DE19547940A1 - Vorrichtung zur Festlegung eines Kofferraumdeckels eines Fahrzeugs - Google Patents
Vorrichtung zur Festlegung eines Kofferraumdeckels eines FahrzeugsInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur
Festlegung eines Kofferraumdeckels eines Fahrzeugs in einer
gewünschten Offenstellung am Fahrzeug, umfassend ein
rohrförmiges oder stangenförmiges Unterteil, das im unteren
Endbereich eine Festlegeeinrichtung zur Festlegung des
Unterteils im Schloß der Kofferraumwandung des Fahrzeugs
aufweist und weiter ein rohrförmiges oder stangenförmiges
Oberteil, das aus dem rohrförmigen Unterteil teleskopartig
axial nach oben hin herausziehbar ist und im oberen
Endbereich eine Festlegeeinrichtung zu dessen Festlegung an
dem Verschlußteil des Kofferraumdeckels aufweist, das im
gewöhnlichen Gebrauch beim Schließen des Kofferraumdeckels
mit dem Schloß in der rückwärtigen Kofferraumwandung
zusammenwirkt, und eine Klemmschraube, um das rohrförmige
oder stangenförmige Oberteil in einer gewählten
Ausziehposition gegenüber dem rohrförmigen oder
stangenförmigen Unterteil festzulegen.
Eine Vorrichtung der oben genannten Art ist aus der
Patentanmeldung 195 39 212.4 bekannt. Eine solche Vorrichtung
wird z. B. dann benötigt, wenn mit einem Fahrzeug,
insbesondere einem Pkw, sperrige Gegenstände im Kofferraum
transportiert werden müssen, die nicht vollständig im
Kofferraum unterzubringen sind. Dabei muß die Vorrichtung so
beschaffen sein, daß der Kofferraumdeckel eines Fahrzeugs
durch die Vorrichtung in einer gewünschten Offenstellung
justiert werden kann und beim Fahren auch bei Unebenheiten
der Fahrbahn wie z. B. bei Schlaglöchern, Bahnübergängen etc.
der Kofferraumdeckel in der entsprechenden gewünschten
Offenstellung verharrt. Diese Vorrichtung weist jedoch den
Nachteil auf, daß die im Endbereich des Unter- bzw. Oberteils
vorgesehenen Festlegeeinrichtungen zur Festlegung des Unter
bzw. des Oberteils im Schloß der Kofferraumwandung des
Fahrzeugs bzw. an dem Verschlußteil des Kofferraumdeckels,
sehr kompliziert ausgeführt und damit in der Herstellung sehr
teuer sind. Zudem sind die besagten Festlegeeinrichtungen nur
auf einen Schloßtyp ausgerichtet und unlösbar mit dem
Oberteil bzw. Unterteil verbunden. Der Einsatz dieser
Vorrichtung in Zusammenhang mit einem anderen Fahrzeug ist
daher nur dann möglich, wenn sich das Kofferraumschloß nicht
verändert hat.
Die DE 27 47 096 A1 schlägt eine Vorrichtung zur Festlegung
eines Kofferraumdeckels vor, bei der ein in einem zum Teil
flexibel ausgebildeten rohrförmigen Unterteil axial
ausziehbares und feststellbares rohrförmiges Oberteil
vorgesehen ist, wobei hier die Festlegeeinrichtungen zum
Festlegen des Ober- bzw. Unterteils in gewissen Grenzen auf
unterschiedliche Abmessungen eines Kofferraumschloßtyps
einstellbar sind. Aber auch hierbei sind die
Festlegeeinrichtungen zum Festlegen des Ober- bzw. Unterteils
sehr kompliziert ausgelegt und fest mit dem Ober- bzw.
Unterteil der Vorrichtung verbunden, so daß die Vorrichtung
für einen anderen Kraftfahrzeug- bzw. Kofferraumschloßtyp
nicht mehr einsatzfähig ist.
Angesichts der heutzutage vorliegenden, nahezu
unüberschaubaren Vielzahl von Kofferraumschloßtypen bringt
dies für potentielle Hersteller von Vorrichtungen der
genannten Art als auch für deren Verbraucher spürbare
Nachteile mit sich. Bislang müssen die Hersteller, wenn sie
am Markt bestehen wollen, solche Vorrichtungen in
ausreichender Variantenvielfalt vorhalten, was Lager-,
Werkzeug- und Herstellkosten nach oben treibt. Auf der
anderen Seite kann der Verbraucher im ungünstigsten Fall
seine einmal gekaufte Vorrichtung zur Festlegung eines
Kofferraumdeckels bei einem Fahrzeugwechsel nicht mehr weiter
verwenden.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine
Vorrichtung der eingangs genannten Art bereit zustellen, die
bezüglich ihrer Anpaßbarkeit an unterschiedliche
Kofferraumschloßtypen so flexibel ist, daß bei Wechsel des
Kofferraumschloß- bzw. Kraftfahrzeugtyps zumindest ein Teil
der Vorrichtung weiterhin einsetzbar ist und eine
erforderliche Anpassung nicht den Ersatz der gesamten
Vorrichtung notwendig macht.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Festlegung eines
Kofferraumdeckels löst diese Aufgabe dadurch, daß ein
Endstück des Oberteils, welches die Festlegeeinrichtung zum
Festlegen des Oberteils aufweist, mittels einer Verbindung
austauschbar am Oberteil befestigt ist, und ein Endstück des
Unterteils, welches die Festlegeeinrichtung zum Festlegen des
Unterteils aufweist, mittels einer Verbindung austauschbar am
Unterteil befestigt ist. Dies hat den Vorteil, daß der ohne
Festlegeeinrichtungen vorliegende Vorrichtungsgrundkörper in
großen Stückzahlen entsprechend kostengünstig und risikolos
vorproduziert werden kann und eine Anpassung an die sich
schnell wandelnden Kofferraumschloßtypen bedarfsweise durch
den Austausch der Festlegeeinrichtungen zum Festlegen des
Ober- bzw. Unterteils geschehen kann. Darüber hinaus werden
die Investitionen für die Verbraucher gesenkt, da sie den
Vorrichtungsgrundkörper auch bei Wechsel ihres Fahrzeugs
weiter verwenden können.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weisen
die Festlegeeinrichtungen rohrförmige Ansätze, in die
Paßrohre fest eingelassen sind, die Paßrohre Radialbohrungen
und ebenfalls das Oberteil und das Unterteil Radialbohrungen
auf und die Verbindungen werden über Paßhülsen realisiert,
wobei die Paßhülsen jeweils in miteinander zur Deckung
gebrachte Radialbohrungen der zu verbindenden Teile greifen.
Diese Verbindungsart zwischen den Festlegeeinrichtungen und
dem Vorrichtungsgrundkörper gewährleistet eine sehr sichere
axiale und verdrehfeste Verbindung, wobei die Verbindung
relativ leicht montiert bzw. demontiert werden kann.
Es ist gemäß einer alternativen Ausführungsform der Erfindung
zweckmäßig, wenn die Verbindungen so realisiert werden, daß
die Festlegeeinrichtungen axial mit dem Oberteil bzw. dem
Unterteil verschraubt sind. Dies ergibt bei zusätzlicher
guter axialer Sicherung und leichter Montagemöglichkeit eine
zusätzliche Möglichkeit zur Feinjustage der
Festlegeeinrichtungen.
Eine andere zweckmäßige Ausführungsform der Erfindung sieht
vor, daß die Verbindungen dadurch realisiert werden, indem
die Festlegeeinrichtungen jeweils mit dem Oberteil bzw. dem
Unterteil verklebt sind. Dies bietet den Vorteil, daß die
Verbindungen sehr preisgünstig ohne weitere Bauteile oder
Bearbeitungen der zu verbindenden Teile realisiert werden
können.
Wenn die Verbindungen gemäß einer weiteren zweckmäßigen
Ausführungsform der Erfindung so realisiert sind, daß die
Festlegeeinrichtungen jeweils rastend mit dem Oberteil bzw.
dem Unterteil verbunden sind, läßt sich die Verbindung
besonders schnell montieren bzw. demontieren.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der
Erfindung, sind die Verbindungen so ausgeführt, daß die
Festlegeeinrichtungen jeweils mittels eines
Bajonettverschlusses mit dem Oberteil bzw. dem Unterteil
verbunden sind. Die Verbindung über an sich bekannte
Bajonettverschlüsse bietet auch den Vorteil einer sehr
leichten und schnellen Montage bzw. Demontage der
Festlegeeinrichtungen bei sehr guter axialer Sicherung.
Eine weitere bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sieht
vor, daß die Verbindungen in der Art realisiert werden, daß
die Festlegeeinrichtungen jeweils magnetisch mit dem Oberteil
bzw. dem Unterteil verbunden sind, wobei entweder die
Festlegeeinrichtungen bzw. ein Teil von diesen oder das
Oberteil und das Unterteil bzw. ein Teil von diesen
dauermagnetische Eigenschaften aufweisen. Dies bietet ebenso
eine schnelle Montage- bzw. Demontagemöglichkeit der
Festlegeeinrichtungen, ohne daß zusätzliche Bearbeitungen wie
z. B. Gewindeschneiden etc. anfallen.
Die vorliegende Erfindung wird im folgenden anhand eines
Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die beiliegenden
Zeichnungen näher beschrieben. Dabei zeigen
Fig. 1 die Ansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit
angedeuteter Verbindung der Festlegeeinrichtungen zum
Festlegen des Ober- bzw. Unterteils;
Fig. 2 die Verbindung der Festlegeeinrichtungen zum
Festlegen des Ober- bzw. Unterteils mittels
Spannhülsen;
Fig. 3 eine vergrößerte Ansicht der Verbindungsart gemäß
Fig. 2.
Zunächst wird auf Fig. 1 Bezug genommen. Die erfindungsgemäße
Vorrichtung zur Festlegung eines Kofferraumdeckels eines
Fahrzeugs in einer gewünschten Offenstellung am Fahrzeug
besteht aus einem durch ein Unterteil 31, ein Oberteil 32 und
eine Klemmschraube 33 gebildeten fahrzeugtypneutralen
Vorrichtungsgrundkörper 30, einer Festlegeeinrichtung 40 zur
Festlegung des Oberteils 32 an dem Verschlußteil des
Kofferraumdeckels und einer Festlegeeinrichtung 50 zur
Festlegung des Unterteils 31 im Schloß der Kofferraumwandung
des Fahrzeugs. Das Oberteil 32 ist teleskopartig verschiebbar
in dem Unterteil 31 angeordnet, wobei der Außendurchmesser
des Oberteils 32 nur geringfügig kleiner ist als der
Innendurchmesser des Unterteils 31, so daß das Oberteil 32
leicht verschiebbar, aber dennoch ausreichend im Unterteil 31
geführt ist. Das Oberteil 32 ist darüber hinaus geringfügig
länger als das Unterteil 31. Das Unterteil 31 weist etwa im
oberen Drittel seiner Länge eine radial angeordnete
Klemmschraube 33 auf, welche mittels einer mit dem Unterteil
31 verschweißten Kontermutter 34 gegen das Oberteil 32
geschraubt werden kann und dieses so fixiert. Auf diese Weise
kann die erfindungsgemäße Vorrichtung schnell und einfach in
der gewünschten Offenstellung des Kofferraumdeckels fixiert
werden.
Oberhalb des Vorrichtungsgrundkörpers 30 ist die
Festlegeeinrichtung 40 ersichtlich, welche zu Anfang einen
rohrförmigen Ansatz 41 aufweist, der den gleichen
Rohrquerschnitt wie das Oberteil 32 bildet und zum oberen
Ende hin eine Abflachung 42 aufweist, die zu einem um 90°
abgewinkelten Haken 44 umgebogen ist. Dieser weist einen
Abstand 43 von der oberen Kante der Abflachung 42 auf, so daß
zwischen der Abflachung 42 und dem horizontalen Schenkel des
Hakens 44 eine Aussparung 43 liegt, die zur Seite hin
geöffnet ist. An der gegenüberliegenden Seite ist diese
Aussparung 43, dadurch, daß dort der vertikale Schenkel des
Hakens 44 verläuft, geschlossen und bildet einen hinteren
Teil 43a der Aussparung. Die Festlegeeinrichtung 40 kann nun
mittels der Aussparung 43 z. B. an einer Öse oder an einem
Haken des offenstehenden Kofferraumdeckels festgelegt werden,
der sonst beim Schließen des Kofferraumdeckels in den Riegel
des Schlosses vom Kofferraum einschnappt. In Fig. 1 ist
unterhalb des Vorrichtungsgrundkörpers 30 die
Festlegeeinrichtung 50 ersichtlich. Sie besteht zunächst aus
einem rohrförmigen Ansatz 51, dessen Rohrquerschnitt dem vom
Unterteil 31 entspricht. Zum unteren Ende hin, etwa ab der
Hälfte seiner Länge geht der rohrförmige Ansatz 51 der
Festlegeeinrichtung 50 in eine Abflachung 52 über, wobei im
Bereich dieser Abflachung 52 ein Loch 53 angeordnet ist, das
dazu dient, die Festlegeeinrichtung 50 in der Schloßfalle der
rückwärtigen Wandung des Kofferraums eines Pkws zu
befestigen. In dieser Schloßfalle des Kofferraums kann sich
z. B. ein Riegel befinden, der normalerweise in eine Öse des
Kofferraumdeckels einschnappt, wenn der Kofferraumdeckel
geschlossen wird.
In Fig. 1 ist ferner angedeutet, daß die beiden
Festlegeeinrichtungen 40, 50, welche jeweils
fahrzeugtypbezogen sind, noch mittels geeigneter Verbindungen
V1, V2 mit dem Vorrichtungsgrundkörper, welcher
fahrzeugtypneutral ausgeführt ist, verbunden werden müssen.
Hieran wird auch ein wesentlicher Vorteil der
erfindungsgemäßen Vorrichtung deutlich. Durch ihren quasi
modulartigen Aufbau (fahrzeugtypneutraler
Vorrichtungsgrundkörper 30, fahrzeugtypbezogene
Festlegeeinrichtungen 40, 50) kann z. B. ein Hersteller
risikolos den Vorrichtungsgrundkörper 30 produzieren, ohne
unbedingt auf alle möglichen Typen von Kofferraumschlössern
Rücksicht nehmen zu müssen. Zur Erlangung eines ausreichenden
Marktanteils als wesentlich erachtete Kofferraumschloßtypen,
kann er durch die Fertigung von darauf ausgerichteten
Folgeeinrichtungen berücksichtigen. Demgegenüber wird der
Verbraucher die Investition in eine solche Vorrichtung nicht
scheuen, da er selbst bei einem Wechsel zu einem gänzlich
anderen Fahrzeugtyp mit entsprechend anderem
Kofferraumschloßtyp einen Großteil seiner Investition,
nämlich den fahrzeugtypneutralen Vorrichtungsgrundkörper 30
weiter verwenden kann. Er muß sich lediglich neue, angepaßte
Festlegeeinrichtungen 40, 50 beschaffen. Hieraus wird
deutlich, daß die in Fig. 1 dargestellten
Festlegeeinrichtungen 40, 50 lediglich eine mögliche konkrete
Ausführungsform von fahrzeugtypbezogenen
Festlegeeinrichtungen darstellen. Diese können aber natürlich
beliebig anders aussehen, je nach vorliegendem Typ des
Kofferraumschlosses. Wesentlich ist nur, daß eine
standardisierte Verbindung V1 bzw. V2 bereitgestellt wird,
die geeignet ist, die Festlegeeinrichtungen 40, 50 fest, aber
dennoch lösbar, mit dem Oberteil 32 bzw. dem Unterteil 31 zu
verbinden und so eine einwandfreie Funktion der Vorrichtung
zu gewährleisten.
In Fig. 2 ist eine mögliche Ausführungsform für eine solche
Verbindung V1, V2 dargestellt. So kann z. B. der rohrförmige
Ansatz 41 einer wie auch immer gestalteten
Festlegeeinrichtung 40 ein Paßrohr 45 aufnehmen, welches z. B.
mittels einer Preßpassung fest mit dem rohrförmigen Ansatz
41 verbunden ist und etwa ¼ so lang ist wie das Oberteil 32.
Das Paßrohr 45 weist dabei eine radiale Bohrung 450 auf,
welche sich ungefähr in der Mitte des aus dem rohrförmigen
Ansatz 41 noch hinausragenden Ende des Paßrohres 45 befindet.
Desgleichen weist das Oberteil 32 ebenfalls eine radiale
Bohrung 320 auf, wobei die Bohrungen 450 und 320 in ihrem
Durchmesser übereinstimmen und bei voll in das Oberteil 32
eingeschobenen Paßrohr 45 miteinander zur Deckung gebracht
werden können. Desgleichen weist das Unterteil 31 im Bereich
seines unteren Endes ebenfalls eine Radialbohrung 310 auf und
der rohrförmige Ansatz 51 der Festlegeeinrichtung 50 nimmt in
gleicher Weise ein Paßrohr 55, aufweisend eine Radialbohrung
550 auf, wobei nach vollständigem Einschieben des Paßrohrs 55
in das Unterteil 31 die Radialbohrungen 310 und 550 ebenfalls
miteinander zur Deckung gebracht werden können. Die
Radialbohrungen 450, 320 bzw. 310, 550 dienen nun zur
Aufnahme von an sich bekannten Paßhülsen 60a, 60b. Diese
weisen einen geringfügig größeren Außendurchmesser als die
entsprechenden Radialbohrungen auf.
Fig. 3 zeigt nun die montierte Verbindung zwischen der
Festlegeeinrichtung 40 und dem Oberteil 32. Es wird deutlich,
daß die Festlegeeinrichtung 40 mit ihrem Paßrohr 45
vollkommen in das Oberteil 32 eingeschoben ist, so daß der
rohrförmige Ansatz 41 voll auf dem Oberteil 32 aufliegt und
die Radialbohrungen 320 und 450 miteinander zur Deckung
gebracht sind. Die Verbindung wird mittels der Paßhülse 60a
gesichert, welche unter radialer Vorspannung in die Bohrungen
getrieben worden ist und wie ersichtlich, nicht über den
Außendurchmesser des Oberteils 32 hinausragt, damit bei
Bedarf auch das Oberteil 32 weit möglichst in das Unterteil
31 hinein geschoben werden kann. Die Paßhülse 60a ermöglicht
somit eine form- und kraft schlüssige Verbindung zwischen dem
Paßrohr 45 und dem Oberteil 32. Das Paßrohr 45 und das
Oberteil 32 können somit weder gegeneinander verdreht noch
axial gegeneinander verschoben werden. In der gleichen Art
wird das mit der Festlegeeinrichtung 50 fest verbundene
Paßrohr 55 mit dem Unterteil 31 verbunden. Insgesamt wird
also durch diese konkrete Ausführungsform der in Fig. 1
angedeuteten Verbindungen V1, V2 die einwandfreie Funktion
der Vorrichtung gewährleistet. Auch ein Lösen der Verbindung,
z. B. zwecks Austausch der Festlegeeinrichtungen 40, 50 zur
Anpassung der Vorrichtung an einen anderen Fahrzeugtyp, kann
leicht bewerkstelligt werden. So brauchen nur die Paßhülsen
60a, 60b mit einem gebräuchlichen Splinttreiber entfernt zu
werden, wonach die Festlegeeinrichtungen leicht ausgetauscht
werden können.
Die in Fig. 2 und 3 gezeigte konkrete Ausführungsform der
Verbindung V1, V2 hat den Vorteil, daß sie sehr fest und
sicher ist, aber dennoch relativ leicht wieder gelöst werden
kann. Aber es sind natürlich auch andere Ausführungsformen
zur Realisierung der Verbindungen V1, V2 denkbar:
So könnten z. B. die freistehenden Enden der Paßrohre 45, 55
jeweils mit Außengewinden und entsprechend die Enden des
Oberteils 32 bzw. des Unterteils 31 jeweils mit einem
Innengewinde versehen sein, so daß die Verbindungen V1, V2
mittels Schraubenverbindungen realisiert werden würden. Bei
ebenso sicherer und fester Verbindung wie durch die bereits
erläuterten Paßhülsen hätte dies den Vorteil, daß man sogar
noch eine axiale Feinjustage der Festlegeeinrichtungen 40,
41 durchführen könnte. Desweiteren wäre die Realisierung der
Verbindungen V1, V2 über an sich bekannte Bajonettverschlüsse
denkbar. Dies hätte den Vorteil einer sehr leichten und
schnellen Montage bzw. Demontage der Festlegeeinrichtungen
40, 50. Eine weitere denkbare Realisierung der Verbindungen
V1, V2 würde über eine rastende Verbindung hergestellt
können. Diese könnte z. B. derartig gestaltet sein, daß in
den Radialbohrungen 450 bzw. 550 kleine Kugeln mittels Federn
radial nach außen gedrückt werden, beim Einschieben der
Festlegeeinrichtungen 40, 50 in das Oberteil 32 bzw. das
Unterteil 31 nach innen nachgeben und erst nach vollständigem
Einschieben jeweils nach außen in die Bohrungen 320 bzw. 310
rasten. Diese Verbindungsart hat auch den Vorteil, daß sie
sehr schnell montierbar bzw. demontierbar ist, wenngleich die
axiale Sicherung nicht ganz so hoch ist wie bei den
vorangegangenen Verbindungsarten. Als weitere
Verbindungsmöglichkeit könnte man sich die Ausführung der
Paßrohre 45 bzw. 55 als entsprechend starke Dauermagnete
vorstellen. Dies würde ebenso eine sehr schnelle Montage bzw.
Demontage der Festlegeeinrichtungen 40, 50 gewährleisten,
wenngleich auch bei begrenzter axialer Sicherung. Ferner
könnte die Verbindung V1, V2 auch über eine Klebeverbindung
erzielt werden, indem z. B. die freibleibenden Flächen der
Paßrohre 45 bzw. 55 und die stirnseitigen Kontaktflächen der
rohrförmigen Ansätze 41, 51 sowie des Oberteils 32 bzw. des
Unterteils 31 mit einer geeigneten Klebelösung überzogen
würden, die auch ein Lösen der Verbindung wieder gestattet.
Dies hat den Vorteil, daß die Verbindungen sehr preisgünstig
ohne weitere Bauteile oder Bearbeitungen der Paßrohre 45, 55
realisiert werden könnten.
Claims (7)
1. Vorrichtung zur Festlegung eines Kofferraumdeckels eines
Fahrzeugs in einer gewünschten Offenstellung am Fahrzeug,
umfassend ein rohrförmiges oder stangenförmiges Unterteil
(31), das im unteren Endbereich eine Festlegeinrichtung
(50) zur Festlegung des Unterteils im Schloß der
Kofferraumwandung des Fahrzeugs aufweist und weiter ein
rohrförmiges oder stangenförmiges Oberteil (32), das aus
dem rohrförmigen Unterteil (31) teleskopartig axial nach
oben hin herausziehbar ist und im oberen Endbereich eine
Festlegeeinrichtung (40) zu dessen Festlegung an dem
Verschlußteil des Kofferraumdeckels aufweist, das im
gewöhnlichen Gebrauch beim Schließen des
Kofferraumdeckels mit dem Schloß in der rückwärtigen
Kofferraumwandung zusammenwirkt, und eine Klemmschraube
(33), um das rohrförmige oder stangenförmige Oberteil
(32) in einer gewählten Ausziehposition gegenüber dem
rohrförmigen oder stangenförmigen Unterteil festzulegen,
dadurch gekennzeichnet, daß ein Endstück des Oberteils
(32), welches die Festlegeeinrichtung (40) zum Festlegen
des Oberteils aufweist, mittels einer Verbindung (V1)
austauschbar am Oberteil (32) befestigt ist, und ein
Endstück des Unterteils (31), welches die
Festlegeeinrichtung (50) zum Festlegen des Unterteils
aufweist, mittels einer Verbindung (V2) austauschbar am
Unterteil (31) befestigt ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Festlegeeinrichtungen (40, 50) rohrförmige Ansätze
(41, 51) aufweisen, in die Paßrohre (45, 55) fest
eingelassen sind, daß die Paßrohre Radialbohrungen (450,
550) und ebenfalls das Oberteil (32) und das Unterteil
(31) Radialbohrungen (320, 310) aufweisen, und daß die
Verbindungen (V1, V2) über Paßhülsen (60a, 60b)
realisiert werden, wobei die Paßhülsen (60a, 60b) jeweils
in miteinander zur Deckung gebrachte Radialbohrungen
(450, 320) bzw. (310, 550) der zu verbindenden Teile (45,
32) bzw. (31, 55) greifen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Verbindungen (V1, V2) so realisiert werden, daß die
Festlegeeinrichtungen (40, 50) axial mit dem Oberteil
(32) bzw. dem Unterteil (31) verschraubt sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Verbindungen (V1, V2) dadurch realisiert werden,
indem die Festlegeeinrichtungen (40, 50) jeweils mit dem
Oberteil (32) bzw. dem Unterteil (31) verklebt sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Verbindungen (V1, V2) in der Art realisiert sind, daß
die Festlegeeinrichtungen (40, 50) jeweils rastend mit
dem Oberteil (32) bzw. dem Unterteil (31) verbunden sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Verbindungen (V1, V2) so ausgeführt sind, daß die
Festlegeeinrichtungen (40, 50) jeweils mittels eines
Bajonettverschlusses mit dem Oberteil (32) bzw. mit dem
Unterteil (31) verbunden sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Verbindungen (V1, V2) in der Art realisiert werden,
daß die Festlegeeinrichtungen (40, 50) jeweils magnetisch
mit dem Oberteil (32) bzw. dem Unterteil (31) verbunden
sind, wobei entweder die Festlegeeinrichtungen (40, 50)
bzw. ein Teil von diesen oder das Oberteil (32) und das
Unterteil (31) bzw. ein Teil von diesen dauermagnetische
Eigenschaften aufweisen.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995147940 DE19547940A1 (de) | 1995-12-21 | 1995-12-21 | Vorrichtung zur Festlegung eines Kofferraumdeckels eines Fahrzeugs |
| EP96119833A EP0780534A1 (de) | 1995-12-21 | 1996-12-11 | Vorrichtung zur Festlegung eines Kofferraumdeckels eines Fahrzeugs |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995147940 DE19547940A1 (de) | 1995-12-21 | 1995-12-21 | Vorrichtung zur Festlegung eines Kofferraumdeckels eines Fahrzeugs |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19547940A1 true DE19547940A1 (de) | 1997-06-26 |
Family
ID=7780884
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1995147940 Withdrawn DE19547940A1 (de) | 1995-12-21 | 1995-12-21 | Vorrichtung zur Festlegung eines Kofferraumdeckels eines Fahrzeugs |
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| Country | Link |
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