DE195804C - - Google Patents
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A41—WEARING APPAREL
- A41G—ARTIFICIAL FLOWERS; WIGS; MASKS; FEATHERS
- A41G1/00—Artificial flowers, fruit, leaves, or trees; Garlands
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Paper (AREA)
Description
3xαϊόα t'icfje ι ι $aX&\ ιl'oc inIi.
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Es ist bekannt, Papierblumen zum Schutz gegen Wasser mit Wachs, Paraffin oder
Paraffinöl zu überziehen. Dieses Verfahren ist aber mangelhaft, weil dabei die Blumen
nur im fertigen Zustande durch Tauchen in die flüssige Schutzmasse überzogen werden.
Es ist nicht möglich, die Deckschichten gleichmäßig stark aufzutragen, da die überschüssige
Deckmasse vor dem Erstarren abgeschleudert werden muß, wobei sich nicht
nur die Formen der Blütenblätter, sondern auch ihre Stellungen zueinander unvorteilhaft
verändern, wodurch die Blume ein unnatürliches Aussehen erhält. Andererseits erstarren
die genannten Deckstoffe sehr hart, die Überzüge brechen daher beim Versand oder beim Gebrauch, z. B. beim Kranzbinden,
leicht, werden wasserdurchlässig und geben den Blumen ein unnatürliches, gläsernes Aussehen.
Paraffinöl macht das Papier zudem durchscheinend, ist daher als Überzug für Papierblumen nicht ohne weiteres geeignet.
Man hat zwar versucht, die genannten
Mängel dadurch zu beseitigen, daß man anstatt Wrachs oder Paraffin Kollodium anwandte
und diesem zur Vermeidung des Abblätterns vom Papier Glyzerin zusetzte. Damit ließ sich wohl die Sprödigkeit des Überzuges
vermeiden, aber alle übrigen Mangel blieben
bestehen. Dazu trat noch ein größeres Übel, die Feuergefährlichkeit des Kollodiums, die
bei der Fabrikation von Papierblumen nicht zu unterschätzen ist.
Nach der Erfindung werden nicht die fertigen Blumen, sondern die zur Herstellung
der Blumen bestimmten Papiere vor ihrer Verarbeitung mit wasserdichten Stoffen gleichmäßig
durchtränkt, durch eine eigenartige Behandlung geschmeidig gemacht und so
abgetönt, daß die daraus hergestellten Blumen ohne weitere Nacharbeit die den natürlichen
Blumen eigentümliche Elastizität und das sonst nur lebenden Blumen eigene matte Aussehen
aufweisen.
Zu diesem Zweck wird das Papier mit Paraffinöl unter Zusatz von etwas Glyzerin
durchtränkt, nach erfolgtem Trocknen mit Wasser befeuchtet, mit einem unlöslichen
Pulver gleichmäßig bestäubt und gewalzt oder gekreppt.
Der Zusatz von Glyzerin zum Paraffinöl ist notwendig, weil letzteres allein das Papier
zwar wasserbeständig, aber beim Trocknen hart und spröde und daher zur Herstellung
von Blumen ungeeignet macht. Trotz des Zusatzes von Glyzerin würde aber das so getränkte Papier für die Blumenfabrikation
immer noch nicht genügend vorbereitet sein, wenn man die Geschmeidigkeit durch Glyzerin
allein herbeiführen wollte, da dieses Wasser aus der Luft ansaugt und daher in größeren
Mengen zugesetzt die durch das Paraffinöl erzielte Wasserbeständigkeit des Papiers gefährden
würde. Aus diesem Grunde muß der Zusatz von Glyzerin so bemessen werden, daß es,"ohne die Trocknung zu verhindern,
dem Papier nur die Sprödigkeit nimmt. Diesem Zweck entspricht nach den angestellten
Versuchen ein Zusatz von etwa 5 bis 10 Prozent Glyzerin. Da sich nun das so
getränkte Papier beim Trocknen wirft und daher vor dem Verarbeiten geglättet oder gekreppt
werden muß, aber infolge des geringen Zusatzes von Glyzerin noch nicht zähe genug
ist, um hierbei die Brüche oder Risse auszuschließen, muß die erforderliche Zähigkeit
durch Befeuchten mit Wasser herbeigeführt werden.
Um die durchtränkten Blätter undurchsichtig zu machen und ihnen ein den
natürlichen Blumen ähnliches mattes Aussehen zu geben, wird das Papier vor dem
Glätten oder Kreppen mit einem unlöslichen Pulver, z. B. Speckstein oder Zinkweiß,
gleichmäßig bestäubt. Beim Walzen und beim Kreppen dringt diese dünne Pulverschicht in
das Papier ein, stumpft dadurch den von der öltränkung herrührenden Glanz des Papiers
ab und macht es gleichzeitig undurchsichtig.
Bemerkt sei noch, daß man die Mattschicht auch dadurch herstellen kann, daß
man dem zur Tränkung des Papiers zu benutzenden öle eine entsprechend abgemessene
Menge unlöslichen Pulvers zusetzt.
Claims (2)
1. Verfahren, Papier wasserbeständig und geschmeidig zu machen und ihm ein
den Blütenblättern ähnliches mattes Aussehen zu geben, dadurch gekennzeichnet,
daß das Papier mit einer Mischung von Paraffinöl und Glyzerin durchtränkt, nach
erfolgter Trocknung mit Wasser angefeuchtet, mit einem unlöslichen Pulver bestäubt
und ausgewalzt oder gekreppt wird.
2. Künstliche Blumen aus dem Papier nach Anspruch I.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT37887D AT37887B (de) | 1906-12-08 | 1908-04-26 | Verfahren, Papier wasserbeständig und geschmeidig zu machen und ihm ein den Blütenblättern ähnliches mattes Aussehen zu geben. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE195804C true DE195804C (de) |
Family
ID=458834
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1906195804D Expired - Lifetime DE195804C (de) | 1906-12-08 | 1906-12-08 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE195804C (de) |
-
1906
- 1906-12-08 DE DE1906195804D patent/DE195804C/de not_active Expired - Lifetime
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