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DE19600188A1 - Verfahren zum Beeinflussen eines momentanen Leistungsbezugs eines individuellen Verbrauchers einer Verbrauchergruppe und eine Anordnung zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents

Verfahren zum Beeinflussen eines momentanen Leistungsbezugs eines individuellen Verbrauchers einer Verbrauchergruppe und eine Anordnung zur Durchführung des Verfahrens

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Publication number
DE19600188A1
DE19600188A1 DE1996100188 DE19600188A DE19600188A1 DE 19600188 A1 DE19600188 A1 DE 19600188A1 DE 1996100188 DE1996100188 DE 1996100188 DE 19600188 A DE19600188 A DE 19600188A DE 19600188 A1 DE19600188 A1 DE 19600188A1
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DE
Germany
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ripple control
individual consumer
control receiver
pulse
consumer
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE1996100188
Other languages
English (en)
Inventor
Peter Amper
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Electrowatt Technology Innovation AG
Original Assignee
Landis and Gyr Technology Innovation AG
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Filing date
Publication date
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Withdrawn legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G05CONTROLLING; REGULATING
    • G05FSYSTEMS FOR REGULATING ELECTRIC OR MAGNETIC VARIABLES
    • G05F1/00Automatic systems in which deviations of an electric quantity from one or more predetermined values are detected at the output of the system and fed back to a device within the system to restore the detected quantity to its predetermined value or values, i.e. retroactive systems
    • G05F1/66Regulating electric power
    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01DMEASURING NOT SPECIALLY ADAPTED FOR A SPECIFIC VARIABLE; ARRANGEMENTS FOR MEASURING TWO OR MORE VARIABLES NOT COVERED IN A SINGLE OTHER SUBCLASS; TARIFF METERING APPARATUS; MEASURING OR TESTING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G01D4/00Tariff metering apparatus
    • G01D4/02Details

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  • Power Engineering (AREA)
  • Electromagnetism (AREA)
  • Radar, Positioning & Navigation (AREA)
  • Automation & Control Theory (AREA)
  • Remote Monitoring And Control Of Power-Distribution Networks (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Beeinflussen eines momentanen Leistungsbezugs eines individuellen Verbrauchers einer Verbrauchergruppe und auf eine Anordnung zur Durchführung des Verfahrens gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 bzw. 5.
Das Verfahren und die Anordnung wird vorzugsweise in solchen Ländern verwendet, in denen ein Zutritt ins Haushaltsinnern von Verbrauchern für Vertreter eines Energieversorgungsunternehmens unzulässig oder gar verboten ist. Geräte der Energieversorgungsunternehmen, wie z. B. Elektrizitätszähler und/oder Rundsteuerempfänger, sind daher dort außerhalb des Haushaltsinnern angeordnet, z. B. an einer Außenwand eines Gebäudes, wo sie für die Vertreter der Energieversorgungsunternehmen ohne weiteres zugänglich sind. Für den Fall einer zeitweisen Überlastung des elektrischen Energieversorgungsnetzes ist es bekannt, in diesen Ländern die elektrischen Installationen eines Verbrauchers jeweils mit einem thermomagnetischen Überstromschalter zu versehen, der als Sicherungs-Ersatz dient und über einen von ihm gesteuerten Starkstrom-Schütz den elektrischen Leistungsbezug des betreffenden Verbrauchers bei Überlast abschaltet. Der Überstromschalter ist dabei in der Regel ebenfalls außerhalb des Haushaltsinnern montiert. Wird nun bei einem zu großen Leistungsverbrauch der elektrische Leistungsbezug des Verbrauchers ganz oder teilweise durch den Überstromschalter abgeschaltet, muß ein Haushaltbewohner jeweils nach einem Abschalten gewisser elektrischer Lasten, z. B. eines Heißwasser-Boilers, draußen den Überstromschalter wieder von Hand einschalten, was bei einem seltenen Abschalten zwar zumutbar, jedoch bei einem öfteren Abschalten unzumutbar und unpraktisch ist.
Bekannt ist auch die Verwendung von Rundsteuerung zwecks eines gemeinsamen globalen Abschaltens zu bestimmten Tageszeiten gewisser Verbrauchergruppen, wie z. B. ein Stadtviertel, eine Gruppe von Einfamilienhäuser, Fabrikareale usw., um eine Netzüberlast zu vermeiden. Das Abschalten dieser Verbrauchergruppen erfolgt dabei entweder sofort beim Erhalt eines entsprechenden Rundsteuerbefehls oder neuerdings, bei Verwendung moderner Rundsteuerempfänger, zeitverzögert. Im letzteren Fall kann in der Regel der Wert der für eine Verbrauchergruppe geltenden Zeitverzögerung von einer Zentrale aus mittels Rundsteuerung fernprogrammiert und den Netzbedürfnissen jeweils angepaßt werden. Zugehörige Rundsteuerempfänger können somit so programmiert werden, daß bei einem gleichzeitigen Einschalten z. B. der Heißwasser-Boiler alle Verbraucher einer Verbrauchergruppe gemeinsam global abgeschaltet werden. Dies hat den Nachteil, daß diejenigen Verbraucher der Verbrauchergruppe, die nicht zuviel Leistung verbrauchten, ebenfalls abgeschaltet werden und auch auf die Benutzung mindestens eines Teils ihrer elektrischen Installationen verzichten müssen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Anordnung der eingangs genannten zu verwirklichen, die es den Energieversorgungsunternehmen erlaubt, einen Elektrizitätsverbrauch- Tarif einzuführen, der abhängig von der augenblicklichen Situation gestattet, den Bezug elektrischer Energie und/oder Leistung des einzelnen Verbrauchers einer Verbrauchergruppe individuell zu beschränken, ohne daß ein Verbraucher selber in irgend einer Form aktiv werden muß.
Die genannte Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Kennzeichen des Anspruchs 1 bzw. 5 angegebenen Merkmale gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben. Die einzige Figur der Zeichnung zeigt ein prinzipielles Bockschaltbild einer erfindungsgemäßen Anordnung.
Die in der Zeichnung dargestellte erfindungsgemäße Anordnung enthält einen Elektrizitätszähler 1 und einen Rundsteuerempfänger 2, deren beider Eingänge von einem elektrischen Energieversorgungsnetz 3 gespeist sind und die beide z. B. an einer Außenwand eines Gebäudes montiert sind. Das Energieversorgungsnetz 3 speist über den Elektrizitätszähler 1 eine erste elektrische Last 4 und über einen dem Elektrizitätszähler 1 nachgeschalteten Schaltkontakt 5b eines Schützes 5 eine zweite elektrische Last 6 eines gemeinsamen Verbrauchers 7. Der letztere ist Teil einer Verbrauchergruppe, die seitens der Rundsteuerung mit gleichen Informationen versehen wird und deren elektrische Lasten 4 und 6 ohne die erfindungsgemäße Anordnung somit alle gleichzeitig ein- oder abgeschaltet werden. Eine Spule 5a des Schützes 5 wird von einem Stromausgang 1a des Elektrizitätszählers 1 über einen Relaiskontakt 8b eines Ausgangsrelais 8 des Rundsteuerempfängers 2 gespeist. Das Ausgangsrelais 8 ist z. B. ein bistabiles Relais, dessen Relaiskontakt 8b z. B. ein Umschaltkontakt ist. Der Stromausgang 1a des Elektrizitätszählers 1, an dem auch die elektrischen Lasten 4 und 6 unmittelbar bzw. über den Schaltkontakt 5b mittelbar angeschlossen sind, ist z. B. über einen Arbeitskontakt dieses Umschaltkontaktes mit der Spule 5a des Schützes 5 verbunden, deren anderer Anschluß z. B. an Masse liegt. Der Elektrizitätszähler 1 ist vorzugsweise ein mit einem optischen Lesekopf versehener Ferrari-Elektrizitätszähler oder ein mit einem optischen oder elektrischen Impulsausgang versehener statischer Elektrizitätszähler. Er mißt jeweils die von den beiden elektrischen Lasten 4 und 6 des Verbrauchers 7 verbrauchte Energie, wenn der Rundsteuerempfänger 2 die elektrische Last 6 mittels des Relaiskontaktes 8b und des Schützes 5 eingeschaltet hat. Der Wert der vom Elektrizitätszähler 1 gemessenen Energie erscheint in Gestalt eines Analogwertes, vorzugsweise aber in Gestalt eines Digitalwertes oder einer Impulsfolge an einem Meßausgang 1b des Elektrizitätszählers 1. Der Meßausgang 1b ist im letzteren Fall ein Impulsausgang. Jeder Impuls der Impulsfolge stellt einen bestimmten, vorgegebenen und konstanten Energiewert dar, während die Frequenz der Impulsfolge jederzeit proportional einer zum Energieverbrauch gehörenden Leistung ist. Die Anzahl der während einer bestimmten Zeit am Meßausgang 1b erscheinenden Impulse der Impulsfolge entsprechen der während dieser Zeit vom Verbraucher 7 bezogenen Energie. Moderne Rundsteuerempfänger enthalten in der Regel ein Speisegerät 9, ein Eingangsteil 10, einen Mikrocomputer 11, einen programmierbaren Speicher 12, z. B. ein PROM ("Programable Read Only Memory"), fakultativ einen weiteren programmierbaren Speicher 13, z. B. ein EEPROM ("Electrical Erasable Programable Read Only Memory"), zwei Verstärker 14 und 15 sowie das Ausgangsrelais 8. Im Speisegerät 9 wird aus einer Wechselspannung eine Gleichspannung erzeugt, welche, was in der Zeichnung nicht dargestellt ist, die im Rundsteuerempfänger 2 enthaltene Elektronik speist. Im Eingangsteil 10 ist eine Speisespannungsüberwachung, eine Spannungsregelung, ein sogenannter "Watch Dog" zur Überwachung des Betriebs des Mikrocomputers 11, ein Analog/Digital-Wandler und ein Vorfilter vorhanden, welches letzteres das Netzfrequenzsignal und dessen Harmonische dämpft. Der Mikrocomputer 11 übt unter anderem die Funktion eines hochselektiven Digitalfilters aus, mit dem ein über das Energieversorgungsnetz 3 übertragenes Rundsteuer-Tonfrequenzsignal ausgefiltert wird. Die Parameterwerte des Digitalfilters sind im Speicher 12 gespeichert. Der Mikrocomputer 11 führt zusätzlich noch folgende Funktionen durch: Impulsauswertung des Rundsteuertelegramms mit Impulsfolgeerkennung und Decoder, Interpreter, Netzsynchronisation und Netzausfallüberwachung.
Der Eingang des Rundsteuerempfängers 2 ist innerhalb des letzteren mit einem ersten und über das Speisegerät 9 mit einem zweiten Eingang des Eingangsteils 10 verbunden, dessen Busanschluß über eine bidirektionale Busverbindung mit dem Mikrocomputer 11 verbunden ist. Der letztere ist außerdem über je eine weitere bidrektionale Busverbindung mit den Speichern 12 und 13 verbunden. Der Meßausgang 1b des Elektrizitätszählers 1 ist auf einen Eingang einer ersten Teilanordnung 11a des Mikrocomputers 11 geführt, deren Ausgang über eine unidirektionale Busverbindung mit einem Eingang des Verstärkers 15 verbunden ist, dessen Ausgang seinerseits auf einen "Aus"-Eingang A einer Relaisspule 8a des Ausgangsrelais 8 geführt ist. Eine zweite Teilanordnung 11b des Mikrocomputers 11 ist über eine weitere unidirektionale Busverbindung mit einem Eingang des Verstärkers 14 verbunden, dessen Ausgang seinerseits auf einen "Ein"-Eingang E der Relaisspule 8a des Ausgangsrelais 8 geführt ist.
In der Zeichnung wurde im Rundsteuerempfänger 2 das Vorhandensein eines einzigen Ausgangsrelais 8 angenommen. In der Praxis können mehrere Ausgangsrelais 8 vorhanden sein, welche abhängig von Prioritäts- oder Verzögerungskriterien über eine oder mehrere Adressen gesteuert werden. Im Gegensatz zu älteren Rundsteuerempfängern werden in modernen Rundsteuerempfängern nach Empfang eines Rundsteuerimpulses oder Rundsteuercodes nicht bloß gewisse Ausgangsrelais 8 ein- oder ausgeschaltet, sondern der empfangene Impuls oder Code bewirkt den Start eines Schaltprogramms, welches seinerseits eine oder mehrere Schalthandlungen gewisser Ausgangsrelais 8 sofort oder verzögert auslöst bzw. ein weiteres Schaltprogramm startet. Die modernen Rundsteuerempfänger verarbeiten meistens mehrere unterschiedliche Schaltprogramme, wovon mindestens ein Teil in der Regel mit Zeitfunktionen belegt ist. Der Start dieser Schaltprogramme kann durch externe Ereignisse veranlaßt werden, wie eine Rundsteuersendung ein Netzausfall, eine Netzwiederkehr oder die Betätigung einer im Impulsbetrieb betriebenen Testtaste. Jedes ablaufende Schaltprogramm löst zu gewissen, in der Regel mittels Rundsteuerung fernprogrammierbaren Zeitpunkten eine oder mehrere Ein- und/oder Aus-Schalthandlungen aus oder startet ein weiteres Schaltprogramm. Mit Hilfe von Markierungen, nachfolgend Flags genannt, können zusätzlich Bedingungen gebildet oder Prioritäten festgelegt werden. Dadurch ist es möglich, ferngesteuert programmierte Schaltzyklen mittels einer Rundsteuersendung zu aktivieren, zu ändern oder zu stoppen. Mit der Testtaste oder, bei deren Ersatz durch elektrische oder optische Impulssignale, mittels der letzteren kann ein definiertes Schaltprogramm, z. B. zur Prüfung und Kontrolle der Funktionstüchtigkeit des Rundsteuerempfängers 2 gestartet werden. Dieses letzteres Schaltprogramm kann aber auch bevorzugt zum sofortigen oder verzögerten Ausschalten eines oder mehrerer Ausgangsrelais 8 benutzt werden, worauf das gleiche oder ein anderes gespeichertes Schaltprogramm später selbständig die automatische Wiedereinschaltung der betreffenden Ausgangsrelais 8 übernimmt. Ein die Testtaste ersetzender Impulseingang des Rundsteuerempfängers 2 bildet dann vorzugsweise einen Eingang eines in der Teilanordnung 11a des Mikrocomputers 11 enthaltenen Vergleichs- Mittels. Nachfolgend gilt die Annahme, daß jeweils zwei Schaltprogramme von jedem an diesem Impulseingang erscheinenden Impuls mittelbar oder unmittelbar gestartet werden. Außerdem gilt die Annahme, daß z. B. ein maximal zugelassener Stromverbrauch von 100 Ampere einem Impulszeitabstand der Impulsfolge am Meßausgang 1b von 1 Sekunde entspricht. Bei einem größeren Stromverbrauch als 100 Ampere ist somit der Impulszeitabstand der Impulsfolge kleiner als 1 Sekunde. Das erste der beiden Sehaltprogramme enthält z. B. folgende Programmschritte:
  • 1. Warte auf nächsten Impuls zum Starten des ersten Schaltprogramms.
  • 2. Warte z. B. 20 ms nach dem Start des ersten Schaltprogramms.
  • 3. Setze eine Markierung F, d. h. setze das Flag F.
  • 4. Warte weitere 980 ms.
  • 5. Stelle die Markierung F, d. h. das Flag F wieder zurück.
  • 6. Programm-Ende
Das zweite der beiden Schaltprogramme weist z. B. folgende Programmschritte auf:
  • 1. Warte auf nächsten Impuls zum Starten des zweiten Schaltprogramms.
  • 2. Wenn die Markierung F, d. h. das Flag F gesetzt ist, schalte das Ausgangsrelais 8 des Rundsteuerempfängers 2 aus, ansonsten gehe zum Programm-Ende.
  • 3. Warte z. B. 1 Minute nach dem Ausschalten des Ausgangsrelais 8.
  • 4. Schalte das Ausgangsrelais 8 des Rundsteuerempfängers 2 wieder ein.
  • 5. Programm-Ende
Beide Schaltprogramme werden jeweils gleichzeitig durch den nächsten am Meßausgang 1b des Elektrizitätszählers 1 erscheinenden Impuls der Impulsfolge gestartet.
Im Normalbetrieb ist der dem Verbraucher 7 zugeführte Strom kleiner als 100 Ampere und somit der am Ausgang 1b erscheinende Impulszeitabstand größer als 1 Sekunde. Beim Erscheinen eines ersten Impulses ist das Flag F noch nicht gesetzt, so daß das zweite Schaltprogramm sofort zu seinem Programmende geht. 20 ms nach Erscheinen des ersten Impulses setzt das erste Schaltprogramm das Flag F und gibt damit das zweite Programm für den nächsten Impuls frei. Da dieser im Normalbetrieb frühestens nach weiteren 980 ms erscheint, d. h. total nach 1 Sekunde ab Programm-Start, und da das erste Schaltprogramm bereits vorher, nämlich nach 980 ms, das Flag F wieder zurückstellt, erfolgt kein Abschalten irgend eines Ausgangsrelais 8 durch den zweiten Impuls gemäß zweitem Schaltprogramm, da dieser Impuls erst nach der Rückstellung des Flag F erscheint.
Bei Überstrom, d. h. wenn der dem Verbraucher 7 zugeführte Strom größer als 100 Ampere und somit der am Ausgang 1b erscheinende Impulszeitabstand kleiner als 1 Sekunde ist, ist wieder beim Erscheinen des ersten Impulses das Flag F nicht gesetzt, so daß das zweite Schaltprogramm wieder sofort zu seinem Programmende geht. 20 ms nach Erscheinen des ersten Impulses setzt das erste Schaltprogramm wieder das Flag F und gibt damit das zweite Schaltprogramm für den nächsten Impuls der Impulsfolge frei. Da dieser bei Überstrom vor Ablauf der weiteren 980 ms erscheint, d. h. total vor Ablauf 1 Sekunde ab Programm-Start, ist zu diesem Zeitpunkt das Flag F noch gesetzt, so daß diesmal im Unterschied zum Normalbetrieb das zweite Schaltprogramm im nächsten Programmschritt einen Ausschaltbefehl für das Ausgangsrelais 8 des Rundsteuerempfängers 2 auslöst. Letzteres schaltet somit die elektrische Last 6 des Verbrauchers 7 für z. B. einer Dauer von 1 Minute ab, nach deren Ablauf das Ausgangsrelais 8 automatisch wieder durch den nächsten Programmschrift des zweiten Schaltprogramms eingeschaltet wird.
Die Rundsteuerung kann vorzugsweise den zu 100 Ampere gehörenden und im Speicher 12 gespeicherten Wert von 1 Sekunde des Impulszeitabstandes für gewisse Tageszeiten aus der Ferne umprogrammieren und z. B. in 1,66 Sekunden umwandeln, was einem Strom von 60 A statt 100 A entspricht. In diesem Fall wird die elektrische Last 6 während dieser Tageszeiten bereits bei Unterschreiten eines Impulszeitabstandes von 1,66 Sekunden, d. h. bereits bei einem Überschreiten eines Stromwertes von 60 Ampere abgeschaltet.
Im erfindungsgemäßen Verfahren zum Beeinflussen des momentanen Leistungsbezugs des individuellen Verbrauchers 7 der Verbrauchergruppe wird somit der vom Elektrizitätszähler 1 ermittelte momentane Leistungsbezug des individuellen Verbrauchers 7 mit einem für die gesamte Verbrauchergruppe geltenden Bezugsgrenzwert verglichen. Dies geschieht im Vergleichs-Mittel, welches in der Teilanordnung 11a des Mikrocomputers 11 enthalten ist. Der Bezugsgrenzwert ist vorzugsweise dabei zu beliebiger Zeit mittels Rundsteuerung fernprogrammierbar. Der vom Rundsteuerempfänger 2 empfangene Bezugsgrenzwert ist z. B. im Speicher 12 gespeichert, aus der er jederzeit vom Mikrocomputer 11 abgerufen werden kann. Ist der am Meßausgang 1b des Elektrizitätszählers 1 anstehende Meßwert ein Analogwert oder vorzugsweise ein Digitalwert des vom Elektrizitätszähler 1 ermittelten Leistungsbezugs, dann stellt der Bezugsgrenzwert einen Energiewert dar. Bei einer Überschreitung des letzteren durch den ermittelten Energiebezug des individuellen Verbrauchers 7 erfolgt mittels eines im Rundsteuerempfänger 2 des letzteren gespeicherten Schaltprogramms automatisch nur bei diesem individuellen Verbraucher 7 ein korrigierender Eingriff. Ist der vom Elektrizitätszähler 1 ermittelte momentane Leistungsbezug des individuellen Verbrauchers 7 durch eine Impulsfolge dargestellt, deren Frequenz jederzeit proportional zum momentanen Leistungsbezug des individuellen Verbrauchers 7 ist, so werden die Impulszeitabstände der Impulsfolge mit dem Zeitgrenzwert verglichen, der dem Bezugsgrenzwert entspricht, damit bei einer Unterschreitung des Zeitgrenzwertes der korrigierende Eingriff erfolgt, da ein größerer Leistungsverbrauch einer höheren Impulsfrequenz und damit einem kleineren Impulszeitabstand entspricht. Der korigierende Eingriff beim individuellen Verbraucher 7 besteht in allen Fällen vorzugsweise dann, mindestens einen Teil, z. B. die elektrische Last 6, der elektrischen Lasten 4 und 6 desjenigen individuellen Verbrauchers 7 abzuschalten, dessen Leistungsbezug den Bezugsgrenzwert überschreitet. Der abgeschaltete Teil der elektrischen Lasten 4 und 6, also z. B. die Last 6, wird dann entweder nach einer gewissen Zeit autonom durch den Rundsteuerempfänger 2 des individuellen Verbrauchers 7 selbst oder mittels der Rundsteuerung wieder zugeschaltet. Das Abschalten der elektrischen Last 6 erfolgt dabei jeweils über den Verstärker 15 mittels des Ausgangsrelais 8. Später wird dann z. B. automatisch vom Mikrocomputer 11 gemäß dem für die gesamte Verbrauchergruppe geltenden Schaltprogramm über die Teilanordnung 11b und den Verstärker 14 der abgeschaltete Teil der elektrischen Lasten 4 und 6, also die elektrische Last 6, mittels des Ausgangsrelais 8 wieder eingeschaltet, falls zu diesem Zeitpunkt die individuell vom Verbraucher 7 verbrauchte Leistung nicht mehr zu groß ist.
In der erfindungsgemäßen Anordnung zur Durchführung des Verfahrens ist jeweils beim individuellen Verbraucher 7 ein Elektrizitätszähler 1 und ein Rundsteuerempfänger 2 vorhanden, wobei ein elektrischer oder optischer Ausgang des Elektrizitätszählers 1 lokal mit dem Eingang des im Rundsteuerempfänger 2 enthaltenen Vergleichs-Mittels verbunden ist zum dortigen Vergleich des mittels des Elektrizitätszählers 1 ermittelten Leistungsbezugs des individuellen Verbrauchers 7 mit dem Bezugsgrenzwert. Ein Ausgang des Vergleichs-Mittels ist dabei auf einen Ausschalt-Eingang A mindestens eines Ausgangsrelais 8 des Rundsteuerempfängers 2 wirksam zwecks Vornahme des korrigierenden Eingriffs beim individuellen Verbraucher 7. Das im lokalen Rundsteuerempfänger 2 lokal gespeicherte Schaltprogramm ist auf einen Einschalt-Eingang E des bzw. der betreffenden Ausgangsrelais 8 des Rundsteuerempfängers 2 wirksam zwecks einer späteren Aufhebung des korrigierenden Eingriffs, wobei diese Aufhebung auch über die Rundsteuerung erfolgen kann.
Der Elektrizitätszähler 1 besitzt vorzugsweise einen Impulsausgang und das Vergleichs-Mittel ist dann ein Mittel zum Vergleichen der Impulszeitabständen mit dem Zeitgrenzwert, der dem Bezugsgrenzwert entspricht. Der Elektrizitätszähler 1 und der Rundsteuerempfänger 2 bilden vorzugsweise beide zusammen einen kombinierten Rundsteuerempfänger-Elektrizitätszähler und sind dann intern miteinander verbunden.

Claims (7)

1. Verfahren zum Beeinflussen eines momentanen Leistungsbezugs eines individuellen Verbrauchers (7) einer Verbrauchergruppe, dadurch gekennzeichnet, daß der momentane Leistungsbezug des individuellen Verbrauchers (7) mit einem für die gesamte Verbrauchergruppe geltenden Bezugsgrenzwert verglichen wird und daß bei dessen Überschreitung mittels eines in einem Rundsteuerempfänger (2) des individuellen Verbrauchers (7) gespeicherten Schaltprogramms automatisch nur bei diesem individuellen Verbraucher (7) ein korrigierender Eingriff erfolgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Bezugsgrenzwert zu beliebiger Zeit mittels Rundsteuerung fernprogrammierbar ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der momentane Leistungsbezug des individuellen Verbrauchers (7) durch eine Impulsfolge dargestellt ist, deren Frequenz jederzeit proportional zum momentanen Leistungsbezug des individuellen Verbrauchers (7) ist, und daß Impulszeitabstände der Impulsfolge mit einem dem Bezugsgrenzwert entsprechenden Zeitgrenzwert verglichen werden, damit bei dessen Unterschreitung der korrigierende Eingriff erfolgt.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der korrigierende Eingriff beim individuellen Verbraucher (7) vorzugsweise darin besteht, mindestens einen Teil (6) der elektrischen Lasten (4, 6) desjenigen individuellen Verbrauchers (7) abzuschalten, dessen Leistungsbezug den Bezugsgrenzwert überschreitet, wobei der abgeschaltete Teil (6) der elektrischen Lasten (4, 6) entweder nach einer gewissen Zeit autonom durch den Rundsteuerempfänger (2) des individuellen Verbrauchers (7) selbst oder mittels der Rundsteuerung wieder zugeschaltet wird.
5. Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 4 mit je einem beim individuellen Verbraucher (7) vorhandenen Elektrizitätszähler (1) und Rundsteuerempfänger (2), dadurch gekennzeichnet, daß ein elektrischer oder optischer Ausgang des Elektrizitätszählers (1) lokal mit einem Eingang eines im Rundsteuerempfänger (2) enthaltenen Vergleichs-Mittels verbunden ist zum dortigen Vergleich des mittels des Elektrizitätszählers (1) ermittelten Leistungsbezugs des individuellen Verbrauchers (7) mit dem Bezugsgrenzwert und daß ein Ausgang des Vergleichs-Mittels auf einen Ausschalt-Eingang (A) mindestens eines Ausgangsrelais (8) des Rundsteuerempfängers (2) wirksam ist zwecks Vornahme des korrigierenden Eingriffs beim individuellen Verbraucher (7), während das im Rundsteuerempfänger (2) lokal gespeicherte Schaltprogramm auf einen Einschalt- Eingang (E) des beziehungsweise der betreffenden Ausgangsrelais (8) des Rundsteuerempfängers (2) wirksam ist zwecks einer späteren Aufhebung des korrigierenden Eingriffs, wobei diese Aufhebung auch über die Rundsteuerung erfolgen kann.
6. Anordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Elektrizitätszähler (1) einen Impulsausgang besitzt und daß das Vergleichs-Mittel ein Mittel zum Vergleichen von Impulszeitabständen mit einem dem Bezugsgrenzwert entsprechenden Zeitgrenzwert ist.
7. Anordnung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Elektrizitätszähler (1) und der Rundsteuerempfänger (2) beide zusammen einen kombinierten Rundsteuerempfänger- Elektrizitätszähler bilden und intern miteinander verbunden sind.
DE1996100188 1995-03-17 1996-01-04 Verfahren zum Beeinflussen eines momentanen Leistungsbezugs eines individuellen Verbrauchers einer Verbrauchergruppe und eine Anordnung zur Durchführung des Verfahrens Withdrawn DE19600188A1 (de)

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