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DE19600685C2 - Katalytisch wirkende Beschichtung, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung - Google Patents

Katalytisch wirkende Beschichtung, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung

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DE19600685C2
DE19600685C2 DE1996100685 DE19600685A DE19600685C2 DE 19600685 C2 DE19600685 C2 DE 19600685C2 DE 1996100685 DE1996100685 DE 1996100685 DE 19600685 A DE19600685 A DE 19600685A DE 19600685 C2 DE19600685 C2 DE 19600685C2
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    • C23COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
    • C23CCOATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; SURFACE TREATMENT OF METALLIC MATERIAL BY DIFFUSION INTO THE SURFACE, BY CHEMICAL CONVERSION OR SUBSTITUTION; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL
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Description

Die Erfindung betrifft eine katalytisch wirkende Beschichtung auf einem Grundkörper, insbesondere auf der Innenseite eines Reaktionsrohres, ein Verfahren zum Herstellen dieser katalytisch wirkenden Beschichtung und ihre Verwendung.
Katalysatoren finden in der industriellen Technik vielfache Anwendung. In der Petro­ chemie beispielsweise werden unter anderem Katalysatoren im Zusammenhang mit der Spaltung von Kohlenwasserstoffen oder Kohlenwasserstoffgemischen eingesetzt.
Spaltverfahren können unterschiedlichen Zielsetzungen unterworfen sein. Das Dampf­ cracken beispielsweise dient üblicherweise der Gewinnung von niederen Olefinen, ins­ besondere von Ethylen. Es sind aber auch andere Verfahren zur Spaltung von Kohlen­ wasserstoffen wie beispielsweise die Dampfreformierung bekannt, die in der Regel im Zusammenhang mit der Herstellung von Synthesegas eingesetzt wird.
Bei der thermischen Spaltung von Kohlenwasserstoffen, insbesondere von schweren Kohlenwasserstoffen, werden bekanntermaßen Spaltöfen mit zumindest einer Kon­ vektions- und Strahlungszone eingesetzt. Die thermische Spaltung wird dabei in der brennerbeheizten Strahlungszone durchgeführt, während in der Konvektionszone die Kohlenwasserstoffe und andere Fluide durch dort angeordnete Wärmetauscher gegen Rauchgas erhitzt werden. Üblicherweise werden Kohlenwasserstoffe und Prozeßdampf in den Wärmetauschern der Konvektionszone vorgewärmt und ein Kohlenwasserstoff/ Dampfgemisch den in der Strahlungszone angeordneten Rohr­ schlangen (coils) zugeführt. Die Spaltgase werden im nachgeordneten Quenchkühler zur Unterbrechung der Reaktionen rasch abgekühlt. Derartige Verfahren und Spaltöfen sind beispielsweise aus der DE-OS 28 30 824 und der DE-PS 28 54 061 bekannt.
Bei Spaltverfahren setzt sich Koks an unterschiedlichsten Anlagenteilen und Apparaten ab, beispielsweise in den Spaltrohren, aber auch in Quenchkühlern. Die Koksabschei­ dungen verengen den freien Querschnitt der Gasströmung. Die Koksabscheidungen wirken außerdem als Wärmedämmung in den von außen beheizten Reaktionsrohren. Die Rohraußentemperatur kann aber aufgrund der Zeitstandfestigkeit des Rohrwerk­ stoffes nicht beliebig angehoben werden. Dies führt beispielsweise beim konventionellen Dampfcracken dazu, daß meist in regelmäßigen Abständen entkokt werden muß. Die Entkokung bringt daher Produktionsausfallzeiten mit sich, die durch Reserveöfen kompensiert werden müssen. Dies gilt im Prinzip für alle Kohlenwasserstoffeinsätze, wobei bei gleicher Spaltschärfe und Verweilzeit die Abstände zwischen zwei Entkokun­ gen um so kürzer werden und damit die Gesamtausfallzeiten zunehmen, je schwerer der verwendete Kohlenwasserstoffeinsatz ist. Die Entkokungen bedeuten außerdem zusätzlichen Wartungsaufwand.
Katalysatoren in Spaltverfahren können die Spaltreaktionen und/oder die Vergasung von Koks mit Wasserdampf nach der Wassergasreaktion in CO, CO2 und H2 fördern.
Aus der DD-243 708 A1 ist ein Verfahren zum thermokatalytischen Spalten von höhersiedenden Kohlenwasserstoffen bekannt. Dabei wird ein Vergasungskatalysator eingesetzt, der auf Calciumaluminatbasis aufgebaut ist und mit einem Alkalivanadat wie Kaliumpyrovanadat dotiert ist. Ein derartiger Vergasungskatalysator und ein Verfahren zu seiner Herstellung wird in der DD-243 647 A1 beschrieben.
In "Thermal and Catalytic Cracking of n-Heptane in Presence of CaO, MgO and Calcined Dolomites", G. Taralas, V. Vassilios, K. Sjöström und J. Delgado, The Canadian Journal of Chemical Engineering, volume 69, December 1991, Seiten 1413 bis 1419, wird ein Verfahren zur pyrolytischen und katalytischen Dampfspaltung von n- Heptanen beschrieben, wobei Katalysatoren aus MgO, CaO und kalzinierten Dolomiten verwendet werden.
Bei Verfahren zur Spaltung von Kohlenwasserstoffen in herkömmlichen Spaltrohren oder Spaltrohrschlangen können die Spaltrohre beispielsweise zur thermokatalytischen Spaltung zumindestens teilweise mit einem Vergasungskatalysator gefüllt werden. Es hat sich gezeigt, daß die Katalysatorfüllungen in den konventionellen Reaktionsrohr­ schlangen von Pyrolyseöfen oder von Dampfcrackern eine Reihe von Nachteilen mit sich bringen. Durch die Katalysatorfüllungen in den Reaktionsrohren erhöht sich der Druckverlust der einzelnen Reaktionsrohrschlangen erheblich. Ferner ist das Eigen­ gewicht der katalysatorgefüllten Reaktionsrohre gegenüber ungefüllten Reaktions­ rohren deutlich vergrößert, wodurch die mechanische Belastung zunimmt. Der hohe Druckabfall in den Reaktionsrohren wiederum macht es erforderlich, daß die Wandstärke der Reaktionsrohre erhöht werden muß, was sich negativ auf die Wärmeübertragung auswirkt. Darüber hinaus verringert sich durch das Volumen des Katalysators die Raum-Zeit-Ausbeute der Reaktionsschlangen, so daß neue Ofenkonzepte erforderlich würden. In der Druckschrift DE 44 00 430 A1 sind ein Verfahren zum thermokatalytischen Spalten von höhersiedenden Kohlenwasserstoffen und ein Spaltofen beschrieben, wobei den aufgrund der Katalysatorfüllungen auftretenden Problemen durch die Verwendung gerader Reaktionsrohre ohne Rohrkrümmer Rechnung getragen wird.
Katalysatoren sollten grundsätzlich einen bestmöglichen Ablauf der katalytischen Re­ aktion bei maximaler Reaktionsfläche ermöglichen. Dabei sollte eine optimale Strö­ mung des Fluides gewährleistet werden. Diese Erfordernisse erfüllen katalytische Be­ schichtungen in zahlreichen Fällen besser als Schüttungen. Ein Problem bei katalytischen Beschichtungen auf einem Grundkörper besteht allerdings darin, daß die Katalysatormaterialien in der Regel einen vom Grundkörper abweichenden Ausdeh­ nungskoeffizienten aufweisen und daher die Gefahr besteht, daß sich der Katalysator bei den unterschiedlichen Temperaturbeanspruchungen vom Grundkörper löst.
Aus der DE 28 44 294 C2 ist die Zusammensetzung eines metallischen Katalysators mit Dreischichtenaufbau bekannt, der die Schichten Trägermetall mit guter Porosität, eine auf der gesamten Oberfläche des Trägermetalls aufgebrachten Zwischenschicht und ein auf der Zwischenschicht abgelagertes Katalysatormetall enthält. Als Träger­ metalle können Eisen, Nickel, Nickel-Aluminium-Legierungen oder Nickel-Chrom- Legierungen verwendet werden. Für die metallhaltige Zwischenschicht werden Titan, Zirkon, Antimon, Palladium, Aluminium, Chrom oder Legierungen dieser Metalle ein­ gesetzt. Als katalytisch wirksame Metalle der Katalysatormetallschicht können her­ kömmliche Katalysatormetalle wie beispielsweise Palladium oder Platin Verwendung finden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine katalytisch wirkende Beschichtung und ein Verfahren zu ihrer Herstellung der eingangs genannten Art aufzuzeigen, die die genannten Nachteile vermeiden. Insbesondere sollte sichergestellt werden, daß die katalytisch wirkende Beschichtung auch bei unterschiedlichen Temperaturbeanspru­ chungen einsetzbar ist.
Diese der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird für die erfindungsgemäße Be­ schichtung dadurch gelöst, daß die Beschichtung auf dem Grundkörper, vorzugsweise auf einem metallischen Grundkörper, zumindest einen darauf angeordneten Hilfsträger und eine das katalytisch wirksame Material enthaltende Deckschicht umfaßt.
Die Erfindung beruht auf der Idee, die katalytisch wirkende Deckschicht nicht direkt auf dem Grundkörper aufzutragen, sondern einen Hilfsträger vorzusehen. Der Hilfsträger weist dabei bevorzugt eine äußere Form auf, die der Geometrie der zu beschichtenden Oberfläche des Grundkörpers zumindest im wesentlichen entspricht. Mit der erfin­ dungsgemäßen Beschichtung können überraschenderweise die Nachteile der bekann­ ten Beschichtungen auf einfache Art und Weise wirksam überwunden werden. Der Hilfsträger umfaßt dabei in der Regel einen Körper, der sich bevorzugt aus Metall, Metallegierungen und/oder Metallverbindungen zusammensetzt. Mit Vorteil ist zumin­ dest der Hilfsträger und bevorzugt auch nur der Hilfsträger mit der katalytisch wirken­ den Deckschicht beschichtet und der beschichtete Hilfsträger auf dem Grundkörper angeordnet. Der Hilfsträger kann dabei kraft-, reib- und/oder formschlüssig am Grund­ körper angeordnet sein.
In Ausgestaltung der Erfindung besteht der Hilfsträger aus einem Draht, aus einem Drahtgeflecht oder aus einem Drahtnetz. Bevorzugt enthält der Hilfsträger einen hoch­ warmfesten Heizleiterdraht. Es kann beispielsweise ein Draht mit einem Durchmesser zwischen 0,1 und 2 mm, beispielsweise mit 0,5 oder 1 mm, verwendet werden.
Grundsätzlich ist die Erfindung nicht auf bestimmte katalytisch wirksame Materialien und Katalysatorzusammensetzungen beschränkt. Es eignen sich aber Beschichtungen, bei denen die katalytisch wirkende Deckschicht oxidkeramisches Material enthält. Die katalytisch wirkende Deckschicht kann vorteilhafterweise Metalloxidhydroxid und/oder Metalloxidhydroxide enthaltende Verbindungen und/oder Metalloxide und/oder Metalloxide enthaltende und zur Bildung von Hydroxiden neigende Verbindungen aufweisen. Insbesondere kann die katalytisch wirkende Deckschicht ein auf Calciumaluminatbasis aufgebautes Material, bevorzugt mit einer Dotierung von Alkalivanadat, insbesondere von Kaliumpyrovanadat, enthalten.
In Weiterbildung der Erfindung kann der Grundkörper zumindest teilweise aus unbearbeiteten Schleudergußoberflächen von Rohren bestehen. Dies bedeutet eine vereinfachte und billigere Herstellung der Reaktionsrohre. Die teuere, bislang übliche Nachbereitung der Rohrinnenoberflächen war beispielsweise bei Reaktionsrohren zum Spalten von Kohlenwasserstoffen notwendig, um das Anbacken von Kokspartikeln nicht zu begünstigen oder gar zu beschleunigen.
Die erfindungsgemäße Beschichtung eignet sich nicht nur für Innenflächen von gera­ den Rohren, sondern sie kann auch beispielsweise als Beschichtung für gebogene Rohre, Rohrkrümmer, Rohrsammler und/oder Transferline-Rohre vorgesehen sein.
Zusätzlich kann im Rahmen der Erfindung eine Beschichtung vorgesehen sein, wobei auf dem Hilfsträger ein Haftvermittler und auf diesem Haftvermittler eine Katalysator­ material enthaltende und katalytisch wirkende Deckschicht angeordnet ist. Durch den Haftvermittler kann die Anhaftung der katalytisch wirkenden Deckschicht auf dem Hilfs­ träger erhöht werden. Außerdem können bei Verwendung eines Haftvermittlers die Standzeiten verlängert werden.
Die obengenannte Aufgabe wird hinsichtlich des erfindungsgemäßen Verfahrens dadurch gelöst, daß zumindest auf einem Hilfsträger, vorzugsweise auf einem metallischen Hilfsträger, eine ein katalytisch wirksames Material enthaltende Suspension aufgebracht wird und daß die Beschichtung getrocknet und gesintert wird.
Dabei kann zunächst die katalytisch wirkenden Schicht auf den Hilfsträger aufgebracht und der mit der katalytisch wirkenden Schicht versehene Hilfsträger am Grundkörper angeordnet oder, beispielsweise im Falle eines rohrförmigen Grundkörpers, in diesen eingeschoben werden. Das Einschieben kann insbesondere mittels einer Schrauben­ bewegung durchgeführt werden. Das Einschieben ermöglicht ferner auch den Einsatz bei gebogenen Rohren, Rohrkrümmern, Rohrsammlern und/oder Transferline-Rohren. Außerdem können auch Schweißnähte auf diese Weise mit einer katalytischen Be­ schichtung versehen werden. Das Aufbringen der katalytisch wirkenden Schicht kann unter Normaldruck oder im Niederdruckbereich, sowie bei Raumtemperatur oder erhöhten Temperaturen erfolgen.
Die katalytisch wirkende Beschichtung kann durch Schwämmeln, Pinseln, Schleudern, Spritzen und/oder Tauchen aufgebracht werden. Insbesondere hat sich eine Beschich­ tung bewährt, bei der die Suspension durch einen Binder oder ein Bindersystem stabilisiert wird. Es eignen sich Binder oder Bindersysteme, die Metalloxidhydroxid- Phosphate und/oder Metallsalze und/oder bei der Einsatztemperatur des katalytisch wirkenden Materials schmelzende eutektische Verbindungen enthalten. Die Suspension kann ferner durch Zugabe von Säuren und/oder Basen in einem im wesentlichen pH-neutralen Bereich stabilisiert werden. Die Suspension kann dazu vorteilhafterweise auf einen pH-Wert zwischen 5 und 9, vorzugsweise zwischen 6 und 8, eingestellt werden. Besondere Ergebnisse sind mit dem erfindungsgemäßen Verfahren zu erzielen, wenn die Suspension einen hohen Feststoffanteil von bis zu 90 Gew.-%, vorzugsweise 50 bis 80 Gew.-%, bei niedriger Viskosität aufweist.
Der Grundkörper kann durch Strahlen mit einem Strahlmedium, insbesondere Korund, aufgerauht werden, um die Haftung des Hilfsträgers zu unterstützen.
Die katalytisch wirkende Beschichtung kann hergestellt werden, indem ein Katalysator enthaltender Schlicker aufgebracht wird und die Beschichtung anschließend getrocknet und gesintert wird. Die Trocknung findet beispielsweise im Umluftofen bei etwa 120°C statt und wird anschließend im Schutzgasofen bei etwa 900°C für ca. 20 h gesintert.
Mit Vorteil wird der Schlicker in Rohre eingegossen und bei Drehzahlen zwischen 100 und 1000 U/min. vorzugsweise zwischen 300 und 800 U/min. geschleudert. Das einge­ gossene Schlickermaterial preßt sich so in die Rauhigkeiten der Untergrundoberfläche ein, wobei aufgrund der hohen Fliehkraft Luftblasen verhindert werden. Der Schlicker kann auch aufgespritzt werden.
Auf dem Hilfsträger kann zusätzlich ein Haftvermittler vorgesehen sein, auf dem eine das katalytisch wirkende Material enthaltende Suspension aufgebracht wird.
Die erfindungsgemäße katalytisch wirkende Beschichtung kann dadurch erneuert werden, daß die alte katalytisch wirkende Deckschicht der Beschichtung zumindest im wesentlichen abgetragen wird und eine neue katalytisch wirkende Beschichtung durch Schwämmeln, Pinseln, Schleudern, Spritzen und/oder Tauchen aufgebracht wird. Das Abtragen der alten katalytisch wirkenden Deckschicht der Beschichtung kann insbesondere durch Sandstrahlen oder dergleichen erfolgen. Auf diese Weise kann das Material auf einfache Art entfernt werden.
Die erfindungsgemäß katalytisch wirkende Beschichtung und das Verfahren zu ihrer Herstellung eignen sich zum Einsatz bei Rohr-, Rohrkrümmer-, Rohrsammler-, Transferline-Rohr- und/oder Wand- oder Oberflächen von Apparaten, insbesondere von Öfen, von Reaktoren, wobei diese zumindest teilweise eine erfindungsgemäße Beschichtung aufweisen. Die erfindungsgemäße katalytisch wirkende Beschichtung und das Verfahren zu ihrer Herstellung können insbesondere zur Spaltung von Kohlenwasserstoffen oder Kohlenwasserstoffgemischen verwendet werden.

Claims (12)

1. Katalytisch wirkende Beschichtung auf einem Grundkörper, insbesondere auf der Innenseite eines Reaktionsrohres, dadurch gekennzeichnet, daß die Be­ schichtung auf dem Grundkörper, vorzugsweise auf einem metallischen Grund­ körper, zumindest einen darauf angeordneten Hilfsträger und eine das katalytisch wirkende Material enthaltende Deckschicht umfaßt.
2. Beschichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Hilfsträger aus einem Draht, aus einem Drahtgeflecht oder aus einem Drahtnetz besteht, wobei er gegebenenfalls einen hochwarmfesten Heizleiterdraht enthält.
3. Beschichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die katalytisch wirkende Deckschicht oxidkeramisches Material und/oder Metalloxidhydroxid und/oder Metalloxidhydroxide enthaltende Verbindungen und/oder Metalloxide und/oder Metalloxide enthaltende und zur Bildung von Hydroxiden neigende Verbindungen aufweist.
4. Beschichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die katalytisch wirkende Deckschicht ein auf Calciumaluminatbasis aufgebautes Material, bevorzugt mit einer Dotierung von Alkalivanadat, insbesondere von Kaliumpyrovanadat, enthält.
5. Beschichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Grundkörper zumindest teilweise aus unbearbeiteten Schleudergußober­ flächen von Rohren besteht oder durch Strahlen mit einem Strahlmedium, insbesondere Korund, aufgerauht ist.
6. Beschichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Hilfsträger ein Haftvermittler und auf dem Haftvermittler eine das katalytisch wirkende Material enthaltende Deckschicht angeordnet ist.
7. Verfahren zur Herstellung der katalytisch wirkenden Beschichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß auf einem Hilfsträger, vorzugsweise auf einem metallischen Hilfsträger, eine ein katalytisch wirkendes Material enthaltende Suspension aufgebracht wird und daß die Beschichtung getrocknet und gesintert wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Suspension durch einen Binder oder ein Bindersystem stabilisiert wird, die Metalloxidhydroxid- Phosphate und/oder Metallsalze und/oder bei der Einsatztemperatur des katalytisch wirkenden Materials schmelzende eutektische Verbindungen enthalten.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Suspension durch Zugabe von Säuren und/oder Basen in einem Bereich mit einem pH-Wert zwischen 5 und 9, vorzugsweise zwischen 6 und 8, stabilisiert wird und/oder daß sie einen hohen Feststoffanteil von bis zu 90 Gew.-%, vorzugsweise 50 bis 80 Gew.-%, aufweist.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Hilfsträger ein Haftvermittler und auf dem Haftvermittler eine das katalytisch wirkende Material enthaltende Suspension aufgebracht wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erneuerung die Deckschicht der Beschichtung, insbesondere durch Sandstrahlen, abgetragen und eine neue katalytisch wirkende Beschichtung durch Schwämmeln, Pinseln, Schleudern, Spritzen und/oder Tauchen aufgebracht wird.
12. Verwendung der katalytisch wirkenden Beschichtung nach den Ansprüchen 1 bis 6 oder hergestellt nach den Ansprüchen 7 bis 11 zur Spaltung von Kohlenwasser­ stoffen oder Kohlenwasserstoffgemischen.
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