DE1959543U - Verkleidung einer rohrwand von wasserrohrkesseln. - Google Patents
Verkleidung einer rohrwand von wasserrohrkesseln.Info
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Description
Berlin, den 8. 11. 1966
Ga/A.
E, 158
Dr. -Ing. Heinrich Verkauf
1 Berlin 33 (Schmargendorf), Davoser Str. 2b
Verkleidung einer Rohrwand von Wasserrohrkessein
Die Neuerung betrifft eine Verkleidung einer Rohrwand von Wasserrohrkesseln
mit auf der unbeheizten Seite der Rohre vorgesehenen, an diesen anliegenden Blechen.
Im Kesselbau werden häufig, insbesondere bei Überdruckkesseln, an den Wandrohren auf deren unbeheizter Seite Bleche angebracht, die
der Abdichtung des Kessels dienen. Hierbei ist zu beachten, daß neben der Dichtheit auch eine gewisse Nachgiebigkeit gewährleistet sein muß,
um etwa auftretende, verschieden große Dehnungen des Bleches und der Rohre aufnehmen zu können. Bekannte Konstruktionen, die diesen Anforderungen
gerecht werden, sind sehr aufwendig in bezug auf Material, aber auch in bezug auf die Herstellung.
Nach einem nicht zum Stand der Technik gehörigen Vorschlag wird für eine einfache, jedoch wirksame Verkleidung, die die vorgenannten
Forderungen erfüllt, vorgeschlagen, daß ein erstes Blechfeld an mindestens einer seiner Kanten mit den Rohren verbunden ist und die Verbindungsstellen
von einem zweiten, das erste Blechfeid überlappenden Blechfeld überdeckt
sind. Auf diese Weise wird eine vollkommen gasdichte Verkleidung erzielt, die ein gutes Anliegen des Bleches an der Rohrwand gewährleistet, sodaß
die Temperaturen in der Rohrwand ziemlich gleich hoch sind, demgemäß erfolgt auch eine annähernd gleiche Ausdehnung. Nachteilig hierbei ist
jedoch, daß bei Verbindung des ersten Biechfeldes mit den Wandrohren
durch Schweißen unmittelbar oder durch an den Wandrohren angeschweißte Halteglieder die Verbindungsstellen nicht mehr zu beobachten sind. Es ist
aber eine Forderung, die häufig erfüllt werden muß, die Verbindungen bei der Druckprobe inspizieren zu können.
Ziel der Neuerung ist es, eine Verkleidung zu schaffen, die neben den erstgenannten Forderungen auch diese Forderung erfüllt.
Dieses Ziel wird dadurch erreicht, daß an sich bekannte, zwischen zwei der dicht an dicht liegenden Rohre hindurchgreifende und auf der
beheizten Rohrseite an den Rohren kraftschiüssig angreifende Halteeisen
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mit den Abdichtbiechen durch eine kraftschlüssige, von der Kesselaußenseite
herstellbare und gasdicht überdeckte Halterung verbunden sind. Auf diese Weise brauchen die Halteeisen an den Rohren selbst
nicht angeschweißt zu werden und auch die Blecfte sind mit den Rohren
nicht unmittelbar verbunden. Werden die Halteeisen jedoch mit den Rohren
verschweißt, so liegt die Schweißsteile auf der beneizten Seite und ist
damit zu besichtigen.
Die Halteeisen können verdrehte Flacheisen sein, wobei der quer
zur Rohrachse liegende Teil die auf der unbeheizten Seite liegenden Räume - die Zwickel - zwischen den Rohren und dem Abdichtblech im
wesentlichen überdecken. Dadurch wird eine Gasströmung in diesen Räumen im wesentlichen unterbunden.
Durch entsprechenden Druck auf das Blech während des Anschweißens kann ein sehr sattes Anliegen des Bleches an den Rohren erzielt werden.
Die Zeichnung zeigt Ausführungsbeispieie des Gegenstandes der
Neuerung.
Fig. 1 und 2 zeigen in einer Ansicht und in einem waagerechten Schnitt ein erstes Ausführungsbeispiel.
Fig. 3 und 4 zeigen in einer Ansicht und in einem Teilschnitt eine
Abwandlung gegenüber dem vorherigen Beispiel.
Fig. 5-8 sind Ansichten bzw. Schnitte weiterer Ausführungsformen.
Die Rohrwand besteht aus den dicht an dicht liegenden Rohren 1, an
weichen Abdichtungsbleche 2 anliegen. Diese Bleche sind durch Haiteeisen 3 an den Rohren 1 gehalten.
Nach Fig. 1 und 2 hat das Haiteeisen 3 auf der beheizten Seite eine
Abbiegung 4, sodaß es zwischen den Rohren 1 kraftschlüssig durch Klemmung gehalten ist. Das Halteeisen 3 ist verdreht ausgebildet und füllt
mit dem quer zur Rohrachse liegenden Teil 5 den zwischen den Rohren 1 und dem Blech 2 liegenden Zwickel 6 weitgehend aus. Mittels einer
Schweiße 7 ist das Halteeisen 3 mit dem Abdichtblech, an dessen Kante,
verbunden. Das Abdichtbiech 2', das mit dem Blech 2 durchgehend durch
die Schweißnaht 8 verbunden ist, gewährleistet die Gasdichtheit der Verkleidung.
Wie die Fig. 3 und 4 zeigen, kann das Haiteeisen 3 auf einem Teil
seiner Länge einen Schlitz 9 aufweisen und die so entstandenen Zungen 10 werden gegeneinander abgebogen zur kraftschiüssigen Anlage an den
Rohren 1. Eine Schweiße 11 sichert die Spreizung.
Bei dem Beispiel nach Fig. 5 und 6 haben die Halteeisen 3 auf der beheizten Seite eine Börde lung 12, die gegen die Rohre 1 anliegt. Mit
dem auf der unbeheizten Seite hakenartig umgebogenen Halteeisen 3 wird ein unter den Haken geschobenes Blech 2 verbunden. Das nächst höher
liegende Blech 2! wird an seiner Oberkante in gleicher Weise gehalten,
seine Unterkante übergreift jedoch sowohl das darunter liegende Halteeisen 3 wie auch das darunter liegende Blech 2, mit dem es auf ganzer
Länge gasdicht verschweißt ist.
Bei den bisher erläuterten Beispielen sind ede Halteeisen 3 jeweils
ohne jegliche Gefügeveränderung des Rohrwerkstoffs an den Rohren 1 kräftschlüssig gehalten.
In den Fig. 7 und 8 ist gezeigt, daß die Haiteeisen 3 mittels der
Schweißnaht 12 an den Rohren 1 gehalten sind. Diese Naht liegt auf der beheizten Seite und ist demzufolge vom Kesselinnern her zu inspizieren,
sodaß der eingangs erwähnten Forderung nach einer Inspizierung entsprochen ist. Nach diesem Beispiel werden zuerst Bleche 2 in Abstand
voneinander mit den Haiteeisen 3 verklemmt. Dann wird ein Blechfeld 2' eingesetzt, das die Halteeisenverbindung überdeckt, und dieses Blechfeld
wird auf ganzer Länge mit den Blechen 2 gasdicht verschweißt.
Sind die Rohre in einen Rohrrahmen, z. B. aus oberem Sammler, unterem Verteiler und diese verbindenden Fall- oder Rücklauf rohren,
eingesetzt, so werden die an den Rahmenrohren anliegenden Biechkanten mit diesen Rohren gasdicht verbunden, vorzugsweise verschweißt.
Es hat sich gezeigt, daß eine derartige Verkleidung vollkommen gasdicht ist, daß Spannungen selbst bei größeren Temperaturunterschieden
zwischen Rohrwand und Blech, wie solche beim Anheizen auftreten können, da sich die Rohrwand viel schneller erwärmt als das Blech, von den auf
Zug beanspruchten Blechen aufgenommen werden, ohne daß diese reißen. Ein wesentlicher Vorteil liegt darin, daß Arbeiten zum genauen Anpassen
der Blechfelder, wie diese bei bekannten Konstruktionen häufig notwendig sind, in Fortfall kommen können. Auch ist das Herausnehmen und Wiedereinsetzen
einer derartigen Verkleidung leicht durchzuführen. Werden die Haiteeisen mit den Rohren nicht verschweißt, so ergibt sich die Möglichkeit,
daß die Halteeisen im Fall einer Kesselexplosion zwischen den Rohren
herausgezogen werden, ohne die Rohre zu zerstören.
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Claims (8)
1. Verkleidung einer Rohrwand von Wasserrohrkesseln mit auf der unbeheizten Seite der Rohre vorgesehenen, an diesen
anliegenden Blechen, dadurch gekennzeichnet, daß an sich bekannte, zwischen zwei der dicht an dicht liegenden Rohre
(1) hindurchgreifende und auf der beheizten Rohrseite an den Rohren kraftschiüssig angreifende Haiteeisen (3) mit den Abdichtbiechen
(2) durch eine kraftschlüssige, von der Kesselaußenseite herstellbare und gasdicht überdeckte Halterung
verbunden sind.
2. Verkleidung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Halteeisen (3) mit quer zur Rohrachse liegenden Teilen
(5) die auf der unbeheizten Seite liegenden Räume (6) (Zwickel) zwischen Rohren (1) und Abdichtblech (2) im wesentlichen überdecken.
3. Verkleidung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigung der Haiteeisen (3) an den Rohren (1) ohne
Gefügeveränderung des Rohrwerkstoffs erfolgt. (Fig. 1 - 6).
4. Verkleidung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Haiteeisen (3) auf der beheizten Seite abgebogen bzw.
umgebördelt sind und die Abbiegung bzw. Bördelung an mindestens einer Rohrwand anliegt (Fig. 2 und 6).
5. Verkleidung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Halteeisen (3) auf der beheizten Seite quer zur Rohrachse
geschlitzt und die so gebildeten Zungen (10) gegeneinander aufgebogen sind (Fig. 3 und 4).
6. Verkleidung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß nach Aufbiegen der Zungen (10) eine die Aufbiegung aufrechterhaltende
Schweiße (11) in den Schütz (9) eingebracht wird.
7. Verkleidung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Verschweißung der Haiteeisen mit den Abdichtblechen je an einer oder im Bereich einer Blechkante erfolgt.
8. Verkleidung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die gasdichte Überdeckung durch ein mit den Verkleidungsbiechen
(2) verschweißtes Verkleidungsblech (2') erfolgt.
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Berlin-Schmcrge-ndoff
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| DEV19639U Expired DE1959543U (de) | 1966-11-10 | 1966-11-10 | Verkleidung einer rohrwand von wasserrohrkesseln. |
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1966
- 1966-11-10 DE DEV19639U patent/DE1959543U/de not_active Expired
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