DE1958031C - Verfahren und Anordnung zur Aufzeichnung auf und zur Wiedergabe von durch Zwischenräume getrennten Informationen auf einem Magnetband - Google Patents
Verfahren und Anordnung zur Aufzeichnung auf und zur Wiedergabe von durch Zwischenräume getrennten Informationen auf einem MagnetbandInfo
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Description
verloren.
Bei Jer Aufzeichnung von digitalen Informationen auf Magnetbänder ist es, im Gegensatz zu der Auf-
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und 50 zeichnung von tonfrequenten Schwingungen notweneine
Anordnung zur Durchführung des Verfahrens dig, daß das Magnetband exakt nach jedem Inforzur
Aufzeichnung auf und zur Wiedergabe von mationsblock oder jeder einzelnen Information
durch Zwischenräume getrennten Informationen auf angehalten werden kann. Andererseits muß jedoch
einem Magnetband unter Verwendung eines An- gewährleistet sein, daß die Informationen immer bei
triebs, dessen Start und Stopp in diesen Zwischen- 55 einer hohen und relativ konstanten Bandgeschwindigräumen
erfojgt. keil gelesen werden. Um bei dem Einsatz der tech-
Für dife Wiedergabe von einzelnen auf Magnet- nisch wenig aufwendigen Schrittmotoren derartige
bändern in Blöcken aufgezeichneten Informationen Voraussetzungen zu schaffen, ist es notwendig, diese
ist gewöhnlich Voraussetzung, daß zwischen diesen Schrittmotoren mit einer relativ hohen Frequenz
Informationsblöcken soviel Bandlänge frei gelassen 60 anzutreiben. Dadurch wird ihre Schrittgeschwindigist,
daß der Antriebsmotor in diesem Bereich abge- keit ausreichend groß, so daß bei Abschalten des
bremst und auch wieder gestartet werden kann. Motors die Trägheit den Rotor bei Ende eines
Nachteilig an einer solchen Anordnung ist jedoch Schrittes noch in Bewegung hält und der Rotor
der notwendige ziemlich große Abstand zwischen erst nach Beginn der nächsten Schrittstellung zur
zwei Informationsblöcken und der dadurch bedingte 65 Ruhe kommt. Durch die definierten magnetischen
große Bandverbrauch. Um diesen Bandverbrauch zu Kräfte eines Schrittmotors wird der Rotor anvernngern,
wurden, beispielsweise in der öster- schließend in die vorgegebene Schrittstellung zurückreichischen
Patentschrift 259 907, auch schon Tacho- gedreht.
Aufgabe der Erfindung ist es nun, diese Schwierig- Im folgenden · soll die Erfindung an Hand der
keiten zu umgehen, die Nachteile der vorgenannten Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel noch näher
Anordnungen zu vermeiden und eine Möglichkeit . erläutert werden,
anzugeben, Aufzeichnungen auf einem Magnetband Es zeigt
aufzubringen und sie mit geringem mechanischem 5 F i g. 1 a die Schritte des Schrittmotors bei AufAufwand
bei geringem Bandverbrauch, unter Ver- zeichnung von Informationen auf ein Magnetband,
Wendung eines Schrittmotors für den Antrieb des Fig. Ib die auf dem Magnetband in gleichmäßi-Magnetbandes,
wieder zu lesen. gen Abständen aufgezeichneten Informationen,
Diese Aufgabe wird nun dadurch gelöst, daß bei Fig. Ic die Schritte des Schrittmotors bei der
der Aufzeichnung auf das von einem Schrittmotor in io Wiedergabe von auf einem Magnetband entsprechend
fester Schrittzahl angetriebene Magnetband zwischen Fig. Ib aufgezeichneten Informationen,
zwei Informationen ein Mindestabstand gehalten wird, F i g. 2 in stark schematisierter Darstellung eine
den das Magnetband bei zwei Motorschritten zurück- Anordnung zur Durchführung des erfindungsge-
legt und dsß bei der Wiedergabe der Schrittmotor ohne mäßen Verfahrens.
Schrittzahl jeweils am Ende jenes Motorschrittes an- 15 Auf einem von einem Schrittmotor im Dauerlauf
gehalten wird, bei welchem das Ende der Information angetriebenen Magnetband werden entsprechend den
am Magnetkopf gerade vorbeiläuft. Fig. la und 1 b Informationen -·!gezeichnet, wobei
In diesem Zusammenhang soll in der Definition jede Information in etwa eine Länge hat, welche das
der Informationslücke, die einem Weg entspricht. Magnetband bei zwei Motorschritten zurücklegt. Als
den der Sehrittmotor bei zwei Schritten zuiücklegt, ao Abstand zwischen zwei Informationen werden zwei
per se keine Erfindung gesehen werden. Ferner soll volle Motorschritte gewählt. Das Verfahren arbeitet
der in der nachfolgenden Beschreibung und in den auch r ei größeren Abständen, hingegen ist bei höhe-
Ansprüchen verwendete Ausdruck »Informationen« ren Motorgeschwindigkeiten und dem dadurch be-
auch Informationsblöcke mit umfassen. dingten höheren Schlupf des Magnetbandes ein
Das erfindungsgemäße Prinzip besteht n?ch Vor- 25 ordnungsgemäßes Arbeiten mit Abständen geringer
stehendem somit darin, daß die Informationen mit als zwei vollen Motorsc.hritten niciit <n jedem Falle
einer festen Schrittzahl des Motors auf das Magnet- gewährleistet.
band aufgebracht werden, daß hingegen bei der Bei der Wiedergabe eines mit Informationen entWiedergabe
die Schrittzahl des Motors soweit variiert sprechend Fig. Ib versehenen Magnetbandes wird
wird, daß bei Ende der Information nur der jeweils 30 nun, unabhängig davon, ob der Schrittmotor nach
gerade zu Ende gehende Schritt des Schrittmotors jeder Information angehalten werden soll oder nicht,
ausgeführt und dieser anschließend stillgesetzt wird. in der Weise verfahren, daß man bei Feststellung des
Es ist dann bei allen im praktischen Betrieb vor- Endes einer Information der Steuerelektronik des
kommenden Änderungen der Lage der Informatio- Schrittmotors ein Stoppsignal gibt, so daß dieser nach
nen gegenüber der Lesestation immer gewährleistet, 35 Beendigung des gerade laufenden Schrittes stehendaß
das Band nach einem erneuten Anlauf bei An- bleibt. Je nach der Bandgeschwindigkeit und der
kunft einer Information an der Lesestation bereits dem ganzen Antriebssystem innewohnenden Trägseine
volle Geschwindigkeit erreicht hat. Ob der heit wird das Magnetband noch ein kleines Stück
Schrittmotor hierbei, wie bei der Erfindung als Bei- weiterlaufen, ehe es zum Stillstarid kommt. Bei dem
spiel vorgesehen, vier Schritte oder nur zwei oder 40 erneuten Anlaufen des Schrittmotors zum Lesen der
drei Schritte bis zum Ende der nächsten Information nächsten Information wird auf Grund der dem
gemacht hat, ist dabei im Sinne der Erfindung System innewohnenden Trägheit das Magnetband
gleichgültig. während des ersten Motorschrittes ebenfalls nur eine
Eine Anordnung zur Durchführung des vor- Strecke zurücklegen, die kleiner ist als einem Motorgenannten Verfahrens rieht vor — unter der Vor- 45 schritt entspricht. Von dem bei der Aufnahme veraussetzung,
daß ein Magnetband verwendet ist, bei wendeten festen Zyklus von vier Schritten von einer
welchem Informationen mit einem gegenseitigen Information zur nächsten sind somit bei der Wieder-Abstand
aufgezeichnet sind, der zwei Motorschritten gäbe je nach Fall bereits etwa ein viertel oder auch
des Schrittmotors der Wiedergabeeinrichtung ent- ein halber Schritt verbraucht, ehe der Schrittmotor
spricht —, daß dem Lesemagnetkopf eine elektrische 50 auf volle Geschwindigkeit kommt. Der Beginr. der
Schaltanordnung (Auswertelogik) nachgeordnet ist, nächsten Information kommt somit bereits einen
welche bei Ende einer Information einen Ausgangs- viertel oder auch einen halben Schritt früher wähimpuls
abgibt und daß ein Schaltelement vorgesehen rend eines Schrittzyklus als die vorhergehende Inist,
welches von diesem Ausgangsimpuls angesteuert formation. Oh.ie die Erfindung würden sich die
wird und den Schrittmotor nach Vollendung des bei 55 nächsten Informationen bei den gegebenen Schlupf-Ende
der Information gerade laufenden Schrittes Verhältnissen immer weiter zum Anfang eines Schrittstillsetzt,
zyklus vorschieben und es würde schließlich der
Eine zweckmäßige Weiterbildung der Erfindung Fall auftreten, daß eine Information bereits zu Besieht
vor, daß die elektrische Schaltanordnung einen ginn eines Schrittzyklus auftritt, wenn sich das
Zähler enthält, weicher die Bits jeder Information 60 Magnetband noch vollständig in Ruhe oder aber zuzählt
und nach dem htzten Bit ein Stoppsignal für mindest erst in der Anlaufphase befindet,
den Schrittmotor abgibt. Durch das beschriebene Verfahren wird dies ver-
den Schrittmotor abgibt. Durch das beschriebene Verfahren wird dies ver-
Das Schaltelement kann gemäß weiterer Ausbil- mieden, da jeweils nach Ende einer Information der
dung der Erfindung n.us einem zwischen einem Schrittzyklus abgebrochen wird, so daß sich etwaige
Taktgeber und der von diesem angesteuerten Steuer- 65 Verschiebungen einer Information in einem Schrittelektronik
für den Schrittmotor liegenden elek- zyklus nicht nacheinander addieren können, sondern
trischen oder elektronischen Schalter, wie beispiels- daß jede Verschiebung innerhalb eines Zyklus für
weise einem Transistor, bestehen. sich ausgeglichen wird. Der Beginn eines neuen
Schrittzyklus liegt daher immer maximal einen Schritt nach dem Ende der letzten Information einschließlich
des durch den Schlupf verursachten Bandverbrauches. Es steht somit immer ein voller Schritt zur
Verfügung ehe die neue Information die Lesestellung erreicht.
In F i g. 2 ist ein mögliches Ausführungsbeispiel zur Durchfuhrung des beschriebenen Verfahrens
schematisiert dargestellt. Ein Motor 1 treibt ein Magnetband Z über eine Antriebsrolle 3 und eine
Andruckrolle 4 in Pfeilrichtung 5 an. An einem Magnetkopf 6 werden die Informationen gelesen, in
einem Verstärker? verstärkt und einer Auswertelogik 8 zugeführt. Von dieser gelangen die Informationen zum einen über einen Kanal 9 zu weiteren
Auswerteeinrichtungen, zum anderen wird in dieser Auswertelogik das Stoppsignal für den Schrittmotor
erzeugt. Dies geschieht in der Weise, daß ein Zähler
die in jeder Information konstante Zahl von bits
■ zählt und sofort nach dem letzten bit ein Stoppsignal
abgibt. Der Steuerung des Schrittmotors dient eine
S hier nicht näher zu erläuternde Steuerelektronik 10, welche von einem Taktgeber 11 in konstanten Zeitabständen mit Impulsen angesteuert wird. Zwischen
der Steuerelektronik 10 und dem Taktgeber U liegt ein elektronischer Schalter 12, der auf Grund des
to Stoppsignals der Auswertelogik 8 die Verbindung
zwischen Steuerelektronik und Taktgeber unterbricht Der Rotor des Schrittmotors wird dadurch nacr
Beendigung des gerade laufenden Schrittes stilige setzt und durch die Haltekräfte des Schrittmotor:
is in der vorgegebenen Schrittstellung festgehalten bzw
bei Überschwingungen in diese Schrittstellung zu rückgezogen.
Claims (4)
- ^ * > generatoren oder fotoelektriscbe Abtasteinrichtungenijv Patentansprüche: ' . verwendet, welche die genaue jeweilige Winkelstellung des Gleichspannungsmotors für den BandantriebΊ. Verfahren zur Aufzeichnung auf und zur feststellen und ein definiertes Anhalten und WiederWiedergabe von durch Zwischenräume getrenn- 5 starten des Motors ermöglichen. Dadurch ist eineten Informationen auf einem Magnetband unter Verkleinerung der Bandlänge zwischen zwei Infor-Verwendung eines Antriebs, dessen Start und mationsblöcken möglich, jedoch ist der technischeStopp in diesen Zwischenräumen erfolgt, da- Aufwand hierfür relativ hoch,durch gekennzeichnet, daß bei der Auf- In der britischen Patentschrift 1 102484 ist er-zeichnung auf das von einem Schrittmotor in io wähnt, daß diese Lücke zwischen den Informationenfester Schrittzahl angetriebene Magnetband bzw. Informationsblöcken lediglich dazu dient, denzwischen zwei Informationen ein Mindestabstand ' Stan- und Stoppvorgang im Bereich dieser Lückegehalten wird, den das Magnetband bei zwei Motor- ablaufen zu lassen.schritten zurücklegt und daß bei der Wiedergabe Ferner war es bisher nicht möglich, durch.Schritt-der Schrittmotor ohne Schrittzahl jeweils am 15 motoren mit geringem Abstand auf Magnetband auf-Ende jenes Motorschrittes angehalten wird, bei gezeichnete Informationen in einer Einrichtung zuwelchem das Ende der Information am Magnet- lesen, bei welcher das Band ebenfalls durch einenkopf gerade vorbsiläuft. Schrittmotor angetrieben ist.
- 2. Anordnung zur Durchführung des Verfah- Das der Erfindung zugrunde liegende Problem rens nach Anspruch 1 unter Verwendung eines ao besteht nun darin, daß eine mittels eines Schritt-Magnetbandes, bei welchem Informationen mit motors auf einem Magnetband aufgezeichnete Folge einem gegenseitigen Abstand aufgezeichnet sind, von Informationen oder Informationsblöcken nicht der zwei Motorschritten des Schrittmotors der ohne weiteres wieder gelesen werden kann, wenn in Wiedergabeeinrichtung entspricht, dadurch ge- der Wiedergabeeinricl· ung anstatt eines ständig kennzeichnet, daß dem Magnetkopf (6) eine 35 durchlaufenden Magnetbandes ein durch einen elektrische Schaltanordnung (Auswertelogik 8) Schrittmotor schrittweise angetriebenes Magnetband nachgeordnet ist, welche bei Ende einer Informa- verwendet wird. Wegen des unvermeidlichen tion einen Ausgai:jsimpuls rbgibt und daß ein Schlupfes zwischen dem Magnetband und der An-Schaltelement (elektronischer Schalter 12) vor- triebsrolle sowie dem hiermit in starrer Verbindung gesehen ist, welches von diesem Ausgangsimpuls 30 stehenden Schrittmotor läßt sich keine genaue angesteuert wird und den Schrittmotor (1) nach Zuordnung der einzelnen Informationsblöcke zu der Vollendung des bei Ende der Information gerade momentanen Stellung des Schrittmotors herstellen, laufenden Schrittes stillsetzt. wie dies beispielsweise bei einem Lochstreifen und
- 3. Anordnung η; .λ Anspruch 2, dadurch ge- dessen Antrieb möglich wäre. Infolgedessen ändert kennzeichnet, daß die elektrische Schaltanord- 35 sich auch die Lage der Informationsblöcke gegenüber nung einen Zähler enthält, welcher die Bits jeder der Lesestellung nach jedem Stillstand und WiederInformation zählt und nach dem letzten Bit ein anlaufen des Schrittmotors, und es kann daher der Stoppsignal für den Schrittmotor (1) abgibt. Fall eintreten, daß sich ein Informationsblock genau
- 4. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch ge- im Bereich der Lesestellung befindet, wenn das kennzeichnet, daß das Schaltelement (elektro- 40 Magnetband zum Stillstand kommt. Da die Informanischer Schalter 12) aus einem zwischen einem tionen aber nur bei einer definierten Geschwindigkeit Taktgeber (11) und der von diesem angesteuerten des Magnetbandes gelesen werden können, gehen Steuerelektronik (10) für den Schrittmotor (1) alle oder doch zumindest ein wesentlicher Teil der liegenden elektronischen Schalter (12) besteht. Informationen eines solchen Informationsblockes bei45 der sehr geringen Geschwindigkeit des Magnetbandes während des Abbrems- bzw. des Anlaufvorganges
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