, d.h. in einem
Wasserkanal desselben einzurichten oder in einem unmittelbar an eine Zapfarmatur
grenzenden Rohr oder Distanzrohr vorzusehen.