DE19600567A1 - Vorrichtung zur Drosselung eines eine Leitung passierenden Fluidstromes - Google Patents
Vorrichtung zur Drosselung eines eine Leitung passierenden FluidstromesInfo
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Description
Die Erfindung betrifft Vorrichtung zur Drosselung eines eine
Leitung passierenden Fluidstromes gemäß dem Oberbegriff des Pa
tentanspruches 1.
Aus der DE-OS 17 51 334 ist es bekannt, in der Abgasleitung ei
ner Brennkraftmaschine eine Drosselklappe anzuordnen, welche im
Falle des Bremsbetriebs in ihre Schließstellung, d. h. in ihre
den Strömungsquerschnitt maximal verringernde Stellung überführt
wird, so daß die Brennkraftmaschine gegen einen sehr hohen Ab
gasgegendruck aus schieben muß, wodurch zusätzliche Bremsleistung
erzeugt wird. Diese Bremsleistung ist ums so größer, je geringer
der Spalt zwischen der Drosselklappe und der Leitungsinnenwand
gewählt ist. Infolge der z. T. sehr hohen Abgastemperaturen muß
die Drosselklappe im Vergleich zum Innendurchmesser der Abgas
leitung jedoch mit einem deutlich geringeren Durchmesser gefer
tigt werden, will man verhindern, daß sie bei Vorliegen dieser
hohen Abgastemperaturen (z. B. nach einer Paßfahrt unter Vollast)
infolge der Wärmedehnung sich in der Abgasleitung verklemmen
kann. Dies hat jedoch den Nachteil, daß bei normaler Betriebs
temperatur der Spalt zwischen Drosselklappe und Leitungsinnen
wand relativ groß ist und demzufolge auch nur eine begrenzte
Motorbremsleistung zu erreichen ist.
Aus der DE-AS 29 43 986 ist eine in einer Abgasleitung angeord
nete Drosselklappe bekannt, die in ihrer Schließstellung über
ihren gesamten Umfang gegen einen radial nach innen vorstehenden
Bund anläuft, wodurch eine vollständige Abdichtung erreicht
wird. Gleichzeitig ist der Durchmesser der Drosselklappe so ge
wählt, daß selbst bei höchsten Abgastemperaturen ein Verklemmen
der Drosselklappe infolge der radialen Wärmedehnung ausgeschlos
sen ist. Diese Vorrichtung hat jedoch den Nachteil, daß bei ge
schlossener Drosselklappe kein Abgas mehr passieren kann, wo
durch der Abgasgegendruck derart groß wird, daß ein störungs
freier Betrieb der Brennkraftmaschine nicht mehr gewährleistet
ist.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einer Vorrich
tung der im Oberbegriff des Patentanspruches 1 beschriebenen Art
zu schaffen, mit welcher ein Verklemmen der Drosselklappe in der
Leitung infolge einer starken radialen Ausdehnung ausgeschlossen
ist, dennoch im Bedarfsfalle immer eine maximale Drosselwirkung
gegeben ist.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Patent
anspruches 1 gelöst.
Dadurch, daß bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung die Drossel
klappe nur über einen Teilbereich ihres Umfangs gegen einen Bund
anläuft und außerhalb dieses Bereiches das Fluid immer noch über
den radialen Spalt zwischen der Drosselklappe und der Lei
tungsinnenwand passieren kann, kann dieser radiale Spalt durch
entsprechende Dimensionierung des Drosselklappendurchmessers
relativ groß gewählt werden, so daß ein Verklemmen der Drossel
klappe mit der Innenwand der Leitung infolge starker radialer
Wärmedehnung ausgeschlossen ist. Gleichzeitig ist jedoch da
durch, daß die Drosselklappe mit einem Teilbereich ihres Außen
umfangs gegen einen Bund anläuft, in diesem Bereich eine voll
ständige Abdichtung gegeben, so daß trotz des im bundfreien Be
reich vorliegenden relativ großen radialen Drosselspaltes den
noch nur ein relativ geringer Gesamtströmungsquerschnitt durch
die sich in Schließstellung befindliche Drosselklappe freigege
ben wird. Eine derartige Vorrichtung eignet sich besonders gut
zum Einsatz als Motorbremse. Ein Verklemmen der Drosselklappe
selbst bei höchsten Abgastemperaturen ist ausgeschlossen,
gleichzeitig ist bei Bedarf aber immer eine maximale Motorbrems
leistung zu erreichen, ohne daß eine Funktionsbeeinträchtigung
des Betriebes der Brennkraftmaschine selbst zu befürchten ist.
Die Ausgestaltung gemäß Anspruch 2 hat den Vorteil, daß kein er
höhter Aufwand zur Fertigung der Leitung, insbesondere des Bun
des erforderlich ist, wobei die Ausgestaltung gemäß Anspruch 3
zusätzlich noch den Vorteil bietet, daß trotz des Bundes keine
Reduzierung des Gesamtströmungsquerschnittes der Leitung in Kauf
genommen werden muß.
Die Erfindung ist im folgenden anhand eines Ausführungsbeispie
les näher erläutert.
Im einzelnen zeigt
Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrich
tung in einer längsgeschnittenen Darstellung (bei ge
schlossener Drosselklappe 2) und
Fig. 2 eine Querschnittsdarstellung der Fig. 1 entlang der Li
nie II-II (bei geöffneter Drosselklappe 2).
In Fig. 1 zeigt 1 in einer längsgeschnittenen Darstellung eine
Abgasleitung einer Brennkraftmaschine, in welcher eine Drossel
klappe 2 angeordnet ist. Die Drosselklappe 2 selbst ist über
zwei Schrauben 3 mit einer Welle 4 verschraubt, die wiederum in
der Abgasleitungswandung drehbar gelagert ist (s. auch Fig. 2).
Die Drosselklappe 2 ist dabei während des Betriebs der Brenn
kraftmaschine zwischen einer den maximalen Strömungsquerschnitt
der Abgasleitung 1 freigebenden Öffnungsstellung, wie in Fig. 2
dargestellt und einer einen minimalen Strömungsquerschnitt frei
gebenden Schließstellung, wie in Fig. 1 dargestellt, stufenlos
drehbar. Die Strömungsrichtung des Abgases ist durch den Pfeil 5
aufgezeigt. Die Abgasleitung 1 weist in ihrer bezogen auf die
Darstellung in den Fig. 1 und 2 oberen Hälfte 6 einen nach
innen radial vorstehenden Bund 7 auf, der sich im wesentlichen
über den halben Innenumfang U der Abgasleitung 1 erstreckt (Fig. 2).
Der Durchmesser d der Drosselklappe 2 ist so bemessen, daß
sie in ihrer Schließstellung (Fig. 1) gegen diesen Bund 7 an
läuft und über diesen Umfangsbereich U somit vollkommen abdich
tet, gleichzeitig aber über den gesamten Innenumfang der Abgas
leitung 1 immer noch ein relativ großer radialer Spalt s zwi
schen dem Außenumfang der Drosselklappe 1 und dem Innenumfang
der Abgasleitung 1 gegeben ist. Der Bunde 7 in der oberen Hälfte
6 der Abgasleitung 1 wird gebildet durch einen sich in Strö
mungsrichtung verjüngenden Innenradius ri1. Diametral gegenüber
liegend bzw. in ihrer unteren Hälfte 8 hingegen weist die Abgas
leitung 1 einen sich in Strömungsrichtung des Abgases entspre
chend vergrößernden Innenradius ri2 auf, so daß in Höhe des Bun
des 7 kein reduzierter Strömungsquerschnitt bedingt durch den
Bund 7, gegen den die Drosselklappe 2 in ihrer Schließstellung
anläuft, gegeben ist.
Im normalen Fahrbetrieb ist die Drosselklappe 2
(Motorbremsklappe) in ihrer in Fig. 2 gezeigten Öffnungsstellung
gehalten. Soll das Fahrzeug abgebremst werden, so wird die Dros
selklappe 2 in ihre in Fig. 1 gezeigte Schließstellung über
führt, d. h. in der oberen Hälfte 6 der Abgasleitung 1 läuft die
Drosselklappe 2 gegen den erfindungsgemäßen Bund 7 an, wodurch
ein vollständige Abdichtung in diesem Bereich erfolgt. In der
unteren Hälfte 8 hingegen besteht zwischen dem Außenumfang der
Drosselklappe 2 und dem Innenumfang der Abgasleitung 1 ein Dros
selspalt s, über welchen Abgas strömen kann. Der Spalt s ist da
bei über den gesamten Drosselklappenumfang verhältnismäßig groß
bemessen, so daß ein Verklemmen der Drosselklappe 2 infolge
selbst extrem hoher Abgastemperaturen ausgeschlossen ist. Daß
dennoch eine hohe Bremswirkung erzielt wird, ist dadurch ge
währleistet, daß in dem Bereich, in dem die Drosselklappe 2
gegen den Bund anläuft, eine vollständige Abdichtung erzielt
wird, so daß der Strömungsquerschnitt, welcher in Schließstel
lung der Drosselklappe 2 über den Drosselspalt s in der unteren
Hälfte 8 der Abgasleitung 1 freigegeben wird, trotz eines rela
tiv groß gewählten radialen Spaltes s immer noch verhältnismäßig
gering ist.
Je nach Ausdehnungskoeffizient der verwendeten Materialien für
Abgasleitung und Drosselklappe kann die Erstreckung des Bundes
in Umfangsrichtung sowie die Dimensionierung des Drosselspaltes,
variieren.
Selbstverständlich ist die Erfindung nicht auf die Anwendung als
Motorbremsklappe beschränkt. Sie ist überall dort einsetzbar, wo
es gilt, eine relativ große Drosselwirkung zu erzielen, die
Drosselklappe aber gleichzeitig sehr hohen Temperaturschwankun
gen ausgesetzt ist.
Claims (5)
1. Vorrichtung zur Drosselung eines eine Leitung passierenden
Fluidstromes mit einer in der Leitung angeordneten Drossel
klappe, welche in ihrer Schließstellung an einem an der Lei
tungsinnenwand angeordneten, radial nach innen vorstehenden Bund
anliegt,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Bund (7) sich nur über einen Teilbereich (U) des Lei
tungsinnenumfangs erstreckt und daß in Schließstellung der
Drosselklappe (2) letztere und die Leitungsinnenwand einen
Drosselspalt (s) begrenzen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Bund (7) gebildet ist durch einen in diesem Bereich re
duzierten Innenradius (ri1) der Leitung (1).
3. Vorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Leitung (1) in dem Umfangsbereich außerhalb des Bundes
(7) mit einem in dem Maße vergrößerten Innenradius (ri2) ausge
bildet ist wie der Innenradius (ri1) im Umfangsbereich (U) des
Bundes (7) verringert ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Drosselklappe (2) eine in der Abgasleitung (1) einer
Brennkraftmaschine angeordnete Motorbremsklappe ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Bund (7) bezogen auf die Strömungsrichtung des Abgases
(5) stromauf der Motorbremsklappe (2) angeordnet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996100567 DE19600567A1 (de) | 1996-01-09 | 1996-01-09 | Vorrichtung zur Drosselung eines eine Leitung passierenden Fluidstromes |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996100567 DE19600567A1 (de) | 1996-01-09 | 1996-01-09 | Vorrichtung zur Drosselung eines eine Leitung passierenden Fluidstromes |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19600567A1 true DE19600567A1 (de) | 1997-03-27 |
Family
ID=7782390
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1996100567 Withdrawn DE19600567A1 (de) | 1996-01-09 | 1996-01-09 | Vorrichtung zur Drosselung eines eine Leitung passierenden Fluidstromes |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19600567A1 (de) |
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1996
- 1996-01-09 DE DE1996100567 patent/DE19600567A1/de not_active Withdrawn
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OAV | Applicant agreed to the publication of the unexamined application as to paragraph 31 lit. 2 z1 | ||
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
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